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Den Autoren der Essays gelingt es, dem Leser und Betrachter, ob dieser die Ausstellung besucht hat oder nicht, die Persönlichkeit und Arbeitsweise des Fotografen Müller näherzubringen. Keine einfache Aufgabe, denn dieser lässt sich trotz seines ausgeprägten individuellen Stils nicht in eine Schablone pressen.
Adenauer, Erhard, Kiesinger, Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder, Merkel. Er hat sie alle fotografiert und in seinen Bildern ihre Charaktere erfasst, wie sie sich ihm erschlossen, hat sie auch in überraschend anmutenden Posen abgelichtet, doch nie im negativen Sinne entlarvend, immer hingegen respektvoll. Nur Angela Merkel hat ihn gewissermaßen nicht an sich herangelassen. Kühl, distanziert präsentiert sie sich dem Betrachter auf einem technisch einwandfreien, doch sterilen Foto.
Außer den Kanzlern hat Müller viele weitere in- und ausländische Politiker fotografiert, nicht selten recht ausgiebig, Mitterand zum Beispiel, ebenso zahlreiche Schauspieler, Künstler und weitere Personen des öffentlichen Lebens. Thomas Gottschalk ungewohnt ernst, Sky Dumont mit Rasierschaum im Gesicht. Aber diese Portraits sind nicht alles. Verstört steht der Betrachter vor Fotografien von missgestalteten Föten aus der Sammlung der Berliner Charité - verstört und doch im positiven Sinne tief berührt, denn Müller gibt ihnen, wie er selbst sagt, ihr menschliches Antlitz wieder.
Zwischen "VIPs" dieser und vergangener Tage findet man Fotostrecken oder Einzelportraits von einfachen, oft bettelarmen Menschen aus unterschiedlichen Ländern, voller Würde präsentiert; und von Dreizehnjährigen: Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Unerwartet dann eine Reihe von Toiletten oder Auge und Nüster eines Pferdes, eine Kröte, eine Frau beim Orgasmus, alles ordentlich nach dem Alphabet.
Konrad Rufus Müller fotografiert ausschließlich schwarz-weiß, ohne künstliches Licht, mit einer alten Kamera und somit selbstverständlich analog. Und so brillieren seine Bilder nicht oberflächlich durch ausgebuffte apparate- oder computertechnische Feinheiten, sondern fesseln anhaltend durch das perfekt beobachtete und in Szene gesetzte Modell oder Motiv. Nur so können wohl Fotos gelingen wie das von einem treuherzig-bubenhaft ins Gespräch mit seiner früheren Lehrerin vertieften Wladimir Putin.
Das Buch lässt in puncto Aufmachung und Gestaltung keine Wünsche offen. Es ist hochwertig verarbeitet, die Druckqualität genügt jedem Anspruch, das Layout gefällt. Manche Fotostrecken verteilen sich eindrucksvoll über mehrere, zum Teil ausklappbare Seiten. Und das große Format kommt den Fotos natürlich entgegen. Selbst jene, die mit eher grobkörnigem Film produziert wurden, verlieren nicht zu viel an Schärfe.

Ein ganz wunderbarer Bildband, ergänzt durch sehr informative Textbeiträge, den zu erstehen sich ganz gewiss nicht nur für Besucher der Ausstellung lohnt!
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am 4. November 2011
Der Fotoband " Lichtgestalten" hat mich sehr fasziniert, weil er Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft zeigt. Besonders beindruckt haben mich die Fotos mit dem Altbundeskanzler Adenauer.
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