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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jane-Austen-Klassiker mit neuen Bildern
„Es ist eine Wahrheit, über die sich alle Welt einig ist, dass ein Junggeselle von einigem Vermögen unbedingt auf der Suche nach einer Ehefrau sein muss". So sieht es auf jeden Fall Mutter Bennet. Sie wünscht nichts sehnlicher, als ihre Töchter (immerhin fünf an der Zahl) „gut zu verheiraten". Tochter Elisabeth dagegen ist...
Veröffentlicht am 14. Februar 2006 von Tanja Heckendorn

versus
42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswerte Ausgabe von "Stolz und Vorurteil"
Ehrlich gesagt bin ich von dieser Ausgabe von "Stolz und Vorurteil" überhaupt nicht überzeugt bzw. gehe sogar soweit zu behaupten, dass sie im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut nicht empfehlenswert ist.

Das fängt bereits im ersten Kapitel an, welches als Einleitung einen der bekanntesten Sätze der Weltliteratur (Im...
Veröffentlicht am 3. August 2008 von Steffi Jakob


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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jane-Austen-Klassiker mit neuen Bildern, 14. Februar 2006
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil: Roman (Taschenbuch)
„Es ist eine Wahrheit, über die sich alle Welt einig ist, dass ein Junggeselle von einigem Vermögen unbedingt auf der Suche nach einer Ehefrau sein muss". So sieht es auf jeden Fall Mutter Bennet. Sie wünscht nichts sehnlicher, als ihre Töchter (immerhin fünf an der Zahl) „gut zu verheiraten". Tochter Elisabeth dagegen ist entschlossen, nur aus Liebe zu heiraten. Und lieben kann sie auf keinen Fall diesen stolzen und überheblichen Mr. Darcy, der sie schon bei der ersten Begegnung brüskiert. Aber vielleicht machen hier Vorurteile blind?!
Der Jane-Austen-Klassiker ist hier neu verpackt, aber (zum Glück) inhaltlich gleich geblieben.
Zu dem ansprechenden Cover, welches dem Kinoplakat entspricht, findet man in der Buchmitte einige schöne Filmbilder, die gleich beim Durchblättern ins Auge fallen. Ansonsten muss der Leser bald feststellen, dass die Buchvorlage im Detail wenig mit der filmischen Umsetzung gemeinsam hat. Schmachtblicke sucht man hier vergebens, dafür bekommt man eine geballte Ladung Wortwitz und selbstbewusste Hauptfiguren.
Dieses Buch habe ich einer Freundin geschenkt, die zwar den Film gesehen hatte, aber vorher noch nie einen Jane-Austen-Roman in der Hand hatte. Obwohl sie zunächst irritiert darüber war, dass Personen und Handlung doch sehr stark abweichen, hat sie das Buch mit viel Begeisterung gelesen. Wer auch gerne auf diesem Weg vom Jane-Austen-Fieber angesteckt werden will, dem sei eine Nachahmung empfohlen.
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswerte Ausgabe von "Stolz und Vorurteil", 3. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (Gebundene Ausgabe)
Ehrlich gesagt bin ich von dieser Ausgabe von "Stolz und Vorurteil" überhaupt nicht überzeugt bzw. gehe sogar soweit zu behaupten, dass sie im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut nicht empfehlenswert ist.

Das fängt bereits im ersten Kapitel an, welches als Einleitung einen der bekanntesten Sätze der Weltliteratur (Im Original lautet er wie folgt: "Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau [...]") dermaßen verstümmelt, dass es mir als großer Jane-Austen-Fan in der Seele weh tut, diesen Klassiker in der Übersetzung so vermurkst zu lesen. Was mich als großer Fan auch sehr ärgert,ist, dass sich weder die Übersetzerin noch das Lektorat des Verlages Mühe gegeben haben, die zeitgenössischen Aspekte der damaligen Zeit sinngemäß und nahe am Original zu übersetzen. So passiert es besonders häufig in dieser Ausgabe, dass sich die Akteure plötzlich mit Vornamen anreden, obwohl dies überhaupt nicht der damaligen Sitte entsprach. Selbst verheiratete Paare redeten sich aus respektablen Gründen nur mit Mr. und Mrs. an.
Desweiteren finde ich es wirklich schlimm, dass komplette Sätze ihres eigentliches Sinnes beraubt wurden; es wurde kaum Rücksicht auf die damals übliche Grammatik und Satzstruktur Wert gelegt geschweige denn die gängige neue deutsche Rechtschreibung umgesetzt.

Meines Erachtens für große Jane Austen-Fans ist dieses Buch absolut nicht empfehlenswert.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Jane Austen super - eBook-Qualität mies, 30. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (Kindle Edition)
Ich kann mich den anderen Rezensionisten nur anschließen...
Falsche Seitenumbrüche, Schreibfehler oder Worttrennungen machen diese Ausgabe nicht zu einem Schnäppchen, sondern stellenweise wirklich zu einer Lesequal. Stolz und Vorurteil ist mein Lieblingsbuch von Jane Austen, aber jetzt ärgere ich mich, dass ich nicht doch die teurere Ausgabe des eBooks genommen habe.
Leider denke ich, dass selbst der Preis von unter drei Euro noch zu teuer für diese Ausgabe ist.
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kindle-Version enttäuscht, 15. August 2011
Von 
kittekatze - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (Kindle Edition)
Ich muss darauf hinweisen, dass sich meine negative Rezension nicht auf den Roman bezieht, sondern ausschließlich auf die Darstellung der hier angebotenen Kindle-Version.

Diese zu lesen macht leider nur sehr wenig bis gar keinen Spaß.
Während der ersten 5-6% geht es noch; es finden sich nur ein paar deplazierte Satzzeichen, worüber ich bei dem niedrigen Preis noch gut hinwegsehen konnte.

Dann jedoch lässt die Qualität stark nach und alles weißt darauf hin, dass bei der Umwandlung einiges schiefgelaufen ist und niemand sich die Mühe gemacht hat, auch nur einen Blick über das Werk zu werfen, denn dann wären die erheblichen Mängel sicher ins Auge gefallen:
Leerzeichen, Satzzeichen finden sich auf einigen Seiten wie mit der Gießkanne über den Text gekippt, ähnlich verhält es sich mit Zeilenumbrüchen, teilweise mitten im Wort.
Diese Mängel in der Darstellung trüben das Lesevergnügen leider erheblich.

Ähnliche Probleme finden sich hin und wieder auch in anderen Kindle-Versionen, gerade den rechtefreien, die man umsonst erhält, aber in dieser Anzahl habe ich das noch nicht erlebt.
Leider sehr enttäuschend, denn ein angenehmes Lesen ist so leider kaum möglich.
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65 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Text zum Orginal gekürzt., 27. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (Gebundene Ausgabe)
Die vorliegende Ausgabe ist im Vergleich zur englischen Orginalausgabe gekürzt. Leider auch an Stellen die den späteren Verlauf der Handlung erklärend unterstützen würden. Die Übersetztung selbst finde ich manchmal sehr vereinfachend und so geht die Sprache des Orginals an diesen Stellen verloren.Jemand der das englische Orginal gelesen oder auch nur die Verfilmung der BBC gesehen hat wird einiges vermissen. Für Jemand der diesen Roman das erste Mal in der Hand hat wird ihn trotzdem gerne lesen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geschichte SUPER - Rechtschreibung NULL, 23. Dezember 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (Kindle Edition)
ich wollte schon immer dieses Buch lesen wo ich doch schon soviel über Mr Darcy gehört habe... die Geschichte ist auch wirklich toll, und wie ich finde absolut lesenswert (übers Ende kann mat diskutieren...)
die schlechte Bewertung gebe ich deshalb an diese KINDLE-Edition ... SEHR VIELE Rechtschreibfehler... falsche Zeilenumbrüche, Satzzeichen... sehr sehr schade für so einen Klassiker!! :-(
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung !!!, 2. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil: Roman (Taschenbuch)
Inhaltlich ist "Stolz und Vorurteil" natürlich unbestritten der schönste aller Jane-Austen-Romane, aber das beste an dieser Ausgabe ist leider ihr Buchcover. Diese deutsche Übersetzung ist von allen mir bekannten Ausgaben mit Abstand die schlechteste. Deshalb kann ich nur raten, eine andere zu kaufen, um Austens sprachlich ausgefeilten Formulierungen auskosten zu können. Schade eigentlich, da ich den "Film zum Buch" wunderschön fand, auch wenn dieser bei eingefleischten Jane-Austen-Fans nicht bestehen konnte.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Liebesgeschichte, von diesem Verlag jedoch mit kleinen Mankos ..., 3. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil: Roman (Taschenbuch)
"Stolz und Vorurteil" ist mein momentanes Lieblingsbuch. Ich habe den Film und diverse BBC-Adaptionen mit Begeisterung gesehen. Das Buch vom Aufbau Verlag besticht durch das moderne, anziehende Cover (vor allem für diejenigen interessant, die den Kinofilm von 2005 lieben). Auch die Rollenauflistung am Anfang und die Bilder in der Mitte sind ein schönes Extra.

Das Einzige, das mich gestört hat, und weswegen es von mir nur 4 Sterne gibt, ist die Tatsache, dass nicht konsequent übersetzt wird. In einigen Kapiteln heißt es "Cousine", dann wieder "Kusine", und auch Caroline Bingley wird stellenweise zu Karoline. Wen das nicht weiter stört, der kann das Buch natürlich unbeschadet lesen; am Inhalt tut dies keinen Abbruch. Für mich persönlich ist es jedoch ärgerlich, weil ich immer der Ansicht war, der Aufbau Verlag würde sorgfältiger arbeiten.

Ich kann nur betonen, dass "Stolz und Vorurteil" eine wunderschöne, zeitlose Liebesgeschichte ist, die ich jederzeit weiterempfehle. Nur sollte man sich überlegen, ob man ausgerechnet diese Ausgabe kauft, wenn einem an konsequenter Übersetzung gelegen ist.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Romantisch, tiefgehend und doch anspruchsvoll, 6. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil: Roman (Taschenbuch)
Durch Zufall bin ich auf Jane Austen gestoßen. Heute kann ich sagen, dass es ein glücklicher Zufall war.
Stolz und Vorurteil ist zweifellos ein Roman für jede Altersgruppe. Ja, auch die Jugend sollte sich da mal ranwagen. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig aber keinesfalls unverständlich. Auch die Spannung wird von Anfang bis Ende aufrechterhalten, da man nicht weiß, ob die von Vorurteilen bestimmte Lizzy eben diese überwinden kann oder ob Mr. Darcy Herr seines Stolzes wird.
Herzlich lachen kann man über die detailliert beschriebenen Nebenrollen in dem Buch. Als Bsp. hierfür dient die ganze Familie Bennet, die eindeutig zuviel redet und die dem Anstand angemessene Schamgrenze oft überschreitet. Mit viel Gefühl und großer Beobachtungsgabe beschreibt Jane Austen jeden einzelnen der Charaktere wodurch das Lesen zum Genuß wird.
Zu empfehlen ist die Übersetzung vom "Aufbau Taschenbuch Verlag" auf alle Fälle. Ich selbst habe zuerst die englische Version gelesen und kann daher mit ruhigem Gewissen sagen, dass die genannte Übersetzung eine sehr gute ist. Viel Spaß beim Eintauchen in eine andere Welt... :-)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man sollte den Roman nicht NICHT mögen, weil..., 1. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil: Roman (Taschenbuch)
"Stolz und Vorurteil" ist ein Klassiker, und zwar ganz konkret einer jener Klassiker, von denen ich vollkommen verstehe, wieso sie einer sind. Leute lesen und lieben das Buch seit mittlerweile fast 200 Jahren, und es ist nicht abzusehen, dass sich das je ändern wird, weil das Buch eine Thematik aufgreift, die heute noch genauso aktuell ist wie zu Jane Austens Zeiten, schon Jahrtausende vor ihr wichtig war und auch in Zukunft nichts von seiner Popularität einbüßen wird: Um das Verhalten von Menschen untereinander, um das richtige Flirten, um das Verpassen einer schönen Beziehung, weil man Laster zu überwinden hat. Da, wie ich annehme, schon jeder nur irgend denkbare positive Aspekt des Buchs genannt wurde, möchte ich in dieser Rezension Leuten, denen das Buch aus dem einen oder anderen Grund nicht zusagte - was meiner Erfahrung nach oft auf Missverständnissen beruht - erklären, was sich in diesen Büchern einer modernen Leserschaft oft verschließt und hoffe, dass der eine oder andere "Aha!"-Effekt zustande kommt und die Einstellung zu diesem wunderbaren Buch vielleicht noch einmal überdacht wird.

Zunächst einmal ist das Buch natürlich eine Satire, die sich spezifisch auf Jane Austens Zeit bezieht, eine so genannte Novel of Manners ("Roman über Umgangsformen"). Das sollte deshalb gesagt werden, weil Populärkultur das Buch allgemein als Romanze hinstellt und ich schon viele, vor allem junge Leserinnen getroffen haben, die sich darüber geärgert haben, dass sich die Protagonisten oft so dumm verhalten - obwohl sie in Wahrheit nichts tun, als sich so zu verhalten, wie es ihrer Meinung nach in der Gesellschaft, der sie entstammen, nämlich dem englischen Landadel, richtig ist. Die arme Jane würde sich wahrscheinlich im Grab herumwälzen, wenn sie wüsste, dass viele das Buch nur wegen des heißen Mr. Darcy lesen und im Kopf dabei das Bild eines obenherum unbekleideten Colin Firth haben ;)
Das Buch als 100%ig reine Romanze mit vollkommen authentischen Figuren zu lesen, ist also unangebracht, da Jane Austen sehr wohl weiß, dass ihre Leser sehr wohl wissen, dass die Heldin am Ende den Helden bekommt, weswegen sie sich lieber auf soziale Kommentierung und lustige Ironie konzentriert, statt dem geneigten Leser seitenlang klar zu machen, was er von Anfang an wusste.

Entsprechend sollte es auch nicht überraschen, dass Mrs. Bennet eine so dumme Nudel ist, die sich von ihren albernen jüngsten Töchtern anstecken lässt und kein anderes Ziel im Leben hat, als für jede ihrer immerhin fünf Töchter eine gute Partie zu finden. Jane Austen hat sie spezifisch so geschrieben, dass sie keinerlei erlösende Qualitäten aufweist - das einzige, was man ihr zugute halten kann, ist, dass es in einer solchen Zeit nicht einfach war, fünf Töchter zu haben, da diese tatsächlich keine Aussicht im Leben hatten, sollten sie nicht (vorteilhaft) heiraten. Ansonsten jedoch sollte sie nur zeigen, was geschieht, wenn man oberflächlich ist: Mr. Bennet, ein kluger und weltgewandter Mann, heiratete sie seinerzeit nur wegen ihres hübschen Aussehens. Im Alter ging dieses natürlich verloren, sodass er jetzt mit einer nicht nur heillos dummen, sondern nicht einmal ansehnlichen Frau verheiratet ist, was ihn wiederum zum Zyniker werden ließ.
Hübsch ist hierbei auch die subtile Anspielung: Bei Janes und Elizabeths Erziehung, die beide manierlich und gebildet sind, hat Mr. Bennet noch aktiv mitgewirkt, bei Mary zog er sich deutlich schon weiter zurück und bei Kitty und Lydia überließ er alles seiner Frau, was zur Folge hatte, dass die beiden jüngsten kichernde, naive Hühner sind, die große Stücke auf sich halten und sich für nichts interessieren als Mode und Männer. Die oberflächliche, kindische Lydia ist entsprechend auch Mrs. Bennets Lieblingskind, die besonnene und wortgewandte Elizabeth ist ihr das am wenigstens liebe, bei Mr. Bennet ist es genau umgekehrt.

Auch überspitzt dargestellte Figuren wie der lächerliche Cousin Collins sind Karikaturen aus Jane Austens Zeit; Collins soll einerseits Elizabeth vor die damals sehr schwierige Wahl stellen, entweder einen schrecklichen Ehemann zu heiraten und somit abgesichert zu sein, oder den Antrag abzulehnen und darauf zu hoffen, dass in Zukunft ein vornehmerer Herr um ihre Hand anhält, andererseits sollte er aktiv demonstrieren, wie schrecklich das Schicksal einer Frau damals war, die weder Schönheit noch Reichtum besaß und deswegen den erstbesten heiraten musste, der sie zu ehelichen wünschte, in diesem Fall die arme Charlotte. (Das widerlegt natürlich auch das oft angeführte Argument, Jane Austens Bücher seien total antifeministisch, da sich die Frauen fast nur über das Heiraten, das Flirten und Männer im Allgemeinen unterhielten - sie hatten damals gar keine andere Wahl. Heute können auch Frauen zur Schule gehen, eine Ausbildung machen und studieren, damals ging das einfach nicht.)

Eine Szene, die oft missverstanden wird, ist die, in der Elizabeth Mr. Darcys ersten Antrag ablehnt. Die Gefühle, die die beiden für einander hegen, sind beiden längst klar, dennoch weigert sich Elizabeth, den Antrag anzunehmen. Ich habe sogar schon einmal gehört, dass es nur dem Zweck diente, die Handlung weiter "aufzublähen" - aber mitnichten! Für einen Moment klingt Darcys Aussage, alles für Elizabeth aufgeben zu wollen, natürlich wahnsinnig romantisch, aber Lizzie ist klug genug, zu wissen, dass es Darcy auf kurz oder lang unmöglich wäre, seine Familie, seine Freunde und sein gesamtes Umfeld (sowie dessen schlechte Meinung über Elizabeth durch das Benehmen ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwestern) zu ignorieren und dass es keine gute Grundlage für eine Beziehung ist, ganz zu schweigen von einer Ehe.

Weiterhin ist es für moderne Leser oft eher unverständlich, weswegen um Lydias Ausreißen mit Mr. Wickham so ein Aufhebens gemacht wurde. Die Sache ist die: Obwohl sie erst 15 ist, gilt Lydia als bereits in die Gesellschaft eingeführte junge Frau als heiratsfähig und somit erwachsen. Dass sie alleine mit einem Mann durchbrennt, ist für die damalige Gesellschaft das Signal, dass sie - natürlich unehelichen - Sex mit ihm hat, was die Familienehre beschmutzt und eine Heirat ihrer Schwestern somit undenkbar macht, was auch die hohe Geldsumme erklärt, die Wickham sich einzufordern wagt, damit er Lydia heiratet, was die Ehre der Familie retten würde, aber natürlich trotzdem einen Skandal darstellt.

Und vielleicht noch folgende Kleinigkeit: Ich habe lange gerätselt, wie es kommt, dass Colonel Fitzwilliam mit Nachnamen genauso heißt wie Darcy mit Vornamen, und nahm an, dass die beiden Cousins denselben Vornamen trugen, was mir jedoch in Anbetracht der Tatsache, dass Fitzwilliam ja doch stets mit seinem militärischen Titel angeredet wird, seltsam erschien. Dann fand ich die damals übliche Praktik heraus, dem erstgeborenen Sohn als Vornamen den Mädchennamen der Mutter zu geben, und schon ergab es Sinn ;)

Natürlich weiß ich, dass diese Rezension nicht jeden Nichtmöger davon überzeugen wird, dass das Buch in Wahrheit (meiner bescheidenen Ansicht nach) genial ist. Aber vielleicht wird es ja doch in Berücksichtigung der einen oder anderen Erkenntnis, die ich liefern konnte, noch einmal gelesen und dann vielleicht ganz anders wahrgenommen. Da ich das Buch auch für heutige Leser noch für sehr wertvoll befinde, da es zeigt, dass Menschen mit mehr Vernunft miteinander umgehen sollten und weder ihren Stolz einer Frau aus einer schlechten Familie gegenüber noch ihren Vorurteilen einem Mann, der in Gesellschaft seine Unsicherheit hinter Hochmut verbirgt, statt geben sollten, die nicht nach einem schönen Äußeren urteilen, sich kühn jedem an den Hals werfen, aber auch nicht in mädchenhafter Keuschheit zurückhalten sollten, was heute noch alles ebenso zutrifft wie vor 200 Jahren, und da es auch noch mit viel Geist, Witz und trockenem Humor geschrieben wurde und beim aufmerksamen Lesen viel über die damaligen Verhältnisse verrät, würde mich das sehr freuen!
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Stolz und Vorurteil
Stolz und Vorurteil von Karin von Schwab (Übersetzer) (Gebundene Ausgabe - 31. August 2007)
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