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89 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und schräghumorig
Flavia ist nich so ganz von dieser Welt, um nicht zu sagen: sie lebt in ihrer eigenen. Jüngste Tochter einer verstorbenen Mutter und eines verschrobenen Vaters, hat sie sich eine ganz besondere Lebensnische ausgeguckt: Flavia ist von allem fasziniert, was mit Chemie zu tun hat, allen voran von Giften.
Erstes Studienobjekt ist ihre gehassliebte Schwester...
Veröffentlicht am 15. September 2009 von LucyWeston

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unsympathisches Gör löst Kriminalfall.
Hörbuchrezension

Ich konnte den vielen begeisterten Kritiken nicht widerstehen und habe mir dieses Hörbuch zugelegt.

Die Protagonistin ist das, was man im Englischen als einen "Geek" oder "Nerd" bezeichnen würde. Intelligent, aber verschroben, und im Umgang mit ihren Mitmenschen deutlich gestört. Wer mischt schon seiner...
Veröffentlicht am 18. Januar 2012 von Pixie


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89 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und schräghumorig, 15. September 2009
Von 
LucyWeston (Deekelsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Flavia ist nich so ganz von dieser Welt, um nicht zu sagen: sie lebt in ihrer eigenen. Jüngste Tochter einer verstorbenen Mutter und eines verschrobenen Vaters, hat sie sich eine ganz besondere Lebensnische ausgeguckt: Flavia ist von allem fasziniert, was mit Chemie zu tun hat, allen voran von Giften.
Erstes Studienobjekt ist ihre gehassliebte Schwester Ophelia, kurz Feely. Erste Genossin im Kampf gegen das Verbrechen ist Gladys - ihr Fahrrad.

Und Verbrechen gilt es zu bekämpfen, denn eines unschönen Morgens entdeckt Flavia einen Sterbenden im Buckshawschen Gurkenbeet. Leider weiß sie nur zu gut, daß ihr Vater Streit mit diesem Mann hatte - Colonel de Luce steht denn auch bald offiziell unter Mordverdacht. Jetzt legt Flavia los: mit Feuereifer macht sie sich daran, den aberwitzigsten (gelegentlich nur in ihrer Phantasie existierenden) Hinweisen zu folgen. Und lernt dabei zum ersten mal ihren Vater kennen...

Das Buch wurde ja ohne Ende mit Vorab-Lorbeeren überhäuft. Ein Preis auf Grundlage eines einzigen Kapitels? Das stimmt mich eher mißtrauisch, denn ich war schon öfter von Büchern enttäuscht, von denen ich die Leseproben hochspannend fand. Bei diesem Roman hier war mein Mißtrauen jedoch unbegründet - ich mochte es vom Fleck weg. Flavia und ihre Schwestern sind in sich schlüssig geschilderte Charaktere, und auch die Schwierigkeiten eines mutterlosen Mädchens mit ihrem in sich gekehrten Vater werden berührend beschrieben. Das ist eine ordentliche Portion Tragik in einer ansonsten witzig-skurrilen Geschichte. Und das funtkioniert sehr gut zusammen. Ich fand das Buch Klasse und freue mich schon sehr auf die Folgebände.
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45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Feuer und Dampf, Dampf und Feuer. Destillation. Einfach herrlich!", 25. Oktober 2009
Von 
kamelin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die elfjährige Flavia lebt mit ihren Schwestern, Orphelia und Daphne, auf Buckshaw, dem Anwesen ihres Vaters, Colonel de Luce. Flavia ist ein liebenswert schräges Früchtchen mit einem analytischen Verstand und einem dazu passenden Chemielabor, in dem sie vorzugsweise Gifte zusammenmischt. Beides braucht sie um einen Mord aufzuklären, bei dem ihr Vater als Hauptverdächtiger festgenommen wird.
Hilfe bekommt sie von Inspektor Hewitt, dem sie allerdings immer eine Nasen(weis)länge voraus ist. Der muss sich beeilen, um mit dem Dreikäsehoch Schritt zu halten, denn Flavia ermittelt auf eigene Faust, und tritt damit eine Reise in die Vergangenheit ihres Vaters an.

Favia de Luce ist ein wunderbarer Charakter, der mir während des Lesens ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert hat. Sie ist klug, selbständig und eigenbrödlerisch und weiß sich mit ihren elf Jahren gegen ihre beiden älteren Schwestern durchzusetzen. Dabei lässt sie sich nicht in eine Schublade stecken: Mal ist sie keck und taff, mal ein guter Kumpel oder ein gewitzter Sherlock Holmes, um einige Seiten weiter wieder ganz Kind zu sein.

Auffallend in dieser Geschichte waren für mich neben den etwas schrulligen Charakteren wie Flavia, Dogger oder Miss Montjoy zudem die Sprache des Autors, die sich erholsam von der Masse unterscheidet. Bei Alan Bradley sitzt jedes Wort. Er arbeitet mit Bildern und Metaphern und webt so mit jedem Satz ein lebendiges Bild seiner Heldin, die eine ganz eigene Art hat, ihre Umwelt wahrzunehmen. Das Ganze wird von witzigen Dialogen unterstrichen, wie dem auf Seite 43:
"Ich hab im Gurkenbeet eine Leiche gefunden"
"Das sieht dir mal wieder ähnlich!"

Abschließend möchte ich noch die beiden Übersetzer erwähnen, Gerald Jung und Katharina Orgaß, die einen richtig tollen Job gemacht haben.

"'Mord im Gurkenbeet'" (Original: "The Sweetness at the Bottom of the Pi'") ist der Auftakt einer Serie um Flavia de Luce und ihren abenteuerlichen Ermittlungen. Teil 2 erscheint in den USA im März 2010 unter dem Titel "'The Weed That Strings the Hangman's Bag: A Flavia de Luce Mystery"'.

Da bin ich in jedem Fall wieder mit dabei, denn der Roman war ein herrliches Lesevergnügen, den ich sehr empfehlen kann.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

ERGÄNZUNG ZUR HÖRBUCHVERSION:

War ich schon von dem Buch ganz begeistert, hat es mir die Audioversion einmal mehr angetan.
"Liebenswert" und "herzerwärmend", wie oft habe ich das während des Hörens gedacht! Davon abgesehen, dass der Roman sprachlich wunderschön ist, setzt die Sprecherin, Andrea Sawatzki, noch einen drauf. Sie trägt die Geschichte so richtig Flavia-mäßig vor, wie ein kleiner Schelm, der etwas ausgeheckt hat. Ihre Stimme passt perfekt zu Miss Naseweis.

Fazit:
Eine richtig schöne Geschichte für jung & jung gebliebene, als Buch, wie auch als Hörbuch. Klasse Erzählstil & superschön vorgetragen von Andrea Sawatzki.

Mord im Gurkenbeet
von Alan Bradley
Gelesen von Andrea Sawatzki
Gekürzte Lesung/ 6 CDs
6 Std. 51 Min.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flavia de Luce - einfach nur eins: Famos!, 25. Oktober 2009
Famos!

Dieses Wort beschreibt passend wie ich, würde man mich auffordern das Buch mit einem Wort zu charakterisieren, dieses beschreiben würde. Durch Zufall stieß ich beim Stöbern durch neu erschienene Bücher, aufgrund des mir sofort ins Auge springenden Covers, auf dieses Kleinod eines Kriminalromans. Das Cover sprach mich, ebenso wie der Klappentext an und schwupps war es erstanden. Und ich muss sagen es hat sich mehr als gelohnt: Bereits nach dem ersten Kapitel (durch welches es auch seine Auszeichnung erhielt) war ich im Bann von der charmantesten, liebenswertesten, witzigsten und sowieso sympathischsten Detektivin, die mir je untergekommen ist, namens "Flavia de Luce" und auch die nächsten Kapitel sollten diesen nicht brechen.

Als Erstes ist das Buch, wie es sich für einen guten Krimi gehört, sehr spannend und man ist immer (aufgrund der vielen Andeutungen) am mit rätseln, aber dies allein macht das Buch natürlich noch nicht zu dem Besonderem, was es ist. Der Clou ist die Hauptperson, die 11-jährige äußerst pfiffige und intelligente Flavia, leidenschaftliche Giftmischerin mit einem heimlichen Laster: Karamellstangen. Diese entdeckt eines Tages eine Leiche und zwar nicht irgendwo, sondern bei sich im heimischen Gurkenbeet auf Buckshaw dem Anwesen ihrer Familie, einem altehrwürdigen britischen Adelsgeschlecht. Damit beginnen die Ermittlungen unserer Detektivin, die einen nicht mehr loslassen werden.
Nicht zuletzt gelingt dies Alan Bradley bzw. der kleinen Flavia durch die unzähligen herrlich komischen Vergleiche, welche Flavia in ihren Gedankengängen immer wieder zieht. Zudem schließt man Flavia einfach mit ihrer ungenierten, raffinierten und wie passend auf dem Buchdeckel geschrieben "naseweisen" Art Leute zu befragen und Dinge zu erforschen ins Herz. Liebhaber der britischen ländlichen Idylle mit ihren skurrilen, aber auch einzigartigen Bewohnern, die so manches dunkles Geheimnis verbergen (wie es auch in manch anderen englischen Krimis der Fall ist) und des zuweilen auch etwas schwärzeren britischen Humors sollten nicht zögern, denn sie werden sicherlich große Freude mit Flavia de Luce haben.
Manche die aufgrund eines Kindes als Hauptperson eventuell zögern, sei gesagt: Flavia ist intelligenter als viele Erwachsene, nur eben wesentlich liebenswerter. Das Buch ist also kein Kinderbuch in diesem Sinne, sondern für Kinder wahrscheinlich teilweise sogar aufgrund vieler Fremdwörter schwer zu verstehen, vor allem was den Humor anbelangt. Dies sollte also kein Grund zum Nicht-Lesen sein!

Der Roman ist vom Anfang bis zum Ende oder wie Flavia sich eventuell ausdrücken würde von Arsen bis Zyankali, mit seiner perfekten Mischung aus Humor und Spannung, ein kleines Meisterwerk. Flavia ist nicht nur eine würdige Nachfolgerin für so manchen Ermittler, wie Miss Marple, nein, sie ist sogar noch etwas mehr!

Das Einzige was ich zu bemängeln weiß ist daher: Beim Lesen kroch schnell in mir ein Gefühl der Trauer hoch, da ich wusste, dass ich nach den 383 Seiten vorerst Abschied von Flavia und ihrer Welt nehmen müsste! So kann ich nur hoffen, dass Flavia auch bei uns bald wieder den Leuten Löcher in den Bauch fragt!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unsympathisches Gör löst Kriminalfall., 18. Januar 2012
Von 
Pixie (Dortmund, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet: 6 CDs (Audio CD)
Hörbuchrezension

Ich konnte den vielen begeisterten Kritiken nicht widerstehen und habe mir dieses Hörbuch zugelegt.

Die Protagonistin ist das, was man im Englischen als einen "Geek" oder "Nerd" bezeichnen würde. Intelligent, aber verschroben, und im Umgang mit ihren Mitmenschen deutlich gestört. Wer mischt schon seiner großen Schwester Gift in den Lippenstift? Nach meiner Wahrnehmung ein zutiefst unsympathisches Klugscheißerkind.

Die Geschichte um einen Toten im Gurkenbeet der verarmten Adelsfamilie de Luce spielt im England der 50er Jahre und hat zuweilen Agatha-Christie-eske Züge. Nur dass hier keine Miss Marple mit Witz und Verve zur Sache geht, sondern ein neunmalkluger, verbissener Dreikäsehoch, dem die Ermittlungsergebnisse nur so in den faltenberockten Schoß fallen.

Und genau da verliert das Ganze für mich seinen Reiz. Fräulein Altlug de Luce, eher unterdurchnittlich-gelangweilt von Andrea Sawatzki gelesen, ein wohlgemerkt 11-jähriges Kind, deckt hier eine Verschwörung nach der anderen auf, knackt Schlösser, "verhört" auf eigene Faust Verdächtige und, und, und. Nebenbei verfügt sie über Kenntnisse der Chemie, als hätte sie bereits in dem Fach promoviert. Das ist mir alles ein bisschen zu viel des Guten. Zu viele glückliche Zufälle, zu konstruiert. Ich selbst vermag den Charme darin nicht zu erkennen. Daher nur 3 Sterne.

Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Kinder und Jugendliche Miss de Luce als "cool" betrachten, weil sie es eben so bestimmt (und erfolgreich) mit Erwachsenen aufnimmt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bezaubernd, frech und so clever, 9. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich mir die Zusammenfassung dieses Buches durchlas, fragte ich mich, ob die Rechnung wohl aufgehen würde, wenn die Protagonistin gerade einmal 11 Jahre alt ist. Ich zögerte, kaufte es mir dann aber doch. Du wirst sie mögen, legte man mir ans Herz und damit hatten sie recht! Flavia ist eine vorwitzige, kleine Ausnahmepersönlichkeit, die ihresgleichen sucht. Ob als Schrecken ihrer Schwestern, an denen sie ihre chemischen Rache-Experimente startet und protokolliert oder als unverschämt neugieriges Gör, welches in ein Hotelzimmer einbricht, einen gefährlichen Aufstieg auf einen maroden Turm absolviert. Sie zieht alles in Betracht, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, denn dieser einzigartige Charakter, die Liebe zur Chemie, gepaart mit skurrilem Humor sind sehr lesenswert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Hörbuchunterhaltung für jung und alt, 15. November 2010
Von 
Anke Stieber "Happy End Buecher" (Birkenau, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet: 6 CDs (Audio CD)
Cover und Titel dieses Hörbuchs haben mich auf meiner Suche nach amüsant-skurrilen Geschichten sofort angezogen; was mein Glück war, denn sonst hätte ich dieses tolle Hörbuch vielleicht nie entdeckt!

Der Autor Alan Bradley hat das Kunststück fertig gebracht mit Flavia de Luce eine Heldin und eine Geschichte zu schaffen, die sowohl Kinder, wie auch Erwachsene gleichermaßen anzusprechen weiß; was mein Sohn und ich bestätigen können. Dass es ihm darüber hinaus gelungen ist eine spannende Krimigeschichte zu erzählen, die ebenfalls für jung und alt fesselnd zu hören ist, ist absolut bewundernswert.

Die blitzgescheite und gewiefte 10jährige Flavia ist eine wundervolle Heldin und es hat großen Spaß gemacht, die Figur bei ihren Ermittlungen zu begleiten und ihren, durchaus lehrreichen Erläuterungen zu lauschen. Sie hat mich mit ihrem Charme, der eine Mischung aus frühreifem Kind, altklugem Teenager und der Kombinationsgabe eines kindlichen Genies ist, schnell für sich gewonnen. Aber nicht nur die Hauptprotagonistin Flavia, auch die oft skurril-sympathischen Nebenfiguren sind mir allesamt an Herz gewachsen.

Meiner Meinung nach eignen sich ganz besonders Geschichten in der Ich-Form als Hörbücher, dass gilt auch für "Mord im Gurkenbeet"; vor allem wenn diese von so tollen Sprechern vorgetragen werden, wie Andrea Sawatzki. Ich habe bereits einige sehr schöne Hörbuchproduktionen der Sprecherin genießen können, aber ich finde dass ihre Stimme und Vortragsweise in keiner Rolle so perfekt gepasst hat, wie in der der frühreifen und oberklugen Flavia.

Alan Bradleys Flavia de Luce macht süchtig nach weiteren Geschichten, klar, dass wir uns schon auf den nächsten Hörbuchteil freuen.
Hier stimmt alles: Eine spannende Krimihandlung und skurrile amüsante Figuren, vorgetragen von einer hervorragenden Sprecherin. Beste Hörbuchunterhaltung für jung und alt. Empfehlenswert! (Eine Rezension für Happy End Buecher)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Miss Marple mochte, wird Flavia lieben!, 21. Oktober 2010
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Mit "Mord im Gurkenbeet" hat Alan Bradley den Auftakt einer Reihe vorgelegt, die die beiden Genres Krimi und Jugendliteratur auf vortreffliche Weise verbindet. Im Gegensatz zu den Endloskrimireihen, bei denen meist ein geschiedener skandinavischer alkoholkranker Kommissar ermittelt, ist es erfrischend auf eine Reihe zu stoßen, die von vorneherein "nur" auf 6 Bände ausgelegt ist und bei deren Hauptfigur es sich um ein 11jähriges Mädchen mit einem ausgeprägten Hang zur Chemie handelt.

In ihren ersten Mordfall wird die 11jährige Flavia rein zufällig verstrickt. Im Gurkenbeet des de Luceschen Anwesens haucht ein Fremder seinen letzten Atemzug in Gegenwart der jungen Hobbydetektivin aus. Noch am Abend zuvor wurde Flavia Zeuge eines Streits, der zwischen ihrem Vater und eben diesem Fremden ausgetragen wurde. Sollte ihr Vater etwa den Tod des Mannes auf dem Gewissen haben? Flavia ermittelt auf eigene Faust und ist der ortsansässigen Polizei meist um eine neugierige Nasenspitze voraus. Im Laufe ihrer Ermittlungen entdeckt sie tatsächlich einen dunklen Punkt in der Vergangenheit ihres Vaters und bringt damit ihr Leben in Gefahr...

Obwohl der Kriminalfall äußerst einfallsreich konzipiert ist und ich trotz einer frühen Ahnung, wer in dem Mordfall die Finger im Spiel hatte, über die ganze Tragweite dieses Falls lange gegrübelt habe und mehr als einmal überrascht wurde, ist das Verbrechen neben dem, was den eigentlichen Charme dieser skurril-komischen Geschichte ausmacht, nur nebensächlich.
Alan Bradley hat mit Flavia eine naseweise und altkluge Figur geschaffen, die sicherlich keiner früher als kleine Schwester hätte haben wollen ;o) Neben dem kriminalistischen Handlungsstrang spielt auch Flavias Familienleben und die Beschreibung der einzelnen Charaktere eine große Rolle. Die junge Halbwaise lebt zusammen mit ihrem zurückgezogen lebenden Vater, ihren zwei älteren Schwestern, einer Köchin und dem Bediensteten Dogger auf dem ländlichen Anwesen Buckshaw. Ihre Schwestern Daffy und Feely müssen des öfteren als Versuchskaninchen für Flavias chemische Versuche herhalten, umgekehrt versuchen die beiden Großen der kleinen Schwester ständig weis zu machen, dass sie adoptiert ist, hach... da kommen beim Lesen nostalgische Gefühle auf, welchen "Spaß" man früher mit den eigenen Geschwistern hatte ;o)
Die Geschichte spielt in England Mitte des 20. Jahrhunderts unter der Herrschaft von König George VI. Sowohl das Setting als auch das begehrte und äußerst seltene Kleinod, um das sich der Mordfall dreht, sind "very british". Alan Bradley schreibt sehr authentisch, gewitzt und mit viel Sinn für Situationskomik. Wer Miss Marple mochte, wird Flavia lieben!

Reihen-Info:
1. The Sweetness at the Bottom of the Pie (Mord im Gurkenbeet)
2. The Weed that Strings the Hangman's Bag (Mord ist kein Kinderspiel)
3. A Red Herring Without Mustard
4. Seeds of Antiquity
5. Death in Camera
6. The Nasty Light of Day
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Falsche Erwartungen.., 15. September 2013
Ich habe das Buch wahrscheinlich mit der falschen Erwartungshaltung (zumindest) begonnen. Ich dachte an eine unterhaltsame, etwas andere Geschichte. In Wirklichkeit handelt es sich um einen klassischen Kriminalfall, der auch im klassischen Sinne gelöst wird (wüsste man nicht, dass es sich bei der Protagonistin um ein 11-jähriges Mädchen handelt).

Das Buch wirbt mit seiner jungen Giftmischerin, und man erwartet es dann auch. Letztlich könnte sie auch 35 sein - und somit ist der Reiz des Neuen futsch.

Es handelt sich um eine anspruchsvolle Geschichte mit anspruchsvoller Sprache, immerhin!

Ich werde diese Reihe dennoch nicht fortsetzen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber zu langatmig, 27. Mai 2012
ch habe mir dieses Buch mit sehr hohen Erwartungen gekauft. Der Klappentext "Mord im Gurkenbeet ist ein entzückender Krimi für alle Altersgruppen, gewürzt mit jeder Menge britischem Humor" hat mich direkt angesprochen und das schöne Cover tat sein Übriges.

Leider viel mir der Einstieg sehr schwer. Die Geschichte ist zwar einfach gestrickt, aber es wird alles extrem ausgeschmückt. Alles wird bis ins kleinste Detail beschrieben und in seine Bestandteile zuerpflückt. Es ist teilweise so langatmig, dass ich einige Passagen die nicht handlungsrelewant waren, einfach überflogen habe.

Der britische Humor, nun, den hab ich eigentlich vermisst. Ab und zu lässt Flavia, die Protagonistin, ein wenig Ironie erkennen. Das hat mich schon enttäuscht, da ich den britischen Humor wirklich mag.

Ich kann auch nicht behaupten, dass ich mich mit Flavia wirklich anfreunden konnte, denn eigentlich ist sie ein kleines besserwisserisches, altkluges Biest.

Was mich auch enttäuscht hat ist, dass man keine der Personen, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen, wirklich kennen lernt. Einzig bei Flavia hatte ich am Ende des Buches ansatzweise dieses Gefühl. Es gab keinen wirklichen Sympatieträger für mich.

Der Plot war eingentlich gar nicht so schlecht und wäre wirklich ausbaufähig gewesen, aber es wird nur am Rande darauf eingegangen, da eigentlich Flavia im Vordergrund steht und eben sie zufällig diejenige ist, die diesen Mord aufklärt.

Viel mehr widmet sich das Buch Flavias Vorliebe für Chemie und der Vorliebe ihres Vaters für Briefmarken (also Chemiker und Philatelisten hätten sicher ihre Freude daran). Ich fand es wirklich langweilig seitenweise über Briefmarken und chemische Verbindungen zu lesen.

Ich hätte mir eine Briese mehr Humor gewünscht und viel weniger Gerede um den heißen Brei.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von mörderischen Philatelisten und einem toten Gauner im Garten -> Flavia de Luce's 1. Fall, 21. Dezember 2011
Von 
Heike Werner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Colonel de Luce ist Besitzer eines ehrwürdigen alten Herrensitzes namens Buckshaw sowie einer ebenso ehrwürdigen wie wertvollen Briefmarkensammlung, der er neben der Trauer um seine verstorbene Frau den grössten Teil seiner Zeit widmet. Seine drei Töchter Ophelia, Daphne und Flavia haben sich daran schon genauso gewöhnt wie der "Rest" des verschrobenen Hausstandes.

Bei der 11jährigen Flavia haben mit einem scharfen Verstand und einem Faible für die Chemie einige Begabungen des de Luce-Clans zusammengefunden, so dass sie sich nicht im mindesten von eigenen Ermittlungen abbringen lässt, als sie im Garten des Anwesens über einen Toten stolpert - zumal ihr Vater als Hauptverdächtiger von der Polizei in Gewahrsam genommen wird.

Gemeinsam mit Gladys, ihrem von ihrer Mutter geerbten und später aufgemotzten Fahrrad, macht sie sich auf Verbrecherjagd und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel in der Vergangenheit ihres Vaters und einiger seiner damaligen Kommilitonen. Doch Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie sich davon aufhalten lassen würde...

Und mein Fazit:
"Mord im Gurkenbeet", mit Preisen überhäufter Krimi, liest sich einfach nur herrlich. Von einem Kanadier geschrieben, aber in bester Holmes'scher Tradition. Die Worte "schrullig", "liebenswert" und "originell" habe ich in den Rezensionen schon ein paar mal gelesen und sie passen sowohl auf die Protagonisten, als auch auf den gesamten Roman und seine Heldin wie die berühmte Faust auf's Auge.

Mittlerweile gibt es ja schon zwei Nachfolge-Bände und ich freue mich drauf:
Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman (erschienen 2010)
Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel: Roman (erschienen 2011)
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Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet: 6 CDs
Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet: 6 CDs von Alan Bradley (Audio CD - 22. März 2010)
EUR 24,99
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