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63 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Großen und Ganzen empfehlenswert
Ich muss zugeben, dass ich mich etwas schwer tue dieses Buch zu rezensieren, aber ich versuche es trotzdem.

Ich finde es erstmal überhaupt gut, dass dieses Buch geschrieben wurde. Mich hat daran vor allem der Titel angesprochen, da ich selbst getestet hochbegabt und eben sehr sensibel, oft ruhig und auch introvertiert bin. Ich mag gar nicht zählen,...
Veröffentlicht am 30. Juni 2010 von Athene

versus
62 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Breite Themenpalette, aber keine Tiefe
Schwierig, dieses Buch zu beurteilen. Einerseits finde ich das Thema spannend und ich finde die vielen verschiedenen Sichtweisen, die die Autorin einbringt, interessant; andererseits fehlen den einzelnen Kapiteln oft die Tiefe und die Struktur untereinander, sodass ich mich an manchen Stellen fragte, warum nun plötzlich von Aikido die Rede ist, von...
Veröffentlicht am 28. Juli 2010 von Leserin79


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63 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Großen und Ganzen empfehlenswert, 30. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Ich muss zugeben, dass ich mich etwas schwer tue dieses Buch zu rezensieren, aber ich versuche es trotzdem.

Ich finde es erstmal überhaupt gut, dass dieses Buch geschrieben wurde. Mich hat daran vor allem der Titel angesprochen, da ich selbst getestet hochbegabt und eben sehr sensibel, oft ruhig und auch introvertiert bin. Ich mag gar nicht zählen, wie oft ich mich in diesem Buch wiedergefunden habe (nicht an allen Stellen, aber doch an deutlich vielen).
So wird Introversion endlich mal von der positiven Seite betrachtet. In unserer westlichen Gesellschaft ist es so, dass die Extravertierten, Lauten, Unsensiblen die Macher und Gewinner sind, während tiefgründige, sensiblere, fein- und mitfühlende Gemüter als Verlierer dastehen und oft die Meinung vorherrscht, dass eine sei gut und erstrebenswert, das andere das Gegenteil. Es hat aber durchaus seinen Sinn, dass es mehrere Typen von Menschen gibt. Wären alle gleich, könnten wir wahrscheinlich gar nicht existieren.

Dieses Buch ist einmal für hochsensitive Personen wie auch für Eltern hochsensitiver Kinder geschrieben. Ich habe aus diesem Buch einiges an Tipps mitgenommen, vor allem was auch den Teil der Berufswelt betrifft, welchen ich gerne ausführlicher gehabt hätte.

Störend fand ich an einigen Stellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse mit Pseudowissenschaften und Vermutungen vermischt wurden, so dass der Leser schlecht unterscheiden kann, was jetzt wissenschaftlich hinterlegt und was die Theorie der Autorin ist. Ich möchte nicht behaupten, dass es keine Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die man nicht versteht, aber das Sehen von Auren, das Zurückerleben der Geburt, Erinnern an frühere Leben und ähnliche Dinge, welche wissenschaftlich zum Teil sogar widerlegt, aber zumindest nicht bewiesen worden sind schleichen sich oft völlig unverhofft in einen Text, in welchem ansonsten seriöse Forschungsergebnisse präsentiert werden. Hier wäre wenn eine klare Trennung wüschenswert. Außerdem sind ein paar Analogien nicht ganz korrekt, aber da möchte ich jetzt nicht drauf rumreiten, da es sich hierbei eher um eine Nebensache handelt. Da ich das Buch aber sonst sehr gut finde, gebe ich vier Sterne.
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52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch sucht seinesgleichen, 2. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Ich habe eine Lektüre gesucht, die mir erklären kann, was ADS bei Kindern/Erwachsenen bedeutet und habe mehrere Bücher erworben. Eines davon war "Hochsensitiv".
Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen, mir seitlich Notizen gemacht, ganze Passagen unterringelt, sodass das Buch ingesamt bunter geworden ist.

Mich hat vor allen Dingen überzeugt, dass es keine rein wissenschaftliche Abhandlung war, sondern dass Fr. Trappmann-Korr eine Brücke geschlagen hat zu - wie viele schreiben - "spirituellen Ansätzen" und zur Wissenschaft. Viele Beispiele, Checklisten, Beschreibungen sind in dem Buch zu finden. Genau aus diesem Grund hat mir das Buch ganz besonders viel Kraft gegeben, bei der Frage, wie ich mit meiner "gefühlten Andersartigkeit" leben kann. Es gibt eben nicht nur eine mögliche Lösung. Ein Mensch ist sehr komplex. Die Umwelt, seine Umgebung, sein Leben ist es auch. Die Autorin hat einer unheimlichen Themenfülle, die an Komplexität nicht zu überbieten ist, Rechnung getragen.
Mir ist es offengestanden egal, ob ich HOCHBEGABT, ADS oder HSM (hochsensitiv) oder .... bin. Hierzu benötige ich nicht noch mehr wissenschaftliche Beweise, ich möchte mich auch nicht getestet sehen. Das war auch gar nicht meine Zielsetzung bei dem Buch.

Das Buch bedeutet mir deshalb so viel, weil es mir Mut gemacht hat. Es hat mir auf der Suche nach mir selbst geholfen, mehr als jedes andere Buch; nach mir selbst, nach einem Leben, das mir Freude macht.
Ich bin auch der Überzeugung, dass dies ein Buch ist, das SEINESGLEICHEN sucht. Sollte ein Leser nicht den Zugang spüren, dann lege er es beiseite. Für diesen Leser gibt es sicher passendere Bücher.

Frau Trappmann-Korrs Buch findet, wer ES FINDEN SOLL. Das hört sich gar nicht wissenschaftlich an, aber manchmal ist das im Leben so. Es gibt Begegnungen, Augenblicke, Gefühle und auch Bücher, die zu einem finden.

Für mich liest sich das Buch, als hätte die Autorin eine Bedienungsanleitung für mich selbst geschrieben und ich bin ihr unendlich dankbar, denn ich habe diese Hilfestellung, die zusammengetragenen Informationen (nicht nur wissenschaftlich Belegtes, sondern auch die wertvolle Meinung der Autorin!, die stets begründet ist) dringend benötigt.
Gerade ihre Vorgehensweise und Aufbereitung von Themen (vom allgemeinen zum speziellen, die Themenbreite und -fülle) geben mir das Gefühl, ernstgenommen und würdevoll behandelt zu werden. Sie wurde allen Fragen, die ich hatte (auch denen die ich noch nicht hatte!), absolut gerecht und sie zeigte mir Perspektiven.
Kann ein Buch mehr bieten?
Meinen tiefen Respekt und meine aufrichtige Anerkennung an die Autorin.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert, 3. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
ein wunderbares buch, bei dem sich wirklich sensitive menschen hilfe und rat holen können - rational hochbegabte mögen sauer sein, denn um die geht es hier nicht (deswegen vermute ich auch die merkwürdigen negativen rezensionen von wegen wissenschaftlichkeit ...) hier geht es um zu viel gefühl, fehlende abgrenzung, herkunft der dünnhäutigkeit etc. und den umgang mit eben NICHT rational erklärbaren wahrnehmungen und ganz viel mehr noch...! ich danke der autorin für den mut, dies so aufzuschreiben! mir persönlich sind kommafehler völlig egal, denn als selber hochsensitive weiß ich, welch grausame mühe es macht, die vielen gedanken zu ordnen und aufzuschreiben :o)) wer schön aneinandergereihte buchstaben möchte, kaufe sich ein kochbuch :o))das buch tut einfach gut! herzlichen dank!
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62 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Breite Themenpalette, aber keine Tiefe, 28. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Schwierig, dieses Buch zu beurteilen. Einerseits finde ich das Thema spannend und ich finde die vielen verschiedenen Sichtweisen, die die Autorin einbringt, interessant; andererseits fehlen den einzelnen Kapiteln oft die Tiefe und die Struktur untereinander, sodass ich mich an manchen Stellen fragte, warum nun plötzlich von Aikido die Rede ist, von Selbstaufmerksamkeit oder von Networking. Dem informierten Leser werden die Inhalte zu oberflächlich erscheinen und wer Neues entdeckt, bekommt eben nur einen kleinen Einblick und müsste jede Menge Themen eigentlich selber noch recherchieren (bei Interesse, wohlgemerkt).
Das Thema Hochbegabung, obwohl im Untertitel erwähnt, wird doch relativ kurz angeschnitten, zu kurz für meinen Geschmack.

Der wissenschaftliche Anspruch wird zum Teil erfüllt: Quellenangaben im Text, gutes (!) Literaturverzeichnis, Glossar im Anhang.
In dieser Hinsicht stören dann die spirituell-esoterischen Passagen (z.B. "Sensitive Wahrnehmung lässt sich nicht immer rein rational über die klassischen Sinneswege erklären, denn Phänomen wie feinstoffliche Wahrnehmung oder Empfindung, Intuition, Empathie, die "Gabe des Gesichts" und Psi-Fähigkeiten sind ein wesentlicher Bestandteil der Hochsensitivität", S. 28) und die Binsenweisheiten ("Wie steht es um Ihre Ernährung? [...] Trinken Sie oft Kaffee und muten Sie Ihrem Körper damit vielleicht zu viel zu?", S. 237).

Das Buch hätte sich übrigens einen besseren Korrekturleser verdient, mir sind mehrere offensichtliche Rechtschreib-, Grammatik- und sonstige Fehler aufgefallen.

Einige Kapitel dienen der Autorin auch zum "Kampf gegen ADHS/ADS", d.h. nicht gegen diese Störungen selbst, sondern dagegen, dass die Symptome als Störung aufgefasst werden, weil sie laut Trappmann-Korr meist eine unerkannte Hochsensitivität darstellen. Nun, im Bereich ADHS/ADS ist tatsächlich vieles offen, aber die Autorin schlägt bloß eine Theorie vor, für die ich mir Belege erwarten würde, sonst bleibt es bei Spekulationen.

Sie zeigt uns Testfragen für ADHS/ADS und meint dann, es treffe doch "immer "irgendwas" auf die eigene Person zu [...] Ist es gerechtfertigt, dann unmittelbar von ADHS/ADS zu sprechen?", (S. 87). Gleichzeitig präsentiert sie ihre eigenen Testfragen für Hochsensitivität (in Anlehnung an Fragen zum Erkennen von Hochbegabung) mit dem Hinweis: "Wenn Sie zwölf oder mehr Aussagen mit Ja beantwortet haben, sind Sie wahrscheinlich ein hochsensitiver Mensch. [...] Es könnte nämlich auch sein, dass nur wenigen [sic] Aussagen auf Sie zutreffen, dafür aber umso stärker und es wäre ebenfalls gerechtfertigt, Sie als hochsensitiven Menschen zu bezeichnen" (S. 42). Und das bei Fragen wie "Die Launen anderer machen mir etwas aus" oder "Helles Licht, unangenehme Gerüche, laute Geräusche oder kratzige Stoffe beeinträchtigen mein Wohlbefinden" (S. 41) - natürlich, denn alles, was "unangenehm", "laut" und "kratzig" ist, beeinträchtigt per definitionem das Wohlbefinden, wer würde da Nein sagen?

Noch einfacher wäre, zu behaupten: Hochsensitiv ist, wer sich dafür hält.
Ich weiß jedenfalls nach der Lektüre auch nicht besser, ob ich zur Gruppe der Hochsensitiven gehöre oder nicht. Vielleicht auch besser so: Persönlich hatte ich oft das Gefühl, die Autorin würde sich an schüchterne Kinder wenden (was für betroffene Eltern interessant sein mag), die sich kaum aus dem Haus trauen und denen man alles vorgeben muss - Als hochsensitiver Mensch, der laut Autorin mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch hochbegabt sein muss, würde ich mich wohl fragen, warum sie mir wie einem Kleinkind die einleuchtendsten Dinge erklärt, wenn sie gleichzeitig meint, ich wäre doch so schnell von Begriff?
Darüberhinaus wird man die ganze Zeit das Gefühl nicht los, die Autorin halte die hochsensitiven Menschen, die holistischen Denker und überhaupt ganz Asien für besser als die Gegenteile nicht-hochsensitiver Mensch, analytischer Handler, westliche Kultur.

Ähnlich wie beim Thema Hochbegabung stehen auch hier die Schulabgänger, die grauen Mäuse und unterschätzten Talente im Vordergrund, sodass man irgendwann den Umkehrschluss ziehen möchte, jeder Obdachlose müsse ein verkanntes Genie sein! Kann sich denn bitte mal jemand mit der Problematik von Menschen beschäftigen, die nicht komplett versagen, die vielleicht sogar um ihre besondere Begabung wissen, aber trotzdem vor Herausforderungen stehen? Dieses Aschenputtel-Klischee, nicht nur in diesem Buch, nervt allmählich.

Warum gebe ich bei all der Kritik keine niedrigere Punktzahl? Wie gesagt, das Thema ist interessant, es gibt zu Hochsensitivität/Hochbegabung (besonders bei Erwachsenen) wenig Literatur und es soll erst mal jemand besser machen. Die Erklärungen und der meiner Meinung nach wenig wissenschaftliche, mit Beispielen reiche Schreibstil mögen Einsteigern entgegenkommen. Außerdem gibt es zwischendurch immer wieder Passagen, die (für mich) neue Aspekte aufzeigen oder einfach gut erzählt sind.

Insgesamt reihe ich mich persönlich aber unter die eher enttäuschten Leser wie "Luke Skywalker" und "Eine Kundin" ein.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich gutes Buch, das Betroffenen weiterhilft, 1. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Ich hatte über dieses Buch einen Artikel in einer Zeitschrift gelesen, der einen guten Eindruck des Inhaltes widergab. Weil ich schon lange merke, dass mein Erleben scheinbar anders ist als bei anderen Menschen, habe ich das Buch bestellt. Es kam innerhalb kürzester Zeit - danke Amazon.
Ich habe mich und mein Erleben in diesem Buch (nein - es ist nicht so, dass man sich überall wiederfindet, wenn man im Internet recherchiert) wiedergefunden und ich bin sehr froh darüber. Es hat mir Vieles erklärt, für das ich bisher keine Antworten hatte. Ich habe endlich das Gefühl - wie das Buch sagt - zwar anders, aber trotzdem ganz normal, zu sein. Es gibt gute Ratschläge was man machen kann, um anders weiterzuleben, auch wenn es klar ist, dass die heutige Gesellschaft - und vor allem die Arbeitgeber - stressfreie Arbeitsmaschinen suchen. Ich denke jedoch, dass ich mit dem neuen Wissen einen anderen Weg gehen kann und das macht mich sehr hoffnungsvoll. Ich kann das Buch nur empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja, 14. August 2013
Von 
butterfly (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Im Endeffekt hat mir das Lesen des Buches nicht viel gebracht. Anhand der negativen Rezensionen hatte ich mir das Buch zum Glück nur ausgeliehen und bin froh, dass ich es endlich durchhabe.

Ich hatte das Buch eigentlich aufgrund des "Hochsensitiv" in Titel und Beschreibung gelesen. Leider geht das Buch für meinen Geschmack zuwenig darauf ein, sondern eher auf die Hochbegabung, was laut Autorin auch für die Hochsensitivität zutreffend sei. Da werden Bespielsätze und Erfahrungsberichte von Hochbegabten gegeben - mit dem Zusatz, dass dies für alle Hochsensitiven stellvertrete. Ähnlichkeiten lassen sich nicht verleugnen, und dass wohl ein hoher Prozentsatz der "Hochsensitiven", wie es in dem Buch heißt, hochbegabt sind, und dass viele Hochbegabte auch hochsensitiv seien, bleibt für mich unbestritten. Mich stört, dass Birgit Trappmnn-Korr meine, beides sei untrennbar miteinander verbunden. Da die statistisch als "hochbegabt" geltenden Personen (also mit einem IQ über 130) aber nur circa 3% der Bevölkerung ausmachen, es aber ca 15-20 % Hochsensitive geben soll, ist klar, dass hier etwas nicht stimmen kann.

Frau Trappmann-Korr schraubt aber den ungefähren Prozentsatz der "HSM" runter: Sie gehe davon aus, dass es viel weniger seien: ca 10-15 %. Woher sie diese Zahlen nimmt, ist unklar. Allerdings geht sie auch von einem weitaus höheren Anzahl von "verkannten" Hochbegabten aus. Sie zählt zu den statistisch angenommenen 3% der Hochbegabten (mit einem IQ über 130) auch noch den statistischen Anteil, der in der Schule als "verhaltensgehemmt und gestört" geltenden Kinder hinzu- und voila! Wir sind bei 10%...

Einer Definierung für die Art, wie sich die Hochbegabung bei den 7%, die Frau Trappmann-Korr dazurechnet, aüßert/ in Erscheinung tritt (da es ja nicht im IQ ist), bleibt sie im Konkreten schuldig, außer der vagen Aussage, dass es sich auch um "sportliche Hochbegabung" oder etwas in der Art handeln könne....
Aber kommen wir mal zum Gegenteil: Eine Person mit einem (Durschschnitts-)IQ von 98 ist bei ihr "auffallend minderbegabt" (hört sich nach einer netten Umschreibung für "strohdoof" an...). Zur Erinnerung: 85 - 115 IQ-Wert ist der Durchschnitt, ca 2/3 aller Personen haben einen IQ-Wert in diesem Bereich! Als "Auffallend minderbegabt" würde ich jemanden mit einem IQ von 98 nicht bezeichnen, soviel ich weiß, ist das erst bei einem IQ unter 65 der Fall.

Ein Buch, was als "Sachbuch" bzw. sogar als "Standardwerk" zu einem Thema angepriesen wird, sollte auf ständige, ineinander verschachtelte Argumentationen, die sich letztendlich dann selber widersprechen, wie Trappmann-Korr es laufend macht, verzichten.
Auch stellte sich mir die Frage, warum T.-K. laufend Vergleiche ihren Erklärungen zufügt. Da werden das Teilbereiche der "Hochbegabung/Hochsensitivität" nachvollziehbar erklärt- und dann folgt auch noch ein Vergleich für schwer Begriffsstutzige (oder vielleicht für die "auffallend minderbegabten" unter den Lesern?): Da werden Unterschiede zwischen Menschen, a la Introvertiert/Extrovertiert, verglichen mit Kombi-Wagen und Ferrari, Jesus war das berühmte Schwarze Schaf, aber auch "Froschkönige", Paarhufer/Wiederkäuer werden zum nochmaligem Erklären herangezogen.

Völlig überflüssig finde ich den ADS/ADHS-Teil. T.-K. wiederholt sich laufend, hat wohl den Anspruch, "fachlich" zu erklären, wirft dabei mit für Laien schwer verständlichen Begriffen um sich, trennt ihre eigene Meinung aber nicht von den fachlichen Erklärungen und lässt beides ineinander fließen. Es ging ihr wohl darum, fälschliche ADS/ADHS-Diagnosen aufzuklären, dass hätte sie aber auch deutlich kürzer fassen können.

Und zum Schluss, im Kapitel über "Empathen" verweist die Autorin auf eine von ihr gegründete Website, durch die "empathisch" begabte Menschen sich wohl zum Berater für Firmen o.ä, die solche Dienste in Anspruch nehmen wollen, ausbilden lassen können...

Das Buch enthält insgesamt gute Ansätze und Anregungen, die für mich allerdings unter den mir negativ auffgefallenen Teilen etwas untergehen.

3 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue, großartige Gedanken zum Thema Hochsensibilität, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
... und Hochbegabung. Ich habe bereits sechs Bücher über das Thema Hochsensibilität gelesen und einige über Hochbegabung. Dies ist das erste Buch, das die beiden Eigenschaften untrennbar miteinander verbindet, indem die Autorin quasi jeden Hochsensiblen für einen (potentiell) Hochbegabten hält.
Ich habe mich in den Büchern von Andrea Brackmann, Rolf Sellin und Ulrike Hense wiedergefunden - aber Birgit Trappmann-Korr hat dazu eine Menge neuer Gedanken, z.B. über ADS. Die manchmal etwas unvermittelt auftauchenden Vergleiche sind im Nachhinein gut nachvollziehbar. Das Kapitel über Empathen hat mich (leider!) zunächst vom Kauf abgeschreckt, weil es für mich zu esoterisch klang, aber die Autorin driftet nicht ins Irrationale ab.
Vor allem hat mir das Buch beim Verständnis meines hochsensitiven Kindes geholfen durch ganz neue Aspekte, die ich in den anderen Büchern so nicht gefunden habe, insbesondere was Aufschieberei, Träumerei, Panik 'auf den letzten Drücker', Probleme beim Ordnung halten und bei der Selbstorganisation betrifft.
Basierend auf der Erfahrung der Beratung hochsensitiver Menschen hat sich hier ein 'Freigeist' gute Gedanken gemacht!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für Nicht - Betroffene höchst interessant, 7. Juli 2010
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Wie sieht ein Menschenleben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung aus?

Die Autorin des vorliegenden Buches spricht sehr einfühlsam über hochsensitive Menschen. Sie beschreibt sie und sie stellt dem Leser Fragen an denen er sich selbst messen kann ob er zu den 15 Prozent der Hochsensitiven gehört.

Nach ihrer Einleitung verschafft die Autorin dem Leser zunächst einen Überblick. Sie sensibilisiert den Leser für Begriffe wie "sensibel" und "sensitiv". Sie zeigt die unterschiedliche Lebenssituation von hochsensitiven Kindern und Erwachsenen.

In einem weiteren Kapitel geht sie auf ADHS / ADS ein. Sie beschreibt, für jeden sehr gut verständlich, die Symptome der Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.

Nach einem Ausflug in die Geschichte zum Thema Hochsensitivität wird Birgit Trappmann - Knorr dann in die Praxis. Hier wird es sehr interessant, ganz besonders für betroffene Leser. Sie können endlich erfahren was und warum etwas in ihnen gerade so abläuft wie es abläuft. Das kann Lesern Beruhigung und Aufklärung bringen, dies kann aber auch Ausgangspunkt für Sorgen von Lesern werden.

An dieser Stelle sagt dies Buch klipp und klar, es will aufklären, aber nichts therapieren.

Dieses Buch ist sehr zu empfehlen. Nicht nur Betroffenen, auch denen die vielleicht mit Hochsensitiven im Alltag zu tun haben. Mit Hilfe dieses Buches erfährt der Leser mehr über diese doch ziemlich große Gruppe von Menschen in unserer Gesellschaft.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen!, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Schön, dass es in dem Dschungel der Populärliteratur eine Psychologin gibt, die mit fundiertem Hintergrundwissen zum Thema schreibt!
Dieses Buch ist nachvollziehbar und flüssig geschrieben und sowohl als Einstiegs-, als auch als weiterführende Lektüre geeignet.
Ich fand den Inhalt recht umfassend und von daher wundert es (mich) nicht, dass die Autorin auf nur knapp über 300 Seiten nicht sehr in die Tiefe gehen konnte. Das Thema Hochsensitivität beschreibt sie sehr komplex und einleuchtend. Als HSM konnte ich sowohl Erklärungen als auch Beispiele gut nachvollziehen.
Die Verbindung zwischen Hochsensitivität (ugs. Hochsensibilität) und Hochbegabung ist schon seit Dabrowski, spätestens aber seit Brackmann nicht mehr neu, wird im vorliegenden Buch jedoch aus einer anderen Perspektive, nämlich aus der der Hochsensitivität beschrieben.
Warum nicht einmal neue Wege gehen und sich auf die Sichtweise der Autorin, „wer hochsensitiv ist, darf sich auch als hochbegabt betrachten“, einlassen? Während andere Autoren um das Thema Hochbegabung herumschleichen, bezieht Frau Trappmann-Korr ganz klar Stellung.
Hochbegabung, so wie sie heute allgemein gesehen wird, nämlich (ausschließlich) ab IQ 130, ist eine willkürliche (und möglicherweise überholte) Festlegung, die jedoch im Allgemeinen nicht angezweifelt wird. Noch dazu wird dies mit (ebenso willkürlichen) Tests gemessen, von denen jeder, der sie anwendet, weiß, dass sie (allein gesehen) unzulänglich sind.

Die Psychologin Trappmann-Korr reduziert eben nicht auf EIN Persönlichkeitsmerkmal (ist der IQ ein solches?) und zeigt in diesem Buch ganz im Gegenteil die Menschen ganzheitlich mit all ihren möglichen Facetten. Mit dem Begriff Aura-sehen streift sie erfreulicherweise gar den Bereich der Synästhesie, von der auch Hochsensitive/Hochbegabte sehr oft eine oder mehrere Formen haben.
Ich selbst bin eine recht rationale Hochbegabte und von dem, was heute als Esoterik oder auch Spiritualität bezeichnet wird, weit weg. Manch einem mögen einige Kapitel den Eindruck vermitteln, die Autorin schweife in diese Richtung ab. Ich selbst empfinde es nicht so, bin ich mir trotz aller Rationalität doch bewusst, dass es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde geben mag, als man sich vorstellen kann.

Die Schreibweise ist geradezu liebevoll und achtet in Formulierung und Inhalt darauf, niemandem zu nahe zu treten und dieses komplexe Thema dennoch möglichst klar und umfassend zu beleuchten. Damit und mit der Brücke von wissenschaftlicher zur Populärliteratur ist Frau Trappmann-Korr ein Spagat gelungen, der seinesgleichen sucht.
Das Buch bietet neben sachlicher Information die Sichtweise aus einer neuen Perspektive und zeigt damit ein neues Bild. Die eingebrachten weiterführenden Gedanken der Psychologin heben dieses Buch in erfrischender Weise von anderen Büchern ab, die in Ermangelung eigener Gedanken der Autoren bei mir den Eindruck erwecken, einer schreibe vom anderen ab. Erfreulich auch, dass hier Aspekte aus unterschiedlichen psychologischen (und philosophischen) Teilbereichen einfließen, die sonst selten so zusammengeführt zu lesen sind!

Die Bezeichnung „Standardwerk“ halte ich vor dem populärwissenschaftlichen Hintergrund für absolut gerechtfertigt. Wer ein rein wissenschaftliches Werk zum Thema Hochsensitivität sucht, wird keinen Erfolg haben. Und wenn das in einigen Jahren einmal der Fall sein sollte, so wird man sich sicher in einem ganz anderen Preissegment danach umsehen müssen.

Mich hat dieses Buch dazu angeregt, einmal anders über mich und meine Eigenschaften nachzudenken, als ausschließlich auf den IQ zu fokussieren, der unweigerlich einen gewissen Leistungsbezug hat. Ich habe Seiten an mir entdeckt, die mir bis zur Lektüre dieses Buches verborgen waren. Damit hat es einen großen Anteil daran, dass ich mich wirklich und wahrhaftig „rund“ fühlen kann. Ich bin weit mehr, als ein Leistungserbringer. Danke für diesen Erkenntnisgewinn!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochsensitiv, 30. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal: Leben zwischen Hochbegabung und Reizüberflutung (Broschiert)
Empfehlung einer Freundin, die eine hochsensitive Tochter hat - ein sehr lesenswertes Buch. Es hat auch mir geholfen, mein Kind besser zu verstehen, ihm Hilfestellung zu geben und Ängste abzubauen. Sollte jeder lesen, der mit Kindern und Erwachsenen in irgendeiner Form arbeitet. Speziell auch gut für Betroffene.
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