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Erster Eindruck: Intensive literarische Umsetzung

Johann Buddenbrook der Ältere, Familienoberhaupt und Inhaber einer Getreidegroßhandlung, hat zu einem kleinen Essen geladen und unterhält seine Gäste nebst köstlichen Speisen. Doch er ist auch knallharter Geschäftsmann, gemeinsam mit Johann Buddenbrook dem Jüngeren bringt er seinen verstoßenen Sohn um sein Erbe... (Die Buddenbrooks)
Hans Castorp, der bei seinen Großeltern aufwächst, besucht vor seinem Volontariat bei einer Schiffswerft seinen Vetter Joachim in einem Sanatorium. Schnell ist er fasziniert von dem merkwürdigen Ort und entschließt sich, länger als geplant zu bleiben. Dort trifft er auch auf einen Literaten, der zu einem guten Freund wird... (Der Zauberberg)
Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach reist nach Venedig, um seinem bisherigen Leben wenigstens für einen Moment entfliehen zu können. Dort trifft er auf den Jüngling Tadizio, von dem er gleich fasziniert ist. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf... (Tod in Venedig)

Thomas Mann ist einer der wohl bedeutendsten deutschen Schriftsteller. Viele seiner Werke gehören zur Weltliteratur und sind auch heute noch, über 50 Jahre nach seinem Tod, lesenswert. Das hat auch der Hörverlag erkannt und gleich drei seiner Romane als Hörspielumsetzung in einer dicken Box veröffentlicht ' satte 19 CDs mit über 1100 Minuten erwarten den geneigten Hörer. Weitab von dem, was sich ansonsten so auf dem Hörspielmarkt tummelt, ist diese Box alles andere als leichte Kost. Die recht alte Sprache, der sich Mann bedient, sträubt sich ein wenig dem momentanen Sprachfluss, sodass das Zuhören gerade zu Anfang recht schwer fällt. Auch die bedeutungsvolle und teilweise recht komplexe Handlungsfolge bedarf einer gewissen Eingewöhnungszeit und ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Dafür wird ein umso interessanter Einblick in die Charaktere gewährt, werden spannende Zusammenhänge aufgedeckt und tragische Entwicklungen vorangetrieben. Dabei versetzt Mann seine Werke immer mit einer Spur Ironie, hintergründig und manchmal erst spät zu erkennen. 'Die Buddenbrooks' ist dabei das komplexeste Werk, da viele Charaktere eine wichtige Rolle haben und die Familiensaga über einen langen Zeitraum spielt, sodass alle Verstrickungen nur schwer zu überblicken sind. 'Der Zauberberg' ist der bildhafteste der drei hier vertonten Romane und hat recht anspruchsvolle Deutungsmöglichkeiten. 'Tod in Venedig', welches auf nur 2 CDs Platz findet, ist das kürzeste und auch kurzweiligste Hörspiel der Box, die Geschichte entwickelt schnell eine ganz eigene Dynamik. Insgesamt sehr anspruchsvolle Hörspiele, die hier vereint sind, eine sehr gute Umsetzung von wirklicher Weltliteratur.

In jeder der drei Produktionen treffen sehr gute Schauspieler aufeinander, die die Rollen ausfüllen können. In 'Die Buddenbrooks' ist als Familienoberhaupt Johann der Ältere Hans Tügel zu hören, der mit seiner betonten und ruhigen Sprechweise den komplexen Charakter gut erfassen kann. Auch Lotte Brackebusch, die seine Frau spricht, kann mit ihrem variationsreichen Spiel in jeder Situation sehr genau auf ihre Rolle eingehen und sie mit viel Leben ausstattet. Erzähler ist Gert Westphal, seine ruhige und dunkle Stimme führt gekonnt und eindringlich durch die Handlung. In diesem Hörspiel sprechen zudem Ruben Herzberg, Petra von der Linde und Horst Tappert.
'Der Zauberberg' hat mit Konstantin Graudus einen sehr kompetenten und ausdrucksstarken Sprecher in der Hauptrolle des Hans Castorp gefunden, der hier eine Top-Leistung abliefert. Felix von Mannteuffel steht ihm in nichts nach und erweckt mit seiner Stimme Ludovico Stterbrini zum Leben. Die wunderbare Traugott Buhre ist als Mynheer Peeperkorn einer sehr gute Wahl und überzeugt mit ihrem variationsreichen Spiel. Hier sind noch Udo Samel, Hans-Werner Meyer und Hans Kremer zu hören.
Ulrich Noethen, vielen eher aus Filmproduktionen bekannt, ist in 'Tod in Venedig' als Erzähler zu hören und gestaltet diese Aufgabe recht lebendig ' gut so, denn ihm fallen große Passagen zu, die so alles andere als zäh wirken. Rüdiger Vogler spricht hingegen Gustav von Aschenbach mit der notwendigen Menge an Ausdruck und Intensität und übertrifft sich immer wieder aus Neue. Weitere Sprecher sind hier Heinrich Giskes, Heinz Meier und Oliver Kraushaar.

Die Hörspiele stammen aus unterschiedlichen Jahren und von unterschiedlichen Produktionsteams, sodass eine einheitliche akustische Gestaltung nicht auszumachen ist. Allen gemein ist aber, dass sie recht sparsam instrumentalisiert wurden, sodass die von den Sprechern erzählte Geschichte weit in den Vordergrund rückt. Auch die wenigen eingesetzten Geräusche dienen lediglich dazu, leise Akzente zu setzen als zusätzlichen Eindruck schinden zu wollen. Das alles passt hervorragend zu den Vorlagen, die so einen würdigen Klang erhalten haben.

Für die drei Hörspiele auf 19 CDs ist natürlich eine entsprechend dicke Box nötig, der vorhandene Pappschuber ist mit einem ansprechenden Foto versehen, dass ein Stillleben eines Beistellschrankes zeigt. Die einzelnen Hörspiele haben dann aber ihre eigenen, passenden Cover erhalten, die das Flair des jeweiligen Stückes einfangen können. In den Booklets sind immer wieder kleine Extras zu finden, beispielsweise Fotos von den Aufnahmen oder ein kurzer Lebenslauf von Thomas Mann.

Fazit: Die großen Werke von Thomas Mann wurden mit herausragenden Sprechern feinsinnig intoniert, sodass die anspruchsvollen Geschichten sowohl unterhaltsam als auch bedeutend umgesetzt wurden.
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Thomas Mann (1875-1955) zählt zu den bedeutendsten deutschen Erzählern des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Werk knüpfte er an die Tradition des realistischen Romans an, dem er durch seine ironische Haltung neue Ausdrucksmittel erschloss. Thomas Mann war weltliterarischer Repräsentant des Humanismus und zugleich ein kritisch-realistischer Chronist des bürgerlichen Untergangs. Viele seiner Werke erreichen noch heute hohe Auflagen. Auch das neue Medium "Hörbuch" profitierte von Anfang an von der fortdauernden Bekanntheit vor allem seiner großen Romane.

Nun liegen drei der wichtigsten Romane von Thomas Mann in einer repräsentativen Hörbuch-Box des Münchner Hörverlages vor. Dabei stammen die Hörspielfassungen auf den 19 CDs aus früheren Jahren und sind ganz unterschiedliche Produktionen. Eines jedoch haben alle drei Hörspiele gemeinsam: sie wurden von herausragenden Regisseuren und Sprechern produziert.

Für seinen Erstlingsroman "Buddenbrooks" (1901) erhielt Thomas Mann 1929 den Literaturnobelpreis. Über vier Generationen verfolgte der Autor darin die Geschichte der gleichnamigen Lübecker Patrizierfamilie, die zum Inbegriff einer "Seelengeschichte des deutschen Bürgertums" wurde.

Bereits 1965 wurde der Niedergang der Kaufmannsfamilie als Hörspiel vom Hessischen Rundfunk/Radio Bremen unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner produziert. Die grandiose Hörspielfassung (7 CDs mit einer Laufzeit von 8 Stunden) besticht vor allem durch über achtzig (!) Personen und Stimmen, darunter Gert Westphal (als Erzähler), Hans Tügel, Lotte Brackebusch, Dieter Borsche und Horst Tappert.

"Der Zauberberg" (1924) setzte die Tradition des deutschen Bildungsromans fort. In der abgeschlossenen Welt eines schweizerischen Sanatoriums erlebt der junge Held Hans Castorp in der Auseinandersetzung mit den geistigen Strömungen vor dem Ersten Weltkrieg seinen menschlichen Reifeprozess. Die Hörspielfassung (Bearbeitung Valerie Stiegele) des Bayerischen Rundfunk (10 CDs mit einer Laufzeit von fast 9 Stunden) aus dem Jahre 2000 entstand unter Regie von Ulrich Lampen mit einem umfangreichen Schauspieler- und Sprecherteam wie Udo Samel (Erzähler), Konstantin Graudus, Felix Manteuffel oder Karina Krawczyk.

Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig" (1912) ist das tragische Gegenstück des späteren Zauberbergromans. Der alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach reist nach Venedig und verfällt dort der Schönheit des Jünglings Tadzio. Gleichzeitig legt sich eine Seuche über die Stadt. Dieses Werk über Jugend und Alter, über Liebe und Tod wurde 2009 von Ulrich Lampen für den Hessischen Rundfunk/Norddeutschen Rundfunk zu einer Hörspielfassung bearbeitet (2 CDs mit einer Laufzeit von 2,5 Stunden). Ulrich Noethen (als Erzähler) und Rüdiger Vogler als Gustav von Aschenbach gelingt es, die morbide Atmosphäre der Lagunenstadt einzufangen.

"Die großen Hörspiele" präsentiert Thomas Manns Jahrhundertwerke in großen Hörspielinszenierungen - und das zu einem einmaligen Preis. Alle 19 CDs sind ein erstklassiges Hörerlebnis, das der Lektüre der Originalwerke in nichts nachsteht.

Manfred Orlick
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am 6. März 2014
leider war es eine bearbeitete Hörfassung. Ich habe die Bücher gelesen und finde das wichtige Dinge rausgeschnitten wurden, deshalb war ich enttäsucht!
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am 5. Dezember 2011
Während "Das Spiel der Könige" zu Gablés beliebtem Mittelalterzyklus um die fiktive Adelsfamilie Waringham zählt, gehört "Das Zweite Königreich" nicht zu einer mehrteiligen Saga. Beide Geschichten jedoch spielen im Englischen Mittelalter, beide sind in sich abgeschlossen und können völlig für sich stehen. Beide wurden von Ariane Skupch (Hörspielbearbeitung) und Axel Pleuser (Regie) zu spannenden Hörspielen adaptiert.

Es ist schon beeindruckend, mit welchem Aufwand die Romane vertont wurden: In beiden Produktionen wirkt eine Vielzahl von Sprechern mit - jeweils mehrere Dutzend pro Hörspiel; vor allem die in den Hauptrollen besetzten Künstler überzeugen. Natürlich erfordern die riesige Sprecherriege und die schnellen Szenenwechsel eine hohe Konzentration beim Hörer. Gablé erzählt von politischen Verwicklungen, die Figuren stehen oft in komplizierten Verwandtschaftsverhältnissen zueinander, so dass Aufmerksamkeit unablässig ist. Wer sich mit einem großen Ensemble schwer tut, könnte die Hörspiele als leicht frustrierend erleben. Wer sich jedoch auf die gut recherchierten und durch ihre Reduktion aufs Wesentliche auch handlungsstarken Geschichten einlässt, wird mit opulentem Hörvergnügen belohnt. Das wird sehr ansprechend untermalt durch wunderbare mittelalterliche Musik und eine dezente, passende Soundkulisse.

Wer Hörspiele und das englische Mittelalter mag, kann mit dieser Hörspielbox nichts falsch machen!
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am 9. Dezember 2013
DIe Hörspiele sind gut umgesetzt und
entspechend schön an zu hören.
Typisch Gable , man wird von Anfang an
an die Geschicht gefesselt.
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am 4. März 2012
Thomas Mann war für mich schon immer ein Wunsch, heute bin ich froh das ich es mir nie als Buch gekauft habe, sondern als Hörbuch, der Zauberberg ist so schön gesprochen das man zeitweise denkt man lebt selber auf dem Berg, die Buddenbrooks und der Tod in Venedig war mir schon bekannt deshalb nicht mehr ganz so spannend
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