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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein extrem brutal ehrlicher, authentisch wirkender und sehr aktueller Krimi
Korruption. Förderung von Prostitution. Bestechung. Zuhälterei. Drogen. Erpressung. Nötigung. Schieberei und Hehlerei. Diebstahl. Unterschlagung. Gewalt und Aggression. Missbrauch. Vergewaltigung. Fälschung. Brandstiftung. Anstiftung zu Verbrechen. Vertuschung. Falschaussagen und Meineid. Folter. Tötung. Und Mord.

Diese Aufzählung...
Veröffentlicht am 29. August 2011 von Christian Mayr

versus
3.0 von 5 Sternen Guter Krimi
Der Krimi ist gut geschrieben. Leider war er für mich nicht so überragend wie angepriesen.
Hätte ihn mir fesselnder gewünscht. Thematik allerdings gut aufgenommen.
Vor 7 Monaten von Kunde 5 veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein extrem brutal ehrlicher, authentisch wirkender und sehr aktueller Krimi, 29. August 2011
Von 
Christian Mayr "einmeier" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
Korruption. Förderung von Prostitution. Bestechung. Zuhälterei. Drogen. Erpressung. Nötigung. Schieberei und Hehlerei. Diebstahl. Unterschlagung. Gewalt und Aggression. Missbrauch. Vergewaltigung. Fälschung. Brandstiftung. Anstiftung zu Verbrechen. Vertuschung. Falschaussagen und Meineid. Folter. Tötung. Und Mord.

Diese Aufzählung liest sich erschreckend und ist noch erschreckender und brutaler, wenn sie fast täglicher, alltäglicher Tatbestand von Beamten einer Polizeiwache eines Pariser Vororts ist und die Täter indirekt vom Innenministerium protégiert werden, das mit allen, wirklich allen Mitteln die katastrophal hohen Kriminalstatistiken zu drücken versucht. Große und kleine Auseinandersetzungen zwischen den Anwohnern, Hausbesetzern, Jugendlichen der x'ten Generation aus Einwanderern sind normal, Unfälle und selbst Tote auf allen Seiten werden in Kauf genommen: bis der Funke überschlägt und aus der ehemals kleinen Flamme ein Großbrand wird, der vor nichts und niemandem zurückschreckt.

Hatte die Autorin medienwirksam in ihren beiden vorhergehenden Romanen noch die französische Polit- und Wirtschaftsprominenz zu Spielfiguren Ihrer düster-schwarzen, extrem realistisch wirkenden Krimis gemacht, konzentriert sie sich nun auf den täglichen Wahnsinn der Strasse, auf die tägliche Gewalt, auf die täglichen Auseinandersetzungen und natürlich auch auf die deutliche Kriminalität auf unterster Ebene der Polizei-Hierachie - damit wirkt der aktuelle Krimi noch brutaler, noch authentischer, noch nachvollziehbarer und schockierender. Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Medienerstattung in Hinblick auf die Auseinandersetzungen zwischen dem Volk und der Politik ist kaum noch zu trennen, was Fiktion, was Realismus ist und damit ist Manotti wohl die größtmögliche Kritik der aktuell politisch wahnsinnigen Situation in Frankreich, im Großraum Paris gelungen, die selbst deutschen Lesern unheimlich wird, wenn Nacht für Nacht nicht nur in Berlin Autos brennen. Frankreich - quo vadis? Deutschland - quo vadis? Europa - quo vadis? Manotti zeichnet eine düstere Zukunft, eine Warnung. Dass diese Warnung zugleich erschreckend spannend ist, hinterlässt den Leser verstört und verstörend fassungslos zurück. Ein Krimi, wie er schockierender nicht sein könnte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend und straff erzählt, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
Dominique Manotti hat mit diesem Buch eine Art verstörende Reportage über die Polizeiarbeit in den Banlieues von Paris verfasst. Bei der Lektüre kann man schnell vegessen, dass es sich nur um einen Roman, eine Fiktion handelt.
Die Schilderung wirkt so plastisch und überzeugend, dass man sich leicht vorstellen kann, die Polizei ist tatsächlich mit rechtsradikalen, korrupten, desinteressierten Personen durchsetzt, für die das Recht, ausgeübt und gebeugt von willfährigen Staatsanwälten, Richtern und Ministerialbeamten, hauptsächlich zum Schutz ihrer Aktivitäten dient. Für die Unterpriviligierten dagegen stellt es eine stete Bedrohung dar.
Manotti gelingt es, trotz der straffen Erzählweise und der Konzentration auf das Wesentliche, mit groben Strichen den Figuren Tiefe zu verleihen und Atmosphäre zu schaffen.
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3.0 von 5 Sternen Guter Krimi, 14. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
Der Krimi ist gut geschrieben. Leider war er für mich nicht so überragend wie angepriesen.
Hätte ihn mir fesselnder gewünscht. Thematik allerdings gut aufgenommen.
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4.0 von 5 Sternen Sperriger Realismus, 30. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
Ja, okay, ich bin hier der Meckerer, der immer was auszusetzen hat, wo doch alle so begeistert sind. Doch mich hat "Einschlägig bekannt" nicht ganz überzeugen können, denn Realismus allein macht noch keinen guten Roman, wie ich finde. Mag die Welt auch so sein, wie sie Manotti kenntnisreich und detailliert beschreibt, ist mir persönlich das für eine packende Geschichte zu wenig.

Im einzelnen:
Diesem Roman fehlen echte, tragende Hauptfiguren. Es ist schon mal schwer, der Geschichte zu folgen, da die komplexen, parallel laufenden Handlungsstränge mit ihrer Fülle an Figuren sich nicht so leicht merken lassen. Wer wie ich jeden Tag etwas davon liest, hat es darum schwer immer wieder reinzufinden. Dazu sind die meisten Personen schlicht unsympathisch, Gauner, Lügner, Mörder, dem Leser fehlt passagenweise eine Figur, mit der er sich wenigstens etwas identifizieren kann und die ihm als roter Faden dient. Ein junger Polizist, eine junge Polizistin tauchen zwar auf und mühen sich, aber man weiß nie so recht, ob man sich nun an sie halten darf oder nicht. Im ganzen Buch scheint Heldenverbot zu herrschen.

Gefallen hat mir aber das Thema "Banlieue" und die Vernetzung der Handlung von der obersten Politik über das Karrierestreben einzelner bis zur dumpfen Triebabfuhr ganz unten. Das ist in der Tat meisterlich gemacht. Der Stil dagegen, in dem das geschrieben ist, weniger. Knappe Beschreibungen, mitunter aufzählungshaft wie eine Liste, reduziert auf manchmal nur ein einziges Wort als ganzer Satz, das wirkt mitunter wie ein Stichpunkt-Manuskript, hier hab ich mich gefragt, ob das wirklich eigener Stil ist oder nur ein Trick, sich vor schwierigeren Beschreibungen, die ins kitschige oder abgeschmackte abgleiten könnten, zu drücken. Gefallen hat es mir persönlich nicht sehr. Holzhacken mit Worten.

Das Ende wieder ganz, ganz realistisch: Das Böse triumphiert, die Wenigen, die sich überhaupt dagegen gestemmt haben, scheitern. Dankeschön, das brauche ich, um mich zu entspannen. Denn genau darum lese ich ja eigentlich Romane. Realismus suche ich dafür umso mehr in Zeitungen, Magazinen, im Internet, bei den Fernsehnachrichten.

Fazit: Manotti schreibt kluge Bücher, die ohne Zweifel auch Preise verdient haben, denn sie prangert in ihnen gesellschaftliche Missstände an. Sie hat bisher aber kein Massenpublikum gefunden, weil sie keine Helden liebt. Das wäre dafür aber nötig. Denn an einen Maigret kuschelt man sich so herrlich als Leser an, lässt sich von ihm durch die böse Welt führen und weiß, dass am Ende schon alles gut werden wird. Ganz extrem unrealistisch, aber eine kleine, herrliche Flucht aus dem Alltag.

Manotti Leser sollten also wissen: Keine tolle Hauptfigur, sondern bestenfalls tapfere kleine Rädchen im Getriebe. Komplexe Handlung auf mehreren Ebenen, da ist waches Mitdenken Pflicht genau wie ein gutes Personengedächtnis. Zuallerletzt kein Happy End, keine Erlösung, stattdessen harter Realismus.

Also nichts für jeden Tag. Interessant aber allemal.
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5.0 von 5 Sternen super, 28. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
sehr zufrieden - geren wieder !!
x x x x x x x x x x x x x x x x
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5.0 von 5 Sternen Beinah verstörend direkt, 16. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
Der Roman spielt in den Pariser Vorstädten, thematisiert die dort herschende Gewalt und die nicht immer glückliche Rolle, die eine zum Teil höchst fragwürdige Polizeiarbeit in diesem Kontext spielt.
Die Art der Darstellung ist unheimlich direkt und schonungslos. Der Schreibstil von Manotti war für meinen Geschmack ungewöhnlich, manchmal hat man fast das Gefühl ein Drehbuch zu lesen.
Fesselnd und irgendwie anders, aber besonders.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niveauvoller und spannender Krimi, 25. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
"Einschlägig bekannt" ist ein spannender, realistischer und niveauvoller Krimi, der besonders durch seine lakonisch-drastische Art gefällt. Schnörkelloser Erzählstil, spannende Story, die sich um mehrere gut gezeichnete Charaktere entwickelt.

Sehr empfehlenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Öffentliche Gewalt wie sie nie gemeint war, 10. Mai 2012
Von 
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(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
Das Kommissariat in Panteuil, ein Pariser Banlieue, ist Dreh- und Angelpunkt dieser düsteren Fast-Reportage um korrupte, kriminelle und karrierefixierte Polizisten, Politiker die ihre Interessen und Weltsicht durch die Ordnungshüter durchsetzen lassen, ohne Rücksicht auf die Belange der Menschen die im Vorort leben.

Manotti wirft den Leser in eine komplexe, figurenreiche Geschichte. Polizisten die ihre Macht nutzen um von osteuropäischen Prostituierten Schutzgeld zu erpressen, die Kriminelle decken wenn es ihnen nutzt oder weil sie sich selbst erpressbar gemacht haben. Ordnungshüter die gewaltsam gegen vermeintlich Verdächtige vorgehen, gedeckt durch einen Corpsgeist der alles unter den Teppich kehrt was zu unliebsamen Enthüllungen führen könnte. Falsche Zeugenaussagen und manipulierte Beweise sind fast schon Alltag. Körperverletzung und Mord werden in Kauf genommen, wenn es sein muss.
Nicht minder desillusionierend die bürokratischen Abläufe und Willkür bei der Aufnahme von Anzeigen. Das betreffende Büro der Dienststelle wird von den Polizisten nur "Heulbüro" genannt. Entgegengenommen wird nur was für gute Außendarstellung, ordentliche Statistiken und damit auch der eigenen Beförderung dienlich ist.

In den oberen Etagen der Dienststelle und im Innenministerium mit seinen informellen Kreisen ist alles auf Karriere ausgerichtet. Das schüren von Ausländerfeindlichkeit und Ängsten, die Durchsetzung von Law und Order, die letztlich nicht nur Eigeninteresse sind, sondern auch Immobilienspekulanten nutzen, wenn im Zuge von "Säuberungen" Häuser brutal geräumt werden oder auf mysteriöse Weise in Flammen aufgehen.

All diese Elemente werden elegant zu einer Handlung verwoben. Die unterschiedlichen Handlungsträger und ihre zunächst nebeneinander herlaufenden Aktivitäten bündeln sich für den Leser zu einer erschreckend realen Handlung. Fast schon schicksalhaft laufen die Elemente zusammen, keiner hat wirklich die Kontrolle über alles und doch wirken alle durch ihr Tun daran mit, das die Verhältnisse einigen nutzen und den Vielen unten schaden.
Keine der Figuren im Roman versteht tatsächlich die ganze Wahrheit dessen was hier gespielt wird. Da wo jemand Strippen ziehen kann, wird dafür gesorgt das die Wahrheit nicht ans Tageslicht kommt und die Kleinen geopfert werden damit die Großen geschont bleiben.

Die bloß 250 Seiten starke Geschichte ist voll mit Figuren, Geschichten und Handlungsteilen, das man nur staunen kann, wie großartig die Autorin alles zu einer kohärenten Gesamtstory zusammenführt. Anfänglich fühlt man sich etwas überwältigt von den vielen Figuren, aber das legt sich sehr schnell und Manotti nimmt uns mit auf einen hochpolitischen Horrortrip in die Realität der Vorstädte. Sehr gelungen fand ich die Idee zwei junge Polizisten durch ihre ersten Tage auf der Dienststelle zu begleiten. Was immer der Leser für Illusionen über die Polizei bzw. den Polizeidienst gehabt haben mag, sie werden ihm geraubt.

Dominique Manotti erzählt ruhig, fast nüchtern sachlich. Hier wird nichts beschönigt, die Erzählung ist atmosphärisch dicht und die Charaktere werden durch ihr Handeln und sprechen zum Leben erweckt. Manotti behauptet nicht, Sie zeigt uns, wie die Menschen, über die Sie schreibt, sind.
Formal brillant, politisch brisant, spannend und illusionslos real. Lesen!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll geschrieben, zutiefst realistisch: ein Polizeithriller vom Feinsten, 1. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Einschlägig bekannt (Broschiert)
Diese Autorin ist gewaltig. Ich bin ein nimmersatter Fan von Krimis und Thrillern, die sowohl toll geschrieben als auch zutiefst realistisch sind, mit wahrhaft glaubwürdigen Figuren. Legt man diese Messlatte an, so ist "Einschlägig bekannt" absolute Spitze. Vielleicht das Beste, was ich an Polizeithrillern kenne.
Der Erzählstil ist immer sehr nah dran und auf eine elegante Art knapp und rasant, die Story ist düster, knallhart, bewegend: Wie die Jungpolizisten im Vorstadtkommissariat den ersten Ernstfall erleben und wozu er führt. Denn die Folgen sind breit gefächert ...
Dominique Manotti schreibt sog-artig, filmisch, mit scharfen schnellen Schnitten und faszinierend ineinandergreifenden Perspektiven, und erschafft dabei ein finsteres, 100% glaubwürdiges Panorama, das direkt aus der Wirklichkeit zu kommen scheint. Wirklich beeindruckend.
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Einschlägig bekannt
Einschlägig bekannt von Dominique Manotti (Broschiert - November 2011)
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