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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch zum Thema
Es gibt Bücher, die setzten einsame Standards und werden, gleich welches Gebiet
sie umfassen zu unverzichtbaren Klassikern. Dieses Buch ist eines dieser recht
einsamen Lichtblicke , und wer sich für amerikanische Geschichte Interessiert, der
kommt an dem Standardwerk von James M. Mcpherson einfach nicht vorbei.
Beginnend mit einem -recht...
Veröffentlicht am 1. September 2002 von red duke

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ... die Tiefe dieses Buches.
Der Autor, unbestritten ein Fachmann seines Genres, beschreibt in diesem Buch die Politik vor und während des Civil Wars in den "Vereinigten Staaten", sowie die Schlachten und Kampfhandlungen des gesamten Krieges bis in das letzte Detail. Dieses Buch ist wirklich nur für jenen etwas, der sich mit diesen alles veränderten Krieges intensiv...
Vor 15 Monaten von Josef veröffentlicht


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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch zum Thema, 1. September 2002
Es gibt Bücher, die setzten einsame Standards und werden, gleich welches Gebiet
sie umfassen zu unverzichtbaren Klassikern. Dieses Buch ist eines dieser recht
einsamen Lichtblicke , und wer sich für amerikanische Geschichte Interessiert, der
kommt an dem Standardwerk von James M. Mcpherson einfach nicht vorbei.
Beginnend mit einem -recht kurzen- Überblick über die Entstehungsgeschichte der
Vereinigten Staaten skizziert der Autor den langen Weg der Expansion eines
jungen und uneinheitlichen Staates, schildert die Glorie des Sieges und deutet
gleichzeitig die damit verbundene Katastrophe an.
Bei allen detaillierten Ereignissen vergisst McPherson dabei nicht, den Leser mit
plastischer Sprache zu fesseln, das Buch wird selbst bei trockensten Themen
(und auf fast eintausend Seiten) niemals langweilig oder spröde.
Der Autor hält dabei gekonnt die Balance, große geschichtliche Handlungsstränge
werden kombiniert mit den Schicksalen von Einzelpersonen. Dabei verfällt
McPherson weder in die Heuchelei, alles aus dem Süden mit einfach mit dem
Kainsmal des blutigen Sklavenhalters gleichzusetzen. Auch dabei bleibt das
Buch ein Musterbeispiel an Ausgewogenheit und Präzision.
Verlegt wurde das Buch im Original bei Oxford University Press, und es bleibt die
Hoffnung, dass auch die anderen Bände aus dieser Reihe den Weg als deutsche
Übersetzung in unsere Bücherregale finden werden.
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70 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 15. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
Selten habe ich so ein kurzweilig zu lesendes Geschichtsbuch in den Händen gehabt. Dem Autor gelingt es, über hunderte von Seiten spannend und äußerst detailiert, ohne zu langweilen, die ganze Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges auszubreiten.
Fast ging es mir wie mit einem Thriller - ich konnte vor Neugierde oft nicht aufhören, zu lesen. Sehr aufschlussreich ist auch die Vorgeschichte des Bürgerkrieges, die der Autor ausführlich beschreibt. Klar und messerscharf auch seine Thesen, warum der Norden den Krieg gewinnen musste, und wie nahe doch auch der Süden seinem Ziel war, unabhängig zu werden. Alles wirkt keineswegs belehrend.
Genauso wünsche ich mir ein Geschichtsbuch: fundiert, ausführlich alle Facetten beleuchtend, unterhaltsam. Bitte mehr davon!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragendes Kompendium zum amerikanischen Bürgerkrieg - nicht nur für Profis, 13. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
Der amerikanische Bürgerkrieg hat die Geschichte der USA, die politischen Gegebenheiten und die Mentalität der Menschen in einer Weise umgeworfen, wie es wohl nur mit der Unabhängigkeitserklärung der Kolonien an sich vergleichbar ist. Aber auch für den Rest der Welt stellt dieses Ereignis eine entscheidende Zäsur in kultureller und politischer Hinsicht dar. Auch aus diesem Grund war ich als historisch interessierter "Laie" stets auf der Suche nach einer wirklich guten Übersicht über diesen Konflikt. Mit James M. McPhersons "Für die Freiheit sterben" bin ich mehr als fündig geworden.

Auf gut 850 Seiten (Anhang nicht mit eingerechnet) legt McPherson den amerikanischen Bürgerkrieg in einer Vielzahl von Facetten dar und schafft dabei den schwierigen Spagat eine große Menge an Information prägnant zu vermitteln, ohne dabei in Belanglosigkeit oder Detailsucht zu verfallen. Dabei gibt McPherson sich größte Mühe, dem Leser ein wirklich "komplettes" Bild zu vermitteln: Politische (Außen- wie Innenpolitik!) und kulturelle Hintergründe werden ebenso vermittelt wie Charakterzüge der historischen Figuren, militärische Bewegungen, wirtschaftliche Rechnungen und geographische Umstände. Auch das Los der Zivilbevölkerung kommt nicht zu kurz. Mit Hilfe dieses kompletten Bildes kann der Leser nicht nur die Etappen dieses Konfliktes *nachvollziehen* sondern tatsächlich *verstehen*. Entsprechend verhält sich auch die Struktur des Buches:

McPherson gibt dem Leser in seiner Einleitung ein detailliertes Bild der Vereinigten Staaten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Erwägungen konstruieren eine solide Ausgangsposition um den Weg der Bundeststaaten in die Sezession zu skizzieren. Besonders die Beschreibung der politischen Ursachen der Sezession empfinde ich als schlüssig und einleuchtend. Im Hauptteil des Buches widmet sich McPherson dem Kriegsverlauf, den er zusammenhängend aber doch mit Schwerpunkten erläutert. Dabei geht er im Prinzip chronologisch vor, nimmt sich aber sinnvollerweise immer mal wieder zwischendurch die Zeit, kausale Zusammenhänge an einem Kriegsschauplatz (z.B. Kansas) in einem Ausblick mit den "aktuellen" Geschehnissen in Verbindung zu setzen. So gliedert sich die Erzählung in mehrere "Arme", die jedoch im Ganzen einer chronologischen Ordnung folgen. Der Leser wird gekonnt geführt und verliert nie den Überblick.

An ausgewählten Zeitpunkt nimmt sich der Autor den Raum, auf besondere Aspekte des Konfliktes zu sprechen zu kommen - wie haben die Wahlen 1864 die militärischen Geschicke der Union und der Konföderierten beeinflusst? Wie konnten die beiden amerikanischen Staaten den Krieg ökonomisch schultern? Wurde der Krieg tatsächlich "auf dem Rücken der Armen" ausgetragen? Diesen und einer Vielzahl von anderen Fragen widmet sich McPherson mit der gebührenden Sorgfalt. Das Buch schließt dann mit einem Epilog, der die Folgen des Krieges für die USA und die Welt noch einmal zusammenfassend darstellt.

Beeindruckend ist dabei für mich vor allem, dass der Autor so gut wie immer fair und sachlich bleibt. McPherson bemüht sich beide Seiten zu beleuchten und in den damaligen Kontext einzuordnen. So werden die Sklavenhalter aus den Südstaaten beispielsweise nicht als bösartige Schufte mit Spaß an Oppression dargestellt, sondern ihre Absichten (die sich im Wesentlichen auf einen aus heutiger Sicht pervertierten Freiheitsgedanken gründen) werden plausibel gemacht. Natürlich bezieht McPherson auch (löblicherweise) an der ein oder anderen Stelle moralische Position - dies aber stets aus der heutigen Sicht heraus, die der Leser auch leicht einzuordnen weiß. Auch bei der Darstellung der Personen bleibt McPherson differenziert: So wird Grants angebliche Trunksucht beispielsweise ebenso skeptisch thematisiert wie General Lees militärische Unfehlbarkeit oder McClellans Eignung als Kommandant der Potomac-Armee.

Weiterhin gefällt mir der spannende und lockere Stil des Buches, der zwar durchaus seriös ist und mit zahlreichen Quellenangaben aufwarten kann, aber selbst bei knallharten politischen Detailfragen spannend zu lesen und auf angenehmer Distanz zum trockenen "Lehrbuchstil" bleibt. Aufgepeppt wird das Dargestellte immer wieder durch militärische Karten, Anekdoten aus Briefen, Bilder der wichtigsten Protagonisten und andere Details, die die Erzählung angenehm abrunden. McPherson hat dabei auch den Mut, "etablierte" Deutungen von Historikern in Frage zu stellen und argumentativ seine Interpretation schlüssig zu verteidigen. So gerät "Für die Freiheit sterben" nicht blos einfach zu einer knackigen Zusammenfassung von schon bekannten Fakten und Thesen (Was auch eine beachtliche Leistung wäre), sondern vermittelt einen ganz eigenen, wohl fundierten Blick auf den Konflikt.

Sicherlich könnte man auch bei diesem Buch Kritikpunkte finden, wenn man verbissen genug sucht. So hätte dem Werk sicherlich ein sorgfältigeres Lektorat gut getan. Beispielsweise ist manchmal von Konföderierten die Rede, wo klar Unionisten gemeint sind und auch so mancher Druckfehler schleicht sich ein. Darüber hinaus sind die abgedruckten politischen und militärischen Karten mitunter schwer zu lesen (Grauschattierungen sind kaum erkennbar) oder werden kaum erläutert. Dennoch: Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften fällt dies kaum ins Gewicht.

Fazit:

Ein so fairer, kompletter und sorgsam dokumentierter Überblick über den amerikanischen Bürgerkrieg dürfte in der Literatur seines Gleichen suchen und es fällt leicht zu verstehen, wieso McPherson gemeinhin als der Bürgerkriegsautor schlechthin verstanden wird. Positiv anzumerken ist in diesem Schlusswort auch, dass dieses Buch für "Hobbyhistoriker" und Menschen die sich einfach nur privat etwas über diese Thematik anlesen wollen, in meinen Augen hervorragend geeignet ist - ohne dabei aber all zu sehr an wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren. Ich kann also guten Gewissens eine generelle Kaufempfehlung für dieses Buch aussprechen. Einzig wer sich von der hohen Seitenzahl oder dem Faktum, dass McPherson politischen/gesellschaftlichen Erwägungen mehr Beachtung schenkt, als detaillierten militärischen Winkelzügen abgestoßen fühlt, könnte mit "Für die Freiheit sterben" Probleme bekommen.
Für den Rest: Zugreifen! 5/5 Sterne!
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69 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das umfangreichste deutschsprachige Werk über den Civil War !, 15. Dezember 2008
Von 
W. Walz "RW" (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
Wer sich ein umfassenden Bild über den amerikanischen Bürgerkrieg verschaffen will und nicht auf englisch-, amerikanischsprachige Literatur zugreifen möchte und sprachlich nicht kann, der kommt um das knapp 1000seitige Werk in deutscher Sprache von James M. McPherson nicht herum. Mehr als umfassend präsentiert der Historiker den Verlauf und die Wendungen der USA.
Spannend für mich, gegenüber den meist knappen deutschsprachigen Standartwerken, besonders das erste Viertel des Buches, indem äußerst umfangreich die schon Jahrzehnte zuvor langsame Entzweiung zwischen dem Süden und Norden abgehandelt wird. Auch die schon damals praktizierten demokratischen Winkelzüge der Politiker, ob Gemäßigte oder Hardliner, werden gut dargestellt. Wobei die üblichen Einpeitscher und Demagogen mit berücksichtigt werden und einem so besonders der Zwiespalt des oberen Süden aufgezeigt wird. Interessant auch der politische Kampf um die Sklavenfrage in den Territorien, weit vor dem Ausbruch des äußerst blutig geführten vierjährigen Bürgerkrieges.

Ab Seite 260 wird dann das eigentliche Bürgerkriegsgeschehen mit dem ersten Schuss auf Fort Sumter eröffnet, wobei der Schriftsteller bis zur letzten Seite seinem Stil treu bleibt und der Leser somit einen mehr als umfassenden Beitrag zur (Amerika)Geschichte erhält. Sollte die Leidenschaft am Civil War dann immer noch nicht gesättigt sein, bleiben einem nur noch die amerikanischen Orginalwerke übrig.

Fazit: 5 dicke Sterne !!! (dem 1000 Seiten und der günstige Preis nicht zu viel sind)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bisher beste Buch über den amerikanischen Bürgerkrieg, 5. Juni 2000
Von Ein Kunde
Das Buch von McPherson ist das beste, was ich je über den amerikanischen Bürgerkrieg gelesen habe. Es beinhaltet zwei wesentliche Teile: im ersten die Vorgeschichte und im zweiten der Ablauf des Bürgerkriegs. Im ersten Teil werden die Wirtschaft sowie die Infrastruktur, die Politik beider Kriegsparteien sehr ausführlich geschildert. Darin kann der Leser auch gut erkennen, wie die Leute des Nordens und des Südens aufeinander in den letzten 20 Jahren vorm Krieg umgingen und wieso es überhaupt zum Bürgerkrieg kommen konnte angesichts der Tatsache, daß eigentlich keiner den Krieg wollte. Im 2. Teil geht es dann um den Bürgerkrieg, in dem alle wichtigen bzw. bedeutenden Schlachten auf den westlichen und östlichen Kriegsschauplätzen auf chronologischer Art detailliert beschrieben werden. Nebenbei erfährt der Leser vieles über das damalige Militärwesen, über die Strategien der Armeebefehlshaber beider Seiten. Außerdem werden im Buch wichtige Fragen beantwortet wie z.B. warum der Süden dem übermächtigen Norden vier Jahre lang trotzen konnte, wie vermied Präsident Lincoln eine europäische militärische Intervention zugunsten der Konföderation oder warum die Sklaverei nicht der eigentliche Auslöser des Bürgerkriegs war. Es gibt nichts, was in diesem Buch zum Thema "Amerikanischer Bürgerkrieg" noch fehlt. Daher fünf Sterne!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "komplette" Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, 16. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
Die "Oxford History of the United States" hat für sich den Anspruch erhoben, eben die komplette Geschichte der vereinigten Staaten aufzulegen. James McPhersen erhielt dabei die Aufgabe, in diesen zehnbändigen Werk den amerikanischen Bürgerkrieg aufzuarbeiten. Dies ist ihm herausragend gelungen und nicht ohne Grund hat er dafür den Pulitzerpreis erhalten.

Der Anforderung entsprechend ist "Für die Freiheit sterben" keine populärwissenschaftliche Literatur sondern ein echtes Fachbuch. Von den etwa 1.000 Seiten fallen entprechend alleine 150 Seiten auf die Bemerkungen bzw. Quellenangaben. Dennoch gelingt es McPherson auf den übrigen 850 Seiten dem Leser Ursachen, Gründe und den Verlauf des amerikanischen Bürgerkrieges mit Genuss näher zu bringen. Dabei bleibt er als Historiker zwar sachlich-distanziert und stellt widerstreitende Meinungen seiner Fachkollegen gegeneinander, um nicht nur seine eigene Sicht wiederzugeben. Gleichzeitig zitiert er zahlreiche zeitgenössische Quellen und schreibt gekonnt erzählerisch, so dass man über weite Strecken des Buches "mitten drin" ist im größten Krieg der Amerikaner.
Neben dem eigentlich Krieg lässt sich McPherson ausreichend Platz zur Schilderung der Bedinungen und Ursachen, die zu der Sezession des Südens geführt haben, behandelt die sozio-politischen Begleitumstände und wirft auch immer wieder mal einen (kleinen) Blick auf "Old Europe", das ebenfalls die Auswirkungen des Krieges (Baumwolle!) zu spüren bekam.
Dennoch muss man sich darüber im klaren sein: Es sind 850 Seiten Historie über vier Jahre Krieg mit etlichen Schlachten. Die wichtigsten und auch einige andere werden dabei in entsprechendem Detail geschildert. Für den reinen interessierten Laien brigen diese Passagen nur einen mäßigen Erkenntnisgewinn und streckenweise zähes Lesevergnügen. Der tiefer Interessierte - sei es der Student oder der "Bürgerkriegs-Hobbyist" - wird dabei jedoch voll auf seine Kosten kommen und einen umfassenden Einblick in diese Periode der amerikansichen Geschichte erhalten und zahlreiche Verweise und weiterführende Quellenangaben noch dazu.

FAZIT:
"Für die Freiheit sterben" ist ein erzählerisch gestaltetes Geschichts-Fachbuch. Es richtet sich grundsätzlich an den akademisch vorgebildeten Leser, bietet sich aber auch dem interessierten Laien an. Es ist spannend und informativ geschrieben und vermittelt zugleich den Eindruck von kompetenter Neutralität. Klasse!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ausführlichste zum Thema, 28. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
In diesem Werk werden Ursachen, der Krieg, die Hintergründe, viele Personen die eine wichtige Rolle gespielt haben und die Auswirkungen des amerikanischen Bürgerkrieges am ausführlichsten in deutschsprachigen Werken ausgeführt. Wer sich für das Thema interessiert kann nichts besseres finden und zu dem aktuellen Preis ein Muss für jeden Interessierten. Einziger kleiner Kritikpunkt ist dass man die Sympathie des Schreibers für eine der beiden Parteien erkennt, aber das merkt man nur bei tieferem Vorwissen, und stört sowieso niemanden wirklich. Weiterer Vorteil ist die relativ leichte Lesbarkeit und spannende Schreibweise.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der "Civil War" komplett, 25. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
Nach der Lektüre dieses Buches ist man wahrlich ein "Experte" auf dem Gebiet des Amerikanischen Bürgerkrieges!
Und man kann dieses Wissen mit keinem Teilen, es sei denn derjenige ist ein richtiger Experte oder beschäftigt sich damit, das ist so die Krux solch tiefgehender Bücher.
Neben der Schilderung des Krieges und der Feldzüge und Schlachten versetzten mich allerdings diverse andere Fakten in teils baffes Erstaunen: wer weiss schon das die US-Armee, einige Jahre vor dem Bürgerkrieg, mal Mexico City erobert hat? Oder das die USA stark daran interessiert waren Kuba zu kaufen? Oder das sie die Südstaaten durch Gewinnung der Gebiete in Mittelamerika bis hinunter nach Panama ausdehnen wollten?
Das sehr dicke Buch (848 Seiten netto in der gebundenen Ausgabe) wechselt sich in den Kapiteln in den Darstellungen ab. Mal spielt das zeitgenössische Leben und die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Politik in allen Varianten, dann der Krieg die Hauptrolle. Einige Teile, die damalige amerikanische Innenpolitik betreffend, sind eher ermüdend zu lesen, man tankt sich da regelrecht durch. Und man ist froh wenn diese raumgreifenden Passagen vorüber sind.
Sehr spannend für den Leser sind allerdings die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausführungen.
Die Schilderungen der Feldzüge sind für den normalen Leser sehr detailliert, weil nachvollziehbar erläutert.
Für Militärexperten sei jedoch angemerkt das dies kein Buch für Taktiker ist.
Alles in Allem hat Mr. McPherson hier ein Buch geschaffen, nach dessen Lektüre der geschichtinteressierte Laie wohl mehr über diese Epoche der amerikanischen Geschichte wissen wird als er jemals irgendwo anbringen kann.
Aber das dient auch dem persönlichen Erkenntnissgewinn, und hilft sogar ein bisschen die Vereinigten Staaten von heute zu verstehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großes Werk zu einem großen Konflikt, 29. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
Man mag es kaum glauben, aber möglicherweise zur Veröffentlichung von Steven Spielbergs Lincoln-Film, gibt es dieses mit dem Pulitzerpreis gekrönte Wunderwerk der Geschichtsschreibung jetzt zu einem äußerst moderaten Vorzugspreis, bei dem zuzuschlagen sich allemal lohnt.

Der amerikanische Bürgerkrieg - erster "moderner" Krieg, der mit "modernen" Waffen, leider zugleich mit der medizinischen Versorgung der frühen Neuzeit ausgefochten wurde - ist mannigfach beschrieben, analysiert und erklärt worden. Doch keiner hat das derart anschaulich und übersichtlich und zugleich mitreißend in der Beschreibung getan, wie James M. McPherson. Dies ist sein Großwerk, ein umfassender Bericht, wie es eigentlich zu diesem Bruderkampf einer Nation kommen konnte, wie der Krieg verlief, was seine politischen Implikationen national und international bedeuteten und welche Wunden und fürchterlichen Narben er hinterließ. McPhersons Verdienst ist es, daß er sehr früh einsetzt und nicht, wie viele andere, lediglich das Dred-Scott-Urteil und die daraus resultierenden Probleme aufzeigt und daraus den eigentlichen Kriegsgrund destilliert. Es ist schon richtig, daß dies wohl einer der maßgeblichen Gründe war, doch zeigt McPherson dadurch, daß er viel weiter zurückgeht und z.B. eindringlich auf die Auswirkungen des englischen Verbots der Sklavenhaltung und des Sklavenhandels Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts eingeht, wie stark diese Frage international behandelt wurde. Man hatte es hier nicht mit einer amerikanischen Besonderheit zu tun, wie das einigen vorkommen mag, man hatte es mit Fragen nach internationaler Wettbewerbsfähigkeit ebenso zu tun, wie mit Fragen nach "Lebensart" und "Rassenüberlegenheit". Letztlich wurden hier auch massiv Fragen der europäischen Aufklärung, ihrer Werte und des Menschenbildes, das sich nach der französischen Revolution erst recht zu wandeln begann, berührt. McPherson trägt alldem Rechnung, beschäftigt sich in der ersten Hälfte des Buches eben auch sehr genau mit den unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in den späteren "Nordstaaten" und dem Süden. Wirtschaftsfragen waren es in erster Linie (wie immer?), die zu den Zerwürfnissen führten, die dann kriegsrelevant wurden.

So erhält man hier einen wirklich erschöpfenden Überblick über die Entwicklungen in den Vereinigten Staaten während des 19. Jahrhunderts und begreift nachhaltig, wie es zu den Auseinandersetzungen kommen konnte, die dann zum Krieg führten. Auch begreift man - und das macht McPhersons Werk für den Rezensenten so außergewöhnlich - daß Geschichte keiner Zwangsläufigkeit unterliegt, daß es manchmal kleine Entscheidungen in großen Fragen sind, die maßgebliche Folgen nach sich ziehen. Dieser Krieg wäre - wie so viele wahrscheinlich - zu verhindern gewesen und Abraham Lincoln hat das auch gewollt. Auch zuungunsten der Frage nach den Sklaven in den Südstaaten. Er hätte, das sagte er mehrere Male, alles dafür getan, die Union zu erhalten, ob mit oder ohne Sklaverei war ihm dabei bekennend nicht wichtig. Der sehr spät erfolgte Akt, der allen Sklaven sofortige Freiheit zusagte, kam dann ja auch erst spät im Konflikt und war, man sollte sich da (leider) nichts vormachen, eine strategische Entscheidung, keine moralische.

Was dieses Buch nicht liefert, sind rein militärhistorische Betrachtungen. Es wird zwar eingegangen auf einzelne, wichtige Schlachtordnungen und Bewegungen auf dem Schlachtfeld (so natürlich zu Gettysburg und hier auch Ausführliches zu Joshua Chamberlains berühmter Winkelbewegung am Little Round Top, die der Potomacarmee die Flanke sicherte und maßgeblichen Einfluß auf den Ausgang der Schlacht hatte), doch ist dies eher zweitrangig. Wer also genaueste militärhistorische Beschreibungen und Bewertungen sucht, sollte nicht zu diesem Band greifen, da gibt es andere, genauere, bessere [1].

Hier hat man es mit einer genauen und sehr übersichtlichen, gut gewerteten Darstellung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen zu tun, die zum blutigsten Konflikt der Neuzeit führten (ja, es war der prozentual blutigste Krieg - es starben ca. 26% der Toten im Kampf, Werte, die nicht einmal im Zweiten Weltkrieg erreicht wurden). Geschrieben ist das in einer manchmal nahezu zarten Prosa, dann wieder in einem harten und klaren geschichtlichen, geschichtswissenschaftlichen Duktus. Man kann das Buch, erst einmal angelesen, nur schwer wieder aus der Hand legen, so vermag es zu fesseln.

Ein großes Werk, jeden Preis wert, zu dem hier ausgeschriebenen nahezu ein Muß!

[1]Hier sei verwiesen auf: (ATLAS OF THE CIVIL WAR) BY McPherson, James M.(Author)Hardcover Apr-2005
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Standardwerk, 14. Juli 2012
Von 
Jimmy K. - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (Gebundene Ausgabe)
Bereits im Jahr 1988 erschien James M. McPhersons Buch "Battle cry of freedom", das im Jahr 1992 erstmals auf Deutsch veröffentlicht wurde - unter dem Titel "Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges". Behandelt wird dabei jene gewaltige Auseinandersetzung, die unter anderem in Fernsehserien wie Fackeln im Sturm - Die Sammleredition 8 DVDs oder in Büchern wie Die älteste noch lebende Rebellenwitwe erzählt thematisiert wurde.

Es handelt sich um ein Standardwerk zur Epoche des amerikanischen Bürgerkrieges, das beinahe monumentale Ausmaße besitzt. Von 1003 Seiten sind allerdings nur 848 Seiten tatsächlich Text, der Rest besteht aus Anmerkungen, einem kleinen, mehrseitigen Teil mit Kurzbiographien der wichtigsten Generale und Politiker des Krieges und einer Zeittafel. Im Text integriert sind einige Karten und eine kleine Sektion mit Schwarzweiß-Fotos, unter anderem von Jefferson "Jeff" Davis oder Robert E. Lee.

Zum Geschichtswerk selber kann nur eines gesagt werden: Wahnsinn. In einem weitgespannten Bogen, der beim amerikanisch-mexikanischen Krieg in den 1840-er Jahren (u. a. Schlacht bei Cherubusco) beginnt, erzählt McPherson die Ursachen, Hintergründe, den Verlauf und das Ende des Krieges. Politik, Gesellschaftsbetrachtung und Militärhistorie halten sich hierbei die Waage.

Am besten liest sich das Buch, wenn man begleitend dazu gleich noch Der Amerikanische Bürgerkrieg. Soldaten, Generäle, Schlachten von William C. Davis liest. Jeder, der sich für den Bürgerkrieg interessiert, sollte aber auf jeden Fall McPhersons Publikation als Standardwerk gelesen haben.
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Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges
Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges von James M. McPherson (Gebundene Ausgabe - 1. November 2008)
EUR 9,95
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