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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Werk von Marias
"Alle Seelen" von Javier Marias ist meiner Meinung nach das beste seiner Werke,weil es sich vergleichsweise flüssig liest (keine Kritik an Marias Schreibstil,aber einige Passage in "Mein Herz so weiß" oder "Morgen in der Schlacht denk an mich" hinken schon etwas) und sich endlich mal von einer gefühlvollen Seite zeigt. Ich...
Am 22. Februar 2001 veröffentlicht

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Oxford - eine Welt für sich
Ein spanischer Universitätsdozent geht für zwei Jahre nach Oxford, um dort zu lehren, und stellt sehr bald fest, dass dort lauter eigene Regeln gelten und in den altehrwürdigen schwarzen Talaren des Lehrkörpers oft interessante, aber auch etwas skurrile Persönlichkeiten stecken. Allen gemeinsam ist das Festhalten an überkommen erscheinenden...
Veröffentlicht am 23. Januar 2009 von Valentine


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Oxford - eine Welt für sich, 23. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen. SZ-Bibliothek Band 83 (Gebundene Ausgabe)
Ein spanischer Universitätsdozent geht für zwei Jahre nach Oxford, um dort zu lehren, und stellt sehr bald fest, dass dort lauter eigene Regeln gelten und in den altehrwürdigen schwarzen Talaren des Lehrkörpers oft interessante, aber auch etwas skurrile Persönlichkeiten stecken. Allen gemeinsam ist das Festhalten an überkommen erscheinenden Traditionen wie den "High Tables", steifen Dinnerveranstaltungen in den einzelnen Colleges mit ewig gleichem Ablauf.

Geplagt von seinem Sitznachbarn, der ohne Punkt und Komma über sein Spezialthema Apfelweinsteuer referiert, treffen sich bei einer solchen Veranstaltung die Blicke des Spaniers mit denen von Clare Bayes, der anziehenden Frau eines anderen Dozenten, und zwischen den beiden entspinnt sich eine Affäre ...

Was dieses Buch ausmacht, ist weniger die Handlung, in der ich teilweise den roten Faden vermisst habe, als die minutiöse Beobachtung der Umgebung, des menschlichen Handelns, das Sinnieren über obskure Schriftsteller, den Lauf der Zeit und des Lebens, die Marías wortreich in oft sehr lange Sätze kleidet. Stilistisch hat mir das Buch gut gefallen. Zum Schluss klärten sich auch einige Querverbindungen zwischen Szenen, die mir zunächst zusammenhanglos erschienen, insgesamt fehlte mir zwischendurch jedoch zu oft der Durchblick.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Werk von Marias, 22. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen: Roman (Taschenbuch)
"Alle Seelen" von Javier Marias ist meiner Meinung nach das beste seiner Werke,weil es sich vergleichsweise flüssig liest (keine Kritik an Marias Schreibstil,aber einige Passage in "Mein Herz so weiß" oder "Morgen in der Schlacht denk an mich" hinken schon etwas) und sich endlich mal von einer gefühlvollen Seite zeigt. Ich meine,wer kennt nicht das Problem der Verwirrung im Zusammenhang mit Erinnerung an frühere schöne Zeiten,besonders an anderen Orten,und gerade das hat Marias sehr schön porträtiert.Ich bin zwar erst 17 Jahre alt,aber dieses Buch vermittelt Erfahrungen,Gefühle und vor allem das Gefüge der menschlichen Beziehungen so schön gut wie kein anderes,daß ich mich z.T. fühle,als hätte ich schon mehr erlebt,als viele andere,ältere Menschen...
MfG
Steve Plesker
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein toller Analytiker, aber auch ein guter Erzähler?, 16. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen. SZ-Bibliothek Band 83 (Gebundene Ausgabe)
In Alle Seelen" kommt ein Spanier für zwei Jahre nach Oxford, erlebt die teilweise veralteten Bräuche und Sitten der dortigen Eliteuniversität, beginnt und beendet eine Affäre und kehrt nach Spanien zurück, um dort eine Familie zu gründen. Zudem sterben noch zwei Professoren an verschiedenen Krankheiten.

Kann man daraus eine fesselnde Geschichte stricken? Vielleicht schon, aber Marias versucht das gar nicht erst. Wie schon in Mein Herz so weiß", das ich vor einigen Jahren gelesen hatte, versteht sich Marias hier in erster Linie als Beobachter und Analytiker des Alltäglichen: Kein Zimmer, kein Tischdekor, das nicht exakt beobachtet und gegebenenfalls auch beschrieben wird. Die Handlungslinien werden für diese Schilderungen oder die sich aus Beobachtungen ergebenden Reflexionen oft für etliche Seiten unterbrochen.
Das kann mal gut gehen, wie etwa bei den witzigen Beschreibungen der steifen und langweiligen Bankette an der Uni, das kann aber auch recht belanglos wirken, wie bei den imaginären Familiengeschichten einzelner Personen oder den - teilweise - nur spekulativen amourösen Erlebnissen einzelner Protagonisten.
Manche Beobachtungen, etwa die zum Gefühl des Niedergangs, das alle Menschen früher oder später empfinden" oder die o.a. Bankettszene sind einfach großartig gelungen, können aber über die vielen Längen und gar nicht so seltenen Belanglosigkeiten nicht ganz hinweg helfen.

Mit gutem Willen kann man Marias also wie jener berühmte deutsche Kritikerpapst als sensationellen Beobachter mit feinem Gespür fürs Detail beschreiben. Ich für meinen Teil habe mich aber des Öfteren dabei ertappt, recht gleichgültig mit den Achseln zu zucken und teils lähmende Ausführungen nur zu überfliegen.

Insgesamt war ich froh, das Buch nach einem auch eher brav erzählten Ende zur Seite legen zu können: Man merkt einfach zu sehr, dass es Marias gar nicht um eine Geschichte im engeren Sinne geht. Vielleicht würden mir Essays aus seiner Feder besser gefallen, die Geschichten in den Romanen finde ich nur mäßig interessant.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So ist vielleicht nicht nur Oxford, 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen: Roman (Taschenbuch)
"Alle Seelen" ist der Name einer Abteilung der Universität Oxford, an der die Geliebte des Erzählers dieses Romans lehrt. Und Oxford bildet auch den Rahmen dieser Satire, in der die einzelnen Persönlichkeiten mit ihren Eigenarten akribisch genau beschrieben werden. Daß Oxford seinen Ruf lediglich auf seinem jahrhundertealten Ruf aufbaut, dieser Gedanken drängt sich bei der Lektüre zwangsläufig auf. Der Erzähler ist ein Madrilene, der für zwei Jahre einen Lehrauftrag an der Universität Oxford bekommt. Zeit genug, um sämtliche Professoren und Traditionen genau unter die Lupe zu nehmen. Und Zeit genug, um mit der Kollegin und Frau eines Kollegen ein Verhältnis zu beginnen, bei dem keiner weiß, wie es enden wird. Die satirischen Spitzen dieses Romans von Javier Marías treffen bestimmt nicht nur Oxford ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das außergewöhnliche Sterben in Oxford, 8. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen: Roman (Taschenbuch)
"Alle Seelen" ist nach "Der Gefühlsmensch" der zweite Roman von Javier Marias, der in die deutsche Sprache übersetzt wurde. Der spanische Ich-Erzähler berichtet von seinem zweijährigen Aufenthalt als Gastdozent in Oxford. Er erzählt von seiner seltsam pyramidenförmigen Wohnung, seiner Besessenheit für die Suche nach vergessenen Literaten in dunkelen Antiquariaten und erlebt heikle erotische Phantasien als spanisch-englische Begegnung in einem Verhältnis mit der Frau eines Kollegen. Außergewöhnlich lebendig wirkt Marias Erzählung. Er erforscht die Lebensläufe zweier Autoren, einer wohl real, einer wohl fiktiv, erkennt die Parallelen mit der Vergangenheit seiner Geliebten. Sein homosexueller Mentor stirbt an einer äußerst populären Krankheit und auch ein zweiter Mentor wird das Ende des Romans nicht erleben. Immer voller Teilnahme und unterhaltsam, balanciert zwischen Drastik und Zartgefühl, komischen Momenten und einer schier elegischen Traurigkeit - ausgestattet mit einem angenehm gelassenen Blick auf das Leben und dem außergewöhnlichen Sterben in Oxford, England. Zweifellos ist damit "Alle Seelen" der sowohl vergnüglichste als auch lebendigste Roman, der Javier Marias bis dato gelungen ist. Das Spiel in- und außerhalb der literaturhistorischen Grenzen ist ihm absolut gelungen und unbedingt lesenswert.cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rituale, 17. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Aller Seelen erleidet das Schicksal vieler früher Romane eines erfolgreichen Autors, sie drohen, gemessen an den späteren Werken unterzugehen. Marías beschreibt in ihm im Vergleich zu Mein Herz so weiß oder Morgen in der Schlacht denk an mich den Alltag nicht als etwas, das durch ein in ihn einbrechendes Ereignis skurril, fremd zum aufarbeitenden Verbrechen sich entwickelt. Marías dient sich in dieser Geschichte als detailversessener Beobachter an, durch dessen Augen wie Oxford und seine Menschen kennen lernen.

Das ist linearer erzählt, bar des Unheimlichen und der scheinbar widersprüchlichen Verstrickung. Liebe, Tod, Lust treiben auch hier ihr Unwesen, doch scheint es greifbarer zu sein. In der Verstörung breitet sich nicht plötzlich die Nacht aus, um den Seelen, den Dämonen unterdrückte Geheimnisse zu entreißen. Oxford mit seinen Lehrkörpern, seinen Zimmervermietern, seinen Studenten bilden eine Theaterbühne der großen nüchternen Gefühle.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unablässig denken, 6. Januar 2008
Von 
Diethelm Thom - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen. SZ-Bibliothek Band 83 (Gebundene Ausgabe)
Marías, Javier, Alle Seelen, 1989 (SZ-Bibliothek 2007)

Javier Marías nimmt Ereignisse aus seinem eigenen Leben als Material für sein Buch. Wie auch ein Blick in Wikipedia zeigt, ging er in den 80ern als Dozent für Spanisch nach Oxford und unterrichtete dort eine Zeitlang, bis er nach Madrid zurückkehrte. Dort schrieb er dann dieses Buch, weil er "andernfalls am Ende alles auslöschen würde. Auch die Toten, die die Hälfte unseres Lebens sind und gemeinsam mit den Lebenden das Leben ausmachen, wobei sich jedoch nicht leicht bestimmen lässt, was die einen von den anderen trennt und unterscheidet.."(63). Damit erklärt sich auch der Titel: eine Vergegenwärtigung aller Seelen, die sein Leben in der Zeit in Oxford beschäftigten und bildeten, oder, wie er immer wieder sagt, die seine "Verstörung" in Oxford begleiteten, "in dieser statischen und in Sirup konservierten Stadt" (106).
Diese Verstörung ergab sich offensichtlich aus Marías' Einsamkeit und Ungebundenheit in Oxford. Als er Oxford verlassen hat, konstatiert er: "Ich bin nicht mehr verstört, obwohl meine damalige Verstörung nichts Besonderes war, sie war leicht und vorübergehend und artikuliert und logisch..." (232). Die Angst, haltlos wie einer der geschilderten Bettler zu werden oder wie einer der als Säufer geendeten, weniger bekannten englischen Dichter, ein gewisser, Terence Armstrong, der sich dann John Gawsworth nannte und dessen Bücher Marías in den Antiquariaten sucht, treibt ihn um und er sucht von den wenigen Freunden, die er hat, (vergeblich) Antworten für seine existentiellen Entscheidungen zu bekommen. Im Verlauf des Buches schildert er verschiedene Charaktere und Rituale, auf die er in der Stadt und an der Universität stößt, ebenso Begegnungen mit einigen wenigen Frauen, von denen die zentrale die mit Clare Bayes ist, einer verheirateten Dozentin, die bereits einen etwa achtjährigen Sohn hat und sich am Ende gegen Marías' Bitten dafür entscheidet, bei ihrem Mann und ihrem Sohn zu bleiben. Im Grunde befreit dies den Erzähler aus seiner morbiden Verfassung und führt ihn dazu, einen eigenen Schwerpunkt in seinem Heimatland zu finden, indem er dort nämlich selbst eine Familie gründet.
Die Entwicklung dieser Beziehung ist das, was der Leser mit zunehmender Spannung verfolgt, besonders dramatisch wird die Situation, als Clare ihrem spanischen Liebhaber die Geschichte vom Selbstmord ihrer Mutter erzählt. Hier dürfte Marías allerdings von der autobiografischen Wahrheit abweichen, indem er einen Zusammenhang herstellt zwischen dem Liebhaber ihrer Mutter und dem vorher erwähnten Dichter John Gawsworth - nichtsdestoweniger wird dadurch die Dramatik der Geschichte erhöht.
Wie im ganzen Buch bringt sich auch in diesem dramatischen Moment der Schriftsteller Marías ins Spiel: "Aber selbst in diesem Augenblick achtete ich auf mein Denken.."(216). Und denken muss er unablässig, sein Blick durchdringt die gegenwärtige Situation. Einmal folgt er Clare, ihrem Vater und ihrem Sohn heimlich und empfindet Grauen, als er die Ähnlichkeit zwischen ihren Gesichtern bemerkt. Beim Gedanken daran, wie er Clare geküsst hat, wird er heimgesucht von der Anschauung der Vergänglichkeit: "Ich habe auch das Kind geküsst und wurde von ihm geküsst und auch von dem Alten, und das ist einer der Gedanken, die sich Alan Marriott zufolge verbinden lassen oder nicht, aber wenn man sie verbindet, dann flößen sie Grauen ein oder lösen Entsetzen aus: der Gedanke des Kusses und der Gedanke des Alten, der Gedanke des Kindes und der Gedanke des Alten. Die schaurige Ergänzung des Alten ist das Kind, die schaurige Ergänzung des Kindes ist der Alte, die des Kusses ist das Kind, und die des Kindes ist der Kuss, mein Kuss..."(188f.). Und so bekommen seine Äußerungen oft etwas Manisches oder Litaneihaftes, etwas gedanklich Gezwungenes, (was an Thomas Bernhard erinnert), man merkt auch, wie er sich gelegentlich am Klang der Wörter und Sätze berauscht. Erzielt wird damit auf jeden Fall eine enorme Distanz zum Geschehen, die auch dem geistig-seelischen Entwicklungsstand des Erzählers angemessen ist, denn er kreist ja noch nur um sich selbst, erst später passiert es, "dass das Leben sich auch seiner angenommen hat, dass es ihm einen Mittelpunkt und eine Bürde zuweist..."(221), woraufhin sich am Ende auch der Stil entspannt. Was dieser Stil aber verhindert, das ist so etwas wie Objektivität der Darstellung oder Plastizität und Eigenleben der Gestalten - Marias liebt es z.B. auch, die Schilderung einer Person an winzigen Details aufzuhängen oder sie erscheinen nur angelegentlich seiner (manchmal etwas abseitigen) Reflexionen.
Das ist, nichtsdestoweniger große Kunst, denke ich. Auf jeden Fall scheint mir dies ein Buch zu sein, das inhaltlich, gedanklich und stilistisch interessant ist und fasziniert.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sehr schwieriges buch, 13. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen. SZ-Bibliothek Band 83 (Gebundene Ausgabe)
nach einer überzeugenden leistung von marias mit "mein herz so weiß" bin ich bei "alle seelen" leider genauso wie auch bei "morgen in der schlacht..." nicht überzeugt. ich empfinde das vorliegende werk ungeheuer schwer und mühsam zu lesen. marias ergibt sich in endlosen beschreibungen und verrennt sich in details. das ist zwar sein typischer stil, aber hier doch des guten zuviel. natürlich gibt es dann wieder hervorragende szenen mit sprühendem witz, spannung und tiefgang - das hat schließlich auch dazu beigetragen, dass ich das buch zuende lesen konnte. aufgrund dieser ausgezeichneten stellen dann auch 3 sterne!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über Egoismus und die wahren Prioritäten im Leben, 25. Januar 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Alle Seelen: Roman (Taschenbuch)
Marias hat mir das Gefühl gegeben, daß ich doch nicht der einzige schlechte Mensch auf der Welt sein kann. Er schreibt in beeindruckender und treffender Weise über Egoismus und Prioritäten im Leben; selten bekommt man so ehrlich vor Augen geführt, was den Menschen wirklich wichtig ist, und was weniger. Marias ist in der Lage, Gefühle, die jeder von uns hat, treffend in Worte zu fassen. Ständig erkennt man sich oder andere aus unerwarteten Perspektiven.
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Alle Seelen. SZ-Bibliothek Band 83
Alle Seelen. SZ-Bibliothek Band 83 von Javier Marías (Gebundene Ausgabe - 10. November 2007)
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