Kundenrezensionen

26
4,5 von 5 Sternen
Tom Sawyer und Huckleberry Finn - Vollständige Ausgabe
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. April 2013
Was waren das noch für herrliche Zeiten, als ein Jugendbuch veröffentlicht werden konnte, dessen Haupthelden zwei Jungs sind die rauchen, Schule schwänzen, fluchen, von zu Hause abhauen und das Faulenzen genießen. Und die ein großes Herz und Sinn für Gerechtigkeit haben. Ein Horror für unsere Kuschelpädagogen. Zwei Figuren, die nicht verwaschen, blass, makellos und unecht sind, sondern wahrem Leben entsprungen. Von denen Kinder lernen können wie man Mut beweist, Schwächere beschützt und mit seinen Ängsten umgeht. Große Literatur und Kuschelpädagogik schließen sich halt aus.

Ich empfehle jedem Erwachsenen der das Buch in seiner Kindheit nicht gelesen hat, das nachzuholen, und es den eigenen Kindern zu kaufen. Die Kleinen können viel aus diesem satirischen Abenteuerroman lernen. Etwas mehr Mut, Phantasie und Gerechtigkeitssinn wurden der neuen Generation nicht schaden.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2013
Eine Rezession über einen Klassiker der Literatur zu schreiben kann nur die Peinlichkeit des eigenen Verständnisses aufzeigen. Daher meine persönliche Meinung/Empfehlung an dieser Stelle.
Das Buch ist eigentlich für Erwachsene geschrieben, die mit dem Kopf der Jungend nicht entwachsen sind/wollen und sich an den kindlichen Abenteuern der beiden Hauptfiguren erfreuen. Für Kinder des 21. Jahrhunderts, denen die Themen Sklaverei und antiquierte südstaatliche Familienstrukturen nur mit erhobenen Zeigefinger und altklugem Besserwissen der moderenen Gesellschaft berichtet werden, erscheinen die Geschichten befremdlich und surreal. Als Erwachsener kann man jedoch mit etwas Weitblick aus dem Buch lernen, wie wichtig Akzeptanz, Toleranz und Hilfsbereitschaft als Säulen der modernen Gesellschaft gefordert sind. Denn wenn wir uns heute umblicken, sind wir in manchen Bereichen nicht weit von den menschen-unwürdigen Verhaltensmustern entfernt, die bei Mark Twain neben der Haupthandlung ablaufen. Ehrlich gesagt haben mich diese Nebenhandlungen mehr erschüttert, als die Haupthandlung mich zu unterhalten vermocht hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Lausbubenabenteuer in den Südstaaten
Tom Sawyer hat eigentlich das Herz am rechten Fleck, allerdings ist er sehr abenteuerlustig und verfügt über Anführerqualitäten, die auch seinen Freund Tom Sawyer nicht nur einmal in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.
Wer kennt dieses bekannte Lausbubenpaar der Literaturgeschichte nicht zumindest vom Namen her? Ihre Geschichten wurden verfilmt und wie ich gerade feststellen durfte, hat auch das Buch nichts von seinem Zauber verloren. Überall lauern Gefahren, locken Schätze und die verheißungsvolle Zukunft als Pirat oder Räuber. Tante Polly hat es wahrlich nicht leicht mit Tom Sawyer.
Tom und Huck leben das aus, wovon junge Abenteurer nur träumen und lassen den Leser an ihren gefährlichen Unternehmungen teilhaben. Es ist genau das Buch, dass man vor einem knisternden Lagerfeuer oder mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lesen möchte, fast spürt man schon den Atem des nach Rache dürstenden Indianer Joe im Nacken und hört die Silber- und Goldstücke in die Truhe klimpern. Ganz nebenbei gibt es unkonventionelle Methoden der Warzenbehandlung zu entdecken und was man aus Gründen des Aberglaubens zu sagen und zu tun hat.
Unvergesslich die Episode, in der Tom einen Zaun streicht und spätestens dort wird dem Leser klar, was für ein cleveres Kerlchen er ist.

Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
1. Man sich mit den Klassikern beschäftigen möchte
2. Man es liebt von Abenteuern zu lesen
3. Es Erinnerungen an die Kindheit weckt

Fazit: Ein Buch, dass nicht in Vergessenheit geraten sollte, nur weil es älter ist.
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Vorbemerkung:
Repetitia est mater studiorum:
„Erziehung, sagt man, sei des Wachsens Wohltat
und d'rum die Zucht das Mittel, sie zu stärken,
Unbeugsamkeit, die keine Tat vergab,
und Strafe darum, Reue zu bewirken.“
Das Werk:
Twain widerspricht dem Vorwurf, ins Fabulieren aus dem Reiche der Phantasie geraten zu sein, und verweist auf die Quellen seiner literarischen Exempel. Die Faszination der meisten Leser bezog sich auf die Hymnen knabenhafter Freiheit mit hohem abenteuerlichen Wert und Risiko. Dennoch ist Tom nicht der Durchschnittsjunge seiner „Stadt“. An ihm macht Twain die charakterlichen Stärken, die oft ins Kraut schießende Phantasie und die Renitenz gegen alle Dressurversuche deutlich, und schließlich gelingt es Huckleberry Finn als die Inkarnation der Freiheit allen Lebensgenusses, was Tom zum Glück noch verwehrt geblieben ist. Aber dieser Junge ist der Motor, der Anstifter zu allem zielfassenden Streben einer Knabenpsyche, und so zahlt er einen hohen Preis an die Methoden der Zucht.
Wer sich auf Abenteuer einlässt, indem er seinen Phantasien folgt, sozusagen die gelesene Literatur in Handlung umsetzt, eckt bei dem Werteraster einer bigotten Erwachsenenwelt immer wieder an. Um dem Bengel das auszutreiben, ist körperliche Züchtigung um die Mitte des 19. Jahrhunderts das angesehene Standard-Erziehungsmittel. Ob es nun die Übersetzung verfälscht, sei dahingestellt: Der „gesunde Klaps“ und das strafende Durchprügeln muss von den Kindern offensichtlich in Dankbarkeit kassiert werden – schließlich hat man das ja so gewollt. Noch Curt Goetz demonstriert in „Das Haus in Montevideo“ die Züchtigung als notwendig eingesehene Erziehungsmaßnahme, für die sich der Delinquent zu bedanken hat.
Die Lehre kann nur heißen: Wer die Freiheit will, muss dafür leiden! In dieser Welt, zwischen Indianern und „Niggern“, schaffen sich die Kinder ihre Entwicklungs-Ausgangsbasis, immer von den Frauen zum Beten und Bravsein angehalten, was selbst den Mädchen bisweilen nicht gelingen mag.
Anerkennung bekommt man jedoch durch Erfolge, die Aufsehen erregen, jenen Chancen, die sich den Erwachsenen verwehrten. So überwiegt das Mitgefühl gegen die Angst vor Gefahr: Tom bekennt sich zur Zeugenschaft bei der Ermordung des jungen Arztes durch den Indianer-Joe, Muff Potter wird vor dem Galgen gerettet! Und ein Huckleberry Finn, ein Streuner und verlässlicher Freund, überwindet die Angst und rettet die Witwe Douglas vor der Rache des abgetauchten Mörders.
In jedem Kinde, so Twain, ist ein guter Kern vorhanden, der durch die anfallenden Aufgaben des Lebens gelöst werden könnte. Aber der Weg zur Eigenständigkeit wird durch erlittene Prügel teuer erkauft. Warum sollen wir glauben, dass man das gern in kauf nimmt?
Der ethische Aspekt:
Die Frömmigkeit auch der „Neuen Welt“ bewegt sich in offen gelebten Widersprüchen. Huckleberry erlebt diese in den Personen der Witwe Douglas, die ihn bei sich aufgenommen hat, und Miss Watson: Erstere lehrt eine jesuanisch beeinflusste Frömmigkeit, letztere hantiert mit dem Alten Testament und fuchtelt mit Strafen und Verdammnis vor seiner Nase herum. Und diese hingebungsvolle Frömmigkeit kann sehr wohl mit der Rechtseinschränkung der Indianer wie auch mit der Sklaverei hervorragend leben. Menschen sind eben in verschiedenen Klassen gottgewollt eingeteilt und sollen sich in ihr Geschick fügen – also auch der weiße Mensch. Dieses System, das sich als äußerst brüchig erweist, wird so hingenommen, und noch in unseren Tagen flickt man an den punktuellen Übergriffen herum, um die latente Konfliktlage nicht offen zu Tage treten zu lassen.
Wir sind davon keineswegs frei. Man versteht sich zu tarnen. Schlug ein Pfarrer im Kommunionsunterricht einem Jungen mit jedem Schrei das „Gebetbuch“ ins Gesicht: „Gott ist die Liebe! Kapierst du das nicht? Gott ist die Liebe! Sag, dass du es glaubst! Sprich mir nach: Gott ist die Liebe!“ – Und kein Elternteil wagte es, nach solchem Vorkommnis sein Kind in die Humanität zurüczuholen: Es gab sie auch andernorts erst gar nicht.
Tom wirkt auf seine Kritiker immer wieder unglaubwürdig, weil er in seiner Freiheit ertappt und bestraft wird, und zeigt er sich außergewöhnlich verlässlich, muss er es erst bewiesen. Es könnte sich so eine Reaktion herausbilden wie: Nun gut – bin ich für euch so, will ich auch gar nichts anderes mehr sein! Das sind die Früchte der Erziehung, und sie werden erbarmungslos zertreten, wenn sie zu gefährlichen Gesetzesübertretungen gereift und vom Baume gefallen sind.
Der schöpferische Vollzug:
Tom Sawyer ist kein Held mit Vorbildfunktion, sondern erregt wegen seiner hohen intellektuellen Wendigkeit unser Mitleid, weil er sich die Welt seiner reichen Phantasie und Mutproben gegen alle Zuchtmittel erkämpfen muss – mit den übrigen Kindern, denen es auch nicht besser erging. Seine charakterliche Stärke hat keine glaubwürdige Orientierung in den Lehren der Erwachsenen, denn sie verhalten sich ignorant gegenüber den sozialen Mißständen, die ja gewollt sind und Elend erzeugen müssen. Schule und Belehrung sind eine Welt, die man aushalten können muss, und sobald sich die Gelegenheit bietet, verlassen werden sollte. Bedürfnisse des Kindseins, Förderung ihrer Begabungen, Schutz ihres Wesens, ihre theologisch nachweislich formulierte Stellung in der Schöpfung bekommen nicht die geringste Chance. Was sich nicht einpassen lässt, was sich nicht fügen will, hat sich seinen Untergang verdient. Somit passt sich Tom in diese Welt des Geduldetseins ein. Diese Art Kindheit ist Bauland einer Zukunft, auf deren Terrain jede Art Ruinen der Fortschrittsgläubigkeit verwittern.
Mark Twain erlaubt uns, einen Vergleich zwischen dem Leben eines Knaben seiner eigenen Jugend und dem Steuern eines Mississippi-Raddampfers. Als Rudergänger war er sich sowohl der bekannten Untiefen, der Fahrrinnen als auch der Veränderungen bewusst, die das Fahren zu einer täglichen Herausforderung machten. Was gestern noch als sicher galt, konnte heute schon zur Gefahr geworden sein. Dieses Leben ist natürlich eine Herausforderung, die anzunehmen uns allen Respekt abnötigt. Dass wir diese Art Beschreibung des Überlebens in jener Welt des 19. Jahrhunderts überhaupt erfahren durften, erhebt dieses zweibändige Werk um Tom und Huckleberry zur Weltliteratur
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52 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2011
Über den Inhalt brauche ich vermutlich nichts zu schreiben, deshalb beziehe ich mich auf die Ausgabe als solche:
Sehr angenehm finde ich die Tatsache, daß das Buch noch in der Rechtschreibung vor '96 geschrieben wurde, was dem Lesefluß durchaus zuträglich ist. Bei Pipi Langstrumpf wurde das Wort Negerkönig bereits angepasst und Pipis Vater ist nun ein Südseekönig, in diesem Buch ist man zum Glück nicht auf die linksextremistischen Wünsche eingegangen und hat das Buch in seiner ursprünglichen Sprache gedruckt.

Also für alljene, die Bücher gerne in der Sprache lesen, die der ursprünglich geschrieben am nächsten kommt, ist dieses Buch eine gute Wahl.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juni 2015
Habe das Buch in meiner Kindheit förmlich verschlungen und wollte es nun meinem 11-jährigen Sohn näherbringen. Leider ist die Schrift dieser Ausgabe so klein, dass selbst ich Probleme habe, diese flüssig zu lesen.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2012
Kinder sollen lesen ;-) dann braucht es eben nur das richtige Buch!

Einmal gut nachgedacht, bestellt, hingereicht ... der Rest kommt von selbst. Tipp: Leselampe mit dazu kaufen!

Vorliegender Band bekommt volle Punktzahl: tolle Übersetzung, vollständig und lesefreundliche Schriftgröße und das für einen anständigen Preis.

Kind war begeistert, Mama ja sowieso.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Mai 2013
Ein dicker Brocken aber jeder Satz ist es wert, dieses Buch zu lesen. War eigentlich für meinen Sohn (12 J.) war ihm zu dick dann habe ich es eben gelesen. Respekt!!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2013
Unbedingt empfehlenswert! Dieses Buch sollte jeder mindestens einmal im Leben gelesen haben! Sehr unterhaltsam. Wahre Weltliteratur! Mein Sohn, der keine echte Leseratte ist, liest jeden Tag darin.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. August 2013
Mein sohn hat es verschlungen, obwohl er eher ein Lesemuffel ist. ist eben ein ewiger Klassiker. ist auch in der heutigen zeit immer noch aktuell
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