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5.0 von 5 Sternen Völlig überarbeitete Neuauflage eines Klassikers, 8. November 2012
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Massenmedien in Deutschland. Unter Mitarbeit von Hanni Chill (Broschiert)
Vor bald einem Jahrhundert schrieb der 1934 geborene Hermann Meyn ein Buch mit dem Titel „Massenmedien in Deutschland“, das zahlreiche Neuauflagen erlebte und zu einem Standardwerk wurde. In Zusammenarbeit mit Jan Tonnemacher und Hanni Chill erschien nun eine weitere Überarbeitung. Und weil offenbar jede Seite auf die Aktualität des Zahlenmaterials überprüft und im gegeben Fall durch neue Daten ergänzt wurde, ist dieses Buch sogar für Besitzer einer älteren Ausgabe interessant. Denn die Veränderungen in der Medienbranche sind so rasant, dass Daten und ihre Deutung eng miteinander verbunden sind.

Die Absicht der Autoren, ein für breite Kreise verständliches Buch mit wissenschaftlichem Anspruch zu verfassen, ist geglückt. Es lässt sich leicht lesen, wartet aber auch mit Zahlen, Grafiken, Zitaten, Quellenmaterial und weiterführenden Literaturhinweisen auf. Und es deckt ein beachtliches Spektrum ab, wie ein Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt. Dort finden sich Kapitelüberschriften wie: Massenmedien - Geschichte der Pressefreiheit – Die rechtliche Stellung der Medien – Entwicklung und Struktur der Presse – Die duale Rundfunkwerbung – Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – Die privaten Rundfunksender – Die Informationsquellen – Die Journalisten – Alte Medien, neue Medien – Nutzung und Wirkung der Medien - Internationale Kommunikation - Ausblick. Der Anhang enthält eine Zeittafel, die bis ins Jahr 2012 reicht, Literatur zur Einführung und einen Index.

Wie der Titel bereits klarstellt, ist der Fokus auf Deutschland gerichtet. Daher müssen Leser aus anderen Ländern auch zu weiteren Büchern greifen, wenn sie sich seriös über rechtliche Aspekte informieren wollen. Aber da ich meine Rezensionen auf dieser Plattform veröffentliche, interessiert mich auch, was das deutsche Recht zum Thema „Falsche Tatsachenbehauptungen und Meinungsäußerungen“ meint. Dabei stellte ich fest, dass das Gesetz offenbar zwischen übler Nachrede und Verleumdung unterscheidet. Und der Gesetzgeber berücksichtigt auch, dass sich durch die neuen Medien die Grenzen zwischen Berufsjournalismus und persönlichen Verlautbarungen verwischten. „Was Artikel 5 des Grundgesetzes unter Umständen als Meinungsäußerung rechtfertigt, lässt er als falsche Tatsachenbehauptung nicht zu. Doch was im Einzelnen strafbar ist oder nicht, wird meist erst durch Gerichtsentscheide klar. Einig sind sich die Richter aber offenbar in der Ansicht, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Das ist ja beruhigend.

Was für das Kapitel „Die rechtliche Stellung der Medien“ gilt, lässt sich über den ganzen Inhalt sagen. Die Autoren verstehen es bestens, aus der immensen Informationsmenge die Aspekte auszuwählen, die für ein breites Publikum mit Interesse an den Massenmedien von Interesse sein könnte. Zudem werden auch immer spannende Verbindungen vom Teil zum Ganzen geschaffen und Fragen beantwortet, die dem Leser nicht einmal bewusst sind, bevor er die Antworten liest. Bester Journalismus also.

Was mir an diesem Buch ebenfalls gefällt, ist die Haltung der Autoren gegenüber Veränderungen. Statt wehmütig in die gute alte Zeit abzutauchen und verlorene Stellungen oder Arbeitsweisen zu betrauern, stellen sich prägnant dar, was zu Umbrüchen führte und welche Chancen sich nach den Erschütterungen bieten. Aber sie versäumen es auch nicht, auf Gefahren hinzuweisen, die sich durch einen unreflektierten Umgang mit dem Neuen ergeben können.

Mein Fazit: Da ich meine in die Jahre gekommene Ausgabe dieses Standardwerks irgendwann entsorgte, kann ich keinen Vergleich mit älteren Auflagen ziehen. Aber weil in jedem Kapitel aktuellstes Zahlenmaterial und bekannte Beispiele zu finden sind, gehe ich davon aus, dass der Hinweis „völlig überarbeitete Neuauflage“ zu Recht auf dem Cover prangt. Und laut Klappentexter ist das Unterkapitel „Globale Kommunikation“ sogar neu geschrieben worden. Dank dem Index kann man sich bei seinen Interessegebieten gezielt auf den neusten Stand bringen. Das ist Leserservice.
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Massenmedien in Deutschland. Unter Mitarbeit von Hanni Chill
Massenmedien in Deutschland. Unter Mitarbeit von Hanni Chill von Jan Tonnemacher (Broschiert - 25. Oktober 2012)
EUR 19,99
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