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4.0 von 5 Sternen Gutes, wichtiges Buch mit manchmal zu hohem Zeigefinger
Gleich zu Beginn ein Warnhinweis: Diese Buch sollte ausdrücklich nicht auf nüchternen Magen gelesen werden. Zu schnell mag sich nämlich aufgrund schier unglaublicher Fakten ein Unwohlsein in der Magengegend einstellen. Die Frage, ob der deutsche Fußball allgemein auf dem rechten Auge blind sei, musste auch schon vor Blumes „Tatort...
Vor 6 Monaten von Gruppo Sportivo veröffentlicht

versus
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2.0 von 5 Sternen Thema verfehlt
Im Klappentext wird angegeben, dass der Autor "die aktuelle Fußballszene durchleuchtet und feststellt, dass das Fußballstadion längst zu einer Bühne der Gewalt geworden ist". Dies klingt so, als habe man es mit einem Szene-Kenner zu tun, davon kann jedoch keine Rede sein. Schon bald wird klar, dass Klaus Blume nur das zusammenfasst, was er...
Vor 8 Monaten von Anne132 veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Thema verfehlt, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Tatort Fankurve: Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus (Broschiert)
Im Klappentext wird angegeben, dass der Autor "die aktuelle Fußballszene durchleuchtet und feststellt, dass das Fußballstadion längst zu einer Bühne der Gewalt geworden ist". Dies klingt so, als habe man es mit einem Szene-Kenner zu tun, davon kann jedoch keine Rede sein. Schon bald wird klar, dass Klaus Blume nur das zusammenfasst, was er den Medien entnommen hat. Vieles wird nur oberflächliche beleuchtet, in den einzelnen Kapiteln wird ständig von einer Fan-Szene zur nächsten gesprungen. Häufig erwähnte Personen, wie "SS-Siggi", werden ständig neu vorgestellt, so als würden sie zum ersten Mal im Buch auftreten.
Überhaupt nicht nachvollziehbar sind die Äußerungen rund um den Abriss des Georg-Melches-Stadions in Essen: "Angesichts des radikalen Abrisses fragt man sich, wo die Großväter ihren Enkeln, die Väter ihren Söhnen etwas aus früheren Zeiten erzählen sollen. Im Stadion gibt es nicht mal mehr eine öffentliche Kneipe, um gemütlich zu klönen. Nur piekfeine VIP-Räume für die oberen Zehntausend. Die Neonazis in Dortmund und Oberhausen reiben sich längst die Hände, sie werden Rot-Weiß Essen gründlich aufmischen." Sorry, aber in Mönchengladbach sind nach dem Abriss des Bökelbergs nicht plötzlich alle Anhänger der Borussia zu Neo-Nazis mutiert.
Komplett am Thema vorbei ist das letzte Kapitel 10: NSU-Versorgungsraum Pfalz. Kurz wird die pfälzische Karateszene als Rückzugs- und Versorgungsraum für den NSU bezeichnet. Ansonsten geht es in dem Kapitel um die deutschen Sportschützen und "die Aufgeschlossenheit des deutschen Reitsports gegenüber braunen Avancen". Sicherlich interessante Thema, aber was hat das mit der Kapitelüberschrift, bzw. mit dem Titel des Buchs zu tun?
Fazit: Vieles, was der Autor von sich gibt, wirkt abgeschrieben und lieblos zusammengetragen. Nie scheint er in eine der genannten Szenen eingetaucht zu sein, statt Gespräche mit Fanprojektenmitarbeitern zu führen, kommen Reinhard Rauball und Theo Zwanziger zu Wort.
Alternativ zu einem Personenregister wäre ein Quellenverzeichnis deutlich angebrachter gewesen. Wen interessiert, auf welchen Seiten des Buches Heinrich Himmler erwähnt wurde?
Finger weg von diesem Buch.
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4.0 von 5 Sternen Gutes, wichtiges Buch mit manchmal zu hohem Zeigefinger, 7. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Tatort Fankurve: Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus (Broschiert)
Gleich zu Beginn ein Warnhinweis: Diese Buch sollte ausdrücklich nicht auf nüchternen Magen gelesen werden. Zu schnell mag sich nämlich aufgrund schier unglaublicher Fakten ein Unwohlsein in der Magengegend einstellen. Die Frage, ob der deutsche Fußball allgemein auf dem rechten Auge blind sei, musste auch schon vor Blumes „Tatort Fankurve“ mit einem eindeutigen „Ja!“ beantwortet werden. Dabei umfasst die Bandbreite nahezu sämtliche Ausführungen von Naivität über Inkompetenz bis hin zu Desinteresse und Ignoranz. So lässt sich der reichlich zitierte und genauso oft eingeforderte Ausdruck der „Selbstregulierung innerhalb der Fan-Szene“ schwer bis nahezu unmöglich umsetzen, wenn der entsprechende Verein wegschaut und Probleme bagatellisiert, um sein Image nicht zu beschädigen. Ein Schuss, der vermehrt droht nach hinten loszugehen. So nennt Blume Anhaltspunkte dafür, dass neben bekannten NPD-Parteibonzen auch Mitglieder des NSU in der Fußballszene unterwegs waren. An mancher Stelle ist dem Buch anzumerken, dass der Autor aufgrund seines Jahrgangs 1940 eine besondere Verpflichtung darin sieht, rechten Einflüssen gegenzusteuern. Insgesamt ein herausragend recherchiertes Werk. Es bleibt nur zu hoffen, dass die einflussreichen Verantwortlichen in Vereinen und Verbänden es lesen und entsprechend handeln.
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4.0 von 5 Sternen Die Massenbasis des NSU, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Tatort Fankurve: Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus (Broschiert)
Folgte man dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der dem Fußballspielen eine Funktion der Aggressionsabfuhr attestierte, müsste die wöchentliche Randale rund um die Bundesliga eigentlich schwächer geworden sein: Die Deutschen sind seit langem wieder an richtigen Kriegen beteiligt, könnten sich also prima in Afghanistan austoben, statt sich dem Ersatzkrieg in den Stadien zu widmen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Zahl der gewaltsamen Krawalle ist in den letzten Jahre angewachsen und sie haben sich, wie der Autor Klaus Blume in seinem Buch "Tatort Fussballkurve" belegt, politisiert: "Inzwischen hat sich der Fußball . . . zu der Bühne für Neonazis entwickelt", schreibt Blume und belegt das mit Zahlen der "Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS)", die bei "mindestens 16 Clubs in den drei deutschen Profi-Ligen Überschneidungen zwischen gewaltbereiten Fans und der rechten Neonazi-Szene gibt."

Blume zieht eine lange Linie einer von Nazis organisierten Politisierung der Fußballfanszene. Hatte doch schon in den 1980er Jahren der Bonner Fascho-Vordenker Michael Kühnen ein Strategiepapier vorgelegt, in dem gefordert wurde, die Fußballfans "als gewalttätiges Potential für uns einsetzen zu können." Und wer die Hitlergrüße vieler Fans bei den wöchentlichen Stadien-Inszenierungen sieht, wer sie "Schiri nach Ausschwitz" skandieren hört und die Vielfalt der offenen und verdeckten Nazi-Symbole in den Fankurven wahrnimmt, der weiß um den späten Erfolg Kühnens, der weiß um die Gefahr, die aus der organisierten rechten Gewalt droht.

Als eines der herausragenden Beispiele der brutalen Auseinandersetzung mit dem staatlichen Gewaltmonopol, darf der Straßenkrieg gelten, den die rechten Hooligans nach dem Wiederaufstieg des Vereins "Eintracht Braunschweig" lostraten. Stundenlang beherrschten sie am Pfingstmontag 2013 die Braunschweiger Innenstadt, versuchten sie in Schutt und Asche zu legen und schlugen massive Polizeiformationen immer wieder zurück. Dass der Bundesvorsitzenden der NPD, Holger Apfel aus Hildesheim, ein Fan der Braunschweiger Mannschaft ist, war bekannt. Aber Apfel, der relativ unbehelligt im sächsischen Landtag sitzt, wird mit einem Stadionverbot in Braunschweig bedacht. Ein Konzept der formierten Bekämpfung rechte Gewalt im Sport ist bisher nicht auszumachen. Eher ein Tiefhängen der Gefahr.

Während in der offiziellen Bundesrepublik eine quasi-religiöse Gedenkkultur zelebriert wird - - Denkmäler, Stolpersteine, Feiertagsreden - - braut sich rund um die Fußballvereine eine unerträglich braune Suppe zusammen, die längst internationalisiert wird: Bei Lazio Rom wird an den Wochenenden Mussolini verherrlicht, bei Feyenoord Rotterdam grölt man antisemitische Gesänge, in Madrid gibt es, so notiert der Autor und schätzen die Sicherheitsbehörden, 11.000 Fußballfans in rechtsextremen Organisationen. Klaus Blume bleibt nicht im Stadion stehen: Er erinnert an die vielen Franco-Sympathisanten in spanischen Behörden und Medien, ebenso wie an den Aufschwung rechter Bewegungen in Skandinavien, Frankreich oder Holland.

Das faktenreiche Buch endet mit einem Interview des ehemaligen DFB-Chefs Theo Zwanziger, der immerhin bekennt, dass "der Fußball den Rechtsradikalismus nicht ernst genug" nimmt. Ob Zwanziger, eine klassische Funktionärsfigur aus der Republik der Verharmloser und Kleinredner, dazu taugt, die Schlussapotheose des Buches zu formulieren, darf bezweifelt werden. Zumal er von einem "Balenceakt" spricht, wenn es um die Erfassung der rechten Ultras geht. Sicher bleibt, dass die rechten "Fans" die These von den Nazi-Minderheiten widerlegen. Der NSU hat eine erkennbare Massenbasis.
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5.0 von 5 Sternen Tatort Fankurve, 20. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Tatort Fankurve: Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus (Broschiert)
Es gibt traurige Höhepunkte in den Fußballvereinen, die allmählich zu Gewaltspielen verschiedener Gruppen aufrufen. Hier schraubt sich eine Gewaltspirale die diverse Fangruppierungen schon als Fankrieg bezeichnen. Die Polizeigewerkschaft GdP fordert mit Blick auf die alarmierenden ZIS-Zahlen derweil ein konsequentes Vorgehen gegen die Täter. Die Presse spricht sogar von Ultra Gruppierungen die, die Aggressivität anheizen. Was ist da los? Brennende Bengalos, demolierte Mannschaftsbusse, hinterhältige Angriffe auf Fans. Fragen Sie doch mal ihren Nachbarn, ob er in unserem ach so sicheren Lande eine gefährliche Beeinflussung durch Rechtsextreme befürchten würde. Wetten, dass er Sie ganz und gar verwundert anschauen wird, um Ihnen dann in etwa zu antworten: >> Die wenigen in die Irre geleiteten, die hin und wieder schwarz gekleidet durch unsere Straßen marschieren, machen nun wirklich niemandem Angst. Wie es aber wirklich in der rechten Szene ausssieht, erfährt nur derjenige und auch dieser allenfalls nur ansatzweise , der sich direkt in die Szene hineinbewegt, nämlich in die Fußballstadien. Der Klappentext auf der Buchrückseite, kann es nicht besser wiedergeben, deshalb übernehme ich ihn. Ohne Krawall und Exzess geht es im deutschen Fußball nicht mehr. Allwöchentlich attackieren sich gegnerische Hooligans, auch die eigentlich friedlichen Ultra-Gruppen werden immer radikaler. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Phänomen seitens des DFB und der Politik, findet nicht statt. Klaus Blume durchleuchtet die aktuelle Fußballszene und stellt fest: Das Fußballstadion ist längst zu einer Bühne der Gewalt geworden und die Fankurve zum Tatort. Ein sehr informatives >> Tatort-Buch <<, aus dem Rotbuch Verlag Berlin. Der Buchumschlag ist sehr ansprechend und zugleich beruhigend, denn diese Kicker, kennt jeder. Aber in der Realität, ist es leider anders. Dieses Buch lässt keine Fragen offen. Trotzdem, spannend und gut in Szene gesetzt. Sehr zu empfehlen.
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Tatort Fankurve: Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus
Tatort Fankurve: Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus von Klaus Blume (Broschiert - November 2013)
EUR 14,99
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