Kundenrezensionen


7 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Die beste Kamera ist immer die, die du dabei hast" (Carsten Peter)
Um es gleich vorweg zu sagen: der Titel des Buches führt etwas in die Irre. Es geht zwar um das Fotografieren mit dem iPhone, doch viel mehr geht es um fünf Fotografen, einige von ihnen für ihre Arbeit mit Preisen ausgezeichnet. Richtigerweise müßte das Buch also iPhone-Fotografen heißen.

Die Fotografen M. C. Brown, R. K...
Vor 23 Monaten von Buchdoktor veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Langweilig und ohne Inhalt
Ich hatte mir von dem Buch Inspiration gewünscht. Doch Bildauswahl und Texte sind nichtssagend. Einzig alleine die Reportage zu den Afghanistan Bildern war interessant, aber leider kannte ich die schon aus dem Internet, sodass dieses Buch nicht neues abbildete. Ein Stern gibt es für die hochwertige Buchqualität, aber vom National Geographic erwarte ich...
Vor 2 Monaten von Janas Bücherwelt veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Die beste Kamera ist immer die, die du dabei hast" (Carsten Peter), 22. Mai 2012
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: iPhone-Fotografie (Gebundene Ausgabe)
Um es gleich vorweg zu sagen: der Titel des Buches führt etwas in die Irre. Es geht zwar um das Fotografieren mit dem iPhone, doch viel mehr geht es um fünf Fotografen, einige von ihnen für ihre Arbeit mit Preisen ausgezeichnet. Richtigerweise müßte das Buch also iPhone-Fotografen heißen.

Die Fotografen M. C. Brown, R. K. Hernandez, D. Winter, C. Peter und ©arlein stellen jeweils einige ihrer Arbeiten vor, die sie mit ihrem iPhone gemacht haben und beschreiben, welche Apps sie dabei benutzten. Anschließend gibt noch einmal jeder Autor Tipps zu den verwendeten Apps. Vervollständigt wird das Buch durch knappe Biografien der Autoren.

Insbesondere im Bericht von Damon Winter über seine mit dem POYi-Award ausgezeichnete Arbeit in Afghanistan zeigt sich, wie das iPhone die fotografische Arbeit verändert. Viele seiner preisgekrönten Fotos wären ohne das unauffällige Gerät unmöglich und/oder zu gefährlich gewesen.

Dem gegenüber stehen die Arbeiten einiger der anderen Fotografen, für die das iPhone vor allem eine Spielwiese für kreative Fotografie und Bildbearbeitung ist. Dabei werden gerade die Unzulänglichkeiten der iPhone-Kamera als Stilmittel herangezogen - wie es im analog-/digitalen Bereich z.B. mit der Holga-Kamera oder den Lensbaby-Objektiven gemacht wird. Im Unterschied zu einigen Retro-Kameras vereinigt das i-Phone viele Stilmittel in einem kleinen Immer-Dabei-Gerät. Man kann trefflich darüber streiten, ob es unbedingt eines iPhones bedarf, um neue Stilmittel auszuprobieren. In einigen Ausführungen wird auch deutlich, dass die Fotografen teilweise selbst von den Ergebnissen überrascht waren. Aber ist es nicht gerade dieser Spieltrieb, der uns auch in vielen anderen Bereichen zu neuen Ideen geführt hat?

So gesehen kann das Buch gerade etablierten Fotografen als Anregung dienen, eingefahrene Wege zu verlassen, vorhandene Grenzen zu sprengen und etwas Neues, Ungewohntes, ja Überraschendes zu probieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiedergeburt der Fotografiekunst, 10. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: iPhone-Fotografie (Gebundene Ausgabe)
Endlich, dieses Buch zeigt auf was für tolle Bilder weitab vom Mainstream möglich sind.
In zeiten wo ein gutes Bild nur noch anhand von guter schärfe und "technischen" Bildaufbau bewertet wird ist dieses Buch ein Kleinod, es zeigt was Fotografie wirklich mal war, eine Art von Kunst.

Die Bilder sind beschrieben ebenso wird auf diverse IPhone Foto Apps eingegangen. Der Autor sieht davon ab zu jedem Bild langweilige Parameter herunter zu leiern.
Es ist egal welche Blende, welche Zeit, welche ISO ...... was zählt ist die Ausdruckskraft des Bildes alles andere unnötig.

Das Buch ist für jeden der sich für die Fotografie als Kunst interssiert und sich in die Zeiten zurück wünscht wo Lomo und diverse Analog Kameras ein Highligt waren.

Schade das es nur ***** Sterne gibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Anregung, 21. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: iPhone-Fotografie (Gebundene Ausgabe)
Nein, 32 Megapixel sind nicht die Antwort. Und nein, es geht in der Fotographie in aller Regel nicht darum, das technische Wettrüsten mitzumachen. Mit iPhones kauft man eine Beschränkung in de Fotographie ein, die aber seine Reize haben kann. Es zeigt sich am Ende der Blick, das fotographische Auge. Noch dazu gibt es schöne Apps, mit denen man Lo-Fi fröhnen kann. That said: das Buch macht Appetit darauf, zumal die Fotografen angeben, welche Apps sie bei den jeweiligen Fotos benutzt haben. 5 Sterne, ganz klar.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach immer dabei und fotografieren können., 7. Juni 2012
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: iPhone-Fotografie (Gebundene Ausgabe)
Tatsächlich bin ich heute (auch) Profi-Fotograf, der vor über 10 Jahren eines erkannte: es kommt auf das Herz an, den eigenen Blick und nicht auf die Technik der Fotografie. Losgelöst davon kann jeder jene Seele entdecken, die tatsächlich in Momenten sind und so für die Ewigkeit festgehalten werden können.

Heute fotografiert jeder ohne technische Bedenken, mit dem Mobile Phone und so entstand eine völlig neue, verwackelte, unfertige Bildwelt, die zurückfließt in die langweilige Beschaulichkeit von Werbung und Fernsehen. Nicht das 100% Perfekte zählt, sondern der emotionale Griff - auch und vor allem daneben.

Tatsächlich aber muss man bei den großartigen Fotografien in diesem Buch eine Regel beherzigen, wenn man Ähnliches bewerkstelligen möchte: Fotografieren heißt mit Licht schreiben. Obwohl die Objektive heute auch in Handys sehr gut sind, ist Lichtführung bzw. -fülle das zentrale Problem. Dabei kann alles erreicht werden, auch nachts, mit Kontrasten etc. – nur und bloß nicht eine nur verschwommene Soße, von der viele glauben, sie sei Kunst. Ist sie nicht notwendigerweise, aber mit den Hilfsmitteln, die heute dem iPhone zur Seite stehen, den Apps, können Effekte erzielt werden, die Kontraste, Linienführungen und Ideen bringen, die begeistern.

Natürlich sind iPhone Bilder einfach so wie sie sind - und damit echte. Wollen sie aber in dieses Buch kommen, dann muss doch die ursprüngliche Kunst des Fotografierens gerade hier einwirken: wie gehe ich mit Licht um? Das Einfachste draußen: nie am Mittag fotografieren, immer morgens oder abends. Alle Lichtspiele der Umgebung, d.h. den Sonnenverlauf beobachten, ihn für die eigenen Bilder nutzen. Es ist dies das ganz einfache und doch so schwierige Geheimnis der Fotografie. Man ist geschockt, wenn man sieht, wieviele Bilder in hartem, hellen, überstrahlenden Mittagslicht genommen und angeboten werden.

Mein Lieblingsbild auf Seite 84: 8:45 Uhr. PFC David Gerät, in einen Strahl Morgensonne getaucht, als er seine Kampfausrüstung anlegt....Das Problem bei Aufnahmen ins direkte Gegenlicht ist, dass man auf dem Bildschirm fast nicht erkennen kann, was man fotografiert...Am Ende produziert man dann oft Fotos, die man nie erwartet hätte. (S85) Überhaupt zeigt diese Serie von Soldaten in Afghanistan von Damon Winter wie nahe man als Journalist Menschen kommen kann. Das fehlende Technik-Set lässt vergessen, dass ein Fotograf anwesend ist, man sieht echte, ungestellte, wahrhaftige Bilder, fernab des gelernten Soldatenklischees.

Mit dem iPhone oder anderen Mobile Phones erhält die Fotografie den Blick zurück auf das Wesentliche: auf die Seele des Motivs. Demokratisierung, frei floatende Kreativität, schnelle, visuelle Kommunikation - am Ende wird dieses beeindruckende Reportage-Text-Bildbuch ergänzt um hervorragende Tricks, Apps und Tipps der Fotografen inkl. Kurz-Biografien.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Perfektion langweilt mich." (Richard Koci Hernandez), 7. Juni 2012
Von 
HG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: iPhone-Fotografie (Gebundene Ausgabe)
Nun hat es das iPhone geschafft. Es ist die meistgenutzte Kamera vor all den Nikons und Canons bei "flickr", einer großen Fotosharing-Website. Warum? Flexibilität in jeglicher Richtung ist wohl das entscheidende Kriterium. Zur globalen Erfolgsgeschichte tragen zudem auch eine Vielzahl von Foto-Apps bei, mit denen sich Aufnahmen bearbeiten, verschönern, verfremden und verschicken lassen. Das Angebot ist überwältigend. Wer nach einer Fotografie-App sucht ohne deren Namen zu kennen, wird kaum fündig werden. Hunderte Applikationen stehen zum Download zur Verfügung. Für nahezu jeden Anwendungsfall gibt es ein eigenes Programm. Wer will kann sich eine App, die extra für das Fotografieren von UFOs programmiert wurde, herunterladen. Oder eine, die angeblich Haustiere zum Lächeln bringt. Aber vielleicht ist auch eine gewisse Übersättigung an einer zu perfekten Digitalwelt zu spüren, "in der inzwischen alles machbar scheint, in einer Qualität, die Realität mit Fälschung und Fiktion verschwimmen lässt", vermutet Carsten Peter, einer der Autoren dieses Kreativbuchs.

Doch nicht nur Privatleute, auch viele Profis und Künstler fotografieren mittlerweile mit dem iPhone und experimentieren mit verschiedenen Apps, die sich an anspruchsvolle Fotografen richten und mit denen sich - etwas Geschick vorausgesetzt - beeindruckende Ergebnisse erzielen lassen. Damon Winter, ein Fotograf der New York Times und Pulitzer-Preisträger, hat mit einer auf dem iPhone aufgenommenen Bilderserie sogar den dritten Platz bei der Wahl zur Fotoserie des Jahres des Donald W. Reynolds Instituts für Journalismus gewonnen. Er ist in diesem Band gemeinsam mit drei anderen Fotografen und dem bereits erwähnten National Geographic-Fotografen Carsten Peter vertreten. Alle fünf Profis bekennen sich dahingehend, der Faszination eines Smartphones erlegen zu sein. Entstanden ist ein ganz persönliches Buch, das über den Einfluss des iPhones auf den professionellen Journalismus berichtet und gleichzeitig Amateuren und interessierten Laien professionelle Anregungen bietet. Zu jeder Aufnahme sind die entsprechenden Apps verzeichnet und am Schluss werden auf einer Seite Tipps und Tricks gegeben.

"iPhone-Fotografie" offenbart die reichhaltige Ausdrucksmöglichkeit, die mit einem Handy-"Schnappschuss" gelingen kann. Jeder Fotograf erhält sein eigenes Kapitel. So kann man zum Beispiel beeindruckende Bilder aus China von Michael Christopher Brown bewundern: Spannungsfeld und intensiv-satte Gefangennahme von Kulturgegensätzen par excellence. Sein Motto: "Ich liebe es, dass man mit dem iPhone den gewohnten fotografischen Denkprozess über Bord wirft und sich einfach auf das Motiv konzentriert."
Als facettenreich und unglaublich intim stellen sich die Fotos von Damon Winter dar, die er während eines sechstägigen Aufenthaltes bei in Afghanistan stationierten amerikanischen GIs machte. Bilder von in ihren Schlafsäcken zusammengerollten, sich spaßig balgenden Soldaten oder aber deren zum Lüften über einem Zaun hängenden Socken zeigen auf den ersten Blick kaum etwas von der Angst, dass jeden Moment das Leben vorbei sein kann. Dennoch ist sie unterschwellig spürbar. "Durch das iPhone wurde ich auf Details aufmerksam gemacht, die ich sonst übersehen hätte.", stellt Damon Winter fest.
Fragil, zart und zerbrechlich wirkt die nur schemenhaft aufgenommene Ballerina von Richard Koci Hernandez. Geradezu mystisch das Gesicht seiner Tochter hinter Zweigen auf einem anderen Foto. Der zerkratzte Vordergrund trägt noch einmal zur Magie seiner Schnappschüsse bei: Bilder, die gerade durch die nicht zur Schau gestellte Kunstfertigkeit brillieren. "Das Leben ist nicht perfekt", so Hernandez. "Die Fotografie ist nicht perfekt. Keine Szene, die in der Realität verankert ist, ist perfekt. Es ist der Mensch, der perfekt sein will. Ich liebe es rau, ich liebe den Charme von Fehlern, sie machen ein Bild glaubwürdig."
Carlein van der Beeks Fotografien schauen hingegen wie Gemälde der modernen Malerei aus. Sie wachsen förmlich über die Bereiche der Fotografie hinaus. Dichtes, flüssiges Schwarz, "das man fast schmecken kann", liegt auf der Vielzahl ihrer komplex strukturierten Kunstwerke, als die man sie getrost bezeichnen kann. Die niederländische Künstlerin denkt in Bildern: "Ich mag es nicht, wenn man mich auf meiner Kamera anruft. Es ist meine Kamera, nicht mein Telefon."
Und last but not least Carsten Peter, der eigentlich für seine Fotografie in Extemregionen bekannt ist. Seine im Buch abgebildeten "amateurhaften Freizeitfotos" zeugen allerdings deutlich von seinem professionellen Auge. Sei es die bröckelnde Fassade eines ehemals herrschaftlichen Kurhotels in Österreich oder die wild übereinander geworfenen Teile von Schaufensterpuppen, entstanden sind Aufnahmen mit einem bezaubernden Flair. "Über die iPhone-Fotografie verlasse ich die ausgetreten Pfade des reinen Dokumentierens in fast spielerischer Weise - eine wohltuende fotografische Entspannung.", so Peter.

Fazit: "iPhone-Fotografie" inspiriert und vermittelt vor allem eins: Spaß am Fotografieren. Denn nicht die farbgewaltige Perfektion steht bei der Wirkung eines Fotos im Vordergrund, sondern "wichtig ist der ausschlaggebende Moment, eine starke Komposition und ein unwiderstehliches Licht", wie es Richard Koci Hernandez treffend formuliert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2.0 von 5 Sternen Langweilig und ohne Inhalt, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: iPhone-Fotografie (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte mir von dem Buch Inspiration gewünscht. Doch Bildauswahl und Texte sind nichtssagend. Einzig alleine die Reportage zu den Afghanistan Bildern war interessant, aber leider kannte ich die schon aus dem Internet, sodass dieses Buch nicht neues abbildete. Ein Stern gibt es für die hochwertige Buchqualität, aber vom National Geographic erwarte ich einfach ein höheres Niveau in Bezug auf Bildauswahl und Inhalt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen iPhone-Fotografie, 1. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: iPhone-Fotografie (Gebundene Ausgabe)
Rezension: iPhone-Fotografie
Im renommierten Haus National Geographic ist 2012 ein bemerkenswerter Bildband mit dem Titel "iPhone-Fotografie" erschienen, in welchem die Künstler Michael Christopher Brown, Richard Koci Hernandez, Carsten Peter, Damon Winter und Carlein van der Beek ihre fotografischen Arbeiten und Texte präsentieren.
Mit dem iPhone scheint eine neue, revolutionäre Welle des Fotografierens auf uns zuzurollen. In der Vergangenheit gab es immer wieder mal im analogen Bereich der Fotografie Segmente und Nischenprodukte, die einen Trend setzten, Künstler inspirierten und einen gewissen Kultstatus innerhalb der Szene erlangeten: Erinnert sei hierbei u.a. an die immer noch lebende Polaroid-Fotografie, die schrägen Aufnahmen bei der Lomography und die überraschenden Aufnahmen mit Lensbaby-Objektiven. All diesen modischen Trends war eines gemeinsam: Sie hatten kreative Ausdruckskraft und daher einen berechtigten Status in der Kunst.
Anders sieht es m.E. bei dem jetzt anrollenden Trend der iPhone-Fotografie aus. Abgesehen vom zusätzlichen Anwachsen der schier nicht mehr fassbaren Flut digitaler Bilder im Netz , bewirkt der neue Trend der iPhone-Fotografie keine qualitative Umkehr im digitalen Überangebot. Vielmehr kommt nunmehr noch erschwerend hinzu, dass Kreativität und künstlerische Ausdruckskraft der Bilder vollends unter die Räder kommen, denn diese Art der Fotografie bedient sich diverser Applikationen ( sog. Apps ), welche den digitalen Fotos je nach verwendetem App ein nostaligisches, poppiges oder sonstiges Flair verleihen. Wo bleibt hier die individuelle Kreativität, Entscheidung und Einflussmöglichkeit des Fotografen, wenn diese Arbeit von einem ausgeklügelten Computerprogramm (App) verrichtet wird ? Viele Fotografen werden sich beim Mitschwimmen auf der iPhone-Fotografie Welle vollends zum Sklaven der Digitaltechnik machen und räumen somit - ohne Not - eine Bastion: Sie verlieren die Hoheit über die Kreativität und Individualität ihrer Bilder. Ein weiteres Ergebnis wird sein, dass sich Arbeiten von Amateuren und Profis nicht mehr unterscheiden lassen, weil sie von Apps generiert sind und dies wird zwangsläufig mit einer Entzauberung des Fotografen als Künstler einhergehen. Der massenkompatiblen Technik der iPhone-Fotografie kann man allerdings eine Demokratisierung der Fotografie nicht absprechen. Hier jedoch das hohe Lied der Kunst anzustimmen, ist nicht angesagt ! Was dies betrifft, bin ich froh über die Retro-Bewegung innerhalb der fotografischen Kunst, wo alte analoge Aufnahmetechniken weiterhin zu Ergebnissen führen, die zurecht die Attribute von erschaffener Kunst- und Können sowie von Kreativität und Individualität führen dürfen.
iPone-Fotografie. Verlag National Geographic. 2012. 176 S. deutsche Sprache.
Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Juli 2012.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0x9c2cdb10)

Dieses Produkt

iPhone-Fotografie
iPhone-Fotografie von Carsten Peter (Gebundene Ausgabe - 24. April 2012)
EUR 29,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen