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5.0 von 5 Sternen Was ist das Evangelium?
Ein Buch, das Lust macht, im 21. Jahrhundert Teil der Bewegung Gottes in dieser Welt zu sein.

Walter Faerber und Peter Aschoff erzählen auf 80 Seiten vom Evangelium als Bewegung, mit der Gott geduldig und auf vielen Umwegen seine Welt zurück gewinnt: von den Anfängen in Israel und Rom bis zur globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts. Das Buch ist...
Veröffentlicht am 17. November 2012 von Wollinski

versus
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3.0 von 5 Sternen Kirchenhistorisch interessant, systematisch-theologisch aber nicht zwingend einleuchtend
Der zweite Band der Reihe „Einfach emergent“ aus dem Verlag der Francke-Buchhandlung geht der Frage nach, was der Begriff „Evangelium“ eigentlich meint. Bereits im Prolog stellen die Autoren Walter Faerber und Peter Aschoff die These auf, dass es bereits „in der Heiligen Schrift … als Geschichte und Bewegung verstanden“ (S. 9)...
Veröffentlicht am 1. November 2012 von Sebastian Rink


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist das Evangelium?, 17. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Evangelium: Gottes langer Marsch durch seine Welt (Broschiert)
Ein Buch, das Lust macht, im 21. Jahrhundert Teil der Bewegung Gottes in dieser Welt zu sein.

Walter Faerber und Peter Aschoff erzählen auf 80 Seiten vom Evangelium als Bewegung, mit der Gott geduldig und auf vielen Umwegen seine Welt zurück gewinnt: von den Anfängen in Israel und Rom bis zur globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts. Das Buch ist erfrischend zu lesen und hat mich mit erhellenden Verbindungen zwischen den paradigmatischen Ereignissen der Kirchengeschichte überrascht. Immer im Blick die Zielfrage: Was ist das Evangelium?

“Wer aber mit einem möglichst breiten Blick die Christenheit in Geschichte und Gegenwart wahrnimmt, dem wird es nicht mehr gelingen, das “reine Evangelium” in einer überschaubaren, zeitlosen und umfassenden theologischen Formel zu fixieren. […] Sinnvoller ist es, das Evangelium als eine Bewegung zu verstehen.” (Faerber & Aschoff 2012:81)

Und zwar als Bewegung in einem dreifachen Sinn:

- als Bewegung Gottes durch seine Welt, um sie zu befreien aus der Versklavung durch die Mächte des Todes,
- als eine Bewegung von Menschen, die sich dem Weg Gottes angeschlossen haben, unterschiedlich und doch vom selben Geist bewegt,
- als Bewegung, die diese Welt dynamisiert und dem Lauf der Geschichte immer wieder entscheidende Impulse gegeben hat.

Wer das Evangelium in diesem Sinne als Bewegung versteht, ist nicht mehr auf der Suche nach einer überzeitlichen theoretischen Idee, sondern vielmehr interessiert daran, wie sich Gottes Bewegung in der eigenen Zeit realisieren und Gestalt annehmen kann. Die Stationen der Kirchengeschichte sind dabei wertvolle Impulse. Schließlich

“ist es dasselbe Evangelium, das den Christen des römischen Reiches half, im Dschungel der Städte Oasen der Solidarität zu bilden, das die irischen Mönche dazu brachte, dem danieder liegenden Europa nach der Völkerwanderung wieder auf die Beine zu helfen, das Franziskus zum Bruder der Armen machte, Martin Luther von seiner religiösen Angst befreite, Zinzendorf und die Herrnhuter in die große Welt führte und Dietrich Bonhoeffer zum Verschwörer werden ließ.
So unterschiedlich sie und viele andere sind - sie haben sich von Gottes Impuls anstoßen lassen und sind Teil seiner Bewegung geworden. Wenn aber all diese vielen Realisierungen des Evangeliums nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden, sondern zueinander finden, dann wird Neues entstehen. Legt man all diese Mosaiksteine zusammen, dann wird das Bild umfassender und klarer. Vor allem aber inspiriert es dazu, selbst weiter mitzugestalten.” (:83)

Exakt diese Einladung, das Evangelium zu leben, geht von diesem Buch aus. Ein Buch also, das Lust macht, im 21. Jahrhundert Teil der Bewegung Gottes in dieser Welt zu sein. Ähnlich wie im Lukasevangelium Kapitel 10, wo Jesus die Jünger vor sich her schickt mit der Botschaft vom kommenden Reich Gottes. Eine Bewegung,

“die mehr im Sinn hat als eine nur private Gerechtigkeit, um sich für einen jenseitigen “Himmel” zu qualifizieren. Es geht um eine öffentliche Wahrheit. Doch um sie zu verbreiten, mieten Jesu Jünger kein Stadion, stellen kein Zelt auf, lassen keine Einladungen zu Veranstaltungen verteilen, sondern sie gehen dorthin, wo die Menschen wohnen und arbeiten.” (:88)
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5.0 von 5 Sternen ein langer marsch nach.., 17. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Evangelium: Gottes langer Marsch durch seine Welt (Broschiert)
Die Geschichte des Christentums von seiner Entstehung an bis heute, 2000 Jahre Geschichte, auf 90 Seiten? Ist das nicht ein bisschen gewagt? Dass dies dennoch anschaulich, eindrucksvoll und berei-chernd, wenn auch nur überblicksartig funktionieren kann, zeigt dieses äußerst schick daherkom-mende Büchlein, so viel sei vorab gesagt. Es war der menschgewordene Jesus Christus selbst, von dem eine neue Bewegung ausging, indem er sich den Menschen seiner Zeit zuwandte, ihren Nöten und Ängsten begegnete und gleichzeitig harsche Kritik am führenden Establishment übte, das allzu oft seine Macht missbrauchte. Eindrucksvoll zeigen die Autoren, wie sich ‚die gute Botschaft‘ durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder neue Geltung verschaffen, auf die Situationen der Men-schen und deren Bedürfnissen eingehen und immer wieder neu verstanden und umgesetzt werden musste.

Will man dieses „bewegende Verständnis“ des Evangeliums für die gegenwärtige Praxis fruchtbar machen, ergeben sich viele Chancen und Perspektiven, die zu Ende des Buches auch eröffnet wer-den: etwa ein Christentum als ein sich selbst organisierendes System, das vom Geist Gottes geleitet wird und daher keine zentralen Führer oder Institutionen braucht (vgl. 84). Doch woran orientiert sich diese neue bzw. alte Bewegung, wenn es keine „überzeitliche Idee“ (83) gibt? Sie kann, nein, sie muss sich an der Hinwendung Gottes zur Welt und zu den Menschen orientieren, wie sie sich am konkretesten im menschgewordenen Jesus Christus zeigt, seiner Hingabe, seiner Leidenschaft und seiner den Tod überwindenden Liebe und dann zugleich diese Hinwendung Gottes selbst werden bzw. leben. Und das wäre dann doch wieder eine „überzeitliche Idee“, oder etwa nicht? Sonst wird „Gottes langer Marsch durch seine Welt“ am Ende noch zum langen Marsch ins Nirgendwo.
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3.0 von 5 Sternen Kirchenhistorisch interessant, systematisch-theologisch aber nicht zwingend einleuchtend, 1. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Evangelium: Gottes langer Marsch durch seine Welt (Broschiert)
Der zweite Band der Reihe „Einfach emergent“ aus dem Verlag der Francke-Buchhandlung geht der Frage nach, was der Begriff „Evangelium“ eigentlich meint. Bereits im Prolog stellen die Autoren Walter Faerber und Peter Aschoff die These auf, dass es bereits „in der Heiligen Schrift … als Geschichte und Bewegung verstanden“ (S. 9) werde.

Knapp 2000 Jahre Kirchengeschichte werden auf wenigen Seiten zusammengefasst, indem die Wirkungen des Evangeliums und die Erfahrungen der Menschen damit beschrieben werden. Die Autoren bieten einen erfrischenden kirchenhistorischen Ansatz dar, der vor allem auf die gute Seite der Historie konzentriert ist, wenn fast ausschließlich die Erfolgsgeschichten des Evangeliums erzählt werden. Es bleibt aufgrund des Zusammenspiels von Buchumfang und dargestellter Zeitspanne aber auch einiges offen oder zumindest nur thesenartig angeschnitten.

Theologisch spannend wird es eigentlich erst ab Seite 80. Hier bieten die Autoren nun ihr Verständnis von Evangelium als „1. die Bewegung Gottes durch die Welt … 2. eine Bewegung von Menschen, die sich dem Weg Gottes durch die Welt angeschlossen haben … [und sie hat] 3. die Geschichte der Menschheit dynamisiert.” (S. 81f) Allein vom Wort Evangelium (griechisch für „gute Nachricht“) her muss man hier fragen, ob die Definition als Bewegung im Kern zutreffend ist. Es ist zu bezweifeln, dass es bei dem Begriff Evangelium tatsächlich um die Sache selbst geht. Eher meint der Begriff die Verkündigung der Bewegung Gottes. Die Autoren wollen das Evangelium nicht in einer „theologischen Formel … fixieren“ (S. 81), gehen doch aber sogar noch einen Schritt weiter, wenn sie nicht die Nachricht definieren, sondern tendenziell das, was die Nachricht bewirkt.

Das Bemühen, dogmatische Formeln hinter sich zu lassen und dem Wort Evangelium ein praxisnahes Gewand zu verpassen, trägt leider nicht zur Klärung des Begriffs bei, sondern rückt ihn lediglich in einen anderen Zusammenhang. Sachlich mag vieles sehr angemessen sein, was Faerber und Aschoff schreiben, allerdings nicht unter dem Stichwort Evangelium, bei dem es um die Botschaft vom Handeln Gottes für seine Welt geht. Von da aus ist alles andere zu denken und der qualitative Unterschied zwischen dem Handeln Gottes und dem Handeln des Menschen zu beachten – der geht leider im Buch etwas verloren. Es geht natürlich auch um Bewegung in der Welt – aber eben auch um mehr, nämlich die Rechtfertigung des Sünders aus der freien Gnade Gottes (vgl. Leuenberger Konkordie II.1).

Aus persönlich-biografischer Betroffenheit abschließend noch etwas zur Gestaltung: Sehr schönes Cover, angenehmes Format aber leider sehr leseunfreundlich gesetzt. Eine Egyptienne in gefühlter Größe von 14 Punkt unterstützt zumindest meinen Lesefluss nicht. Die Trennlinie für Fußnoten ragt teilweise in den Text hinein – dem hätte man eine Leerzeile mehr ruhig gönnen dürfen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bewegung ja - Inhalt?, 31. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Evangelium: Gottes langer Marsch durch seine Welt (Broschiert)
Das Büchlein beschreibt die Geschichte des Christentums von Jesus bis heute als Bewegung. Was damals in Judäa angefangen hat, lebt bis heute. In den verschiedenen Epochen gab es immer wieder Menschen, die auf diese Bewegung aufgesprungen sind und sie nach vorne gebracht haben. Im Buch werden vor allem die Auswirkungen auf die Gesellschaft beschrieben - in den positiven Fällen und auch in den negativen.
Auf Grund der Kürze dieses Buches ist diese Reise natürlich sehr schnell, einiges fehlt. Die Auswahl der beschriebenen Stationen wirkt dabei manchmal etwas willkürlich.
Das Christentum als Bewegung - ein faszinierender Gedanke. Mir fehlt aber die Beschreibung des Inhalts dieser Bewegung. Als Fazit kommt das Buch zu drei Punkten, was das Evangelium ausmacht: 1. Gott bewegt sich durch die Welt und Zeit zu uns Menschen. 2. Menschen springen da auf. 3. Sie hinterfragen und regen zum Nachdenken über Welt und Menschen an.
Als Inhalt der Bewegung ist Fragenstellen meines Erachtens zu wenig. Im Evangelium ist mehr Kraft, Überzeugung und Inhalt. Diese Aspekte fehlen leider.
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Evangelium: Gottes langer Marsch durch seine Welt
Evangelium: Gottes langer Marsch durch seine Welt von Walter Faerber (Broschiert - 8. September 2012)
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