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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vielmehr abenteuerlich als historisch, 29. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Conquistador: Band 1. (Gebundene Ausgabe)
"Conquistador" ist das Werk von Jean Dufaux (Autor) und Philippe Xavier (Illustrator), die bereits gemeinsam an der Serie "Kreuzzug" - ebenfalls bei Splitter erschienen - gearbeitet haben. Auch hier wird sich einem historischen Thema gewidmet sowie auf einige reale Persönlichkeiten und ihrer Beziehung zueinander zurückgegriffen (Hernán Cortés 1485-1547, Moctezuma um 1465-1520, nur erwähnt: Pánfilo de Narváez 1470-1528), obwohl diese nicht als direkte Protagonisten fungieren. So rollt die Geschichte nicht die tatsächlichen historischen Begebenheiten der europäischen Expansion und ihre Folgen auf, sondern ist ganz auf Abenteuer und Mystery ausgelegt.

Doch richtig neu ist der Gegenstand der Handlung nicht: (Spanische) Eroberer landen bei den Azteken, werden von diesen für Unsterbliche gehalten und freundlich empfangen. Indes nutzen die Konquistadoren die Gutmütigkeit der Ureinwohner aus, und machen sich an einem heiligen Schatz zu schaffen, der schon seit Generationen existiert. Daraufhin entfesseln die Betrogenen den Hüter des Schatzes, der den Flüchtigen Unheil bringen soll.
Genau dieses Geschehen ist, ausgeschmückt mit wenigen Nebenhandlungen, im ersten Band auf knapp 64 Seiten zusammengefasst. Den Hüter selbst bekommt der Leser hier noch nicht zu Gesicht - es bleibt also geheimnisvoll. Was allerdings an Hernando Royo, dem augenscheinlichen Protagonisten der Erzählung, so "wahnsinnig" sein soll, ist ein Rätsel. Außer das er offenbar, als Einziger die Begegnung mit dem Hüter Txlaka im Auftaktband überlebt, denn die Geschichte wird rückblickend von ihm erzählt, hebt er sich nicht sonderlich aus der ungleichen Gruppe der Schatzräuber hervor. Schließlich besteht diese aus der kompromisslosen Anführerin Catalina Guerero (tatsächlich beteiligten sich nur wenige Frauen an den Eroberungen), einem impulsiven Kämpfer, einem süchtigen Geistlichen, einem jungen Koch, der gerne gefährliche Substanzen zusammenbraut und weiteren Vertrauten von Cortés. Eigentlich eine interessante Truppe, die aber zu oberflächlich dargestellt wird und damit leider farblos bleibt.

Unterdessen versetzen Philippe Xaviers Illustrationen und die Farbgebung von Jean-Jacques Chagnaud den Betrachter ins frühe 16. Jahrhundert zurück und führen ihm dabei die damalige Pracht der aztekischen Bauten sowie die noch unerforschte Wildnis vor Augen. Auffällig sind auch die vielen großen Panels, die die Charaktere ganz aus der Nähe zeigen und sich oftmals auf ein Detail konzentrieren, um die mimischen und gestischen Elemente hervorzuheben. Die Akteure bewegen sich zart konturiert durch dieses Abenteuer, wobei besonders gut die dunklen und düsteren Szenen der Handlung zur Geltung kommen.

Fazit: Nicht wirklich tiefgründig oder innovativ, aber hinreichend spannend gestaltet und die Neugier auf Txlaka geweckt, will man wissen, wie die Akteure ihrem Ende entgegengehen.
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Conquistador: Band 1.
Conquistador: Band 1. von Philippe Xavier (Gebundene Ausgabe - Juni 2013)
EUR 14,80
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