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Kundenrezensionen

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am 15. April 2009
Selten habe ich so ein kurzweilig zu lesendes Geschichtsbuch in den Händen gehabt. Dem Autor gelingt es, über hunderte von Seiten spannend und äußerst detailiert, ohne zu langweilen, die ganze Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges auszubreiten.
Fast ging es mir wie mit einem Thriller - ich konnte vor Neugierde oft nicht aufhören, zu lesen. Sehr aufschlussreich ist auch die Vorgeschichte des Bürgerkrieges, die der Autor ausführlich beschreibt. Klar und messerscharf auch seine Thesen, warum der Norden den Krieg gewinnen musste, und wie nahe doch auch der Süden seinem Ziel war, unabhängig zu werden. Alles wirkt keineswegs belehrend.
Genauso wünsche ich mir ein Geschichtsbuch: fundiert, ausführlich alle Facetten beleuchtend, unterhaltsam. Bitte mehr davon!
11 Kommentar|76 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Dezember 2008
Wer sich ein umfassenden Bild über den amerikanischen Bürgerkrieg verschaffen will und nicht auf englisch-, amerikanischsprachige Literatur zugreifen möchte und sprachlich nicht kann, der kommt um das knapp 1000seitige Werk in deutscher Sprache von James M. McPherson nicht herum. Mehr als umfassend präsentiert der Historiker den Verlauf und die Wendungen der USA.
Spannend für mich, gegenüber den meist knappen deutschsprachigen Standartwerken, besonders das erste Viertel des Buches, indem äußerst umfangreich die schon Jahrzehnte zuvor langsame Entzweiung zwischen dem Süden und Norden abgehandelt wird. Auch die schon damals praktizierten demokratischen Winkelzüge der Politiker, ob Gemäßigte oder Hardliner, werden gut dargestellt. Wobei die üblichen Einpeitscher und Demagogen mit berücksichtigt werden und einem so besonders der Zwiespalt des oberen Süden aufgezeigt wird. Interessant auch der politische Kampf um die Sklavenfrage in den Territorien, weit vor dem Ausbruch des äußerst blutig geführten vierjährigen Bürgerkrieges.

Ab Seite 260 wird dann das eigentliche Bürgerkriegsgeschehen mit dem ersten Schuss auf Fort Sumter eröffnet, wobei der Schriftsteller bis zur letzten Seite seinem Stil treu bleibt und der Leser somit einen mehr als umfassenden Beitrag zur (Amerika)Geschichte erhält. Sollte die Leidenschaft am Civil War dann immer noch nicht gesättigt sein, bleiben einem nur noch die amerikanischen Orginalwerke übrig.

Fazit: 5 dicke Sterne !!! (dem 1000 Seiten und der günstige Preis nicht zu viel sind)
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Februar 2016
Für die Lektüre dieses Buches benötigen Sie drei Dinge.

1. Zeit: Es besteht aus fast 1000 klein gedruckten Seiten. Ich habe mir das Lesen über mehrere Urlaube verteilt und erlaube mir, das Buch nach 100 - 150 Seiten wieder zur Seite zu legen.
2. Musse: Es gilt die vielen Ereignisse, Schauplätze, Orte und Menschen einzuordnen. Dabei musste ich schon mal zurückblättern, um den grossen Zusammenhang nicht zu verlieren.
3. Offenheit zum Staunen: Kleine Ursachen können eine grosse Wirkung zeitigen. Wie schon in der Bibel steht: Ein Wort kann einen Waldbrand entfachen.

Dieses Buch lebt von drei Dingen.

1. Von der Fähigkeiten, viele Fäden zu einem gewaltigen Strom der Ereignisse zusammenzuweben. Das Buch ist gefüllt mit (volks)wirtschaftlichen und soziologischen Informationen, die nicht eindrücklich in Zahlen festgehalten werden.
2. Von der Liebe zu einzelnen Geschichten. Wo viele Bäume stehen, muss man von Zeit zu Zeit auch einen einzelnen Baum betrachten. McPherson verfügt über eine gewaltige Kenntnis von Einzelquellen. So bekommen grosse Ereignisse ihre Farbe durch Bezugnahmen auf Zeitungsberichte, Bücher und amtliche Dokumente.
3. Von der Schilderung einer einmaligen Zeit: Ein ganzer Kontinent wird im Eilzug besiedelt; verschiedene Völker und Rassen treffen aufeinander; geografische und klimatische Extreme wechseln sich ab. Dies geschieht unter dem Vorzeichen einer raschen Mechanisierung (Eisenbahn!) und Industrialisierung.

Ich habe drei Dinge gelernt.

1. Die Auseinandersetzung über Grundsatzfragen hat weit reichende Konsequenzen. Gesetze folgen einer Weltanschauung. Auch wenn sie übertreten werden, haben sie eine wichtige schützende Wirkung.
2. Überragende Einzelgestalten (Führer) spielen eine wichtige Rolle. Das Volk profitiert von Disziplin, Geradlinigkeit und Wahrheitsliebe, wie es durch Machtgier, Profitstreben und Besitzstandwahrung in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
3. Öffentliche Reden haben eine wichtige Funktion, weil durch sie die Meinungsbildung vorangetrieben wird. Es gefällt mir nicht, dass gegenwärtig im Namen der "Toleranz" dieser Diskurs oft abgewürgt wird.

Fazit
Ich empfehle die Lektüre für den interessierten Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts. Uns steht eine heikle Periode bezüglich Ideologien (Stichworte: Islam, Säkularismus) bevor. Als nächstes habe ich mir eine Lincoln-Biografie vorgenommen.
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am 13. Mai 2013
Der amerikanische Bürgerkrieg hat die Geschichte der USA, die politischen Gegebenheiten und die Mentalität der Menschen in einer Weise umgeworfen, wie es wohl nur mit der Unabhängigkeitserklärung der Kolonien an sich vergleichbar ist. Aber auch für den Rest der Welt stellt dieses Ereignis eine entscheidende Zäsur in kultureller und politischer Hinsicht dar. Auch aus diesem Grund war ich als historisch interessierter "Laie" stets auf der Suche nach einer wirklich guten Übersicht über diesen Konflikt. Mit James M. McPhersons "Für die Freiheit sterben" bin ich mehr als fündig geworden.

Auf gut 850 Seiten (Anhang nicht mit eingerechnet) legt McPherson den amerikanischen Bürgerkrieg in einer Vielzahl von Facetten dar und schafft dabei den schwierigen Spagat eine große Menge an Information prägnant zu vermitteln, ohne dabei in Belanglosigkeit oder Detailsucht zu verfallen. Dabei gibt McPherson sich größte Mühe, dem Leser ein wirklich "komplettes" Bild zu vermitteln: Politische (Außen- wie Innenpolitik!) und kulturelle Hintergründe werden ebenso vermittelt wie Charakterzüge der historischen Figuren, militärische Bewegungen, wirtschaftliche Rechnungen und geographische Umstände. Auch das Los der Zivilbevölkerung kommt nicht zu kurz. Mit Hilfe dieses kompletten Bildes kann der Leser nicht nur die Etappen dieses Konfliktes *nachvollziehen* sondern tatsächlich *verstehen*. Entsprechend verhält sich auch die Struktur des Buches:

McPherson gibt dem Leser in seiner Einleitung ein detailliertes Bild der Vereinigten Staaten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Erwägungen konstruieren eine solide Ausgangsposition um den Weg der Bundeststaaten in die Sezession zu skizzieren. Besonders die Beschreibung der politischen Ursachen der Sezession empfinde ich als schlüssig und einleuchtend. Im Hauptteil des Buches widmet sich McPherson dem Kriegsverlauf, den er zusammenhängend aber doch mit Schwerpunkten erläutert. Dabei geht er im Prinzip chronologisch vor, nimmt sich aber sinnvollerweise immer mal wieder zwischendurch die Zeit, kausale Zusammenhänge an einem Kriegsschauplatz (z.B. Kansas) in einem Ausblick mit den "aktuellen" Geschehnissen in Verbindung zu setzen. So gliedert sich die Erzählung in mehrere "Arme", die jedoch im Ganzen einer chronologischen Ordnung folgen. Der Leser wird gekonnt geführt und verliert nie den Überblick.

An ausgewählten Zeitpunkt nimmt sich der Autor den Raum, auf besondere Aspekte des Konfliktes zu sprechen zu kommen - wie haben die Wahlen 1864 die militärischen Geschicke der Union und der Konföderierten beeinflusst? Wie konnten die beiden amerikanischen Staaten den Krieg ökonomisch schultern? Wurde der Krieg tatsächlich "auf dem Rücken der Armen" ausgetragen? Diesen und einer Vielzahl von anderen Fragen widmet sich McPherson mit der gebührenden Sorgfalt. Das Buch schließt dann mit einem Epilog, der die Folgen des Krieges für die USA und die Welt noch einmal zusammenfassend darstellt.

Beeindruckend ist dabei für mich vor allem, dass der Autor so gut wie immer fair und sachlich bleibt. McPherson bemüht sich beide Seiten zu beleuchten und in den damaligen Kontext einzuordnen. So werden die Sklavenhalter aus den Südstaaten beispielsweise nicht als bösartige Schufte mit Spaß an Oppression dargestellt, sondern ihre Absichten (die sich im Wesentlichen auf einen aus heutiger Sicht pervertierten Freiheitsgedanken gründen) werden plausibel gemacht. Natürlich bezieht McPherson auch (löblicherweise) an der ein oder anderen Stelle moralische Position - dies aber stets aus der heutigen Sicht heraus, die der Leser auch leicht einzuordnen weiß. Auch bei der Darstellung der Personen bleibt McPherson differenziert: So wird Grants angebliche Trunksucht beispielsweise ebenso skeptisch thematisiert wie General Lees militärische Unfehlbarkeit oder McClellans Eignung als Kommandant der Potomac-Armee.

Weiterhin gefällt mir der spannende und lockere Stil des Buches, der zwar durchaus seriös ist und mit zahlreichen Quellenangaben aufwarten kann, aber selbst bei knallharten politischen Detailfragen spannend zu lesen und auf angenehmer Distanz zum trockenen "Lehrbuchstil" bleibt. Aufgepeppt wird das Dargestellte immer wieder durch militärische Karten, Anekdoten aus Briefen, Bilder der wichtigsten Protagonisten und andere Details, die die Erzählung angenehm abrunden. McPherson hat dabei auch den Mut, "etablierte" Deutungen von Historikern in Frage zu stellen und argumentativ seine Interpretation schlüssig zu verteidigen. So gerät "Für die Freiheit sterben" nicht blos einfach zu einer knackigen Zusammenfassung von schon bekannten Fakten und Thesen (Was auch eine beachtliche Leistung wäre), sondern vermittelt einen ganz eigenen, wohl fundierten Blick auf den Konflikt.

Sicherlich könnte man auch bei diesem Buch Kritikpunkte finden, wenn man verbissen genug sucht. So hätte dem Werk sicherlich ein sorgfältigeres Lektorat gut getan. Beispielsweise ist manchmal von Konföderierten die Rede, wo klar Unionisten gemeint sind und auch so mancher Druckfehler schleicht sich ein. Darüber hinaus sind die abgedruckten politischen und militärischen Karten mitunter schwer zu lesen (Grauschattierungen sind kaum erkennbar) oder werden kaum erläutert. Dennoch: Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften fällt dies kaum ins Gewicht.

Fazit:

Ein so fairer, kompletter und sorgsam dokumentierter Überblick über den amerikanischen Bürgerkrieg dürfte in der Literatur seines Gleichen suchen und es fällt leicht zu verstehen, wieso McPherson gemeinhin als der Bürgerkriegsautor schlechthin verstanden wird. Positiv anzumerken ist in diesem Schlusswort auch, dass dieses Buch für "Hobbyhistoriker" und Menschen die sich einfach nur privat etwas über diese Thematik anlesen wollen, in meinen Augen hervorragend geeignet ist - ohne dabei aber all zu sehr an wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren. Ich kann also guten Gewissens eine generelle Kaufempfehlung für dieses Buch aussprechen. Einzig wer sich von der hohen Seitenzahl oder dem Faktum, dass McPherson politischen/gesellschaftlichen Erwägungen mehr Beachtung schenkt, als detaillierten militärischen Winkelzügen abgestoßen fühlt, könnte mit "Für die Freiheit sterben" Probleme bekommen.
Für den Rest: Zugreifen! 5/5 Sterne!
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am 14. Juli 2012
Bereits im Jahr 1988 erschien James M. McPhersons Buch "Battle cry of freedom", das im Jahr 1992 erstmals auf Deutsch veröffentlicht wurde - unter dem Titel "Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges". Behandelt wird dabei jene gewaltige Auseinandersetzung, die unter anderem in Fernsehserien wie Fackeln im Sturm - Die Sammleredition 8 DVDs oder in Büchern wie Die älteste noch lebende Rebellenwitwe erzählt thematisiert wurde.

Es handelt sich um ein Standardwerk zur Epoche des amerikanischen Bürgerkrieges, das beinahe monumentale Ausmaße besitzt. Von 1003 Seiten sind allerdings nur 848 Seiten tatsächlich Text, der Rest besteht aus Anmerkungen, einem kleinen, mehrseitigen Teil mit Kurzbiographien der wichtigsten Generale und Politiker des Krieges und einer Zeittafel. Im Text integriert sind einige Karten und eine kleine Sektion mit Schwarzweiß-Fotos, unter anderem von Jefferson "Jeff" Davis oder Robert E. Lee.

Zum Geschichtswerk selber kann nur eines gesagt werden: Wahnsinn. In einem weitgespannten Bogen, der beim amerikanisch-mexikanischen Krieg in den 1840-er Jahren (u. a. Schlacht bei Cherubusco) beginnt, erzählt McPherson die Ursachen, Hintergründe, den Verlauf und das Ende des Krieges. Politik, Gesellschaftsbetrachtung und Militärhistorie halten sich hierbei die Waage.

Am besten liest sich das Buch, wenn man begleitend dazu gleich noch Der Amerikanische Bürgerkrieg. Soldaten, Generäle, Schlachten von William C. Davis liest. Jeder, der sich für den Bürgerkrieg interessiert, sollte aber auf jeden Fall McPhersons Publikation als Standardwerk gelesen haben.
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am 5. Juni 2000
Das Buch von McPherson ist das beste, was ich je über den amerikanischen Bürgerkrieg gelesen habe. Es beinhaltet zwei wesentliche Teile: im ersten die Vorgeschichte und im zweiten der Ablauf des Bürgerkriegs. Im ersten Teil werden die Wirtschaft sowie die Infrastruktur, die Politik beider Kriegsparteien sehr ausführlich geschildert. Darin kann der Leser auch gut erkennen, wie die Leute des Nordens und des Südens aufeinander in den letzten 20 Jahren vorm Krieg umgingen und wieso es überhaupt zum Bürgerkrieg kommen konnte angesichts der Tatsache, daß eigentlich keiner den Krieg wollte. Im 2. Teil geht es dann um den Bürgerkrieg, in dem alle wichtigen bzw. bedeutenden Schlachten auf den westlichen und östlichen Kriegsschauplätzen auf chronologischer Art detailliert beschrieben werden. Nebenbei erfährt der Leser vieles über das damalige Militärwesen, über die Strategien der Armeebefehlshaber beider Seiten. Außerdem werden im Buch wichtige Fragen beantwortet wie z.B. warum der Süden dem übermächtigen Norden vier Jahre lang trotzen konnte, wie vermied Präsident Lincoln eine europäische militärische Intervention zugunsten der Konföderation oder warum die Sklaverei nicht der eigentliche Auslöser des Bürgerkriegs war. Es gibt nichts, was in diesem Buch zum Thema "Amerikanischer Bürgerkrieg" noch fehlt. Daher fünf Sterne!
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am 8. Februar 2016
...ist dieses Buch perfekt. In den ersten Kapiteln wird die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Struktur der Jahre VOR dem Bürgerkrieg ganz genau beschrieben. Sehr detaillierte Passagen der Wahlen und Debatten und auch der Politiker. Die wirtschaftlichen Aspekte im Norden und im Süden und auch die völlig unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaftsformen werden sehr genau behandelt und lassen den Konflikt lebhaft vor dem Auge des Lesers entstehen. Auch die Thematik der Zuwanderung und Religion wird hier ins Zentrum gerückt.

In den darauf folgenden Kapiteln geht es um die Strukturen der Armeen, die Versorgungslinien und die politischen Bedeutungen der Randstaaten. Die großen militärischen Aktionen und Schlachten sind sehr detailliert vorhanden (teils mit Karten). Diese Karten sind etwas schlecht lesbar in schwarz/weiß, das ist der einzige Mangel, der mir persönlich aufgefallen ist. Ferner wird auch auf die Menschen und Situationen beider Nationen eingegangen. Auch die Außenpolitik wird behandelt.

Im Epilog geht McPherson auf die zahlreichen Theorien ein, warum der Süden verloren hat und behandelt auch noch (wenn auch kurz) die Auswirkungen auf die Zukunft der USA.

Alles in allem kann ich dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der den amerikanischen Bürgerkrieg in seiner Gänze nachvollziehen möchte und der sich nicht langweilt, einige hundert Seiten Militärgeschichte zu lesen.
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am 9. November 2013
Ich habe das Buch bereits vor zwei Jahren gelesen und war damals schon begeistert. "Für die Freiheit sterben" ist komplex und umfassend: Es gibt kaum Aspekte des Amerikanischen Bürgerkrieges, die McPherson nicht behandelt. Dabei ist das Buch aber so gut geschrieben, dass es weder ermüdend noch langweilig wird. Und es ist viel mehr als eine Chronik des Bürgerkrieges. Es ist auch ein Buch über Amerika und liefert Antworten auf eine Menge Fragen, die wir uns als Europäer stellen, wenn wir das politische Geschehen in den heutigen USA verfolgen.

Vor kurzem habe ich das Buch nochmal beim Schreiben einer Hausarbeit benutzt und festgestellt, dass es sich hervorragend als Nachschlagewerk eignet. Zum einen ist es auch 25 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch historisch zutreffend. Zum anderen ist es ausgezeichnet gegliedert, was bei wissenschaftlichen Werken von zentraler Wichtigkeit ist. McPherson erzählt seine Geschichte nicht streng der Reihe nach, sondern unterteilt seine Kapitel in Abschnitte, die sich jeweils mit der Politik, der Kriegsführung oder den sozialen Folgen des Krieges beschäftigen. Dabei scheut er sich nicht, vor- oder zurückzugreifen, damit die einzelnen Abschnitte auch für sich gelesen werden können. Also kein endloses Hin- und Herblättern, kein Lesezeichenwust. Wie es McPherson dann auch noch gelingt, alles zu einem spannenden, kurzweiligen Ganzen zu verbinden, ist meisterhaft.

Hochgelobte Geschichtsstunde mit Unterhaltungswert, aufschlussreiche Einführung in die amerikanische Politik und wissenschaftliches Nachschlagewerk in einem.
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am 27. Juni 2001
Ich habe Foote und Catton gelesen, um nur die bekanntesten Historiker des amerik.Bürgerkriegs zu nennen, aber auch cca 20 andere Bücher über dieses Thema. Ich dachte es gäbe wohl kaum mehr was neues darüber zu berichten. Aber dieser McPherson...eindeutig das beste einbändige Werk über den Krieg. Die Feldzüge sind toll beschrieben und packen den Leser - aber dies ist ja nichts ungewöhnliches, den dem Thema selbst wohnt eine natürliche Großartigkeit inne. Was bei McPherson vor allem fasziniert sind die kulturellen und gesellschaftlichen Beschreibungen die ich in so eleganter Prosa noch nicht las. Es ist ein Standardwerk. Und wirklich unparteiisch!
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am 12. September 2013
Dieses Werk übersetzt aus dem Englischen mit den Original-Titel "Battle Cry for Freedom - The Civil War Era", ist sicherlich nicht als ein Überblick der politischen und militärischen Ereignisse und Zusammenhänge des U.S. Bürgerkrieges gedacht, wie z. B. das Werk von Udo Sautter über den US Bürgerkrieg. James M. McPherson ist Professor für Geschichte an der U.S. Elite Universität Princeton und der Autor mehrerer Werke über den U.S. Bürgerkrieg.

Wer sich daran macht, dieses Buch zu lesen, dem sollte bewußt sein, dass es sich nicht um eine Gute-Nacht-Lektüre handelt, welche man innerhalb einiger Tage gelesen hat.
Alleine die Fußnoten und die Bibliographie machen ein Sechstel des Buches aus.
Zudem sollte jedem Interessierten klar sein, dass der Autor sich auf die Gefechtshandlungen und deren Auswirkungen auf den Verlauf des Krieges fokussiert hat.

Wer also sein Augenmerk auf die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse richtet, aber den militärischen Aspekt nicht in den Vordergrund stellt, dem sei nicht zu diesem Buch geraten.

Wer sich aber mit den militärischen Operationen des U.S. Bürgerkriegs befassen will, dem ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen.
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