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Kundenrezensionen

47
3,9 von 5 Sternen
Amerika
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am 18. Juli 2013
Manchmal erweist es sich als äußerst segensreich, wenn Nachlaßverwalter einen Wunsch des Verstorbenen ignorieren. Im vorliegenden Fall war es Max Brod, der mit einer posthumen Veröffentlichung vieler Werke seines Freundes Franz Kafka gegen dessen erklärten Willen gehandelt hat. Neben vielem Anderen wurden so auch die in der Reihenfolge ihres Entstehens aufgezählten drei Romane «Amerika», «Der Prozeß» und «Das Schloß» veröffentlicht. Ein Jammer, wenn dies nicht geschehen wäre! Ersterer wird heute auch unter dem Titel «Der Verschollene» verlegt, was zu dem Erzählten, wie ich es interpretiere, in der tatsächlich vorliegenden fragmentarischen Form keinesfalls besser passt als der von Brod gewählte Titel «Amerika».

Verschollen nämlich ist hier niemand, der tragische 17-jährige Held des Romans, Karl Roßmann, wird von seinen Eltern in die USA geschickt, weil er sich von einem doppelt so alten Dienstmädchen hat verführen lassen, die dann prompt auch schwanger wurde. Er wird also regelrecht abgeschoben von seinen Eltern, um als Auswanderer, wie schon so viele andere vor ihm, in der Neuen Welt sein Glück zu machen. Aber was er dann erlebt im «Land der unbegrenzten Möglichkeiten», das ist alles andere als Glück, er findet sich auf einer permanenten Abwärtsspirale wieder, seine Situation wird immer unerfreulicher und beklemmender, obwohl er sich als bescheidener, fleißiger und aufgeweckter junger Mann alle Mühe gibt, obwohl er sich für keinen Job zu schade ist.

Kafkas literarische Ausdrucksform, dieser typisch lakonische, rätselhafte und bedrohlich wirkende, aber glasklare Schreibstil erzeugt eine albtraumartige Stimmung beim Leser, der unwillkürlich mit dem Protagonisten mitfühlt, ungewollt tief hineingezogen wird in die Verstrickungen der Geschichte und ihrer traumatischen Wendungen. Der Held erscheint uns wie jemand, der ins Moor gefallen ist und nun durch jede seiner Bewegungen, mit denen er sich retten will, immer tiefer hinein sinkt. Dieses typische dem Unrecht und der Schikane ausgeliefert sein des gutwilligen Individuums, das sich ähnlich auch in den beiden anderen Romanen der Trilogie findet und hier wie dort zu gleichermaßen bedrohlichen wie grotesken Situationen führt, hat das sogar dudenwürdige Adjektiv kafkaesk entstehen lassen, dem Autor somit ein weiteres Denkmal setzend über sein Werk hinaus.

«Homo homini lupus», so hat der englische Philosoph Thomas Hobbes kurz und knapp in seiner berühmten Staatstheorie mit dem Titel «Leviathan» seine Prämisse formuliert, der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. «Amerika» nun, - ich bleibe bewusst bei diesem Romantitel, weil er perfekt passt zu dieser Geschichte -, ist der schlagende Beweis für die Richtigkeit der These, sei es in der Fiktion dieses Romans oder in der heutigen Wirklichkeit eines Staates, dessen Rüpelhaftigkeit nicht nur durch den aktuellen Skandal um den US-Geheimdienst NSA demonstriert wird. Eine Nation, in der es mehr Schusswaffen gibt als Einwohner, genau deren raue Mentalität hat Kafka in seinem Roman gekonnt benutzt, um sein Thema zu verdeutlichen, er hätte sich keinen besseren Handlungsort aussuchen können. Bestens passend dazu ist die Schilderung der gigantischen Handelsfirma des reichen Onkels wie auch das nicht minder riesenhafte Hotel «Occidental», und die Krone dieser Monstrositäten ist im letzten Kapitel das «Naturtheater von Oklahoma», für das in einer ebenso kitschigen wie absurden Anwerbeveranstaltung massenhaft Leute gesucht werden. Mit hunderten Posaune blasenden Engeln und Teufeln am Eingang eine deutliche Metapher für das Jenseits, denn trotz aller Fragen und Prüfungen steht eines vorab schon fest: Genommen wird jeder! Ein toller Roman für Leser, die Absurdes nicht irritiert, die den Faden der Handlung gerne selbst weiterspinnen und sich durch das Fragmentarische mit Wonne zu eigenen Gedankengängen inspirieren lassen möchten.
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am 16. Oktober 2013
Der Verschollen - auch unter dem Namen 'America' bekannt geworden - ist wie die meisten Roman von Franz Kafka nur ein Fragment; leider wurde er nie fertiggestellt. Doch selbst das unvollständige Romanfragment gibt einen guten Eindruck von der immensen Wort- und Gedankenwelt des Autors. Jeder aufkeimende Optimismus des Protagonisten Karl Roßmann wird gefolgt von einem stets noch tieferen Fall und doch gibt das - vorläufige - Ende einen versöhnlichen Ausblick auf die Zukunft des Helden. Die Geschichte bleibt nachvollziehbar und insofern ist das Buch gerade für Leser, die sich bisher noch nicht intensiv mit Kafka beschäftigt haben, empfehlenswerter als etwa Das Schloß oder die zahlreichen Kurzgeschichten und Erzählungen Kafkas.
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am 19. Juni 2012
Der 16 jährige Karl Roßmann kommt Anfang des 20. Jahrhunderts per Schiff in New York an und symbolisiert einen von Tausenden deutschen Auswanderen, alle auf der Suche nach der Erfüllung ihrer Träume. Per Zufall trifft er seinen wohlhabenen Onkel, der ihm sogleich Arbeit verschafft und sein Neubeginn in Amerika scheint unter guten Zeichen zu stehen...

Das erste Romanfragment Kafkas ist noch nicht durchgehend von der Düsternis und dem bürokratischem Wahnsinn der anderen Werke durchzogen, jedoch schimmern diese kafkaesken Themen des öfteren durch. Für Kafka-Fans definitiv empfehlenswert, für Einsteiger empfehle ich eher den "Prozess"
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am 29. April 2006
"Amerika oder Der Verschollene" ist einer der großartigen Romane Franz Kafkas. Ja, er ist - wie alle Romane Kafkas - unvollendet oder vielleicht besser gesagt fragmentarisch. Im "Naturtheater von Oklahama" verliert sich Karl Rossmanns Spur... Ist das Unabgeschlossene des Romans ein literarisches Ausdrucksmittel Kafkas oder erschöpfte sich der Künstler an der Form? Kein Forscher weiß dies sicher zu beantworten - und das ist nicht zuletzt auch das Faszinierende. Kafkas changieren zwischen Tragik und Humor ist ein Leseerlebnis, dass kein leidenschaftlicher Leser versäumen sollte!
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11 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. April 2005
Als Kafka-Fan war dieser Roman eine große Enttäuschung für mich.
Was Kafka in seinen anderen beiden Romanen, "Der Prozess" und "Das Schloss", noch gelingt -der Aufbau einer großartig beklemmenden und beängstigenden Atmosphäre mit einem sprachlich kristallklaren Stil und vor allem einem erkennbaren Motiv, der Angst vor der eigenen Machtlosigkeit nämlich-, verschwindet hier schon nach dem guten ersten Kapitel und macht einer von Beliebigkeit und Inspirationslosigkeit geprägten "Geschichte" Platz. Das auch separat als Erzählung erschienene erste Kapitel "Der Heizer", die Thematik des Aufbruchs in eine neue Welt und der Schwierigkeiten beim Versuch, eine Existenz aufzubauen und vor allem das Wissen, dass die Auswanderungswelle zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihren unzählbaren traurigen Schicksalen ein perfektes Thema für einen Autor wie Kafka ist, haben mich auf diesen Roman neugierig gemacht. Leider gelingt es Kafka an keiner Stelle, dieses Potenzial an Themen auszuarbeiten. Sein Protagonist Karl Roßmann ist starr wie ein Eisblock, der nicht eine nachvollziehbare Gefühlsregung zeigt und angesichts seiner Situation seltsam unbeteiligt wirkt. Alle anderen Figuren tauchen auf und verschwinden, ohne die Geschichte weiterzubringen. Von einer Geschichte kann hier überhaupt kaum die Rede sein, denn Kafka lässt zusammenhangslos ein Ereigniss auf ein anderes Folgen und vergisst dabei vollkommen, einen roten Faden einzuarbeiten. "Amerika" ist als Handlungsort austauschbar, da man das Land in dem Roman kaum wiedererkennt. Hat Kafka versucht, allgemein Existenzgründung und Angst vor dem Neuen zu thematisieren? Wahrscheinlich, aber selbst das gelingt ihm nicht, denn Figuren und Ereignisse bleiben zu oberflächlich und belanglos. Auch die im Vergleich zu Kafkas anderen Romanen deutlich hoffnungsvollere Stimmung lege ich diesem Roman als Schwäche aus, denn Roßmanns Handeln und Einstellung wirkt dadurch naiv und beinahe lächerlich. Obwohl "Amerika" unvollendet geblieben ist, lässt sich erahnen, dass er sich enthusiastisch in den großen Zirkus Amerika begibt.
Was also bleibt als Moral der Geschicht'? Alles wird gut, wie und warum auch immer? Leider lässt sich aus diesem Roman nicht die geringste Moral ziehen, dazu fehlt es ihm an Substanz und Aussagekraft.
Wer mit "Amerika" in Kafkas Gesamtwerk einsteigen will, sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Ich werte diesen Roman als "Ausrutscher", da mir alle übrigen Romane und Erzählungen aus seiner Hand sehr gefallen. Allgemein kann ich "Amerika" nicht weiterempfehlen, es gibt bessere Kafka-Bücher und vor allem bessere Romane zu diesem Thema.
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am 14. März 2011
Ein Roman, der seines gleichen sucht!
Leser welche sich mit Kafkas Biografie auseinander gesetzt haben werden dieses Buch lieben.
Die Nachbemerkungen von Jost Schillemeit und die Biografische Skizze runden das Buch ab.

Ganz klar - 5 Sterne
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12 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. März 2005
Ich persönlich, fand dieses Werk von Kafka einfach nur totlangweilig, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Handlung, wenn es in diesem Buch überhaupt so etwas wie einen Handlungsstrang gibt, könnte man auf 4 bis 5 Seiten wiedergeben. Das Buch glänzt durch seitenlange Beschreibungen von Gebrauchsgegenständen oder Wohnugseinrichtungen. An einer Stelle beschreibt Kafka über mehr als 2 Seiten das Aussehen und die Funktionsweise eines Schreibtisches; dafür brauch ich kein Buch lesen, ich öffne einfach meine Augen. Während des lesens hoffte ich vergeblich auf irgendetwas, was dem Buch wenigstens einen Hauch von Spannung verleiht. Insbesondere auch das Ende des Buches ist so gestaltet worden, dass es nicht aufgefallen wäre, wenn es ein paar Kapitel oder etliche Seiten früher beendet worden wäre.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2013
eil mangelt. Aber es ist ein Wunder, weil man den Eindruck hat, der Autor Amerika besucht habe, aber er hatte in die ersten Jahren des neunzehnten Jahrhundert etwas über Amerika nur von ausgewanderte Verwandten gelernt.
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am 28. April 2014
Wir mussten das Buch für die Schule kaufen.
Lesen lässt es sich gut, aber die Charakterentwicklung, Storieline usw ist einfach viel zu "brüchig".
Man merkt beim lesen, wo sich Kafka zwischendurch mal eine Pause gegönnt hat.
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am 28. Februar 2013
Wie immer ein Meisterwerk der Sprache und der Psychologie. Eine hervorragende Darstellung des amerikanischen Lebensumfeldes in dieser Zeit, obwohl Kafka niemals in Amerika war.
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