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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Loyality Island
"Es regnete im Herbst, im Winter und im Frühling. Der Himmel hob und senkte sich; der Ozean zog sich zurück und rauschte heran, aber bis zu jenem Sommer, in dem ich vierzehn Jahre alt wurde, blieb Loyality Island so, wie es war."

Dieser Satz von Seite 12 stimmt einen als Leser schon sehr gut auf die Stimmung, die im Buch herrscht, ein. Dieser...
Vor 17 Monaten von book.seller veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der gefährlichste Job Alaskas
Loyalty Island, das ist Wind, Regen, der Geruch von Fisch, Salz und Seetang - und es ist die Heimat des jungen Cal, der als Sohn eines Fischers im Panorama eines stürmischen, dunklen Ozeans aufwächst. Cal ist vierzehn Jahre alt und wartet nur darauf, selbst mit den Männern in See zu stechen, wie sein Vater. Doch seine Mutter ist dagegen. Das Verhältnis...
Vor 14 Monaten von Alexander von Zoldan veröffentlicht


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Loyality Island, 11. Februar 2013
Von 
book.seller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel über Greene Harbor (Gebundene Ausgabe)
"Es regnete im Herbst, im Winter und im Frühling. Der Himmel hob und senkte sich; der Ozean zog sich zurück und rauschte heran, aber bis zu jenem Sommer, in dem ich vierzehn Jahre alt wurde, blieb Loyality Island so, wie es war."

Dieser Satz von Seite 12 stimmt einen als Leser schon sehr gut auf die Stimmung, die im Buch herrscht, ein. Dieser düstere, bedrohliche Himmel, der vom nahenden Unheil kündet.

Es ist Spätsommer in Loyality Island, einem Fischerdorf an der Nordwestküste der USA. Jedes Jahr um diese Zeit machen die Männer die Schiffe fertig, um über die Wintermonate in der Beringsee Krabben zu fangen und so das Familienauskommen für das ganze Jahr zu verdienen. Da stirbt John Gaunt, der Reeder, dem die gesamte Flotte der Stadt gehört. Ein Tod, der alle in Loyality Island betrifft, denn Johns Sohn Richard hat keinerlei Interesse daran, den Familienbetrieb weiterzuführen, mit der Folge, dass nahezu die gesamte Bevölkerung arbeitslos wäre und das Fischerdorf vor den Trümmern seiner Existenz läge.

In diesem Szenario wächst der vierzehnjährige Cal auf, von der Mutter großgezogen, die aber lieber wieder in Kalifornien leben würde, statt in dieser Einöde. Überhaupt scheint sie das ganze Jahr über abwesend zu sein und verkriecht sich in ihr Tonstudio, um alte Platten anzuhören. Und da sein Vater auch nur das halbe Jahr zu Hause ist, hat sich Cal mit den Gegebenheiten arrangiert. Ein Schicksal, das viele auf der Insel trifft, und das Nick Dybek grandios zu beschreiben weiß. Mit kühler Emotionalität schildert er den Alltag des Jungen und sein Erwachsenwerden.

Aber wie sollen dem Jungen und den anderen Kindern Werte wie Moral und Anstand beigebracht werden, wie der Unterschied von richtiger und falscher Loyalität? Die wortkargen Väter des Dorfes sind da auch keine Hilfe. Sie interessieren sich fast ausnahmslos für ihre Boote und den Krabbenfang, der aber dieses Mal droht auszufallen. Denn Richard will alle Fanglizenzen an die Japaner verkaufen. Doch die Flotte läuft aus, und dann heißt es, Richard wäre in der kalten See ertrunken.

Nahezu zeitgleich macht Cal eine Entdeckung, die ihn an nahezu allem zweifeln lässt, was er in seinem Leben zu wissen glaubte.

Nick Dybek ist ein junger Nachwuchsautor aus den USA, der es in diesem Buch meisterhaft schafft, die großen Fragen des Erwachsenwerdens auf dieses Dorf zu projizieren. Spannend und atmosphärisch erzählt er die Geschichte von Cal, eingebettet in detaillierte Landschafts- und Schifffahrtbeschreibungen. Auch wenn ich mir an der einen oder anderen Stelle noch ausführlicher Details gewünscht hätte, beispielsweise zur Arbeitsweise und zum Leben der Männer auf den Booten, was nur einmal kurz angerissen wird, ist das Buch doch sehr gelungen und lesenswert. Ich freue mich jedenfalls schon, weitere Bücher des Autors zu lesen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wenn sich Familien auflösen, passiert dasselbe mit Geschichten.", 3. April 2013
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel über Greene Harbor (Gebundene Ausgabe)
"Es gibt viele Arten, sein Leben zu führen." Das wird klar, wenn man >Der Himmel über Greene Harbor< liest und der Geschichte der wortkargen Hochseefischer lauscht, die ihr halbes Leben auf Fischkuttern zum winterlichen Krabbenfang in der Beringsee nahe Alaska verbringen. Zurück bleiben ihre Familien, die mit dem rauen Klima sowie der Einsamkeit auf der Fischerinsel Loyality Island im Norden Amerikas zurechtkommen müssen. Die Existenz aller Familien auf der Insel hängt vom Fischerei-Imperium der Gaunts ab. Als John Gaunt, der Besitzer der Fischflotte stirbt, übernimmt sein Sohn Richard das Ruder. Dieser hat keinerlei Interesse am Fischfang. Dass er wenig später seinen Tod findet, und die eingeschworene Gemeinschaft der Fischer loyal zusammenhält, ist fast vorhersehbar. Doch was noch alles unter der tief hängenden Wolkendecke der regenwaldartigen Halbinsel passiert, ist voller Dramatik und geht unter die Haut wie die feuchte Kälte im Hafen von Greene Harbor.

Die eindringliche Geschichte über Väter und Ihre Söhne, die voller moralischer Konflikte steckt, wird durch den heranwachsenden Cal und seinen Freund Jamie erzählt, beides 14jährige Söhne der Hochseefischer. Unausweichlich treten sie in die Fußstapfen ihrer Väter, dabei versuchen sie das Richtige zu tun, ohne sich im Klaren darüber zu sein, was das Richtige ist.

>Der Himmel über Greene Harbor< ist in höchstem Maße bildgewaltig. Man riecht förmlich den Ozean, das Maschinenöl und den Fisch auf Loyality Island, während vor dem geistigen Auge die Fangkörbe mit den Krabben eingeholt werden. Die enorme Ausdruckskraft ist die Stärke dieses Romanes. Das Buch ist aufwühlend wie die See im Winter und sorgt für intensive Bilder im Kopf. Hinzu gesellen sich die unausweichlichen Geschehnisse, die den Leser durch die fast schon bedrohliche Energie erschaudern lassen und in gespannter Erwartung vorantreiben.

Ehe man sich versieht, ist man am Schluss der Geschichte angelangt, verblüfft über die Ereignisse und vor allem über das Ende. Das grandiose Debüt von Nick Dybek wird in der Presse hoch gelobt. Von mir ebenfalls: Für mich ist der Roman aus dem mare-Verlag eine Leseempfehlung mit Tiefgang.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Coming-of-Age-Roman, 21. April 2013
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel über Greene Harbor (Gebundene Ausgabe)
Der alte John Gaunt war zu früh gestorben, hieß es unter den Fischern auf Loyalty Island, einer fiktiven Landzunge der Olympic-Halbinsel. John gehörte alles im Ort, die Fischkutter, die Ausrüstung, das Kühlhaus und die Fanglizenzen für Riesenkrabben, die die Männer in den Wintermonaten vor Alaska fingen. Mit einem guten Fang an Riesenkrabben konnte ein Mann sehr viel Geld verdienen - und setzte dafür sein Leben ein. Der Winter stand vor der Tür und John hatte keinen Nachfolger. Sein Sohn Richard war zwar schon fast dreißig Jahre alt, hatte aber noch nie einen Fuß auf das Deck eines Kutters gesetzt. Falls John, selbst Sohn eines Selfmade-Mans, einen Plan für seine Nachfolge gehabt haben sollte, hat er mit seinen Männern jedenfalls nicht rechtzeitig darüber gesprochen. Wie viele erfolgreiche Unternehmer kann er sich vermutlich schwer vorstellen, dass ein erfahrener Mitarbeiter die Geschäfte erfolgreicher weiterführen wird als sein leiblicher Sohn. Cal, der Erzähler der Ereignisse, war im Winter von John Gaunts Tod 14 Jahre alt. Seit früher Kindheit erlebt er den Zyklus vom Auslaufens der Boote zu Winteranfang in die Beringsee, die Angst der Angehörigen um Leben und Gesundheit der Fischer und das wiederkehrende Fremdeln in den Familien, wenn die Männer nach ihrer Rückkehr an Land erst wieder Fuß fassen müssen. Die Krise der Ehe seiner Eltern spürt Cal deutlich. Cals Mutter will auf keinen Fall, dass ihr Sohn Fischer wird wie sein Vater - und der sieht sich, verständlich, davon abgewertet. In diesem Jahr beginnt die Fangsaison mit der ungelösten Frage, ob Richard womöglich alles an die Japaner verkaufen und der gesamte Ort ohne Einkommen bleiben wird. Cals Mutter verschwindet in ihre alte Heimat Florida; Cal soll nicht allein im Haus bleiben und wird den Winter in der Familie seines Freundes Jamie verbringen. Die Väter der Jungen hatten Erwachsensein in ihren Anekdoten stets mit harter körperlicher Arbeit verbunden. Wer kräftig genug war, mit dem Vater nach Alaska zu fahren, war ihrer Ansicht nach für das Leben gerüstet. Doch die Existenz bedrohende Nachfolgefrage um Richard Gaunt zeigt den Jungen, dass zum Erwachsenenleben offenbar mehr gehört als Erfahrung auf See. Mit dem Originaltitel "When Captain Flint Was Still a Good Man" begannen stets die Geschichten, die sich Cals Vater zusätzlich für die Helden der Schatzinsel ausdachte. Die Zeit, in der Vater und Sohn miteinander reden konnten, scheint vorbei zu sein. Dabei wäre es wichtig, dass Cal herausfindet, was er mit seinem Leben anfangen möchte. Cal und Jamie haben in diesem Winter ohne ihre abwesenden Väter kräftig zu kämpfen mit der Lösung bedeutender moralischer Fragen, während sie rauchend auf dem Dach vor Jamies Zimmerfenster hocken.

Fazit
Nick Dybek legt einen beeindruckend erzählten Roman über Väter, Söhne, ihre Helden und das Geschichtenerzählen vor. Wer in der recht kurzen Geschichte vom Thema Fischerei und der idyllischen Lage des Ortes nicht zuviel erwartet, wird mit einer großartigen Coming-of-Age-Geschichte belohnt, die das Interesse an weiteren Büchern des Autors weckt.

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"Seine [Richards] Geschichten waren Berichte aus einem Leben, dem wir nie begegnet waren. Das lag nicht etwa daran, dass sie aufregender oder dramatischer waren als die Geschichten unserer Väter über Alaska, aber die Alaska-Geschichten waren grau und durchnässt von eisigem Schleim. Sie ließen uns keuchen, aber nicht lächeln, und die Männer, die sie erzählten, lächelten - wenn überhaupt - nur, wenn sie uns keuchen hörten.

Richards Geschichten sagten uns etwas anderes: Es gibt viele Arten, sein Leben zu führen. Ich weiß das jetzt, aber wusste ich es damals? Offensichtlich war mir klar, dass es für mich ein Leben jenseits von Loyalty Island geben könnte. Ich hatte nur keine Ahnung, wie anders die Welt auf der anderen Seite des Puget Sound und des Kaskadengebirges aussah. Mir war nicht klar, was es bedeutete, in Loyalty Island zu bleiben und mir einen Platz auf den Schiffen bei meinem Vater zu erarbeiten. Es hieß nicht etwa, alles erreicht zu haben - es bedeutete vielmehr, unermesslich viel zu verpassen." (S. 216)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der gefährlichste Job Alaskas, 27. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel über Greene Harbor (Gebundene Ausgabe)
Loyalty Island, das ist Wind, Regen, der Geruch von Fisch, Salz und Seetang - und es ist die Heimat des jungen Cal, der als Sohn eines Fischers im Panorama eines stürmischen, dunklen Ozeans aufwächst. Cal ist vierzehn Jahre alt und wartet nur darauf, selbst mit den Männern in See zu stechen, wie sein Vater. Doch seine Mutter ist dagegen. Das Verhältnis der Eltern ist zerrüttet und von Einsamkeit und Gefahr geprägt, was jedoch nichts Besonderes in dieser Ecke der Welt ist. Das gesamte Leben auf der kleinen Halbinsel im Bundesstaat Washington ist auf eines ausgerichtet: den Fischfang. Daneben hat nicht viel Platz. Er ist die Hauptschlagader des einfachen Lebens und allgegenwärtig; Jahr für Jahr machen sich die Männer des Ortes im Herbst mit ihren Schiffen auf in die zerstörerische Beringsee Alaskas, um am Abgrund der Welt das Geld für den Rest des Jahres zu verdienen. Jeder Job und jedes Leben hier scheint irgendwie mit der Fischerei verknüpft, und so ist die Aufregung auf Loyalty Island auch nur nachvollziehbar, als John Gaunt, der reichste Mann der Gegend und noch dazu der Besitzer der wichtigen Fanglizenzen, der Fabriken und der gesamten Fangflotte, stirbt. Das Schicksal und die Existenzen aller scheinen nun in den Händen des einzigen Erben zu liegen: Gaunts eigenwilligen und verantwortungsscheuen Sohn, Richard, der nicht im Traum daran zu denken scheint, an das Leben seines Vaters anzuknüpfen, sondern stattdessen lieber alles zu verkaufen droht und die Einwohner Loyalty Islands somit ihrem kläglichen Schicksal zu überlassen. Und das, kurz vor Beginn der Fangsaison.

Der junge Cal spürt, dass sein Vater und die anderen Kapitäne der Flotte das so nicht hinnehmen können, sondern im Stillen daran denken, irgendetwas zu tun, um nicht nur ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sondern gleichsam die Existenzen aller Einwohner vor dem sicheren Unheil zu bewahren. Doch würden sie Richard Gaunt tatsächlich umstimmen können oder gar Schlimmeres? Wäre Cals gutmütiger Vater wirklich dazu fähig?

Um es kurz zu machen: Dybek hat mit "Der Himmel über Greene Harbor", das im Original den wesentlich besseren Titel, "When Captain Flint Was Still a Good Man", trägt, einen vielversprechenden und grundsoliden Debütroman über Moral, Familie und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens geschrieben. Mit schönen Sätzen, angenehmen Charakteren und klugen Dialogen zeichnet Dybeck das Porträt eines einfachen Lebens, das manchmal doch ziemlich kompliziert und gar höchst dramatisch sein kann. Sicher, der Roman verliert gegen Ende ein wenig an Fahrt, doch das schmälert nicht den Eindruck, dass wir uns auf mehr von dem jungen Amerikaner freuen können.

auch nachzulesen auf buchpiraten.blogspot.de
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4.0 von 5 Sternen Krabben, Nöte und Geheimnisse, 15. Juni 2013
Von 
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(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel über Greene Harbor (Gebundene Ausgabe)
Der junge Cal der im rauen Klima eines Fischerortes im nordwestlichsten Teil der USA, im Staat Washington, aufwächst, erzählt die Geschehnisse rund um ein zentrales Ereignis seiner Jugend. Ein Ereignis das zur Wendemarke seines Lebens wird, das gleichzeitig den Punkt des erwachsen seins markieren wird.
Die Fischer des Ortes, zu denen auch Cals Vater gehört, fahren im Herbst zu den Krabbenfanggründen vor Alaska. Entbehrungsreiche, harte Zeiten und die monatelangen Fangzüge erhalten geradezu mythische Qualitäten für die Jungen des Ortes. Irgendwann wollen Sie auch dabei sein. Die Fischer selbst stehen im Dienst von John Gaunt dem Fangflotte und Fischereibetrieb gehören.
Als Gaunt, der auch eine enge Beziehung zu Cals Mutter pflegt, plötzlich stirbt, droht den Fischern das Aus. Gaunts Sohn Richard scheint geneigt Fangboote und Fanglizenzen zu verkaufen. Eine Lösung muss her und ob die so hart, unerbittlich und einfach wie das Leben der Fischer ist wird sich im Lauf der Handlung erweisen.

Dybek startet fulminant, gerade das erste Drittel des Buchs ist atmosphärisch, spannend, voller starker Bilder, Andeutungen und Geheimnissen. Personen werden eingeführt, deren Charaktere ausgearbeitet und das Lebensgefühl in dieser Gemeinschaft und in der Landschaft am Meer wird erlebbar. Wie der Rhythmus des Ortes und damit auch Cals Leben und das seiner Mutter geprägt sind durch die monatelange Abwesenheit der Väter / Männer wird überdeutlich. Ganz groß und packend.
Das zwischen Cals Eltern nicht alles zum Besten steht ist schnell klar. Cals Mutter steht für eine ganz andere Art zu leben: urban, Musik und Literatur zugeneigt. Sie möchte ein offeneres, freieres Leben und das erweist sich als unüberbrückbarer Konflikt.

Cal und dessen bester Freund werden in die Taten der Erwachsenen verstrickt und müssen Entscheidungen treffen. Moral, Loyalität, Familiensinn, schlichte Menschlichkeit und Verantwortung sind die Themen die hier verhandelt werden. Nick Dybeck versteht es das nahezu nebenbei zu tun. Cal zwischen Mutter und Vater hin und hergerissen muss selbst zu Entscheidungen finden. Am Ende trifft er eine, die nicht unbedingt erwartbar, aber glaubhaft ist.

Was daneben über Cals Jugend, sein Freunde, Erlebnisse mit der Mutter, dem Vater, Geschichten aus dem Ort und darüber was Menschen im innersten bewegt, erzählt wird, gibt dem Roman Substanz und Farbe, ist aber in der Mitte nicht ohne Längen. So stark wie im ersten Drittel wird es leider nicht wieder.
Ein interessanter, kluger, unterhaltsamer und gut erzählter Roman, dem auf der Gesamtlänge die Kraft des Beginns fehlt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht überzeugend, 3. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel über Greene Harbor (Gebundene Ausgabe)
"Der Himmel über Greene Harbor" wird aus Sicht des 14jährigen Fischersohns Cal erzählt und dreht sich um die Menschen in Loyality Island, die alle vom Fischfang abhängig sind, wenn nicht als Fischer selbst, dann von der fischverarbeitenen Industrie am Ort. Als der hochgeachtete, geradezu verehere Alleinherrscher dieses Imperiums stirbt und dessen Sohn Robert als Alleinerbe auftaucht, verschiebt sich die Welt dort, denn Robert will anscheinend alles verkaufen und würde den gesamten Ort praktisch seiner Existenz berauben.

Der Erzählstil ist angenehm, die Ortsbeschreibungen wirken glaubwürdig und die Geschichte ist anfangs auch noch ganz interessant, ruscht dann aber für mich einfach ins Unglaubwürdige ab. Vor allen Dingen fand ich die Figur von Cals unglücklicher Mutter sehr überzeichnet. Auch konnte ich die Handlungen von Cal und seinem Freund nicht nachvollziehen, die ein Geheimnis entdeckt und dann über eine lange Zeitspanne einfach mehr oder weniger den Kopf in den Sand gesteckt und abgewartet haben, die Existenzängste usw. wurden zwar erwähnt, aber insgesamt war mir die Handlungsweise zu unkritisch und unglaubwürdig - schade.

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines meiner BÜCHER DES JAHRES!, 19. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel über Greene Harbor (Gebundene Ausgabe)
Eine Entdeckung, die ich über eine Rezension in dradio-kultur gemacht habe! Tolles Buch, toller Stil, in eine gut lesbare Sprache übersetzt! Unbedingt lesen!
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Der Himmel über Greene Harbor
Der Himmel über Greene Harbor von Frank Fingerhuth (Übersetzer) (Gebundene Ausgabe - 12. Februar 2013)
EUR 19,90
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