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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Beim Streben nach Wissen wird täglich etwas hinzugefügt...", 26. März 2013
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Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
"...bei der Einübung ins Tao wird täglich etwas fallen gelassen." (Lao-tse)

Das Leben des Lao-tse der als Autor des Tao-te-King und somit als Begründer des Taoismus gilt, ist legendenumwoben. Wenn überhaupt lebte er etwa von 570 bis 490 v. Chr., andere Experten tippen eher auf das 4. Jahrhundert. Möglicherweise war er Hofbibliothekar in der Provinz Henan (Ho-nan).

Obgleich bei weitem nicht das einzige maßgebliche Werk des Taoismus, ist das Tao-te-King doch das herausragendste und ursprünglichste. King bedeutet Buch. Für die Übersetzung der Begriffe Tao und Te wurden ganz unterschiedliche Vorschläge gemacht. Für Tao setzte man Gott, Urgrund, Logos, Vernunft, Sinn, Weg, Wort; für Te z.B. tugendhaftes Wirken oder Leben. Welche Begriffe man auch verwendet, was gemeint ist, erschließt sich am ehesten im Verlaufe der Lektüre des Textes - alle genannten Begriffe haben ihren Hintergrund ja im europäischen Denken und vermitteln als solche die Bedeutung nur unvollkommen.
Tao meint in etwa: geistige, schon vor der Welt vorhandene schöpferische und vernünftig strukturierende Urkraft. Das Tao entfaltet sich zum Seienden in drei Stadien. Vor der Hervorbringung der Welt bestand es in reinem Sein. Diesem Zustand sich angleichend ist der Mensch, der sich von seinen Leidenschaften löst. Das Tao bringt dann Himmel und Erde hervor. Aus diesen beiden Sphären wiederum entfalten sich die einzelnen Dinge und Lebewesen.

Was bei Konfuzius das Walten des Himmels ist, begegnet bei Lao-tse als dem Tao entspringendes Wirken in der gesamten Welt. Das Tao ist dauernd ohne Wirken, aber es gibt nichts, das es nicht bewirkte." Was das Tao für alles Seiende, ist das Te für das individuelle Leben - die Kraft nämlich, die - so man sich ihr angleicht, sich ihr vertrauensvoll unterordnet - das tugendhafte Dasein bewirkt. Nicht durch eigene Mühe, moralische Anstrengung, sittliche Selbsterziehung wird der Mensch tugendhaft, gerade durch seine Selbstbeherrschungsversuche verursacht er das Gegenteil des Gewollten bzw. geht dem Versuch des Menschen, die Dinge in den Griff zu bekommen", bereits der Verlust der natürlichen Ordnung und Harmonie voraus. Dies gilt auch für das Miteinander, in der Erziehung, in der Politik. Im 18. Kapitel des Tao-te-King (Vom Verfall) heißt es: "Wird der rechte Weg verlassen - entstehen Güte und Moral - Wissen und Klugheit kommen auf - und große Heuchelei folgt - Zerbricht die Eintracht der Familie - entsteht Kindespflicht und Elternliebe - Wenn das Land in Wirren und Chaos gerät - treten ergebene Staatsdiener auf."

Auch sind es nicht Bildung und wissenschaftliche Weltgestaltung, die etwas Positives hervorbringen könnten, weises Handeln ist etwas anderes. Dazu in Abschnitt 29 (Vom Nicht-Tun): Wer sich der Welt bemächtigen - und sie verändern will - dem wird es nicht gelingen - denn die Welt ist ein heiliges Gefäß - sie kann nicht verbessert werden - Wer sie verändert, verdirbt sie - wer sie festhält, verliert sie - In der Ordnung der Natur - ist Führen und Folgen - Einatmen und Ausatmen - Stärke und Schwäche - Aufstieg und Fall - Darum meidet der Weise - das Großartige - das Besondere - das Übermaß."

Demut und Güte - auch dem Feind gegenüber - verwirklichen sich mühelos im Leben desjenigen der im Besitz des Tao und Te ist: Ich habe drei Schätze - die ich hüte und bewahre: - Der erste ist : Liebe - Der zweite ist : Genügsamkeit - Der dritte ist : Demut - Wer liebt, kann mutig sein - Wer genügsam ist, kann großzügig sein - Wer demütig ist, kann vorangehen - Wer mutig ist ohne Liebe - wer großzügig ist ohne Genügsamkeit - wer vorangeht ohne Demut - geht ins Verderben - Die Liebe ist siegreich im Angriff - unverwundbar in der Verteidigung - Wen der Himmel behüten will - den schützt er mit Liebe." Wer dem Tao gemäß lebt, so Lao-tse, erlangt trotz physischem Verfall Unsterblichkeit.

Vieles im Taoismus, zumal in der ursprünglichen Fassung des Lao-tse erinnert an das Christentum. Doch weiß der Taoismus nichts von der tiefen Freude und erlösenden Kraft einer Beziehung zu Gott.

Im Laufe der Jahrhunderte entstanden in China sehr viele taoistische Sekten und Schulen. In vielfältiger Weise wurden magische Praktiken integriert, Wunderheilungen praktiziert. In allen Formen und Ausprägungen des Taoismus ging bzw. geht es sehr zentral um das Ziel der Erlangung von Unsterblichkeit. Doch mit seiner auf eine harmonische Lebensführung abzielenden Lehre gewann der Taoismus auch greifbare, nachvollziehbare Bedeutung für Medizin und Gesundheitsvorbeugung und hat dies bis heute. Gleiches gilt für die chinesische Kunst bzw. Ästhetik.

Es entstand eine Vielfalt taoistischer Schriften und mit diesen sogar ein taoistischer Kanon (Daozang). Dessen letztgültige Fassung stammt aus dem Jahr 1442. Der Kanon umfasst tausende von Texten, in denen es u.a. um Philosophie, Ethik, rituelle und magische Praktiken, Meditationstechniken, Hymnen, Medizin und Alchemie geht. Auch ein Götterpantheon entwickelte sich, und Laotse mutierte selbstverständlich zu einer Hauptgottheit.

Vom 2. Jahrhundert n. Chr. an entstanden volkstümliche taoistische Organisationen, die aber bereits einen sehr esoterischen Kurs verfolgten. Unter dem Einfluss des Buddhismus entstand später im Taoismus ein institutionalisiertes Mönchtum. Dieses wurde auf kommunaler Ebene durch Opfer und Gaben der ortsansässigen Gemeinde unterstützt. Obwohl in stetem Konkurrenzkampf mit dem Konfuzianismus stehend, war der Taoismus in verschiedenen Perioden die offizielle Religion Chinas. Mehr und mehr verschmolz er jedoch mit dem Volksglauben, dem Buddhismus und dem Konfuzianismus zu dem was man heute chinesische Religion nennt.

Die Geschichte der Rezeption des Taoismus in der westlichen Welt begann vor etwa 200 Jahren. Im Jahr 1788 wurde das Tao-te-King erstmalig ins Lateinische übersetzt - von einem Jesuiten. Von Mitte des 19. Jh. bis Anfang des 20. Jh. erschienen dann einige Übersetzungen, die im deutschen Sprachraum bekannteste stammt von Richard Wilhelm. Im 19. Jh. wurde die Rezeption besonders stark durch die Theosophische Gesellschaft, die ein esoterisches Amalgam aus fernöstlischer Mystik und westlichem Okkultismus propagierte, befördert. Unter dem Eindruck des ersten Weltkrieges gab es ein verstärktes Interesse nach asiatischer Weisheit, zumal wenn diese wie der Taoismus pazifistisch ausgerichtet war. Der deutsche Dichter Klabund publizierte 1919 seine Schrift Hör es Deutschland", ein pathetischer Aufruf an das deutsche Volk, sich am Geiste des Tao zu orientieren.

Die Übersetzungen des Zhuantse und des Laotse durch Richard Wilhelm und durch Martin Buber entfachten dann einen Taoismus-Boom. Besonders Künstler und Schriftsteller zeigten sich dafür empfänglich, so z.B. Alfred Döblin, Hermann Hesse und Bertolt Brecht.

Auch der Tiefenpsychologe Carl Gustav Jung ließ sich von der Lehre des Tao inspirieren, ebenso wie viele Vertreter der Humanistischen Psychologie, so z.B. Fritz Perls und Carl Rogers. In der Philosophie zeigte sich besonders Hermann Graf Keyserling empfänglich, ferner u.a. auch Martin Heidegger, Karl Jaspers. Im Bereich der Naturwissenschaft sorgte 1976 Fritjof Capras Das Tao der Physik" für Aufsehen und Kontroversen. Selbstverständlich nimmt auch die Esoterik- bzw. New-Age-Szene in vielfältiger - oft genug sehr fragwürdiger Weise - Bezug auf den Taoismus. Schätzungen zufolge beträgt der Anteil taoistischer Literatur am Esoterik-Buchhandel ein Viertel.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Tor, durch das alle Wunder hervortreten, 8. November 2009
Die Welt ist ein Ganzes und kann nicht in Teile zerbrochen werden. Damit der Mensch die Welt erkennen und diese Erkenntnis mitteilen kann, muß sein Gehirn die Sinneswahrnehmungen in einzelne, unscharfe Begriffe zerteilen. Und gerade diese Begriffe wecken ihrerseits wieder Wünsche und Begierden, die zu Neid, Gewalt und Leid führen. Will der Mensch den ursprünglichen Zustand des Friedens und den Einklang mit seiner eigenen Natur wiederfinden, dann muß er die Trugwelt der Begriffe überwinden und sich auf die Suche nach der Wahrheit, dem Sinn, eben dem Tao, machen.

Das Anhäufen von Wissen ist der Weg, der vom Tao wegführt. Will man es erreichen, muß man in sich hineingehen, die Begriffe hinterfragen, die sich dort im Laufe der Zeit angesammelt haben, bis man schließlich an dem Punkt ankommt, an welchem die Quelle der Erkenntnis sprudelt und man die Welt erkennen kann, ohne aus dem Fenster zu blicken. Dies ist jener Zustand, den Buddha mit Erleuchtung gemeint hat und welcher mit Worten nicht mehr beschrieben werden kann. Laotse hat ungefähr zur selben Zeit gelebt, wie Gautama Siddhartha, nur eben auf der anderen Seite des Himalaya. Im Prinzip wollen beide auf das selbe Ziel hinaus: den Menschen vom Leiden befreien, das durch das Festhalten an Begriffen entsteht.

Bodhidharma hat die Lehre des Buddha, genauer gesagt die Schule des Djanna, über den Himalaya nach China gebracht, wo sie durch Vereinigung mit dem Tao schließlich zum Zen-Buddhismus wurde, den wir heute kennen. Wenn der Rinzai-Zen-Meister seine Schüler mit Koans konfrontiert, dann will er sie dazu bringen, die Quelle der Erkenntnis zu finden, die Laotse beschrieben hat. Und aus den Antworten der Schüler kann er genau ersehen, wo der Schüler auf dem Weg zur Erleuchtung steht.

Großes Lob gilt dem Übersetzer dieses Werkes: Richard Wilhelm hat das Tao Te King von Laotse nicht bloß behutsam und seriös in die deutsche Sprache übertragen, er hat es auch verstanden, wie sein Kommentar zeigt, der die Hälfte des Buches einnimmt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Laotse, 13. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
ein sehr schönes aufschlußreiches Buch über chinesichen Weisheiten. Eine Anregung, diese Gedanken in die heutige Welt mit einzubinden und danach zu handeln. Vieles würde verständlicher.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker in einer schönen Ausgabe, 2. Mai 2011
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Über das Werk muß man wenig sagen, eines der wichtigsten philosophischen wie spirituellen Schriften der Menschheitsgeschichte. Dies ist endlich ein schöne Ausgabe, toller Einband, schöner Druck. Für die Sammlung.
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5.0 von 5 Sternen Tao te King mit Erklärung am Anfang, 17. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
Zum Buch:
Das Buch ist eine gebundene Ausgabe, und hochwertig verarbeitet.

Zum Inhalt:
Laotse Tao Te King ist in dieser Ausgabe für Interessierte an antiker asiatischer
Philosophie sehr zu empfehlen.
Auch wenn so manche Weisheit von Laotse sich dem heutigen Geist aufgrund
von Unverständnis nicht ganz erschließen mag, regen fast alle Weisheiten zum
Nachdenken an, und eröffnen eine ganz andere Sicht auf die Dinge der Welt.

Sehr empfehlenswert ist diese Ausgabe des Weiteren aufgrund des vorderern Teils,
in welchem wichtige Hintergrundinformationen zusammengetragen wurden, um sich
in diesen anitken Denker und seine Biographie, sowie seine Welt denken zu können.
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4.0 von 5 Sternen Kompliziert, 9. Januar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
Komplizierter als Konfuzius oder Sun Zu. Aber sehr lehrreich und man kann sich viele Lebensweisheiten raus ziehen.
Als Fließtextbuch sicher nicht zu empfehlen, aber so für ab und zu absolut ausreichend
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5.0 von 5 Sternen Ware und Lieferung OK, 17. Dezember 2013
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Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
Das Buch steht bei mir im Regal und wartet darauf von mir gelesen zu werden, wenn ich Zeit dazu habe.
Mehr davon hätte ich, wenn kurze Rückmeldungen auch akzeptiert würden.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gut geschrieben, 10. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
Gut geschrieben wer dafür offen ist und sich fallen lässt dem wird es gefallen ist aber nicht für jeden man braucht schon die ader dafür
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schönes Buch, 21. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
Ein wiklich gelungenes Buch, dass auch durch seine Optik hervorsticht. Wer sich für die philosphischen Aspekte chinesischer Schriftsteller interessiert, findet hier ein tolles Buch.
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5.0 von 5 Sternen Sehr lehrreich, 5. Oktober 2014
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Rezension bezieht sich auf: Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben (Gebundene Ausgabe)
Sehr lehrreiches Buch. Ich hatte mich schon vorher für Taoismus interessiert und kam dann über Umwege auf das Tao Te King. Auf jeden Fall lesenswert.
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Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben
Tao te king: Das Buch vom Sinn und Leben von Laotse (Gebundene Ausgabe - März 2010)
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