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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bissiger Klassiker
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu...
Veröffentlicht am 1. September 2008 von weiser111

versus
2.0 von 5 Sternen Verpasste Chance
Hörspiele stehen und fallen im Gegensatz zu reinen Hörbüchern nicht alleine mit ihren Sprechern. Bestes Negativ-Beispiel dafür ist leider diese Dracula Adaption vom Hörverlag.
Zunächst sei das Positive genannt: Der Erzähler - wenn ich mich nicht irre Andreas Fröhlich - macht seine Sache hervorragend. Wenn er die Geschichte...
Vor 1 Monat von Peter Linke veröffentlicht


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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bissiger Klassiker, 1. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Dracula: Ein Vampirroman (Taschenbuch)
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge eigenartiger Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merkwürdiges an der englischen Küste: Eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. In London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula beginnt, der sich mittlerweile in England befindet.

Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von allzu vielen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.

Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile für die Leser haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.

"Dracula" ist nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch auch zum Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu".
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert darauf legt, dass ihm subtil erzeugte Schauder den Rücken herunterlaufen, der ist hier bestens bedient.

Allerdings gilt auch hier: Es gibt solche Übersetzungen und solche. Unter den verschiedenen deutschen Übersetzungen empfehle ich unbedingt die von Stasi Krull, die nahe am Original bleibt und dennoch flüssig und stilsicher ist, und wo die verschiedenen Sprachschichten des Originals nicht zum Einheitsbrei zusammenfließen. Kein Wunder -- hinter dem Pseudonym "Stasi Krull" verbirgt sich niemand Geringeres als h.c. artmann...
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Ursprung aller Vampirgeschichten, 29. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Dracula. Ein Vampirroman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch lag schon einige Zeit ungelesen in meinem Regal, ehe ich es zur Hand nahm. Ich konnte mich nicht recht aufraffen es zu lesen, unter anderem auch weil dieses Buch 1897 verfasst wurde und ich Angst hatte mich in einem schwer lesbaren Roman wieder zu finden, den ich dann enttäuscht zurück stellen würde. Doch die Ursprungs Geschichte reizte mich, vor allem da man heute mit mehr oder weniger gelungenen Verfilmungen quasi überhäuft wird.

So nahm ich das Buch eines Nachmittags zur Hand und begann die ersten Seiten zu lesen, ich wollte nur mal kurz rein schnuppern und konnte es nicht mehr zur Seite legen. Meine Befürchtungen waren völlig unbegründet, es ist einfach und flüssig zu lesen. Die erzählform von Tagebüchern, Briefen, Zeitungsauschnitten etc. hat mir sehr gut gefallen. Zur Geschichte muss ich hier wohl nicht mehr allzu viel erzählen, ich glaube sie ist allgemein bekannt, obwohl ich sagen muss das ich ein ums andere mal von der Handlung überrsacht wurde, da unzählige Filme die wahre Geschichte ziemlich verändert (um nicht verpfuscht zu sagen) haben. Man kommt schnell in die Geschichte hiein fiebert und fühlt mit den Hauptcharakteren mit, was ich sehr wichtig finde.

Ich habe das Buch im Herbst gelesen, wenn es früh dunkel wird und kalt draußen ist, was sehr gut zur Stimmung des Buches passt, also für alle die sich gerne mal gruseln wollen, wartet bis zum Winter mit dem lesen ;)
Für alle die die selbe Scheu wie ich vor diesem Buch haben, werft sie über Bord und ran an das Buch, es macht wirklich Freude es zu lesen und ich kann es voll und ganz weiter empfehlen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiterhin unübertroffen, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Dracula. Ein Vampirroman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich gibt es zu einem Klassiker wie diesem nicht viel zu sagen.
Doch durch die neuerdings zahlreichen modernen Alternativen möchte ich doch ein Plädoyer für diesen Roman verfassen:

Bram Stoker schrieb den Roman zu einer Zeit, als das gedruckt Wort noch das Medium überhaupt war. Die ersten Versuche Stummfilme darzustellen wurden gerade unternommen, aber waren noch sehr abenteuerlich. An Radio oder sogar Fernsehen war noch lange nicht zu denken. Die Welt insgesamt war noch stark entschleunigt; die Geschwindigkeit von Zügen schien schon atemberaubend.
Heute muss sich diesr Roman gegen ein Überangebot an Filme, Fernsehprogrammen udn vor allem auch an Vampirromanen durchsetzen.
Und wie ich finde kann "Dracula" dies gut. Obwohl man aus einem hohen Angebot an Alternativen schließen sollte, dass ein Anreiz besteht hohe Qualität zu liefern findet man diese in aktuellen Romanen nicht in dem Maße wie noch in Bram Storkers.
Ungeachtet des ungleich viel höheren Aufwands, zu Zeiten Bram Stokers, sich über Gegebenheiten anderer Kulturkreise zu informieren schafft dieser es sehr anschaulich Osteuropa und die Route Jonathan Harkers realitätsgetreu darzustellen. Wo man heute zwei Suchbegriffe in Google eingibt und 10 Minuten ließt um Informationen über andere Länder zu gewinnen, war man zu Storkers Zeiten darauf angewissen Dinge erzählt zu bekommen oder eine Bibliothek aufzusuchen, was für viele Leser aber auch Autoren aktueller Romane offensichtlich undenkbar erscheint.

Beachtlich der Erzählweise, die Stoker wählte kommt man nicht umhin, zugeben zu müssen, dass diese wesentlich innovativer ist, als jene, welche die meisten modernen Autoren wählen.
Es bedarf keiner großen Phantasie eine reine "Ich" - Erzählung zu schreiben. Dies macht einiges einfach: Man kann Gefühle und Veränderung in der Wahrnehmung des Protagonisten sehr einfach darstellen und sehr einfach einen runden, dynamischen Charakter erschaffen, mit dem sich der Leser zwangsläufig identifizieren muss. Es wird schlicht und einfach ins Blaue hinein erzählt.
Stoker wählte ebenfalls die "ich"-Erzählweise. Allerdings schrieb er in Form von Tagebucheinträgen. Dabei geht der implizit verfassende Protagonist jedoch nicht davon aus, dass der eigentliche Leser(also der Mensch, der das buch in der Hand hält) den Eintrag liest, sondern entweder ein anderer Charakter oder er selbst zu einem späteren Zeitpunk (wie John Harker davon ausgeht, dass Mina sein Tagebuch lesen wird). Dabei ändern sich die Bezugs- bwz. Adressatpersonen im Laufe der Geschichte. Dabei muss sich zwangsläufig auch der Schreibstil des Verfassers und die die Auswahl des Inhalts ändern.
Dazu kommen noch Briefe mit unterschiedlichen Autoren und Bezugspersonen. Wichtig ist es auch zu beachten, dass es nicht nur darauf ankommt, wer schreibt sondern auch an wen. Dies zeigt die Schwierigkeit dem einzelnen Charakter eine eigene, runde Persönlichkeit und einen eigenen Schriftstil zu verleiehen.

Dies Alles zu beachten scheint kompliziert, umso größer ist Stokers Leistung.

Damit hat Bram Stoker eine Sammlung von Berichten über eine fitkive Geschichte geschaffen, die sehr realistisch von verschiedenen Autoren zu sein scheint, Kulturelle Fakten und Bräuche beinhaltet und schon allein durch die oben genannte Problemtatik mit vielen sich wechselnden Charakteren und impliziten Ansprechpartner ihrer Schriften um ein wesentliches Lesenswerter ist als der überwiegende Großteil der modernen (Vampir-) Literatur.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Bleiben Sie doch noch eine Nacht ...", 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Dracula. Ein Vampirroman (Gebundene Ausgabe)
Jonathan Harker wird nach Transsilvanien geschickt, um Graf Dracula ein Haus in London zu verkaufen. Doch der Graf bittet ihn, seinen Aufenthalt zu verlängern und Briefe im Voraus zu schreiben, dass er abgereist sei, zudem sind die Türen im Schloss verschlossen und es scheint keine Dienerschaft zu geben ... In London geht Lucy, Freundin von Jonathans Verlobten, schlafwandeln und wird von einem Tier angefallen, was hat es damit auf sich und mit dem Schiff, das ohne Besatzung außer mit dem toten Steuermann, der sich ans Steuerrad gebunden hat? Ach, was rede ich. Die Story dürfte allgemein bekannt sein, bei den zig Verfilmungen. Trotzdem lässt einen die Spannung nicht Luft holen und die den Protagonisten unbekannte Bedrohung lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Insbesondere der Anfangsteil im Schloss lässt mich erschaudern. Lediglich die Schilderungen van Helsings über den Charakter Draculas finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begründung eines Genres, 16. Mai 2012
Diesen Klassiker muss man einfach gelesen haben, wenn man sich für Fantasy interessiert. Faszinierend, wie hier ein Genre begründet wird; welches übrigens von der Twilight-Reihe wunderbar wiederbelebt wurde.
Auch wenn die Sprache von Bram Stoker veraltet wirkt, hat er doch sehr viele archetypische Motive verwendet und diese kunstvoll ineinander verwoben wie die Darstellungen auf alten Wandteppichen. Diese werden heute auch nicht mehr so hergestellt, sind aber dennoch wunderbar anzuschauen.
Meine Lieblingsverfilmung dieses Romans ist jene von Coppola. Mein Tipp: an einem verregneten Herbsttag zuerst das Buch lesen und abends den Film schauen!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts ist besser als das Original, 21. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Dracula. Ein Vampirroman (Gebundene Ausgabe)
Der originale Roman über den berühmten Grafen aus Transylvanien ist eigentlich eine klassische Horrorgeschichte. Ich erwähne dies, weil die meisten die Geschichte nur aus den einschlägigen Dracula Filmen kennen. Diese geben aber nie die Handlung originalgetreu wieder, was schade ist, da die Originalhandlung genial konstruiert ist. Allein deshalb sollte man das Buch auch mal lesen.

Was ich aber viel schlimmer finde: Die Hollywood-Streifen und sogar die Version mit Klaus Kinski machen aus der Geschichte eine Seifenoper. Da wird aus dem Vampir, der im Original ein bösartiges Monster ist, einfach mal eine bemitleidenswerte Kreatur, die sich bloß nach Liebe sehnt. Fast möchte man am Ende bei seinem Tod heulen, was dem ganzen natürlich jeden Grusel-Effekt nimmt, der so bezeichnend für das Buch ist!

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Dracula der langweiligste Bestseller aller Zeiten sei. Dazu sage ich nur, man muss sich schon auf den altertümlichen Stil einlassen. Fans von Steven King oder Harry Potter werden an dem Buch sicher keinen Gefallen finden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der unbedingt gelesen werden sollte!, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tolles Buch! Wirklich ein Klassiker und sollte von jedem gelesen werden, der sich für den Mythos um dracula interessiert. Kann es nur weiterempfehlen. Ist gut zu lesen und deshalb 5 Sterne!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen empfehlenswert, 3. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kann mit jedem aktuellem Thriller mithalten.
Besser als alle Verfilmungen, obwohl die Version mit Winona Ryder die düster-laszive Stimmung gut interpretiert
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein klassisches Schauermärchen, 25. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Dracula. Ein Vampirroman (Gebundene Ausgabe)
Unheimlich fesselnd und spannend ist dieser Roman!
Ich wollte nun auch endlich mal die komplette Geschichte um den sagenumwobenen "Vampir-Paten" kennenlernen, also traute ich mich an dieses Buch heran. Gerade nach wahren Schreckensgeschichten wie Blade, Buffy, Vampire Diaries und nicht zu letzt die Twilight Saga, brauchte ich dringend eine Geschichte, die mich nicht verzweifeln ließ, und das hat Bram Stroker eindeutig geschafft.
Die Art einer Tagebuch-Erzählung reißt noch mehr mit als einfache auktoriale oder Ich-Erzählweisen und der Sprung zwischen den Gedanken der einzelnen Personen lässt in jede der Seelen Einblick geähren.
Ich bin absolut begeistert, und kann dieses Buch mehr als empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Vampir unter den Vampiren, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Dracula. Ein Vampirroman (Gebundene Ausgabe)
Graf Dracula lädt den jungen englischen Anwalt Jonathan Harker auf seine Burg in Rumänien ein, um mit ihm einen Immobilienkauf abzuwickeln. Harker jedoch wird dieser Aufenthalt immer unheimlicher und sogar deutlich bedrohlicher, als er grauen- wie rätselhafte Entdeckungen macht, während der Graf ihn praktisch in seiner Burg gefangen nimmt. Harker wagt die Flucht, doch hier fängt die Geschichte erst so richtig an...

"Dracula" von Bram Stoker hat seit seiner Erscheinung 1897 nicht nur Stoff zum Gruseln, sondern auch Stoff für allerlei Verfilmungen, Parodien aber auch Inspirationen geboten. Der untote Graf mit seiner Gier auf Blut ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr aus der Literaturgeschichte wegzudenken.

Ich persönlich hatte, wie bei Mary Shelleys "Frankenstein", keine Verfilmung des Romans vor oder während dem Lesen gesehen (abgesehen von Mel Brooks "Dracula - Tot aber glücklich" und "Dracula 3000", aber die gelten praktisch nicht), so konnte ich ziemlich "unbeeinflusst" in den Stoff eintauchen. Dieser wird nicht blosser Prosatext aus der dritten Person erzählt, sondern von einem Grüppchen von Menschen, die auf ihre Weise mit Dracula zu tun bekommen und ihre Erlebnisse und Gedanken in Tagebucheinträgen und Notizen wiedergeben. Auch Telegramm- und Phonographaufzeichnungen sind niedergeschrieben. Die Erzähler wechseln oft ständig, die Einträge sind weitgehend chronologisch erzählt. So wechselt auch regelmässig die Perspektive auf das Geschehen um diese Menschen, die übrigens teilweise ein erstaunliches Erinnerungsvermögen aufweisen können ;)
Für mich persönlich gibt es vielleicht einen wesentlichen Nachteil in dieser Erzählweise: Sie raubt der Geschichte ein klein wenig Spannung (was jemand niederschreibt - so fürchterlich es auch war - hat er oder sie offenbar überlebt), doch ansonsten bietet "Dracula" immer noch genug Spannung in Erzählungen um unheimliche Begebnisse und quälende Ungewissheiten. Zwar mag diese heutige Leser nicht mehr so erschrecken, doch man versteht, warum "Dracula" einst aufgrund seiner Horrorelemente ein gewisses Echo durch Leser und Medien auslöste.

Ich habe hier auf Amazon von Lesern mitbekommen, dass diese bereits nach ca. 50 Seiten aufgehört hätten, da für sie der Lesestoff zu langsam und zu unspektakulär daherkommt.
Ja, tatsächlich kam auch mir das erste Zehntel des Buches selber ein wenig zäh vor, aber jedes Buch braucht eine Art Einleitung und möchte ja nicht bereits dort sein ganzes Pulver verschiessen. Ich empfehle, wenn der Anfang auch etwas zähl vorkommen mag, weiterzulesen. Denn der Roman wird immer besser und besser, spannender und immer interessanter mit jeder Erkenntnis, die man über die Situation bzw. über den Grafen selbst gewinnt.
Dabei ist auch zu betonen, dass im Grunde eine Geschichte erzählt wird, die das schleichende, allgegenwärtige Grauen auf eher subtile Weisen mit einigen (im positiven Sinne) schrecklichen Details geschmückt präsentiert. Es ist kein Actionroman oder derartiges.

Letzten Endes lohnt es sich allemal, Bram Stokers "Dracula" zu lesen, um den Vampir unter den Vampiren kennenzulernen und um sich in jene hinein zu versetzen, die vom Schicksal mit ihm zusammengewürfelt werden.
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Dracula. Ein Vampirroman
Dracula. Ein Vampirroman von Bram Stoker (Gebundene Ausgabe - 1. Oktober 2008)
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