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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magisches Wintermärchen, 10. November 2011
Von 
Christian Handel "Darkstar" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Frostfeuer: Buch Eins. Herzzapfen (Gebundene Ausgabe)
Mein liebster Kai Meyer-Roman ist zweifellos sein wunderschönes Wintermärchen "Frostfeuer". Er erzählt darin die Geschichte der kleinen Maus, die Ende des 19. Jahrhunderts in einem Nobelhotel von St. Petersburg als Dienstmädchen arbeitet und unfreiwillig zwischen die Fronten beim magischen Kampf zweier mächtiger Gegnerinnen gerät. Eine davon ist die kecke englische Zauberin Tamsin Spellwell, eine Art Meyer'sche Mary Poppins. Die andere ist keine geringere als die eisige Herrscherin des hohen Nordens selbst: die Schneekönigin. Tamsin Spellwell hat der grausamen Herrin über Eis und Schnee einen Zapfen ihres Herzens gestohlen. Seither blutet die Macht der Kälte aus der Königin heraus und überzieht die Welt mit einem eisigen Winter. Im Grand Hotel Aurora treffen die beiden Kontrahentinnen wieder aufeinander ...

Im Splitter Verlag ist nun mit "Herzzapfen" der erste Teil der auf drei Teile angelegten Comicadaption von "Frostfeuer" erschienen. Adaptiert wurde der Roman textlich von Yann Krehl, der bereits für diverse andere Meyer-Romane eine Comicfassung verfasst hat (u. a. die ebenfalls bei Splitter erscheinende "Wolkenvolk"-Reihe). Er hält sich textlich sehr eng an die Vorlage, zitiert den Roman nahezu eins zu eins. Auch wenn hier und da ein wenig Freiheit dem Comic sicher gut getan hätte, fängt er dadurch vor allem zum Anfang wunderbar die poetische Sprache des Buches ein.

Das gilt auch für die Zeichnungen aus der Feder von Marie Sann. Vor allem das eisig-blaue Winterreich der Schneekönigin weiß sie in stimmungsvolle Bilder zu übertragen. Den Szenen im Hotel hingegen, die einen gewissen Sepia-Charme verströmen, hätte ein bisschen mehr Mut bei der Farbauswahl gut getan. Sann liefert klassische Ton-in-Ton-Bilder ab, die zwar die Geschichte transportieren, aber dennoch etwas unspektakulär ineinander übergehen. Ansonsten konzentriert sich die Künstlerin auf die Figurenzeichnungen, Details setzt sie eher spärlich ein. Gerade, wenn Maus mit der Schneekönig interagiert, zaubert Marie Sann eine Dynamik in die Bilder, die man in anderen Sequenzen etwas vermisst.

Trotz dieser scheinbaren Kritik ist "Herzzapfen" eine gelungene Adaption und ein spannender Auftakt der Comic-Trilogie: Auf 48 Seiten werden die Hauptfiguren der Geschichte gut eingeführt, die Geschichte verströmt auch in Bildern einen märchenhaften Charme und die Handlung des dialoglastigen Comics überzeugt ohnehin. Zudem zeichnet das Comicalbum die gewohnte Splitter-Qualität aus: Hochformatig, edles Coverdesign und eine gute Papierqualität, die die Farbgebung wunderbar zur Geltung bringt. "Herzzapfen" ist der richtige Comic für die anbrechende kalte Winterzeit und - nicht nur - Kai Meyer- und Märchenfans zu empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Comic Adaption, 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Frostfeuer: Buch Eins. Herzzapfen (Gebundene Ausgabe)
Bei diesem Titel handelt es sich um die nächste Comic Adaption des gleichnamigen Romans von Karl Meyer. Diese Adaption ist auf 3 Bände angelegt. Für die Adaption zeichnet erneut Yann Krehl verantwortlich. Gezeichnet wird sie von Marie Sann.

In Russland tobt und herrscht der strengste Winter seit Menschengedenken. Ursache hierfür ist, dass die Zauberin Tamsin Spellwell der Schneekönigin einen Eiszapfen von ihrem Herzen gestohlen hat. Die Schneekönigin verfolgt Tamsin und stößt im Grandhotel Aurora in St. Petersburg auf ihre Spur. Dort putzt Maus, ein Mädchen, die Schuhe der Gäste. Maus wird unversehens immer tiefer in die Story verwickelt.

Wer eine Fantasy Geschichte sucht, von der er sich berieseln und bei der abschalten kann, wird von Frostfeuer in jeder Hinsicht begeistert sein.

Mit der Schneekönigin präsentiert sich eine eiskalte, berechnende Despotin, die alle Men-schen ihrer Umgebung nach Belieben unterdrückt und auch für den Leser schwer erreichbar bleibt. Dennoch scheint sie nicht durchweg negative Seiten zu haben.
Ihre Gegenspielerin, Tamsin Spellwell, ist der Part, der in jeder Hinsicht Farbe in den Plot bringt. Auch ihre Motivation offenbart sich dem Leser noch nicht. Da der Leser die Perspekti-ve von Maus einnimmt, ist auch sie noch zwischen den beiden Kontrahentinnen noch hin- und hergerissen. Man darf als Leser gespannt sein, auf wessen Seite Maus stehen wird.
Doch die Handlung profitiert nicht nur von den Charakteren, die Krehl für die Neunte Kunst gekonnt adaptiert, sondern auch von dem beeindruckenden Artwork Marie Sanns. Das Hotel, in dem der Großteil ungewöhnlicher weise der Handlung stattfindet mit seinen langen, scheinbar nie endenden Gängen wirkt dunkel und bedrückend, so dass allein die Atmosphäre den Leser völlig für den Comic einnimmt.
Doch auch die Nebenfiguren und skurrile Einfälle wie der Koffer voller Wörter gestalten das Lesen abwechslungsreich und amüsant.
Man darf auf die Fortsetzung gespannt sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchenhaft schön, 5. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Frostfeuer: Buch Eins. Herzzapfen (Gebundene Ausgabe)
Frostfeuer 1 - Herzzapfen

Kai Meyer ist in der deutschen Fantasyliteratur eine Institution. Über 50 Bücher hat er schon geschrieben. Der Erfolg führte auch zu Umsetzungen in Comicform. Bei Ehapa erschien 2007 der erste Band von 'Die Wellenläufer', und bereits ab 2008 erschien die Serie "Die Wellenläufer" bei Splitter.
Nun wird ebenfalls bei Splitter das Buch "Frostfeuer" umgesetzt, für das Kai Meyer 2005 die Auszeichnung Corine (internationaler Buchpreis) in der Kategorie "Bestes Kinder- und Jugendbuch" bekam.
Adaptiert wurde das Buch, wie schon bei der Wolkenvolk-Trilogie und Die Wellenläufer von Yann Krehl.

Zur Handlung:
Es ist das Jahr 1893.
Tief im den verlassenen, eiskalten Land im Norden steht die Festung der Schneekönigin. Seit ewigen Zeiten herrscht sie über Eis und Schnee. Ihr Herz hat die Schneekönigin vor langer Zeit aus der Brust gerissen, und bewahrt es gut verschlossen auf. Doch das Herz wird von der Zauberin Tamsin Spellwell gestohlen. Klar, daß die Herrscherin alles daran setzt, ihr Organ wieder zu erlangen.
Dazu quartiert sie sich im Hotel Aurora im russischen St. Petersburg ein. Das ist der Moment, in dem die Hauptfigur, das Mädchen "Maus" in die Handlung schlittert. Die Waise wurde im Hotel großgezogen, und verdient sich nun ihr Essen und ihr Bett aufgrund ihres Aussehens als Zimmerjunge und Schuhputzer. Vor der Welt außerhalb des Hotels hat sie große Angst, und will das Hotel unter keinen Umständen verlassen. Verspottet von den anderen Hotelburschen und verfolgt vom Rundenmann, der sie für eine Diebin hält, hat Maus im Hotel nur einen einzigen Freund: Kukuschka, den ehemaligen Lehrer, der ihr oft aus der Patsche hilft.
Als Maus zum Zimmerservice zur Schneekönigin gerufen wird, spürt diese an ihr etwas besonderes, was sie nicht deuten kann. Das gleiche Gefühl hat auch Zauberin Tamsin Spellwell, die sich ebenfalls im Hotel einquartiert hat.
Beide Damen haben Interesse daran, daß Maus für sie arbeitet. Wem wird das kleine, schüchterne Mädchen helfen?

Fazit:
Ein einfühlsames, leises Märchen, nicht nur für Kinder, wird hier von Kai Meyer präsentiert. Dabei greift er auf bekannte Figuren wie die Schneekönigin von Hans-Christian Andersen (vielen bekannt durch den alten Trickfilm aus der Sowjetunion) oder Väterchen Frost zurück, und webt seine eigene Geschichte. Die Stadt St. Petersburg an der Newa ist natürlich wie geschaffen für eine märchenhafte Geschichte in Eis und Schnee.

Ebenso wie geschaffen dafür ist die Zeichnerin Marie Sann. Diese machte bislang mit von Mangas beeinflußten Arbeiten bei Tokyopop auf sich aufmerksam. Die großen Kulleraugen hat sie nicht abgelegt, wie ein Blick auf Hauptdarstellerin Maus zeigt, aber viele andere Zeichnungen gehen auch als verspielte Version im frankobelgischen Stil durch. Sehr gelungen ist die Koloration, eine Mischung aus Aquarell und Computereffekten, welche die melancholische Stimmung wirksam unterstützt. Ein Stück von Marie Sann steckt zweifellos auch in der Optik von Zauberin Tamsin Spellwell.

Eine spannende neue Serie, die Splitter wie immer im gut verarbeiteten Hardcoveralbum präsentiert, und die auf 3 Teile ausgelegt ist.
Obwohl viel von der Handlung im Hotel Aurora spielt, wird die Handlung niemals eintönig, und der Leser will wissen, wie es mit Maus weitergeht.
Frostfeuer - märchenhaft schön!

(project:equinoX)
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4.0 von 5 Sternen Märchenhafte "Frostfeuer"-Adaption, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Frostfeuer: Buch Eins. Herzzapfen (Gebundene Ausgabe)
Kaum einem Fantasy-Leser in Deutschland dürfte Kai Meyer unbekannt sein, auch international ist er durchaus bekannt. Vor allem seine Wolkenvolk-Serie und die Wellenläufer-Trilogie haben viele Fans gefunden und wurden als Comics adaptiert. Das gleiche geschieht nun auch mit "Frostfeuer", dessen erster Band "Herzzapfen" 2011 im Splitter-Verlag erschienen ist. Die Adaption des Textes für die Comic-Form hat wieder Yann Krehl übernommen, der auch die anderen Meyer-Texte in die Comicfassung textete. Die Zeichnungen stammen von Marie Sann, bisher vor allem als Manga-Zeichnerin bekannt.
Diesen Einfluss merkt man maximal noch an Maus' kugelrunden Augen, ansonsten passen die Bilder durch ihre märchenhafte Ausstrahlung und Farbgebung bestens zur Geschichte. Der Text wurde im Vergleich zum Buch nur sanft überarbeitet.

Auf 48 Seiten entfaltet sich die Geschichte um Maus als Spielball zweier mächtiger Frauen langsam. Da der Leser durchgehend ihre Perspektive einimmt, fühlt man sich selbst etwas hin und her gerissen. Es ist unklar, was die mächtige Fee aus dem Norden und ihre nicht minder starke Gegenspielerin im Schilde führen. Die Schneekönigin will ihr Herz zurück, aber warum hat Tamsin es ihr gestohlen? Geht es ihr nur um Rache oder steckt mehr dahinter? Vor allem aber natürlich die Frage, warum ausgerechnet Maus den beiden so wichtig ist, weckt die Neugier.

"Frostfeuer" ist ein Märchen in Bildform. Auch wenn das meiste der Geschichte innerhalb der Mauern des Hotels Aurora spielt, ist die Szenerie nie eintönig. Viele Räume gibt es zu entdecken, verspielte Details verstecken sich in den meisten Bildern, so dass auch nach mehrmaligem Betrachten immer noch ein Zauber von den Bildern ausgeht. Der Comic ist zum Vorlesen für Kinder ebenso geeignet wie für Erwachsene, egal welches Alter der Leser hat: Die märchenhaften Bilder verzaubern, Maus weckt Sympathien und der Machtkampf zwischen der Schneekönigin und Tamsin Spellwell lässt den Leser in banger Erwartung dem zweiten Band entgegen fiebern.
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Frostfeuer: Buch Eins. Herzzapfen
Frostfeuer: Buch Eins. Herzzapfen von Kai Meyer (Gebundene Ausgabe - 24. August 2011)
EUR 13,80
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