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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter Jules Verne!, 2. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Jules Verne ist den meisten bekannt durch seine für die damaligen Verhältnisse revolutionären Romane, die man getrost als die ersten Science Fiction Klassiker bezeichnen kann. Jeder kennt Capt'n Nemos U-boot oder die Rakete, mit denen der Mond umrundet wurde. Dass sich der Altmeister jedoch auch nicht schlechter anstellt, wenn er einen echten Liebesroman schreibt, beweist er mit dem einzigen Buch, das er zu diesem Genre geschrieben hat: Der grüne Blitz.
Die Handlung:

Helena Campbell ist eine junge Waise, der es jedoch an nichts mangelt. Sie wächst bei ihren beiden Onkels auf, die nichts lieber tun, als ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen und die sich nur zu gern von ihr um den zarten Finger wickeln lassen. Trotzdem beschließen die Gebrüder Melvill eines Tages, dass Helena mit ihren fast 18 Jahren alt genug ist, um heiraten zu können, und sie haben auch schon den perfekten Kandidaten für sie ausgesucht. Aristobolus Ursiclos ist genauso verschroben, wie es sein Name schon andeutet. Er hält sich für einen grandiosen Gelehrten, der jedoch seine Umwelt mit langatmigen Vorträgen zu Tode langweilt, der seltsame Ansichten vertritt und auch ansonsten alles andere als ein angenehmer Zeitgenosse ist. Warum die Brüder ausgerechnet ihn in ihre großen Herzen geschlossen haben, wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben. Fakt ist, dass Helena prinzipiell nichts gegen das Heiraten per se hat, doch ... auf gar keinen Fall kann sie heiraten, bevor sie nicht den grünen Blitz gesehen hat - ein Naturphänomen, das sich nur bei einem perfekten Sonnenuntergang beobachten lässt. Sie beschließt also, dass die Brüder Melvill, die treuergebenen Diener Bess und Partridge und sie ans Meer fahren müssten, um den grünen Blitz sehen zu können. Gesagt, getan.

Noch während der ersten Überfahrt werden sie Zeuge, wie ein kleines Boot in Seenot gerät, und nicht zuletzt durch Helenas Bitten werden die Insassen des Bootes gerettet. Einer der beiden Glücklichen ist Olivier Sinclair, ein junger Mann aus gutem Hause, mit tadellosen Manieren, einem ansprechenden Äußeren und derselben Begeisterung, die Helena antreibt. Man errät schon, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt, besonders, weil Ursiclos sich stets und ständig wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt. Wird also Helena die Liebe finden? Wird sie den grünen Blitz zu sehen bekommen? Und wie entkommt sie einer tödlichen Gefahr?

All das erzählt Jules Verne in einem locker-spitzbübisch-humorigen Stil, bei dem er bewusst übertreibt, zum Beispiel, um den Dummkopf Ursiclos noch unsympathischer zu machen, als er es ohnehin ist. Die beiden Hauptpersonen, Helena und Olivier, sind besonders gelungene Exemplare der Schöpfung, während sich ansonsten fast nur skurrile Unikate in dem Roman tummeln, der geradezu beschwingt Fahrt aufnimmt und bis zum Ende nicht an freudiger Spannung verliert. Obwohl es hier nicht zu annähernd so vielen Abenteuern kommt, wie es ansonsten bei dem Altmeister der Fall ist, ist dieser Roman zweifellos ein echter Verne und ich kann ihn ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

Last but not least geht ein großes Lob an den Verlag, mare hat den Charme alter Klassiker wieder aufleben lassen mit diesem gebundenen Büchlein mitsamt Lesezeichen, liebevollen Zeichnungen und einem sicheren Schuber, in dem das Buch gut aufgehoben ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschöne Ausstattung, 10. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Der Roman spielt an der Westküste Schottlands. Der grüne Blitz, wer immer ihn sieht, wird wohl sich in Liebesdingen nie mehr irren. Eine romantische Vorstellung, genau das gefällt Helena. Sie lebt mit ihren beiden sich abgöttisch liebenden Onkeln zusammen. Da man das Schauspiel nur beobachten kann, wenn die Sonne den Horizont am Meer berührt, verbinden diese eine Reise ans Meer mit einem zufällig, gewollten Treffen mit einem potentiellen Verehrer für Helena. Aber diese hat ihren eigenen Kopf, auch in Liebesdingen.
Von Jules Verne habe ich bisher begeistert die Abenteuerromane verschlungen. Das vorliegende Buch ist sein einziger Liebesroman. Es besticht wieder durch ein wenig skurrile, schrullige Figuren, wie die Onkel. Treusorgend und aufopfernd bemüht um Helenas Wohlergehen. Der exzentrische, selbstverliebte Mister „ Ursiclos“, damit sind Jules Verne wieder einzigartige Figuren gelungen, die dem Leser fast wie reale Figuren erscheinen. Auch die Beschreibungen der Landschaft, er malt diese Bilder mit Worten und in meinem Kopf entstehen die passenden Bilder.
Die Sprache des Textes, ist eher der damaligen Zeit angemessen. Es liest sich doch ein wenig anstrengend durch diese etwas ungewohnte Sprache und Textegestaltung.Das Buch eignet sich nicht zum nebenher lesen, sondern es möchte Aufmerksamkeit und Zeit beim Lesen. Als Belohnung wird der Leser dann entführt in diese Zeit von Jules Verne. Wundervoll fand ich auch die Zeichnungen im Buch, schwarz Weiß und einfach nur toll.
Die Ausstattung des Buches, ein Schmuckschuber und die tollen Illustrationen machen das Buch zu einem besonderen Highlight im Regal, ein kleines Schmuckstück.

Eine absolute Empfehlung für alle Jules Verne Fans und die die es werden wollen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen [4.5 Sterne] Humorvoll und voller lustiger Charaktere!, 10. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Nichts liegt den betagten Brüdern Sam und Sib Melvill mehr am Herzen als das Wohl ihrer Nichte Helena, die bei ihnen aufgewachsen und wie eine Tochter für sie beide ist. Zu einer jungen und schönen Frau erblüht, scheint es den Brüdern an der Zeit, einen passenden Ehemann für sie zu finden. Mit dem jungen Gelehrten Aristobulus Ursiclos scheint ihnen der perfekte Kandidat gefunden. Doch Helena, die just einen Artikel in der Morning Post gefunden hat über ein bei Sonnenuntergängen auftretendes Phänomen namens “grüner Blitz”, will nichts von einer Heirat wissen, ehe sie nicht mit eigenen Augen dieses seltene Wunder der Natur gesehen hat.

Ergeben machen sich die Brüder gemeinsam mit ihrer Nichte und ihren zwei Dienern auf an die Küste ihrer schottischen Heimat, wo sie unter den dort günstigen atmosphärischen Bedingungen den “grünen Blitz” zu erspähen hoffen. Nicht von ungefähr wird dafür der Kurort Oban ausgewählt, an dem sich, wie Sam und Sib wissen, zur selben Zeit Aristobulus Ursiclos aufhalten soll. Zwei Fliegen mit einer Klappe, so denken sie sich, denn so kann Helena ihren gewünschten “grünen Blitz” sehen und gleichzeitig ganz nebenbei ihren zukünftigen Gatten kennenlernen. Doch bereits auf der Überfahrt lernen sie den charmanten Reisenden Olivier Sinclair kennen und von da an scheinen alle Pläne durcheinander zu geraten. Wird Helena den “grünen Blitz” zu Gesicht bekommen? Und wem wird sie am Ende ihr Herz schenken?

Meine Meinung:

“Le Reyon-vert” (ursprünglich “Der grüne Strahl” oder “Das grüne Leuchten”) erschien erstmals 1882 und gilt als Jules Vernes einziger Liebesroman. Diese im Mareverlag erschienene Neuübersetzung von Cornelia Hasting kommt im (passenden) grünen Leinen und einem wunderschönen Schmuckschuber daher, inklusive sämtlicher Kupferstiche von Léon Benett aus der Originalausgabe.

Mit wunderbarer Leichtigkeit und vor allem sehr humorvoll zeichnet Verne seine Protagonisten, allen voran die Brüder Sam und Sib, die über die Jahre zu einer Person verschmolzen zu sein scheinen, die Sätze des jeweils anderen vollenden und sich eine riesige Schnupftabakdose zu teilen pflegen, ein “tragbares Möbel”, das unentwegt von der Tasche des einen die Tasche des anderen wandert und aus der jeder abwechselnd eine große Prise nimmt. Meine liebste Figur ist aber die des Aristobulus Ursiclos, ein pedantischer, verkopfter und unglaublich eitler Wissenschaftler (“es fehlte nicht viel, und er wäre ein Dummkopf gewesen”), der es nicht lassen kann, jede noch so unwahrscheinliche Gelegenheit zu ergreifen, seine Mitmenschen mit naturwissenschaftlichen Vorträgen zu langweilen. Meine liebste Beschreibung über seine unvorteilhafte Erscheinung ist diese:

“Von den hundertdreißigtausend Haaren, die, den letzten Statistiken zufolge, jeder menschliche Kopf tragen soll, blieben ihm kaum noch sechzigtausend. Ein Bartkranz umrahmte seine Wangen und sein Kinn, was ihm ein affenähnliches Antlitz verlieh. Wäre er ein Affe gewesen, wäre es ein schöner Affe gewesen – vielleicht der, welcher der Stufenleiter der Darwinisten fehlt, um den Anschluss der Tierwelt an die Menschenwelt zu schaffen.”

Der unsägliche Aristobulus ist es auch, der die Suche nach dem “grünen Blitz” zur Farce macht – an den wenigen Tagen, an denen das Wetter den Reisenden zur Beobachtung des Sonnenuntergangs wohlgesonnen ist, kommt er dazwischen. Desweiteren gelingt es ihm immer wieder – mehr oder weniger unbeabsichtigt – mit seiner nervtötenden Art jede Romantik, die sich zwischen Helena und Olivier anbahnt, zunichte zu machen. Ein unglaublich komischer und köstlich überzeichneter Charakter, der mich sehr zum Schmunzeln gebracht hat.

Bleibt noch die Jagd nach dem “grünen Blitz”, die vor allem in der zweiten Hälfte des Buches, da sich Olivier Sinclair der Unternehmung der Melvill-Brüder und Helenas angeschlossen hat, immer spannender wird. Die führt die Reisenden auf die schottischen Inseln Iona und Staffa, die Verne mit spürbarer Faszination und detailreichen Beschreibungen vor den Augen des Lesers erscheinen lässt. Besonders Staffa hat es ihm angetan, eine Insel vulkanischen Ursprungs, die größtenteils aus riesigen Basaltsäulen besteht und durch ihre atemberaubende Höhle “Fingal’s Cave” berühmt wurde. Hier trägt sich auch der große Showdown der Geschichte zu, in der Olivier Sinclair seine Qualitäten als unerschrockener Held beweisen muss.

Fazit:

Eine humorvolle Geschichte voller lustiger Charaktere, die anfangs etwas gemächlich daher kommt, zum Ende hin aber immer spannender und schließlich zu einem klassischen Abenteuer wird, so, wie man es eben von einem Jules Verne erwartet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvoll und lesenswert, 8. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Mit Jules Verne verbinde ich in erster Linie Abenteuer, Science Fiction, Reise - ob nun „20.000 Meilen unter den Meeren“ oder zu Land mit dem „Kurier des Zaren“. Aber er konnte auch das: einen leichtfüßigen, humorvollen, von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhaltenden Liebesroman schreiben.

Zu Beginn möchte ich besonders die äußerst gediegene Ausstattung des Buches hervorheben: Leineneinbahd, Fadenheftung (!), Lesebändchen, stabiler Pappschuber - eine wahrhaft bibliophile Ausstattung, die das Herz eines jeden Bücherfreundes höher schlagen läßt. Dabei sollte man dann auf Seite 83 ein Lesezeichen einfügen - dort befindet sich nämlich die Landkarte zu den im Buch beschriebenen Reisen.

Beim Lesen hatte ich stets das Gefühl, einen im Original deutschen Text zu lesen, der schon durch die Wortwahl und den Schreibstil in die Zeit der Handlung entführt. So bin ich auch relativ schnell „in der Geschichte angekommen“, die schon zu Beginn einen humorvollen Roman mit teilweise schrulligen Figuren verspricht. Die beiden Onkel Sam und Sib etwa ergänzen sich so gut, daß sie meist nur in Halbsätzen sprechen, die vom jeweils anderen ergänzt werden. Nicht zu vergessen die Schnupftabaksdose, die immer gut gefüllt sein sollte.

Aber im Vergleich zu Aristobulus Ursiclos, dem von ihnen für ihre Nichte ausgesuchten Heiratskandidaten sind sie von geradezu ausnehmender Normalität! So herrlich überspitzt dieser staubtrockene, jeglicher Romantik abholde Wissenschaftler auftritt, ist dem geneigten Leser vermutlich bald klar, daß er eher nicht die Wahl der ihm zugedachten Braut wäre.

Diese, Miss Helena Campbell, ist eine aufgeweckte junge Frau, die durchaus weiß, was sie will - und wie sie es erreichen kann. Vor allem bei ihren beiden Onkeln, die ihr keinen Wunsch abschlagen können. Und so willigt sie auch ein, zu heiraten - aber nicht bevor sie den „Grünen Blitz“ gesehen hat, dessen Sichtung nach einer alten Legende befähigen soll, sich in Gefühlsdingen nie mehr zu täuschen und nicht mehr getäuscht zu werden.

Der weitere Roman besteht in der Reise zu einem zur Beobachtung geeigneten Meeresufer sowie den Versuchen, den grünen Blitz zu sehen. Es wäre kein Roman von Jules Verne, wären nicht eine Unzahl von - gut lesbaren! - Beschreibungen verschiedenster Naturphänomene (die sich im Nachwort als durchweg richtig herausgestellt haben) bis hin zu dramatischen Rettungsaktionen vorhanden. Wobei die erste auf See schon eine Ahnung für den Ausgang des Buches aufkommen läßt.

Im Nachwort von James Hamilton-Paterson erfährt man einiges zur zeitlichen Einordnung und den historischen Hintergründen des Romans, dessen Handlung zwar frei erfunden ist, aber dessen grünen Blitz es tatsächlich gibt! Und dieses Nachwort bringt mich auch zu meinem einsamen Kritikpunkt: Das Einzige, was ich am Ende nicht gebraucht hätte, war die persönliche Bemerkung von James Hamilton-Paterson in seinem letzten Absatz. In ihrer Nüchternheit kommt die den Äußerungen und Erklärungen eines Aristobulus Ursiclos näher, als ich es mir zum Abschluß dieses ansonsten wundervollen Buches wünschen würde.

Denn, das ergibt sich schon aus der Bezeichnung „Liebesroman“, am Ende gibt es ein erfreuliches Ereignis zu vermelden, das sowohl die beiden Onkel Sam und Sib, als auch Miss Campbell und ihren Bräutigam aufs Höchste zufriedenstellt. Wer aber denn nun dieser Bräutigam ist - nun, ich möchte niemanden des Vergnügens berauben, das in diesem wohlfeilen Buche selbst nachzulesen, und werde an dieser Stelle daher eisern schweigen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszination Natur und Mann, 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Die 18jährige Schottin Helena Campbell wird von ihren Onkeln Sib und Sam Melvill erzogen. Sie soll von diesen mit dem Gelehrten Aristobulus Ursiclos verheiratet werden. Helen ist dazu nicht bereit, ehe sie nicht den ihr aus der Zeitung bekannten „grünen Blitz“ gesehen hat – den letzten Funken grünen Lichts beim Sonnenuntergang am Meer an besonders klaren Tagen. Einer alten Legende nach kann sich in Liebesdingen nicht irren, wer das grüne Licht gesehen hat. Die Onkel und Helena brechen zu einer Reise entlang der Westküste Schottlands bis zu den Hebriden als letzter Station auf, um den grünen Blitz zu suchen. Es kommt allerdings immer etwas dazwischen. Einmal ziehen Wolken auf, ein anderes Mal fährt im letzten Moment ein Segelschiff vor der Sonne vorbei. Und dann schließen sich der Reisegesellschaft auch noch Aristobulus und der junge Olivier Sinclair an. Wird Helena den grünen Blitz sehen? Wird sie sich verlieben?

„Der grüne Blitz“ ist ein Liebesroman, der einzige des Autoren und ein für Jules Verne eher untypisches Werk, ist er doch eher für utopische Romane bekannt. Typisch für ihn sind allerdings einige der Romanfiguren. Onkel Sib und Onkel Sam sowie Aristobulus sind Exzentriker, wie sie bei Verne häufig vorkommen. Die Onkel vollenden jeweils die Sätze des anderen, teilen sich dieselbe Schnupftabakdose und gehen Arm in Arm spazieren. Aristobulus ist ein humorloser Wissenschaftler mit affenähnlichem Aussehen, ist sehr von sich eingenommen. Ständig gibt er trockenes Wissen preis. Helena und Olivier hingegen sind jung, romantisch, von reizvollem Aussehen.

Vor dem physikalischen Hintergrund, dass der grüne Blitz tatsächlich manchmal bei Sonnenuntergang auf hoher See auftritt und Naturphänomene den Menschen immer schon fasziniert haben, zieht dieses Buch den Leser in den Bann. Die Sprache in dieser Neuübersetzung des erstmals im Jahr 1882 veröffentlichten Originalromans ist unmodern, gleichwohl gut verständlich. Wörtliche Rede ist durch Spiegelstriche anstelle von Anführungszeichen kenntlich gemacht. Viele ganzseitige Schwarz-Weiß-Illustrationen sind eingestreut. Besonders eine Landkarte (S. 82) erleichtert die Orientierung auf Helenas Reise. Es ist eine liebevoll gestaltete Schmuckausgabe, verpackt in einem Schuber.

Für Liebhaber von Klassikern sehr zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der grüne Blitz, 16. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
„Der grüne Blitz“ ist Jules Vernes einziger Liebesroman – und dennoch ist es ein Buch, das absolut typisch für den französischen Schriftsteller ist.

Wir befinden uns an der Westküste Schottlands, wo die beiden Brüder Sam und Sib in einem Landhaus leben. Die Brüder sind einander so ähnlich, dass sie die Sätze des jeweils anderen beenden können. Mit ihnen leben die Hausdame Bess und der Verwalter Partridge, der uns als Schotte wie er im Buche steht vorgestellt wird. Sam und Sib sind Onkel und Vormund – und gewissermaßen auch Eltern – für die schöne Helena, eine junge Dame mit Herz und Verstand sowie einem festen Willen. Dankenswerterweise und auch untypisch für die Zeit lassen die beiden Onkel Miss Helena viele Freiheiten, finden jedoch, dass es allmählich Zeit wird, dass sie den Bund der Ehe eingeht. Und einen geeigneten Kandidaten scheinen die beiden auch schon gefunden zu haben: In dem Gelehrten Aristobulus Ursiclos, einem Wissenschaftler durch und durch, dem jeglicher Sinn für das Schöne völlig entgeht. Helena hat jedoch etwas völlig anderes im Sinn: Sie hat in einer Zeitung vom grünen Blitz, einem Naturphänomen, das nur bei Sonnenuntergang am Meereshorizont auftritt, gelesen und macht sehr deutlich, dass sie zuerst den grünen Blitz sehen will, bevor sie über eine Heirat nachdenken wird. Und so begeben sich die Onkel, die Dame Bess, Partridge und die schöne Helena auf eine Reise, um den grünen Blitz zu sehen, und finden nicht nur atemberaubende schottische Küsten vor, sondern erleben sogar eine Beinah-Tragödie, die auch für die Onkel und Helena nicht ohne Folgen bleiben soll.

"Der grüne Blitz" ist ein typischer Jules Verne: Ausgedehnte Landschaftsbeschreibungen, die überall durchscheinende Faszination für die Wissenschaft und der Witz, den alle Protagonisten auf ihre jeweils eigene Art innehaben sowie Jules Vernes geschickte Rhetorik, durch die es manchmal scheint, als spiele Verne mit seinen Lesern. Und mit Leichtigkeit und einer gewissen Zuneigung erschafft Jules Verne (wieder einmal) die unterschiedlichsten, interessantesten und exzentrischsten Charaktere.

Die Neuübersetzung übernimmt – zum Glück – die für die damalige Zeit typische Sprache und Ausdrucksweise, die für den modernen Leser möglicherweise arrogant oder hochgestochen klingen mag, aber die auch gleichzeitig zum stimmigen Gesamteindruck beiträgt. Daher an dieser Stelle ein großes Lob an die Übersetzerin Cornelia Hasting.

Mit der Gestaltung des Buches hat sich der Mare Verlag große Mühe gegeben: Ein Schuber in cremeweiß und ein Leineneinband in tannengrün sowie zahlreiche Illustrationen Léon Benetts aus der Originalausgabe von 1882 machen die Neuübersetzung zu etwas Besonderem.
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5.0 von 5 Sternen Typisches Jules Verne Abenteuer mit einer Portion Liebe, 30. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Eine Liebesgeschichte von Jules Verne. Das musste ich lesen. Nach ein paar Seiten stellte sich sofort ein vertrautes Gefühl ein, so als würde ich einen Brief eines guten Freundes lesen. Ich fühlte mich in meine Kindheit versetzt, in der ich die großen Jules Verne Bücher mit klopfendem Herz verschlungen habe. Es gibt all die bekannten Zutaten, die ein Jules Verne Abenteuer ausmachen, ein wildes Meer, eine schöne eigenwillige Heldin , kauzige Charaktere und ein geheimnisvolles Phänomen- der grüne Blitz, dem die Figuren auf den Grund gehen wollen und in diesem Fall eben auch noch eine Portion Liebe.

Das Buch kommt als kleine Kostbarkeit daher. Es kleidet sich in einen edlen Leineneinband, hat wie alle guten Bücher ein Lesebändchen und ist in einem Schuber verpackt, der es zum perfekten Geschenk macht. Viele Illustrationen begleiten die Geschichte. So schön kann ein Buch sein!
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5.0 von 5 Sternen Tolle Ausgabe, außergewöhnliche Geschichte!, 30. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
"Der grüne Blitz" von Jules Verne wurde vom Mare Verlag in einer ausserordentlich schönen Ausgabe präsentiert: Im Schuber, als Hardcover mit gdunkelgrünem Leinen und hellgrünem Lesebändchen, passend zum Titel. Wenn der Leser das buch aufschlägt, erwartet ihn nicht nur eine ganz fabelhafte, unerwartete lustige Geschichte, die ich so von Jules Verne nie erwartet hätte, es bestichen allerdings auch zahlreiche Zeichnungen/Stiche, die den Geschichtsverlauf begleiten.
Manchmal erwischte ich mich beim stundenlangen Betrachten der Bilder udn vergaß das Lesen, das hier ausgesprochen flüssig und gut von der Hand geht und zudem mit einem abwechslungsreichen Humor sei es Situationskomik, Schlagfertigkeit der Protagonistin oder Verballhornung der Wissenschaft überrascht!
Helena wächst bei zwei Onkel auf, die innig zusammenleben, wie eine Art Ehepaar und sich Gedanken machten um die Verehelichung der großgezogenen Nichte. Gut situiert und intelligent sollte der Zukünftige sein, schliesslich ist Helena einen gewissen Komfort gewohnt. Und wie es immer so ist, wenn ledige Herren für Frauen etwas aussuchen, es geht oftmals nicht wirklich gut. Der Außerwählte ist Wissenschaftler, nicht nur sehr belesen und voller Wissensreichtum hinsichtlich der Naturwissenschaften, er ist auch tölpelhaft ungeschickt, unsozial, humorlos, spießig und wenig unterhaltsam, sieht man von seiner Tolpatschigkeit mal ab.
1882 im Original erschienen hätte ich nicht erwartet, dass das Buch so leicht und flüssig lesbar ist, so viel Lesespaß und Lesegenuß bietet und mich völlig verzaubert.
Sicher ist es auch die Schmuckausgabe, die einfach zum Lesen einlädt, es ist aber auch die Energie, der Enthusiasmus mit dem uns der längst verstorbene Autor entlang der schottischen Küste führt!
Es klaffen Welten zwischen den heutigen sogenannten historischen Romanen und seinem historischen Werk, wobei er sich nur einmal verrät, als er in den Präsens wechselt um dem Leser eindrücklich zu schildern, wie gut ausgebaut der Seeweg und die Verbindung der Inseln vor Schottland per Schiff bereits ist!
Ich habe Jules Verne von einer ganz neuen Seite kennengelernt, bin sehr stolz, dieses Schmuckstück von Buch in meinen Regalen zu haben und kann nur jeden Freund historischer Bücher ermutigen dieses Buch unbedingt zu lesen!
Vielen Dank an den mare Verlag!
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5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Ausgabe!, 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Der grüne Blitz ist der wohl einzige Liebesroman von Jules Verne. Das Phänomen des grünen Blitzes gibt es tatsächlich und man kann es nur zu bestimmten Bedingungen beobachten: an einem Meereshorizont ohne ein Wölkchen oder Nebel beim Sonnenuntergang, kurz vor dem Verschwinden der Sonne.

Dieses Phänomen ist der Aufhänger zu der Geschichte. Denn die junge Helena, die von ihren gutmütigen Onkeln aufgezogen wird, möchte unbedingt diesen Blitz sehen. Erst danach will sie über eine Heirat sprechen. Während ihre Onkel eine völlig falsche Partie für sie im Sinne haben (sie sind wirklich zu reizend und zu naiv!), lernt man den wahren Mann dann während der Reise zum grünen Blitz kennen.

Jules Verne versteht es hier wunderbar, Humor, Landschaftsbilder, wissenschaftliche Phänomene und skurrile, liebenswürdie und charmante Charaktere miteinander zu verbinden. Die Geschichte ist sehr lebendig und man kann tief hineintauchen.

Diese besondere Ausgabe kommt daher in einem Schuber, mit einem schönen Hardcover und Lesebändchen sowie vielen tollen Zeichnungen, die das Geschehen noch einmal verdeutlichen.

Es macht sehr viel Spaß zu lesen, man muss ständig schmunzeln und auch das ein oder andere Abenteuer gilt es zu erleben. Gewürzt ist es mit der wunderbaren schottischen Natur und ein bisschen Romantik. Ein wirklich wunderbares Buch.
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5.0 von 5 Sternen Der grüne Blitz, 4. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Blitz (Gebundene Ausgabe)
Die 18-jährige Miss Helena Campbell ist bei ihren Onkel Samuel und Sebastian Melvill aufgewachsen. Als Helena einen Artikel über das Naturphänomen "grüner Blitz" liest, möchte sie dieses selbst sehen, denn eine alte Legende behauptet: "Der Blitz bewirkt, dass derjenige, der ihn gesehen hat, sich in Gefühlsdingen nicht mehr irren kann." Da Sam und Sib ihrer Nichte jeden Wunsch erfüllen, ist eine Entdeckungsreise schnell beschlossen. Als Ziel wird das Küstenstädtchen Oban auserkoren - nicht ohne Hintergedanken, denn in Oban befindet sich auch gerade der junge Wissenschaftler Aristobulus Ursiclos, den die Herren Melvill als Heiratskandidaten für Miss Helena ins Auge gefasst haben…

Jules Verne verstand es hervorragend, informativ und humorvoll zugleich zu schreiben. Das hat er auch in seinem einzigen Liebesroman "Der grüne Blitz" bewiesen.
Vernes sehr ausführliche Reisebeschreibungen werden zu keiner Zeit langweilig, weil der außerordentlich wortgewandte Autor seine Berichte stets wie mit einem Augenzwinkern geschrieben und die Erlebnisse sehr schelmisch erzählt hat. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Verne die detailreich geschilderte Route durch einen Teil der Inneren Hebriden auch selbst bereist hat - man spürt mit jeder Zeile seine Begeisterung für das Gesehene und Erlebte.
Auch wenn es sich hier um einen Liebesroman handelt, darf in einem Werk von Jules Verne natürlich eine gute Portion Abenteuer nicht fehlen. Und auch seine umfangreichen naturwissenschaftlichen Kenntnisse hat der Autor geschickt in die Geschichte einfließen lassen.
Nicht nur seine Reise- und Landschaftsbeschreibungen sind faszinierend, Verne glänzt zudem mit seinen humorvollen Personenbeschreibungen. Er wartet dabei zwar mit allerhand Klischees auf, die aber keineswegs langweilig oder fad wirken, sondern witzig und sehr unterhaltend daherkommen. Einfach großartig.
Vortrefflich ist auch die Ausstattung des Buches. Das Hardcover kommt mit Lesebändchen und stabilem Schuber daher. Außerdem wurde die Geschichte durchweg mit sehr gelungenen Illustrationen gespickt, die die Handlung äußerst treffend wiedergeben.

Ein sehr lesenswerter Liebesroman, der mit kurzweiligen Reisebeschreibungen für beste Unterhaltung sorgt.
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Der grüne Blitz
Der grüne Blitz von Jules Verne (Gebundene Ausgabe - 24. September 2013)
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