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am 27. November 2012
Wahrmherzig, verständnisvoll, so schreibt Seneca seine Briefe. In seine Sprache muss man sich zunächst etwas einlesen und darf nicht allzu früh das Handtuch werfen, denn dann würde man den Schatz, der in seinen Schriften zu finden ist, nicht entdecken.
Seneca war Stoiker und hat diese Philosophie gelebt und weiterentwickelt. Bei dem Wort "Stoiker" denken vielleicht einige an Mr. Spock vom Raumschiff Enterprise, doch der Vulkanier ist nur eine mögliche Variante eines Stoikers, ganz gewiss nicht der Typus des antiken Stoikers.
Was macht das Werk eines vor fast 2000 Jahren verstorbenen Autors für uns heute so interessant? Es ist der andere Blick auf die Dinge. Es sind aber auch die Gemeinsamkeiten unserer und der antiken Kultur, die beständigen Weisheiten, die einem das Herz wärmen.
Wenn wir nur wieder mehr Seneca lesen würden... Ja, was wäre dann? Entdecken Sie es selbst. Es wird Ihnen zur Freude gereichen, wie die Römer so schön sagen würden.
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am 5. Juli 2011
"Was nützt es, Teile des Lebens zu beweinen?
Das Ganze ist beweinenswert."
(Seneca)

Welch ein Satz, wenn man bedenkt, dass dieses sein letzter war. Nero befahl ihm, sich das Leben zu nehmen. Seneca (4 v.Chr.-65 n.Chr) gehorchte. Warum?
Im Jahre 62 nach Christus erschütterte ein Erdbeben die Gegend um den Vesuv, Kampanien, und viele tausend Tote waren zu beklagen. Ein Leid ging über das Land, die Menschen suchten Hilfe und Trost. Seneca verfasste viele Schriften aus dem Gedankengut der Stoiker. Er sprach von Gelassenheit, von Weitsicht und vor allem davon, dass neben dem kultivierten, scheinbar gewissen Leben auch das Unerwartete, die Katastrophen gehören. Das Chaos regiert vom Menschen negiert! In der Ambivalenz eines kontinuierlichen Lebens mit hoher Verlässlichkeit über Jahrhunderte und den plötzlichen, unvermittelten Katastrophen, die im Augenblick alles zerstören, lebt der Mensch in der Einfalt und dem Nichtbeachten eines möglichen Risikos. Und doch ist es da. Und Seneca empfiehlt daher, stets vom Schlimmsten auszugehen, da Fortuna alles wagen würde. An die Möglichkeiten des undenkbar Fatalen zu denken, heißt den alleinigen Gedanken aufzugeben, Schicksal in der heutigen technischen Zeit für beherrschbar zu halten.

So wie im Jahre 62 das Erdbeben unvermittelt Leid über das Land spülte und die Erinnerung an Stoa wieder anhob, so empfand der Rezensent einen Sonntag im April 2010 als eine Stille im allgegenwärtigen Chaos. Nein, kein Leid war der Auslöser. Eigentlich war es nur das, was Seneca als die Herrschaft der Natur über den Menschen bezeichnet. Nicht sich ärgern über Unveränderbares, sondern genießen, dass die Stille des Himmels nur eine Folge einer Vulkaneruption ist und gleichsam lehrt mit Seneca, zu bedenken, was geschehen kann. Loslassen des bekannten erwarteten Rhythmus, erkennen, dass der Mensch nur ein denkendes Schilfrohr ist. Alle Überlegungen der damaligen Zeit, nichts mehr an diesen Ort um Pompeji zu bauen, wurden von Seneca widersprochen, weil er bereits vordachte, dass eben jeder andere Ort mit den gleichen Unwägbarkeiten bedacht, von gleichen Katastrophen heimgesucht werden könnte. Dieser Gedanke führte Seneca zu seiner "Praemeditatio". "Nichts soll uns unerwartet treffen." Weise Voraussicht, Vorwegnahme des Bedenkens sind die Ratschläge, die den Eintritt einer schlechten Nachricht weniger bedeutend werden lassen. Dem Leben folgen, wie es voran geht, ist sein Motto. Ein Tier, das gegen die Schlinge kämpft, zieht sie zu. Linderung folgt dem Dulden und dem Sich-fügen in die Unveränderbarkeit. Daher sein Freitod als Vorwegnahme der sicher erfolgten Verurteilung.

Seneca zu lesen, ist ein Wert auch in der heutigen Zeit. Daher ist ein Blick in die Philosophischen Schriften eine Empfehlung. Weiteres zur Entscheidungsfindung lesen Sie dort. Schopenhauer unterstützt insofern, dass er feststellt: "Auch läßt die eigene Erfahrung sich ansehn, als der Text; Nachdenken und Kenntnisse als der Kommentar dazu."
~~
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am 19. April 2015
Dieses Buch hat vllt sogar mein ganzes Leben geändert. Hört sich sehr poetisch an, aber ich meine es auch wirklich so. Die Wahrnehmung über Schlechtes verändert sich und man ärgert sich besonders über die kleinen Ärgernisse nicht mehr. Ich will nicht behaupten, dass ich nach diesen Büchern ein vollendeter Stoiker bin, aber ich bin mir sicher, dass dieses Buch für jeden eine Bereicherung ist, der ein bisschen entspannter durchs Leben gehen will. (y)
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am 8. September 2014
Das Buch wurde mir empfohlen und für den Preis die Welt erklärt zu bekommen - das hat schon was. Schon interessant, dass eigentlich alles schon vor 2000 Jahren bekannt war, was uns heute umtreibt!
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am 12. Oktober 2013
Der Name Seneca war mir aus meiner Kindheit her geläufig. Mein Vater sprach einmal von Ihn als ich ungefähr 6 war. Ich fand dieses Buch auf Amazon und bestellte es auf gut Glück.
Ich verstehe diese Ausgabe als eine Art Selbsthilfebuch und obwohl der Inhalt 2000 jahre alt ist, ist er aufgrund der sehr guten Übersetzung einfach zu verstehen. Von der geringen Seitenzahl sollte man sich nicht beirren lassen. Die Sprache ist zwar umgänglich doch der Inhalt bedarf eine Weile der Überlegung. Ich persönlich stimme nicht in jedem Punkt mit den Ansichten Senecas überein, trotzdem bin ich begeistert von der geistigen Leistung dieses weisen Römers. Es fehlt mir an Beweisen, doch meine ich einige buddhistische Ansichten in diesen Schriften wiederzufinden. Die geistige Blüte in Indien, Griechenland und Italien fasziniert mich generell. Für mich war es nützlich mein Smart-Phone und mein Notizbüchlein neben mir liegen zu haben. Dort kann ich nachschlagen, wenn Namen von vergangenen Kaisern oder Philosophen genannt werden und zweitens mir die besonders exakten Beobachtungen Senecas zu notieren, um später zu ihnen zurück zukommen.
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am 20. Februar 2016
Auch ich zähle mich nach wie vor nicht zu den Stoikern, aber man kann sehr viel aus diesem Buch für sein eigenes Leben mitnehmen. Ich habe bereits andere Texte von Seneca im Unterricht behandelt und hier und da komme ich auch im Studium am Stoizismus und am Neo-Stoizismus nicht vorbei und finde das auch gut. Deswegen lese ich auch gerne privat - meistens aber nicht komplette Bücher (!) - sondern Auszüge.

Sollte zur Pflichtlektüre in der Schule werden, würde vielen das Leben und die Sicht auf die Welt erleichtern und zur Selbstreflexion und Charakterbildung beitragen.
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am 3. März 2014
Das Buch SENECA- Von der Seelenruhe -scheint von der Übersetzung gut gelungen.leider nicht so gut leserlich,da
der Druck in blau/lila zu hell ist.
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am 12. Dezember 2014
Es handelt sich hierbei um ein Werk, dass man schlicht und ergreifend gelesen haben sollte. Für das Verständnis ist es allerdings von Vorteil sich mit den politischen Persönlichkeiten der Epoche ein wenig zu beschäftigen, da sonst viele von Senecas Beispielen ihre Wirkung verfehlen.
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am 24. August 2015
Die Texte stehen unter den Titeleln "Von der Seelenruhe", "Vom glücklichen Leben", "Von der Muße" und "Von der Kürze des Lebens".

Die Menschen leben heute anders als zu Senecas Zeit, aber die Probleme lassen sich durchaus auch auf die heutige Zeit übertragen und mehr Leute sollten sich die Texte zu Gemüte führen. Natürlich ist der Text auf Grund des Zeitunterschiedes nicht so leicht zu verstehen wie heutige Ratgeber, aber auch wenn man sonst keine Ahnung von der Epoche hat, kann man die Ratschläge doch verstehen.

Wie vielen Menschen täte es gut, wenn man gerade in der heutigen hektischen Zeit, in der teils sinnlose Betriebsamkeit herrscht, sich die Muße nimmt, darüber nachzudenken, was wirklich wichtig im Leben ist und sich auch zu vergegenwärtigen, dass das Leben endlich ist und wir nicht einmal alle sicher sein können, das Rentenalter überhaupt zu erreichen. Ich denke, dass ein bescheidenes (damit meine ich nicht armseliges) Leben tatsächlich glücklicher macht, als immer weiter nach oben zu streben und vor materiellen Zielen (Haus, schickes Auto, neueste(s) Smartphone/ Technologie) die wichtigeren Sachen aus den Augen zu verlieren. So kann es auch durchaus erfüllend sein, der Gesellschaft etwas zu geben und zu versuchen, sie besser zu machen. Das sind zumindest die Ratschläge, die ich persönlich ohne Vorkenntnisse aus den Texten herausgelesen habe (es mag sein, dass ich mich auch irre).

Ich kann die Texte also weiterempfehlen.
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am 18. April 2016
Seneca war ein römischer Philosoph und Staatsmann, lebte im ersten Jahrhundert nach Christus und dennoch haben seine Texte in der radikal anderen Realität des 21. Jahrhunderts kaum an Aktualität verloren. Er war einer der letzten Lehrmeister des Stoizismus, der das Lebensglück nicht in der Lust (wie die Epikureer oder Hedonisten), sondern in der Seelenruhe und in der Muße sucht, welche man sich durch ein tugendhaftes Leben in Bescheidenheit verdient. Seelenruhe bedeutet für ihn, sein Schicksal zu akzeptieren, sich weder durch Freud noch Leid aus der Bahn werfen zu lassen und stets auf den Tod vorbereitet zu sein.
Seneca hat zwar selber nicht vollends nach seinen Idealen gelebt; gerade mit der Bescheidenheit nahm er es nicht so genau: war er doch einer der reichsten Männer seiner Zeit. Allein wie er dies zu rechtfertigen versucht, entlockt einem das ein oder andere Schmunzeln: "Bei einem Weisen ist der Reichtum Diener, bei einem Narren Meister."
Am meisten hat es mir "Von der Kürze des Lebens" angetan. In diesem Briefwechsel mit Paulinus prangert er u.a. die Sinnlosigkeit eines Lebens an, das nur vom Dienst für andere und vom Verschieben der Muße auf die Zukunft geprägt ist. "Welche Verspätung, mit dem Leben anzufangen, wenn man aufhören muss!"
Die Übersetzung ist - wie bei direkt aus dem Lateinischen übersetzten Texten üblich - nicht leicht zu lesen; manches muss man mehrfach lesen, um den Sinn zu erfassen. Auch wenn man die Lehrmeinungen der Stoa nicht alle für gut halten kann, so hat Seneca dennoch einige Weisheitsperlen in dieser Textsammlung parat, die zum Nachdenken anregen. Sehr empfehlenswert!
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