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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Nicht einfach, aber überwältigend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kritik der reinen Vernunft: Vollständige Ausgabe nach der zweiten, hin und wieder verbesserten Auflage 1787 vermehrt um die Vorrede zur ersten Auflage ... um die Vorrede zur ersten Auflage 1781 (Gebundene Ausgabe)
Dass Kant zu lesen fast schon ein Leistungs-Denk-Sport ist wird jedem klar, der nur eine Seite von diesem Monumentalwerk gelesen hat. Immanuel Kant beansprucht die Aufmerksamkeit seiner Leser immer wieder auf's Äußerste und sorgt dafür, dass man sich wirklich viel Zeit nehmen muss, wenn man dieses Buch durcharbeiten will. Neben dem Lesen Musik hören? Lektüre um auf den Bus zu warten? Lesen vor dem Zubettgehen? Fehlanzeige! Wer hier durch will, der schotte sich am besten ab und nimmt, wenn möglich, eine erläuternde Begleitlektüre zur Hand - eine gute Empfehlung sei hier "Kant für Anfänger" von Ralf Ludwig. Es ist keine Schande, sich jede Hilfe zu nehmen, die man kriegen kann, denn Kant schrieb selbst für damalige Verhältnisse äußerst kompliziert. Und es erklärt auch, warum die Kritik der reinen Vernunft nach der Veröffentlichung 1781 in den ersten Jahren kaum zur Kenntnis genommen wurde: Die Leser waren überfordert und brauchten viel Zeit, sich mit Kants neuen Fachbegriffen anzufreunden. Und selbst Kant musste einsehen, dass sein Schreibstil ihm nicht gerade hilfreich war (deswegen hat er auch die "Prolegomena" veröffentlicht, als eigene Einführung zur Kritik d.r. Vernunft).Doch wenn man von all der Kompliziertheit seiner Formulierungen absieht und den Inhalt letztendlich erfasst, so wird man feststellen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Die Dinge, die jeder hieraus mitnehmen kann, helfen einem selbst heute noch, über 200 Jahre später, die Welt und sich selber zu verstehen. Man wird erkennen, dass Kant aktueller ist denn je und Fragen beantwortet, die wir uns heute noch immer stellen. Vor allem in den aktuellen Diskussionen um Determinismus und freiem Willen, sowie objektiver Realität und den "Ist unsere Welt nur ein Produkt unseres Gehirns"-Debatten, hätte der Professor Kant ordentlich mitreden können. Und er hätte beide Lager miteinander versöhnt, weil beide Recht und beide auch Unrecht haben. Denn nichts anderes hat Kant zu seiner Zeit gemacht: Er versöhnte Empirismus und Rationalismus, zwei Philosophieströmungen der damaligen Zeit, die sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzten. Die Grundaussagen, die jeder für sich mitnemen kann, die Kant in seiner Sprache nur selten auf den Punkt bringt: "Was die Dinge an sich sein mögen, weiß ich nicht und brauche es auch nicht zu wissen, da mir ein Ding doch nie anders als in der Erscheinung vorkommen kann." Unserer Wahrnehmung (Ästhetik) liegt eine Vorstellung zu Grunde, nämlich Raum und Zeit. Es sind Vorstellungen a priori (unabhängig von Erfahrung), sie sind allgemeingültig und notwendig. Diese Wahrnehmungen der Welt werden als Erscheinungen von unserem Verstand zu Begriffen geordnet. Der Verstand nimmt dabei Kategorien zu Hilfe. Die Begriffe, zu Kategorien geordnet, werden dann zu Urteilen geformt. Es gibt synthetische (zusammengesetzte) und analytische Urteile. Nur synthetische Urteile bringen unsere Erkenntnis voran. Doch gibt es Dinge auf der Welt, die unseren Verstand übersteigen und die sich jeglicher Wahrnehmung entziehen. Das sind Antworten auf die Fragen wie: "Existiert Gott?" oder "Ist der Mensch frei?" oder "Hat die Welt einen Anfang?" Hier hilft uns unsere Vernunft, danach zu forschen. Wie Kant diese Fragen beantwortet, das sei jedem selbst überlassen. Nur eines vorweg: Die Antworten lohnen sich, denn sie haben das Weltbild der damaligen Zeit auf den Kopf gestellt und eine richtige Bewegung ausgelöst. Ohne Kant gäbe es auch keine Hegelsche Philosophie oder einen Schopenhauer und alle, die darauf folgen sollten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
leistbare gebundene ausgabe,
Von Sophie Seidler "necrosophie" (österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Kritik der reinen Vernunft: Vollständige Ausgabe nach der zweiten, hin und wieder verbesserten Auflage 1787 vermehrt um die Vorrede zur ersten Auflage ... um die Vorrede zur ersten Auflage 1781 (Gebundene Ausgabe)
wie bei allen büchern des anaconda-verlags stimmt das preis-leistungs-verhältnis.man bekommt schöne gebundene ausgaben zu einem erschwinglichen preis. leider finden sich hie und da tippfehler, die sich allerdings noch in grenzen halten. was den inhalt betrifft: nun, das bleibt geschmacksache... da will ich nichts vorwegnehmen. am besten lesen und sich ein eigenes urteil bilden. es schadet auf jeden fall nicht ;) ich persönlich stimme kant nicht zu 100% zu, finde sein werk jedoch durchaus sehr lesenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Kritik der reinen Vernunft: Vollständige Ausgabe nach der zweiten, hin und wieder verbesserten Auflage 1787 vermehrt um die Vorrede zur e... von Immanuel Kant (Gebundene Ausgabe - 30. Oktober 2009)
EUR 9,95
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