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TOP 1000 REZENSENTam 29. September 2012
Es ist erstaunlich: Ich hätte wetten können, dass Jim Butchers Urban-Fantasy-Detektiv Harry Dresden ein Kind der Generation „Buffy“ und/oder „WitchCraft“ ist. Doch beide sind nach dem Auftaktband „Sturmnacht“ erschienen, den Butcher – so heißt es zumindest – im Rahmen eines Schreibworkshops 1996 im Alter von 25 Jahren verfasste. Nun ja, er könnte zumindest „Mage: The Ascension“ gespielt oder „Akte X“ geschaut haben. Die typischen Zutaten moderner Urban Fantasy – selbstironischer Humor plus knackige Action plus ein Ensemble eigenwilliger, auf mehr oder minder pikante Weise verknüpfte Figuren – sind jedenfalls deutlich spürbar und lassen auf keiner Seite merken, dass das Werk mittlerweile mehr als 15 Jahre auf dem Buckel hat und damit in einer Zeit erschienen ist, in der dieses Genre bei Weitem noch nicht den heutigen Stellenwert hatte.

Erzählt wird die Geschichte von Harry Dresden (im doppelten Wortsinne, da aus der Ich-Perspektive), dem einzigen offen praktizierenden Magier Chicagos. Der Mann, der in jeder Hinsicht ein Außenseiten ist, betreibt ein kleines Detektivbüro und hält sich mehr schlecht als recht mit der Aufklärung paranormaler Probleme über Wasser. Meist arbeitet er als Berater für die hiesige Polizei (und fungiert damit als „Mulder“ für die „Scully“ Lieutenant Karrin Murphy), gelegentlich kommen auch mutige Privatpersonen zu ihm. Dabei sitzen Dresden sowohl die ebenso neugierige wie gutaussehende Klatschreporterin Susan Rodriguez im Nacken, als auch Morgan, der schwertschwingende Vollstrecker des Weißen Rats, der geheimen Vereinigung von Hexen und Magiern, bei dem Harry „auf Probe“ steht, seit er mal eines der ehernen Gesetze der Magie gebrochen und magisch einen Menschen getötet hat.

Von diesem Setting ausgehend entspinnt sich das Abenteuer von „Sturmnacht“. Ein Mann verschwindet. Ein Liebespaar wird mit explodierten Herzen aufgefunden. Paranormale Drogen fluten die Straßen von Chicago. Da wird nicht nur die Polizei nervös, sondern auch der hiesige Mafiaboss und die ein Bordell betreibende Obervampirin der Stadt. Da er jung ist und das Geld braucht, stürzt sich Harry in die Ermittlungen und gerät dabei zwischen alle Fronden. Die Folge sind eine Verkettung mal delikater, mal schmerzhafter Begegnungen, die – der Titel lässt es erahnen – in einer Sturmnacht, in der es dann um Leben und Tod geht, kulminieren.

Natürlich ist vieles an der Geschichte ein wenig klischeehaft. Damit meine ich nicht mal Klischees der Urban Fantasy (das kann man Butcher 1996 kaum vorwerfen), sondern Klischees der hard-boiled detectice story. Es gibt den heruntergekommenen Loner Harry Dresden. Es gibt den treuen Barkeeper Mac. Da ist der aalglatte Mafiaboss Marcone mit seinen tumben Schlägern und die taffe Polizistin mit dem Herz aus Gold Murphy samt ihrem unsympathischen Kompagnon Carmichael. Und natürlich umgeben unseren Protagonisten ein ganzer Reigen attraktiver und geheimnisvoller Frauen, von denen jede auf ihre Weise gefährlich ist.

Aber das macht überhaupt nichts, denn Butcher nutzt diese Klischees auf unterhaltsamste Art und Weise. Der ganze Roman ist enorm gut komponiert. Überall werden zu Beginn Fäden aufgespannt, zu denen die Handlung später zurückkehrt. Überall hängt der Autor „Gewehre“ auf, die nachher auch „abgefeuert“ werden (um eine der Grundregeln des filmischen Erzählens zu paraphrasieren, dass man nie ein Gewehr an der Wand zeigen darf, mit dem nicht später auch geschossen wird). Darüber hinaus wird eine lebendige Hintergrundwelt etabliert, die Raum für viele weitere Abenteuer lässt (einen Raum, den Butcher mit mittlerweile vierzehn Fortsetzungen genüsslich gefüllt hat und noch immer weiter füllt).

Fazit: Ich habe schon eine Weile um diesen Roman herumscharwenzelt. Nun habe ich mir die Zeit genommen, ihn endlich zu lesen, und keine Minute davon bereut! Harry Dresdens erster Fall „Sturmnacht“ hat alles, was eine gute Genre-Geschichte ausmacht: ordentlich Action, selbstironischen Humor und liebenswerte Charaktere. Für alle Freunde von Urban Fantasy (und ganz besonders alle „WitchCraft“-Rollenspieler und Joss-Whedon-Fans) ein echter Leckerbissen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. August 2012
Seit Jahren wird mir die Reihe um Magier Harry Dresden empfohlen, seit Jahren hört man aber immer nur Schlechtes, was die Übersetzung der Dresden Files betrifft. Da Feder & Schwert nun eine Neuauflage produziert, gab es keine Ausreden mehr für mich: Harry musste in mein Bücherregal, bzw. auf meinen Kindle.

Und er hat mich nicht enttäuscht, der Magier aus Chicago.
Jim Butcher hat mit Harry Dresden einen Protagonisten geschaffen, den man einfach lieben muss. Harry ist einer, den man gerne als besten Kumpel haben möchte; ein netter, herzensguter Kerl mit herrlich ironischem Mundwerk und bemerkenswert geschilderten, magischen Fähigkeiten. Wie auch die Figuren um ihn herum, hat er "Fleisch auf den Knochen", er hat Charakter und eine Vorgeschichte, die ihn zu dem macht, was er ist.
Der „Sturmnacht“-Fall ist spannend aufgezogen und hatte mich innerhalb von wenigen gelesenen Seiten gefesselt.

Nicht ganz unerwähnt lassen möchte ich die kleinen Kritikpunkte. Ich weiß nicht, ob F&S eine neue Übersetzung in Auftrag gegeben hat; in jedem Fall kann ich diese als nicht völlig gelungen bezeichnen. Manche Sätze sind einfach holprig und reißen aus dem Lesefluss. Besonders störend habe ich das unangebrachte Siezen während der Kämpfe empfunden. Wer jemandem Schimpfworte und tödliche Zauber um die Ohren wirft, achtet in dem Moment vermutlich eher selten auf die Etikette der höfliche Ansprache.

Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, sind die vielen Wiederholungen. Auf gefühlt jeder Seite wird Harrys Angst oder seine Wut erwähnt und wenn er nicht gerade Angst oder Wut empfindet, dann empfindet er Angst und Wut zugleich.
Irgendwann ging es mir auf die Nerven, vor allem, da die Szenen eindringlich genug geschildert waren, sodass man die Angst des Protagonisten auch ohne die ständige Klarstellung spüren konnte.

Alles in allem jedoch ein toller Auftakt zu einer Serie, die ich in jedem Fall weiter verfolgen werde und jedem Freund von guter Urban Fantasy nur ans Herz legen kann.
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TOP 500 REZENSENTam 27. April 2015
Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu groß nach allem, was ich in Rollenspielforen zu Harry Dresden gelesen habe, aber wie einige Mitrezensenten hier habe ich einen erwachseneren, professionelleren Magier im urbanen Chicago erwartet.

Band 1 schickt den Protagonisten gegen einen feindlichen Hexer und damit nicht nur gegen mächtige schwarze Magie, sondern auch gleich noch in die Wirren der Unterwelt sowie auf Konfrontationskurs mit dem Rat der Magie, einer Art UNO der irdischen Zauberer. Statt also eine überschaubare Handlung aufzubauen und Stück für Stück Hintergründe zu präsentieren, bricht hier alles auf einmal über den Leser hinein und lässt so vieles nur wage angedeutet. Schlimmer noch, vieles wirkt klischeehaft überzeichnet in Anbetracht zu weniger erklärender Worte.

Jim Butcher deutet in „Sturmnacht“ an, dass er einen interessanten Charakter in der Mache hat, will aber eindeutig zu viel. Die Vergangenheit Dresdens, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieutenant Karrin Murphy, das Feenreich, die Regeln der Magie, Dämonenbeschwörung und dazu eine fast schon jugendlich naive Suche nach Liebe und Anerkennung gepaart mit der eigentlichen Handlung sind zu viel für 320 Seiten. Aber trotzdem nimmt einen die Geschichte mit und bringt einen dazu, recht schnell durch die Kapitel zu schmökern und dem Ende entgegen zu fiebern. Leider… hat mich grade das von allen Dingen am meisten enttäuscht.

Bücher über Magier stehen immer vor einer großen Herausforderung: die Grenzen müssen klar aufgezeichnet sein. Mit Nostalgie denke ich hier an eine Reihe wie Dragonlance, die bei aller eher seichten Fantasykost den Preis für Zauberei und das Besondere der Magie fast durchgängig veranschaulichen konnte. Raistlin hat einen hohen Preis gezahlt und je mächtiger die Zauber wurden, desto einschränkender waren die Auswirkungen.
Harry Dresdens einzige Beschränkung indes ist die Regel, dass seine Zauber keinen Menschen töten dürfen. Jedenfalls nicht direkt. Das ist zu wenig, bietet zu viel Freiraum und auch bei äußerster Erschöpfung ist er letztlich immer in der Lage, Feuer regnen zu lassen und Windstöße von Orkanstärke zu erzeugen.

Trotz aller Kritik hatte ich Spaß beim Lesen. Parallel habe ich sogar die Rollenspielbücher bestellt, denn der Hintergrund an sich ist interessant und bietet Raum für reichlich Kreativität. Entsprechend werde ich auch den Folgebändern eine Chance geben. Aber eine Steigerung ist notwendig.
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am 11. April 2015
Harry Blackstone Copperfield Dresden, Magier, Privatdetektiv und Teilzeit-Profiler für düstere Fälle bei der Chicagoer Polizei ist notorisch knapp bei Kasse und nimmt daher praktisch jeden Fall an, der sich ihm bietet. Diesmal handelt es sich um ein totes Liebespaar, das quasi zerrissen in seinem Bett aufgefunden wurde und um einen vermissten Ehemann. Harry sieht sich bald nicht nur von einer nervigen Reporterin verfolgt, sondern steht zwielichtigen Drogenbossen und sogar mächtigen Dämonen gegenüber...

Lange Zeit stand Harry Dresdens erster Fall auf meiner Wunschliste. Und ich habe es nicht bereut, endlich zugeschlagen zu haben. Jim Butcher präsentiert seinen Lesern eine gut durchdachte Urban Fantasy, die aber noch gut Luft nach oben lässt.
Die Geschichte ist flüssig und angenehm erzählt, gerät manchmal jedoch etwas ins holpern. Außerdem ist der Autor in manchen Passagen etwas zu schnell unterwegs. Hier hätte ich mir etwas Zeit zum Verschnaufen und Verarbeiten des Gelesenen gewünscht. So musste ich ein paar Teile zweimal lesen, um die Geschichte wieder einholen zu können.
Der Kriminalfall jedenfalls bleibt undurchsichtig bis zum Schluss, jedoch überrascht die Auflösung dann nicht mehr. Der liebenswert chaotische Schnüffler hatte ja schon gut darauf hingearbeitet.

Harry Dresden selbst ist das Schwarze Schaf seiner Gilde, aber ein guter Mensch - wenn nicht sogar Gentleman - und hat trotz seiner dunklen und rauen Schale ein weiches Herz. Das ihn sogar ganz schön in die Bredouille bringen kann. Er erinnert mich an Sherlock Holmes - die Cumberbatch-Variante ;)

Fazit: Hat noch gut Luft nach oben, macht aber neugierig auf den weiteren Verlauf der Reihe. Den zweiten Teil "Wolfsjagd" werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen.

Reihenfolge:
01. Sturmnacht
02. Wolfsjagd
03. Grabesruhe
04. Feenzorn
05. Silberlinge
06. Bluthunger
07. Erlkönig
08. Schuldig
09. Weiße Nächte
10. Kleine Gefalle
11. Verrat
12. Wandel
13. Geistergeschichten
14. Eiskalt
15. Blendwerk
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am 23. Juni 2014
Für mich gibt es hier zwei Punkte, die zu betrachten wären:
Der erste Punkt betrifft das Geschehen:
Der weisse Magier mit dem langen schwarzen Mantel löst die allerschwierigsten Situationen
(Feuer, Kugelhagel, Angriffe von schwarzen Magieren und teuflischen Ungeheuern, etc.) mit vollem
Körpereinsatz.
Wenn ihm gar nichts mehr einfällt, holt er sich einen guten Rat von einem
alten Geist, der im Kellerlabor in einem menschlichen Schädl wohnt.
Diese Geschichte ist meines Erachtens für alle Teens mit Phantasie ein Volltreffer.
Der zweite Punkt:
Obwohl wie gesagt diese Geschichte keinen normalen Erwachsenen wirklich begeistern kann,
hat der Autor einen unglaublich guten Stil.
Durch seine mit Hingabe und grosser Leidenschaft geschriebenen Roman,
kommt der erwachsene Leser doch in Spannung und fiebert mit schwarzen Ungeheuern
und allerlei glitschigen Horrorgeistern und natürlich unserem Helden, der die aberwitzigsten
magischen und körperlichen Anschläge natürlich übersteht, mit.
Also ich habe schon weitaus Schlechteres gelesen und gebe gerne 4 Sterne.
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am 13. Oktober 2015
Harry Dresden ist ein Magier, kein Illusionist oder Zauberer den man für Kindergeburtstage bucht, sondern ein echter Magier. Ein Mann der sich mit Zaubersprüchen, Talismanen, Zaubertränken, Geister und Dämonen auskennt. Jetzt könnte man meinen das ein solcher Experte keine Probleme haben sollte seinen Lebensunterhalt zu verdienen, doch Harry ist chronisch knapp bei Kasse.

Hin und wieder wird er von Privatpersonen engagiert die von Geistern und Dämonen heimgesucht werden, doch meist stellt sich heraus das sich seine Klienten die Gefahr nur einbilden. Da Harry eine grundanständige Haut ist, verlangt er bei solchen Aufträgen nur den angefallenen Stundensatz nebst Spesen, anstatt mittels einer billigen Show die Leute abzuzocken.

Hätte Harry nicht einen Beratervertrag mit der Polizei von Chicago, könnte er weder seine Miete noch seine sonstigen Ausgaben bestreiten. So kommt es das Harry zu einem bizarren Mord hinzugerufen wird. Ein junges Paar wird tot aufgefunden und die Art ihres Todes kann mit rationalen Theorien nicht erklärt werden. So wie es aussieht wurden die Herzen der beiden wären sie miteinander Sex hatten gesprengt. Ihre Brustkörbe sind von Innen nach Außen aufgebrochen.

Harry weiß sofort, dass es sich um dunkle Magie handelt und möchte sich am liebsten aus dem Fall heraushalten. Um die Polizei zu unterstützen müsste er sich verstärkt mit den Methoden der dunklen Magie beschäftigen, doch das würde den weißen Rat, bei dem Harry in Ungnade gefallen ist noch weiter auf ihn aufmerksam machen, was Harry gar nicht recht ist.

Auch der hiesige Mafiaboss Marconi drängt Harry dazu, sich aus dem Fall herauszuhalten. Bei dem Toten handelt es sich um einen von Marconis Männern und dieser will das ganze intern regeln, ohne die Polizei und ohne Harry. Doch Harrys Vertrag mit der Polizei ist gefährdet wenn er seine Unterstützung verweigert und so bleibt ihm keine Wahl als zu ermitteln.

Dabei ist Harrys Aufmerksamkeit etwas geteilt, denn eine junge Frau beauftragt ihn mit der Suche nach ihrem Mann, der von heute auf morgen Spurlos verschwunden ist. Zuletzt hatte sich dieser mit Magie beschäftigt, was Harrys Interesse an diesem Fall weckt.

Sehr bald stellt Harry fest, dass sich hinter den beiden Fällen viel mehr verbirgt als anfangs angenommen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der ominöse Killer hat ein neues Ziel als sein nächstes Opfer auserkoren – Harry Dresden.

Mein Fazit:
Mit Harry Dresden hat Jim Butcher einen gänzlich eigenen Charakter geschaffen. Harry ist markant, etwas schludrig und abgerissen, doch hat er das Herz am rechten Fleck und ist eine ehrliche Haut. Egal wie hart es auch kommt, die Figur von Harry Dresden bleibt sich immer selbst treu, was dem Charakter Tiefe gibt, ihn glaubhaft und sympathisch macht. Zumal der Charakter bei all seinen Fähigkeiten auch einige Schwächen oder vielleicht eher Negativtalente aufweist. So versagt moderne Technologie bei Harry bzw. die Geräte gehen einfach so kaputt und auch was seinen modischen Geschmack angeht, könnte Harry durchaus Hilfe gebrauchen.

In Kombination mit dem Jim Butchers feinsinnigen Humor, der nicht zuletzt durch Bob dem Luftgeist im Schädel zum Ausdruck kommt oder Tut-Tut dem Elfen, kommt der Spaßfaktor ebenfalls nicht zu kurz. Die Beschreibungen der Handlungen und Orte ist detailreich genug um das Kopfkino ordentlich in Gang zu bringen, ohne dabei alles zu Tode zu beschreiben. So kommt die Geschichte schnell voran ohne dabei Längen aufzuweisen oder den Zuhörer mit unnötigen Fakten zu quälen.

Das Hörbuch wird von David Nathan gelesen, der aus der deutschen Hörbuchszene nicht mehr wegzudenken ist. Wer sich ein wenig auf die Stimme konzentriert wird recht bald eine Reihe von Hollywood-Stars vor Augen haben, denen Nathan seine Stimme für die deutschen Fassungen verliehen hat, darunter etwa Johnny Depp, Christian Bale und Paul Walker. Somit ist also ein echter Profi an Board und das macht sich bemerkbar. Jeder Charakter bekommt seine eigene Sprechweise und Stimme, was den Charakteren Leben einhaucht und den Hörspaß steigert. So hat jeder Charakter einen recht schnellen Wiedererkennungsfaktor und durch die konsequente Umsetzung wird das Hörbuchspektakel im Kopf schnell zum 3D-Streifen.

Da die Hörbuchfassung ungekürzt ist, stellt das Hörbuch eine bequeme Art für alle Büchermuffel da, sich die Fälle des Harry Dresden doch noch zu geben.

Also engagiert den einzigen Magier der im Telefonbuch gelistet ist!

Meine Wertung:
4,5 von 5 Fluchträn
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am 15. Februar 2015
Harry Dresden ist mir in den letzten Jahren immer wieder ans Herz gelegt geworden. Und nachdem ein Bekannter mir nun das Buch auf den Schreibtisch legte, gibt es wohl keine Ausrede mehr. Also, Ärmel hoch und ran an das Werk.

Ich muss eines vorweg schicken: Ich bin kein Fan der Urban-Fantasy, und das wird man dieser Rezi klar anmerken. Aber ich rede Dinge auch nicht absichtlich schlecht. Trotzdem sind diese Zeilen weit davon entfernt, objektiv zu sein. You’ve been warned…

Harry Blackstone Copperfield Dresden – ein Name, der sogleich Bilder und Ideen im Kopf produziert, ich mag das. Harry ist Magier und Privatschnüffler in Chicago – der mutmaßlich einzige seiner Branche und damit ein gefragter Mann. Bei dem Charakter wird nicht an Klischees gespart (aber das ist auch nichts schlechtes): Es handelt sich um einen zynisch-humorigern „Lone Wolf“, der notorisch knapp bei Kasse ist. Das sind die bekannte Film-Noir-Elemente, und Jim Butcher weiß, sie gut in Szene zu setzen.

Unser Privatschnüffler jedenfalls bekommt nicht nur einen, sondern gleich zwei Fälle vorgelegt: Da ist der bizarre Mord an einem Liebespärchen, für das die Polizei ihn hinzuzieht. Und da wäre die Frau, die ihn nach ihrem verschwundenen Ehemann auf die Suche schickt. Natürlich geht es bei den Fällen nicht mit rechten Dingen zu, natürlich – alles andere wäre bei dem Protagonisten ja auch enttäuschend gewesen – ist Magie im Spiel. Und die Mafia. Und eine ganze Menge mehr.

Eine Mischung, die verspricht, spaßig zu werden, und das ist sie tatsächlich. Allein hatte ich das Gefühl, dass Jim Butcher es erst nach guten 100 Seiten richtig hinbekommen hat, Stimmung zu erzeugen. Hat man den etwas trägen Einstieg jedoch gemeistert, liest sich das Buch schnell von der Hand .

Wie schon eingangs erwähnt, bin ich kein fan der Urban-Fantasy und von Magie schon mal gar nicht. Trotzdem fand ich den Ansatz, den Burcher hier gefunden hat, wirklich gelungen. Harrys Kräfte, ja, die ganze Welt fügt sich zusammen, es wirkt nicht „over-the-top“. Spürbar ist, wie viel Herzblut des Autors in die Erschaffung dieses Universums geflossen ist. Wobei an der einen oder anderen Stelle auch etwas zu dick aufgetragen wurde. Nicht zwangsläufig bei der Magie, aber vor allem bei den Charakteren, die uns da in „Sturmnacht“ über den Weg laufen. Mir kamen sie allesamt eine Idee zu Überzeichnet vor, egal ob ich mir nun Marcone ansehe, weiter bei Murphy mache oder beim Shadowman lande. Hier ist „Style over Substance“ spürbar. Auch das passt in die Welt, die Jim Butcher zeichnet – aber es ist eben nicht für jeden was. Manchmal hat man eben das Gefühl, das Coolness das zentrale Motiv der handlung war, und das hätte es nicht sein müssen.

Was auch nicht hätte sein müssen, ist der Umstand, dass der Autor mich immer wieder an die hand nimmt und mir vor Augen führt, dass Harry Angst oder Wut hat. Oder beides. Gleichzeitig. Ich bin mir sicher, den meisten Lesern ist das nach der dritten Erwähnung so klar, dass man ihn nicht immer wieder daran hätte erinnern müssen. Aber nun gut, das Gedächtnis soll ja manchmal löchrig wie ein Sieb sein.

Im Grund muss ich sagen, dass „Sturmnacht“ ein gelungener Einsteig in diese Welt ist. Aus Perspektive der Urban-Fantasy (falls es so was denn gibt), ist ein gutes Buch abgeliefert worden. Wer allerding einen Thriller / Kriminalfall erwartet, dem sei ganz klar zu einem anderen Buch geraten, denn er wird von dem, was viele der Fans als Charme bezeichnen, einfach abgeschreckt werden.
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am 23. Januar 2015
So endet das Hörbuch -Sturmnacht- von Jim Butcher. Der schickt in diesem Abenteuer seinen magischen Helden Harry Dresden zum ersten Mal in den Kampf gegen das Verbrechen und die Schwarze Magie. Ganz ehrlich, ich habe nicht all zu viel von diesem Stoff erwartet. Wenn Autoren Butcher, Slaughter oder so ähnlich heißen, bin ich immer irgendwie auf den Abklatsch von guten Büchern eingestellt. Aber: Ich muss mich entschuldigen. Dieser Harry Dresden hat was. Gelesen von David Nathan sowieso. -Sturmnacht- ist ganz sicher kein Geniestreich im Fantasygenre, aber alle Mal ein richtig gutes Buch, das sehr unterhaltsam und kurzweilig rüberkommt. Ich werde mir ganz sicher eine Fortsetzung gönnen. Und wenn ein Autor das schafft, dann hat er doch eigentlich schon gewonnen...

Harry Dresden hat Ebbe in der Kasse. Der Magier, der früher fast der Schwarzen Magie verfallen wäre, hilft der Chicagoer Polizei, vor allem der Ermittlerin Murphy immer wieder aus der Klemme. Aber momentan gibt es keine Aufträge für Dresden. So nimmt er nebenbei einen Auftrag von Monica an, der ihr Ehemann Viktor abhanden gekommen ist. Gerade als Harry in die Suche einsteigen will, geschieht ein spektakulärer Mord in Chicago. Ein Paar wird mit heraus gerissenen Herzen aufgefunden. Irgendwie scheint Unterweltboss Marconi etwas mit der Sache zu tun zu haben, doch als Harry die Leichen sieht, weiß er, dass ein Schwarzer Magier seine Finger im Spiel haben muss. Dieser Fall lässt sich nur mit Magie lösen. Doch Murphy macht Dresden die Hölle heiß und der muss noch aufpassen, dass er nicht vom Weißen Rat der Magier ins Jenseits befördert wird. Sein Aufpasser Morgan wartet nur darauf, dass Harry gegen die Regeln des Rates verstößt. Also macht Harry sich an die Arbeit. Er befragt einen Elfen und seinen Helfer, den Totenkopf Bob. Nach und nach kommt Harry auf die Spur des Mörders und gerät dabei selbst in Lebensgefahr...

Dieser Stoff hat mich wirklich kurzweilig unterhalten. David Nathan liest Butchers Buch mit Klasse. Der Stoff wird solide und sauber erzählt und wartet mit einigen originellen Charakteren auf. Wenn man die Geschichte gehört hat, weiß man auf jeden Fall: Wenn demnächst Dämonen oder Hexen hinter einem her sind, schlägt man das Telefonbuch auf und sucht den Namen Harry Blackstone Copperfield Dresden...
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am 14. Februar 2014
Die erste Hälfte des Buches kommt, nach einem Schocker zu Beginn, noch geruhsam daher. In diesem Teil des Buches hat mir der Schreibstil eigentlich am Besten gefallen. In leichter und amüsanter Art wird der Magierdetektiv und sein derzeitiger Fall eingeführt. Die Sprache zeichnet schöne Bilder von der Welt und der Autor findet auch überraschend plausible Gründe für einige magische Besonderheiten. Hier und da habe ich mich über besonders gelungene Formulierungen sehr gefreut, so zum Beispiel "Mister (die Katze) legte sich vor den Kamin und gebot, dass er warm werde." - Großartig! Genauso wie die pfiffigen Lösungen des Detektivs selbst, beispielsweise beim Überzeugen des Elfs.
Ab der zweiten Hälfte ist mir das Erzähltempo dann allerdings zu hoch. Gerne hätte ich ein paar mehr Details gehabt, ein wenig Pause in der so ein Held vielleicht reflektieren kann. Doch dazu kommt es nicht. Stattdessen überschlagen sich die Ereignisse und immer, wenn der Leser denkt: Jetzt geht es nicht mehr schlimmer - dann legt der Autor noch ein neues Problem in die Waagschale. Das fand ich persönlich jetzt doch etwas übereifrig. Es scheint fast, als wenn jemand den klassischen Autorentipp: "Lass den Helden leiden" karikieren wollte. Aber der schöne Einstieg und die zwar überreichliche, aber immerhin schlüssige Handlung haben den Roman trotzdem zu einem Lesevergnügen gemacht.
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am 27. März 2015
Mehr durch Zufall bin ich auf Harry Dresden gekommen und bereue es nur, nicht schon früher von Harry gehört zu haben.

Ein Magier mal in unserer Welt, in unserer Zeit, nicht in einem Fantasy Land, nicht zur einer Zeit, die man nur aus Geschichtsbüchern kennt.
Kein Obermagier, kein Elfe, Zwerg, sondern ein Mensch, der Magische Fähigkeiten hat und darin ausgebildet wurde. Ein Mensch der die selben Probleme, naja ausgenommen die Dämonen gegen die er zu kämpfen hat, hat wie wir. Jemand der verletzlich ist, jemand der helfen will, dass Harry Dresden.

Das einzige was ich bemängeln kann, ist die Art wie Murphy mit ihm umgeht. Ich weiß nicht warum sie so ist, immerhin hilft er ihr wo er nur kann.

Was mir aber ganz und gar nicht gefällt (was aber nicht dem Buch anzukreiden ist und ich auch nicht in der Bewertung einfließen lasse):
Band 1 kann Wispersyn for Voice und ich fand das einfach nur toll. Aber..... Eben nur Band 1, alle anderen Bändern sind es eben nicht. Meine Anfrage bei Amazon dazu wurde leider nicht weiter beantwortet :(
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