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Kundenrezensionen

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am 17. Juni 2012
Das Buch "Tatort Schule" von Sylvia Hamacher hat 129 Seiten. Nicht viel, aber die haben es in sich.
Das ein junger Mensch, eine so junge Frau, ein solch hervorragendes Buch schreibt ist beeindruckend.
Sylvia schildert ihren Fall und wie es ihr erging, was sie fuehlte und erleiden musste so beeindruckend, dass man mit ihr fuehlt und leidet. Es geht einem unter die Haut, was man zu lesen bekommt und man fragt sich, kann man dagegen nichts tun !

Man kann fuer sich etwas tun. Nur wissen dies leider zuwenige und meistens die Mobbingopfer erst recht nicht.

Wenn DU so etwas erlebst, also von Mobbing, Bossing, Staffing etc. betroffen bist, dann sieh DIR die Homepage der Deutschen Mobbing Liga e.V., der groessten Selbsthilfeeinrichtung seiner Art an. (mobbingliga.de)

Dort findest DU ein Kontaktformular. Fuelle es aus, gibt ein paar Informationen zu DEINEM Problem und ganz wichtig DEINE Telefonnummer (nur Festnetz) an. Man wird mit DIR in Kontakt treten.
Uebrigens die Hilfe ist voellig kostenlos. Spenden sind natuerlich willkommen.

Kaufen und lesen sollte jeder dieses Buch und ganz besonders die, die sich schon einmal als Mobber betaetigten.
Mobber sind uebrigens solche, die ihre Opfer auch zum Morden noetigen. Erfurt war bei uns der erste Fall und es folgten schon weitere. Helft mit, diesen Wahnsinn zu stoppen.

Danke Sylvia fuer Dein herzliches Buch und viel Glueck auf Deinem weiteren Lebensweg.
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am 21. März 2012
Ich finde das in vielen Schulen das Thema Mobbing totgeschwiegen wird, was man hier deutlich sieht.
Was Silva da erlebt hat rührte mich nicht nur einmal
zu Tränen es hat mich auch sehr wütend gemacht wie
oft weggeschaut wird. Hut ab so ein Buch zu schreiben - ist nur empfehlenswert vor allem auch
für Schulklassen. Silvia ist ein wunderbarer Mensch
und kein Mensch hat es verdient so fertig gemacht zu werden.......
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am 15. März 2014
Ich habe das Buch förmlich verschlungen und kann es nur empfehlen. Was mich traurig stimmt: So geht es leider an deutschen Schulen häufig zu und ich habe am eigenen Leib erfahren wie aus dem Opfer ein Täter werden kann. Ich bewundere die Autorin, das Ganze so lange ertragen zu haben.

Aus meiner Sicht hilft bei Mobbing nur Gegengewalt. Das mag jetzt den ein oder anderen Gutmenschen erschrecken, aber leider ist es doch so, dass man sich nicht alles gefallen lassen kann.

Mein Fall ist viele Jahre her und ich war damals 16 Jahre alt. Ich war ein guter Schüler und hatte nie Probleme. Damals in den 80er Jahren gab es Ferienfreizeiten von der katholischen Kirche. Leider hatten meine Eltern als auch ich unterschätzt, welche "Früchtchen" aus sozialen Brennpunkten die katholische Kirche unter "Ihrem Dach aufnimmt". Auf einer Jugendfreizeit in Österreich wurde mir von solch einem "Früchtchen" aus dem sozialen Brennpunkt Nachts beim Schlafen ein Davidstern auf die Wange gemalt (Mit hartnäckigem Eddding). Es hat mich Stunden gekostet das am nächsten Morgen abzubekommen und der Betreuer/Pädagoge hat es als harmlosen Scherz abgetan, ohne Konsequenzen für den Verursacher.

Ich hatte den Ärger vergessen und es stand im Sommer die Jungendfreizeit nach Spanien an auf welche ich mich sehr gefreut hatte, das erste mal an das Mittelmeer. Ca. 4 Wochen vorher hat mit das gleiche "Früchtchen" aus dem sozialen Brennpunkt angekündigt: " Du wirst dort voll fertig gemacht werden".....Meine Antwort damals war nur: Von dir Du Brillenschlange und Stotterheini oder brauchst Du dann noch Helfer?.
Man muss dazu sagen: Ich war damals 17 Jahre alt, habe sehr viel Sport gemacht und war 1,90 cm groß, 90 Kg schwer und wie man sagt wo ich herkomme: "Ein Kerl wie ein Kleiderschrank"......
Ich war trotzdem vorgewarnt und hatte mir mein Kampfmesser in guter BW Qualität in den Koffer zwischen die Wäsche geschmuggelt.. In Spanien angekommen verlebte ich wunderschöne Tage aber ich merkte es braut sich was zusammen. Ich hatte auch später immer ein gutes Gefühl für solche Situation.
Nach ca. 7 Tagen in Spanien war eines Tages unser Zimmerschlüssel weg, d.h ich wusste es wird also in dieser Nacht passieren. Ich war Abends noch mit Freunden in der Disco und bin dann gegen 1 Uhr ins Bett gegangen und war alleine auf dem Zimmer. Die Tür war offen, da ja unser Zimmerschlüssel seltsamerweise verschwunden war. Ich zog T-shirt und Boxershorts an, und legte mich mit Turnschuhen ins Bett und war voller Anspannung. Mein BW Kampfmesser unter dem Kopfkissen, in meiner rechten Hand. Das Stück Metall gab mir in dieser Situation Sicherheit. Mein Gefühl soll mich nicht täuchen, die Sicherheit sollte bald vorbei sein. Ca. 30 Minuten nachdem ich mich schlafen gestellt hatte stürmte eine Meute von 15 Leuten das Zimmer mit dem Ziel meinen Koffer aus dem Fenster zu werfen und mich zu verprügeln.
Hier erinnere mich an die Stelle im Buch, als die Autorin fragt: Was hätte ich gemacht wenn ich Waffe/Pumpgun hätte?
Ich sprang mit meiner Waffe auf, schnappte mir den Rädelsführer der Bande und drückte im das Messer an den Hals.....Die Worte welche ich dabei benutzt habe möchte ich nicht wiederholen :-) Es gab ein großes Geschrei und die Gruppe stellte Ihren Angriff ein, da ich den Leitwolf von Ihnen gestellt hatte. Mit diesem Widerstand hatte niemand gerechnet. Der Hotelpolizist kam dann noch und vertrieb diese Assozialen dann endgültig aus dem Hotelflur.

So weit so gut, doch nun kamen die Gutmenschen der katholischen Kirche: Ich musste mein Kampfmesser am nächsten Tag abgeben und wurde als Täter abgestempelt. Mein Hinweis, dass ich alleine gegen eine Gruppe von 15 stand und mich nur verteidigt habe, wurde von dem Super Pädagogen einfach missachtet. Auch das mein Gepäck aus dem Fenster fliegen sollte und ich verprügelt werden sollte hat ihn nicht interessiert. Das gute an der Aktion war aber das Stotterkiste/Brillenschlange (Jörg Kistner) und Leitwolf (Patrick Werner) mich den Rest der Jungendfreizeit gemieden haben und ich meine Ruhe hatte. Eventuell lag es auch daran, dass ich mir nachdem mein Kampfmesser konfisziert wurde, mir am nächsten Tage direkt ein neues Messer in der Stadt gekauft habe.:-)

Ich bin auf mich selbst stolz, dass ich mich damals gegen dieser Mobberpack mit Gewalt zur Wehr gesetzt habe und mir nichts habe gefallen lassen. Heute bin ich beruflich als auch privat sehr erfolgreich und kann mit einem breiten Grinsen von oben auf dieses Pack herab blicken bzw. auf sie spucken.Liebe Grüße Dirk Rendel PS.: Ich sage immer: Es ist schön wenn sich Machtverhältnisse umkehren........:-)
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am 4. Mai 2011
Bei mir gibt es selten ein Buch das 5 Sterne erreicht (bis jetzt nur 1 /Drachenläufer), aber dieses Buch hat es geschafft!
Ich bin auf das Buch durch einen Fernsehbericht auf Sat 1 aufmerksam geworden, in dem Syliva Hamacher ihr Leben mit Mobbing schilderte. Ich war interessiert und bestellte mir das Buch.
Das Buch hat weit meine Erwartungen übertroffen. Die Autorin beschreibt ihre Gefühle und das Geschehen so genau, das man als Leser mitleidet. Ich musste sogar einmal das Buch weglegen, weil ich mir dachte " wie viel Leid kann ein Mensch noch ertragen, wann wendet sich die Situation?" (Englandreise). Mir gefällt vor allem der Stil in dem Hamacher schreibt.Sie hat eine gute Mischung zwischen der jugendsprachlichen Denkweise und doch merkt man das sie sehr Wortgewandt ist. Ich habe das Buch ein Tag später gleich noch einmal gelesen, da ich nochmal genauer die Personen und die Steigerung des Mobbings beleuchten wollte. Das Buch ist gut strukturiert geschrieben und erreicht seinen Klimax kurz vor Schluss, als Sylvia Gewalt angetan wird.

Zum Thema Mobbing: Warum gerade Sylvia?

Die Frage warum die Klasse Sylvia Hamacher gemobbt hat bleibt ungeklärt, meine Vermutung ist: >>Neid<< . Sylvia beschreibt selber sie hat gute Noten in der Schule, ihre Eltern haben gut Geld (nach der England Reise wird sie mit einem Mercedes abgeholt).
In einer Textpassage wird auch erwähnt wie ihre größte Mobberin das Geschehen umdreht und sagt Sylvia sei eifersüchtig auf ihre guten Noten. Ein sehr wichtiger Anhaltspunkt, der etwas durchsickern lässt, warum die Klasse eventuell Sylvia mobbt. Ansonsten ignoriert die Klasse Sylvia immer und wenn etwas kommt sind es übelste Beleidigungen und Verunsicherungen durch ständige Beobachtung ihrer Person.
Das Mobbing beginnt kurz nach Sylvias 14.Geburtstagsfeier, wo auch ihre Klassenkameraden eingeladen waren und meiner Meinung nach das schöne Haus etc. gesehen haben.

In dem Buch merkt man auch wie Sylvia durch das Mobbing an ihrer eigenen Person immer mehr zweifelt und sich das einredet was ihre Klassenkameraden zu ihr sagen und sie es schließlich auch glaubt bzw. der festen Überzeugung ist. Der Leser bekommt den Zerfall einer sonst immer so lebensfrohen Schülerin mit.

Abschließend möchte ich bemerken, dass ich mich oft gefragt habe wieso gerade Sylvia Mobbing Opfer geworden ist. Sie ist eine sehr aufrichtige und schlagfertige Person, die keine Probleme hat ihre Meinung zu sagen und Konflikten nicht aus dem Weg geht. Das typische Mobbing Opfer ist wenig selbstbewusst, ist ängstlich, hat ein wenig ausgesprägtes Sozialverhalten (wie der Jungen der im Bus gehänselt und fertig gemacht wird in ihrem Buch).

Hamacher möchte durch dieses Buch aufrufen nicht wegzusehen , dem Opfer zu helfen und Zivilcourage zu zeigen. Das betont sie und erwähnt es sehr oft.

Ich finde das Mobbing bei Sylvia hat eine besondere schwere, da nicht nur ihre Klasse, sondern die gesamte Schule gegen sie ist. Die Lehrer sind unfähig mit der Situation umzugehen und schließlich bekommt sie auch noch schwere Gewalt zu spüren, so dass sie sogar ins Krankenhaus muss.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und empfehlenswert!
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am 7. April 2012
Ein Buch, daß bei mir nur Fassungslosigkeit ...+ Angst hinterlassen hat (habe eine Tochter in diesem Alter). Man kann fast nicht glauben es hier mit zivilisierten Menschen im 21.JH zu tun zu haben. Erstaunt hat mich auch, wie lange ein Mädchen (und ihre Familie) dies alles aushalten konnten, vor allem der Gedanke des "Kindes" ihre Familie zu schützen. Bewundernswert, aber auch traurig, daß sowas überhaupt nötig ist. Sylvia Hamacher schreibt flüssig und verständlich und durchaus auch authentisch - und hoffe, sie kann einen klitzekleinen Teil bewegen und unsere Gesellschaft "aufrütteln". TATORT SCHULE: Gewalt an Schulen
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am 21. August 2013
Sylvia Hamachers Buch beschreibt, was an vielen deutschen Schulen längst Alltag ist. Das Problem liegt dabei, entgegen vieler Meinungen, nicht allein bei Problemschulen ("Rütli") mit Schülern aus sozial schwachen Schichten. Ich selbst besuchte ein Gymnasium in einer der wohlhabendsten Gegenden Deutschlands, in der viele Klassenkameraden mit dem Porsche zur Schule kamen und erlebte ähnliches Verhalten wie Sylvia, wenn auch nicht so extrem.

Ein Beispiel:
Eine Klassenkameradin und ich wurden im Unterricht von Jungen eine ganze Stunde mit Stiften beworfen, einfach nur weil ihnen langweilig war. An diesem Tag hatte ich eine schöne und teure Jacke an, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Sie wurde durch Filzstifte und Kugelschreiberflecken total ruiniert. Den Tätern passierte nichts. Sie mussten lediglich zum stellvertretenden Direktor (wovon ich auch nur erfuhr, weil die Klassenkameradin sie zufällig sagen hörte: "Wie können diese Schlampen es wagen zum Direktor zu gehen?"). Die Reinigungskosten für meine Jacke wurden nicht übernommen. Sie weist noch heute Flecken auf und ist ruiniert. Ich konnte sie seit jenem Tag nie mehr anziehen, da sie mich zu sehr an den Vorfall erinnert.

Diese Kinder stammen wiegesagt aus der Oberschicht und sind die zukünftige Elite des Landes!

Wie Sylvia richtig bemerkt, sind viele Lehrer überfordert, da sie für solche Situationen nicht ausgebildet sind. Viele Schüler sind daher weitgehend auf sich selbst gestellt. Manche kommen aufgrund starker Persönlichkeit besser mit der Situation klar als andere. Dass die meisten Amokläufer psychische Probleme haben ist unbestreitbar, die Frage ist jedoch (wie von Sylvia richtig angesprochen) warum? Kein Mensch kommt psychisch krank zur Welt. Wenn man sich anschaut was im Vorfeld vieler Amokläufe passiert, sind psychische Probleme nicht weiter verwunderlich (an der Columbine High School wurden Schülern die Haare angezündet, sodass es zu schweren Verbrennungen kam und die späteren Täter selbst wurden u.a. mit Fäkalien beworfen). Seit Erfurt und Winnenden ist klar, dass dies längst kein amerikanisches Problem mehr ist.
Doch leider ist die Gesellschaft anscheinend eher den einfachen Antworten zugeneigt à la "gewalttätige Videospiele und Filme". Es mag sein, dass solche Medien Aggressionen fördern und Hemmschwellen abbauen können, dass aber ein Mensch, der vollkommen glücklich mit seinem Leben ist und viele Freunde und Liebe in seinem Leben hat, allein aufgrund dessen auf einmal andere Menschen und sich selbst tötet, erscheint doch als sehr unwahrscheinlich.
Daher leistet dieses Buch wertvolle Aufklärungsarbeit und wird hoffentlich dem ein oder anderen die Augen öffnen.
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am 22. Februar 2014
... wie dieses hier. Ich war mehrmals nahe dran, es einfach beiseitezulegen und nicht weiterzulesen, weil der Inhalt mich so mitgenommen hat. Das passiert mir selten.

Sylvia Hamacher schildert ihre traumatischen Erlebnisse an einem deutschen Gymnasium, und zwar tut sie in einer tagebuchähnlichen Form. Sie schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist - das macht ihr Buch authentisch, viel authentischer, als es gelehrte Abhandlungen sein können.

Was ist Sylvia Hamacher nun widerfahren? Bei "Gewalt an Schulen" denkt man als erstes an Tätlichkeiten - den Untertitel finde ich deshalb auch weniger glücklich, aber das ist das einzige, was ich an dem Buch auszusetzen habe - und ja, Sylvia hat auch körperliche Gewalt erlebt, aber jemandem das Leben zur Hölle machen kann man eben auch, OHNE die Fäuste sprechen zu lassen. Ich erinnere mich daran, wie eine Mitschülerin in unserer Abiturzeitung schrieb, sie habe bei uns nichts von der überall beschriebenen "Gewalt an Schulen" mitbekommen. Sie hatte recht, denn bei uns wurde weder gepöbelt noch geprügelt. Trotzdem wurden genug Leute fertiggemacht. Ganz schlimm erging es einem Mädchen, das von zwei Jungen systematisch gemobbt wurde - und die beiden Täter waren keineswegs "Schmuddelkinder", sondern beides Arztsöhne.

Sylvia wurde systematisch drangsaliert, durch Ausgrenzung, Lügengeschichten und vieles mehr. Einiges davon kam mir bekannt vor. Wer kennt nicht den "Klassiker" aus der Mobbing-Trickkiste - die Nichtweitergabe von Informationen, um jemanden gezielt "auflaufen" zu lassen?

Die traurige Botschaft dieses Buches ist: Mobber sind schlau, leider zu schlau für Pädagogen, die sich nie mit Mobbing befaßt haben. Sylvia schildert das inkompetente Verhalten ihrer Lehrer und gibt den wertvollen Hinweis: ein Klassengespräch in Anwesenheit des Gemobbten ist so effektiv "wie ein Feuerlöscher ohne Schaum", einfach deshalb, weil das Opfer dabei an den Pranger gestellt wird. Sylvia erlebte den Extremfall, daß sie von der ganzen Klasse beschimpft wurde und ihr Lehrer der Flut an Schmähungen keinen Einhalt gebot.

Interessant ist auch, wie bestimmte Unterrichtsmethoden Mobbing und Ausgrenzung begünstigen - etwa das berüchtigte Mannschaftenwählen im Schulsport, aber auch die pädagogisch ach so wertvollen Gruppenarbeiten, bei denen immer alles an einer Person hängenbleibt und die Faulenzer fürs Nichtstun noch gute Noten kassieren. So traurig es war, ich habe von Herzen gelacht, als Sylvia schreibt: "Wer hat sich diesen Scheiß eigentlich ausgedacht?" O Sylvia - treffender kann man das nicht formulieren! Tja, und daß Klassenfahrten, die den Zusammenhalt der Klasse fördern sollen, Mobbern paradiesisch günstige Umstände bieten, dürfte auch nicht neu sein...

Sylvia hat bis heute keine Antwort auf die Frage nach dem Warum gefunden. Wenn ich die junge Frau im Fernsehen sehe und höre - hübsch, selbstsicher, intelligent und wortgewandt -, dann ist mein erster Gedanke "Neid". Neid kann ich durchaus verstehen, aber Mobbing nicht.

Ich habe nie begriffen, warum Erwachsene Mobbing unter Schülern so oft nicht ernstnehmen. Die einfachste Erklärung ist wohl die Vorstellung, es handle sich halt um Kinderkram: "So sind Kinder eben - heute verkracht, morgen die besten Freunde". Aber Mobbing ist KEIN Kinderkram, es kann die Opfer in den Selbstmord treiben.

Ich kann nur sagen: Ich bin froh, daß Sylvia sich nicht umgebracht hat. Hoffentlich läßt sie sich auch in Zukunft nicht unterkriegen!
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am 7. September 2014
Als betroffene Mutter eines Mobbingopfers kann ich jedem nur ans Herz legen dieses Buch zu lesen! Was der Autorin widerfahren ist, ist leider kein Einzelfall an deutschen Schulen. Vor allem dem Lehrpersonal sollte dieses Buch als Hausaufgabe mitgegeben werden. "An unserer Schule gibt es kein Mobbing!" Das musste ich mir als Mutter schon anhören und blieb fassungslos, wütend, traurig und auch hilflos mit meinem Kind zurück! WACHT AUF IN DEUTSCHLAND!
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am 3. Februar 2014
Ich finde jeder angehende Lehrer oder auch schon fertiger Lehrer sollte dieses Buch gelesen haben.
Mich hat das Buch gefesselt und auch schockiert, dass Schüler (Kinder, Jugendliche) so grausam
sein können.

Warum ich nur 4 Sterne vergeben hab liegt an dem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Buch ist sehr dünn und der Preis viel zu teuer, aber wie gesagt es lohnt
sich zu lesen.
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am 15. März 2013
Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem ich die Autorin in einem 3. Programm im Fernesehen in einem Interview gesehen habe.

Man erkennt am Schreibstil, dass die Authorin noch sehr jung ist, gleichzeitig ist es aber die einzige Möglichkeit ein solches Buch zu schreiben und auch authentisch zu sein. Sie schreibt offen und gleichzeitig so, als wenn sie Ihre Geschichte jemandem erzählt, der ihr gegenüber sitzt.

Fazit: Lesenswert, wichtig und gut geschrieben. Ich glaube nicht, dass es Mobber abhält, es kann aber Mobbingopfern zeigen, dass es ein Leben nach der Schule gibt und ich weiß ganz genau, wovon ich spreche...
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