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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, das bis heute spannend bleibt und nachdenklich macht
Ganz zum Anfang möchte ich anmerken, dass ich
a) die deutsche Übersetzung gelesen hab
b) ich bis jetzt noch keinerlei Filmumsetzung der Geschichte gesehen hab (unglaublich aber wahr).
In ihr, die im 18. Jahrhundert spielt, trifft ein Schiffskapitän im Eismeer Richtung Norden auf wundersame Weise einen jungen Schweizer namens Viktor...
Veröffentlicht am 7. März 2010 von Johanna Gassner

versus
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Klassiker voller Flüchtigkeitsfehler
Ich denke über den Inhalt muss nicht mehr viel gesagt werden, das Buch ist sehr bekannt und wurde auch vielfach verfilmt.
Die Aufmachung ist schlicht, aber stilvoll. Allerdings hatte der Korrekturleser wohl einen schwachen Tag, denn ich musste in dieser Taschenbuchversion leider verhältnismäßig viele Rechtschreibfehler entdecken, die das...
Veröffentlicht am 19. Mai 2010 von TM


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Klassiker voller Flüchtigkeitsfehler, 19. Mai 2010
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich denke über den Inhalt muss nicht mehr viel gesagt werden, das Buch ist sehr bekannt und wurde auch vielfach verfilmt.
Die Aufmachung ist schlicht, aber stilvoll. Allerdings hatte der Korrekturleser wohl einen schwachen Tag, denn ich musste in dieser Taschenbuchversion leider verhältnismäßig viele Rechtschreibfehler entdecken, die das Lesevergnügen - zumindest für mich - immer wieder beeinträchtigen...
Daher empfehle ich diese Ausgabe nur mit Einschränkung.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, das bis heute spannend bleibt und nachdenklich macht, 7. März 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Gebundene Ausgabe)
Ganz zum Anfang möchte ich anmerken, dass ich
a) die deutsche Übersetzung gelesen hab
b) ich bis jetzt noch keinerlei Filmumsetzung der Geschichte gesehen hab (unglaublich aber wahr).
In ihr, die im 18. Jahrhundert spielt, trifft ein Schiffskapitän im Eismeer Richtung Norden auf wundersame Weise einen jungen Schweizer namens Viktor Frankenstein, der sich in schlechter körperlicher und seelischer Verfassung befindet. Während seiner Genesungsphase erzählt Frankenstein, was oder besser WER ihn in diese gottverlassene Gegend getrieben hat...Viktor Frankenstein, aufgewachsen in einer liebevollen Familie und Wohlstand setzte sich einst hohe Lebensziele: zum einen seine ihm versprochene Geliebte Elisabeth Lavenza ehelichen, zum anderen ein Studium, um mit der erstmaligen Erschaffung künstlichen Lebens die Menschheit glücklich zu bereichern. Doch das Experiment geriet außer Kontrolle, die Kreatur floh und noch war ungewiss, welches Unheil durch sie noch geschehen würde.
Genauer möchte ich es nicht beschreiben, aus einem einfachen Grund: Mary Shelleys "Frankenstein" steckt voller spannender Details, dass man es einfach selbst gelesen und erfahren haben muss. Die genaueste Beschreibung von Personen, Orten, Gefühlen und Eindrücken trägt viel zu einem der beachtetsten Horrorromane der Literaturgeschichte bei, der von der damals erst 19-jährigen Engländerin Mary Wollstonecraft Shelley verfasst wurde.
Die Charaktere laden zur Identifikation ein, sind lebendig beschrieben und lassen mitfühlen, wie etwa Viktor Frankenstein von seiner glückseligen Jugend zur unfreiwilligen Erfüllung seiner schlimmsten Träume taumelt.
Aber auch das "Monster" kommt zu Wort und lässt wissen, das es im Grunde mit viel Herzensgüte, kindlicher Neugier und nach und nach auch mit einer erstaunlichen Intelligenz ausgestattet war und sich nichts sehnlicher wünschte als Freundschaft, aber erst durch seine grausame Umwelt eine kriminelle Energie entwickelt. Auch ein Punkt, über den man sich Gedanken beim Lesen macht.
Was die Gestaltung des Textes angeht, möchte ich noch einmal daran erinnern, dass ich nicht das englische Original gelesen habe. Die deutsche Version ist der Zeit dieser Geschichte angepasst, eine eloquente Sprache also, die sich durch das gesamte Buch zieht. Selbst wer keine Antenne für dieses Deutsch besitzt, kann sich dennoch mal daran versuchen, belohnt wird man dafür genug. Auch sind freilich alte Worte verstreut, die in heutiger Zeit nicht in der gleichen Form verwendet werden. Als Beispiel kann ich, um drauf vorzubereiten, mal nennen, daß etwa der Begriff "Busen" (damit ist hier schlicht die Brust oder das Innere der Brust beider Geschlechter gemeint) immer wieder wiederholt wird.
Doch wen das nicht stört - und mich störte das nicht - kann einen der berühmtesten Romane kennenlernen voller Schönheit und Schaurigkeit zugleich.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die durch Erkenntnis Göttern ähnlich würden. Solches ersehnend, kosten sie - den Tod" (John Milton, Paradies Lost), 2. Februar 2008
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Gebundene Ausgabe)
Mary Shelley (1797-1851) war Tochter von William Godwin und späterer Ehemann des Dichters Percy Shelley. Mit 19 Jahren im Jahre 1816 schrieb sie ihren "Frankenstein", der dann 1818 veröffentlicht wurde. Shelley schrieb im Kontext der englischen Romantik eine Gegenprosa im Sinne der aufkommenden Naturwissenschaften. Und doch verbindet sie beide Genres, in dem sie prometheischen Geist einfließen lässt in die Schauergeschichten ihrer Zeit. Romantische Phantasien wie bei Hoffmann schärfen ihren Blick und sie lässt diese als aufgeklärte phantastische Erzählung der zweiten Art dem Leser näher kommen. Schöpfung als Geist und Möglichkeit des Menschen, der im Versuch, dass neue Wissen in das Leben zu integrieren, neue Grenzen auslotet und das Menschsein innerhalb dieser neu bewertet. Wie bekannt, führte die Erschaffung neuen Lebens aus toten Menschen zu einem Monster, der vom Schöpfer ungeliebt, von den Menschen gemieden die Inkarnation des Bösen verkörpert. Mit den Erfahrungen als Monster und der Lieblosigkeit der Menschen ihm gegenüber, bittet er Victor Frankenstein, dem Schöpfer, um eine Gefährtin. Frankenstein sagt zu, er erschafft die Gefährtin des Monsters doch im Erkennen des Schrecklichen tötet er sie wieder. In Folge wird seine Familie vom Monster aus Rache ausgelöscht, Frankenstein verfolgt das Monster bis zum Ende der Welt.

Eine 19 jährige Mary schreibt diesen schrecklich schönen Roman. Die Frage, wie es dazu kam, bewegt mehr, als der reine Inhalt und doch wird der Inhalt vielleicht in dieser Folge von Bedeutung. Mary Shelleys Leben ist begleitet vom Tod. Ihre Mutter stirbt kurz nachdem sie geboren wurde. Ihr Vater, ein naturwissenschaftlich sehr interessiertet Mann, erzieht sie und berichtet ihr gern und regelmäßig all die neuen Geschichten um die aufkommende Naturwissenschaft. So berichtet er von den Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts: Franklin (1706-1790), der die Elektrizität entdeckte, den Blitzableiter erfand, von Erasmus Darwin (1731-1802; Großvater von Charles), der ebenso Spaß an Erfindungen hatte und die Gesetzte des organischen Lebens beschrieb, von Luigi Galvani (1737-1798), der mit elektrischem Strom Froschschenkel durch die Kontraktion der Muskel beweglich machte. So wuchs Mary von klein an im Wissen um die Natur und deren mögliche Forschung auf. Ihre Stiefmutter später hatte guten Kontakt nach Deutschland und in den Jahren 1812-1814 übersetzte sie für die Gebrüder Grimm Märchen und Sagen. Natürlich konnte Mary sich ebenso um die Hausmärchen kümmern, las sie und entwickelte ihre Phantasie. Eine der Sagen vom Lindwurm begann bei Jakob Grimm wie folgt: "Zu Frankenstein, einem alten Schlosse anderthalb Stunden weit von Darmstadt, hausten vor alten Zeiten drei Brüder zusammen, deren Grabsteine man noch heutigentags in der Oberbirbacher Kirche siehet. [...] Unten im Dorfe fließt ein Brunnen, in dem sich sowohl die Leute aus dem Dorf als aus dem Schloß ihr Wasser holen müssen; dicht neben den Brunnen hatte sich ein gräßlicher Lindwurm gelagert, und die Leute konnten nicht anders Wasser schöpfen als dadurch, daß sie ihm täglich ein Schaf oder ein Rindvieh brachten; solang der Drache daran fraß, durften die Einwohner zum Brunnen. Um diesen Unfug aufzuheben, beschloss Ritter Hans den Kampf zu wagen; ..."

Mary lernte in der guten Gesellschaft viele Menschen kennen, auch den schon bekannten Dichter Percy Shelley (1792-1822), den sie mit 19 heiratete. Ihr erstes Kind starb früh, ein weiteres in jungen Jahren und letztendlich ihr Mann 30jährig in den Fluten des Meeres während einer Italienreise. Ihre gemeinsame Reise zuvor jedoch führte sie nach Genf. Sie folgten einer Einladung des Lord Byron im Jahre 1816. An einem Abend, begleitet von scheußlichem Wetter; trotz Sommer gab es sehr kalte Nächte (Auswirkungen eines Vulkanausbruchs in Indonesien in 1816); forderte Byron die Freunde auf, Schauergeschichten zu erzählen. Mary schrieb später in ihr Tagebuch, dass sie in dieser Nacht die Anfänge der Unsterblichkeit, der Wiedergeburt dachte. Die Rückreise durch Deutschland Rheinabwärts führte an Mannheim und Darmstadt vorbei, nahe der Burg Frankenstein.

Mary Shelley war geplagt von Schuld, schuldig fühlte sie sich am Tod ihrer Mutter. Alles in ihrer Phantasie Mögliche hätte sie für die Wiederbelebung gegeben und so rankten sich ihre Gedanken, angereichert um die naturwissenschaftlichen Erzählungen ihres Vaters, um dieses Thema. Schuld war dann auch die Art ihres Lebens und die Strafe folgte nur allzu deutlich. Da wo der Tod herbeigeführt wird, stößt er dem Verursacher wieder zu. Ihre Kinder sterben, sie fühlt sich vom Schicksal bestraft, ihr Mann stirbt, auch er ist nur die Botschaft und Verstärkung der Schuld und so muss die Geschichte Frankenstein eine Möglichkeit bieten, aus der Verstrickung dieser Schuld zu entkommen, eine Biographie, die in dem geschriebenen Wort eine Alternative bietet, die Alternative der Schöpfung und doch fühlt sie ihre Blasphemie gegenüber Gott. Ihre Schöpfung ist Schuldbefreiung, ihre Beschreibung der Wirkung des Erschaffenen in der Gesellschaft ist der Spiegel ihrer Einsamkeit. Sie erkennt, dass der Mensch in seinem Sosein gut ist, dass er in der Wechselwirkung mit der Umwelt, Gut und Böse lernt zu unterscheiden und dass der Mensch zum Bösen neigt, wenn ihm Zugewandtheit verweigert und Einsamkeit als einziges bleibt.

Mary Shelley führt eigentlich ihr Gespräch mit ihrem Schöpfer. Die Frage der Vermessenheit der Naturwissenschaft, die Frage der Sozialisierung des Menschen im Verhalten zu Seinesgleichen erfährt weit weg von Horrorgeschichten eine interessante Gewichtung. Dass Shelley Vorgänger wie William Blake, Byron, Keats hatte, sei erwähnt, dass es Nachfolger gab, wird man spätestens mit ETA Hoffmann und seinem Sandmann erkennen. Die Idee des Homunkulus hatte im frühen 19. Jahrhundert seine Zeit. "von dem zu sprechen, was alle kennen, und von der Wirklichkeit, die uns gemeinsam ist. Meer, Regen, Bedürfnis, Kampf gegen den Tod, das sind die Dinge, die uns alle verbinden" mögen Shelleys Gedanken in Camus Worten gewesen sein.

Doch die Erschaffung des Menschen fand sie in der Meinung von Blake und ihrem Mann über Miltons Werk. Milton sieht in der Erkenntnis eine Gottgleichheit, die unbewusst auf die Schöpfung hinweist. Doch im Prozess eines Demiurgen begegnet diesem der Tod, indirekt in der schrecklichen Art des Tötens (erschaffenes Monster), oder direkt im aktiven Töten des selbst Erschaffenen, der Gefährtin des Monsters. Frankenstein erkennt getanes Unrecht gegenüber der gesellschaftlichen und religiösen Sitte und Moral. Der Schöpfer lässt so sein Geschöpf allein, in dieser Einsamkeit lässt es sich nicht führen, weil es nicht angenommen ist. Der Wunsch nach Seinesgleichen wird im Wunsch nach einer Gefährtin all zu sichtbar, letztendlich wird ihm Sozialisation verweigert.

Shelley gelingt aus dem Trauma ihres Lebens eine Geschichte voller Nachdenklichkeit, ein Bild hinter allen Bildern. Diese Nachdenklichkeit scheint den Shelleys zu gehören, Percy schrieb in Adonais: "Ach, Adonais ruft! So lösch den Bann, / Dass Leben nicht mehr trennt, was Tod vereinen kann". Camus würde antworten: "Wie sollte man sich darüber wundern? Das Leid der Menschen ist ein so gewaltiges Thema, dass es scheint, niemand vermöchte daran zu rühren, es sei denn man wäre so empfindsam wie Keats, der, so wird gesagt, mit Händen selbst den Schmerz hätte anfassen können".

Und Mary wird gegenüber ihrer Mutter bis zum Tod 1851 gefühlt haben, dass bei aller Chancenlosigkeit am interindividuellen, zwischen-menschlichen Sinnstiften des Schreibens, festzuhalten ist an einer Liebe zum Leben. Das drückt eben ein Gedicht dieses John Keats aus, das er als Fragment hinterließ

Die Hand hier, lebenswarm und fähig jetzt
Fest zuzugreifen, würd dich, wär sie kalt,
Und in der Eisestille ihres Grabs,
So plagen tags und schaudern nachts im Traum,
Daß blutleer wünschest du dein eignes Herz,
Damit in mir neu rotes Leben ström,
Und dein Gewissen ruhig sei - hier, sieh her -
Ich halte sie dir hin.

Shelleys Frankenstein ist eines der beachtenswertesten Bücher der englischen Literatur des 19. JH.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Frankenstein, 25. Februar 2013
Ich habe definitiv mehr von diesem Buch erwartet, es ist
absolut kein Horror, höchstens ein Drama oder eine Tragödie.

Der junge Victor Frankenstein kommt aus vornehmen Hause
und darf in Deutschland studieren.
Seine Studien und Forschungen werden jedoch immer unheimlicher,
er kommt kaum noch nach Hause zu seinen Lieben, da ihn seine
Arbeit davon abhält, und bald ist er nicht mehr Herr der Lage.
Das Wesen, das er erschuf, bricht aus und geht alsbald auf die
Jagd...

Wie gesagt, kein Horror, obwohl spannungsgeladen.
Es ist düster, zeitweise zieht es sich aber hin,
etwas schade ist das offene Ende.
Heutzutage erwartet man als Leser eben mehr Action.

Trotzdem ein wichtiges Werk in der Weltliteratur und
in der Zeit seiner ersten Veröffentlichung sicher wie
ein Bombeneinschlag.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Superbia-Kritik ohne Gleichen, 2. Juli 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Gebundene Ausgabe)
Mit 'Frankenstein' schaffte Mary Shelley 1816 einen dunklen gesellschaftskritischen Roman.

Robert Walton befindet sich auf einem Schiff im Eismeer. Er und seine Schiffskameraden bleiben im Eis stecken, auf welchem wenig später ein Mann auftaucht, der dem Tode nahe ist. Sein Name ist Victor Frankenstein.
Walton kommt mit dem jungen Naturwissenschaftler ins Gespräch und so berichtet er ihm von seiner Suche nach dem dämonischen Unhold, den er einst selbst erschaffen hat, und der ihm, bzw. seinen Familienmitgliedern viele grausame Dinge angetan hat. Er notiert diese Erzählung und verfasst sie in einem Brief an seine Schwester.

Victor Frankenstein stammt aus Genf, und hat ein Studium der Naturwissenschaften in Ingolstadt absolviert. Während seines Studiums befasste er sich zunehmend mit der menschlichen Materie und schafft sich selbst einen Menschen, den er eigenhändig zum Leben erweckt. Als dieses Wesen erwacht, ist Frankenstein jedoch so erschrocken von dessen Gestalt, dass er schlagartig die Flucht ergreift.
Nachfolgend beginnt Frankensteins erschaffenes Monster, welches im Roman stets als Unhold oder dämonische Kreatur bezeichnet wird, nicht nur Frankensteins Familie zu ermorden, sondern auch später dessen besten Freund. Der Unhold und sein Schöpfer treffen aufeinander, und Victor erfährt, dass die Kreatur ursprünglich einen guten Willen hatte und nur bösartig geworden ist, weil die Gesellschaft ihn zu einem bösen Wesen gemacht hat. Von den Menschen die er (über lange Zeit) gesehen und beobachtet hatte, wurde er genau so zurückgestoßen, wie einst von Frankenstein selbst'aus diesem Grund hat er seinem Schöpfer Rache geschworen.

Die Geschichte um Dr. Frankenstein und sein erschaffenes Wesen zeigt die Oberflächlichkeit und die Überheblichkeit der Menschheit auf, die ein gutmütiges Geschöpf zu einem dämonenähnlichen Wesen mutieren lässt ' der Roman stellt also eine Superbia-Kritik, die für die Epoche der englischen Spätromantik typisch ist. Durch das furchterregende Aussehen des 'Unholds' glauben die Menschen vom Anfang an, Misstrauen und Angst gegenüber einer Kreatur haben zu müssen, die eigentlich keine bösen Hintergedanken hat. Die Persönlichkeit des Wesens ist durch seine Vergangenheit, in der es von der Gesellschaft nicht akzeptiert wurde, geprägt, sie gleicht dem Byronschen Helden. Die Handlung erinnert an die Abstoßung Lucifers im Christentum, und stellt gleichzeitig einen Teil der Spätromantik dar, in der das Böse und Furchterregende in Wirklichkeit gar nicht so schlecht und böswillig ist, wie es die Gesellschaft denkt.

Stilistisch gewinnt der Roman gerade durch den berichthaften Erzählstil an Authentizität, sodass man selbst glaubt, dass man eine Mitschrift einer Erzählung liest. Gerade die Verschachtelung der verschiedenen Erzählebenen, machen den Roman lesenswert.
Der extradiegetische Erzähler ist in diesem Fall der Reisende Robert Walton, der seiner Schwester in einem Brief über die Geschichte Frankensteins berichtet. Frankenstein selbst ist der intradiegetische Erzähler, der Walton seine Geschichte vermittelt.
Frankensteins Monster spiegelt den metadiegetischen Erzähler wieder.

'''''''''''''''''
Kurze eigene Meinung: Der Roman von Mary W. Shelley ist ein Roman in den man sich erst einmal hineinfinden muss. Sprachlich entspricht das Ganze nicht mehr unserer heutigen Redeweise, und so wirken die ersten 80 Seiten noch recht trocken und gewöhnungsbedürftig.
Mir hat das Buch trotzdem unglaublich gut gefallen, auch wenn sich die Handlung unendlich lang zieht'ein paar Elipsen wären zum besseren Lesen vorteilhaft gewesen, dennoch begeistert die Handlung, da sie insgesamt auf ein heute immer noch aktuelles und gesellschaftliches Problem ' das des Übermuts und der Oberflächlichkeit ' hinweist.

Mehr Rezensionen gibt es auf meinem Blog: [...]
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wahre Geschichte - besser als jede Filmvariante!, 19. September 2010
Von 
M. Meyer (Pforzheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Gebundene Ausgabe)
Ich wollte wissen, wie denn der echte Roman ist, nachdem das Buch ein Klassiker ist und dadurch schon etwas dahinter stecken musste. Das Buch ist wirklich lesenwert. Es werden Teile der Geschichte gezeigt, die in den Filmen nie aufgegriffen werden. Die Gedankenwelt des "Monsters", die ehrliche, hilfsbereite und anständige Seele des Wesens und die Veränderung, die es auf Grund der Reaktionen seiner Umwelt auf es durchlebt sind wirklich lesenswert. Holen - lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frankenstein ist Lyrik, 4. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hat mich von Beginn an fasziniert und schlägt jede filmische Umsetzung in den Wind. Die verwendete Sprache des Buches ist so voller Anmut, Empfindsamkeit und Imaginationsstärke, daß es einem den Atem verschlägt. Die Sprache steht in hartem kontrast zum Beschriebenen Monster, wodurch eine ganz besondere Kontrastwirkung beim Lesen entsteht. Das ganze von einer 19 jährigen Autorin aus dem 18. Jhd. Wow!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassiker, 27. Oktober 2005
Wer bei "Frankenstein oder Der Moderne Prometheus" die aus Kino bekannte Frankensteinburg oder die Erschaffung der Kreatur durch einen Blitz erwartet, wird enttäuscht werden. Die Erschaffung der Kreatur bleibt im Dunklen und auch die Burg Frankensteins entspringt der Fantasie der Kinoschaffenden.
Vielmehr handelt Mary Shelleys Roman von dem Konflikt zwischen Schöpfer (Victor Frankenstein) und Geschöpf (die Kreatur). Mary Shelley vertritt dabei die These, dass das Verhalten eines jeden Geschöpfes von seiner Umgebung, Erziehung, Zuneigung und Liebe abhängt, die es erfährt. Da Frankenstein dies nicht zu leisten vermag und die Kreatur aufgrund ihrer schrecklichen Gestalt auch sonst nur auf Ablehnung und Furcht stößt, entwickelt sie sich zu einem furchtbaren Instrument des Todes. Am Ende bleiben nur zwei gebrochene Gestalten zurück.
Das alles macht Mary Shelleys Werk eben nicht nur zur billigen Horroliteratur, sondern zu einem anspruchsvollen Stück.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Klassiker... aber warum?, 14. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Gebundene Ausgabe)
Nun, es fällt mir schwer die richtigen Worte zu finden mit welchen ich Frankenstein beschreiben könnte, Horror ist leider nicht darunter. Ich muss erwähnen das ich gerne den ein oder anderen Klassiker zur Abendstunde lese, Dracula, das Bildnis des Dorian Gray, der Untergang des Hauses Usher, aber ich gestehe das wirklich keines davon auch nur annähernd so langatmig und langweilig war wie Frankenstein.

Der namesgebende Titelheld ist gelinde gesagt ein totaler Waschlappen. Eigentlich macht Frankenstein bis kurz vor Ende nichts anderes als in Ohnmacht fallen, irgendwelche monatelang anhaltenden Krankheiten überwinden und sich selbst bemitleiden (und das ausführlich über ganze Kapitel beschrieben).
Nein wirklich, dieser Charakter ist extremst langweilig und durch seine totale Unfähigkeit zu handeln sterben einige Charaktere (nicht das diese wenige langweilig wären) und die Handlung wird erst ermöglicht. Frankenstein tut wirklich zu 90% des Buches nichts und beschwert sich im Nachhinein über seine bedauernswerte Situation, tut aber wiederum nichts um diese zu verbessern und so weiter, und so weiter... Ich, für meinen Teil, ertappte mich immer mehr dabei, mich einfach nur über die Person Frankenstein zu ärgern, so dumm ist sein verhalten. Wenn jemand etwas mit dem Begriff Fremdschämen anfangen kann der weiss, im übertragenen Sinne, was ich meine.

Fast jede weite eingeführte Person ist ein totaler "Gutmensch". Menschliche Zwiespälte liegen Ihnen fern und es ist immer Friede, Freude, Eierkuchen... Besonders schlimm ist es, wenn ein neuer Charakter mit einer total unwichtigen Nebengeschichte eingeführt wird.
Erst wird diese Person nur "by the way" erwähnt um Ihr kurz darauf ein viel zu langes Kapitel zu "schenken" (man bedenke dabei Sie wirklich nur extrem kurz in der Geschichte auftauchen...).
Zudem sind diese Sidestorys ziemlich an den Haaren herbei gezogen.

Ein Spannungsbogen ist eigentlich nicht vorhanden da die Handlung sehr langsam vor sich dahinplätschert. Viele Landschaftsbeschreibungen, Krankheitsverläufe, Sidestorys ziehen die Geschichte einfach nur unheimlich in die Länge.
Das Monster tritt cirka ab der hälfte des Buchs das erste mal auf (die Szenen mit der Kreatur kann man an einer Hand abzählen)
In gestraffter Form hätte das Buch gut und gerne nur die hälfte des Seitenumfangs.
Zudem ist es auch vorhersehbar was als nächstes geschieht, nichts passiert plötzlich oder überaschend.

Soviel zum Schlechten, es gibt ja auch noch Gutes:
Die Thematik mit der sich Frankenstein beschäftigt ist durchaus Heute noch modern.
Das Ausgrenzen von Minderheiten und biologische Experimente, das sind anscheinend zeitlose Themen.
Auch das Monster bleibt nicht Gesichtslos und wird an sich gut gezeichnet (wohl besser als die meisten anderen stereotypen Personen).

Ich kann für meinen Teil einfach nur sagen das ich mich das Buch gerade so viel fesselte, das ich es bis zum Ende gelesen habe, aber auch nicht mehr (kein Mitfiebern, kein Freude, kein Mitgefühl mit den Charakteren). Wer eine Gruselgeschichte der alten Schule erwartet sollte lieber auf Dracula zurückgreifen, es ist um längen besser und wird wenigstens seinem Ruf gerecht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Frankenstein, 27. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Frankenstein (Gebundene Ausgabe)
Meinung: Dieses Buch wird keine Sternebewertung erhalten. Das hat nichts damit zu tun, dass das Buch schlecht war, sondern damit, dass das Buch schon sehr alt ist und einfach nicht von mir bewertet werden kann. Der Unterschied von 1818 und 2012 ist einfach zu groß, als das ich es bewerten könnte. Ich werde meine Meinung dazu schreiben, wie bei einer normalen Rezension, aber es wird halt einfach keine Sternebewertung bekommen.

Bestimmt kennt jeder die Szene in der Victor Frankenstein in seinem dunklen Turmzimmer steht, ein Blitz schläft ein und das Monster wird zum Leben erweckt. Diese Horrorvorstellung ist zum Glück nicht im Buch vorhanden, denn diese Szene hätte gar nicht dazu gepasst. Frankenstein hat nichts mit gewalttätigem Horror zu tun, es ist ein seelischer Horror: für Victor und seine Schöpfung. Man empfindet oft negative Gedanken gegenüber Victor, da dieser ein äußerst Ich-bezogener Mensch ist und gerne mal nur an sich denkt. Außerdem ist das Buch aus seiner Perspektive geschrieben, sodass der Leser gleich doppelt so viel von ihm erfährt. Anderen Personen kommen auch vor, aber Victor hat natürlich immer größere seelische Schwerzen. Mitleid hat man jedoch mit dem Monster, Frankensteins Schöpfung. Es hat einige Kapitel, in der es seine Geschichte erzählt, wie er Sprechen und Lesen lernte, wie er die Menschen lieben und dann hassen lernte. Aber mit der Zeit wurde auch das Monster unsymphatisch, da es Menschen ermordete, die lieb und nett waren und mit der eigentlichen Sache nichts zu tun hatten.

In dem Buch sind zusätzlich noch ein Vorwort der Autorin und Hinweise und Anmerkungen von Christian Grawe, die sehr interessant sind. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch von vorne bis ganz hinten zu lesen. So erfährt man mehr über das Leben der Autorin und wie sie dazu kam, Frankenstein zu schreiben. Die Thematik des Buchs selbst ist teilweise sehr interessant, wurde aber an vielen Stellen falsch umgesetzt. Hauptthema sind die Gefühle von Frankenstein und zwischendurch auch die des Monsters. Grusel ist fast nicht vorgekommen.

Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angemessen. Sie ist verständlich, aber durchdachter, die Sätze sind länger und poetischer. Schwierigkeiten hatte ich nur, wenn um mich herum viel Lärm war.

Ich habe aber nicht nur Gutes über Frankenstein zu erzählen. Der ist nämlich ein echter Pienser. Seitenlang werden seine Strapazen erläutert, wie es ihm geht und warum und er kann doch niemals mehr glücklich werden. Und er ist ja ach so krank, monatelang (und das mehrmals) liegt er in einem komatösen Zustand, kann einfach nichts gegen seine seelischen Schmerzen machen. Kurz gesagt: er war nervig. Wenn er dann auf Reisen war beschrieb er seine Landschaft immer gerne und seine Reise von Genf nach sonstwohin wir auch ausführlich beschrieben. Schließlich konnte er sich da endlich mal wieder der Schönheit der Natur widmen und gleichzeitig will er die Gesetze der Natur ignorieren.

Fazit: Als Literatur Fan sollte bestimmte Bücher einfach gelesen werden und Frankenstein gehört für einfach dazu. Begeistert war ich zwar nicht, aber wie gesagt, ich kann ein Buch von 1818 nicht mit einem von 2000 vergleichen.
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Frankenstein
Frankenstein von Mary Shelley (Gebundene Ausgabe - 27. Februar 2009)
EUR 6,95
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