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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verblüffend, 28. März 2014
Von 
B. Röpke-Stieghorst "Lust auf Zukunft" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Brainspotting: Wie Sie Probleme, Traumata und emotionale Belastungen gezielt auflösen (Broschiert)
Der Autor David Grand ist erfahrener Psychotherapeut und hat schon seit den 80er Jahren eine Vielzahl an therapeutischen Verfahren erlernt bzw. angewendet, u.a. auch den traumatherapeutischen Ansatz des EMDR. Sein Buch zu seinem Konzept des EMDR erschien einige Tage vor dem 11. September. Die Monate nach dem Anschlag auf das World Trade Center half Grand unzähligen Überlebenden mit dieser Methode, die Erlebnisse rund um das verstörende Ereignis zu bewältigen. Das ihm dann im Jahr 2003 die Idee zum "Brainspotting" kam, geschah einfach, so ist es zu lesen.
Das Wesen des Brainspotting ist, dass nicht wie beim EMDR eine wiederkehrende Rechts-Linksbewegung der Augen der Klienten angeregt wird, um abgekapselte Erinnerungen wieder zu integrieren. Sondern eine fixe Blickrichtung erspürt wird, bei der die Klienten Augenzucken oder andere ideomotorische Bewegungen zeigen, für den Therapeuten erkennbar. Und / oder vom Klienten selbst wahrnehmbar verstärkende Gefühlsreaktionen. Die These, die dahinter steht, ist jene, dass es einen Einfluss auf unser Gefühl hat, worauf wir schauen. Das heißt Augenstellungen und innere Zustände bzw. Gefühlszugänge hängen zusammen.

Probieren Sie es einmal selbst aus. Denken Sie an eine (unangenehme) Begebenheit und bewegen gleichzeitig einen Finger in ihrem Sichtfeld langsam von rechts nach links. Mal auf Augenhöhe, mal höher, mal etwas tiefer. und erspüren, wann genau ihre Gefühle sich zu diesem Geschehen verändert, verstärkt. Und bleiben Sie dann in der Augen-und Blickhaltung, bei der Sie die veränderten Gefühle wahrgenommen haben. Gefühle können sich lösen, Bilder aufsteigen, eine Neuorganisation möglich werden. Wie das im Einzelnen funktionieren kann, dazu bringt der Autor viele Beispiele und auch Variationen. Erstaunlich ist, dass die Wirkung wesentlich schneller eintreten soll als beim EMDR. Natürlich ist auch dies nicht der Ansatz, der alles reorganisieren kann, aber doch eine erstaunliche Wirksamkeit aufweisen soll.

Ich finde die Inhalte und Übungen sehr inspirierend. Sie laden ein, therapeutisches Handeln zu überprüfen und noch achtsamer und feiner Zusammenhänge zwischen Gefühl, Erinnerungen, Physis zu erspüren und Wege jenseits inhaltlicher Aufarbeitung aufzufinden für eine Linderung bzw. Heilung belastender Emotionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen. Und wie gesagt, auch Hilfe zur Selbsthilfe bei Stimmungstiefs findet hier neue Wege.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Innovatives unterhaltsam verpackt - Aber Vorsicht bei gefährlichem Halbwissen!!!, 29. August 2014
Von 
Klaus Roth "Inception - Gebrachsanleitung (EM... (erscheint am 28. Februar 2015) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Brainspotting: Wie Sie Probleme, Traumata und emotionale Belastungen gezielt auflösen (Broschiert)
Der Autor überzeugt mich vor allem durch seinen Schreibstil. Der sehr wahrscheinlich dafür verantwortlich ist, dass ich das Buch engagiert las und schnell durch hatte. Das Buch bietet durchgängig den Wechsel zwischen den Elementen "Persönliche Erfahrung", "Vorstellung und Erklärung einer Innovation" und Fallgeschichten. Wie ich die Komponenten beschreiben würde. Sehr sympathisch finde ich an David Grand, dass er sehr viel Wert darauf liegt, die Wurzeln seiner Ideen darzulegen und zu würdigen. Ein unterhaltsames Beispiel dafür ist die im Zusammenhang mit seiner EMDR-Entspannungsmusik verwendete Bezeichnung "biolateral". Man könnte nun annehmen, der Begriff sei irgendwie aus "biology" (Biologie) und "bilateral" (für die bilaterale Stimulation) abgeleitet worden. Tatsächlich ist das aber ein Seitenhieb auf die Band "Biohazard", dessen Mitglied Evan Seinfeld half, die erste Kassette für David Grand zu produzieren (Inzwischen ist eine dieser CDs von David Grand auch hier über Amazon beziehbar).

Dieses Zusammenspiel aus der Schilderung persönlicher Begegnungen, Fallschilderungen und dem Erklären von Phänomenen machte für mich schon den Reiz des ersten, 2011 ins Deutsche übersetzten Buchs von David Grand aus ("EMDR - Ein Durchbruch in der Psychotherapie"). Erfreulich finde ich, dass es bei "Brainspotting" keine 10 Jahre (!) gebraucht hatte, ehe eine Übersetzung des Originals in die deutsche Sprache erfolgte. Für Menschen wie mich, die des englischen nicht mächtig sind, ist es recht ärgerlich, dass viele Titel sehr spät oder garnicht übersetzt werden. Erfreulich ist es daher, dass "wir" in Deutschland mit Autoren wie Arne Hoffmann, Christine Rost, Oliver Schubbe oder Reinhard Plassmann im Bereich EMDR selbst recht gut aufgestellt sind und innovativ sein können.

Unter vielen vom Verfasser beschriebenen Begegnungen finde ich die mit Peter Levine zum Abendessen besonders herausragend. Dieser beschrieb, er finde EMDR "mitunter eigentlich zu stark" (Seite 67). Levine gibt zu bedenken, dass dies auch retraumatisierend sein kann und man seiner Meinung nach mit einem langsameren Vorgehen auch eher ans Ziel kommen könnte. Für mich ist das ein sehr wichtiger Hinweis, der uns nochmals dazu ermahnt, EMDR mit Bedacht einzusetzen. Der Ansatz ist zwar prädistiniert für die Bearbeitung einfacher posttraumatischer Belastungsstörungen. Sollte umgekehrt aber beim Vorliegen stärker dissoziierter Patienten mit mehr belastendem Material auch vorsichtig angewendet werden.

Nachtrag am 1.09.2014

Ich finde die verschiedenen Brainspottingvarianten, die im Buch vorgestellt werden, auch dann inspirierend, wenn man sich nicht direkt mit Brainspotting befassen und eine der Techniken umsetzen will. Die Wirkungen der speziellen Verfahren, die uns David Grand zeigt, werfen Fragen auf und legen Varianten nahe, die man beim Umgang mit dem normalen EMDR nutzen kann.

So zeigt der Autor etwa auf, dass bei der visuellen bilateralen Stimulation der Abstand des fokussierten Objekts durchaus von Bedeutung ist. Das legt nahe, dass man auch beim "normalen" EMDR (statt dem Brainspotting) mit den Abständen experimentieren kann und sollte. So kann es offenbar erhebliche Unterschiede machen, ob unmittelbar vorm Gesichtsfeld mit der Hand "gewunken" wird, das gleiche mit etwas mehr Abstand mittels Zeigestab umgesetzt wird oder aber zwei weiter entfernte Bilder an der Wand zur visuellen bilateralen Stimulation genutzt werden.

Gleichermaßen stellt sich mir die Frage, ob bei den regulären EMDR-Bewegung zwangsläufig immer Ressourcen- als auch Traumanetzwerke angesteuert werden. Sind doch bestimmte Blickrichtungen untrennbar mit bestimmten Hirnregionen und deren Inhalten verbunden (Folgt man der Theorie zum Brainspotting). Gleichermaßen finde ich die Links-rechts-Bewegung mit je einem Auge sehr sehr interessant. Und auch durch diese von Grand erfundene Technik stellt sich die Frage, ob durch die reguläre und landläufige Verwendung beider Augen immer sehr verschiedene Hirnregionen angesteuert werden.

Insofern finde ich, dass das Buch von allen gelesen sollten, die sich mit der Materie befassen. Selbst wenn sie nicht planen, speziell das Brainspotting - als Variante von EMDR - mit in ihre Tätigket zu integrieren.

Nachtrag am 26.09.2014

Ich bin David Grand unglaublich dankbar für dieses Buch. Alleine deshalb, weil es mich auf den Begriff der von ihm entwickelten "biolateralen Musik" aufmerksam gemacht hat. Prompt suchte ich natürlich nach diesem Bebriff und stieß auf eine von Grand produzierte Doppel-CD. Diese sprach mich mehr an, als die EMDR-Entspannungsmusik, die ich bislang verwendete (Solche findet sich im MP3-Downloadbereich von Amazon zum herunterladen). Der Sound Grands ist zu meiner Lieblingsuntermalung beim therapeutischen Schreiben geworden.

Das Buch hat jedoch auch eine Schattenseite, weswegen ich meine Sternezahl von fünf auf vier erniedrigt habe. Der Autor propagiert ein sanftes Vorgehen. Es geht in den Sitzungen bei ihm immer darum, die richtige Mitte zwischen Ressourcen- und Traumakontakt bzw. den richtigen Belastungslevel zwischen "zu viel" und "zu wenig" zu erreichen (In der Traumatherapieliteratur wird dafür oft der Begriff des "window of tolerance" angewendet und in die Praxis überführt). Während er im Buch immer wieder erwähnt, dass Traumatisierungen nicht von jetzt auf gleich integrierbar sind, sondern das immer mehrere Sitzungen und Monate (oder sogar Jahre) braucht, erwähnt er nicht, dass Traumakonfrontation eine Stabilisierungsphase vorhergehen sollte.

Die Stabilisierung vor der Konfrontation mit schwierigen Themen und Traumatisierungen ist wichtig und darin ist sich die Mehrzahl von Traumatherapeuten einig. Schon im vorher ins Deutsche übersetzte Buch "EMDR - Ein Durchbruch in der Psychotherapie" fiel mir dieses Manko bei Grand auf. Damals konnte ich darüber hinwegsehen (vgl. meine dortige Rezension). Aber nun begeht er den gleichen Fehler nochmals. Den versierten Fachmann oder leidenschaftlichen Experimentator und Forscher - wie mich - sollte das nicht stören. Da die Wichtigkeit von Stabilisierung und Ressourcenkontakt ohnehin klar ist.

Es kann jedoch bei einem Buch zu Traumatherapie nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass dem Leser dies bereits bekannt ist. Gerade bei EMDR handelt es sich um eine starke Methode, die mit Bedacht eingesetzt werden sollte. Da unüberlegtes Vorgehen mehr Schaden als Nutzen bergen kann. Daher sehe ich es generell mit durchwachsenen Gefühlen, dass die Technik mittels der Publikationen der Allgemeinbevölkerung zugänglich gemacht wird. Denn bei der Suche danach finden sich auch Fallberichte von Selbstexperimentatoren oder Therapieverläufen, wo man einen vorhandenen Schaden vergrößert hat.

Ich stelle mir beim therapeutischen Schreiben etwa Fragen wie "Wofür bin ich dankbar?", "Was kann ich gut?", "Worüber kann ich mich freuen?", "Woran habe ich Spaß?" oder "Welche guten Beziehungen habe ich?". Das hilft mir, mir meine (inneren und äußeren) Ressourcen bewusst zu werden und diese mehr zu schätzen. Es muss aber nicht zwangsläufig an eine davor oder danach stattfindende Traumakonfrontation gekoppelt sein. Den Schreibprozess intensiviere ich - wie bereits beschrieben - mit David Grand Komposition. Die unlängst über Amazon beziehbar ist.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ding mit beiden Gehirnhälften betrachten, 17. Februar 2014
Von 
Manfred Sandau (Hespe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brainspotting: Wie Sie Probleme, Traumata und emotionale Belastungen gezielt auflösen (Broschiert)
David Grand gehörte zu den ersten Therapeuten, die nach den Anschlägen auf das Worl Trade Center im Jahre 2001 eine Reihe von Trauma- Opfern behandeln musste. Er hatte gerade ein neues Buch zum Thema EMDR geschrieben, das in Deutsch im Passagen Verlag erschienen ist. Er findet, dass EMDR eine zu technische Methode ist, und da er sich nach einiger Zeit des Arbeitens mit EMDR selbst ein wenig ausgebrannt fühlte, dachte er darüber nach ob es nicht eine Methode geben könnte, die mehr auf das was „zwischen“ Patient und Therapeut geschieht, eingeht.
Bereits in seinem EMDR- Buch gibt er im letzten Kapitel eine kleine Einführung dazu was er unter Brainspotting versteht.
Ich habe es so verstanden, es geht um die Aufmerksamkeitslenkung. Das macht auch Peter Levine, bei dem Grand das SE, Somatic Experiencing erlernt hat. Er hat hier verschiedene Methoden versucht miteinander zu verbinden. Focusing, ist eine dieser Methoden, von Gene Gentlin etwa 1972 entwickelt.
Ich finde, wie man das Kind nennt, ist eigentlich nicht so sehr entscheidend. Die gute Botschaft lautet, es gibt immer mehr Möglichkeiten und Techniken, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten, und da nicht jeder 1 Jahr warten kann, bis er bei einem Analytiker einen Termin bekommt, da auch die Augenbewegungen des EMDR nicht für jeden geeignet sind, ist dies eine neue Möglichkeit, die man ausprobieren kann. Ich möchte an einen Satz von Epiktet erinnern: Es gibt Dinge über die gebieten wir, und Dinge über die gebieten wir nicht. In diesem Sinne, kann die bewusste Lenkung unserer Aufmerksamkeit, dazu beitragen, zu der Erkenntnis zu gelangen, ich konnte nichts dazu. Es waren schicksalhafte Ereignisse. Es war der falsche Mensch zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort.
Diese Sicht kann helfen, geschehene Dinge in ihren zeitlichen Kontext einzuordnen und den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft zu richten.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht schlecht..., 25. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brainspotting: Wie Sie Probleme, Traumata und emotionale Belastungen gezielt auflösen (Broschiert)
Habe das Buch gelesen und mache parallel eine Traumatherapie mit Hilfe von "brainspotting". Insofern habe ich schon selbst erfahren können, daß und wie es wirkt.
Das Buch ist eher für Laien gedacht und leicht verständlich geschrieben.
Der Methode an sich hätte es vielleicht besser getan, die erste Veröffentlichung zum Thema etwas "fachlicher" zu halten...so landet es vielleicht in der unübersichtlichen Eso-Selbsthilfe-Ecke und dafür allein wäre Brainspotting zu schade...
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5.0 von 5 Sternen Gute Methode, 16. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brainspotting: Wie Sie Probleme, Traumata und emotionale Belastungen gezielt auflösen (Broschiert)
Gute Methode - nur alleine leider nicht hilfreich. Ein Therapeut, der mit dieser Methode arbeitet ist gebraucht - und da habe ich in meinem Umkreis Niemanden gefunden.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke David Grand..., 3. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brainspotting: Wie Sie Probleme, Traumata und emotionale Belastungen gezielt auflösen (Broschiert)
...für diese tolle Weiterentwicklung von EMDR, ich habe schon im Februar an einer Fortbildung von der Brainlog-Akademie teilgenommen, die dieses Verfahren ebenfalls verwendet und tolle Gestaltelemente dazugefügt hat. Danke aus Berlin, MDA
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