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Dieses Buch ist Kult. Mit seinem Anhalter nimmt Adams die gesamte Science Fiction wunderbar auf den Arm, und wirft gleichzeitig unsere gesamte Weltanschauung mal eben über den Haufen. Es beginnt mit Arthus Dent's Drama, als Haus niedergerissen wird, um Platz für eine Umgehungsstraße zu schaffen. Doch das alles relativiert sich, als Minuten später die ganze Erde gesprengt wird, um gleichsam Platz zu schaffen - für eine Hyperraum-Umgehungsstraße im Weltall. Als einziger Mensch wird Arthus gerettet und geht unfreiwillig auf eine große Reise als Anhalter in der Galaxis. Er lernt die Absurditäten der Galaxy-Verwaltung und aller möglichen Außerirdischen kennen, die letztlich genauso widersprüchlich und willkürlich sind wie jede Beamten-Bürokratie auf der Erde. Hinter dem vordergründigen Witz des Buches steht damit eine große Portion Zynismus. Schön ist beispielsweise der angeblich Antrag zur Sprengung der Erde, der lange genug im Büro auf Alpha Centauri ausgelegen hat. Pech für die Menschen - ob sie's wussten oder nicht - die Einspruchsfrist ist abgelaufen. Auch der Präsident der Galaxy, dessen Hauptzweckt dazu dient, von der wahren Macht abzulenken, passt in das Schema.
Gewollt oder ungewollt hat Adams damals im Jahr 1979 (der erste PC kam gerade auf den Markt!) durch seine satirischen Übertreibungen die rasante Entwicklung der Computer realistischer abgeschätzt als die meisten Experten: da passt das Universallexikon in das Gehäuse einer Armbanduhr, der Präsident der Galaxis arbeitet mit einer Art PDA, und bei dem Roboter, der vor dem Einschlafen in einer Sekunde noch schnell eine halbe Milliarde Schäfchen zählt, kann man von einer Prozessor-Taktrate von 500 MHz ausgehen.
Weitere gedankliche Ansätze wie das Hyperraum-Fliegen durch unendliche Unwahrscheinlichkeit, Raumschiffe in Nano-Größe usw. reichen tief in die philosopische Physik hinein, und führen im Buch zu fantastischen Effekten. Das ein hyperintelligenter Roboter mit Persönlichkeitsmerkmalen depressiv wird und sich so lange mit einem ebenfalls intelligenten Raumschiff unterhält, bis dieses Selbstmord begeht, ist zum Totlachen - aber lässt auch tief blicken. Das Buch strotzt so vor komischen Überraschungen und abgefahrenen Ideen, dass es für den konservativen Leser nur bedingt geeignet ist - aber die anderen es gleich zwei Mal lesen werden. Ach ja: "zweiundvierzig" hätte als Kommentar auch genügt :-)
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Per Anhalter durch die Galaxis ist ein Kultklassiker und gewissermaßen auch die Bibel der frühen Internetkultur. Schon in den 1980ern erlebte das Buch zum Hörspiel seinen Aufstieg und enthielt Visionäres, wie Anspielungen auf erst später erfundene PDAs. Die Story wurde von Douglas Adams sogar während einer Depression entworfen, auch wenn ihm die grundlegende Idee eines nachts auf einem Feld während seines jugendlichen Europatrips (per Anhalter) kam. Der Anhalter vereint Humor und Satire vom Karat der Monty Pythons mit einer fast schon philosophischen Odyssee, die einerseits viele Insiderjokes hervorgebracht hat und laut Aussage des 2001 leider verstorbenen Autors sogar in der Lage sein soll Depressionen kurzzeitig zu lindern.

Es beginnt mit einem Tag wie jeden anderen, der aber gar nicht wie jeder anderre ist, als Arthur Dent, seines Zeichens gewöhnlicher Durchschnittsmensch, erfährt das sein Haus ausgerechnet heute abgerissen werden soll, um einer neuen Umfahrung zu weichen. Nach anfänglichen Widerstand, erfährt Arthur jedoch von seinem Freund Ford Prefect, dass die Quereleien mit der lokalen Baubehörde sein geringstes Problem sein sollten, denn die Erde soll am gleichen Tag ebenfalls einer Hyperraumumfahrungsstraße weichen. Und Ford ist gar kein Mensch, sondern Feldforscher für den brillanten intergalaktischen Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis. Mit seiner Hilfe, entkommt Arthur noch im Morgenmantel der Zerstörung seines Heimatplaneten, um sich jedoch an Bord eines Abrissschiffes der Vogonen wiederzufinden...

Warum es Per Anhalter durch die Galaxis zum Klassiker geschafft hat ist eine unzureichende Frage, wie jene nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. 42 - ist die Antwort auf letzteres, den Kultstatus des Anhalters kann man jedoch durch seinen einzigartigen Humor, der Form als Satire der Superlative und seinen Originalcharakter begründen. Oft kopiert, gerne zitiert und doch schwer nachzuahmen konnte die Verfilmung etwa gar nicht das Niveau des Buchs erreichen. Ebenso wie das Hörspiel regt das Buch die Fantasie an und erlaubt es dem Leser, sich diese kuriose und skurille Welt des Anhalters selbst zu erschaffen. Douglas Adams schildert die Dinge weniger plastisch, als mehr fantasieanregend. Das Denken bleibt dem Leser selbst überlassen und macht das Buch zur intellektuellen Herausforderung. Dazu kommen die völlig heldenuntypischen Charaktere, wie Arthur Dent, der dreiarmige und durchgedrehte Zaphod Beeblebrox, Reisejournalist Ford Prefect oder gar der zutiefst depressive, aber hochintelligente Roboter Marvin.

Fazit:
Man sollte immer ein Handtuch dabei haben, warum, das verrät Per Anhalter durch die Galaxis.
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am 18. April 2015
Dass diese Reihe (5 Bände) Kult ist, hat gute Gründe: Douglas Adams betrachtet ALLE Fragen über das Leben, das Universum und den ganzen Rest mit einer präzisen, konsequent durchdachten Interpretation der modernen Physik, vor allem der Quantenphysik. Dies tut er mit einem Witz, der tatsächlich in der Lage ist, Depressionen zu lindern. Dabei wird das Mitgefühl und die Liebe zu den Menschen mit den Problemen, die durch diese Physik entstehen und den genial gezeichneten Charakteren mit ihren verschiedenen Strategien, diese zu bewältigen, des Autors offenbar und erklärt auch, warum es auf bestimmte Fragen KEINE Antwort gibt (aus seiner Sicht: "geben kann"). Im Grunde sollte jeder naturwissenschaftlich Interessierte diese Reihe komplett lesen, um sich ein Bild zu machen, wie die Konsequenzen der modernen Quantenphysik in der Praxis aussähen, wenn die Quantenphysik in dieser offiziellen Interpretation wirklich stimmen würde. Auch dem Laien wird die Quantenphysik durch geniale und verständliche Umsetzung in Situationen, Technologien und historischen Konsequenzen auf sehr unterhaltsame Weise nahe gebracht.
Wer kann, sollte die Reihe auf Englisch lesen. Der Wortwitz ist dort logischerweise noch viel stringenter, was in einer Übersetzung naturgemäß leidet. Ich persönlich finde den ersten und den letzten Band jeweils am brillantesten. Der vierte Band fällt etwas heraus, was vom Autor jedoch beabsichtigt war, liefert aber gleichsam beste Unterhaltung. "Per Anhalter durch die Galaxis" ist m. E. die mit Abstand genialste Umsetzung einer Weltsicht in eine Roman-Reihe, in ihrem Humor unvergleichlich, nur "DUNE" Band 1, Lem "Solaris" und "Herr der Ringe" sind als ernste Varianten damit vergleichbar.
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am 1. September 2013
Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich denn wirklich kompetent genug bin mich hier und heute über dieses Buch auszulassen, dennoch will ich es versuchen. Ich versuche mal meine Gedanken zu ordnen, sofern mir das gelingt und meine Meinung dazu hier niederzuschreiben. Sollte das dem Einen oder Anderen etwas zu undurchsichtig sein, so lasst euch trösten, das Buch ist mindestens genauso verwirrend ;).

Douglas Adams ist, so möchte ich meinen, ein genialer Schriftsteller. Es ist bissig, fantasievoll und mit Sicherheit auch ein ganzes Stück weit verrückt. Ich möchte seine Erzählung etwas mit denen Terry Pratchetts vergleichen. Beide erfinden eine wundbare, fremde und skurile Welt in der sie, unter dem Deckmantel des Humors, unsere Gesellschaft ordentlich durch den Kakao ziehen und diese an den Pranger stellen (zwar bin ich mir nicht ganz sicher ob dies wirklich beabsichtigt ist, aber es macht doch den Anschein). Auch wenn die Geschichte (zurück zu Adams) stellenweise sehr verrückt und unverständlich ist, insbesondere dann, wenn er beginnt Hintergründe oder besondere Abläufe zu erklären, schafft er es dennoch, dass irgendwie alles am Ende einen Sinn ergibt, egal wie fantastisch und unglaubwürdig dies erscheint. Es liegt wohl einfach an der Unwahrscheinlichkeit des Möglichen, dass das irgendwie eben doch Sinn ergibt. Egal wie unwahrscheinlich sich dies nun auch wieder anhört, so ist 'Per Anhalter durch die Galaxis' eine wirklich unterhaltsame Geschichte und ein ordentlicher Seitenhieb auf die Gesellschaft (vielleicht bilde ich mir diese auch nur ein, aber ich glaube etwas davon zwischen den Zeilen bemerkt zu haben). Ich habe sicherlich nicht jeden Wink in diesem Buch gesehen oder verstanden aber dennoch habe ich mich köstlich amüsiert.

Arthur Dent und der Rest an Personen in diesem Buch sind auf ihre jeweilige Art und Weise glaubwürdig. Arthur, Ford und Trillian sind meiner Meinung nach noch die normalsten Personen in diesem Buch, was wohl an ihrem langen Aufenthalt auf der Erde liegt. Andere Personen sind etwas sehr überzeichnet aber das kommt ihrem jeweiligen Charakter sehr zu gute und sie werden einem gleich sympathisch. Marvin zum Beispiel: Ein Roboter auf technisch höchster Ebene, welcher manisch depressiv ist und dieses auch jedem in seiner Umgebung, ob diese Person das nun hören will oder nicht, mitteilt und so sogar ein Raumschiff in den Selbstmord treibt. Oder die KI des Raumschiffs 'Herz aus Gold', die immer fröhlich nervend jedem mit Rat und Tat zur Seite steht, sofern dieser das nun will und, im Angesicht des sicheren Todes, anfängt 'O Welt, ich muß dich lassen' von Johann Hesse zu rezitieren. Auch wenn dieses nun beides technische Charaktere sind und auch mehr als Nebendarsteller gedacht sind, so stehen die biologischen Lebensformen im Buch diesen in Absurdität, Witz und natürlich Unwahrscheinlichkeit in nichts nach.

Die Schreibweise Adams ist nicht immer ganz einfach. Es bleibt an manchmal nicht aus, dass man einige Textpassagen mehrfach lesen muss, um auch ansatzweise zu verstehen was eigentlich gemeint ist. Die Gedanken scheinen irgendwie durcheinander und wirr aber, wie bereits oben erwähnt, es ergibt dann doch alles einen Sinn.

Ich bin jedenfalls begeistert von diesem Buch und kann es nur empfehlen. Ich habe, glaube ich, noch nie so viel beim Lesen eines Buches gelacht, ja geradezu Lachanfälle bekommen, wie in diesem und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Teil der Saga.
Was noch wichtig wäre zu erwähnen ist, dass man das Buch unbedingt in einem wachen, geistesoffenen Zustand lesen sollte, da einem sonst einfach der Durchblick sehr verloren geht. Ich habe, aus reiner Gewohnheit, den Fehler gemacht, einen Teil kurz vor dem Schlafengehen zu lesen, zu diesem Zeitpunkt und an diesem Tag war ich schon reichlich müde und ich kann nicht behaupten, dass ich den kurzen, gelesenen Teil verstanden habe.

Ich wollte dem Buch, bevor ich mich nun ans Schreiben dieser kleinen Meinung hier gemacht habe, eigentlich nur 4 Sterne geben, da es eben doch eine recht anstrengende (nicht im Sinne von schwer zu lesen, sondern eher im Sinne vom Folgen der Gedanken des Autor her) Lektüre ist. Doch nun, da ich mich nochmals mit der ganzen Thematik hier vor der Tastatur auseinander gesetzt habe, kann ich nur 5 Sterne vergeben. Das Buch hinterlässt nach dem Lesen ein gutes, amüsantes, philosophisches, verwirrtes Gefühl und ich finde dieses Gefühl gut, somit volle fünf Sterne von mir.
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am 13. Juni 2005
"Keine Panik" ist der Titel des grossen "Hitchhiker's Guide to the Galaxy", kurz dem "Anhalter", dem Werk mit dem jeder Weltallreisende in jedem Sonnensystem und auf jedem Planeten den richtigen Weg finden bzw. die grössten Fehler vermeiden soll. Ein grosser Reiseführer also, in dem man aber z.B. auch einen langen Abschnitt über den Pangalaktischen Donnergurgler, dem stärksten Longdrink des Universums, und ähnlichen Kuriositäten findet.
Von diesem Buch handelt Douglas Adams Kultroman "Per Anhalter durch die Galaxis". Von diesem Buch und von Arthur Dent, einem unzufriedenen Angestellten, der eines Morgens vom Lärm der Baufahrzeuge aufwacht, die gerade sein Haus abreissen wollen, um Platz für eine Umgehungsstrasse machen. Eigentlich halb so schlimm, weil wenig später die ganze Erde einer Hyperraum - Umgehungsstrasse weichen muss und Arthur gerade noch mit Hilfe eines Freundes, der sich als Ausserirdischer herausstellt, den explodierenden Planeten verlässt und sich nun mitten im Universum befindet...
Douglas Adams Buch ist an Satire und Zynismus kaum zu übertreffen. Wir lernen über die bürokratsichen Feinheiten beim Regieren einer ganzen Galaxis, über den Planeten der Matratzen, warum ein Handtuch das wichtigste ist, was man als Weltraumreisender dabei haben kann und was ein Wal und eine Petunie mit einem Unwahrscheinlichkeitsantrieb zu tun haben.
Sie merken schon: Das Buch beinhaltet alles Mögliche an kuriosem und sinnlosem, was der an ernsthaften Büchern interessierte Leser schlicht und einfach als Quatsch bezeichnen würde. Aber für den Leser, der gerne wissen möchte, wie die Erde wirklich entstanden ist und der die Antwort auf die Frage nach dem Sinn, dem Universum und dem Ganzen beantwortet haben möchte... der wird dieses Buch nicht nur einmal lesen.
Fazit:
Keine Panik... es gibt auch noch ein paar Fortsetzungen...
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am 6. Oktober 2011
Ich möchte an dieser Stelle ausschließlich das Hörbuch rezensieren. Ich verstehe auch nicht ganz, warum hier zu Hauf 5 Sterne für das BUCH gegeben werden und die Rezensionen jeweils lediglich eine Inhaltsangabe des Buches liefern. Das BUCH bekommt von mir auch 5 Sterne, dieses Hörbuch aber nicht.

Zunächst möchte ich sagen, dass die Stimme des Lesers natürlich erstmal Geschmacks-Sache ist. Wer also Christian Ulmens Stimme kennt, kann sich zumindest zur Erzählstimme selbst ein Urteil bilden. Was den Lese-Stil betrifft, bin ich der Meinung, dass die Intonation nicht ganz passt. Der Text plätschert so dahin und trifft nicht die zahlreichen Pointen, so dass man aufpassen muss, dass man sie nicht verpasst. Die eigentlich tolle Geschichte, die mich beim Lesen nicht nur einmal zum Lachen gebracht hat, zündet hier aufgrund der Lese-Stils leider eher schlecht.

Die Interpretation der Charaktere gefällt mir persönlich leider auch nicht. Ich muss mich einer anderen Rezension hier leider anschließen und gebe sinngetreu wider: "Zaphod Beeblebrox klingt wie Udo Lindenberg und Ford Prefect wie Bugs Bunny." Wenn ich mich nicht ganz irre, spricht der Vogone Prostetnik Vogon Jeltz, der ja die Erde zerstört, in einer Art hamburger Nuschel-Slang und klingt eigentlich mehr nach Bauarbeiter, denn nach Flottenkommandant der Vogonen.

Nicht zuletzt durch die Wahl der Charakterstimmen wirkt das so vorgetragene Buch nun nicht mehr wie eine Ansammlung querdenkerischer Ideen oder wie eine überaus lustige Geschichte, sondern leider nur noch sehr albern. Als ich das Buch gelesen habe, fand ich es nicht albern, aber so vorgetragen lässt sich dieses Urteil ohne Vorkenntnisse leider nur schwer vermeiden.

FAZIT:
Ich kann dieses Hörbuch leider weder Fans noch Neulingen empfehlen. Wer ein dickes Fell hat und sich in 5 oder 6 Stunden nochmal die Story ins Gedächtnis rufen möchte, ohne das Buch lesen zu müssen, kann es ja mal mit dem Hörbuch probieren.

Naja, schade .... ich hatte mich eigentlich drauf gefreut.
44 Kommentare17 von 21 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Per Anhalter durch die Galaxis" ist die wohl verrückteste Geschichte, die ich seit langem - eigentlich überhaupt je - gelesen habe!
Sie erzählt von der Erde, die durch einen blöden Fehler, vielleicht auch einen eher unwahrscheinlichen Zufall, vernichtet wurde. Und wie ein einziger Mensch, nämlich Arthur Dent aus Islington, England, mit Hilfe seines Freundes Ford Prefect, der durch einen weiteren eher unwahrscheinlichen Zufall ein Außerirdischer ist, der 15 Jahre lang auf der Erde festsaß, gerettet wird.
Die beiden ungleichen Freunde gelangen durch einige weitere eher unwahrscheinliche Zufälle ans andere Ende des Universums, müssen mehrfach um ihr Leben fürchten und schlittern von einem Abenteuer geradewegs ins Nächste.

Dabei musste ich oft aufgrund der komischen Absurditäten, derer das Buch recht viele bereit hält, herzlich lachen. Man mag Arthur und Ford schon nach nur wenigen Seiten und schließt sich ihnen nur zu bereitwillig an, um gemeinsam zu weiteren Abenteuern aufzubrechen. Und es dauert schließlich auch nicht lang bis sich die beiden weiteren mehr oder weniger humanoiden Lebensformen anschließen. Zaphod Beeblebrox, Fords Halbcousin, seiner Flamme Trillian, die zufällig ebenfalls von der Erde abstammt und einem manisch depressiven Roboter, der mit seinem "Leben" und seiner Intelligenz nicht so Recht klarzukommen scheint.
Immer dabei ist natürlich der absolut und schlichtweg supergeniale Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxis". Die wichtigste Hilfe, die der Reiseführer parat hält, lautet: KEINE PANIK.

Und so wird dieses Buch zum absoluten Pageturner - und das, obwohl ich so manche Stelle mehrmals lesen musste, um sie auch nur ansatzweise zu verstehen ...
Man lacht, schwelgt und wundert sich über die herrlich verrückten Ideen des Autors, und insgeheim dankt man ihm dafür!

Fazit: Herrlich absurd, verrückt und absolut nur zu empfehlen!
0Kommentar29 von 36 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieses Buch ist Kult. Mit seinem Anhalter (also diesem unübertroffenen 1.Teil) nimmt Adams die gesamte Science Fiction wunderbar auf den Arm, und wirft gleichzeitig unsere Weltanschauung mal eben über den Haufen. Es beginnt mit Arthus Dent's Drama, als Haus niedergerissen wird, um Platz für eine Umgehungsstraße zu schaffen. Doch das alles relativiert sich, als Minuten später die ganze Erde gesprengt wird, um gleichsam Platz zu schaffen - für eine Hyperraum-Umgehungsstraße im Weltall. Als einziger Mensch wird Arthus gerettet und geht unfreiwillig auf eine große Reise: als Anhalter in der Galaxis. Er lernt die Absurditäten der Galaxy-Verwaltung und aller möglichen Außerirdischen kennen, die letztlich genauso widersprüchlich und willkürlich sind wie jede Beamten-Bürokratie auf der Erde. Hinter dem vordergründigen Witz des Buches steht damit eine große Portion Zynismus. Schön ist beispielsweise der angeblich Antrag zur Sprengung der Erde, der lange genug im Büro auf Alpha Centauri ausgelegen hat. Pech für die Menschen - ob sie's wussten oder nicht - die Einspruchsfrist ist abgelaufen. Auch der Präsident der Galaxy, dessen Hauptzweckt dazu dient, von der wahren Macht abzulenken, passt in das Schema.
Gewollt oder ungewollt hat Adams damals im Jahr 1979 (der erste PC kam gerade auf den Markt!) durch seine satirischen Übertreibungen die rasante Entwicklung der Computer realistischer abgeschätzt als viele seiner Zeitgenossen: da passt das Universallexikon in das Gehäuse einer Armbanduhr, der Präsident der Galaxis arbeitet mit einer Art PDA, und bei dem Roboter, der vor dem Einschlafen in einer Sekunde noch schnell eine halbe Milliarde Schäfchen zählt, kann man von einer Prozessor-Taktrate von 500 MHz ausgehen.
Weitere gedankliche Ansätze wie das Hyperraum-Fliegen durch unendliche Unwahrscheinlichkeit, Raumschiffe in Nano-Größe usw. reichen tief in die philosopische Physik hinein, und führen im Buch zu fantastischen Effekten. Das ein hyperintelligenter Roboter mit Persönlichkeitsmerkmalen depressiv wird und sich so lange mit einem ebenfalls intelligenten Raumschiff unterhält, bis dieses Selbstmord begeht, ist zum Totlachen - aber lässt auch tief blicken. Das Buch strotzt so vor komischen Überraschungen und abgefahrenen Ideen, dass es für den konservativen Leser nur bedingt geeignet ist - aber die anderen es gleich zwei Mal lesen werden. Ach ja: "zweiundvierzig" hätte als Kommentar auch genügt :-)
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Dieses Buch ist Kult. Mit seinem Anhalter nimmt Adams die gesamte Science Fiction wunderbar auf den Arm und wirft gleichzeitig unsere gesamte Weltanschauung mal eben über den Haufen. Es beginnt mit Arthus Dent's Drama, als Haus niedergerissen wird, um Platz für eine Umgehungsstraße zu schaffen. Doch das alles relativiert sich, als Minuten später die ganze Erde gesprengt wird, um gleichsam Platz zu schaffen - für eine Hyperraum-Umgehungsstraße im Weltall. Als einziger Mensch wird Arthus gerettet und geht unfreiwillig auf eine große Reise als Anhalter in der Galaxis. Er lernt die Absurditäten der Galaxy-Verwaltung und aller möglichen Außerirdischen kennen, die letztlich genauso widersprüchlich und willkürlich sind wie jede Beamten-Bürokratie auf der Erde. Hinter dem vordergründigen Witz des Buches steht damit eine große Portion Zynismus. Schön ist beispielsweise der Antrag zur Sprengung der Erde, der angeblich lange genug im Büro auf Alpha Centauri ausgelegen hat. Pech für die Menschen - ob sie's wussten oder nicht - die Einspruchsfrist ist abgelaufen. Auch der Präsident der Galaxy, dessen Hauptzweckt dazu dient, von der wahren Macht abzulenken, passt in das Schema.
Gewollt oder ungewollt hat Adams damals im Jahr 1979 (der erste PC kam gerade auf den Markt!) durch seine satirischen Übertreibungen die rasante Entwicklung der Computer realistischer abgeschätzt als die meisten Experten: da passt das Universallexikon in das Gehäuse einer Armbanduhr, der Präsident der Galaxis arbeitet mit einer Art PDA, und bei dem Roboter, der vor dem Einschlafen in einer Sekunde noch schnell eine halbe Milliarde Schäfchen zählt, kann man von einer Prozessor-Taktrate von 500 MHz ausgehen.
Weitere gedankliche Ansätze wie das Hyperraum-Fliegen durch unendliche Unwahrscheinlichkeit, Raumschiffe in Nano-Größe usw. reichen tief in die philosopische Physik hinein, und führen im Buch zu fantastischen Effekten. Das ein hyperintelligenter Roboter mit Persönlichkeitsmerkmalen depressiv wird und sich so lange mit einem ebenfalls intelligenten Raumschiff unterhält, bis dieses Selbstmord begeht, ist zum Totlachen - aber lässt auch tief blicken. Das Buch strotzt so vor komischen Überraschungen und abgefahrenen Ideen, dass es für den konservativen Leser nur bedingt geeignet ist - aber die anderen es gleich zwei Mal lesen werden. Ach ja: "zweiundvierzig" hätte als Kommentar auch genügt :-)
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am 15. Januar 2000
Das Ding ist einfach der Hammer. Wenn ich könnte, würde ich ihm gleich mindestens zehn Sterne geben. Schon auf der ersten Seite muß man sich einfach vor Lachen weglegen. Die Geschichte des Buches "Per Anhalter durch die Galaxis" strotzt einfach vor Humor - ganz schwarzer Humor. Die Ironie, die überrschenden Gags, der Slapstick und die verzweifelte Blödheit, die zu größter Genialität mutiert, machen aus diesem Buch ein Pflichtwerk für jedermann. Es ist eine Satire auf eigentlich alles und wartet mit ständig neuen Spitzen auf. Außerdem beantwortet es die ultimative Frage des Universums. Und zwar so verblüffend einfach, daß man sich fragt, warum man nicht selbst darauf gekommen ist. Der einzige Wehrmutstropfen ist, daß das Buch so kurz ist. Leider habe ich nur etwa fünf Stunden gebraucht, bis ich es durchgelesen hatte. Tragisch, denn jetzt muß ich mir die ganzen anderen Romane auch noch kaufen. Aber der Spaß ist es wert. Und so gut wie hier kann man sein Geld schlecht woanders anlegen. Jedes Kino ist teurer und bringt weit weniger Spaß. Ach Gott, ich glaube ich bin süchtig... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
11 Kommentar19 von 24 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden