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62 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, mitreißend, spannend!
Der Kriminalkommissar und Tatortanalytiker Axel Petermann berichtet aus 30 Jahren Arbeit bei der Bremer Kriminalpolizei. Auf 300 Seiten breitet er fünf Fälle aus verschiedenen Stationen seiner Polizeikarriere aus. Dabei schreibt er in kurzem, prägnantem und klarem Stil, ähnlich wie ein Polizeiprotokoll, angereichert durch seine eigene Sicht, seine...
Veröffentlicht am 17. Mai 2010 von Kollege

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber der Untertitel stimmt nicht
Ich will mich den zahlreichen Rezensionen anschließen, die das Buch gut fanden - aber ebenso haben die kritischen Stimmen auch recht.

Das Buch gibt in nie gesehenem Ausmaß Informationen darüber, wie ein Kriminal-Kommissar arbeitet. Aber es zeigt wenig bis fast nichts über die Arbeit eines Profilers.
Viele Details, die sich so lesen,...
Vor 24 Monaten von Klabund veröffentlicht


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62 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, mitreißend, spannend!, 17. Mai 2010
Der Kriminalkommissar und Tatortanalytiker Axel Petermann berichtet aus 30 Jahren Arbeit bei der Bremer Kriminalpolizei. Auf 300 Seiten breitet er fünf Fälle aus verschiedenen Stationen seiner Polizeikarriere aus. Dabei schreibt er in kurzem, prägnantem und klarem Stil, ähnlich wie ein Polizeiprotokoll, angereichert durch seine eigene Sicht, seine Gedanken, Vermutungen, Ahnungen und auch Irrwege auf der Suche nach dem Täter und seiner Motivation. Petermann nimmt seinen Leser mit auf eine Reise durch die Kriminalfälle, und sogar darüber hinaus. Die beschriebenen Verbrechen haben sich tatsächlich so zugetragen, was einen großen Teil der Faszination des Buches ausmacht.

Petermann schafft es in seinem Buch durch seine ruhige, unaufgeregte, professionelle Erzählweise, den Leser mit an den Tatort zu nehmen, beschreibt in allen Einzelheiten, was er selbst dort vorgefunden hat und was er daraus folgert. Von der naheliegenden Frage "Wer hat das getan?" wechselt Petermann schnell auf eine weitere Ebene: Ihn interessiert, was den Täter angetrieben hat, wo seine Motivation lag. "Wieso hat ein Täter genau so gehandelt?" - das wird zu Petermanns zentraler Frage. Er will verstehen, warum etwas genau so geschehen ist und nicht anders. Sein einziger Zeuge ist dabei oft stumm. Es ist allein der Tatort und die Art, wie der Täter sich dort verhalten, wie er die Szenerie komponiert und arrangiert hat.

Der Leser wird von Petermann aber nicht nur durch die Mordfälle geführt und dabei manchmal nicht mit unappetitlichen Einzelheiten verschont. Der Autor gibt nebenbei auch etwas Nachhilfe in Kriminalistik, Ermittlungstaktik und - das vielleicht Spannendste an dem Buch - seine eigene Gedankenwelt. So führt er den Leser manchmal Jahrzehnte nach Abschluss des Falles noch einmal zurück, an einen Tisch im Gefängnis, wo er sich mit dem verurteilten Mörder nochmals über Einzelheiten der Tat und seine Motive unterhält.

Mein Fazit: Ich habe dieses Buch an zwei Abenden gelesen. Der Inhalt und die Erzählweise haben mich dabei ähnlich gefesselt und fasziniert wie Ferdinand von Schirachs Verbrechen. Der Schreibstil Petermanns ist manchmal schnell und spannend, zwischenzeitlich zieht sich die Betrachtung eines Falles aber auch, vor allem dann, wenn falsche Spuren verfolgt werden. Auf diese Weise schafft der Autor aber - und das ist eine weitere Stärke - Authentizität, denn auch die Ermittler durchleben bei einem Mordfall diese Phasen von Schnelligkeit und Stillstand. Die ausgewählten Fälle sind spannend und erschreckend zugleich, jeder für sich völlig anders, was Tathergang und Motivation des Täters anbelangt. Die einzige Schwäche des Buches ist, dass es zu kurz ist. Außerdem sollte der Leser keinesfalls erwarten, nach Ende des Buches zu wissen, was das Böse ist. Es wird eher komplizierter.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegengift zum Krimiwahn, 6. August 2010
Von 
W. Wiegand (Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Achtzig Prozent aller Mörder in Kriminalromanen sind hochintelligente Serienmörder, die immer weiter ihre monströse und mysteriöse Blutspur ziehen, während die Polizei sie um den Erdball jagt, am Ende sogar dem Kommissar selbst auflauern. Achtzig Prozent (eigene Schätzung) aller REALEN Mörder sind Männer, die im Suff ihre eigenen Frauen umbringen. Mordwaffe Nummer eins ist übrigens das gute, alte Küchenmesser.

Auch wenn Petermann natürlich zweifellos die interessanteren Fällen aus seiner langjährigen Tätigkeit als Mordermittler und Profiler bzw. Fallanalytiker für sein Sachbuch herausgesucht hat (also nicht die Konstellation Mann-Schnaps-Küchenmessser), beleuchtet er eben die Realität der polizeilichen Arbeit und darin liegt für mich der Charme solcher Bücher: Einem vor Augen zu führen, dass Krimis die modernen Geschichten aus Tausend und Einer Nacht sind und Medienkampagnen über Verbrechen oft ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit liefern. Eine Zahl aus Petermanns Buch: In Deutschland werden ca. 10 Sexualmorde pro Jahr begangen. Wer hätte das gedacht? Wo doch die Zeitungen mit den grossen Buchstaben anscheinend von einer Flut von grausigen Fällen berichten?

Ich habe auch noch die Bücher von Thiess und Wilfing gelesen und ich finde Petermanns Buch mit Abstand am besten. Es ist uneitel, unaufgeregt, sachlich und zugleich so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es ist zugleich reflektierter und stilistisch ansprechender als die beiden anderen und enthält eine Menge Informationen zur Tatortanalyse und Spurenauswertung, die zumindest ich als Nicht-CSI-Dauerseher nicht kannte. Dabei ist es für Laien absolut verständlich.

Warum Menschen Böses tun, kann wohl auch Petermann nicht restlos erklären. Dafür aber, wie man ihnen danach auf die Schliche kommt mit einer wissenschaftlichen Apparatur, Zähigkeit und Kombinationsgabe, die selbst Sherlock Holmes hätte alt aussehen lassen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber der Untertitel stimmt nicht, 27. Mai 2011
Ich will mich den zahlreichen Rezensionen anschließen, die das Buch gut fanden - aber ebenso haben die kritischen Stimmen auch recht.

Das Buch gibt in nie gesehenem Ausmaß Informationen darüber, wie ein Kriminal-Kommissar arbeitet. Aber es zeigt wenig bis fast nichts über die Arbeit eines Profilers.
Viele Details, die sich so lesen, als ob man streckenweise einfach nur in einer Ermittlungsakte blättert. Das macht das ganze realistisch. Aber es geht im Buch eben vorwiegend um ganz normale KriPo-Arbeit - und nicht mehr.

Dennoch ein interessantes Buch, das trotz trockener Abhandlungen - zumindest auf mich - nicht langweilig wirkte. Aber mit Profiling hat es eben fast nichts zu tun.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut zu empfehlen wenn ..., 1. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Auf der Spur des Bösen, 4 CDs (VOX CRIME EDITION) (Audio CD)
... man die Art Thriller mag, wie sie beispielsweise Simon Beckett schreibt.
Mir persönlich hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen. Ich mag die Art der Erzählung und habe viel für Hintergrundinformationen übrig. Wer blumige Geschichten bevorzugt wäre von diesen CDs eher enttäuscht.
Hier kann man nicht nur gefesselt werden, sondern lernt auch noch einiges dazu. Es gibt also auch eine Menge an rein faktischen, sachlichen Einzelheiten. Die CDs sind spannend, aufschlussreich, hochgradig interesant und informativ -
da mir auch die Stimme und Art der Erzählung sehr angenehme waren, bekommt das Gesamtpaket von mir auch die volle Punktzahl!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auf der spur der wahrheit - das wäre der bessere titel, 19. Juli 2010
Von 
Dieses Buch ist alles andere als platt. Es wird auch keine reine Sensationsgier befriedigen. Im Gegenteil: Axel Petermann blickt bei jedem seiner Fälle hinter die Kulissen des vermeintlich "Bösen". Dabei gibt er dem Leser viel Persönliches preis. Er beschreibt nicht nur seine Gedanken und Gefühle - sondern auch wie er die Puzzleteile zu einem logischen Ganzen zusammenfügt, das ihn schließlich zum Täter führt.
Petermann ist kein abgebrühter Ermittler wie man ihn aus amerikanischen Filmen kennt. Er ist bescheiden und unaufgeregt. Er verurteilt die Täter nicht. So einfach macht er es sich nicht - und uns auch nicht. Er versucht, zu verstehen. Und entlarvt dabei das "Böse" als etwas abgrundtief Menschliches, das leider in jedem von uns steckt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drehbuchvorlage für "Tatort Frankfurt", 12. September 2011
Ich möchte mich den zahlreichen sehr guten Rezensionen anschließen: "Auf der Spur des Bösen" ist ein sehr einfühlsames Buch, das sich allein schon deshalb sehr positiv von den anderen Werken dieses Genre unterscheidet: Keine Befriedigung reiner Sensationsgier und keine Klischees. Stattdessen ausführliche und sachliche Informationen zu den Hintergründen der Fälle und den Motiven der Täter. Axel Petermann lässt uns beim Lesen in seine Gedankenwelt eintauchen, erläutert die Spuren der Tat, blickt dabei stets über den Tellerrand und erläutert den interdisziplinären Ansatz bei der Bearbeitung von Gewaltverbrechen. Dabei schaut er jedes Mal hinter die Kulissen des vermeintlich "Bösen", stellt dabei auch klar, dass es auch häufig menschliche Unzulänglichkeiten und Trägödien sind, die die Täter zu "Mördern" werden ließen, ohne dabei das Leid der Opfer zu verschweigen. Tragische Konstellationen, die auch menschlich sind und viele von uns in ähnlichen Situationen treffen könnten.Denn das Böse gehört wie das Gute zum Leben dazu und ist Teil von uns.
Mir gefällt dieunaufgeregte und bescheidene Art des Autors beim Schreiben. Auch, dass er nichts beschönigt und sich auch nicht scheut, eigene Fehler und Irrwege zu erwähnen.

"Auf der Spur des Bösen" - ein sehr empfehlenswertes Buch. Kein Wunder, dass mehrere Episoden Drehbuchvorlagen für den "Tatort Frankfurt" um Nina Kunzendorf und Joachim Król sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Spur des Bösen, 28. Januar 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Dem interessierten Leser werden Hintergrundinformationen über die Arbeit zur Aufklärung von Verbrechen gegeben. Das Buch ist spannend, aber sachlich erzählt. Man erfährt etwas über die Arbeit eines "Profilers", über die man eigentlich keine richtige Vorstellung hat. Es ist richtig und eigentlich ist es auch gut so, dass "Otto Normalverbraucher" nicht weiß, wie tief menschliche Abgründe sein können. Die im Buch geschilderten Fälle lassen den Leser frieren. Hut ab vor all jenen, die in die Aufklärung von Verbrechen einbezogen sind - Routine hin oder her!
Sehr lesenswert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eindringlich und erschreckend, 29. Oktober 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Beim Lesen des Buches erschrickt man darüber, wie schnell sich innerhalb von Sekunden das Leben von ganzen Familien ändert - wie aus einer Banalität ein Verbrechen entsteht und dadurch nichts mehr ist wie vorher.
Es sind nicht die spektakulären Fälle, die man aus der Presse kennt oder die in Krimis leinwandgerecht aufbereitet dem Publikum serviert werden.
Der Autor erzählt von relativ unspektakulären, "kleinen" Fällen aus oft unteren Bevölkerungsschichten, er erzählt von Taten, die sehr oft alkoholisiert begangen wurden. Axel Petermann schont den Leser nicht: Er schildert alle blutigen,brutalen Details rund um das Opfer und den Tatort; wir erfahren Näheres über Obduktionen und mühselige Ermittlungsarbeit - die auch schon mal in die Irre führt.
Manchmal hätte ich mir mehr Details zu den Beweggründen gewünscht, z.B. bei Beziehungstaten, aber dies hätte wahrscheinlich den Rahmen des Buches gesprengt. Und manchmal waren es mir zu viele Erklärungen zur Ermittlungsarbeit, dadurch fehlte dann die Spannung - und deswegen vergebe ich nur 4 anstatt 5 Sterne.

Aber Vorsicht: Für zartbesaitete Leser ist dieses Buch weniger geeignet, es ist auch kein "Gute-Laune-Buch" für den Urlaub.

Fazit: Interessanter Einblick in das Leben eines Profilers, gerade durch diese unspektakulären Fälle lernt man viel über den Ablauf der Ermittlungsarbeiten und über Parallelwelten in unserer Gesellschaft, mit denen man bisher eigentlich wenig zu tun hatte....
Hut ab, Herr Petermann, vor Ihrer Leistung im täglichen ungeschminkten Leben!
Empfehlenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Böse hinterlässt immer Spuren..., 21. August 2012
Von 
Michael Sterzik (Osnabrück) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Schon von Kindesbeinen an, werden uns die verschiedenen Facetten und die Gesichter des Bösen anschaulich erklärt. In Märchen, Fabeln, Legenden, ja selbst der Priester in der Kirche spricht manchmal von seiner Kanzel herab, dass Böse zu widerstehen und für das Gute einzutreten. Erst im Laufe unserer geistigen Entwicklungen wird uns klar, dass „Böse“ ein Meister der Tarnung sein kann und durchaus die Grenzen zwischen Gut und Böse oftmals fließend sind.

Wo fängt Schuld an und wo endet Sühne? Für die Beamten der Mordkommissionen stellt sich die Frage wahrscheinlich öfters. Das Grauen, was sie in ihrem Beruf erleben, lässt sich manchmal in dunklen Nächten nicht verdrängen, so das Bilder vom Tatort, das Opfer, der Geruch einer Leiche und ganz sicher auch die Verzweiflung der Angehörigen, die Ermittler auf lange Sicht begleiten.

Inhalt

Axel Petermann, der Autor des vorliegenden Buches ist Kriminalbeamter mit eine langjährigen Erfahrung und einer der ersten und besten Profiler die es in Deutschland gibt. Sein Interesse das Verhalten des Täters zu analysieren, es zu dokumentieren und sich mit den kleinsten Details des Tatortes zu beschäftigen legte den Grundstein zu seiner jetzigen Position. Der Bremer Polizist beschäftigt sich permanent mit den Tatorten und den Leichen, sucht aber auch die Täter im Gefängnis auf und spricht über ihre Beweggründe, ihre Motivation. Gerade dieses auch sehr menschliche Verstehen wollen, ist hilfreich um den Täter als Menschen zu sehen, ob nun böse oder nicht, sei erstmal dahingestellt. Wichtig ist es für Axel Petermann einen Blick hinter die geistigen Kulissen des Mörders zu werfen um aus dessen Verhalten lernen zu können. Die Beweggründe der Tat sind vielfältig, psychische Krankheiten, moralische oder ethische Gründe, aber natürlich wird auch gemordet aus Gier, Rache, Neid usw, die sieben Todsünden tauchen immer wieder auf.
„Ich weiß nicht, was das Böse ist“ sagt Axel Petermann, und auf den ersten Blick wirkt dieser knappe, persönliche Feststellung für den Leser verwirrend, doch nach und nach offenbart sich der Sinn und der Kern dieser Aussage. Der Profiler sucht nach der Spur des Bösen, und analysiert mit wissenschaftlichen Methoden den Tatort, sucht nach Indizien und nach Kleinigkeiten die ausschlaggebend sein können.

Der Profiler weiß, dass das Sichten des Tatortes, der zeitliche Ablauf der Tat usw. primär wichtig sind und eine einmalige Möglichkeit darstellen den ersten Ansatz zu finden. Vergisst oder übersieht der Beamte etwas, so ist es auf immer verloren.

Der Autor Axel Petermann, auch für die Fernsehserie des ARD „Tatort“ als Berater tätig ist, erklärt seine tägliche Arbeit anhand von sieben, gelösten Mordfällen. Dabei schildert er diese Fälle recht schonungslos, er beschönigt nichts und gibt auch persönliche Fehler zu, aus denen er gelernt hat. Es sind sehr unterschiedliche Mordfälle, deren Täter ganz ungleiche Motivationen antrieb. Das ca. 90% aller Morde aufgeklärt werden, klingt erstmal recht zuversichtlich und positiv, andererseits vermutet allerdings Axel Petermann, dass die Dunkelziffer nicht erkannter Morde um ein vielfaches höher läge. Die Aussage: „Wenn auf deutschen Friedhöfen bei jedem verstorbenen der dort liegt und nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, eine Kerze brennen würde, dann wäre der Friedhof in einer dunklen Nacht, ein ziemlich erleuchteter Ort“, stimmt sehr nachdenklich. Es scheint, dass viel vertuscht wird, und natürlich das aus Kosten- und Zeitgründen weniger Leichen auf den Tischen der Pathologie landen, als es sein müsste, hier als eine glaubwürdige Erklärung gilt.
Was absolut positiv ist, dass der Autor die Täter nicht als „Bestien“ oder als das personifizierte Böse identifiziert, sondern den Menschen als komplexen und fühlenden Wesen erkennt. Alles andere wäre auch zu einfach, und sagen wir es ruhig, es wäre unzivilisiert.

Sein persönlicher Umgang und der seiner Kollegen glorifiziert er in keinem Kapitel. Kriminalbeamte sind Menschen, sie machen Fehler, sie verzweifeln, sie haben Ängste und erleben in ihrem Beruf immer wieder Situationen die sie psychisch an ihrer Grenze bringen. Ihre Eindrücke können sie nur bedingt, professionell verarbeiten, hier entwickelt sich schnell Ironie und Zynismus, die helfen solche Erlebnisse abzuschwächen. Ein einfacher und effizienter Schutzmechanismus.

All diese kleinen Szenen bilden in der Gesamtheit ein sehr gutes Buch und geben eine gute und umfassende Momentaufnahme ab. Es räumt auf, mit Vorurteilen die sich immer wieder in Film und Fernsehen, aber auch in der Krimi- und Thriller-Literatur wiederfinden.

Fazit

„Auf der Spur des Bösen“ von Axel Petermann ist der Ansatz und der Eindruck, dass man das „Böse“ nicht einfach finden kann, indem man Spuren verfolgt. Vielmehr stellt sich doch die Frage: Was ist der Auslöser? Wie wird Kriminalität erzeugt und ist nicht auch die Summe unserer Zivilisation, bzw. die ansteigende Armut und die Unzufriedenheit, der tägliche Druck die die Bürger empfinden, der Grund für Verzweiflung? Gewalt ist immer ein Ventil, für Menschen die aus welchen Gründen auch immer, keinen Ausweg aus ihrer Sackgasse finden, doch an solchen Tragödien ist nichts sensationelles wie es uns die Medien immer wieder unterhaltsam präsentieren wollen – Es ist das Leben, so krank psychisch und physisch es auch sein mag.

„Auf der Spur des Bösen“ ist ein authentisches Buch, ohne Sensationsgier mit einem Autor der nüchtern und vor allem sachlich beschreibt, wozu Menschen fähig sind. Hier steht das Opfer wie auch der Mensch im Fokus, mit all seinen komplexen Fehlern, und das Buch zeigt sehr deutlich, dass es fühlende Menschen sind bzw. waren.
Das „Böse“ ist und bleibt individuell, es versteckt sich, tarnt sich und offenbart sich manchmal – und es ist komplizierter als es uns wirklich lieb ist. Ein Großartiges Buch.

Michael Sterzik
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auf der Spur des Bösen, 5. September 2011
Herrr Axel Petermann hat in seinem Buch einige seiner Erlebnisse aus der Berufslaufbahn spanned beschrieben. Es zieht einem so in den Bann, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Man lebt mit Täter und dem Profiler mit. Schlüpft in das Buch und erlebt die Tatorte so, als wäre man selbst vor Ort. Ich bin begeistert !!! Lg Silvana
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Auf der Spur des Bösen, 4 CDs (VOX CRIME EDITION)
Auf der Spur des Bösen, 4 CDs (VOX CRIME EDITION) von Axel Petermann (Audio CD - 1. April 2012)
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