Kundenrezensionen


252 Rezensionen
5 Sterne:
 (157)
4 Sterne:
 (50)
3 Sterne:
 (21)
2 Sterne:
 (11)
1 Sterne:
 (13)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstvoll und erschreckend aktuell!
1891 festigte der englische Schriftsteller Oscar Wilde mit seinem "Bildnis des Dorian Gray" seinen bis heute unverblassten Ruhm als begabter Schriftsteller, aber auch als "Enfant terrible" der aristokratisch-literarischen Szene.
Er erweist sich in diesem Buch als ungeheuer lustvoller Formulierer von BonMots, als unerschrocken-ehrlicher Beobachter und entlarvt in...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2006 von zeilensprung

versus
38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mieseste Übersetzung, die ich je gelesen habe ...
Wenn Null Sterne zu vergeben wären, so würde ich dieses tun. Die Ullstein Übersetzung dieses wunderbaren Buches ist wirklich unter aller S ... Ganze Passagen fehlen, aus einer Person werden plötzlich zwei und weitere Ärgerlichkeiten mehr. Bitte bitte nicht kaufen. Lieber auf die Haffmans Ausgabe zugreifen. Dort heißt der Titel auch richtig...
Veröffentlicht am 4. August 2005 von JaneAusten


‹ Zurück | 1 226 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstvoll und erschreckend aktuell!, 27. Dezember 2006
1891 festigte der englische Schriftsteller Oscar Wilde mit seinem "Bildnis des Dorian Gray" seinen bis heute unverblassten Ruhm als begabter Schriftsteller, aber auch als "Enfant terrible" der aristokratisch-literarischen Szene.
Er erweist sich in diesem Buch als ungeheuer lustvoller Formulierer von BonMots, als unerschrocken-ehrlicher Beobachter und entlarvt in diesem Buch die hohle Welt des schönen Scheins!

Mit diesem Buch verewigte Oscar Wilde die selbstbezogen-gefühllose Spezies der "Dandys" -- ein Kunstbegriff, der durch Dorian Gray seine literarische Entsprechung fand. Er löste damit im Upperclass-London einen Boom aus, dem er selbst als "Trendsetter" Vorschub leistete.

Der Maler Basil Hallward portraitiert den jugendlich-frischen, unverbrauchten Dorian Gray. Er verfällt seiner unschuldigen Jugend und bannt alle diese Attribute so kunstvoll auf die Leinwand, dass Dorian fortan nur einen Wunsch hat: Das Portrait möge an seiner Statt altern, er selber sich seine jugendliche Ausstrahlung bewahren. Dieser Wunsch wird schließlich Wirklichkeit und Dorian Gray erfährt zukünftig, wie schrecklich es sein kann, eigentlich unmögliche Wünsche erfüllt zu bekommen. Dorian ist kein Held, dem Einfluss seines Freundes Lord Henry Wotton, der völlig skrupellos ist, komplett ausgeliefert.
Er lebt wüst und langweilt sich dennoch, macht sich - trotz seines blendenden Aussehens - viele Feinde und lebt fortan in der Furcht, an diesem Portrait seine eigene Verschlagenheit und charakterlichen Defizite ablesen zu können wie in einem Buch. So wird der Tausch zunehmend zur Bürde...

Anfangs las ich das Buch mit Anteilnahme, aber doch in der Gewissheit, einen Klassiker vor mir zu haben, den man heute eben als eine Geschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts liest, ohne Bezüge zur aktuellen Gegenwart. Je mehr ich in der Geschichte voran kam, drängte sich mir jedoch auf, dass in vielfacher Hinsicht Oscar Wildes bekanntestes Buch auch heute noch drängend modern ist. Viele Menschen leben ihr Leben wie auf einer Bühne, statt Authenzität zählt Aus- und Ansehen -- spätestens bei diesem Gedanken, ließ mich die Geschichte des Dandys nicht mehr los.
Große Literatur und ein Spiegel, in den wohl niemand wirklich gerne hineinblickt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entlarvend, unterhaltsam und anregend, 6. Mai 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dorian Gray ist ein blonder, etwa 20jähriger Schönling, der in einem Stoßgebet sich wünscht, alles Leid, das er erfährt, alle Sünden, die er begeht und sein Alterungsprozeß sollen dem Bildnis widerfahren, daß ein Künstlerfreund von ihm angefertigt hat. Dorian selbst ist eher ein verzogener Weichling, der von einem Lord Henry als Versuchskaninchen benutzt wird. Henry will sehen, wie sehr er Dorian beeinflussen kann, seinen Egoismus schüren kann. Dorian selbst wird dabei immer gleichgültiger, weil auch seine Reue nur dem Bildnis widerfährt.
Etwas schwülstig und tümelnd bisweilen geschrieben, aber in Provokationsabsicht. Hochinteressant.
Status: Empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach hätt' ich nur 6 Sterne zur Verfügung..., 28. Juni 2004
... ich würd sie alle vergeben. Dorian Gray nimmt vorweg, was heute alle Welt tut oder tun würde. Was passiert, wenn ich tun und lassen kann was ich will ( Opium, Frauen, Absinth damals, Kokain, Party und Sex heute) und man siehts mir nicht an! Was ist wenn ich niemals altern würde? Früher eine Faustscher Pakt mit dem Teufel, heute die Schönheits-OP machen's möglich.
Dorian Gray, ein schöner junger Mann lässt sich von einem Maler porträitieren. Als er sein Bildnis erblickt, wünscht er sich, sein Körper und sein Gesicht würden niemals altern, sondern an deren Stelle das Gemälde. Der Pakt mit dem Teufel nimmt seinen Lauf, als Dorian nach einer grausamen Beendigung einer Liebesbeziehung entdeckt, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Er lebt unaussprechliche Sünden aus und altert nie, was ihm die gesellschaftliche Anerkennung und Gemeinschaft garantiert.
Wilde versteht es, exotische Redewendungen und Beschreibungen mit sündigen Gedanken zu verbinden. Auch wenn heute Liebe und Laster kaum mehr noch Sünden sind, läßt einen das Buch nicht mehr los. Der überraschende Schluss setzt dem Buch ein Denkmal. Zu recht ein immer und immer wieder gelesener und verfilmter Klassiker.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Gemälde, 30. Oktober 2009
Von 
Bianca Wenzel (MKK, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
London 1890. Basil Hallward (Axel Malzacher) ist ein sehr talentierter Maler. So kommt es, dass er den jungen Dorian Gray (David Turba) malen will und verliebt sich auch noch in diesen. Dorian ist vom Anblick seines Bildes völlig geblendet und äußert den Wunsch, niemals altern zu wollen. Ein teuflischer Pakt sorgt letztendlich dafür, dass lediglich sein Bildnis altert, Dorian jedoch weiterhin in der Blüte des Lebens steht. Von seiner großen Liebe verschmäht, führt Dorian ein exzessives Leben, dessen Folgen lediglich auf seinem Abbild zu sehen sind. Hier zeigt sich jedem, der das Bild anschaut, der wahre Dorian Gray, der sich stetig verändert hat, aber dessen äußeres Erscheinungsbild immer noch das eines jungen hübschen Mannes ist...

Titania Medien bietet uns wieder einmal eine gelungene Doppelfolge aus der Reihe "Gruselkabinett". Und auch, wenn sich anfangs die Frage stellt, ob diese Folge wirklich seinen Platz in dieser Reihe hat, so ist doch die unheimliche Atmosphäre, die sich durch das ganze Hörspiel zieht, Grund genug für 152 Minuten bester Gruselkabinett-Unterhaltung.

"Das Bildnis des Dorian Gray" ist wohl das bekannteste Werk Oscar Wildes und zeichnet sich nicht durch beständigen Grusel, sondern durch seine klugen und schönen Dialoge aus, die die erste CD beherrschen. Hier hätte vielleicht etwas gekürzt werden können, aber Freunde guter Literatur werden hier auch mal ein Hörspiel nach ihrem Geschmack finden. Unheimlich wird es etwas später und so gruselt man sich bei diesen zwei Folgen auf ungewohnte Art und Weise, aber nicht minder gut. Besonders die Zeit nach der Lösung der Verlobung ist schaurig-schön gestaltet und fesselt den Hörer, der hier Zeuge wird, wie Gray dem Wahnsinn verfällt...

Die Sprecher lesen sich, mal wieder, wie das Who is who der deutschen Synchron- und Hörspielszene: Dorian Gray, umgesetzt von David Turba, begeistert durch seine snobistische Art und Weise. Lord Henry Wotton, gesprochen von Tom Vogt, brilliert mit einem Zynismus, wie er heutzutage nur von Dr. House übertroffen werden kann. Weitere Sprecher, aber nicht minder wichtig und/oder gut, sind: Axel Malzacher, Simon Jäger, Dennis Schmidt-Foß, Dagmar von Kurmin, Melanie Pukaß, Regina Lemnitz und Kristine Walther. Erzählt wird die Geschichte von Hasso Zorn, der den Hörer durch die Geschichte trägt, ohne zu werten oder zu beurteilen.
Die musikalische Untermalung ist diesmal wieder perfekt gelungen, wird diesmal aber beinahe minimalistisch eingesetzt, dann aber zur perfekten szenischen Untermalung. Sämtliche Effekte und Geräusche sind natürlich, wie immer von den Titanias, genauso toll wie eh und je. Titanias Hörspiele sind einfach Kino für die Ohren!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplex und brillant!, 26. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray (Audio CD)
Oscar Wildes einziger Roman aus dem Jahr 1890/91 spielt im viktorianischen Zeitalter in London. Das gesamte Hörbuch ist beherrscht von den Dialogen dreier Männer und mit zunehmender Dauer dem inneren Monolog des Dorian Gray. Es ist eine Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher Auffassungen von Moral. Auf der einen Seite der Maler Basil Hallward, der das viktorianische England „vertritt“, dessen romantisierende Lebensauffassung, die Idealisierung von Seele und Geist. Auf der anderen Seite der hedonistische, rein der Lust und der Sinneserfahrung huldigende Lord Henry Wotton, der die Vorstellungen des Autors wiedergibt. Entsprechend der offenen Zurückweisung überkommener Moral und bigotter Lebensführung, der fast lustvollen Darstellung des amoralischen Lebensstils Dorian Grays, führte dieses Buch zu einem Skandal und der Autor wurde öffentlich angefeindet. Nicht zuletzt durch dieses Buch und die im folgenden offen zu Tage tretenden homosexuellen Neigungen Oscar Wildes kam es zu einer Gerichtsverhandlung und zur Inhaftierung des Autors. Gesundheitlich angeschlagen, verschwand er nach der Haft aus der Öffentlichkeit und starb am 30. November 1900.
„Dorian Gray“ blieb der einzige, große Roman von Oscar Wilde. In seiner Komposition brillant und sprachgewaltig, elegant im Stil und hart und kompromisslos in seinen Aussagen. Wilde verwob Prometheus-, Faust- und Luzifer-Mythen zu einem Kunstwerk, das bis heute seine Wirkung auf die Leser hat und seinen Erfolg zu Recht verdient.
Der Vortrag des ungekürzt übertragenen Romans durch Jan Josef Liefers ist ein Glücksfall. Vor allem die im Mittelteil des Hörbuchs sehr langen, schwierigen und komplexen Textpassagen, die den inneren Wandel des Dorian Gray darlegen, werden so intensiv und wahrhaftig vorgelesen, dass man das Gefühl hat, Gray selbst trage die Essenz seiner Vorstellungen, Qualen und leidenschaftlichen Erfahrungen mit.
Wichtigster Kunstgriff dieses Romans ist die Rolle, die das Bildnis Dorians hat. Es wird zu einer eigenständigen Person, zu einem Gewissen und Gedächtnis Grays. Das Bild wird zum wahren Dorian Gray, wird zu dem Mann, der erlebt, fühlt, trauert, triumphiert.
Es ist zugleich Sinnbild für den heute herrschenden Jugendwahn. Oscar Wilde beruft sich auf die griechischen Klassiker, das Dandytum seiner Zeit und die Wirkung des Schönen im romantischen England. Doch ist die moderne Aussage, das „Dorian–Gray–Syndrom“ (eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, bei der das eigene Ich im Mittelpunkt des Strebens und Denkens steht) heute um so wirksamer und aktueller als vor einhundert Jahren.
Vielleicht erklärt das den auch heute noch anhaltenden Erfolg des Buches. In jedem Fall ist es in dieser Hörbuchedition, die in einer wundervollen roten Pappschachtel, einem ausführlichen Booklet und einem perfekten Sprecher zu einem angemessenen Preis zu erwerben ist, ein Gewinn für jede Hörbuch-Bibliothek.
Einzig der überbordende Detailreichtum, der fast fanatische Perfektionismus Oscar Wildes führt immer wieder zu langweiligen, für die Entwicklung des Protagonisten unwichtigen Schilderungen und Passagen, die dem Hörbuch das Tempo nehmen. Auch wenn Jan Josef Lievers in dem Bemühen diese Textstellen möglichst interessant zu gestalten großes Lob zuzusprechen ist, kann er doch nicht vermeiden, dass der Hörer Schwierigkeiten hat, die Konzentration zu wahren.

Fazit: Diese Edition ist fantastisch. Der Sprecher ist in Bestform, Layout und Ausstattung sind hervorragend. Da auch der Text, einer der großen Klassiker der Weltliteratur, brillant ist, kann man nicht fehlgehen, wenn man diese Box erwirbt. Man sollte aber wissen, dass Langmut und Konzentrationsfähigkeit vonnöten sind, den oft sehr langen Monologen zu folgen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mieseste Übersetzung, die ich je gelesen habe ..., 4. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray (Taschenbuch)
Wenn Null Sterne zu vergeben wären, so würde ich dieses tun. Die Ullstein Übersetzung dieses wunderbaren Buches ist wirklich unter aller S ... Ganze Passagen fehlen, aus einer Person werden plötzlich zwei und weitere Ärgerlichkeiten mehr. Bitte bitte nicht kaufen. Lieber auf die Haffmans Ausgabe zugreifen. Dort heißt der Titel auch richtig übersetzt: Das BILD des Dorian Gray.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So packend inszeniert wie ein Film made in Hollywood, 27. Juni 2009
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Dorian Gray ist ein wohlhabender, gutaussehender, junger Mann, der in der High Society von London hoch angesehen ist. Eines Tages lässt er sich von dem befreundeten Künstler Basil Hallward portraitieren. Bei dieser Gelegenheit lernt er dessen exzentrischen Freund Lord Henry Worron kennen, der anwesend ist, als Basils Nichte Rebecca den Wunsch äußert, dass Dorian ewig so jung und schön bleiben möge, wie auf diesem Bild, damit sie heiraten könnten, wenn sie einmal alt genug dafür sei. Dorian wiederholt diesen Wunsch, denn was niemand weiß, ist, dass die Katzenstatue, die neben dem Gemälde steht, das Artefakt einer dämonischen Gottheit ist, die den Wunsch der Menschen umgehend erfüllt. Dorian Gray bleibt jung und schön, während das Gemälde an seiner statt altert. Doch der Charakter Grays verkommt mehr und mehr, und so zeichnet das Portrait bald das Antlitz eines machthungrigen, liederlichen Mannes, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist. Und das Gemälde fordert unerbittlich seinen Preis'

Bereits die ersten Minuten fesseln den Hörer mit einem packenden Soundtrack, der episch durch die Boxen wummert. Die Stimme von Klaus-Dieter Klebsch lässt in Kombination mit den einsetzenden Geräuschen bereits die ersten Bilder plastisch vor dem geistigen Auge entstehen und eröffnet die Geschichte, wie es ein Hollywood-Blockbuster nicht besser hätte machen können. Ascan von Bargen schuf aus dem Roman von Oscar Wilde ein spannendes und temporeiches Hörspiel, dass durch die professionelle Inszenierung und die versierten Synchronsprecher zu einem echten Highlight innerhalb des umfangreichen Programms der Verlagsgruppe Hermann wird. Mit Abstand ist das Hörspiel aber das Beste der Gruselreihe 'Meister des Schreckens', und präsentiert dem Hörer einen echten Klassiker der Weltliteratur. Mit Florian Halm wurde die optimale Besetzung von Dorian Gray gefunden, der Synchronsprecher leiht üblicherweise Jude Law oder Colin Farrell seine Stimme. Peter Weis spricht den gelangweilten und exzentrischen Lord Henry Worron ebenso glaubhaft wie Klaus Dittmann den Künstler Basil Hallward. Die Namen bekannter Schauspieler und Sprecher reichen bis in die kleinsten Nebenrollen. Helmut Krauss beispielsweise, spricht einen Kutscher, während Volker Brandt als Khaled nur in der Vergangenheitsszene am Beginn zu hören ist. Des Weiteren bereichern Wolfgang Bahro, Roswitha Benda, Gisela Fritsch, Peter Groeger, Christian Rode und viele andere mehr dieses äußerst stimmungsvolle Hörerlebnis. Nur bei den Effekten bietet die Produktion das normale Datenbankrepertoire. Der Kampflärm in der Eröffnungssequenz besteht aus dem üblichen Säbelgeklapper und den Gewehrschüssen aus der Konserve und wirkt bisweilen etwas lieblos. Dieser Umstand indes trübt den guten Gesamteindruck aber nur wenig, so dass 'Das Bildnis des Dorian Gray' ein Gruselhörspiel par excellence darstellt, das uneingeschränkt empfohlen werden kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ewige Spassgesellschaft, 22. April 2009
Von 
Tilo "Weltenbummler" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Schon die Lebenswelt, die der Roman beschreibt, ist faszinierend: die Akteure leben isoliert von der uebrigen Gesellschaft auf einer Insel der Glueckseligen, wo es alles gibt, nur keine Arbeit und keine Anstrengung. Umgeben von den luxerioesen Interieurs der englischen Oberschicht und vom verachteten Broterwerb befreit, besteht das Streben dieser Herrschaften einzig darin, die vielen Musestunden und die Langeweile mit allen moeglichen Vergnuegungen moeglichst zweckfrei zu verbringen. Vergnuegen und Genuss kann hierbei alles moegliche bereiten, dass Fuehren eines geistreichen Gespraeches oder das Betrachten eines schoenen Bildes genauso, wie der Konsum von kaeuflicher Liebe und Drogen. Dabei teilen die Protagonisten selbst ihre Anschauungen in witzigen Bonmots und geistreichen Spruechen mit. Am besten sind die von Lord Harry, einem englischen Lebemann, der offensichtlich mit allen Wassern gewaschen ist, und der einen wirklich zum Lachen bringt, verhoehnt er doch in kurzer, messerscharfer Form alles, was dem Spiesser heilig ist. Der Autor selbst meldet sich kaum zu Wort.

Das Leben haette nun ruhig so weiter plaetschern koennen, mit Dinnerparties und Empfaengen, haette nicht gleich zu Anfang des Buches der Maler Basil Hallward dem mit aussergewoehnlicher Schoenheit begabten Titelhelden des Buches den Floh ins Ohr gesetzt, der einzige Zweck des Lebens bestuende in der Jugend. Dieser geht nun einen Faustschen Pakt mit dem Teufel ein um ewige Jugend zu erhalten, waehrend sich gleichzeitig seine Suenden im Gesicht desjenigen Portraits eingraben sollen, welches der Maler von im fertigte. Damit geht Dorian zu weit, verstosst gegen ungeschriebenes Gesetz und es muss natuerlich ein boesses Ende nehmen. In eleganter Erzaehlweise, die noch angereichert ist mit den Elementen des Schauerromans, fuehrt der Autor die Handlung unterhaltsam und spannend fort.

Dieser Klassiker ist immernoch aktuell. Wollen nicht auch die Menschen unserer Spassgesellschaft ewig jung sein, nur das sie auch noch den Spagat zwischen harter Brotarbeit und Fun schaffen muessen? Wenigstens erstere ist Dorian Gray erspart geblieben
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der unerfüllbaren Sehnucht, ohne Makel zu sein, 1. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Inhalt möchte ich nichts sagen, da der sattsam bekannt sein dürfte - und zudem obenstehend nachzulesen ist. Ich hoffe auf Nachsicht. Jetzt zur Rezension...

"Das Bildnis des Dorian Gray" stand jetzt seit ein paar Jahren in meinem Bücherschrank. Ich hatte in der Buchhandlung die erste Seite gelesen, wie es meine Gewohnheit ist, und mich von dem poetischen Ton angesprochen gefühlt. Jetzt habe ich es endlich gelesen und muss - bevor ich zur abschließenden Bewertung komme - vorwegschicken: Es ist ein durchwachsenes Werk.

Zunächst zur Sprache: Die vermag es, ausgezeichnete Bilder zu malen, die oft einfach schön, bisweilen aber auch ein bisschen zu verschwurbelt oder schlicht ermüdend sind in ihrer übersteigerten Gestaltungswut. Aber das ist Konzept und hat mit Ästhetizismus zu tun.

Zum Aufbau der Geschichte: Die 20 Kapitel des Romans scheinen am Reißbrett entworfen. Die ersten 10, die von Dorians Sündenfall berichten, sind fast durchgehend mit leichter Feder geschrieben und reich gefüllt mit teils höchst vergnüglichen, böse zynischen Bonmots und Aphorismen. Die Handlung schwappt hier nur sehr langsam voran; die schon erwähnte Sprache aber treibt schöne Blüten, die manchmal jedoch auch so schwer duften, dass man Kopfschmerzen bekommen kann, wenn man dazu neigt.
Das elfte Kapitel saust dann - als Teilunggsstrich zwischen den beiden großen Blöcken am Anfang und am Ende - im Zeitraffer durch Dorians Jahre der Genuss- und Vergnügungssucht, ohne allerdings Begebenheiten zu erzählen. Ich empfand es als fast nicht zu ertragen in seiner ausufernden und dazu noch mit historischen Bezügen verbrämten Aneinanderreihung von schönen Dingen, denen sich Dorian verschreibt. Des Langen und Breiten liest man da von exotischen Musikinstrumenten, Ringen, Edelsteinen, Wandteppichen, Gewändern und desgleichen mehr. Ein Beispiel? Bitteschön: "Er besaß einen prachtvollen Chorrock aus karmesinroter Seide und goldgewirktem Damast, der mit einem fortlaufenden Muster von goldenen Granatäpfeln geschmückt war, die sich über sechsblättrigen, stilisierten Blüten befanden, beidseitig eingefasst von einem aus Zuchtperlen gearbeiteten Ananasmotiv. Die goldbestickten Bordüren waren in einzelne Felder unterteilt, die..." ich habe keine Lust mehr, weiter zu abzutippen (denn es geht noch weiter!). Ich hoffe, es wird auch so deutlich, warum ich hier - zum ersten Mal in meinem Leseleben - einen Absatz übersprungen habe.
Die letzten 9 Kapitel sind aber dafür wesentlich stringenter erzählt, beherbergen einiges mehr an echter Handlung und sind dadurch ungleich spannender. Die klaren und ungekünstelten Bilder, die hier gezeichnet werden, haben eine enorme Schärfe, sind fast filmisch zu nennen. Alles in allem hätten 50 bis 100 Seiten weniger der Geschichte gut getan.

Zur Geschichte an sich: Die ist selbstredend großartig und bleibt haften. Allein die zahllosen Verfilmungen (eine neue und vielversprechende kommt 2009 von Regisseur Oliver Parker mit Colin Firth, Ben Barnes und Rachel Hurd-Wood) zeigen, was für eine enorme Durchschlagskraft das Gedankenspiel um das Bildnis hat, das an Dorians statt altert. Erzählt es doch von der unerfüllbaren Sehnsucht, ohne Makel zu sein. Ein uralter Menschheitstraum, der aber auch diesem Buch versagt geblieben ist.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich "Das Bildnis des Dorian Gray" dennoch jedem Literaturinteressierten ans Herz lege: Zum Erweitern des Horizonts, zum Mitredenkönnen und zum Amüsement. Denn trotz aller Makel ist es am Ende ein spannendes und in jeder Hinsicht geistreiches Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schei??e zu Geld, 5. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray (Kindle Edition)
Vorsicht! Inzwischen werden ohne Kennzeichnung maschinelle Übersetzungen als deutsche Bücher verkauft, wie auch hier. Kostprobe aus dem "Blick ins Buch" (das ist also nun ein Muss vor dem Kauf): "Wer schöne Bedeutungen finden in schöne Dinge sind die angebaut". Um das zu verstehen einfach auf Translate Google zurück ins englische: "Those who find beautiful meanings in beautiful things are the cultivated." Voila, schon haben wir den verständlichen Originaltext. Empfehlung: Sich die Mühe und das Geld sparen und das engliche Original (kostenlos) kaufen (ASIN B0084AXZK0).
Update: Seit dem 6.9.2013 ist die maschinelle Übersetzung nicht mehr vorhanden, stattdessen nun eine kostenlose Version mit normaler Übersetzung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 226 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Bildnis des Dorian Gray (Edition Anaconda, Lesebändchen)
Das Bildnis des Dorian Gray (Edition Anaconda, Lesebändchen) von Oscar Wilde (Gebundene Ausgabe - 5. August 2012)
EUR 4,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen