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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genialer Krimi
ich versuche mich etwas kürzer als meine Vorredner zu fassen.

Da ich nun schon mehrere Alpenkrimis gelesen habe, anfangs mit herzhaften Lachern, später dann schon mit leichten Kopfschüttlern, bin ich nun endlich fündig geworden.

Ein Krimi der den Namen Krimi auch verdient. Bei dem Gros der vorher genannten Krimis, kommt es sehr...
Vor 21 Monaten von Joachim Hertle veröffentlicht

versus
14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen irgendwo hier ist Potential
Nachdem ich das Buch jetzt durch habe, wobei sich doch am Ende eine deutliche "Ich hab's hinter mir" Erleichterung einstellte, stand ich vor der Wahl, 2 oder 3 Sterne. "Gefällt mir nicht" oder "Nicht schlecht"? Es wurden dann doch knappe drei Sterne.
Die Prämisse des Romans war vielversprechend: durch Zufall entdeckter skuriler Mord führt zu neuen...
Veröffentlicht am 15. November 2011 von gdf


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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genialer Krimi, 12. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
ich versuche mich etwas kürzer als meine Vorredner zu fassen.

Da ich nun schon mehrere Alpenkrimis gelesen habe, anfangs mit herzhaften Lachern, später dann schon mit leichten Kopfschüttlern, bin ich nun endlich fündig geworden.

Ein Krimi der den Namen Krimi auch verdient. Bei dem Gros der vorher genannten Krimis, kommt es sehr oft vor, dass die Figuren bzw. die Täter frei erfunden sind und nicht wirkliche in der realen Welt vorkommen würden.

Dieser Krimi hingegen ist mitten aus dem Leben, voller Intrigen, spannend, packend und das allerbeste - das ganze bis zum Schluss.

ein absolutes Muss für jeden Krimifan und v.a. für die Liebhaber der Alpenkrimis, die sich etwas mehr Realität wünschen.
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weihnachten im Kreis der Familie, 19. Oktober 2011
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das ist doch ein trefflicher Ausgangspunkt für einen Krimi, denn wohl kaum je wird so oft an Mord gedacht, wie in der obengenannten Situation. So beginnt denn auch Andreas Föhrs dritter Krimi um den sympathischen Kommissar Wallner aus dem oberbayerischen Miesbach und seinen zwielichtigen Kollegen Leo Kreuthner mit einem Leichenfund im Hause der Schauspielerfamilie Millruth. Wie schon in seinem Roman Schafkopf verschachtelt Föhr auch in "Karwoche" verschiedene Zeitebenen miteinander, und so sind wir im nächsten Kapitel - genaugenommen dem ersten nach dem Prolog - denn auch einige Monate nach vorn in der Zeit gereist, und erleben, wie Kreuthner sich am Gründonnerstag zu einem illegalen Autorennen mit seinem Kumpel Raubert hinreißen läßt. Da er dabei um ein Haar in ein entgegenkommendes Auto gebrettert wäre und in diesem Auto zufälligerweise sein Vorgesetzter Wallner sitzt und dieser durch den Vorfall - wie Föhr mit Understatement sagt - "neugierig" geworden ist, läßt er das Rennen so aussehen, als habe er Raubert verfolgt, weil dieser sich einer Verkehrskontrolle entziehen wollte. So stößt er beim Durchsuchen des Wagens unversehens auf die Leiche einer Frau namens Hannah Lohwerk, deren Schicksal mit dem der Familie Millruth, wie sich herausstellt, verknüpft ist. Wallner, der eigentlich mit seiner Lebensgefährtin in den Urlaub fahren wollte, beschließt kurzerhand, den Ermittlungen als passiver Beobachter beizuwohnen, und nimmt sich außerdem nochmals des längst abgeschlossenen Millruth-Weihnachtsmordes an. Dabei erhält er ungebetene Unterstützung durch Kreuthner, der allen Grund hat, sich bei seinem Chef ein bißchen anzubiedern.

Wieder einmal liest sich Föhrs Miesbach-Krimi mit seiner Mischung aus der Spannung eines Whodunnit und seinem typischen skurrilen Witz quasi von selbst, und es scheint sich auch eine Entwicklung der wiederkehrenden Figuren anzubahnen. Während Wallner, beeinflußt von teils traurigen, teils komischen Entwicklungen in seinem Privatleben - für letztere ist vor allem wieder sein Großvater Manfred verantwortlich -, einen Lernprozeß hinsichtlich seines Dranges, andere Menschen zu kontrollieren, durchmacht, wird Kreuthner mehr und mehr zu einem zwielichtigen Charakter, dessen Eigenmächtigkeiten manchmal allerdings auch komisch sind - man denke nur an den gefälschten Durchsuchungsbeschluß und seinen Versuch, sich aus der Sache herauszuwieseln. Allerdings erhalten wir nun auch ein wenig Einblick in die Familiengeschichte des chaotischen Polizisten.

Föhrs Fokus liegt in diesem Krimi jedoch vor allem auf der Heuchelei und dem Selbstbetrug einer um ihre Außenwirkung bemühten Schauspielerfamilie, in der eigentlich jeder irgendein schmieriges Geheimnis hat. Dabei mögen einige der Charaktere durchaus etwas zweidimensional erscheinen, und es wird deutlich, daß ihr literarischer Schöpfer ihnen nicht den Hauch eines positiven Gefühls entgegenbringt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Figuren, mit denen der Leser mitfühlen und mitfiebern kann.

Insgesamt würde ich sagen, daß Föhr auch im dritten Band seiner Miesbach-Reihe seine Munition noch keineswegs verschossen hat und ihm erneut eine spannend-amüsante Kriminalgeschichte mit einem Hauch Lokalkolorit gelungen ist. Ich habe mich beim Lesen jedenfalls herzhaft gekurzweilt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch Wallners und Kreuthners neuester Fall weiß zu gefallen, 17. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Als Fan von Wallner und Kreuthner habe ich mich sehr über den neuen Krimi gefreut. Und er hat mir auch wieder ausgesprochen gut gefallen.
Der Fall beginnt mit einer relativ skurrilen Situation, wie man es von den beiden ja bereits kennt. Doch sehr bald tun sich immer neue Verbindungen und Zusammenhänge auf, die teilweise zurück in die Vergangenheit führen.
Diese Kapitel in der Vergangenheit sind schon deshalb interessant, da sie vorwiegend an Weihnachten spielen, während die Handlung in der Gegenwart um Ostern herum spielt. Aber aus diesen Kapiteln bezieht die Geschichte auch den Großteil ihrer Spannung. Denn durch diese Blicke ins Früher ist man Wallner und Kreuthner oft einen oder auch mal ein paar Schritte weit voraus und kann so prima selber seine Vermutungen anstellen und Zusammenhänge suchen. Aber keine Sorge, die Auflösung des Falles bleibt bis zum Ende hin spannend, trotz dieser Wechsel in der Zeit und eventueller Erkenntnisse.
Besonders gefallen hat mir die Darstellung der Familie, zu der Wallners und Kreuthners Ermittlungen über kurz oder lang immer wieder führen. Sie wirkt in sich sehr geschlossen, geradezu ablehnend anderen Menschen und deren Lebensweise gegenüber. Das ist einerseits faszinierend, dem hängt aber auch immer etwas Bedrohliches an. So manche Szene mit diesen Personen hat mir eine Gänsehaut bereitet. So müssen Krimis wirken.
Doch bei aller Spannung und bei allem Schaudern, natürlich gibt es auch bei "Karwoche" einiges zum Schmunzeln, wenn nicht gar zum Lachen. Ich jedenfalls habe mich über Kreuthners unorthodoxe Methoden und sein loses Mundwerk ebenso amüsiert wie über Wallners Großvater Manfred. Die beiden sorgen erneut für Heiterkeit.

Man sollte seine Gedanken beim Lesen schon zusammenhalten. Erstens wegen der Sprünge in der Zeit. Zweitens aber auch, weil besagte Familie aus einer größeren Anzahl an Personen besteht, bei denen man dringend den Überblick haben sollte. Ansonsten kann man da leicht ins Schleudern kommen und steigt irgendwann nicht mehr durch. Davon abgesehen liest sich "Karwoche" ganz flüssig und unterhaltsam. Mit Kreuthners Dialekt muss man aber schon klarkommen. Ich habe mir das Buch bewusst eingeteilt und so insgesamt nicht ganz eine Woche dafür gebraucht.

Das Covermotiv fällt wieder recht religiös aus, wie man es von den vorigen Büchern kennt. Ein Kreuz ist auf dem Cover jeden Bandes anzutreffen. Das lässt auf eine gewisse Zusammengehörigkeit, auf sowas wie Serien-Charakter schließen, passt aber auch gut zum Schauplatz der Wallner-und-Kreuthner-Krimis. Im Allgäu ist der Glaube sicher wichtiger als in manch anderer Region.

Fazit: Mir hat "Karwoche" wieder sehr gut gefallen. Ein spannender und clever konstruierter Fall für die beiden gegensätzlichen, aber sympathischen Ermittler. Gewürzt mit der vertrauten Prise Humor ein echtes Krimi-Vergnügen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch als Hörbuch ein Vergnügen!, 7. November 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Karwoche - Hörbuch - 6 CDs (Audio CD)
"Karwoche" als Hörbuch-Ausgabe war mein zweiter Andreas Föhr-Krimi. Ich war gespannt und auch ein wenig skeptisch, ob das ansprechende Niveau aus "Schafkopf" erneut erreicht werden konnte. Bisher hat Andreas Föhr bekanntlich 4 Titel mit den Ermittlern Wallner und Kreutner veröffentlicht (Der Prinzessinnenmörder - Schafkopf - Karwoche - Schwarze Piste). Die Fälle sind eigenständig und für sich abgeschlossen, man muss die jeweils vorherigen Titel nicht kennen. Hat man aber die Wahl, empfiehlt sich natürlich, die Reihenfolge einzuhalten, da es auch einige (wenige) fallübergreifende Entwicklungen im Privatleben der Ermittler gibt.

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ein Kriminalfall im Umfeld einer Schauspielerfamilie wirklich das ist, was ich mir als naheliegendes Thema für einen bayerischen Regional-Krimi vorstelle, da gäbe es ja bodenständigere Milieu-Alternativen. Doch für den weiteren Verlauf der Handlung ist dieser Umstand erfreulicherweise kaum von Bedeutung, die Familie, in der der Mord passiert, und die Beziehungen der Familienmitglieder stehen im Mittelpunkt, nicht die Schauspielerei.

Der Autor arbeitet, wie auch schon in "Schafkopf", mit Rückblenden in die Vergangenheit. Zunächst fand ich das ein wenig verwirrend. Nach relativ kurzer Zeit ergeben sich aber schon die ersten Verknüpfungen und Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Erzählebenen und man kann der Handlung dann mühelos folgen.

Was die Reizfigur des Polizeiobermeisters Kreutner angeht, sollte man dem Autor die Freiheit zugestehen, mit ihm einen gezielten Kontrastpunkt zum Sympathieträger Wallner zu setzen. Dass Kreutner (wie auch viele andere Ermittler in TV und Literatur) weder als ideales Vorbild für den Polizeidienst taugt noch viel mit der Realität zu tun hat, ist ja offensichtlich - unterhaltsam finde ich ihn dennoch bzw. gerade deswegen.

Andreas Föhr liefert mit "Karwoche" einen originellen, absolut hörenswerten Krimi mit einer bis zur Auflösung spannenden Story ab, der von Sprecher Michael Schwarzmaier wiederum furios in Szene gesetzt wird. Wie differenziert er die einzelnen Charaktere spricht und diese bildlich zum Leben erweckt, ist wirklich höchst unterhaltsam und auch für Nicht-Bayern ohne Probleme verständlich. Ein echter Mehrwert gegenüber dem reinen Lesevergnügen! (Anmerkung: Einzige Ausnahme bildet nur die Erlanger Psychotherapeutin, deren fränkischer Dialekt wirkt gezwungen und wenig authentisch).

Die Hörbuch-Ausgabe beinhaltet insgesamt 6 CDs mit einer Gesamtspieldauer von gut 7 Stunden. Es handelt sich dabei zwar um eine "gekürzte Lesung", jedoch hatte ich nicht den Eindruck, dass hier an irgendeiner Stelle zu sehr gestrafft worden wäre oder irgendwelche zum Verständnis notwendigen Details weggelassen worden wären. Der Fortgang der Handlung ist jedenfalls in sich schlüssig und klar verständlich.

Lokalkolorit und durchaus anspruchsvolle, unterhaltsame Krimiunterhaltung schließen sich nicht aus. Andreas Föhr hat mich auch mit "Karwoche" wieder überzeugt, so dass ich mich schon in Kürze auf die "Schwarze Piste" begeben werde ...

Fazit -> klare Kaufempfehlung!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Provinzkrimi deluxe - nicht nur für Einheimische!, 29. Dezember 2011
Von 
_tintin_ - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
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Um ehrlich zu sein, bin ich nicht die begnadetste Rezensionsschreiberin, was Provinzkrimis angeht. Mit "Hilfreich-Quoten" zwischen 14% und 20% tummle ich mich in der Regel am unteren Ende der Rezensionslisten. Das hält mich aber nicht davon ab, erneut mein Glück zu versuchen. Selbst wenn ich wieder nur Negativklicks ernte, meine Vorliebe für Provinzkrimis und meine ganz persönliche Meinung zu den einzelnen Werken wird sich nicht ändern.

So, genug der Vorrede. Schließlich geht es hier um "Karwoche", Andreas Föhrs neuesten Kriminalroman. Schauplatz ist mal wieder die Gegend rund um den Schliersee, Idylle pur also! Und trotzdem geschehen hier ganz seltsame Dinge. Zum einen ist da Leni Millruth, Tochter einer Schauspielerfamilie, die am frühen Morgen des ersten Weihnachtstags tot im ehemaligen Stall aufgefunden wird. "Sie lag auf dem Boden, umgeben von alten Möbeln, die auf ihre Renovierung warteten. Die Körpermitte war zerfetzt. Ein Gemenge aus Pulloverwolle, Blut und inneren Organen." (S. 7/8). Zum anderen wird bei einer Straßenkontrolle an Gründonnerstag die Leiche von Hanna Lohwerk im Laderaum von Kilian Rauberts Lkw entdeckt. "Sie sah aus wie ein riesiges Insekt. Eine Gottesanbeterin in menschlicher Größe." (S. 28).

Welchen grausamen Zusammenhang es zwischen der Familie Millruth und Hanna Lohwerk gibt, möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen. Jedes Detail, das ich hier verraten würde, würde der Geschichte einen Teil ihrer Spannung rauben, und das möchte ich nicht. Andreas Föhr ist es gelungen, bereits auf den ersten Seiten eine Spannung aufzubauen, die es dem Leser schwer macht, das Buch wieder aus der Hand zu legen - insbesondere dann, wenn man gerade im Oberland verweilt oder dort seine Wurzeln hat. Als "Zuagroaste" kann ich nur sagen, dass mich Andreas Föhrs Krimis, allen voran sein Erstlingswerk "Der Prinzessinnenmörder", zum Erkunden der Region animiert haben.

Kommissar Wallner ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen, ebenso sein schrulliger Vater Manfred - einfach herrlich! Selbst für Kreuthner, seines Zeichens Polizeiobermeister, kann ich mich erwärmen. Auch wenn er mehr Schlitzohr denn ordentlicher Polizist ist.

Alles in allem empfehle ich "Karwoche" gerne weiter. Wer bereits einen der Vorgängerromane kennen und lieben gelernt hat, wird bestimmt nicht enttäuscht. In gewohnter Manier reichen sich auch hier Herzlichkeit, Lokalkolorit und Spannung die Hand. Klasse! Ich kann es kaum erwarten, bis Andreas Föhrs neuer Roman in den Regalen steht (oder bei Amazon verfügbar ist). Aber das wird wohl noch eine Weile dauern...

Einziger, winzig kleiner Kritikpunkt ist in meinen Augen der Epilog. Wer (wie ich) gelegentlich gedankenverloren im Buch blättert, wird die Überschrift nicht übersehen - und viel zu früh wissen, wer der Täter ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute spannende Unterhaltung, 27. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karwoche. Ein Alpen-Krimi, 6 CDs (ADAC Motorwelt-Edition) (Audio CD)
Es macht Spaßt dem Hörbuch zu lauschen. Der Krimi ist spannend und lustig zugleich. Andreas Föhr hat mit seiner Alpen Krimi Reihe eine tolle Krimi Reihe geschaffen, deren Charaktere urig, einzigartig und doch aus dem Leben gegriffen sind.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer diese Feiertage ..., 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
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Hinter einem düsteren Cover verbirgt sich ein launiger Lokalkrimi aus Oberbayern - Wallners dritter Fall.

Und schon wieder ist es Kommissar Wallners Spezi Kreuthner, der die grausige Entdeckung einer Leiche macht, in diesem Fall fast notgedrungen. Bei einer notdürftig durchgeführten Straßenkontrolle (um das Wettrennen, das er sich mit dem kontrollierten Fahrzeug geliefert hat, zu vertuschen), findet er - im Beisein des sich eigentlich auf dem Weg in den Urlaub befindenden Kommissar Wallner und dessen Freundin Vera - eine Frauenleiche.

Damit nimmt das Unheil kurz vor Ostern seinen Lauf, denn Wallner kann nun natürlich auf gar keinen Fall mehr in Urlaub fahren. Zum einen ist er ja Zeuge eines Mordes, und - obwohl im Urlaub - kann die Soko ja nicht auf ihn verzichten. Soviel Selbstlosigkeit muss schon sein.

Wallner hat wieder einmal zu kämpfen mit seinem Opa, der unerlaubterweise einfach die Reise zu seinem Bruder absagt und sich dafür bei der Tafel aufhält. Wallner ist eigentlich eine ernsthafte Figur in diesem Krimi, für den meisten Humor, der zwar durchaus offen zutage tritt, und manchmal auch ein bisschen derb, aber nicht geschmacklos daherkommt, sorgt der Dritte im Bunde, nämlich Wallners Kollege Mike - und nicht zuletzt natürlich der Kreuthner selbst.

Also irgendwie erinnert mich dieses Team an die Münchener "Tatort"-Kommissare, die ebenfalls oft sehr ernsthafte Themen mit teils wirklich trockenem Humor und Mundartlichkeit vermischen. Das ist auch hier der Fall. Denn neben dem eingangs erwähnten Mord an einer jungen Frau, die aufgrund eines Unfalls eine sehr stark entstellende Gesichtsverletzung davongetragen hat, gibt es auch noch Ermittlungen auf dem Anwesen der Schauspieler-Familie Millruth, deren Tochter Leni an Weihnachten gewaltsam zu Tode gekommen ist. Dabei findet der Autor immer eine gute Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor.

Insgesamt auch spannend und mit überraschenden Wendungen geschrieben, locker, eben humorig, aber nicht aufgesetzt lustig, macht dieser Krimi einfach Spaß (und hat im Übrigen wenig gemein mit der mittlerweile eingestellten Krimireihe mit einem deutschen Komiker, zu der Andreas Föhr u. a. die Drehbücher geschrieben hat und die mir gelegentlich etwas zu albern war). Auch wenn die Erzählperspektive manchmal nicht ganz sauber ausgearbeitet ist: Lesenswert, auch für Nichtbayern!

Dies ist der mittlerweile dritte Band um den immer leicht frierenden Kommissar Clemens Wallner, und auch, wenn sich dieser Krimi durchaus gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt, für Interessierte zum Schluss noch eine Auflistung aller bisherigen Bände:

Der Prinzessinnenmörder: Kriminalroman
Schafkopf: Kriminalroman
Karwoche: Kriminalroman
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Hörbuch, 25. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karwoche. Ein Alpen-Krimi, 6 CDs (ADAC Motorwelt-Edition) (Audio CD)
Die Geschichten von Andreas Föhr beginnen meist mit bayerischer Gemütlichkeit, tödlichem Verbrechen, Witz und Charme und enden mit spannenden Wendungen. Der Sprecher liest einfühlsam und authentisch. KARWOCHE ist ein muss für Krimi Fans.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord an Ostern!, 17. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Taschenbuch)
Autorennen am Achenpass: Mit 150 km/h rauschen Polizei­obermeister Kreuthner und sein Spezl Kilian Raubert den Pass Richtung Tegernsee hinab. Bei einem halsbrecherischen Überholmanöver fegt Kreuthner fast ein entgegenkommendes Auto von der Straße – am Steuer ausgerechnet sein Chef, Kommissar Wallner. Kreuthner versucht, die Wettfahrt als dienstliche Aktion zu tarnen, und führt spontan eine Straßenkontrolle durch. Dabei bietet sich den Polizisten ein schockierendes Bild: Im Laderaum von Rauberts Lkw kniet eine Frauenleiche mit grässlicher Fratze...

Kontrollfreak Kommissar Wallner, der nicht ganz recht schaffende Polizeiobermeister Kreuthner und der Berliner Kommissar Mike ermitteln in dieser misteriösen Sache, dabei bewegt sich der kauzige Kreuthner nicht immer auf der legalen Seite mit seinem depperten Gehilfen Schartauer. Gemeinsam versuchen sie, jeder auf seine ganz eigene Weise dem Mörder auf seiner blutigen Reise auf die Spur zu kommen.

Dies war mein erster bayrischer Krimi überhaupt und ich muss sagen dieses Genre ist auf seine eigene Weise Spitze. Gerade die Mischung aus Ermittlungen, Spannung und Humor mit bayrischem Lokalkolorit macht diesen Shmöker zu einem echten Pageturner und man möchte zum einen wissen wer der Mörder ist und auf welche haarsträubende Weise Kreuthner und Wallner des Rätsel's Lösung lüften.
Bis zum Ende weiß man nie genau wer der Mörder ist trotz Spekulationen, und am Ende ist man doch ziemlich überrascht über die Auflösung.
Der Autor hat eine unglaublich gute Erzählweise und aufgrund der Perspektivwechsel steigt man noch tiefer in die Geschichte ein.
Ich werde definitiv mehr von diesem Autor und aus diesem Genre lesen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Familienmord, 14. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Karwoche: Kriminalroman (Broschiert)
Er wächst einem fast so langsam ans Herz, der Leonard Kreuthner.
Nein, nicht wegen seiner Ecken und Kanten, sondern trotz seiner Ecken und Kanten. Bei weitem gilt für diesen oberbayrischen Polizisten nämlich nicht 'Raue Schale, weicher Kern', sondern der Kern ist ebenso rau, wie die Schale, zudem halbseiden und ein wenig dumpf im Handeln. Fettnäpfchen lässt er gerne mal nicht aus und im Herausreden hat er seine wahren Stärken.

'Vielleicht sollten Sie ihm mal eine Therapie spendieren, er macht einen recht wirren Eindruck', rät zumindest eine Zeugin im Buch dem ermittelnden Kommissar und ganz unrecht hat sie da nicht. Ein wenig erhellend wirkt da der Einschub der Kreuthnerschen Familiengeschichte, die ein wenig klärt, in welcher Ahnenreihe Leonard Kreuthner sich befindet und damit auch ein wenig seines Wesens näher beschreibt.

So auch gleich zu Beginn des Buches, in dem er auf der Landstrasse nach Tegernsee nach einer Wette mit seinem alterschwachen Passat ein Rennen gegen einen Kumpel fährt und dabei sich, den Bekannten und, vor allem, seinen Vorgesetzten, Kommissar Wallner (der nichtsahnend und wohl gelaunt mit seiner neuen Liebe Vera auf dem Weg ins lange Osterwochenende am Gardasee sich befindet) in äußerste Lebensgefahr bringt.

Flugs wird das Rennen von Kreuthner zur 'allgemeinen Verkehrskontrolle' erklärt. Wie erstaunt stehen aber Kreuthner, Wallner und der Fahrer des am Rennen beteiligten Lieferwagens dann vor der 'Ladung'. Eine weibliche Leiche. Und ein Fahrer des Lieferwagens, der sich äußerst verdächtig benimmt. Nun ist ein solcher Leichenfund an sich nicht alltäglich am Tegernsee, die weiteren Ermittlungen aber bringen noch ganz andere Dinge zum Vorschein, an denen mehr Personen beteiligt sein werden, als man vorher denkt.

Wallner zumindest, trotz Urlaub, kann sich kaum losreißen von den Ermittlungen. Die Familie Millruth, Schauspieler und wohlhabend am Schliersee residierend, hat zumindest eine intensive Verbindung zur Toten gehabt (und selber einen ominösen Todesfall vor kurzem in der Familie erlebt). Und was ist eigentlich mit dem verschwundenen, ehemaligen rumänischen Hausmädchen der Millruths? Ereignisse tauchen auf, die Jahre zurückliegen und doch ihre Spuren für die Gegenwart hinterlassen haben. Ereignisse, die Kreuthner versucht, hilfreich zu lösen. Da ihm ein Disziplinarverfahren droht, will er dem einzigen Zeugen 'Wallner' doch gut sein und zur Hand gehen und tappt prompt in die nächsten Fettnäpfchen.

Während Wallner nicht locker lässt und sich so langsam in das Dickicht der Geschehnisse (die von Föhr in drei Zeitebenen erzählt werden) vortastet. Vor 15 Jahren fing wohl alles an, am letzten Weihnachten bei Millruths fand es eine Fortsetzung, die bis in die Gegenwart reicht. Das alles geschieht ein wenig zum Leidwesen des eigentlich ermittelnden Kommissars Mike Hanke, der erst langsam seine Rolle in diesem Wirrwarr findet und einsieht, dass man einen Kommissar Wallner trotz dessen Urlaub nicht außen vor lassen kann. Nebenbei muss sich Wallner zwar auch noch um seinen merkwürdig sich verhaltenen Großvater kümmern, aber das fällt schon kaum noch ins Gewicht bei all den persönlichen Verwicklungen, die mehr und mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rücken.

Andreas Föhr gelingt es mit seinem Stil, mit wenigen, kantigen Sätzen Personen und Orte zu beschreiben. Wenige Worte nur, und auch der nicht ortskundige Leser kann sich unter 'Hausham' etwas vorstellen, spürt durch das Buch eine greifbare Atmosphäre des kleinen Ortes. So auch im Blick auf die Personen des Buches. Weniger seitenweise Erläuterungen bietet Föhr, um das Innere seiner Figuren näher vorzustellen, allesamt erklärt sich das Wesen der Figuren durch deren Handeln, die Art, zu sprechen, die Form, in der Dinge angegangen und Dialoge geführt werden. Und ebenso zugleich ergibt sich eine erkennbare, regionale Atmosphäre der Gegend um Tegernsee, Schliersee und Miesbach herum, die einfach stimmig und nie übertrieben wirkt.

Gepaart mit einem wiederum sorgsam aufgebauten Fall, vielen Spuren und einem nicht umwerfend, aber doch durchaus noch mit Überraschungen versehenem Ende, weiß Föhr wieder einmal gut zu unterhalten. Auch wenn die Art seines Herangehens an seine Geschichten nun doch aus den letzten beiden Büchern heraus bekannt ist und sich nicht geändert hat. Ereignisse auf drei Zeitschienen (ferne Vergangenheit, jüngere Vergangenheit, Gegenwart) und ein 'vor sich hin Machen' der diversen Figuren mit leicht mangelnder Abstimmung sind ein Schema, dass durchaus auch in diesem Buch wiederum gut funktioniert.
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Karwoche. Ein Alpen-Krimi, 6 CDs (ADAC Motorwelt-Edition)
Karwoche. Ein Alpen-Krimi, 6 CDs (ADAC Motorwelt-Edition) von Andreas Föhr (Audio CD - 11. September 2013)
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