Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen7
4,3 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,80 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Die mechanische Welt

Ein Schiff namens Meskaton fährt über den großen Ozean, und die Passagiere sehnen sich nach großen Festen und Unterhaltung. Neben den Menschen gibt es noch alle Arten von Tiermenschen, egal ob mit Kopf von Vogel, Schlange oder Hund, auf der Meskaton ist alles möglich, und niemand scheint sich darüber zu wundern. Gesteuert wird das Schiff von einem weisen Kapitän, der wahre Machthaber ist jedoch der Chef der Sondertruppe, eine Art Schiffspolizei.

Nur der kleine Menschenjunge Bruno ist von dem dekadenten Treiben auf dem Schiff genervt. Als er mitbekommt wie Phileon, ein Wesen mit Nashornkopf, vom Schiff fliehen will, hilft er ihm, und bringt ihn in die Kabine seiner Mutter. Die attraktive Dame ist jedoch alles andere als begeistert von der Fluchthilfe ihres Sohnes. Phileon berichtet jedoch, dass er entgegen den Angaben der Sondertruppe kein Verbrecher ist, sondern einfach nur das Schiff verlassen will.

Mutter und Sohn erscheint das unglaubwürdig, denn angeblich soll ein Leben außerhalb des Schiffs nicht möglich sein. Doch als ihnen die Sondertruppe auf die Schliche kommt, sind Bruno und seine Mutter gezwungen, mit Phileon zu fliehen. Durch Zufall sind der desillusionierte Kapitän des Schiffes und ein kleines stummes Mädchen mit an Bord des kleinen Bootes, dass das Schiff verlassen kann.

Doch das Glück ist der kleinen Gruppe nicht hold: sie finden sich inmitten des Eismeers der Antarktis wieder. Nun müssen sie sich gegen die Kälte, den Hunger, Verfolger vom Schiff und merkwürdige Roboter durchsetzen.

Jean-Baptiste Andreae, zeitgleich Autor und Zeichner, hat hier einen wunderbar phantasievollen Comic über eine fremdartige Welt erschaffen, die sich dem Leser erst am Schluß des Bandes offenbart. Sein verspielter, etwas verniedlichender Stil passt ausgezeichnet zur Geschichte. Ebenso wie in seiner beim alten Splitter Verlag veröffentlichten Serie "Herzfresser" versteht er es, jede Menge Fabelwesen detailliert darzustellen, und sie interagieren zu lassen. Das Ergebnis: die Figuren wachsen dem Leser schnell ans Herz.
Auch der neue Splitterverlag ist von dem Talent Andreaes überzeugt, und veröffentlicht nun auch dessen weitere Serie "Die Bruderschaft der Krabbe".

"Die mechanische Welt" wurde als Splitterbook herausgebracht, d.h. mehrere Alben gesammelt, im kleinformatigen Hardcover mit Schutzumschlag. Enthalten sind die 3 Alben Oceanica, Antartica und Urbanica. Ganze 144 Seiten bester frankobelgischer Unterhaltung also zu einem sehr günstigen Preis, hätte die Veröffentlichung als Einzelalben doch fast das Dreifache gekostet. Und wie immer bei Splitter ist die Verarbeitung hochwertig. Schade nur, dass kein Bonusmaterial enthalten ist.

Fazit:

Eine Geschichte über Freundschaft, Andersartigkeit und Ausbruch aus der Mehrheitsgesellschaft, die durch schöne Figuren zu begeistern weiß. Hier gibt es sie noch, die Guten und die Bösen, und der Leser kann sie ohne Probleme erkennen. Zum Schluß des Bandes gibt es noch einen Aha-Effekt, wenn plötzlich die ganze verrückte Welt Sinn macht, und alle Fragen gelöst werden. Kurzum: Großartige Unterhaltung!

(project:equinoX)
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. März 2010
Die Paarung von Autor und Zeichner in anderen Comics, man muss es schon zugeben, funktioniert nicht immer besonders gut. Oft merkt man schon eine gewisse Diskrepanz zwischen Bild und Text - die Bilder wollen in die eine Richtung, der Text in eine Andere. Ein Gegenbeispiel ist die "Mechanische Welt": Autor und Zeichner sind (überwiegend!) dieselbe Person. Leider ist dies auch hier nicht zum Vorteil des Comics. Die Grundidee ist vielversprechend phantasiereich - die Erzählung dreht sich um ein "Partyschiff", dessen Passagiere die Welt um sich herum nicht kennen und ohnehin annehmen, es gäbe nichts Anderes da draußen. Zeichnerisch präsentiert Andrae einen wunderschönen, detailreichen, aquarellähnlichen Stil, der eine gute Mischung aus Realismus und Cartoon ist, und der einfach Freude macht. Die Charaktere wissen in ihren breiten Stereotypen, aber auch liebenswerten Details ebenso zu überzeugen. Nur ihr Zusammenspiel und der Handlungsgang ist etwas enttäuschend, da gerade die nicht vorhersehbaren Elemente nur selten gut gewählt sind.

Interessanterweise hält sich Andrae gerade mit der Darstellung von Waffen sehr zurück. Protzen die ersten Seiten noch mit Steampunk-ähnlichen Flugvehikeln, auf denen antik anmutende vollautomatische Schusswaffen zu erkennen sind, fährt der Autor die Darstellung anschließend fast bis auf Null zurück. Nicht einmal die bedrohlichen Roboter im späteren Verlauf des Comics haben Waffen. Nur angedeutet sind vereinzelte Messer und Knüppel in dem wilden Mob, den die überwiegend unbewaffneten Passagiere des Schiffes später bilden; ansonsten ist es ausschließlich das veraltete Colt-Modell, mit dem Oberbösewicht Feinvogel herumfuchtelt, das als "Waffe" herhalten muss. Hat der Autor also Vorsicht walten lassen auf diesem Sektor, liegt ihm dieses Thema besonders am Herzen? Keineswegs! Der einzige Tote, der in diesem Comic zu beklagen sein wird, geht nämlich ausgerechnet auf das Konto der "Helden". Der naive, hilfsbereite, ahnungslose, angsterfüllte, unbewaffnete, halbblinde und dazu trottelige Gehilfe der Gegenpartei wird von den Protagonisten im ausgesuchten "Verhörraum", einem Kühlraum, mal eben "vergessen" und muss dort elend erfrieren. Das trägt nun wirklich nicht gerade dazu bei, mit den Helden zu leiden! Hier greift Andrae in seiner Erzählstruktur ganz einfach vehement daneben, was den Comic, der in den unschuldigen Küssen der jüngeren Helden auch sehr schöne Momente hat, leider auch etwas verdirbt.

Selbst, wenn man die angesprochenen Momente "kitten" könnte, bliebe die Geschichte etwas dünn. Der Leser muss mit sehr wenig Inhalt auskommen, mit sehr kleinen Sprechblasen und deshalb abgehackten Sätzen (die in der deutschen Übersetzung sicher noch etwas unvollständiger klingen als im Original). Der Vorteil ist hier einzig die sich ergebende rasende Geschwindigkeit, mit der die "mechanische Welt" erzählt werden kann. Man spürt stets das Potential der Geschichte, wird dann aber von der nächsten gewaltigen Action-Sequenz fortgerissen: Nach 144 Seiten ist man einfach noch nicht "satt"...
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der Zeichner und Autor Jean-Baptiste Andreae hat mit "Die mechanische Welt" einen außergewöhnlichen, fantastischen Comic geschaffen. Als erstes fällt auf, dass er damit ganz klar das Genre Steampunk bedient, welches sich gerade im englischsprachigen Raum bereits großer Beliebtheit erfreut, nach und nach aber auch den Weg nach Deutschland findet. Alleine das riesige Schiff mit seinen Maschinen ist beeindruckend, aber es sind auch viele Kleinigkeiten, die jeden Steampunk-Fan begeistern werden. So gibt es mechanische Brillen, Fluggeräte, einen Menschen, der halb zu einem Roboter umgebaut wurde, und sogar eine ganze Stadt voller mechanischer Wesen. Zu viel kann hier allerdings nicht verraten werden, da die Spannung nicht vorweg genommen werden soll.

Das wirklich Besondere in "Die mechanische Welt" ist jedoch die Verschmelzung von Steampunk und Fantasy, denn die Wesen, denen man begegnet, sind von ungewöhnlicher Vielfalt. Viele Humanoide haben ein tierisches Aussehen, obwohl sie aufrecht gehen und sprechen können. Allen voran sind das natürlich der Protagonist, das Rhinozeros Phileon, und sein Widersacher Feinvogel, der einen Raubvogel darstellt, aber auch viele andere. Ihre zeichnerische Darstellung ist absolut prächtig gelungen.

Die Geschichte selbst rückt gegen die optische Ausarbeitung leider ein wenig in den Hintergrund. Insgesamt fehlt es immer wider ein Stück weit an Intensität, so dass man nicht wirklich mit den Protagonisten fühlen und fiebern kann. In diesem Comic kommt es eher auf die vielen kleinen Abschnitte an, die er bietet. Es gibt häufig kleine Sequenzen, die fast für sich stehen könnten und nicht unbedingt eines Kontextes bedürfen, die einem besonders ins Auge stechen. Hier beweist der Zeichner und Autor ein feines Gespür für eine zarte Komik, die einen garantiert zum Schmunzeln bringt.

Insgesamt ist "Die mechanische Welt" trotz kleinerer Abstriche ein toller Comic, der durch großartige Zeichnungen besticht. Mit seinen 144 Seiten ist er sehr umfangreich geraten und enthält die komplette Geschichte in einem Band. Dafür hat er ein etwas kleineres Format als die beim Slitterverlag üblichen Einzelbände. Gerade Steampunk-Fans werden an der Geschichte sicherlich ihre Freude haben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juni 2012
Ich bin eher zufällig auf dieses Juwel gestossen (Stadtbücherei!).
"Die mechanische Welt" gehört mit zu dem aufwendigsten was ich in Sachen Comic/Graphic Novel je gesehen habe. Wer sich schonmal mit Zeichnen und kolorieren beschäftigt hat wird wissen was ich meine. Die Bilder und Bildfolgen erschaffen eine sehr dichte Atmosphäre und insbesondere das erste Drittel (auf dem Schiff) hat eine visuelle Dichte, daß man das Buch quasi als Schnittszenenscript für einen Film nutzen könnte- mit mehr als filmreifen Bildern.
Die Geschichte wirkt auf mich so fantasievoll und exotisch, daß man sie auch gut in einem grossen Anime Spielfilm hätte sehen können (Chihiro's Reise ins Zauberland, o.ä.). Man muss sich auf sowas einlassen können. Die Geschichte ist nicht zu komplex, so das man ihr zu Gute halten kann daß sie durchaus kindgerecht sein könnte oder aber vorwerfen könnte daß sie für Erwachsene zu linear ist... kommt auf die Auslegung an.

Ein tolles Buch, was seinen Preis in jedem Fall wert ist. Ich hab es bisher nicht gesehen, aber es wäre schön wenn es das Buch auch grossformatiger gäbe...
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. März 2010
Auf dem Ozeandampfer Mekaton befinden sich Menschen und Geschöpfe aller Couleur. Es findet ein immerwährender Maskenball statt. Die Menschen wissen nicht, dass sie sich auf einem Gefängnisschiff befinden. Sie wissen nur, dass man das Schiff nicht verlassen darf, weil man angeblich draußen nicht überleben kann. Der wagemutige Phileon, ein Rhinozeros, will das Schiff dennoch verlassen, um die Welt kennenzulernen. Gezwungenermaßen helfen ihm der kleine Bruno und dessen Mutter Edmée dabei. Doch die Spezialtruppe unter dem Oberbefehlshaber Feinvogel (ein grimmiger Raubvogel) nimmt die Verfolgung auf. Der Kapitän des Schiffs ist nur noch eine Marionette in den Händen der neuen Machthaber.

In diesem ausgezeichnet gezeichneten Comic sind jede Menge skurriler Gestalten enthalten. Die Handlung ist turbulent, etwas wirr und nicht ganz schlüssig - hierfür drei Punkte. Nach ihrer Flucht über das Eismeer treffen die Flüchtlinge auf Eskimos vom Stamm der Bären am Nordpol. Hier erfahren Phileon, Bruno und Edmée, dass Roboter die Macht übernommen haben. Der Comic ist aufgeteilt in drei Abschnitte: "Oceanica", "Antarctica" und "Urbanica". Im letzten Abschnitt "Urbanica" erfahren wir, wie es zu diesem Umsturz kam. Warum das Kapitel über den Nordpol mit "Antartica" bezeichnet wurde, erschließt sich mir nicht so ganz.

Erwähnenswert auf alle Fälle die vollbusige Edmée, die sowohl im arktischen Fellkostüm als auch im roten Abendkleid eine sehr gute Figur macht. Dürfte eine Augenweide für alle Männer sein. Zudem ist sie nicht gerade zimperlich. Bei den anderen Figuren gibt es sowohl Sympathieträger, als auch Bösewichte. Diese sind fantastisch dargestellt. Für die Zeichnungen 5 Punkte - bin voll des Lobes für den französischen Zeichner Jean-Baptiste Andreae, auch wenn die zweibeinigen Roboter ein wenig an ATST in Star Wars erinnern. Der Schluss kommt abrupt und schreit nach einer Fortsetzung - nach 144 Seiten, also relativ viel für einen Comic, hätte ich das nicht unbedingt erwartet.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2011
Das Comic verbindet die gut gezeichnete Hauptstory mit, je weiter man liest, immer mehr Hintergrund ohne das sich die Story verliert oder zu komplex werden würde. Die zeichnerische Umsetzung unterstreicht die inhaltliche Entwicklung.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. März 2010
Hat mir sehr gut gefallen, wobei ich am Anfang so meine Schwierigkeiten hatte in die Geschichte rein zu kommen und vor allem mich in dieser Welt zu Recht zu finden. Wenn man aber diese Anlaufschwierigkeiten bewältigt hat macht dieses Comic einen heiden Spass - allein schon wegen seinen tollen Figuren die einen schnell ans Herz wachsen - allein die "Mama" ist ja die coolste Comic-Mama die mir bisher untergekommen ist. Ansonsten ist das Comic reich an Ideen die einen am Anfang etwas zu viel sind aber dank toller und humorvoller Unsetzung dann doch sehr gefallen. Die Zeichnungen sind auch mal was anderes und passen stets perfekt zum Erzählten - das Comic hat ganz klar das Potential zum Klassiker vor allem da es mal wieder was für Groß und Klein ist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden