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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Hervorragende Zusammenstellung von Erfahrungen aus den verschiedenen Perspektiven,
Rezension bezieht sich auf: Muttersuche (Broschiert)
(mh) Das Phänomen der Muttersuche erkundet der selbst einst adoptierte Herausgeber und Mitautor dieser hervorragenden Aufsatzsammlung von drei Seiten: Fachkundige und zeitgeschichtliche Expertenbeiträge bereiten auf die subjektiven, sorgfältig reflektierten Erfahrungsberichte vor. Es folgen individuelle Suchberichte von erwachsenen Adoptierten und von abgebenden Müttern, jeweils aus deren eigener Perspektive.Zehn adoptierte Erwachsene, darunter als einziger Mann Marco Carini selbst, berichten über ihre individuell erlebten Suchprozesse. Im Mittelpunkt stehen zehn Suchergebnisse: gefundene und nicht gefundene Mütter und die damit verbundenen Eindrücke und Einsichten. Im Kontrast dazu steht die verzweifelte Suche aus der Perspektive zweier Frauen, die ihr Kind in einer Notlage weggegeben haben und mit dieser Entscheidung leben müssen. Die Fallgeschichten werden eingerahmt von einer außerordentlich informationsreichen, dreiteiligen Einführung und einem aufregenden Schlussteil, der den suchenden Müttern über die biografische Reflexion hinaus Gelegenheit gibt, sich anhand der eigenen Erfahrungen mit kompetentem Rat an Frauen in ähnlichen Zwangs- und Notlagen zu wenden. Der Politikwissenschaftler und Redakteur Marco Carini legt mit dieser Aufsatzsammlung eine authentische, tiefgründige und facettenreiche Darstellung der Muttersuche vor, die an Sachkenntnis kaum zu übertreffen sein dürfte. (mh) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Außergewöhnlich,
Rezension bezieht sich auf: Muttersuche (Broschiert)
Nach einer sachlichen, informativen Darstellung des großen Themas Adoption präsentiert Marco Carini erlebte Schicksale, die nicht nur Trost für Betroffene geben, sondern ebenso eine spannende Unterhaltung für jedermann bieten.Ein Buch, das vielen Lesern die Augen öffnet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Endlich ein Buch, in dem auch Adoptierte zu Wort kommen!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Muttersuche (Broschiert)
Lange schon habe ich auf ein Buch gewartet, das Adoptierten selbst eine Stimme gibt. Hier ist es! Auch dass die leiblichen Mütter zu Wort kommen, ist für mich ein großes Plus dieses Buches. Ein paar mehr Mütter-Stimmen hätte ich mir schon gewünscht - dafür ist aber, was Ulla Jelpke über ihre Situation als abgebende Mutter und die Wiederbegegnung mit ihrer Tochter auf packend-bewegende Weise berichtet, der absolute Höhepunkt des Buches.Weniger gut hat mir das Interview mit der Psychologin der Hamburger Adoptionsstelle (GZA), Gisela Rust, gefallen - da hätte ich mir mehr kritische Rückfragen von Hrn. Carini gewünscht. Ein Beispiel: Damit sich Adoptierte von ihren A-Eltern wirklich angenommen fühlen können, reicht es m.E. nicht aus, dass, wie von Frau Rust betont, "Informationen fließen können". Die Eltern müssen sich - und das geht weit über das Vermitteln von Informationen hinaus - in die Geschichte des Kindes einfühlen können und wollen. In dieser Hinsicht sind viele der Geschichten von Adoptierten in Marco Carinis Buch für mich so bezeichnend wie bestürzend: denn nur wenige haben Adoptiveltern gehabt, die von diesen Anfängen - plötzlichen Trennungen oder Heimerfahrung zum Beispiel und was diese für das Kind bedeuten - wirklich wissen wollten. Aber ist eine Adoption ohne einfühlsame Annahme auch und gerade der Vor-Geschichte des Kindes wirklich eine Annahme? Wenn adoptierten Kindern zugemutet wird, ihre Vorgeschichte innerlich auszuklammern, so ist es jedenfalls kein Wunder, dass sie sich - wie von manchen Adoptierten in "Muttersuche" erzählt - in ihrer Zugehörigkeit zur Adoptivfamilie verunsichert fühlen. Kritisch sehe ich in diesem Zusammenhang im Übrigen auch das von der Hamburger Vermittlungsstelle vertretene Konzept der "doppelten Elternschaft" (d.h.: gleiche Bedeutung von leiblichen Eltern + Adoptiveltern für adoptierte Kinder). Weil dies den Adoptiveltern das Gefühl geben kann, sie seien für das Kind nicht wirklich verantwortlich. Und ihnen zudem - verbal zumindest - ihren ganz besonderen Wert aberkennt, den sie emotional für das angenommene Kind haben. Ich glaube, dass jedes Kind - und gerade das adoptierte Kind - jemanden braucht, der es fühlen läßt: Du gehörst zu U N S - und zwar mit A L L E M, was Du mitbringst. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Zum Schluß: Ich hätte mir einen anderen Untertitel des Buches gewünscht - denn als erwachsene Adoptierte sind wir doch keine Adoptivkinder mehr! Oder vielleicht doch? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert,
Rezension bezieht sich auf: Muttersuche (Broschiert)
Dieses Buch ermöglicht allen Interessierten sich ein Bild von dem Gefühlsleben eines Adoptivkindes bzw. einer Herkunftsmutter zu machen. Man spürt von Anfang an, dass es Berichte und Erfahrungen von Betroffenen sind. Der gefühlsmäßige Unterschied zum Thema Adoption zwischen Betroffenen und "Außenstehenden" wird deutlich bei dem Interview mit Gisela Rust, welche in meinen Augen die Gefühlslage von Adoptierten nicht nachvollziehen kann und die Problematik als Außenstehende (Mitarbeiterin der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle in Hamburg) eher neutral betrachtet und dies sicherlich auch so muss.Öfters wird Frau Dr. phil. - Professorin für Erziehungswissenschaften - Christine Swientek zitiert. Dies ist bei einer Betrachtung des Themas Adoption inzwischen fast unumgänglich. Jedoch zeigt das Buch aber auf, dass Frau Swientek trotz Doktor- und Professorentitel bei der Thematik immer eine Außenstehende bleiben wird, welche lediglich eine rationale Beurteilung darüber abgeben kann, niemals jedoch die Gefühle der Betroffenen verstehen wird. Das erste Mal las ich im Kapitel von Peter Kühn auch von einem "Adoptionsviereck", in welchem eine Ecke das Jugendamt bzw. die Adoptionsvermittlungsstelle einnimmt. Dies sehe ich nicht so. In meinen Augen bleibt es ein Adoptionsdreieck und die Behörde der Mittelpunkt davon. Ich denke, das veranschaulicht den Stellenwert der Vermittlungsstelle eher. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung. Die Berichte der Betroffenen umfassen alle Facetten von Herkunftssuchen, angefangen von Happy End, über teilweisen Kontakt bis hin zur erneuten Ablehnung. Selbst die Gefühle bei der (fast) unmöglichen Suche eines Findelkindes, werden durch eine Betroffene formuliert. Gerade diese Betroffenen haben es sehr schwer verstanden zu werden. Selbst ein "normales" Adoptivkind kann in solchen Fällen nur ansatzweise die Ausmaße nachvollziehen. Auch das umstrittene Thema der Babyklappen kommt zur Sprache. Sicherlich habe ich als Adoptierte eine andere Sichtweise als "Otto-Normal-Verbraucher". Für mich ist jedes gerettete Kind eine Babyklappe wert. Ich weiß auch, dass dadurch die Kindestötungen nicht unbedingt rückläufig sind, aber jedes gerettete Kind, ist in meinen Augen Grund genug für diese "Nothilfestelle". Immer noch besser als irgendwo anders "abgelegt" und/oder zu spät gefunden. Als Gesamtwerk gesehen, muss ich sagen, dass ich mich persönlich in vielen beschriebenen Ansichten und Gefühlen wieder gefunden habe und oft habe ich gedacht, dass könntest Du geschrieben haben. Für mich das beste Buch, - trotz oder vielleicht genau wegen der kritisch hinterfragten Punkte - welches ich bisher zu der Thematik Adoption gelesen habe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Adoptivkinder und Mütter erzählen,
Von Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Muttersuche (Broschiert)
Wo komme ich her? Wer ist meine Mutter und wer ist mein Vater? Viele Kinder stellen sich irgendwann im Leben diese Frage. Problematisch wird es erst dann, wenn man adoptiert wurde oder davon gar nichts wusste. Das Buch MUTTERSUCHE von Marco Carini erzählt uns von ganz unterschiedlichen Schicksalen, von Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR und von Suchen, welche unter Tränen begannen und auch mit Tränen endeten. Begegnungen mit der eigenen, unbekannten Vergangenheit sind nie leicht, dieses Buch berichtet über einige dieser Treffen von Kindern mit ihren leiblichen Eltern oder der Suche nach ihnen.Das Buch MUTTERSUCHE beschreibt schon am Eingang der Falldarstellungen sehr einfühlsam und beiden Seiten gerecht werdend wie es zu Adoptionen kommt, wo die Beweggründe liegen können und welche Faktoren für Betroffene beider Seiten wichtig sind. Bei dem Buch MUTTERSUCHE von Marco Carini sind aber insbesondere die umfangreichen Falldarstellungen lesenswert. Die Suche von Kindern nach ihren wahren Eltern, die Ängste der Adoptiveltern und auch die Suche von Müttern nach ihren leiblichen Kindern. Was mir aber eine Gänsehaut auf die Arme getrieben hat, war die Falldarstellung am Ende des Buches über Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR - wenn das Kind bei einer medizinischen Untersuchung einfach entführt, in einen Trabbi gesteckt wird und die Mutter nur noch ein verweintes Gesicht und kleine an die Scheibe trommelnde Fäustchen sieht. Adoption und die Suche nach den eigenen Wurzeln ist nie leicht. Warum wurde ich zur Adoption freigegeben? War ich nicht geliebt worden? Wie reagieren Adoptiveltern auf den Wunsch der Kinder nach Wissen? Warum wird gerne und häufig lange geschwiegen? Wie erleben Mütter den Verlust ihrer Kinder? Ein wirklich interessantes Buch zum Thema mit vielen sehr lesenswerten Falldarstellungen. Sehr empfehlenswert Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Muttersuche von Marco Carini (Broschiert - 12. August 2010)
EUR 14,95
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