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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr informativ, praktisch und motivierend
Dieser Schreibratgeber liest sich flüssig. Der Stil ist humorvoll und nicht hoch gestochen, die Beispiele aus der Literatur sind gut gewählt und praxisnah. Der Aufbau des Buches ist ebenfalls gut gewählt.
Es beginnt mit einer stilistischen Einführung: Adjektive vermeiden, aktiv und nicht passiv schreiben, Zeichensetzung richtig wählen,...
Veröffentlicht am 15. Juli 2011 von Prof. Udo Reinisch

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber
Für alle Fortgeschrittenen der schreibenden Zunft, sicher ein sehr gutes Buch.
Da ich es allerdings aus einer Empfehlung für Anfänger hatte (betreibe das Ganze ausschließlich als Hobby) kann ich dem nur eingeschränkt zustimmen. Die Tips sind gut, aber hart.
Wer an etwas Längerem sitzt, sollte das Buch vielleicht erst hinterher...
Vor 16 Monaten von Helen McGowan veröffentlicht


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr informativ, praktisch und motivierend, 15. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Dieser Schreibratgeber liest sich flüssig. Der Stil ist humorvoll und nicht hoch gestochen, die Beispiele aus der Literatur sind gut gewählt und praxisnah. Der Aufbau des Buches ist ebenfalls gut gewählt.
Es beginnt mit einer stilistischen Einführung: Adjektive vermeiden, aktiv und nicht passiv schreiben, Zeichensetzung richtig wählen, kürzen und vereinfachen. All diese Ratschläge kennt man, wenn man ein paar Schreibratgeber gelesen hat.
Im zweiten Teil folgen Spezialeffekte, d.h. Tricks, und hier wird es interessanter: bestimmte Schlüsselwörter erzielen bestimmte Effekte, richtige Namen für Figuren wählen, Absätze und Satzlänge variieren, die Kunst der Abstraktion.
Im dritten Teil beschäftigt sich der Autor mit Erzähltechniken wie Cliffhanger, Dialog, Plot, Szenenbescheibung.
Und im vierten und letzten Teil mit den Gewohnheiten eines Schriftstellers, wie man recherchiert, sich sein Arbeitszimmer und den Tagesablauf einteilt.
Das Buch strotzt nicht (!) vor den üblichen depressiv machenden Warnungen, dass es verdammt schwer ist, ein Autor zu werden, sondern es motiviert. Es zeigt einen klaren Weg und verbreitet eine motivierende Stimmung.
Dieses Buch bietet vor allem nicht nur einen Einstieg für Anfänger sondern hat auch viele Tipps und Trick für Profis auf Lager.
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127 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Werkzeugkiste für Autoren, 26. Oktober 2009
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Roy Peter Clark ist Vizedirektor einer der renommiertesten Journalistenschulen der Welt, dem Poynter Institut in St. Petersburg, Florida. Er will keine Schreibregeln lehren, er will dem Leser Werkzeuge an die Hand geben, Werkzeuge, die es ihm erlauben, besser, packender, spannender zu schreiben. Fünfzig Werkzeuge stellt er uns vor, beginnt mit dem allereinfachsten, der Reihenfolge von Subjekt, Prädikat und Nebensächlichem und hütet sich, zu sagen: Tu dies, vermeide jenes. Natürlich sagt auch er, dass aktiv schreiben gut ist - aber nicht immer. Denn manchmal muss man passiv schreiben, was nicht inaktiv heißt.

Wer die unzähligen Schreibratgeber kennt, die ihren Lesern einen bestimmten Schreibstil einbläuen wollen, der weiß Clarks Buch zu schätzen. Clark sagt nicht, wie wir schreiben sollen, sondern welche Folgen die einzelnen Arten haben. Passivkonstruktionen wirken anders als aktives Schreiben, ist deswegen meist nicht so angebracht, hat aber dennoch seinen Platz und ist bei bestimmten Problemen das Werkzeug der Wahl.

Doch das Buch beschränkt sich nicht auf Werkzeuge des Stils, auch nicht auf journalistisches Schreiben. Wie findet man konkrete Bilder, wann sind abstrakte Gedanken dann doch angesagt, wie plant man, wann ist Zurückhaltung angebracht, wann Übertreibung?

Jedes dieser Werkzeuge wird kurz dargestellt, jedes mit Beispielen und so anschaulich, dass oft schon die Beispiele klarstellen, was Clark meint. Im Kapitel "Kürzen" stellt er sogar das Kapitel in der Erstfassung vor und zeigt uns, wie Kürzen funktioniert - und dass auch Profis in der ersten Fassung langatmig schreiben.

Was mancher schon vermutet hat, aber nie erklären konnte, begründet er kurz, knapp und sorgt so für reichlich Aha-Effekte.

Einziges Manko: Die Kapitel sind so kurz und so klar formuliert, das Ganze so überzeugend formuliert, dass die Gefahr besteht, dass man es einfach herunterliest. Weswegen ich nur empfehlen kann, die Übungen am Ende jedes Kapitels nicht zu überspringen.

Jedenfalls ist es ein Buch, das neben Elisabeth Georges Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben und Sol Steins Über das Schreiben auf jedes Bücherbord eines Autors gehört. Eigentlich auf das Bücherbord eines jeden Menschen, der schreibt.

(C) Hans Peter Roentgen
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knapp, präzise und einprägsam, 12. April 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch gekauft, weil ich zu einer Fotoreportage den Begleittext schreiben sollte und seit vielen Jahren im Wesentlichen nur juristische Texte schreibe. Das Buch hat mir von der ersten Seite an so gut gefallen, dass ich es kaum weglegen wollte. Clark schreibt einprägsam und hat für jedes seiner "Werkzeuge" wenigstens ein Beispiel parat. Spätestens bei der Lektüres eines Beispiels wird einem die Wirkung eines von ihm vorgestellten "Textwerkzeuges" so überdeutlich klar, dass man die abstrakten Ausführungen nicht zu Ende lesen müsste; man tut es natürlich trotzdem, denn sie runden die Darstellung ab.

Die dann folgende praktische Umsetzung der Tipps von Clark habe ich als ähnlich einfach empfunden, wie schon die Lektüre seines Buches. Ich führe dies einzig und allein auf die hohe didaktische Qualität dieses Handbuchs zurück.

Von mir gibt es daher volle 5 Sterne. Dieses Werk hat es verdient.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sympathisches Standardwerk, 4. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Roy Peter Clark durchleuchtet in verständlichen Worten die Eigenschaften guter Texte. Und er stellt die dazugehörigen Handwerkstechniken vor, die Qualität erzeugen.

Theorie beschränkt er dabei auf ein Mindestmaß. Wann immer möglich, arbeitet er mit seinen Werkzeugen, anstatt sie umständlich zu beschreiben. Ergänzend zitiert er Autoren unterschiedlichster Textgattungen. So vermittelt er dem Leser die Lebendigkeit und Klarheit schöner Sprache geradlinig und eindringlich, ganz nach dem Motto "Anschauungsmaterial statt Frontalunterricht".

Weil Clarks stilistische Empfehlungen eher grundlegender Natur sind, funktionieren die Werkzeuge - trotz englischen Originals - auch für deutsche Texte.

Die Grundstimmung im Buch ist aufmunternd, der Humor des Autors kommt unvermittelt und sympathisch rüber. Wie unterhaltsame und informative Kurzgeschichten lesen sich die wohlproportionierten Kapitel recht flüssig, und es fällt nicht leicht, dazwischen eine Pause zu machen, sich hinzusetzen und selber zu schreiben. Aber wenn es soweit ist, arbeiten Roy Peter Clarks 50 Werkzeuge einwandfrei.

Für Journalisten, Schriftsteller und Gelegenheitsschreiberlinge zu Recht ein Standardwerk!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Handwerkskiste für Autoren und Hobbyschreiber, 10. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Ein Muss in jedem Bücherregal eines Schreiberlings.

Roy Peter Clark ist Vizepräsident einer der renommiertesten Journalistenschulen der Welt, des Poynter Institutes, St. Petersburg in Florida und hat mehrere Bücher zum Thema Schreiben und Journalismus veröffentlicht.
Jetzt präsentiert er uns seine Werkzeugkiste mit 50 Werkzeugen - keine Regeln, sondern Schraubendreher, Hammer, Wasserwaage und Inbusschlüssel für Schriftsteller. An über 200 Textbeispielen verdeutlich er diese und zeigt ihre Funktionen. Jedes Werkzeug schließt mit einem Workshop, der zum Ausprobieren anregt und eine Hilfe für Autoren ist. Eine Hilfe besser zu schreiben.

Es gibt unzählige Schreibratgeber auf dem Mark. Manche versuchen einem aufzuzeigen, wie man schreiben sollte, und stellen Regeln auf. Roy Peter Clark schreibt dies nicht vor. Er weist auf die unterschiedlichen Methoden und ihre Wirkungen hin. Jedes Mittel wirkt auf seine Weise und jedes Werkzeug erzielt einen anderen Effekt. Aufgeteilt in vier Teile ("Das A und O", "Spezialeffekte", "Pläne", "Nützliche Gewohnheiten") zeigt er nicht nur verschiedene Stilmittel auf, sondern stellt ebenfalls vor, wie man konkrete Details benennt, originelle Bilder entwirft, wo die Kamera steht und warum eine Werkzeugkiste auch eine Leiter benötigt ("Die Leiter der Abstraktion").

Das alles versteckt Clark in einem Schreibstil, der es einem schwierig macht, den einzelnen Werkzeugen die richtige Portion Zeit zu schenken und sein Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen. Es ist kein trockenes Handbuch für Schreiberlinge, sondern ein Ratgeber, der zum Mitdenken und Mitarbeiten anregt. Und diese Zeit sollte man sich nehmen.

Angefangen bei Subjekt und Prädikat, über das Goldwort Verb und Schreibmuster, über Spieltipps, Namen und Bilder, hin zu Planung, Dialog und Cliffhanger und weiter zur Recherche, Selbstkritik und Fremdkritik wird jedes seiner 50 Werkzeuge anschaulich, verständlich und mit Beispielen erklärt. Fragen, die mich beschäftigt haben, jedoch nie vollständig zu klären waren, beantwortet er mit Leichtigkeit.

Mir sind bereits mehrere Schreibratgeber in die Finger gefallen, wurden gelesen, durchstöbert und für mittelmäßig, gut oder auch sehr gut (Hans Peter Roentgen - "Vier Seiten für ein Halleluja") befunden. Aber keines regte mich derart zum Spielen an, wie Clarks Werkzeugkiste. Für mich eine Spielkiste mit den verschiedensten Spielvarianten der Sprache. Eine Einladung mit Worten, Satzlängen und Effekten zu jonglieren.

Während seiner Kniffe und Werkzeuge lässt Roy Peter Clark nicht außer Acht, dass es sich um genau diese handelt. Auch andere Werkzeugnutzung kann zu guten Büchern führen, wie dieses Beispiel im Kapitel der Adverbien sehr schön zeigt:

Die reichste Schriftstellerin der Welt ist J.K. Rowling. Sie liebt Adverbien, besonders, wenn es um das Sprechen geht. [...] Falls Sie mehr Geld verdienen wollen als die Queen, sollten Sie vielleicht doch lieber viele Adverbien verwenden. Falls Sie, wie ich, etwas bescheidener leben können, setzen Sie sie sparsam ein.
(Roy Peter Clark: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben. Berlin, 2009)

Fünf von fünf Sternen.

© KristinB
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Für alle Fortgeschrittenen der schreibenden Zunft, sicher ein sehr gutes Buch.
Da ich es allerdings aus einer Empfehlung für Anfänger hatte (betreibe das Ganze ausschließlich als Hobby) kann ich dem nur eingeschränkt zustimmen. Die Tips sind gut, aber hart.
Wer an etwas Längerem sitzt, sollte das Buch vielleicht erst hinterher lesen um dem inneren Kritiker nicht noch mehr Platz einzuräumen und erst später mit etwas Distanz die eigenen Sachen zu überarbeiten. Persönliches Fazit: sachliche Hilfe ja, Motivation nein.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 50 Turbo-Tipps tummeln sich in diesem tollen Buch, 18. September 2012
Von 
Anett Posner (Bundesland mit den meisten Staus) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Diese kurzen Tipps sind erstens leicht verständlich und schnell zu lesen, denn wir alle haben nur wenig Zeit, und zweitens sprechen sie ein breites Publikum an. Nicht nur gezielt Autoren oder Drehbuchautoren oder nur Journalisten oder nur Werbetexter oder Manager. Nein, jeder, der in irgendeiner Form mit Sprache zu tun hat und sei es nur sein Hobby, wird von diesem Buch begeistert sein und es nicht mehr missen wollen.

Wem der Turbogang zu schnell sein sollte, der kann einen Gang runter schalten, und sein erlesenes Wissen mit den Aufgaben am Ende jedes einzelnen Kapitels vertiefen.

Beim Lesen fiel mir auf, dass ich einige der 50 Werkzeuge bereits intuitiv eingesetzt habe. Jetzt, da das Kind quasi einen Namen hat, kann ich diese Tipps ganz bewusst und somit gewinnbringend und vor allem effizient für meine Texte nutzen.

Interessant fand ich auch die Selbsterfahrung, die Roy Peter Clark an einigen Stellen erwähnte: Viele, von anderen Autoren, eingesetzte Stilmittel wurden ihm erst im Laufe der Jahre bewusst und immer, wenn er in einem bekannten Text ein weiteres Stilmittel entdeckt hatte, wusste er, dass er wieder einen Schritt weiter ist. So entstand peu a peu seine Werkzeugkiste.

Das eine oder andere Werkzeug wird dem einen oder anderen Leser respektive Schreiber mit Sicherheit bekannt sein, was den Inhalt dieser grünen Fibel auf keinen Fall schmälert. Denn der Vorteil des Buches liegt darin, dass man seine Werkzeuge gut sortiert auf einen Blick in seiner Werkzeugkiste sofort parat hat. Wer will schon lange suchen, wenn der Blitz gerade einschlägt?
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anleitung zur Reflexion, 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Der Begriff "Werkzeuge" irritiert vielleicht auch andere Leser. Wer ein Kochbuch oder Nachschlagewerk erwartet ... Da gibt es sicher andere "weniger mühsame" aber leider auch viele "weniger qualitative" Quellen. Der Text selbst ist ausgezeichnet formuliert und kann auch mit Genuss ganz einfach nur "locker und leicht" konsumiert werden. Wer aber die eingearbeiteten Hinweise, Aufgaben und Anregungen aufgreift, als Ausgangspunkt eigener Gedanken nimmt (Warnung: spätestens hier endet "locker und leicht") und versucht die dabei gewonnenen Einsichten in eigenen Texten umzusetzen, wird rasch bemerken, dass er eine wunderbare Quelle entdeckt hat.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Buch - Schlechte Übersetzung, 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Knapp und anschaulich gibt Roy Peter Clark Tipps zum Schreiben. Inhaltlich besticht sein Ratgeber durch viele Beispiele und Übungen. Ein gelungenes Buch, möchte man meinen. Wenn da nicht die Übersetzung wäre... Die ist nämlich leider nicht so gelungen. Beim Lesen klingt ständig das englische Original mit, oft wirkt der Sprachstil unnatürlich. An manchen Stellen ist das Deutsch fehlerhaft, an anderen stiftet die Übersetzung Verwirrung. Ein Beispiel: Der Autor spricht über die Verwendung ungewöhnlicher Worte. Er zitiert eine Schlagzeile, die das Wort "jubeln" enthält. Seit wann ist "jubeln" ungewöhnlich und markant? Das englische "jubilate" hingegen ist tatsächlich so ein auffälliges, kaum verwendetes Wort. Und genau dieses hat Roy Peter Clark vermutlich im englischen Original seines Buchs auch gemeint.
Das Buch ist zwar gut verständlich und flüssig übersetzt worden. Oft hätte aber ein bisschen mehr Sorgfalt nicht geschadet. Dennoch ist ein hilfreicher Ratgeber entstanden, den man sich aber vielleicht besser im englischen Original zulegen sollte.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Schweizer Taschenmesser, kein Nachbohrer, keine Zange für heiße Eisen, zum Glück aber auch kein Holzhammer, 21. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter (Gebundene Ausgabe)
Bevor ich zu den vielen ABER komme, auf die der unentschlossene Käufer lauert, möchte ich betonen, dass ich in diesem Buch - nach 30 ähnlichen Ratgebern - endlich die Hinweise gefunden habe, nach denen ich Ausschau gehalten hatte: Tipps, die sich auf die kleinsten Textbausteine beziehen! Satzlänge, - struktur, Punkt und Komma. Die Bedeutung des Einwortsatzes, des Zitats und des Ungesagten. Satzlänge und Wortstellung. Im Kontrast dazu verlieren sich ungezählte Schreibratgeber lang und breit über Yoga, die Hürden des Schriftstellerlebens an sich und die Konzeption des großen Ganzen ...
Deshalb eine Bitte: Wer mehr dergleichen hilfreiche Literatur kennt, möge das unten als Hinweis posten.

Leider ist das Werk nicht aus einem Guss. Es wurde nicht nur im buchbinderischen Sinne aus 49 Online-Beiträgen zusammengeheftet, die als lockere Reihe erschienen sind. Im Laufe des Erscheinungsjahres hat sich nicht nur der Fokus der Beiträge verschoben, es haben auch unterschiedliche Lehrmeister im Hinterkopf des Autors gewirkt.
"Schreiber, bleib bei deinem Thema", möchte man ihm zurufen. "Ich habe grade Blut geleckt; sieh her, meine Augen leuchten!" Aber nein, er hört mich nicht und wechselt im nächsten Kapitel zu 1000-fach abgehandelten Themen wie Cliffhanger und Kameraposition. Als ob das in JEDEM Buch gebetsmühlenartig angeführt werden müsste!
Vielleicht gehen Sie mit mir konform, dass einiges auch in das Buch "Pimp My Pen - 100 faule Zaubertricks, eine schwache Story zu retten" verschoben werden könnte und nicht unter die Top 50 "... für GUTES Schreiben" gehört.

Ein weiterer Nebeneffekt der Essaysammlung: Die standardisierte Länge der Kapitel. Mancher Gedanke musste ausgewalzt, andere konnten nur schwammig umrissen werden. Zudem wird von jedem 5-Seiten-Kapitel - wovon noch Einiges fürs Zitieren draufgeht - eine Seite für "Workshop"-Aufgaben verschwendet. Manch einer steht ja auf Übungen, aber für mich sind die spätestens dann sinnlos, wenn ich meine (veröffentlichten!) Werke des letzten Monats noch einmal unter die Lupe nehmen soll ... [müdes Haha].

Hinzu kommt die typisch amerikanische Selbstdarstellung in Ratschlägen, die nur ein gestandener Vielschreiber oder Journalist mit eigener Sekretärin und Dozentenstuhl umsetzen kann. Mag sein, dass Klappern zum Handwerk gehört, aber wenn mir als "Werkzeug" verkauft wird, meine Freunde nach Nützlichkeit auszusuchen und bei Bedarf abzuservieren und auszutauschen, dann ist mir das zu pragmatisch. (Und das unter der Überschrift "Selbsthilfegruppe"!) Dein Freund, dein Werkzeug.

Apropos Autoren-Klischee "gut sortierter Werkzeugkasten"! Wo sind denn nun die amerikanischen (verdammt guten) Werkzeuge? Klar, ich habe mir keine Anleitung erträumt, wie etwa: "Man nehme einen Trichter, eine Kurbel und sieben Meter Schlüpfergummi und baue daraus eine Wortpresse, die oben mit Silbensalat befüllt wird und unten gedrechselte Sätze ausdrückt" - wobei "Man nehme ..." ein guter Anfang gewesen wäre. Auch "Die hilfreiche kleine Tabelle am Ende ..." - existiert nicht.
Nachdem ich die ersten Kapitel voller Euphorie verschlungen und auf den letzten wie auf einem Ledergürtel rumgekaut habe, stehe ich nun wieder mit leeren Händen in der Realität. Umzingelt von monströsen Ausrufezeichen mit erhobenen Zeigefingern.

"Zerlegen Sie große Projekte in Etappen", "Sammeln Sie Material in einem Karteikasten!" - 2 Beispiele für wahnsinnig nützliche Ratschläge. Was bei mir nicht einmal zu einem gemeinsamen Absatz reicht, wird im Buch zu je einem Kapitel aufgebläht! Damit die magische Zahl "50" erreicht werden kann. "Lernen Sie von den Besten", "Geben Sie Ihr Bestes!" Sprüche.

Werkzeuge! So etwas zum Anfassen und Benutzen? (Mal abgesehen von der Löschtaste, die überall empfohlen wird.) Kurz vor Schluss, in Kapitel 49, glaubte ich endlich eines entdeckt zu haben: "Wie man negative Kritik - Zauber, zauber! - in positive Effekte verwandelt". Das Kapitel, in einem Satz ausgedrückt, lautet: "Statt in die Defensive zu gehen, erklären Sie, warum Sie so und nicht anders geschrieben haben." - Hä? Herumdiskutieren als Geheimtrick? In zig anderen Ratgebern heißt es hingegen: "Erklären Sie niemals das Geschriebene!"
Bin ich nun schlauer?

Ja. Einer der Ratschläge gegen Schreibblockaden lautet: "Setzen Sie zunächst Ihre Ansprüche herab und Sie kommen in Schwung."
Auf die Erwartungshaltung des Lesers angewandt heißt das also in diesem Fall: "Erwarte nicht 50 einsatzbereite Werkzeuge oder Algorithmen, sondern 25 Einsichten und du wirst positiv überrascht sein ..."
Stimmt! Ich nähere mich mit jedem Ratgeber dem Moment, wo mir die richtige Auswahl an Adjektiven und die Entscheidung "Zeigen oder Berichten" ohne Zaudern gelingen wird.

4 Sterne für die ersten 20 Kapitel. Und auch der Rest ist zumindest nicht schädlich; nicht mal die (typisch amerikanischen) scheinheiligen Danksagungen an all die guten Seelen ... - oder Werkzeuge?
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Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter
Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter von Kerstin Winter (Gebundene Ausgabe - 15. Dezember 2008)
EUR 19,80
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