Kundenrezensionen


4 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funktionale Druckbetankung, 7. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Durchstarten mit Scala (Broschiert)
Funktionale Druckbetankung

Die objektfunktionale Sprache Scala macht in letzter Zeit immer häufiger von sich reden. Das liegt nicht zuletzt an Typesafe, der vor kurzem von Scala-Erfinder Martin Odersky und Akka-Entwickler Jonas Bonér gegründeten Firma, die sich auf die kommerzielle Entwicklung der Sprache konzentriert. Mit ihrer Kombination aus der von Java vertrauten Objektorientierung und der für viele noch ungewohnten funktionalen Programmierung ist Scala eine vielversprechende Sprache für alle Projekte, für die man traditionell Java verwenden würde.

Den Einstieg zu finden ist jedoch nicht ganz leicht. Das große Referenzwerk "Programming in Scala" erklärt zwar jede Eigenschaft der Sprache verständlich und umfassend, wird manchem aber als zum Kennenlernen zu umfangreich erscheinen. Nicht jeder hat die Zeit, sich für einen ersten Eindruck durch solch einen Wälzer zu arbeiten.

Nur das Wesentliche

Diese Lücke versuchen Heiko Seeberger und Roman Roelofsen mit ihrem Buch "Durchstarten mit Scala" zu schließen. Anstatt wirklich alles in der Tiefe zu bearbeiten, zeigen sie anhand eines Beispielprogramms die typischen Dinge, mit denen es ein Scala-Neuling zu tun haben wird.

Um es vorweg zu nehmen: Die Autoren erreichen ihr Ziel. Wer den Beispielen folgt, hat am Ende der Lektüre ein funktionierendes Programm und unterwegs einiges erlebt. Aber auch bei einem Sprint kann der Weg das Ziel sein. Sehen wir ihn uns an.

Für die noch Unentschlossenen gibt es im ersten Kapitel eine kurze Heranführung an das Thema Scala. Was ist das eigentlich, und warum sollte man es benutzen? Auf das "Was" und "Warum" folgt direkt das "Wie": Neben dem Compiler selbst, den Buildwerkzeugen Ant, Maven und SBT, werden auch die Plugins für die IDEs Eclipse und IDEA gezeigt.

Das Beispielprogramm, das sich fast durch den gesamten Rest des Buches zieht, heißt ScalaTrain und ist ein Tool zur Reiseplanung mit dem Zug. Eine tatsächliche Abfrage von Fahrplänen der Deutschen Bahn würde natürlich zu weit führen, aber dennoch ist das Programm mehr als nur ein größeres "Hello World". Die Autoren schaffen es die meiste Zeit, ihre Themen anhand dieses Programms zu erklären und müssen nur selten auf "künstliche" Beispiele ausweichen. Zu Beginn wird die Anwendung nur sehr kurz vorgestellt, die konkreten Features werden erst im weiteren Verlauf detaillierter erklärt. Gegen Ende des Buches wird es auch algorithmisch ein bißchen interessant: Die in den vorigen Kapiteln erlernten Fähigkeiten von Scala werden zusammengeführt, um mögliche Zugverbindungen zu ermitteln, wenn es keine direkten Verbindungen gibt.

Probieren und dann erst Studieren

Es kommt dem Ausprobieren durch den Leser sehr entgegen, dass viele Dinge direkt in der Scala-Konsole (REPL - Read Eval Print Loop) gezeigt werden, bevor sie in die Beispielanwendung integriert werden. So kann man grundlegende Dinge wie Typen, Funktionen oder das Arbeiten mit Collections schnell nachvollziehen. Das "Aha-Erlebnis" kommt oft schneller, wenn man das Ergebnis auf dem eigenen Bildschirm sieht.

Von Java...

Nach den Grundlagen wie Variablen, Konstanten und Methodendefinitionen werden Java-Entwickler sanft abgeholt, indem es erst einmal um bekannte Konzepte wie Objektorientierung geht. Hier ist Scala Java am ähnlichsten. Hin und wieder weisen die Autoren auf externe Quellen hin, um Dinge wie OO zu erklären. Dennoch richtet sich das Buch eindeutig an Entwickler, die Java sowohl als Sprache wie als Plattform schon kennen.

Nach diesen Grundlagen wird das Unit-Test-Framework specs kurz vorgestellt. In den restlichen Kapiteln werden alle Teile der Beispielanwendung dann auch gleich mit entsprechenden Tests ausgestattet. Auch das hilft beim eigenen Ausprobieren.

...nach Scala

Ab hier geht es Schritt für Schritt tiefer in "richtiges" Scala: Erste Gehversuche mit funktionaler Programmierung und Scalas funktionalen Collections, Traits und Pattern Matching. Diese Themen sind zunehmend anspruchsvoller, aber dennoch meist verständlich erklärt und gut in das Beispiel integriert.

Abgerundet wird das Buch durch Kapitel über Implicits (implizite Parameter und Funktionen), fortgeschrittene Teile des Scala-Typsystems (z.B. View Bounds) und die oben erwähnte Funktion zur Ermittlung von Zugverbindungen. Hier wird die Mächtigkeit von Scalas objekt-funktionalem Ansatz deutlich gemacht.

Licht und Schatten

So weit klingt das alles ziemlich gut, aber hat "Durchstarten mit Scala" auch Schwächen? Ein paar schon. Hin und wieder merkt man, dass es in ziemlich kurzer Zeit geschrieben wurde. Die in jedem Buch unvermeidlichen Tippfehler bringen den Leser gefühlt ein wenig häufiger als üblich ins Stolpern, was dem Lesevergnügen aber keinen großen Abbruch tut.

Ein zweites Problem sind die in der zweiten Buchhälfte häufiger werdenden Einschübe. Die Autoren biegen vom gerade behandelten Thema ab, um zwischendurch etwas anderes zu erläutern. Dabei handelt es sich zwar jeweils um etwas, das für das Verständnis des Kapitels notwendig ist. Danach ertappt man sich jedoch öfters beim Zurückblättern, um herauszufinden, worum es eigentlich gerade ging. Hier wäre an einigen Stellen ein etwas anderer Aufbau vielleicht besser gewesen, aber wahrscheinlich wäre das Buch dadurch auch deutlich umfangreicher geworden.

Mit gut 200 Seiten ist es nämlich ungewöhnlich dünn. Daher werden besonders die tiefergehenden Themen nur angerissen. Auch interessante Libraries wie ScalaZ und das Lift Web Framework können im letzten Kapitel nur kurz vorgestellt werden. Das sollte dem Buch aber nicht als Schwäche ausgelegt werden, denn es ist schließlich eine Einführung, und kein Referenzwerk.

Fazit

Am Ende bleibt ein wenig Schatten, aber viel Licht. Das Buch ist auf jeden Fall eine gelungene Einführung in Scala. Wer den Beispielen aufmerksam folgt, kann hinterher durchaus schon selbst in die Entwicklung mit Scala starten. Alle wichtigen Elemente der Sprache und der funktionalen Programmierung werden zumindest so weit erklärt, dass man loslegen kann. Auch für die fortgeschrittenen Themen ist man vorbereitet: Man weiß mit Sicherheit genug, um die richtigen Suchbegriffe zu finden.

Meine Empfehlung lautet: Wer in Scala hineinschnuppern will, oder sich auch schon entschieden hat, damit zu arbeiten, ist mit diesem Buch als Einstieg bestens bedient. Im Anschluss daran bieten sich zahlreiche Artikel im Netz an, und natürlich "Programming in Scala".

Carl-Eric Menzel

(Bevor ich das Buch gekauft/gelesen und die Rezension geschrieben habe, habe ich freundlicherweise auf der JAX ein Exemplar vom Verlag bekommen.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute und leicht verständliche Einführung in Scala, 18. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Durchstarten mit Scala (Broschiert)
Hab mir das Buch vor kurzem gekauft und in 3 Tagen gelesen. Natürlich kann ein Buch wie dieses hier nicht jedes Detail zu Scala erklären. Dazu sollte jeder Scala Entwickler Programming In Scala lesen. Für den Einstieg ist dieses Werk aber nicht so gut geeigent wie ein leicht nachzuvollziehendes Tutorial wie es "Durchstarten mit Scala" vorlegt.
Die Beispiele sind leicht zu verstehen und die Erklärung der wichtigsten Konzepte sind stets gut verständlich - Programmierkenntnisse und zumindest Grundlagen in Java vorausgesetzt.

Es gibt mittlerweile einige Scala Bücher auf dem Markt und ich hab bisher noch kein schlechtes gelesen, aber für den Einstiegt scheint mir momentan "Durchstarten mit Scala" am besten geeignet zu sein. Danach kann man dann auf andere Werke wie Programming In Scala, Programming Scala: Scalability = Functional Programming + Objects (gibt es auch online auf der Verlagswebsite) und Scala für Umsteiger zurückgreifen.

Das hier besprochene Buch liefert einem auch ausreichend Grundlagenwissen um Projekte wie Akka oder Lift zu verstehen.

Was jetzt auf den Scala Buchmarkt noch fehlt ist ein Kochbuch im Stil von Ruby Cookbook (Cookbooks (O'Reilly))

Fazit: Für Scala Einsteiger auf jeden Fall ein klarer Kauf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abheben mit Scala, 12. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Durchstarten mit Scala (Broschiert)
Meiner Meinung nach ist den Autoren und dem Verlag mit dem Buch "Durchstarten mit Scala" ein großer Wurf gelungen. Unter der nach und nach anschwellenden Scala-Literatur ist es bislang das einzige Werk am Buchmarkt, das die Programmiersprache im Zusammenspiel mit einer Entwicklungsumgebung, einem Build-Werkzeug und Testwerkzeugen erklärt. Und das Scala-Framework Lift findet auf den 200 Seiten auch noch Platz! Das Anwendungsbeispiel ist anschaulich und lädt zum Nachprogrammieren ein. Ich finde, ein tolles Buch! Für mich steht es ohne Zweifel auf Platz 1.

Was mir allerdings fehlt, und seltsamerweise auch in keinem anderen der Scala-Bücher zu finden ist, wäre der Zugriff mit Scala auf Datenbanktabellen. Ein zusätzliches Kapitel, das zeigt, wie die Daten von ScalaTrain in eine Datenbank (z.B. SQLite) abgelegt und von dort wieder ausgelesen werden, wäre eine richtige Bereicherung des Buches von Seeberger und Roelofsen gewesen. Ich wünsche dem Buch eine erweiterte zweite Auflage!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schnellstart für Profis, 10. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Durchstarten mit Scala (Broschiert)
Zu Scala gibt es mittlerweile einige umfassende Werke, allen voran Martin Odersky's Programming In Scala - einzig ein Werk, dass den schnellen, praxisnahen Umstieg auf Scala zum Ziel hat, hatte bis jetzt gefehlt.

"Durchstarten mit Scala" richtet sich hier bei ganz klar an (Java-)Entwickler, die schnell mit der Sprache produktiv werden möchten. Das wird direkt am Anfang des Buches klar: Schon bevor es mit der Sprache Scala an sich losgeht, widmet sich ein kurzes Kapitel den Tools der Scala-Umwelt. Neben dem Umgang mit dem Compiler selbst wird auch auf die Integration von Scala in Maven und zentral auf das Scala-Werkzeugt sbt eingegangen. Dies setzt sich durch das ganze Buch fort und so lernt der Leser quasi nebenbei noch den Umgang mit gängigen Bibliotheken für Testing, Validierung, Integration von Java-Bibliotheken und erhält kurze Einblicke in einige wichtige Scala-Frameworks.

Den roten Faden des Buches bildet eine Beispielapplikation zur Reiseplanung, die im Verlauf entwickelt und um Features ergänzt wird. Die Autoren schaffen es hierbei sehr gut, alle gängigen Scala-Konzepte an diesem überschaubaren Beispiel zu zeigen. Dabei wird dabei das Konzept des Test Driven Development konsequent durchgezogen, so dass der Leser anhand der zuerst vorgestellten Unit Tests weiß, worauf die Autoren hinaus wollen.

Die Codebeispiele zeigen allesamt ideomatischen Code und demonstrieren sehr gut die Integration von Objektorientierter und Funktionaler Programmierung, das zentrale Konzept von Scala. Insbesondere die Einführung in die FP räumt durch ein konsequent lösungsorientiertes Vorgehen und das Aufzeigen der Stärken eines funktionalen Ansatzes mit vielen Vorurteilen und Ängsten auf, die ein reiner OO-Entwickler am Anfang haben könnte auf.

Die zum Schluss vorgestellten Frameworks Scalaz für funktionale Datenstrukturen und Lift für die Webprogrammierung werden nur angerissen und können dem Leser ein wenig das Gefühl geben, dass da eigentlich noch viel mehr kommen sollte, das ist aber dem Konzept des Buches als Schnelleinstieg geschuldet und scheint zumindest teilweise von den Autoren gewollt um "Lust auf mehr" zu machen. Einzig die Abwesenheit von Akka, dem Framework für verteilte Systeme oder generell Scalas Actor-Bibliothek für Nebenläufigkeit - einer der größten Vorzüge von Scala irritiert ein wenig.

Alles in allem: "Durchstarten mit Scala" - der Name ist Programm. Das Buch ist meine erste Empfehlung für diejenigen, die den Umstieg auf die Sprache planen und ergänzt sich super mit Odersky's Grundlagenwerk als Referenz.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Durchstarten mit Scala
Durchstarten mit Scala von Heiko Seeberger (Broschiert - 2. Mai 2011)
EUR 24,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen