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86 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!!!
Für jeden Freimaurer, jeden, der sich damit beschäftigt und VOR ALLEM jeden, der darüber nachdenkt, Freimaurer zu werden EIN MUSS!!!

Literarisch, journalistisch und stilistisch zwar ein nahezu unlesbares Disaster - aber darauf kommt es nicht an....

DENN: Wer dieses Buch gelesen hat und sich mit den darin enthaltenen Kritikpunkten...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2009 von Carsten Peiler

versus
189 von 216 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lieber Bruder Burkhard Gorissen
Ich habe Dein Buch mit größtem Interesse gelesen. Nicht nur weil ich selbst Freimaurer bin und ich Deinen Schritt, von der FM weg, verstehen wollte, sondern auch weil ich öffentlich als Freimaurer Vorträge halte und natürlich eine qualifizierte Meinung haben will, wenn mich jemand nach Deinem Buch fragt. So persönlich wie Dein Buch ist,...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2009 von Adam Weishaupt


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189 von 216 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lieber Bruder Burkhard Gorissen, 24. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Ich habe Dein Buch mit größtem Interesse gelesen. Nicht nur weil ich selbst Freimaurer bin und ich Deinen Schritt, von der FM weg, verstehen wollte, sondern auch weil ich öffentlich als Freimaurer Vorträge halte und natürlich eine qualifizierte Meinung haben will, wenn mich jemand nach Deinem Buch fragt. So persönlich wie Dein Buch ist, will ich dazu auch meine Meinung schreiben.
Wenn Deine Hinwendung zur Katholischen Kirche Dir das gibt, was Du in der FM vermisst hast, dann ist dieser Schritt in Ordnung und kein Bruder, der die Alten Pflichten beherzigt, könnte etwas dagegen haben. Diesen Weg und Deine Bekehrung zum Katholizismus hast Du im Buch ausführlich beschrieben.
Die je nach Standpunkt wundervollen oder verwunderlichen "Zeichen", die Du dabei beschreibst, sind zwar schön zu lesen, haben für mich aber etwas von den Geschichten, mit denen man Kinder vom Wirken Gottes überzeugen will: Ob Gott wirklich für Dich Zettel in der U-Bahn liegen lässt, oder Dich bedeutungsvolle Stimmen zum richtigen Zeitpunkt hören lässt, und dass eine zufällig aufgeschlagene Bibel genau zur Situation passt, wie Du es beschreibst, ist das nur durch göttliche Fügung zu erklären?
Aus dem Buch geht hervor, dass Du in der Freimaurerei etwas gesucht hast, was sie nicht bieten kann - und auch nicht bieten will und auch nicht verspricht: Eine klare Antwort auf den Sinn des Lebens und eine klare Antwort auf die Frage nach dem Jenseits und nach Erlösung. Darauf gibt die Katholische Kirche (wie andere Religionen) Antworten - Antworten, die sie als verbindlich betrachtet. Das nennt man Glaubenslehre oder Dogmen (auch wenn das Wort eine negative Konnotation hat.) Die FM verweist zwar auf ein Jenseits und nimmt die Unsterblichkeit der Seele an - aber das ist in keiner Weise verbindlich und es bleibt jedem Freimaurer überlassen, sich seine Eigene Vorstellung zu machen. Verbindlich ist nur, dass alle diese Vorstellungen akzeptiert und nicht bewertet werden.
In Deinem Buch verwendest Du viel Mühe, der Freimaurerei eine "Leere" in diesen letzten Dingen nachzuweisen und wirfst ihr einerseits vor, keinen konkreten Gottesbegriff zu haben (hat sie auch nicht), andererseits sprichst Du von einer "Weihe" der Aufgenommenen an den Großen Baumeister aller Welten. Das scheint mir widersprüchlich, denn der GBaW ist entgegen dem, was Du dem Leser suggerierst, kein "alternativer Gott", sondern nicht mehr als ein Symbol (und sakrale Handlungen wie eine Weihe kennt die FM nicht)
Dein Buch wirkt auf mich wie ein angestrenger Versuch, zu überreden, auch mit unlauteren Mitteln und wo es keine Argumente gibt, sind Dir Appelle an Gefühle, auch die niederen, leicht aus der Feder geflossen.
Du wertest Freimaurer ab, indem Du Ihr Äußeres negativ darstellst. Alte, dicke Männer, die schwitzen gibt es nicht nur unter Maurern. Du wertest unser Brauchtum ab, indem Du es mit herabsetzenden Worten beschreibst. Das entspricht einem Niveau, wo jemand in einer Diskussion mit "wie der schon aussieht..." argumentiert.
Du vertrittst Deinen neu gefundenen Glauben - das sei Dir gegönnt - aber das Buch ist vor allem Deine persönliche Abrechnung mit der Freimaurerei. Und es scheint, dass Du Dich umso katholischer wähnst, je mehr Du die Freimaurerei herabsetzt.
Aufgeklärte und intelligente Leser werden sich nach dem Lesen ihr Urteil bilden können - über Dich, nicht über die Freimaurerei, denn von dem was Freimaurerei positiv definiert, werden sie in Deinem Buch nichts finden.
Schade, dass Deine persönliche Enttäuschung in übles Nachtreten ausartet.
brüderliche Grüße,
AW
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr erhofft, 17. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Prinzipiell finde ich es gut, dass auch mal ein Freimaurer "aus dem Nähkästchen" plaudert, da dieser Verein für Außenstehende doch schwer zu durchschauen ist. Dafür auch die drei Sterne. Fraglich ist, ob die Art und Weise der Darstellung im Buch die Freimaurerei nicht zu sehr herunterspielt. Immerhin wird trotz allem im Verborgenen gehandelt und ein elitäres Denken gefördert. Das finde ich persönlich sehr bedenklich.

Das Buch an sich ist literarisch kein Meisterwerk und daher auch schwer bis zum Ende lesbar.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ent-Täuschungen, 8. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Die Erfahrung des Autors als engagierter Freimaurer höheren Grades lässt ein spannendes Buch erwarten, was es für mich leider nicht ist. Ich habe zwar etliche interessante Einblicke in den äußerlichen Vollzug des Logenlebens bekommen, die spirituelle Auseinandersetzung zwischen FM und Kirche bleibt aber meist auf diese Äußerlichkeiten, auf abwertende Pauschalurteile gegenüpber der FM und idealisierende Andeutungen gegenüber der Kirche beschränkt.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass hier ein ehrgeiziger Mensch geistig weiterkommen wollte und sein vielleicht mehr persönliches Scheitern nun den Freimaurern zuschreibt. Jedenfalls scheint die Kirche seinem Gemüt mehr Erfüllung zu bieten, das sei ihm gegönnt.
Kritisch gegenüber der FM muss ich anmerken, dass es anscheinend möglich ist in hohe Grade zu kommen, ohne wirklich innerlich eine angemessene Entwicklung durchzumachen, sonst wäre der Autor nicht in den 32. Grad befördert worden. Das gibt mir ernsthaft zu denken und für die Anregung dieser Bedenklichkeit gebe ich dem Buch gerne 2 Sterne.
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86 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!!!, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Für jeden Freimaurer, jeden, der sich damit beschäftigt und VOR ALLEM jeden, der darüber nachdenkt, Freimaurer zu werden EIN MUSS!!!

Literarisch, journalistisch und stilistisch zwar ein nahezu unlesbares Disaster - aber darauf kommt es nicht an....

DENN: Wer dieses Buch gelesen hat und sich mit den darin enthaltenen Kritikpunkten intensiv beschäftigt, kommt ein deutliches Stück auf seinem Weg weiter: "Warum möchte ich Freimaurer werden / warum bin ich es - oder warum gerade nicht." Es dienst zur Selbstfindung!

Inhalt (in anderen Kritiken sicher besser beschreiben - siehe dort!) & Kommentar: Der Autor war selbst jahrelang Freimaurer und beschreibt seinen Weg vom Lehrling (1.Grad) zum Großredner (32.Grad) aus seiner jetzigen Sicht - als geläuterter Katholik, der im Grund gar nicht mehr weiß, was er einmal so fasziniernd am Freimaurertum fand. Es entsteht der Eindruck, hier hat ein Suchender, möglicherweise sehr einsamer, inzwischen älterer Herr, inzwischen wohl auch ohne seine Hauptbezugsperson, sein sterbenskranke Mutter, nach einem Weg gesucht, der ihn solange glücklich machte, bis er etwas Neues (bzw.) Altes fand, auf das er sich dann mit aller Energie warf (den christlichen, katholischen Glauben & die entsprechende Kirche) - und zwangsläufig musste das Alte verdammt werden. Gespannt kann man sein auf das Nachfolgebuch: "Ich war Katholik" - in dem die katholische Kirche als Club alter Männer, Verein mit verstaubten Idealen und Ritualen und als "große Täuschung" verdammt werden könnte - vielleicht nach einer weiteren Läuterung und Hinwendung des Autors nun zum Buddhismus...

Die WICHTIGSTEN Kritikpunkte des Buches am Freimaurertum:

1. "Freimaurer sind antireligiös und unchristlich - ja es gab und gibt sogar ausgesprochen "satanische" Freimaurer.
2. Das Freimaurertum ist "von gestern" - vor zweihundert Jahren war es auf Grund der "Gleichheitsidee" revolutionär - heute ist dies eben "Schnee von gestern."
3. Freimaurerlogen sind Vereine älterer Herren, die vorwiegend klüngeln und intregieren und in denen Vereinsmeierei das Wesentliche ist, um das sich alles dreht.

ad 1: Ja, es gab und gibt viele nicht-christliche Freimaurer. Die Offenheit und Toleranz allen Religionen gegenüber ist ja gerade etwas, das das Freimaurertum auszeichnet. Es scheint mir aber nicht so, das in der Regel (!) Katholiken, Christen, Moslems, Juden oa. von ihrem Glauben abgebracht werden, vielmehr soll im Freimaurertum eine Plattform geschaffen werden, in der sich alle, so wie sie sind, in ihrem Glauben ABER MITEINANDER treffen, austauschen und verstehen. - Sicher gab und gibt es Auswüchse verabscheuungswürdiger Richtungen (Satanskult oä.). Würden wir jedoch den Katholizismus nach seinen Päpsten des Mittelalters, nach seinen Exzessen der Inquisition und ähnlichem bewerten, lägen dann auch wir einfach "sehr daneben".
Fazit 1: Das Aufzeigen der schwarzen Schafe der Herde ist notwendig. Die Herde danach zu bewerten ist unangemessen.

ad 2: Ja, alles, was alt ist, ist irgendwie "von gestern". Auch hier drängt sich der Vergleich auf zum Katholizismus. Nur, weil mindestens bis zum 16. Jahrhundert viele der berühmtesten Gelehrten und Mächtigen Katholiken waren und heute der Anteil relativ dazu sehr gering geworden ist, ist die katolische Religion doch nicht grundsätzlich auf dem absteigenden Ast. Es scheint vielmehr so, das jede Organisation mit "Geschichte", mit "Tradition" sich entwickelt eingedenk des Alten, hingewandt auf die Gegenwart, in Gedanken aber auch schon manchmal auf die Zukunft. Und wenn im Buch dann einerseits die aktuelle Öffnung der Logen als letzter Versuch, etwas Totes, etwas "Gestriges" neu zu beleben missbilligt wird, die katholischen Massen-Werbe-Veranstaltung Weltjugendtag aber andererseits in höchste Himmel gehoben wird, fällt es schwer, diesem Argumentationsstrang weiter zu folgen.
Fazit2: Tradition verpflichtet, spornt an - aber birgt auch Gefahren. Organisationen, Religionen, Kirchen entwickeln sich, eingedenk des Vergangenen, weiter. Freimaurertum ebenso auf nicht immer geradem Weg - wie eben jede "Vereiningung" mit Geschichte...

ad 3: Ja, jede Vereiningung verschwendet Energie auf Vereinsmeierei. Die Berichte zur Wahl Kardinal Ratzingers zum Papst waren für mich das beste Beispiel. Aber natürlich gibt es das immer und überall - mal mehr, mal weniger. Sollte man sich deswegen nicht als aktiver Christ in den Kirchenvorstand wählen lassen, als Mitglied der Partei nicht in die Delegiertenkonfernz und vielleicht ein Amt übernehmen, als Freimaurer nicht bereit sein, Beamter zu werden oder einen Kongress auszurichten? Wenn wir uns immer nur raushalten, weil wir Widerstände und Anstregung erwarten, gehen wir den leichten, aber nicht den richtigen Weg. Wenn natürlich der Stress dieser Arbeit für die Organisation, das Planen, das Auseinandersetzen mit den verschiendenen Interessen und und und - wie beim Autor - zu schweren physischen wie psychischen Störungen führt (wie im Buch geschildert), muss man wieder etwas lockerer lassen. Vielleicht nicht jedes Amt annehmen, das einem Jahr über Jahr so ganz gegen den eigenen Willen aufgedrängt wird...
Fazit 3: Begebe ich mich in eine Vereinigung und übernehme Verantwortung, vielleicht in herausgehobener Position, werde ich immer Stress, Neider und Kritiker haben. Sicher habe ich auch das Gefühl der Erfüllung, gewinne Freunde (so ich denn dazu in der Lage bin) und empfinde Glück und Befriedigung "nach getanem Werk". Das gilt für Freimaurerlogen wie für Modellbauclubs wie für Parteien wie für die Kirchen.

Im Buch finden sich noch viel mehr, kleinere wie größere Kritikpunkte - und alle sind beachtens- und überdenkenswert - und deswegen, auch hier nochmal, DAS BUCH IST LESENSWERT. Ohne es vergleichen zu wollen, vielleicht ist "Ich war Freimaurer" so notwendig wie "Das Kapital", um zu verstehen, warum die soziale Marktwirtschaft doch die beste aller schlechten Witschaftsformen ist, so notwendig wie "Mein Kampf", um zu verstehen, warum Freiheit, Toleranz und Demokratie die Werte sind, nach denen es sich zu streben lohnt oder so notwendig wie Kriminalromane um immer wieder das ruhige, zufriedene und hoffentlich meist glückliche Leben, das wir haben, zu schätzen...

Im Übrigen bin ich selbst weder Freimaurer noch nicht-religiös - aber doch ständig auf der Suche, Dinge, von denen ich wenig weiß oder zu denen ich noch eine sehr indifferente Meinug habe, besser zu verstehen. Dies Buch hat mir definitiv dabei geholfen! Dazu meinen Dank an den Autor...
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein vorkonziliarer Zerrspiegel, 16. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Der deutsche Autor und Journalist Burkhardt Gorissen beschreibt in diesem Buch seine ganz persönliche Freimaurerbiographie: vom Eintritt bis zum Ausscheiden elf Jahre später. Dazwischen ist er einfaches Mitglied, mehrmals Stuhlmeister und am Ende Großredner: eine hohe, deutschlandweite Funktion. Schließlich geht er.
Hintergrund ist wohl eine Persönlichkeitsveränderung, die den Autor immer mehr in Richtung eines verengten Katholizismus treibt, eines Katholizismus mit vorkonziliaren Zügen: vor allem was den katholischen Wahrheitsanspruch gegenüber allen anderen Religionen betrifft. Damit das auch für die Freimaurerei paßt, stilisiert Burkhardt Gorissen diese zu einer weiteren Weltreligion hoch, was sie aber weder ist noch sein will. Und so ist es wohl auch kein Zufall, dass das Buch ausgerechnet in einem Verlag aus dem Umfeld des Augsburger Ex-Bischofs Walter Mixa erschienen ist.
Dass es überall menschelt, auch bei den Freimaurern, ist klar. Der Autor stellt das allerdings in einer Weise dar, die streckenweise wie eine Karikatur, ja sogar bösartig wirkt. Und er merkt offenbar gar nicht, dass man dieselbe Methode ebenso oder vielleicht noch überzeugender gegen die Kirche einsetzen könnte.
Wer an Weltverschwörungsphantasien interessiert ist, der wird durch dieses Buch nicht auf seine Rechnung kommen. Ich sehe zwei andere Zielgruppen: Traditionalistische Katholiken, die ihre Vorurteile bestätigt wissen wollen, und Freimaurer, die nicht nur an Bestätigungsliteratur interessiert sind. Auch ein Zerrspiegel kann Stoff zum Nachdenken geben.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Habe mir von dem Buch mehr erwartet, 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hatte ich mir zu Weihanchten gewünscht und mich auch sehr darauf gefreut.
Ich dachte, von jemandem, der in der Freimaurerei sehr aktiv war und alle Grade erworben hat, der weiß doch einiges zu berichten.

Der Autor erzählt in seinem Buch eigentlich mehr, wie er seinen Glauben zu Gott gefunden hat. Ja, es sind schon einzelne Rituale, Treffen und Ähnliches beschrieben, aber sie werden sehr emotional bewertet und nicht sachlich geschildert.

Auch sein Schreibstil hat mich nicht wirklich mitgerissen. Klar ist dies kein Thriller der fesselt, aber der Autor schafft es nicht, mit seiner Erzählung den Leser am Buch zu halten.
Gorissen macht auf mich zwar einen intelligenten Eindruck, hat jetzt eine Art Biografie geschrieben, und sollte es dabei auch belassen.
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80 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Flop!, 25. September 2009
Von 
Joachim Woerner "Buchprüfer" (Mainz Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Wenn sich ein dem Vatikan sehr nahe stehender Verlag mit Enthüllungsliteratur und "Entlarvungen" befaßt, und dies monatelang vorher entsprechend ankündigt, läßt das aufhorchen. Der Verfasser, Kind aus katholischer Familie, erzählt gefühlsbetont von sich selbst, von seiner Bekehrung durch 11 Jahre deutscher Freimaurerei.

Dabei paßt jede Episode, jedes Detail so aufschlußreich in die literarischen Interessen der Herausgeber, daß man es für ein lange geplantes Konstrukt halten könnte, wären es keine auto-biographischen Fakten.

Eigentlich müßte der Erzähler dankbar sein, daß die Freimaurerei so miserabel ist und ihn dadurch festen Glaubens in die Arme der katholischen Kirche zurückholte. Und die Freimaurer könnten zu Recht demonstrieren, wie jeder in ihren Reihen nach seiner Fasson sich entwickeln und nötigenfalls jederzeit auch wieder austreten kann, wenn er mit der sachlichen oder menschlichen Seite dieser Bruderschaft nicht klar kommt.

Das wäre Normalität. So können Menschen friedlich zwischen Konfessionen konvertieren oder Gemeinschaften wechseln. Aber dieses Buch geht einen anderen Weg: Es hakt nach, pauschaliert und versucht gezielt, aus kurzlebigen, individuellen Erkenntnissen, langfristigen Unfrieden zu stiften - z. B. durch die Verteufelung von Humanität.

Da lassen sich 300 Seiten auch nicht mehr durch 500 Worte rezensieren. Zumal der Verfasser so viel Relevantes "vergaß" - z. B. daß die Freimaurerei weltweit aus über 200 völlig unabhängigen Freimaurer-Großlogen (5 allein in Deutschland) mit insgesamt ca. 35.000 weitgehend selbstständigen Logen besteht. Was in der einen Loge oder Großloge temporär mal schief laufen sollte, funktioniert in anderen bis nahezu optimal!

Gibt es eine größere, soziale Gruppierung in der Welt, in der es nie menschelt - in der die von Gott nach seinem Abbild geschaffenen Menschen nicht auch mal Fehler machen?

Wie viele Menschen haben schon Veranstaltungen ähnlich einer Großlogen Hauptversammlung organisiert wie der Autor, der darüber Buchseiten füllt, als wenn es sich um etwas besonders Freimaurerisches handelt. Oder welche Absicht verfolgt die mehrseitige Schilderung seines Aufnahmerituals, zumal er selbst noch betont, daß man so was heute vielerorts nachlesen kann?

Die Zahl der teils bissigen, abfälligen oder arroganten Bemerkungen über die weltweite Freimaurerei aus der Perspektive eines lokalen Meisters vom Stuhl bzw. eines von insgesamt 8 unkoordinierten Großrednern im deutschsprachigen Raum macht dieses Buch kaum noch diskutierbar. Im Übrigen: Normalerweise braucht kein Suchender 11 Mitgliedsjahre, um heraus zu finden, daß die Freimaurerei nicht zur katholischen Trinität führt, sondern einen Gottesbegriff empfiehlt, den auch andere Religionen mit- oder ertragen können.
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43 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Liebe, Zeichen und Symbole ..., 4. Februar 2010
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Ich war Freimauer. Der reißerische Titel und der Klappentext lassen Spannung erwarten: "noch nie"... "weltweit organisierter Geheimbund" ... "Schottischer Hochgradritus" ... "Propagandachef" ... "dunkle Welt". Der neugierige und stilistisch verwöhnte Dan Brown Leser kommt hier jedoch kaum auf seine Kosten, denn der korrekte Titel hätte lauten müssen Wie ich Christ wurde. Bereits nach dem dem Titelblatt werden wir begrüßt: "Allen die für mich gebetet haben". Gorissen skizziert in seiner autobiographischen Erzählung primär einen Konflikt zwischen der Katholischen Kirche und der Freimaurerei. "Die Beichte kann ich Ihnen erst abnehmen, wenn sie ausgetreten sind." (S.302). Darauf sollte man vorbereitet sein. Das Erlösungsangebot lässt sich dann schnell zusammenfassen: Es gibt die Guten und die Bösen. Die wahre Wahrheit und das wahre Falsche.

An wen ist dieses Buch noch adressiert?
Für Nicht-Christen und Nicht-Freimaurer kommt noch Hoffnung auf, denn Gorissen zeichnet sich als Sinnsucher. "Der Geist ist es, der euch verbindet. Welcher Geist? Die alte quälende Frage." (S. 110). Auch wenn er darauf schon mit dem heiligen Geist geantwortet hat, bleibt uns zumindest noch der Blick eines Insiders. So können wir das Buch auch aus der Perspektive der so genannten "Verräterbücher und Verschwörungstheorien" (S.7) lesen. Erst dann liest es sich wirklich unterhaltsam. Ob dies auch für Freimaurer gilt kann ich nicht beurteilen.

Der autobiographische Kern ...
ist schell geschildert: Ein nach Sinn suchender Mann tritt mit 39 Jahren der Freimaurerei bei. Retrospektiv bewertet, spannungsarm, aber detailfreudig erzählt, schildert er seine persönliche Reise durch das Gradsystem der Freimaurerei. Im Laufe der Jahre erklimmt er die drei Grade der blauen Maurerei und die 32 Grade der roten Maurerei. Der 33. Ehrengrad - so erfahren wir - wird nach dem Schottischen Ritus als höchste Auszeichnung verliehen. Mit 50 Jahren tritt Gorissen enttäuscht wieder aus: "Deckungsschreiben" (S.302). Trotz ehrenwerter Titel, ehrenamtlicher Positionen und brüderlicher Anerkennung, konnten ihm seine Wahlbrüder bei der Sinnfindung offenbar nicht helfen. Noch immer empfindet er Sinnleere. Der innere Konflikt wird ihm zur "Kippfigur" (S. 287/293). Die Deutung von Zeichen mittels New-Age-Techniken helfen ihm bei seiner Entscheidung: "Zu Hause las ich in der Bibel, ich schlug eine Seite nach dem Zufallsprinzip auf" (S.176) und "Noch ein Zeichen geschah. Als ich freitags meine Logenutensilien suchte, fand ich sie nicht (...) Zeichen dafür, dass auch der äußere Abschied unbewusst eingeläutet worden war?" (S. 292). Liebe, Zeichen und Symbole, offenbar ein Problem für Gorissen.

Die Sinnkrise...
ist dramaturgisch bis in psychotische Zustände zugespitzt. Zum Teil kommt das Buch deshalb auch sehr anrührend daher, nämlich als Geschichte einer enttäuschten freimaurerischen Brüder-Liebe. Die Erleuchtung, sie bleibt aus. In einer Nahtod-Erfahrung sieht Gorissen dann: "Licht, klarer und immer klarer. Ich sah darin Gesichter, an denen ich vorbeiging, Menschen, in deren Augen ich mich widerspiegelte. Ich erkannte meine Brüder, die in den Schatten zurückfielen. Andere Gesichter traten an ihre Stelle, Mönchsgesichter, und ich hörte einen psalmodierenden Gesang (...) Ich sah Maria, die immerwährende Hilfe, ihren Blick ohne Strenge, nur Liebe." (S. 294f). Dieses Offenbarungserlebnis endet in einem Glaubensbekenntnis zur Katholischen Kirche.

Entscheidung: Freimaurer sind böse.
Gorissen versucht die Ursachen seiner Unsicherheit und Enttäuschung an den freimaurerischen Inhalten, Lehren und der Brüderlichkeit zu verankern. Um es auf den Punkt zu bringen: Es sei der freimaurerische Relativismus "ritueller Zitatenbrei" (S.225) und Freimaurer seien "allesamt Verkünder eines irdischen Paradieses, dass sich in Wahrheit als Hölle erwies" (S.43). Dabei seien die Freimaurer "nicht einmal der Soufflierkasten des großen Welttheaters" (S.9). Er fühle sich gefangen "im freimaurerischen Polytheismus" (S.226). Ein Gott ist gut, aber viele Götter, das sei ihm einfach viel. "Genauso wie die Götterdias, die alle im 32. Grad zum "Meister von Morgen" übereinandergelegt werden." (S. 226).

Was ist wirklich neu?
Wir lernen, dass hinter den Symbolen wohl doch keine verborgene Macht steht. Aber, das wussten Dan Brown Leser schon, spätestens nach "The Lost Symbol". Auch erinnert uns das skizzierte Bild der Wahlbrüder an Browns tragische Figur des Mal'Akh, der nach dem langjährigen Aufstieg von Grad zu Grad feststellt, dass es wohl Zirkel in Zirkeln geben müsse. Gorissen dagegen geht mit einem Realitätsanspruch daran und zitiert aus Albert Pikes "Morals and Dogma": "Den blauen Graden bringt man nur die Bedeutung einiger Symbole nah; (...) Sie lassen es damit bewenden, dass die Mitglieder der blauen Grade sich einbilden die gesamte Freimaurerei erfasst zu haben" (S.49). Kurz: Letztendlich offeriert uns Gorissen nicht wirklich etwas Neues. Was jedoch ernst zu nehmen ist, das ist eine psychische Krise. In den erzählerischen Vordergrund drängt sich immer wieder die persönliche Verarbeitung der Enttäuschung, die wahrgenommene Beliebigkeit, die wahre und die falsche Wahrheit.

Rhetorisches Spiel mit Phantasien und Paradoxien.
Tappen wir hier in die schwammig konzipierte Falle subjektiver Phantasien und Paradoxien, so wird es dann gleich wieder religiös. Mal ist die Freimaurerei eine Religion, nämlich dann, wenn sie als Kontrahent des Vergleichs wirken soll. Mal ist sie keine, nämlich dann, wenn sie als Beliebigkeit oder Relativismus daherkommt. So müssen sich Christen, Freimaurer, Nicht-Christen und Nicht-Freimaurer halt je nach Perspektive durchkämpfen, denn die holprige Verwischungstechnik ist Teil der Dramaturgie. Der gläubige Christ fühlt sich wohl möglich bestätigt, denn an der Reproduktion wiederkehrender Abgesänge wie "Die Satansgesänge der Freimaurer" (S. 137ff) mangelt es nicht. Leider trifft dies weniger auf die Inhalte, als auf die Headlines zu, so dass sich Nicht-Freimaurer, Nicht-Christen und Brown-Leser wahrscheinlich langweilen werden.

Und Frauen?
Leider sind Frauenrollen sehr spärlich besetzt. Neben der Marienerscheinung findet sich auf der Realitätsebene die vom Tode gezeichnete Mutter Gorissens. Gelegentlich finden wir auch die generalisierte Gruppe der "Schwestern". Gorissen selbst bezeichnet sein Buch als "eine intensive Auseinandersetzung mit der Freimaurerei, wie sie von Seiten der Brüder immer gefordert wird." Leider enttäuschend. Von Auseinandersetzung kaum eine Spur, denn die Dramaturgie der Rollen lässt sich schnell durchschauen und ist nicht nur aus diesem Grund, sondern auch stilistisch eher eine Niete. Auch darauf sollte man vorbereitet sein, denn dann würde sich das Buch auch von Nicht-Katholiken lesen lassen.

Ist dieses Buch ist ein Ratgeber?
Nein,
weil es an säkularisierten alternativen Angeboten mangelt. Leider überlässt Gorissen genau diese Entscheidung nicht den Lesern. Irgendwie leidet man zwar mit ihm und nimmt Teil an dem Schicksal eines suchenden Mannes, aber schließlich ist es doch nicht so traurig wie es scheint, denn es gibt ein ja Happy-End. Gorissen kehrt in den Schoß der Katholischen Kirche ein und hat offensichtlich dort Erfolg und Erlösung gefunden.
Ja,
weil das Leid zählt. Aber eben auch Mitleid erzeugt und einseitig fokussiert. Und ja, wenn man die Dramaturgie, die kohärenzlosen Überschriften und öden Wiederholungen nicht als Flickenteppich durchschaut. Genau das verleiht dem Buch die Authentizität einer Sinnkrise, in der wir uns schließlich früher oder später alle selbst befinden. Oder etwa nicht?
Nein,
weil es überhaupt nicht als Aufarbeitung der großen Fragen von Philosophie, Polytheismus oder Apotheosis konzipiert ist. Wirklich schlüssige Argumentationen pro Christentum oder kontra Freimaurertum fehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Purer Katholizismus, 11. September 2013
Von 
Edgard Fuss "edgard" (Woltorf/Peine) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Ein aus katholischer Familie stammender Mensch wendet sich aus Neugier der Freimaurerei zu, begreift nicht was er dort findet, findet daher auch nicht was er sucht und wird, geleitet von engelsgleichen Lichtgestalten als reuiger Sünder zurückgeführt in den Schoß der vorkonzillianischen katholischen Kirche.
Ein katholischer Verlag bietet diesem Menschen, einem nicht so ganz erfolgreichen Schriftsteller an ein Buch zu schreiben über diese Zeit, und darin findet sich abgrundtiefe Verachtung, wenn nicht Hass auf das was er selbst 11 Jahre (!) lang maßgeblich mitgestaltet hat.

Man könnte als Freimaurer darüber hinweggehen - (kirchliche) Hetz- und Verräterschriftn gibt es schließlich genug, wenn, ja wenn Gorissen mit seiner Beschribung des inneren Zustands der real existierenden Freimaurerei wirklich Unrecht hätte. Aber auch wenn einige FM empört aufschrienen - das was der Autor über den inneren Zustand schreibt ist leider vielfach zutreffend - und auch ich habe die sog. reguläre FM deswegen verlassen - was mich im Vorfeld schon die "wahre Bruderliebe" intensiv erleben ließ.
Nein, die FM hat nach innen und nach aussen schon lange versagt, und wäre dies nicht so - dann wären Burkhardt Gorissen, ich und wohl noch viele andere mehr vielleicht immer noch Bruder.

Allein die Schwarz-Weiß-Malerei die auf die handelnden Charaktere breit ausgewalzt wird, die Lobhudelei auf die r.-k. Kirche und den katholischen Glauben ansich einserseits und die im wahrsten Sinne Verteufelung der Freimaurerei zeigt wo es langgehen soll - und welche Interessen wirklich hinter diesem Buch stecken.
Es ist sicherlich kein Zufall daß so ganz nebenbei z.B. auch Prof. Hans Küng, Opfer moderner katholischer Inquisition gleich sein Fett mit wegkriegt und mit der angeblichen satanischen, kirchen- und religionsfeindlichen Freimaurerei in eine Sack gesteckt wird.
Gleichsam ist es interessant wie auswechselbar Kirche und Freimaurerei in diesem Buch werden - dasselbe was der Autor so süffisant über andere Freimaurer schreibt ließe sich im Wesentlichen eben gerade auch auf die r.k. Kirche übertragen - wobei es Schändungen und Vergewaltigungen von Kindern und Jugendlichen bei der FM nur in den besagten Hetzschriften gibt. Über die Realität der Kirchen schreibt Gorissen nichts.

Mein Fazit: Ein vom Katholizismus bezahlter Autor der - wes Brot ich ess'des Lied ich sing - das schreibt was er schreiben muß.

Einem "Profanen" nützt dieses Buch nichts - es sei denn er/sie ist überzeugter Katholik oder Freimaurerfeind - zur Bestätigung seiner Vorurteile.

Den FM jedoch empfehle ich dieses Buch zu lesen - denn es tut das was ja - wie beschrieben - Bestandteil der Aufnahme und der Beförderung in den Gesellengrad ist - Schau in den Spiegel und erkenne Dich selbst!
Die Freimaurerei hat das dringend nötig.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unaufrichtigkeit und Unwissenheit in Buchform, 20. Februar 2013
Von 
Werner J. Kraftsik (am schönsten Teil des Rheines) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ich war Freimaurer (Gebundene Ausgabe)
Schon kurz nach Erscheinen habe ich dieses Buch gelesen.
Heute ist aus diesem "Renner" ein Remitent geworden, der auf dem Grabbeltisch verrammscht wird.
Durch eine Sendung des SWR über "Geheimnisse" bin ich wieder zu diesem Buch gekommen, weil man den Autor als "Kenner" der Freimaurergeheimnisse interviewte.
Mein beim Lesen des Buches entstandener Eindruck der Unaufrichtigkeit von Herrn Gorrissen hat sich verstärkt.
Er war NIE "Chef des Hochgradsystemes", er durfte bis zum 32. Grad "aufsteigen". Er hat das in keinem der zahlreichen Auftritte, wenn er so "angekündigt" wurde, je ernsthaft dementiert.
Trotz dieser "Karriere" hat der Autor offenbar zu keinem Zeitpunkt wirklich begriffen, was Freimaurerei ist, was sie ausmacht und wozu man sie nutzen könnte.
Auf die Frage des Moderators der Sendung was denn nun das Geheimnis der Freimaurer ist oder sein könnte verwies er darauf dass man in den Vereinsregistern die Leiter der Logen finden könne - das wäre das ganze Geheimnis!
Dass Freimaurer im wesentlichen an sich selbst, an der Verbesserung ihrer Persönlichkeit arbeiten (sollen) und sich sich dazu einer Symbolsprache bedienen scheint diesem Mann trotz 11jähriger Mitgliedschaft nie aufgegangen zu sein.
Darüber ist in dem Buch NICHTS zu finden.

Außerdem hält sich ein Mensch von Anstand an gegebene Versprechen.

Jeder, der eine Firma wechselt, ist verpflichet - qua Vertrag - Betriebsgeheimnisse, die er erfahren hat, nicht zu verraten.
Herr Gorrissen hat sogar einen Eid abgelegt, dass er das, was er IN der Loge erfährt, NIE preisgeben wird.
Das er diesen Eid in Bezug auf die Rituale gebrochen hat ist letzendlich kein Schaden, da gab es früher "bessere" Verräter.
Dass er aber das persönliche Wort, die Vertraulichkeit - das ist z.B. ein Teil des Geheimnisses - in schnöder Wese gebrochen und die menschlichen Verhaltensweisen der Menschen, die er "Brüder" nannte aus persönlicher Eitelkeit ausgewalzt hat, kennzeichnet ihn als wenig charakterstarken Eid-Brecher, dem nicht nur Freimaurer, sondern alle anderen ebenfalls, bei allem was künftig von ihm kommt, sehr sehr zurückhaltend reagieren werden.
Wie sagt das Sprichwort: Wer einmal lügt............
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Ich war Freimaurer
Ich war Freimaurer von Burkhardt Gorissen (Gebundene Ausgabe - 1. September 2009)
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