newseasonhw2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden lagercrantz Cloud Drive Photos WHDsFly Learn More praktisch Siemens Shop Kindle Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

Kundenrezensionen

15
4,4 von 5 Sternen
5 Sterne
9
4 Sterne
5
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
1
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Teil 1-7 Gesamtausgabe
Format: MP3 CDÄndern
Preis:189,00 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

104 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mit diesem Hörbuch, das mir seit Mittwoch vorliegt, geht für mich ein Traum in Erfüllung! Das komplette Werk von Proust wird hier von Peter Matic eingelesen, und dass in einer für den normalen Anwender handhabbaren Form.

Vielleicht darf ich zunächst auf das äußere Erscheinungsbild eingehen. Der Pappschuber enthält 7 verschiedene Alben mit insgesamt 17 MP3-CD und der sagenhaften Laufzeit von 9.304 Minuten (7 Tage non Stopp also)! Zugleich findet sich ein Begleitheft, mit einem kurzen Portrait von Peter Matic, der seine Sicht auf das Werk vorstellt und dem Nachwort von Lucius Keller zur Frankfurter Ausgabe. Eingelesen wird aber wohl nicht die Version der Frankfurter Ausgabe, sondern die Übersetzung von Eva Rechel-Mertens. Laut Vorwort und akustischem Vorspann zu den Einzelteilen liegt also gerade nicht die revidierte Fassung dieser Übersetzung von Lucius Keller zugrunde, was vielleicht einen kleinen Wehrmutstropfen bedeutet, aber man schmeckt ihn kaum; so gut ist der Rest.

Die Stimme von Matic (den meisten bekannt als Stimme von Ben Kingsley, etwa in Schindlers Liste) passt zu dem Werk und man wird schnell mit ihr vertraut. Ich habe zunächst den Anfang von Sodom und Gomorra gehört (eine meiner Lieblingsstellen) und war ebenso begeistert wie von Swanns Welt. Matic trägt ruhig, die oft komplizierten Hypotaxen Prousts angenehm zergliedernd, vor, so dass das Zuhören einfach nur Freude bereitet. Das Wachsen dieser Edition habe ich über die Jahre hinweg stets aus dem Augenwinkel beobachtet, scheute aber vor den Preisen (der erste Band kostete lange Zeit so viel wie diese Ausgabe) und den räumlichen Ausmaßen (30 bis 40 CD in großen Schubern pro Band) zurück. Beides ist jetzt auf ein erträgliches Maß reduziert!

Zum Werk selbst möchte ich hier nicht allzu viel sagen; große Lobeshymnen haben mit Blick auf seine allgemeine Wertschätzung kaum Neuigkeitswert. Selbst von den Spitzenwerken des 20. Jahrhunderts ' dazu zählen nach verbreiteter Vorstellung Ulysses, der Mann ohne Eigenschaften und sicher ein oder zwei andere Werke ' hat es sich ein gutes Stück weit positiv absetzen können. Jedem, der mit dieser Edition einsteigt, rate ich zu viel Geduld. Er sollte sein Augenmerk auf die unübertroffene Menschenzeichnung Prousts richten (und nicht so sehr auf die Stelle mit der Madeleine, über die viele nicht hinauskommen) und auf die spannende Schilderung der untergehenden Belle Epoque warten, die zunächst etwas auf sich warten lässt. Manchmal muss der Leser tapfer kämpfen (ich selbst beim Atelier des Malers Elstir), dann aber ' spätestens ab der Welt der Guermantes ' wird ihn dieses Buch nicht mehr loslassen. Wer sich einen ersten Eindruck von dem verschaffen will, was ihn hier erwartet, sollte vielleicht mit dem bereits erwähnten Anfang von Sodom und Gomorra beginnen. Ich versuche erst gar nicht den verdichteten Eindruck hier in dürren Lettern nachzuerzählen.

Klare Kaufempfehlung!
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2011
Ob nun 128 CD's (die ich mir fürs Auto gekauft habe) oder 17 mp3-CD's - es ist die fast unvorstellbare Länge dieses Romanwerks und damit auch die Dauer dieser Lesung, die einem erst mit der Zeit wirklich bewusst wird. Zumal das Zuhören einer hohen Aufmerksamkeit bedarf, da der Schreibstil Proust`s am Anfang gewöhnungsbedürftig ist und die Sätze zum Teil extrem lang und verschlungen sind und dazu oft gedanklich weit ausholen. Ich habe nicht selten Textpassagen wiederholt gehört, um zu verstehen, was der Autor eigentlich sagen wollte (was dann am Ende sicher weit mehr als 160 Stunden Zuhören erforderte - für mich über 5 Monate). Dabei kann es seitenlang um Detailbeschreibungen gehen, seien es Landschaften, Gebäude, Pflanzen, aber vor allem auch von Menschen, die der Erzähler (hier wohl eher Proust) offensichtlich genau beobachtete und diese daher in ihrem Wesen und allen ihren Schwächen überaus akribisch beschrieb, was einem im Übrigen oft eine höchst amüsante Vorstellung dieser Leute ermöglicht.
Aber auch der Inhalt des Romans erfordert eine hohe Bereitschaft, sich einer dekandenten, versnobten und im Grunde höchst langweilenden Gesellschaft so lange zu widmen und sich für ihre vielen Protagonisten zu interessieren. Der Erzähler - Marcel (Proust ist hier nicht mit dem Erzähler gleichzusetzen) - beschreibt sein Leben fast ausschließlich im Umfeld von Soirées, Galadinners, Empfängen, Opernbesuchen, seine Bekanntschaften mit Herzögen, Grafen, Prinzessinnen..., "der obersten Gesellschaft von Paris" (oder die sich dafür hielt), wobei fast alle Beteiligten (weiblich und männlich) homoerotische Neigungen haben und diese in unterschiedlicher Intensität und z. T. in erstaunlichen Verbindungen ausleben. Es wird nie ganz klar, wie der Erzähler selbst dazu steht, einerseits ist er sehr auf seine (offensichtlich lesbische) Freundin eifersüchtig und versucht mit aller Macht, sie von der Ausübung dieser Leidenschaft abzuhalten - womit er letztlich die Beziehung zerstört - andererseits lässt er sich über Hunderte von Seiten über die gesellschaftliche (Außenseiter-)Rolle eines solchen "Invertierten" aus, beschreibt die in der Öffentlichkeit missbilligte Leidenschaft und die Schwierigkeiten, diese auszuleben.

Es ist dann doch erstaunlich, wie Proust die vielen beschriebenen Personen und Einzelheiten des Romans am Ende bündelt, diese in ein deutlich erkennbares Mosaik einfügt und gleichzeitig die hohe Vergänglichkeit der noch so hochstehenden Personen, gesellschaftlichen Positionen, aber auch der Schönheit, des Intellekts und des kulturellen Zeitvertreibs herausstellt, die er zudem typischerweise wieder in sehr genauen und durchaus amüsanten Beschreibungen körperlichen Verfalls, jugendlicher Unkenntnis der Vergangenheit oder des Erinnerns ausdrückt. Allerdings bedeutet es zugegebenermaßen eine erhebliche Ausdauer, bis zu diesen letzten Seiten durchzuhalten und mit dem Erzähler die vielen geschilderten Details ins Gedächtnis zurückzurufen, die er nun wieder aufnimmt, was dann doch ein zügiges, nicht durch lange Unterbrechungen verzögertes Lesen/Hören erfordert, da sonst die vielen Namen, beschriebenen Szenen und Orte nur schwer wieder zusammenzufügen sind.

Eine fast schon übermenschliche Leistung ist an dieser Stelle besonders hervorzuheben... die des Vorlesers, Peter Matic. Höchst bewundernswert, wie er über die ganze Zeit z. T. hochkomplexe Wort- und Satzungetüme, Namen und Orte in einer Art vorliest, die nie den Eindruck von Anstrengung, Bemühen oder Schwierigkeit aufzeigt, jederzeit die passenden Textstellen perfekt moduliert und damit einen Hörgenuss par exellence bietet. Ihm müsste man 6 Sterne vergeben!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Februar 2012
Es ist ja immer wieder spannend zu sehen, wie sich die Kindle Ausgaben darstellen, wenn sie einmal gekauft und heruntergeladen sind. Nicht alles nämlich ist in den zur Verfügung stehenden Testversionen zu prüfen. Bei dieser Ausgabe habe ich erst einmal einen großen Schreck bekommen: es gibt keinen table of content, auf Deutsch: kein Inhaltsverzeichnis! Geht man allerdings ans Ende der Publikation und blättert wenige Seiten zurück, trifft man auf das Inhaltsverzeichnis des letzten Buches der Recherche. Nun kann man entsprechend Lesezeichen setzen und sich so bis zum ersten Buch nach vorne hangeln. Der Grund ist der, daß jeweils am Ende jedes einzelnen Buches Inhaltsverzeichnisse angelegt sind, nicht aber ein übergreifendes für die kompletten sieben Bände. Dies hätte man, zumal für diesen Preis, auch anders lösen können. Ist diese Arbeit bewältigt, hat man wirklich einen wunderbaren Klassiker mit allem erdenklichen Lesekomfort (Personenregister, Resümees der einzelnen Bücher und direkt im Text abrufbare Anmerkungen) auf dem Kindle. Fazit: ganz knapp an der vollen Punktzahl vorbei geschrammt.

Nachtrag, knapp ein Jahr nach der ursprünglichen Rezension: Ich frage ich mich, warum der Verlag das Inhaltsverzeichnis betreffend inzwischen kein Update gestartet hat? eBook Kunde egal?

Nachtrag, Juni 2013: Es fand eine umfangreiche Aktualisierung statt (weiß nicht genau wann, hab es jetzt erst bemerkt). Inhaltsverzeichnis stimmt jetzt. Jetzt gibt's auch den letzten fehlenden Stern dazu.
review image
99 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mit Superlativen über das Werk von Marcel Proust zu sprechen, ist irgendwie peinlich und trotzdem unvermeidbar. Um dem zu entkommen, wählte Peter Matic, der Sprecher dieser Lesung wohl die Metapher einer Bergbesteigung. Nach dem ersten Band hätte er sich im Zwischenlager noch gefragt, ob er die nächste Etappe ebenfalls schaffen würde, um dann nach "Im Schatten junger Mädchenblüte" oder auf Seite 1252 innezuhalten. Irgendwann habe er die vielen Stunden nicht mehr gezählt, die allein für die Vorbereitung seines Unternehmens notwendig waren. Und die Lust, den Gipfel nach 4'195 Metern (Pardon Seiten) zu erklimmen, habe ihn unablässig weitergezogen. Motiviert wurde Peter Maric aber auch vom Gefühl, er würde mit jeder Stunde mehr über sich selbst erfahren. Und so ergeht es auch mir, wenn ich die Welt des Marcel Proust eintauche.

Als der erste Teil dieser 9'394 Minuten dauernden Lesung erschien, war ich so begeistert, dass ich die Fortsetzungen kaum erwarten konnte. Und doch verfolgte ich den Verlauf des Projekts merkwürdigerweise nicht. Aber als ich dann vernahm, dass es abgeschlossen ist und die 126 CDs auf 17 mp3-CDs komprimiert wurden, griff ich sofort zu. Eine Reaktion, die mir durch den fabelhaft günstigen Preis natürlich erleichtert wurde.

In der Kassette findet sich auch ein Booklet von 110 Seiten, in dem der Hörer in das Werk von Marcel Proust eingeführt wird, viel Interessantes über die Biographie und die Zeit von Proust erfährt, Bekanntschaft mit dem Sprecher Peter Matic schließen kann und auch mit zahlreichen Abbildungen in Schwarzweiß überrascht wird. Endlich ein Begleitheft, das diesen Namen auch verdient und zusätzliche Motivation ist, den Pappschuber mit der ganzen Lesung zu kaufen.
Die Erläuterungen und Hintergrundinformationen von Luzius Keller sind spannend zu lesen. Offen bleibt eigentlich nur die Frage, warum auf die Übersetzung von Eva Rechtel-Mertens zurückgegriffen wird. Interessant fand ich auch, mehr über den Sprecher Peter Matic und seine Beziehung zu diesem einmaligen literarischen Werk zu erfahren. Und wenn er sein Honorar für die Arbeit nicht nennt, glaube ich seiner Aussage, dass dies eine Tätigkeit sei, die man aus Freude mache und nicht wegen des Geldes.

Mein Fazit: Peter Lieck und Bernt Hahn haben Prousts Werk vom März 1997 bis November 2003 in der Lengfeld'schen Buchhandlung Köln live vorgelesen. Aber irgendwie ging dieses Ereignis im großen Medienrauschen unter. Hoffen wir, dass es der Lesung von Peter Matic nicht ebenso ergeht. Denn viele besser lässt sich Marcel Proust wohl nicht lesen. Und günstiger kommt man sicher auch nicht zu einem solchen Vergnügen.
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2012
... möchte ich hier ansprechen, ich denke nicht, dass die Welt auf meine Rezension dieses unverzichtbaren Klassikers wartet :-)

An dieser ebook-Ausgabe lassen sich für mich exemplarisch alle Vor- und Nachteile dieses Mediums darstellen.

Ich halte ebooks in Deutschland für völlig überteuert. Ebooks sind z.T. teurer als die Taschenbuchausgaben und lassen sich nicht verkaufen oder tauschen wie Bücher. Sie sind an bestimmte Software oder sogar Hardware gebunden.

Die Vorteile von ebooks liegen auf der Hand: Sie sind handlich und auch im Ausland, auf Reisen sind deutsche ebooks problemlos zu beziehen.

Anstelle einer mehrbändigen und kiloschweren Ausgabe der "Suche" habe ich nun das ebook bezogen und bin begeistert, dass ich für das Lesen der Anmerkungen nicht mehr vor- und zurückblättern muss. Das hat meine Vorrezensentin auch lobend erwähnt.

Aber dieses Feature wird durch das fehlende Inhaltsverzeichnis nahezu neutralisiert. Hier hätte man deutlich mehr an Ideen in die ebook-Ausgabe einbringen können. Denkbar wäre es doch auch gewesen, die eigentlichen Bände oder Kapitel als einzelne ebooks zu veröffentlichen. Ist mir wirklich als Käufer und Leser zuzumuten, bei einem mehreren tausendseitigen Werk dies manuell durch Lesezeichen zu erstellen?

Ich denke, solange ebooks in Deutschland nahezu keinen Preisunterschied zu Büchern haben, könnte man doch erwarten, dass das ebook zumindest zusätzliche Funktionen und Features aufweist. Solange ebooks bei fast gleichem Preis nur eine 1:1 Darstellung des physischen Textes sind und keine Zusatzleistungen anbieten, werde zumindest ich nur eingeschränkt dieses neue Medium nutzen. Und bestimmt nicht bei Werken, die ich möglicherweise wieder vorhabe, zu verkaufen oder tauschen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2013
Ich finde es schön, wenn sich Menschen wie Luzius Keller über 10 Jahre mit einem Werk beschäftigen, das mit Sicherheit nicht mehr auf den Bestseller-Listen landen wird und auch aufgrund des Umfangs und Charakters sicherlich keiner der meistgelesenen Klassiker sein wird.

Ebenso finde ich es sehr gut, dass diese überarbeitete Übersetzung als Kindle-Edition verfügbar gemacht wird. Und die Ebook-Variante ist einfach deutlich angenehmer zu lesen, weil man einfach nicht so viel in der Hand hält.

Zum eigentliche Werk Marcel Prousts bzw. der Übersetzung und dessen Überarbeitung haben schon deutlich kenntnisreichere Rezensenten etwas gesagt, so dass ich dazu schweige.

Die Umsetzung als Kindle-Ebook ist aus meiner Sicht grundsätzlich gelungen. Das von anderen Lesern bemängelte unvollständige Inhaltsverzeichnis kann ich nicht bestätigen. Die wesentlichen Abschnitte sind enthalten und Lesezeichen kann man dann dazu auch setzen. Die Verlinkung der Fussnoten / Anmerkungen funktioniert sehr gut und macht das Lesen angenehmer als in der gedruckten Variante, wo man immer zu einer Fussnote blättern müsste. Der einzige zu bemängelnde Punkt ist die vermutlich aus der elektronischen Vorlage für die Druckversion entstandene Rechtschreibung, wo relativ häufig offensichtlich in der gedruckten Version getrennte Worte mit "ck" mit "kk" geschrieben werden sowie in einzelnen Fällen Worte durch Leerzeichen getrennt wurden. Das ist eigentlich einer mit einer solchen Detailliebe bearbeiteten Ausgabe von Proust nicht würdig, wobei es weder den Lesefluss noch das Lesevergnügen, sondern lediglich das ästhetische Empfinden stört.

Beim Preis habe ich zuerst geschluckt, aber vor allem aufgrund der aufwendigen inhaltlichen Bearbeitung ist er sachlich gerechtfertigt. Bei einem solchen Werk wäre allerdings ein Kombinationspreis für die gedruckte Version mit enthaltener freier Kindle-Lizenz schön. Das würde den berechtigten Anspruch auf die Bezahlung der inhaltlichen Überarbeitung, eine schöne gedruckte Ausgabe sowie die bequeme Mobilität der Kindle-Ausgabe miteinander kombinieren.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Oktober 2014
Die Gesamtausgabe von Marcel Proust: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" war schon sehr lange ein Herzenswunsch von mir, den ich mir nun mit dieser Edition erfüllt habe. Die Bücher zu lesen, habe ich leider nie geschafft und so ist es eine für mich wunderbare Alternative, z.B. beim Autofahren, beim Kochen oder Aufräumen der Erzählstimme von Peter Matic zu lauschen und mich im Geiste in die Belle Époque um 1900 zu versetzen. Marcel Proust ist ein Meister der Beschreibung und der Erzählkunst, der die Bilder dieser "verlorenen Zeit" vor dem geistigen Auge lebendig werden lässt. Er versteht es, Orte wie Combrey so eindringlich und genau zu beschreiben, dass man fast das Summen der Bienen und den Duft von Weißdorn und Flieder wahrzunehmen glaubt. Die Personen, um die sich die Geschichten ranken, glaubt man so gut zu kennen, als wären sie uns schon seit langem bekannt.
Man bekommt Einblick in die Salon-Kultur des 19. Jahrhunderts, sitzt am Tisch der Verdurins oder Guermantes und lauscht den teils interessanten, aber auch erschreckend banalen Gesprächen der sog. "besseren Gesellschaft", die nur standesgemäßen Umgang pflegt. Die kapriziöse Odette hat an dieser Tafel keinen Platz, wohl aber im Herzen von Swann, der mit eifersüchtigem Blick ihr unkonventionelles Leben verfolgt.
In einem Zeitsprung erfährt man, wie die Geschichte weitergeht und kommt dabei in die Époche, in der M. Proust selbst gelebt hat (1871-1922). Gegenstand der Erzählung sind jedoch nicht nur die handelnden Personen mit ihren gesellschaftlichen Bezügen, sondern auch die Beschäftigung mit der Malerei, der zeitgenössischen Kunst, der Musik. Auch heikle Themen werden nicht ausgelassen, so begegnet man einigen Personen, die homosexuelle Beziehungen pflegen. Proust Werk könnte man also auch als Sittengeschichte der Belle Époque bezeichnen.

Wer gewohnt ist, dialogreiche Szenen mit schnell wechselnden Handlungssträngen zu lesen, wird dieses Werk wohl eher nicht mögen. Wer sich aber auf eine Geschichte einlassen kann, die auf hohem erzählerischem Niveau der Beschreibung von Orten, Menschen und gesellschaftlichen Ereignissen Raum gibt und mit philosophischem und psychologischem Blick einer Époche nachspürt, die für unsere moderne Gesellschaft wirklich eine verlorene Zeit ist, der wird viele erbauliche Stunden mit dieser Edition verbringen können.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 26. Mai 2015
...liest Peter Matic dieses Werk von Marcel Proust.
An die gedruckte Version hatte ich mich nicht herangewagt und freue mich nun, dass ich dieses Jahrhundertwerk als Hörbuch doch noch "geschafft" habe.
Zum Inhalt wurde schon genug geschrieben, daher lasse ich diesen hier aus.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 19. Januar 2014
Ich wage nicht, das Werk Marcel Prousts zu rezensieren.
Peter Matic wird dem Werk aber in jeder Hinsicht gerecht und ermöglicht mir den Zugang zu einem Buch, das ich nie schaffen würde zu lesen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 7. Dezember 2014
Anfangs etwas schwierig zu lesen wegen der verschachtelten sehr langen Sätze. Dann aber der pure Genuss. Eben Weltliteratur.
Zum ruhigen intensiven Lesen. Nichts um darüber hinweg zu rasen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust (Audio CD - 16. März 2010)
EUR 7,99