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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juli 2004
Liest man die Rezensionen über das Buch selbst, so überwiegt doch die Kritik. Tatsächlich ist der "Orden des Phönix" nicht so leicht und locker wie die ersten drei Bände, aber schon mit dem "Feuerkelch" deutete sich ein Wandel an: Harry und seine Freunde werden erwachsen!
Nun ist das leider kein einfacher Prozeß, und Teenager in der Pubertät geben auch und vor allem in der Realität nur schlecht strahlende Helden ab. Mir gefällt es auch nur bedingt, WAS Rowlings hier geschrieben hat, aber es gibt zum einen eine glaubhafte Beschreibung eines pubertierenden 15-jährigen, zum anderen: WIE sie es schildert ist einsame Spitze.
Nebenher: ich habe auch die englische Fassung aller Bücher gelesen, und finde ihren Stil ebenfalls Klasse! Etwas davon ist in der Übersetzung verloren gegangen, aber die deutsche Fassung hat ihre eigenen Stärken.
Kommen wir zum eigentlichen Thema dieser Rezension: dem Hörbuch. Ich habe von allen bisherigen Harry Potter Abenteuern das Buch gelesen (erst in Englisch, dann in Deutsch), dann das Hörbuch dazu gehört (und, soweit schon erschienen, den Film dazu gesehen). Alle drei Varianten waren Klasse, jede für sich anders, aber die Hörbücher waren der Gipfel. Rufus Beck's Interpretation der einzelnen Figuren und Charaktere verleiht den Lesungen eine vollkommen eigene Qualität. Es entsteht ein Film im Kopf, an den die Leinwandfassung dann am Ende nicht einmal ansatzweise herankommt (und es auch gar nicht versucht ...), und obwohl ich die Geschichte schon kenne, zieht mich das Hörbuch auf eine Art in seinen Bann, wie es das Buch nicht geschafft hat.
ein gut gemachtes Hörbuch, eine gute Lesung oder eine Hörspielfassung eines Buches, ist eine eigene Kunstform: das Buch, der Film, das Hörbuch.
Das gilt meiner Meinung nach ganz besonders für Rufus Beck's Harry Potter Lesungen - und unbedingt für die Hörbuchfassung von
"Harry Potter und der Orden des Phönix"!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Während der erste Band "Harry Potter und der Stein der Weisen" einfach "nur" ein unheimlich gutes Buch war (in dem der Leser in die Welt der Magie rund um Hogwarts eingeführt wurde), daß sich unheimlich gut lesen ließ und sehr spannend aufgebaut war und auch der zweite Teil "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" als Nachfolger ein ebenso "nur" ein wirklich gutes und spannendes Buch war, entwickelte sich ab dem dritten Teil nicht einfach "nur" eine oberflächliche Geschichte für Kinder und Jugendliche, sondern eine Sage mit dem Format wie das Epos "Der Herr der Ringe" oder auch "Krieg der Sterne".
Die ersten zwei Bücher, deren Geschichte inhaltlich nicht sooo sehr zusammenhing (im zweiten Teil wurden nur wenig Inhalte vertieft, außer der Episode, in der Harry etwas über Lord Voldemorts Schulzeit erfuhr) wurden mit einem dritten Teil weitergeführt, der den eigentlichen Startschuß zu einer tief gehenden Story bildete. Hier wurden wichtige Protagonisten (wie Sirius Black und Remus Lupin) eingeführt und die Story entwickelte richtigen Tiefgang (Schulzeit seines Vaters, Freundschaften und Kontakte seines Vaters, wieso der Haß mit Snape so tief sitzt usw. usw.). Aus normalen Episoden wird eine große, zusammenhängende Welt. (Man sieht auch, daß ab dem dritten Buch die Anzahl der Seiten imer mehr werden). Der vierte Teil schließlich führt die Helfershelfer des dunkeln Lord ein und vertieft die Geschichte weiter. Bis zum vierten Band steigerte sich die Spannung in den Büchern unaufhaltsam, bis sie stets in ein furioses und überraschendes Ende mündeten. Der fünfte Teil bildet hier eine Ausnahme. Er entwicklelt meiner Meinung nach bei weitem nicht den Spannungsbogen und die Dynamik seiner Vorgänger. Erst spät wird die Geschichte um den Orden des Phönix wirklich fesselnd. Der Gang der Story ist bei weitem auch nicht so überraschend wie bei seinen Vorgängern und damit viel berechenbarer. Er ist eher als Übergangsteil zwischen der Auferstehung Voldemorts und dem nun folgenden Krieg zu sehen. Jedoch wird die Geschichte rund um Harry weiter vertieft. Seine Schwächen und seine Stärken und auch die "Fehlbarkeiten" der "Guten" wird deutlich gezeigt und verleiht der Geschichte noch mehr Glaubwürdigkeit. Opfer werden zu Tätern. Man darf also gespannt sein auf den sechsten Teil und dem (wohl finalen) siebten Teil der Buchreihe, in dem das Schicksal der Magier und Muggel endgültig besiegelt wird.
Eines ist Harry Potter doch schon jetzt: Eine der größten Geschichten aller Zeiten !
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2004
Also, zunächst mal so viel vorweg: HP5 ist toll! Der Start ist ausgesprochen furios und das Buch fesselt vom ersten Kapitel an!! Es entsteht direkt Spannung und es kommt früh zu einigen verblüffenden und neugierig machenden Enthüllungen. Atemlos las ich weiter ... doch, was ist das?! Der Spannungsbogen reisst ab und es folgte ein Sturz in eine tiefe Handlungsödnis!
Und da haben wir eine der wenigen Schwächen des Bandes: Er ist zu lang! Es kommt im Verlauf der Geschichte zu einigen gähnend langweiligen und höchst überflüssigen Episoden, die kürzer gefasst das Gleiche ausgesagt hätten, oder die sich Mrs. Rowling am besten gleich ganz geschenkt hätte. Es war einige Monate vor der Veröffentlichung irgendwo zu lesen, J. K. Rowling hätte mittlerweile Anfang, Mittelteil und Ende der Geschichte fertig gestellt, es fehlten also noch einige verbindende Handlungsstränge dazwischen. So ähnlich liest sich das Werk an mancher Stelle dann auch: Als wären einige Kapitel nachträglich eingepflegt worden und als hätte die Arbeit an dem Buch einfach zu lange gedauert. Man bekommt hie und da den Eindruck, die Autorin hätte Pausen eingelegt und später Probleme gehabt, den Faden wieder richtig aufzunehmen. Der Rhythmus der Geschichte wird dadurch leider immer wieder unterbrochen.
Nach furiosem Beginn dauerte es somit für meinen Geschmack lange, bis die Geschichte richtig an Harmonie und Tempo gewann und ich mich im Harry-Universum wieder heimisch fühlte. Aber dann hat HP5 auch wieder alles das, was die Serie so lesenwert macht: Sympathische Protagonisten, mit denen man mitfühlt und mitleidet und verhasste Antagonisten, die man auf den Mond wünscht! Insbesondere bei letzteren hat die Autorin ein ausgesprochenes Talent dafür, echte Hasskandidaten aufzubauen. Aber auch bei den lieb gewonnenen Sympathieträgern menschelt es stark. Manchmal möchte man selbst Harry, der bisweilen recht stures und aggressives Verhalten an den Tag legt, gründlich auf die Fresse hauen. Auf der anderen Seite wird es ihm aber auch von anderer Seite oftmals unnötig schwer gemacht, was sein Verhalten widerum verständlich werden lässt. Und da haben wir eine der weiteren Schwächen des Buches: Manchen Figuren kauft man ihr Verhalten einfach nicht ab! So werden Personen (insbesondere Harry) unverständlicher Weise über Tatsachen im Unklaren gelassen, in dessen Kenntnis sie anders gehandelt und somit die Geschichte einen ganz anderen Verlauf genommen hätte. Und das ist auch das Verdrießliche daran: Er wird von Personen ohne Not "im Stich" gelassen, die das normaler Weise nicht getan hätten. Das führt dann dazu, dass man den Eindruck bekommt, Frau Rowling lässt diese Personen nur deswegen irrational und gegen ihre sonst gewohnte Handlungsweise agieren, um den jeweils angestrebten Fortgang der Geschichte rechtfertigen zu können. Das Ganze wirkt dann schon mal etwas konstruiert.
Letztlich behält das Harry-Universum aber seinen unverwechselbaren liebenswerten Charme!
Hogwarts, Hogsmeade, der verbotene Wald, Quidditch, Ärger mit Snape, lustige Streiche von Fred und George... alles kommt zu seinem Recht! Die Atmosphäre ist dabei in der Tat düsterer als sonst. Wen wunderts: Schließlich ist Volde... pardon, He-Who-Must-Not-Be-Named wieder unter uns! Das Bedrohungsszenario, welches daraus erwächst - die Versuche des Ministeriums, diese Tatsache herunter zu spielen - das Leben in Hogwarts angesichts neuer Gefahren... Alles das ist dramaturgisch erstklassig und einfach zauberhaft und stimmungsvoll erzählt! Und wenn Harry mit den Tücken der Pubertät kämpft und sich wünscht, man möge ihm doch anstelle mancher Zaubersprüche lieber beibringen, wie die Gehirne der Frauen funktionieren oder sich von Hermine Tipps für den Umgang mit Mädchen anhören muss, weiss man, auch in Hogwarts ist die Zeit nicht stehen geblieben. Die Charaktere altern und reifen und werden sich wohl auch in Zukunft noch mit ganz anderen Tücken als nur mit Vol..., sorry, You-Know-Who herumschlagen müssen...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2004
So, jetzt muss ich dazu auch mal meine Meinung sagen. HP5 ist einfach genial. Die Handlung ist super. Ich weiß, dass manche den Harry nicht mehr so sympatisch finden, da er angeblich aggresiv und streitlustig geworden ist. Aber wenn ich ehrlich sein soll, ich kann dass sher gut nach empfinden. Harry ist 15. Da geht es mit den Gefühlen halt drunter und drüber. Manb wird launisch. Ich weiß das sher gut, das ich selber 16 bin. Ich bin zwar ein Mädchen, aber ich glaube, bei Jungs ist das auch. Gerade diese Gefühlsausbrüche machen Harry menschlich. Er hat so viel mit gemacht. Dann hat jeder, auch seine zwei besten Freunde, Geheimnisse vor ihm. Ich würde da auch ausrasten. Wie schon gesagt, dass Buch ist super toll und super spannend geschrieben. Was ich auch bemerkenswert finde, dass JKR sich alles genau überlegt. Nichts wird dem Zufall überlassen. Jedes kleien Deteil hat seine Bedeutung. Wie sie die ganzen Teilchen zusammenfügt, ist cool. Schließlich müssen sie ja über sieben Bände gehen. Wer dieses Buch noch nicht hat, soll es sich aufjeden Fall JETZT besorgen!!!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2003
Das fünfte Schuljahr in Hogwarts ist für Harry und seine Freunde
das bislang unangenehmste und demotivierendste. Ist das Böse bislang
nur vereinzelt aufgetaucht, so scheint es jetzt zum Rundumschlag
auszuholen: Das Zauberei-Ministerium scheint es auf alle Helfer
Harrys abgesehen zu haben, ein Freund nach dem anderen wird aus
seiner Nähe entfernt. Das Quidditch-Team zerfällt, die "guten" Lehrer
bekommen ihre Lizenz entzogen und Harry muß einen Anschlag auf sein
Leben abwehren - schließlich kommt sogar eine der Hauptpersonen unter
mysteriösen Umständen ums Leben - oder etwa doch nicht?

Harry ist gereizt und übellaunig, die sich anbahnende Beziehung führt zu
den üblichen Schwierigkeiten zwischen Mädchen und Jungen - die Autorin
versteht es, die Probleme von pubertierenden Jugendlichen sehr glaubhaft
und lebensecht rüberzubringen.

In Spannung und Einfallsreichtum bleibt der fünfte Band ein wenig
hinter dem dritten und vierten zurück, für mich bleibt dieses Buch jedoch
das beste, das ich in diesem Jahr gelesen habe, wenn es auch wie schon
die Vorgänger nicht das ist, als was er verkauft wird: Ein Buch für Kinder.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Februar 2006
Ich habe erst vor einigen Monaten angefangen, die Bücher zu lesen. Vorher war ich immer diejenige, die am lautesten über diesen Harry-Potter-Wahn geschimpft hat. Als ich mich dann still und heimlich entschlossen hatte, das erste Buch mal anzulesen, begann auch bei mir der Hype. Und ich werde immer süchtiger nach diesen Büchern! =) Ich fange gerade an den sechsten Band zu lesen und habe gestern den fünften Band beendet.
Genau wie mir mein bester schwuler Freund prophezeit hat, habe ich am ende dieses Bandes geheult. Ich brauchte ne ganze Nacht um zu realisieren, dass eine meiner lieblings Personen wirklich gestorben ist, was ich absolut schrecklich fand!
Meiner Meinung nach durchlebt die ganze Story ab Band vier einen Wandel, in den ersten drei Bänden erlebte man am Ende immer ein Happy End, doch ab Band vier wird die Atmosphäre zunehmend düsterer.
Umso mehr kann man sich dann jedoch freuen, wenn mal was erfreuliches passiert. Ich finde es nicht schlimm, dass Harry besonders im fünften Band durch die Hölle geht, das Buch ist echt genial geschrieben und man fiebert mit jeder Zelle seines Körpers mit. Es passieren teilweise Dinge, die so nicht zu den ersten Büchern passen, dass man sich bei jeder Seite neu aufregt, neu schockiert wird, doch alles ist immer im typischen Stil geschrieben, der dem Buch seine besondere Atmosphäre verleiht und im Leser dieses besondere Gefühl weckt. Das fünfte Band ist anders, aber einfach genial. Die Stimmung ist die ganze Zeit über so trübe, dass man sich wünscht, dass sich endlich alles zum Guten wendet und am Ende kommt alles noch viel schlimmer und man ist am Boden zerstört. Die meisten werden sich jetzt fragen: >Warum gibt die dem Band dann 5 Sterne?< Nun, weil es für mich nicht wichtig ist, dass immer alles friede, freude, Eierkuchen ausgeht, sondern dass mich ein Buch packt und ergreift. Und wenn ich daran denke, dass ich gestern Abend die letzten 150 Seiten lang die Tränen in den Augen stehen hatte, kann ich wirklich behaupten, dass dieses Buch mich mitgerissen hat.
Harry Potter fünf ist bis jetzt mein Lieblingsbuch aus den fünf Bänden, die ich bis jetzt verschlungen habe. Und jezz werde ich mich wieder auf mein Bett pflanzen und den sechsten Teil verschlingen.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2005
Für mich hat J. K. Rowling mit dem Orden des Phönix den Charakter der Harry Potter-Bücher als Kinder- und Jugendbücher auf eine sehr spannende Art und Weise erweitert und damit einen durchaus ernstzunehmenden Roman geschrieben, der auch für Erwachsene interessant ist. Der Reiz der Harry Potter-Bücher liegt inzwischen darin, dass sie eine eigene Welt abbilden, die zwar durchaus den Charakter eines "Paralleluniversums" mit seinen ganz eigenen Regeln und Verhaltensweisen hat, es aber dennoch schafft, wesentliche Aspekte unserer "realen" Welt aufzunehmen und auf eine sehr anregende Art und Weise zu bearbeiten. Und es sind ja immer wieder die ganz „klassischen" Themen der Literatur, die dabei angesprochen werden, die aber nie eindimensional, sondern immer quasi „dialektisch" behandelt werden. Denn es ist nie so einfach, wie man vielleicht am Anfang glaubt: Harrys Vater ist nicht so unantastbar toll, wie Harry (und der Leser) am Anfang dachte, Dumbledore ist nicht so unantastbar souverän, wie man anfangs dachte, Snape ist nicht so durch und durch furchtbar, sondern eigentlich auch ein ziemlich armes Würstchen, ist aber da, wenn man ihn braucht (ich bin gespannt, was da im 6. Band noch kommt, denn so ganz klar ist es ja noch nicht, warum Dumbledore so bedingungslos Snape vertraut ...), Harry und Voldemort sind sich in vielem ähnlicher, als man das nach den ersten Bänden noch vermutet hätte.
Und immer wieder geraten sehr grundsätzliche Prinzipien in einen Konflikt miteinander: der Zwiespalt zwischen Wahrheit und diplomatischer Klugheit (letztere perfekt personifiziert durch Dumbledore), der Kontrast zwischen Autorität (Dumbledore) und bürokratischer Herrschaft (Umbridge), der gar nicht so eindeutige Kampf zwischen Gut und Böse (Harrys Anfälligkeit für Voldemorts Beeinflussungsversuche), aber auch die bittere Einsicht, das es nicht reicht, das Gute nur zu wollen, sondern dass es auch ein beträchtliches Maß an Lebensklugheit braucht, um dabei nicht immer wieder Fehler zu machen (sehr schön gezeigt an dem naiven Hagrid, der es ja immer nur gut meint, sich und andere damit aber immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Aber natürlich auch immer wieder deutlich gemacht an Harry selbst, der die Konsequenzen seines Handelns eben einfach noch nicht so gut durchschaut wie etwa Dumbledore, der an diesem Zwiespalt aber eben auch furchtbar leidet).
Sehr schön dargestellt finde ich aber auch zum Beispiel den immer wieder zum Scheitern verurteilten Versuch von Dolores Umbridge, andere Menschen (in diesem Fall die Professoren und Schüler von Hogwarts) durch Erlasse, Befehle und Drohungen dazu zu kriegen, das zu tun, was sie will. Wer will, kann darin ein paar schöne Parallelen zu den Versuchen von Vorgesetzten, Lehrern oder Gesetzgebern finden, ihre Ordnungsvorstellungen gegen den Widerstand oder gegen das Gerechtigkeitsempfinden der Betroffenen mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Es zeigt sich immer wieder: Ohne natürliche Autorität (wie sie Dumbledore aufgrund seiner Weisheit, seines Könnens und seiner charakterlichen Integrität besitzt) und ohne die Einsicht und damit auch Akzeptanz der Betroffenen, geht es nicht.
Ein weiteres schönes Beispiel für das erzählerische Geschick der Autorin ist das Verhalten des Zaubereiministeriums: Ministerien sind - und dafür gibt es in der „realen" Welt genug Beispiele - nicht in erster Linie dazu da, Probleme zu lösen oder das Leben der Menschen zu verbessern, sondern sie sind dazu da, ihr Umfeld und die Rolle, die sie darin spielen, so stabil wie möglich zu erhalten. Alles, was diese Stabilität stört, wird bekämpft. Und so wird nicht Voldemort zum Hauptgegner des Ministeriums, sondern diejenigen, die es wagen, gegen die offizielle Meinung des Ministeriums aufzubegehren und die Wahrheit über Voldemorts Rückkehr zu sagen.
Sehr gut gelungen finde ich außerdem, wie JKR das Gefühlsleben HPs beschreibt - insbesondere im letzten Teil. Harry ist ja völlig von der Rolle, und jeder, der schon einmal einen schlimmen Verlust erlitten hat, kann vielleicht nachvollziehen, wie einem in einer solchen Situation zumute ist - vor allem in dem Alter, in dem Harry in diesem Band ist. Ich kenne kein Jugendbuch, in dem eine solche Gefühlslage von Trauer, Wut, Schmerz, Verleugnung, Aggression, Hass und Niedergeschlagenheit so lebensecht beschrieben wurde wie im vorletzten Kapitel dieses Bandes. Und Dumbledore reagiert genau richtig. Und besser noch: Er leidet selbst und zweifelt und fühlt mit Harry, und weiß aber genau, dass er trotzdem stark sein und seine Rolle spielen muss. Wie JKR das beschrieben hat, ist schon ganz außergewöhnlich!
Also: Alles in allem eine wahre Fundgrube für alle, die nicht nur wissen wollen, wie der Kampf zwischen Harry und Voldemort ausgeht, sondern auch für alle, die ein bisschen mehr erfahren wollen über das, wie wir Menschen so sind - wie wir fühlen, was unser Handeln beeinflusst, aus welchen Gründen wir Fehler machen usw. Und ich bin mir sicher, dass jemand, der diesen Band zu Ende gelesen hat und ihn nach einer gewissen Zeit wieder in die Finger bekommt, immer wieder neue interessante Entdeckungen machen wird. Dieses Buch kann man gut zwei oder drei Mal lesen, und man ist immer wieder überrascht!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2004
Der Orden des phoenix führt die Harry Potter Reihe in eine wesentlich düstere Welt. Das Buch ist meines Erachtens für Kinder unter 10 Jahren nur noch bedingt geeignet. Konnte man bei den ersten drei Bänden quasi noch vor sich sehen, wie die kindliche Leserschaft leuchtende Augen bekommt, geht es hier weit weniger naiv und fröhlich zu. Damit wird Harry Potter - so wie Rowling es ja auch angekündigt hat - erwachsener (und mürrischer), verliert aber auch einen Teil seines ursprünglichen Charmes. Der Feuerkelch war in diesem Bezug besser ausgewogen.
Abgesehen von dieser grundlegenden Veränderung hat mir auch dieser neue Band wieder sehr gut gefallen. Er ist sehr spannend und so fesselnd, dass man ihn trotz der 750 Seiten (englische Fassung) rasend schnell durchbekommt. Schon allein, weil ich es nicht erwarten konnte, dass Harrys fiese neue Ekel-Lehrerin (sehr gut getroffen) endlich ihr Fett wegbekommt, konnte ich das Buch kaum beiseite legen. Da kann man der Autorin die eine oder andere etwas langatmige Stelle (solche gibt es leider mehr als einmal)durchaus verzeihen, sonst wäre der Spaß ja noch schneller vorbei.
Eine Sache hat mich aber doch wirklich gestört. Wenn Harry doch so erwachsen geworden ist, warum verhält er sich dann an vielen Stellen immer noch so dumm? Warum kann er nie Freund von Feind unterscheiden? Klar, er muss Fehler machen, damit der Spannungsbogen aufgebaut werden kann. Ich würde mir aber wünschen, dass solche Wendungen jetzt allmählich nicht mehr auf so stupide Art eingeleitet werden würden. Für den kleinen Harry aus Band 1 bis 3 war das ok. Für einen älteren und gescheiteren Zauberer sollte Rowling sich aber auch gescheitere Fallen, ausdenken.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2004
Wer die ersten vier Harry Potter Bücher gelesen hat, kennt die Art, wie es J.K.Rowling schafft, ihre Leser zu verzaubern und in die Bücher hinenzuziehen, so dass man einfach nicht anders kann als stundenlang das Buch nicht aus der Hand zu legen. Dieses hier ist nicht anders. Einmal habe ich sogar bis zum Morgengrauen gelesen :-D
Das Buch ist vielleicht etwas lang, aber meiner Meinung nach nicht langweilig. Alles, was passiert, ist interessant und schreibens-/lesenswert. Eine neue fiese Lehrerin taucht auf, und man kann verfolgen, was mit ihr und Harry und Co so passiert. Und es passieren daneben auch noch andere spannende Sachen, die ich leider nicht verraten sollte wenn ich nicht zu viel "spoilen" will. Ach ja, und Dumbledore-fans werden meiner Meinung nach viel Freude an einigen Stellen dieses Buches haben, da es Szenen gibt in denen er echt cool ist. :)
Fazit: Absolut lesenswert! Allerdings nicht für Neueinsteiger, da die Action zu schnell beginnt und es keine Vorerklärungen zu den magischen Sachverhalten und der Geschichte gibt. Wer Harry Potter nicht kennt sollte mit dem ersten Band beginnen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Januar 2004
Der Kampf von Harry Potter gegen Lord Voldemort geht in die nächste Runde und wird härter geführt als je zuvor. Harry lernt in diesem Buch die erste Liebe kennen und ein wichtiger Charakter stirbt, das sind die hinlänglich bekannten Punkte, aber an welcher Stelle rangiert es im Gesamtwerk?
Das liegt im Auge des Betrachters.
Tatsache ist, daß es das bislang düsterste Buch der Harry-Potter-Reihe ist. Lord Voldemort ist zurückgekehrt und die (relativ) unbeschwerte Schulzeit ist für Harry und seine Freunde vorbei. Die ZAGs stehen an, Harry muß sich allmählich für eine berufliche Zukunft entscheiden, und daß das Zaubereiministerium unter allen Umständen verhindern will, daß das Wissen um die Rückkehr Voldemorts an die Öffentlichkeit dringt, macht ihm das Leben auch nicht gerade leichter.
Denn zu den Methoden des Ministeriums zählen Maßnahmen wie Pressezensur, öffentliche Diffamierung und Übernahme der Kontrolle über die Schulausbildung, was sich in Person von Dolores Umbridge auch entscheidend auf das Schulleben in Hogwarts auswirkt. Dies hat eine deutliche Auswirkung auf Harrys Quidditch-Leben und die Gründung der "DA" zur Folge.
Zudem muß sich Harry bereits sehr früh im Buch seiner Haut erwehren und kommt in Kontakt mit dem Orden des Phönix, der den Kampf gegen Lord Voldemort aus dem Untergrund führt.

In dieser düsteren Stimmung droht Harry leider, große Teile seiner Sympathien beim Leser einzubüßen, indem er lange Strecken des Buches hindurch immerzu übertrieben gereizt ist, was nicht allein durch die Umstände und seine Pubertät erklärbar ist.
Außerdem sind einige Längen im Buch (auch und gerade beim Showdown), die den Spannungsaufbau behindern.
Solche Sachen werden aber wieder ausgeglichen durch die genauere Ausarbeitung beliebter Charaktere wie Ginny und Neville, mehr Informationen um die wahre Bedeutung Harry Potters und über seine Eltern, noch mehr Gags und Action als in den Vorgängern (die Weasley-Zwillinge verabschieden sich nach Maß) und nicht zuletzt das altbekannte Talent J.K. Rowlings, phantastische Dinge und Wesen neu zu erfinden.
Ein Punkt, der die Fangemeinde sicherlich gespalten hat, ist der, daß die ruhige Hogwarts-Welt mit dem alltäglichen Unterricht, der Haus- und der Quidditch-Meisterschaft hinter dem allgemeinen Kampf gegen das Böse zurückstehen muß und daher in diesem Band etwas vernachlässigt wird.
Das und die oben genannten Negativ-Punkte sind auch die Gründe dafür, daß ich dem Buch einen Stern abgezogen habe.
Dennoch kann ich dieses Buch nur empfehlen und teile nicht die Wut und Enttäuschung einiger Rezensenten, die den negativen Seiten mehr Bedeutung beimessen als ich.
Besonders diejenigen, denen der Kampf gegen das Böse und die Action bislang zu kurz gekommen sind, werden dieses Werk lieben.
Ich persönlich habe die Lektüre genossen und warte voller Spannung auf Band 6.
Noch eine kleine Anmerkung zum Schluß: Wem es möglich ist, sollte vielleicht doch besser das englische Original lesen, da doch schon mal das eine oder andere durch die Übersetzung verloren geht und gerade Lieder (besonders das neue vom Sprechenden Hut) oft jeglichen Rhythmus verlieren.
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