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Vertraute Fremde
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Februar 2008
Vielleicht muss man selbst in der Mitte des Lebens stehen, um "Vertraute Fremde" vollkommen zu erfassen. Oder besser: zu erfühlen. Ich möchte den (Mann) sehen, der über vierzig ist und nicht den Eindruck hat, hier hätte jemand den Nagel auf den Kopf getroffen.
Taniguchi beschreibt eine Midlife-Crisis auf eine Art und Weise, die unglaublich nah an dem ist, was einem so alles durch den Kopf geht. Und das ohne Geheule, ohne Sarkasmus, mit einem genialen Trick: sein Protagonist macht eine Zeitreise. Plötzlich ist er wieder der 14jährige, aber mit all dem Wissen und der Erfahrung des Mitvierzigers. Er sieht die Möglichkeit, sein Leben zu korrigieren, Fehler zu vermeiden, Chancen zu ergreifen. Er genießt diesen Zustand durchaus, aber mit einem entscheidenden Haken: sein Vater verließ nämlich just zu jener Zeit die Familie und verschwand spurlos. Aber warum? Und kann er es diesmal vielleicht verhindern?
Taniguchi braucht 400 großartige Seiten, um seinen Protagonisten eine wichtige Erkenntnis in den Kopf zu setzen. Egal, was man tut, man kann die Vergangenheit nicht wirklich ändern, nicht mal als Reisender in der Zeit. Das klingt banal -- und ist es ja eigentlich auch --, aber auf dem Weg dahin fängt Taniguchi das irritierende Sehnsuchtsgefühl, noch mal von vorne anzufangen, unfassbar sinnlich ein. Und er ist keineswegs schnell dabei, Vorverurteilungen zu treffen. Ob man die Brücken abbricht oder weiterbeschreitet, das wird nicht weiter beurteilt. Das ist eine Menge wert und macht das Buch erst recht zum Meisterwerk.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Januar 2008
1. Zum Preis: Vollkommen gerechtfertigt, weil: über 400 Seiten, Original Format, bis einschl. Seite 16 Farbseiten, Klappenbroschur, interessantes Vorwort + Nachwort
2. Zum Inhalt: Wer Seinen Manga mag kann mit diesem Manga auf jeden Fall etwas anfangen. Die Geschichte ist ausgesprochen ruhig erzählt und so kann man sich gut in die Hauptfigur hineinversetzen. Mit viel Einfühlungsvermögen gelingt es Taniguchi den Leser in das normale Alltagsleben im Japan der 60iger zu zeigen. Viele Dinge, an die sich ein älterer Leser gern wieder erinnert werden aufgegriffen (erste Liebe, das erste Mal betrunken, mit Freunden über Motorräder + Sport reden), die Unbekümmertheit der Jugend, wenn man voller Energie und Träume steckt wird eindrucksvoll vor Augen geführt. Dennoch ist die Hauptfigur zusätzlich auch immernoch der 48-jährige Geschäftsmann und besitzt auch den Erfahrungsschatz, alle nehmen den jungen Hiroshi auf einmal als viel erwachsener wahr. So schafft der Junge es, sich in seinem Traum Informationen zu beschaffen, die ihn anscheinend sehr lange belastet haben und dieser Traum hat zusätzlich noch Auswirkungen auf sein Leben... Inhaltlich also relativ anspruchsvoll, macht auf jeden Fall sehr viel Spaß den Manga zu lesen.
3. Zur Spiegelung: Carlsen hat sich bemüht die Bilder nicht durch die Spiegelung zu vermurksen, so wurden viele Bilder nicht gespiegelt, wenn man es nicht unbedingt musste. Die grafische Qualität hat durch die Spiegelung auf keinen Fall abgenommen und es lohnt sich, auch wenn es blöd ist, dass selbst 2007/2008 noch Manga gespiegelt veröffentlicht werden, diesen Manga zu kaufen.
4. Zum Zeichenstil: Nicht überladen, sehr klar. Eher franko belgisch, als ein typischer Manga. Sehr saubere Panel, was die Atmosphäre des Manga allerdings noch weiter unterstützt.

Alles in allem auf jeden Fall lohnenswert und auch der Preis ist gerechtfertigt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Mai 2011
Wo fängt man bei einer Graphic Novel an? Da ist zunächst mal die Geschichte: Der 48-jährige Hiroshi steigt auf dem Nachhauseweg in den falschen Zug und merkt es erst, als er fast in seiner Geburtsstadt angekommen ist. Weil er dort ein bisschen Zeit bis zur Abfahrt des Zuges in die Gegenrichtung hat, besucht er sein nun fast nicht mehr wiederzuerkennendes Elternhaus und dann das Grab seiner Mutter, die vor genau 25 Jahren starb. Er erinnert sich an ihren Tod und daran, dass sein Vater die Familie plötzlich verließ, als Hiroshi 14 Jahre alt war. Hiroshi wird ohnmächtig, und als er wieder aufwacht, ist er wieder 14 und die Stadt und seine Familie wieder genau so, wie sie kurz vor dem Verschwinden seines Vaters war. Hiroshi geht wieder zur Schule und alles geht seinen Gang - doch weil er eigentlich erwachsen ist, verlaufen manche Dinge doch anders.

Eine durch und durch wunderbare Geschichte von der Suche nach der eigenen Vergangenheit, vom Sich-sehnen nach einer Zeit, die nicht mehr ist, von einem Wiedererlebenwollen mancher Momente, von Schuld und Verzicht und Sehnsucht und Verpflichtung und Glück, ich komme total ins Schwärmen. Alles wird trotz der möglichen Komplikation einer solchen Zeitreise befriedigend gelöst. Und dann die Zeichnungen! Detailverliebt und lebendig, sehr ausdrucksstark und auch für eingefleischte Japankenner authentisch.

Seit langem wieder einmal ein Buch, dass ich nach Beendigung streicheln musste.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Februar 2008
Selten ließt man so ein Manga oder bzw. so eine Geschichte die einen so stark zum mit träumen verleitet. Das Buch ist zwar sehr dick, aber man kommt ab der ersten Seite einfach nicht mehr los davon. Das liegt zum großen Teil daran das sich dieses Mange wie eine wunderschöne Sommerbrise anfühlt und man will in ihr ewig verharren und diesen Moment auskosten. Jirō Taniguchi gibt uns diese Zeit und lässt uns praktisch die Gefühle einer unbeschwerten und schönen Kindheit wieder erleben. Probleme und Sorgen sind zwar vorhanden, aber es ist diese Neugier und die Schönheit der Kindheit die hier mit einem unglaublich poetischen Können von Jirō Taniguchi dargestellt wird. Die Bilder sind sehr schön und gehören ganz klar mit zu dem besten was es hier auf den deutschen Markt gibt neben Shamo, Vagabond usw. . Teilweise sind es total belanglose Momente die dargestellt werden, wie z.B. wenn unserer Hauptprotagonist auf einer Bank liegt und denn Himmel anschaut, und das erstreckt sich über mehrere Seiten und trotzdem kann man als Leser kaum genug davon bekommen, weil die dargestellten Momente einfach wunderschön sind. Ganz klar hier liegt einer der größten Meisterwerke der Comic-Geschichte vor (ich sage diesmal bewusst nicht Manga), und ich freu mich schon auf das Anime was auf diesen Manga basieren soll.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juli 2012
Ich muss zunächst einmal vorweg nehmen: Ich würde hier gerne ausführlich beschreiben, warum die Geschichte meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Das ist aber fast ein Ding der Unmöglichkeit, da ich damit zu viel der Story preisgeben würde. Und je weniger man über die Handlung Bescheid weiß, desto besser. Die Idee mit der Zeitreise in die eigene Kindheit - mit dem Bewusstsein und Wissensstand des Erwachsenenlebens - ist so simpel wie sie effektiv und mitreißend ist. Die erste Hälfte der Geschichte hat mich gepackt, mich zum Schmunzeln (ach, was sag ich: zum Lachen) gebracht, mich in Melancholie versetzt.

Die Geschichte baut Spannung auf, schürt Erwartungen und stimmt extrem neugierig auf die zweite Hälfte des Buches. Und hier liegt der Hund begraben: Für mich konnten diese Erwartungen nur teilweise erfüllt werden. Ein Handlungsstrang (nur soviel: es geht um das Schicksal eines Freundes des Protagonisten) wird dabei sogar komplett vergessen, ignoriert, oder was auch immer. Auch geht der zweiten Hälfte irgendwie die Dynamik, der Optimismus und die Unbeschwertheit ab, welchen den Leser zunächst so beschwingt unterhalten. Nichtsdestotrotz: Insgesamt ist es eine tolle Geschichte mit viel Tiefgang und Gefühl. Und außerdem ist es ja auch immer Geschmackssache. In meinem Fall hat die Story in der ersten Hälfte genau meinen Nerv getroffen, während ich die zweite "nur" noch gut fand.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juli 2011
Ich bin bislang kein Freund der Mangas, aber durch Suchen zum Thema Graphic Novels auf diesen Band gestoßen.
Ich weiß nicht, ob man selbst schon über 40 sein muss, um dieses Buch zu genießen, aber ich kann den anderen Rezensenten nur recht geben: Das Buch hat eine wunderbar luftige und zugleich melancholische Grundstimmung. Es liest sich sehr schnell, aber zwischendurch sind meine Gedanken oft zu meiner eigenen Kindheit abgedriftet, und genau dazu lädt dieses Buch auch ein.
Ein großes Manko hat die deutsche Ausgabe aber: Es gibt kein Lettering, der Inhalt der Sprechblasen ist gedruckt. Das erinnert mich doch fatal an die lustlosen Drucke der BSV-Comics, die ich in den 60iger gelesen habe.
Ansonsten aber ein Comic, dass jedem zu empfehlen ist, der Lust auf eine Zeitreise in seine Jugend hat.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. August 2007
Wir alle werden älter, bewegen uns von der Vergangenheit weg, der Zukunft entgegen.
Wir gewinnen Neues, verlieren aber auch geliebtes Altes.
In dieser Geschichte reist ein 48-jähriger Architekt in seine
Vergangenheit, als er 14 Jahre alt war und trifft geliebte Menschen
und längst vergessene Freunde wieder.
Die Kraft der Jugend gepaart mit dem Wissen des Alters führen
zu rührenden Veränderungen.
Eine schöne Geschichte, sehr gut erzählt und sehr gut gezeichnet.
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TOP 500 REZENSENTam 19. November 2014
Noch etwas bezecht von den Folgen einer Geschäftsreise steigt der Architekt und Familienvater Hiroshi Nakahara scheinbar zufällig in den falschen Zug und landet in seiner Geburtsstadt Kurayoshi. Dort sucht er erstmals seit Jahren wieder das Grab seiner Mutter auf und fällt in Ohnmacht. Als er wieder erwacht, ist er plötzlich 14 Jahre alt und befindet sich im Jahre 1963. Er trifft auf seine Mutter und seinen Vater, der kurz darauf die Familie verlassen hat. Hiroshi setzt alles daran dies zu verhindern...

Diesen science-fiction-artigen Aufhänger nutzt Jiro Taniguchi zwar auch zu einigen recht amüsanten Situationen (endlich kann Hiroshi die damals schüchtern angehimmelte Flamme erobert und der Schulrowdy verprügelt werden) doch in erster Linie gelingt ihm eine – nicht nur für Comicverhältnisse – ungewöhnlich sensible und dichte Familiengeschichte vor dem mittlerweile schon historischen Hintergrund des langsam zu Wohlstand kommenden Nachkriegsjapans. Eine zusätzliche interessant Ebene erhält die Erzählung noch dadurch, dass Taniguchi immer wieder kurze Szenen mit Hiroshis beiden Töchtern einfügt, die ebenfalls befürchten, dass ihr Vater sie verlassen hat.

Als erster japanischer Comic überhaupt wurde “Vertraute Fremde“ 2003 auf dem Comicfestival in Angouleme mit einem Preis ausgezeichnet, den Jiro Taniguchi für sein Szenario erhielt. Anschließend wurde der Manga in Frankreich verfilmt. Bei Carlsen erscheint die Geschichte nicht unter dem Label Manga, sondern - gespiegelt in der Reihe “Graphic Novel“. Weitere Werke von Jiro Taniguchi wie "Die Sicht der Dinge" und "Träume vom Glück" folgten und das ist gut so!
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am 8. Mai 2014
Ein erwachsener Mann reist in seine Kindheit zurück und erlebt seine Vergangenheit nochmals - mit dem Bewusstsein des Erwachsenen. Diese Idee haben wahrscheinlich schon einige Autoren aufgegriffen. Bei Taniguchi verbindet sich eine zurückhaltende, sanfte Erzählweise (typisch japanisch?) mit der makellosen Zeichnkunst. Durch die Bilder wird das Aufeindertreffen von Moderne und Tradition in Japan noch plastischer. Eine schöne, berührende Geschichte, frei von Kitsch...
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Meine erste Graphic Novel - und dann gleich so eine tolle. "Was die Süddeutsche Zeitung in einer eigenen Edition anbietet, kann ja so verkehrt nicht sein", hatte ich gedacht und wurde auch wahrlich nicht enttäuscht. Sehr stimmungsvolle Zeichnungen, eine Handlung, die den Leser immer tiefer hineinzieht und gute Wendungen der Geschichte, dazu etwas asiatische Philosophie: Absolut zu empfehlen, meine Höchstwertung!
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