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83 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ..."
ist wohl das bekannteste "Zitat" aus diesem Grundlagenwerk und mithin der Grund dafür, dass es oft genug verrissen wurde. Diejenigen, die es volltönend im Munde führen, offenbaren sich mit dieser völlig unzulässigen - weil inhaltlich sinnverfremdenden - Verkürzung bereits als dogmatische, aber leider eingefleischte NICHT-Leser dieses...
Veröffentlicht am 2. Juni 2005 von Ulrich Schnier

versus
32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für am Rande Interessierte !
Die Sprache des Buches orientiert sich am Stil des beginnenden 19. Jahrhunderts und ist dadurch schon schwer genug zu lesen. Einzelne der langen Schachtelsätze muß man deshalb auch mehrfach lesen, um sie zu verstehen.
Die Druckfehler, die dadurch dann teilweise entstehenden Grammatikfehler, der sehr enge Zeilenabstand und letztlich auch druckbedingte...
Veröffentlicht am 28. März 2006 von Martin Mahle


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83 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ...", 2. Juni 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
ist wohl das bekannteste "Zitat" aus diesem Grundlagenwerk und mithin der Grund dafür, dass es oft genug verrissen wurde. Diejenigen, die es volltönend im Munde führen, offenbaren sich mit dieser völlig unzulässigen - weil inhaltlich sinnverfremdenden - Verkürzung bereits als dogmatische, aber leider eingefleischte NICHT-Leser dieses Meisterstücks philosophischer Strategie- und Taktikbetrachtung.
Carl von Clausewitz hat mit "VOM KRIEGE" in Nachhall zu den Napoleonischen Kriege den ersten Versuch angestellt, eine Essenz militärischen Handelns zu Papier zu bringen. Dabei ist es keineswegs so, dass das Werk a priori als Gesamtheit vorgesehen war, sondern vielmehr ist es als Ansammlung von bruchstückhaften Erkenntnissen zu verstehen, welche erst "in der redaktionellen Überarbeitung" zur Buchform gelangten.
Clausewitz wird heute noch - ironischerweise in den US-Streitkräften deutlich fundamentaler und umfassender als in den entsprechenden Bildungseinrichtungen der Bundeswehr - neben Sun Tzu als DER große Militär- und Grundlagentheoretiker exzessiv gelehrt und auch gelesen.
Seine Ansichten hinsichtlich Organisation und Verfahren waren und sind nach wie vor maßgebend beim Versuch der Erlangung einer operativen oder gar strategischen Ausbildung.
Wer privat mitunter historisch-militärische Studien betreibt, wird nach der Lektüre von "Vom Kriege" den einen oder anderen militärische Konflikt der Vergangenheit in seinem Verlauf deutlich besser verstehen und nachvollziehen können; da muss man sich nicht einmal allzu weit zurückbegeben ...
"Krieg ist die Fortsetzung der Politik UNTER EINBEZIEHUNG anderer Mittel." - Dieser Satz - wenn man ihn richtig zitiert - erweitert bereits den Horizont und lässt erahnen, wie vieldimensional, weitsichtig und seiner Zeit voraus Clausewitz wirklich war ...
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was meint Clausewitz wirklich ?, 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
Wer wissen will, warum Deutschland zwei Weltkriege hintereinander verlor oder warum der Afghanistan-Krieg verloren geht, der findet die Antwort überdeutlich im Clausewitz. Aber die Verantwortlichen hatten ihn gelesen! Sie müssen ihn falsch verstanden haben ... Militär braucht auf der mittleren Ebene einfache Naturen, die auf dem Clausewitz leicht ausrutschen wie auf einer Bananenschale. Noch leichter passiert das Politikern, unseren Spezialisten für Geschwätz, Stimmung, Opportunismus.

1) Politik steht über Krieg!
"Der Krieg ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel." "Daß wir uns den Krieg unter allen Umständen als kein selbständiges Ding, sondern als ein politisches Instrument zu denken haben." Er bekämpft die Vorstellung, Krieg sei etwas mythisch Abgehobenes!
"Man fängt keinen Krieg an, oder man sollte vernünftigerweise keinen Krieg anfangen, ohne sich zu sagen, was man mit und was man in demselben erreichen will, das erstere ist der Zweck, das andere das Ziel." "Unklarheit, Halbheit, Inkonsequenz." "Halbwisser."

2) Zum Gefasel über militärische Notwendigkeiten:
"Das Unterordnen des politischen Gesichtspunktes unter den militärischen wäre widersinnig, denn die Politik hat den Krieg erzeugt; sie ist die Intelligenz, der Krieg aber bloß das Instrument und nicht umgekehrt. Es bleibt also nur das Unterordnen des militärischen Gesichtspunktes unter den politischen möglich." "Daß die Politik an den Krieg Forderungen macht, die er nicht leisten kann, wäre gegen die Voraussetzung, daß sie das Instrument kenne." "Mit dieser Ansicht ist es eine unzulässige und selbst schädliche Unterscheidung, wonach ein großes kriegerisches Ereignis oder der Plan zu einem solchen eine rein militärische Beurteilung zulassen soll; ja, es ist ein widersinniges Verfahren, bei Kriegsentwürfen Militäre zu Rate zu ziehen, damit sie rein militärisch darüber urteilen sollen, wie die Kabinette wohl tun; aber noch widersinniger ist das Verlangen der Theoretiker, daß die vorhandenen Kriegsmittel dem Feldherrn überwiesen werden sollen, um danach einen rein militärischen Entwurf zum Kriege zu machen."

3) Er verrät das Geheimnis aller asymmetrischen Kriege:
"Wollen wir nun den Gegner in der Dauer des Kampfes überbieten (wie die Taliban die Nato), so müssen wir uns mit so kleinen Zwecken als möglich begnügen, ... der kleinste Zweck ... ist der reine Widerstand. (...) Gibt also ... die Vereinigung aller Mittel im bloßen Widerstand eine Überlegenheit im Kampf, so wird, wenn diese so groß ist, um ein etwaiges Übergewicht des Gegners auszugleichen, die bloße Dauer (Zeit!!! In Afghanistan bald zehn Jahre) des Kampfes hinreichen, um den Kraftaufwand beim Gegner nach und nach auf den Punkt zu bringen, daß ihm der politische Zweck nicht mehr das Gleichgewicht halten kann, er ihn also aufgeben muß. Die Ermüdung des Gegners ..." "Je schwächer die Kraft, um so kleiner müssen die Zwecke sein (einzelne Hinterhalte, Sprengfallen wie in Afghanistan)." Wenn man trotz Übermacht nicht siegen kann, sind Friedensverhandlungen unvermeidlich (und zwar während der Krieg andauert, wann sonst). Schaffen neue Kräfte den Umschwung, oder erhöhen sie nur sinnlos die Verluste an Moral, Menschen, Geld?

4) Verteidigung ist der beste Angriff !
So könnte man Clausewitz' Ansicht auf den Punkt bringen. "Die Verteidigung ist nichts als die stärkere Form des Krieges, um den Gegner um so sicherer zu besiegen." "Jeder Verteidigung muß die Idee einer Wiedervergeltung zum Grunde liegen." Kulminationspunkt: Wenn der Angreifer über seine Kräfte hinaus vorschreitet, droht ein gewaltiger Rückschlag. "Jeder Angriff, der nicht bis zum Frieden reicht, muß notwendig mit einer Verteidigung enden." Zweck der Verteidigung sei das Erhalten. Erhalten ist leichter als gewinnen. "Alle Zeit, die ungenutzt verstreicht, fällt in die Waagschale des Verteidigers." "Die verteidigende Form des Kriegführens ist stärker als die angreifende." Der Angriff besitze fast seinen einzigen Vorzug in der Überraschung.

5) Tendenz zum Äußersten nur in der Theorie, nicht in der Praxis !
"Damit der Leser nicht falsche Vorstellungen unterlege, bemerken, daß mit der natürlichen Tendenz des Krieges nur die philosophische, ... logische gemeint ist und keineswegs die Tendenz der wirklich im Konflikt begriffenen Kräfte." "Wenn wir bedenken, daß der wirkliche Krieg kein so konsequentes, auf das Äußerste gerichtetes Bestreben ist, wie er seinem Begriff nach sein sollte ... daß er nicht seinen eigenen Gesetzen folgen kann, sondern als Teil eines anderen Ganzen betrachtet werden muß - und dieses Ganze ist die Politik."
Nur in der Theorie drängt der Krieg zum dreifachen Äußersten von Gewalt, Vernichtung und Kräfteeinsatz, womit die Gegner sich zu überbieten versuchen. Aber Clausewitz plädiert nicht für Entfesselung und Enthemmung! Das Äußerste der reinen Theorie soll nur im Hinterkopf behalten werden, um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen. Clausewitz erklärt als nächstes, wie sehr der Drang zum Äußersten in der Praxis von tausend Hemmnissen gebremst wird. Erfolg von Politik beruht z.B. auf der Wirkung auf die Öffentlichkeit, die Weltgemeinschaft. Er lehnt es ab, die Praxis als unzulässig zu bezeichnen, weil sie nicht mit dem Äußersten der Theorie im Einklang steht. Jede Situation sei anders und solle gefälligst spezifisch beurteilt werden. "Der Krieg ist also ... ein wahres Chamäleon, weil er in jedem konkreten Fall seine Natur etwas ändert." (Außerdem unterliegt Krieg dem geschichtlichen Wandel. Völker, die von Massenmedien in ihrem Nationalismus aufgehetzt werden, führen grausamere Kriege als kleine Kabinettsarmeen, denen die Bevölkerung distanziert zusieht. Wieder anders agieren Privatarmeen von Söldnern, Wallenstein oder Blackwater, alles kann wiederkommen und hat seine Eigenheiten.)

6) "Vernichtung" kann unblutig sein.
"Die Streitkraft muß vernichtet, d.h. in einen solchen Zustand versetzt werden, daß sie den Kampf nicht mehr fortsetzen kann. Wir erklären hierbei, daß wir in der Folge bei dem Ausdruck 'Vernichtung der feindlichen Streitmacht' nur dies verstehen werden." "Aber dieser Zweck des abstrakten Krieges, ... das Wehrlosmachen des Gegners, ist in der Wirklichkeit keineswegs ... notwendige Bedingung zum Frieden und kann also auf keine Weise in der Theorie als ein Gesetz aufgestellt werden. ... Wenn wir auf die konkreten Fälle sehen." "Es sind zwei Dinge, welche in der Wirklichkeit als Motiv(-ation) zum Frieden an die Stelle der Unfähigkeit zum ferneren Widerstande treten können. Das erste ist die Unwahrscheinlichkeit (des Erfolgs), das zweite ein zu großer Preis des Erfolges."

7) Wege zum Erfolg:
Clausewitz warnt davor, der Magie von Wörtern zu erliegen wie: Überhöhen, Überfall, Überraschung, Umfassung - für sich allein machen sie den Erfolg nicht wahrscheinlicher. Den Oberbefehl nicht aufteilen. Am Ort der Entscheidung zum Zeitpunkt der Entscheidung (an Zahl) so stark wie möglich aufzutreten. Die Kräfte nicht ohne Grund zu teilen. Es wäre falsch, daraus abzuleiten, Clausewitz verlange das Vorrücken in einem riesigen Klumpen, nein, er stellt sich Dynamik vor. Eisenbahn und Helikopter bedeuteten jeweils neue Möglichkeiten. "Auf die Hauptentscheidung kommt es an, in ihr wird jeder Verlust eingebracht." "Das Gewicht der feindlichen Macht auf so wenig Schwerpunkte wie möglich zurückführen, wenn es sein kann, auf einen; wiederum den Stoß gegen diesen Schwerpunkt auf so wenig Haupthandlungen als möglich ... Mit einem Wort: So konzentriert als möglich zu handeln." "So schnell als möglich zu handeln, also keinen Aufenthalt und keinen Umweg ohne hinreichenden Grund." Damit plädiert er aber nicht für pausenloses Herumhetzen und atemlosen Aktionismus, sondern je nach Lage soll Langsamkeit beigemischt werden. "In ruhigem Abwarten hat Friedrich das Ziel erreicht und Schwierigkeiten umgangen, gegen die seine Kraft zerschellt sein würde."

Hans Delbrücks Verdeutlichung: Clausewitz starb in der großen Cholera-Epidemie von 1831 und hinterließ nur unfertige Notizen, die trotzdem besser sind als alles, was sonst zum Thema geschrieben wurde. Aber unfertig ist das Buch eben doch. Delbrück versuchte einen Punkt zu verdeutlichen, wurde aber, da auch Hochbegabter wie Clausewitz, wie dieser oft falsch verstanden. Sein guter Gedanke: Es sind zwei völlig verschiedene Situationen, ob jemand stark genug ist, auf Sieg zu spielen, auf Vernichtung. Oder ob die Kraft zu schwach ist und nur hinreicht, einen günstigen Frieden anzustreben, den Willen des Gegners nach und nach zu zermürben: Niederwerfungsstrategie Napoleon Bonapartes und Ermattungsstrategie Friedrichs des Großen mit Umschalten auf Angriff nur bei günstigen Gelegenheiten.

Edward Luttwaks Ergänzung: Fünf Ebenen der Strategie, ganz oben die Politische, Geostrategische - auf ihr entscheidet sich alles! (Das vergaßen vor allem die Deutschen: Wenn ein Land sich so viele Gegner gleichzeitig aufhalst, daß das Kräfte-Ungleichgewicht unbeherrschbar wird, nützt auf der tieferen Ebene der Strategie auch die beste Armee der Welt nichts. Beispiel: Mit unnötigen U-Boot-Aktionen holte Deutschland gerade noch rechtzeitig 1917 die USA in den 1. Weltkrieg hinein, um den Sieg - die Russen hatten kapituliert - doch noch zu verspielen.) Luttwak nennt fünf Ebenen: die gesamtstrategisch-politische, strategische, operative, taktische, technische. Dabei fällt die Gegenreaktion um so heftiger aus, je wirksamer eine Maßnahme ist. Alle Ebenen wirken ständig aufeinander ein, wobei paradoxe Wirkungen entstehen können: Stärke verwandelt sich überraschend in Schwäche usw.

Clausewitz kann nicht in knappe Regeln gesetzt werden, er plädiert für den klaren Blick auf wiederkehrende Mechanismen ebenso wie für den differenzierten Blick auf den Einzelfall. Noch ein paar seiner Gedanken: Den Gegner nicht im komplexen Pläneschmieden überbieten, sondern in Einfachheit, Unmittelbarkeit. Das Lähmende der Gefahr und die ständige Ungewißheit (unvollständiges Lagebild) einkalkulieren. Den Willen, die Psychologie. Friktion, Zufälle, Strapazen, Eintritt des Unerwarteten, Zeitnot. Die Krise und Desorganisation, die auch den Sieger befällt. Keinen überlebten Methoden aus Gewohnheit folgen.
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedeutendes Werk, 18. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
Das Buch "Vom Kriege", ein hinterlassenes und 1832 nach seinem Tode veröffentlichtes Werk des preußischen Generals von Clausewitz, ist eines der bedeutendsten und für das preußische und später das deutsche Heer grundlegendsten strategischen Bücher der Geschichte.
Es geht in diesem Buch, das sich in drei Teile unterteilt, zunächst einmal um eine philosophische Betrachtung über das Wesen des Krieges, die auch heute noch gültig ist. Anschließend widmet der Autor sich zunächst der grundlegenden Frage, wie eine "Theorie des Krieges" auszusehen habe, ob man feste und allgemeingültige Regeln und Grundsätze für die Kriegführung überhaupt aufstellen könne, und wenn ja, in welchem Umfange und auf welche Weise sie zu verifizieren seien.
Clausewitz beginnt nun, seine Theorie des Krieges zu entwickeln. Von allgemeinen Überlegungen zur Strategie geht er über in Abhandlungen immer spezieller werdender Situationen, und am Ende seines Buches schließlich faßt er diese seine umfangreichen Überlegungen zusammen im "Kriegsplan".
Der Autor, GenLt Carl von Clausewitz, arbeitete lange Zeit kontinuirlich am vorliegenden Werk. Die napoleonischen Kriege hatten in der Strategie und Taktik einiges umgewälzt, und bereits vorhandene Bücher über Kriegstheorien konnten den erfahrenen Generalstabsoffizier nicht befriedigen. Begann er zunächst mit kurzen Aufzeichnungen seiner Ansichten, die mehr für ihn selbst als für andere gedacht waren, so überarbeitete er später ständig sein Werk und machte es zu einem allgemeinverständlichen und umfangreichen Lehrbuch. Er starb noch bevor er die letzte angestrebte Überarbeitung ganz vollenden konnte, weshalb das letzte Buch manchmal eher Skizzencharakter besitzt. Dies tut ihm jedoch keinen Abbruch, da Clausewitzens Gedanken hier auch ohne ganz so ausschweifende Erklärungen verständlich sind.
Vieles hat in diesem Buch auch heute noch Gültigkeit; ein Blick in die Taktikvorschriften und -lehrhilfen der Bundeswehr, in denen Clausewitz zum Teil sogar zitiert wird, macht dies deutlich. Doch lesenswert ist dieses Buch allein schon wegen seiner großen historischen Bedeutung: Dieses Werk schuf letztenendes die Grundlagen für die Generalstabsausbildung des Großen Generalstabes, des kaiserlichen Heeres, ja auch noch der Wehrmacht und wirkt bis in die heutige Zeit hinein. GenO Guderian, der Schöpfer der deutschen Panzerwaffe, schreibt in seinen "Erinnerungen eines Soldaten" dazu folgendes: "In dieser Zeit [nach den napoleonischen Befreiungskriegen] entstand eines der bedeutendsten Werke der Militärliteratur, das Buch "Vom Kriege" des Direktors der Preußischen Kriegsakademie Carl von Clausewitz. Dieses Buch, von wenigen gelesen, von vielen kritisiert, enthält den ersten Versuch einer Philosophie vom Kriege, einer Analyse seiner Eigentümlichkeiten von einem neutralen, erhabenen Standpunkte aus. Es hatte großen Anteil an der Bildung des Geistes von Generationen deutscher Generalstabsoffiziere. Aus ihm erwuchs jenes Streben nach sachlich nüchterner Betrachtung der Menschen und Dinge, durch die sich die hervorragendsten deutschen Generalstabsoffiziere ausgezeichnet haben." Erst kürzlich reihte Prof. Lothar Rühl, ehemals Staatssekretär im BMVg, das Buch in einem Artikel in der Loyal (Zeitschrift des Verbandes der Reservisten der deutschen Bundeswehr) als eines von neunzehn Büchern in seinen "Titelkanon strategischer Literatur" ein.
Wer die deutschen Befreiungskriege, wer die Feldzüge GFM Helmuth Graf von Moltkes und das Wirken des Deutschen Generalstabes bis in den Zweiten Weltkrieg hinein verstehen will, der sollte dieses Buch gelesen haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, ein Meilenstein, ein Muss, 3. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
Ein Klassiker der bis heute in Deutschland nur wenig Beachtung findet, während er in den USA, UK, Rußland und China schon seit langem Standardwerk an allen Militärakademien und philsophischen Seminaren ist. Obwohl unvollendet und fast 180 Jahre alt bleibt dieses Werk bis heute lesenswert und erkenntnisreich. Doch ich will lieber einen älteren Rezensenten sprechen lassen. Folgendes stellt eine Rezension von 'Vom Kriege' aus dem Jahr 1832 dar, welche in der preußischen 'Militair-Literatur-Zeitung' erschien.

'Aber diese Quelle, deren kristallene Fluten über reine Goldkörner strömen, fließt in keinem flachen, jedermann zugänglichen Bett, sondern in einem engen, von gigantischen Ideen eingeschlossenen Felsentale, an dessen Zugängen der hohe Geist Wache hält wie der Cherub mit dem Schwerte und jeden zurückweist, der um den gemeinen Preis flüchtigen Gedankenspiels Eingang begehrt.'

Wie wahr, wie wahr !
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut - aber trocken, 25. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
Wer sich für Strategie, Taktik, Philosophie und Logistik eines Krieges interessiert wird früher oder später wohl nicht um dieses Buch herum kommen. Die Ideen waren revolutionär und haben bis heute nichts von ihrer Aktuallität eingebüßt - wohl auch deswegen weil Clausewitz nirgends konkret wird... Wer sich mit dem antiquierten Schriftstil arangieren kann wird eine grundlegende und umfassende militärische Quelle vorfinden.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Militärs, 12. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
Clausewitz`"Vom Kriege" ist nicht nur eine Auswertung der für den preußischen Offizier v. Clausewitz traumatischen Erfahrungen der napoleonischen Kriege, sondern - an der Schwelle der Industrialisierung geschrieben - auch eine intellektuelle Denkschule, die auch moderne Managementmethoden (Erfolgsorientiertes Entscheiden), Philosophen (Edward de Bono) und Politiker (W.I. Lenin) beeinflusst hat. Wenngleich das Deutsch gelegentlich etwas antiquiert erscheint, haben doch die klaren Thesen und Überlegungen, die in "Vom Kriege" dargelegt sind, nichts von Ihrer Aktualität verloren.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für am Rande Interessierte !, 28. März 2006
Von 
Martin Mahle (near Augsburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Gebundene Ausgabe)
Die Sprache des Buches orientiert sich am Stil des beginnenden 19. Jahrhunderts und ist dadurch schon schwer genug zu lesen. Einzelne der langen Schachtelsätze muß man deshalb auch mehrfach lesen, um sie zu verstehen.
Die Druckfehler, die dadurch dann teilweise entstehenden Grammatikfehler, der sehr enge Zeilenabstand und letztlich auch druckbedingte schwarze Farbstreifen machen in dieser Ausgabe sehr wenig Freude. Das Lesen des komplexen Stoffes wird dadurch nochmals unnötig erschwert.
Ansonsten ist dieses, letztlich vom Autor leider nicht vollendete Werk zwischenzeitlich fast 200 Jahre alt, hat aber nichts, gar nichts, von seiner Übertragbarkeit in die heutige Zeit verloren. Nicht umsonst ist diese extrem fundierte wissenschaftliche Betrachtung deshalb nicht nur zu Recht nach wie vor Grundwissen hochrangiger Militärs weltweit, sondern wird auch im höheren Management der Wirtschaft und Industrie gelesen.
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49 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der einzige wirkliche Klassiker der Strategie, 12. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
Clausewitz mit Sun Tsu zu vergleichen, ist wie das Gilgamesh Epos mit einem modernen Roman vergleichen zu wollen.
Sun Tsu mag allgemeiner verständlich sein (und das obwohl es ein Buch des antiken Chinas ist), aber wirkliche Relevanz für das Studium der Strategie in unserer Zeit hat es nicht.
Für den ernsthaften Leser, der sich mit strategischem und politischem Denken befasst ist "Vom Kriege" eine fast unerschöpfliche Quelle der Einsicht.
Gerade Clausewitz strenge, analytische, ja beinahe penible Art macht es auch heute noch so wertvoll.
Gerade die enge Verflechtung mit dem politischen und deren genaue Definition macht es auch für Menschen ausserhalb des engen Kreises praktischer und theoretischer Strategen nützlich.
Deswegen wird auch heute noch "Vom Kriege" als das Lehrbuch schlechthin in Militärakademien und politischen Hochschulen verwendet, während Sun Tsu allenfalls als philosophisches Werk zu nutzen ist.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE Ausgabe, 8. November 1999
Von Ein Kunde
Wer von Clausewitzens "Vom Kriege" in ganzer Länge und mit hervorragenden Materialien sucht, der findet hier DIE Edition des Textes: kenntnisreich, informativ, und mit Liebe zum Detail. Der Schuber unterstreicht noch die Hochwertigkeit, und leistet gute Dienste. Absolute Spitze, wenn, wie hier, die maßgebliche Ausgabe eines Textes in solcher 'Liebhaber'- oder besser: Enthusiasten-Edition angeboten wird. Jeden Pfennig wert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessant, 24. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Vom Kriege (Taschenbuch)
Clausewitz schreibt mit preussischer Gründlichkeit. Das sollte man vorher wissen, denn nicht jeder Satz ist leicht verständlich. Nach dem Lesen fällt einem vorallem auf, dass viele Zitate heute sehr aus dem Zusammenhang gerissen verwendet werden. Für einen preussischen Offizier sind die nüchternen Erkenntnisse über den Krieg, die überhaupt nicht glorifizierend sind, erstaunlich. Das Buch orientiert sich eher in Richtung Poltik und Mensch als in Richtung Schlachtfeld. Ein Buch um sich zu bilden, nicht um sich zu unterhalten.
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Vom Kriege: vollständige Ausgabe
Vom Kriege: vollständige Ausgabe von Carl von Clausewitz (Gebundene Ausgabe - 31. Juli 2008)
EUR 9,99
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