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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich ist es ja traurig...
Für mich einer der besten Woody Allen überhaupt - fotografisch, wie inhaltlich. Man könnte den Film wahrscheinlich beliebig alle 5 Minuten anhalten, ein Bild entnehmen und hätte nachher einen fantastischen Photobildband über New York. Nach den ersten 5 Minuten, untermalt von Gershwins "Rhapsody in blue" möchte man online die Tickets buchen...
Veröffentlicht am 14. Juli 2007 von H. von Waechter

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schade
sehr schlechte Qualität. Der ganze Film ist viel zu dunkel. Das war sehr enttäuschen, wir konnten zum Teil die Schauspieler nicht sehen.
Vor 16 Monaten von lobalang veröffentlicht


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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich ist es ja traurig..., 14. Juli 2007
Von 
H. von Waechter (Spreewald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: SZ-Cinemathek, 95: Manhattan (DVD)
Für mich einer der besten Woody Allen überhaupt - fotografisch, wie inhaltlich. Man könnte den Film wahrscheinlich beliebig alle 5 Minuten anhalten, ein Bild entnehmen und hätte nachher einen fantastischen Photobildband über New York. Nach den ersten 5 Minuten, untermalt von Gershwins "Rhapsody in blue" möchte man online die Tickets buchen. Und dann beginnt der Film erst...
Der Plot ist eigentlich nicht weiter wichtig, am Ende läuft es darauf hinaus, dass man die Menschen, die man möchte, nicht bekommt, weil man sich selbst im Wege steht und dabei übersieht, daß die, die man hat oder haben könnte, wahrscheinlich das Beste sind, was einem passieren kann - bis sie weg sind. Eigentlich traurig, wenn es nur nicht so urkomisch wäre! In eine kurze Szene in der Met z.B. ist in vielleicht 90 Sekunden alles gepackt, was zwischen zwei Paaren nur durch Blicke an Begehrlichkeiten und Hemmungen, Sehnsucht und Vertuschung gepackt werden kann. Trotzdem bleibt jeder ein Mensch; trotz aller Macken und Neurosen wird niemand zum bloßen Trottel abgestempelt, sondern liebevoll beobachtet und gezeichnet. Die Menschen sind komisch, aber nicht wirklich lächerlich.
Einer von höchstens 5 Filmen, die selbst dann auf keiner einsamen Insel fehlen dürften, wenn es keinen Strom zum Abspielen gäbe...
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67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Woody Allen's Klassiker, 6. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Manhattan (DVD)
Wenn man an Woody Allen's Glanztaten der 70'er Jahre denkt, fällt einem neben "Annie Hall" ("Der Stadtneurotiker") unweigerlich "Manhattan" ein, jene leidenschaftliche schwarz-weiße Liebeserklärung an seine Heimatstadt. Mit diesem Film etablierte sich der ehemalige Standup-Comedian endgültig als wichtigster Filmemacher New York's. Der Streifen ist die perfekte Verbindung von Form & Inhalt - die Kamera von Gordon Willis sowie die unsterblichen Melodien George Gershwins haben diesen Film zu einem echten Klassiker gemacht, den man immer wieder gerne genießt. Inhaltlich geht es um Allen's Lieblingsthema, nämlich das Chaos im Beziehungsleben einer Handvoll New Yorker. Der Intellektuelle Isaac Hayes gehört wohl zu jenen Woody-Allen-Charakteren, die seine Fans am meisten ins Herz geschlossen haben, und seine Geschichte sollte Jahre später auch bizarre Parallelen zu seinem eigenen Privatleben und der unschönen Trennung von Mia Farrow aufweisen...
Isaac ist 42, unglücklich mit seinem Job und von Schuldgefühlen geplagt, weil er mit der 17-jährigen Tracy (gespielt von Mariel Hemingway, einer Enkelin des Schriftstellers) liiert ist. Zudem möchte seine schriftstellernde Ex-Frau (Meryl Streep), die ihn zugunsten einer Lesbe verlassen hat, eine schonungslose Abrechnung ihrer gemeinsame Ehe veröffentlichen, und auch seinen kleinen Sohn Willy sieht er nur mehr an den Wochenenden. Nachdem er seinen Job gekündigt und Tracy zugunsten der älteren Mary (einer Ex-Affäre seines verheirateten Freundes Yale) den Laufpass gegeben hat, stellt er fest daß er offenbar zu den wenigen Intellektuellen gehört, die noch sowas wie Werte und einen Standpunkt besitzen, daß dies aber in einer schnellebigen und egoistischen Gesellschaft offenbar nicht mehr viel zählt: Mary zieht es wieder zu Yale zurück, dieser beschließt seine Ehe aufzugeben, und stellt Isaac vor vollendete Tatsachen. Am Ende wird Isaac bewußt, daß ausgerechnet die frühreife Tracy die einzige Frau war und ist, die Ordnung in sein chaotisches Gefühlsleben bringen kann.
Die Beziehung des ungleichen Paars Allen - Hemingway, die einer gewissen Komik nicht entbehrt (die 17-jährige ist einen Kopf größer als er), ist letztlich einer der Hauptaspekte des Films, und auch wenn militante Frauenrechtlerinnen darin bloß pädophile Ansätze erkennen wollten, hatte und hat diese Leinwand-Beziehung etwas ungemein Treffendes und Rührendes. Sie zeigt daß Reife nicht unbedingt mit dem Alter zu tun hat, und daß eine Seelenverwandschaft in einer Beziehung wichtiger ist als äußere Umstände. Sie verleiht dem Film einige der rührendsten Momente, und am Ende jene Melancholik, die nur Woody Allen auf die Leinwand zaubern kann.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Rhapsody in Blue " und durchgeknallte Intellektuelle., 9. Dezember 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: SZ-Cinemathek, 95: Manhattan (DVD)
Den vorliegenden Film habe ich vor fast 30 Jahren das erste Mal im Kino gesehen und war damals sehr begeistert. Gestern sah ich ihn erneut auf DVD und fand ihn nach wie vor hervorragend inszeniert. Begeistert bin ich immer noch.
Das Drehbuch stammt von Woody Allen, der auch Regisseur von " Manhattan " ist.
Geworben wurde damals damit, dass der Film eine Liebeserklärung an New York sei, aber er ist weitaus mehr. Woody Allen ironisiert auf liebenswerte Weise das neurotische Verhalten der Intellektuellen in Manhattan und brilliert mit feinsinnig geschriebenen Dialogen.
Der Film ist Schwarz-Weiß gestaltet, weil Allen so die eigentliche Schönheit der Stadt besser darstellen zu können meinte.
Der 42 jährige Isaac Davis (Woody Allen) ist erfolgreicher Drehbuchautor beim Fernsehen. Er nimmt sich zu Filmbeginn eine Auszeit, weil er ein Buch schreiben möchte. Das Buch ist ihm so wichtig, dass er materielle Einbußen und das Wohnen in einer schlechteren Wohnung gerne in Kauf nimmt.
Davis ist mit einer 17 Jährigen Schülerin ( Mariel Hemingway) befreundet. Er sieht den großen Altersunterschied sehr wohl und möchte, dass die Beziehung sich nicht zu eng gestaltet. Er fühlt sich für das Mädchen fast wie ein Vater verantwortlich, was ihn aber nicht daran hindert mit ihr beizuschlafen. Die 17 jährige scheint reifer zu sein als Isaac, der schon zwei Ehen hinter sich hat und seine letzte Frau ( Meryl Streep) an eine Lesbe verlor. Man lernt Isaacs Freund und dessen Frau, aber auch die schöne Intellektuelle Mary ( Diane Keaton), die mit beiden Männern zeitweilig eine Beziehung unterhält, alsbald kennen. Mary konsultiert ähnlich wie Isaac wegen seelischer Schräglagen schon länger einen Psychoanalytiker. Beide Protagonisten sind innerlich wenig gefestigt, möglicherweise weil sie pausenlos alles und jeden, hauptsächlich aber sich selbst in ihren Befindlichkeiten hinterfragen. Mary begreift nicht, wieso sie trotz hoher Intelligenz und Schönheit dauernd Beziehungsprobleme mit Männern hat. Für den Betrachter allerdings wird sehr schnell klar woran es liegt.
Bis auf das 17 jährige Mädchen sind alle Beteiligten viel zu verkopft um Zugang zu ihren wirklichen Wünschen zu bekommen......Ein großes Problem vieler Intellektueller, Allen weiß das und thematisiert diese Schwierigkeit in vielen seiner Filme.
Schöne Bilder von Manhattan , Musik von George Gershwin und witzige, brillante Dialoge sorgen für vergnügliche 93 Minuten.

Die Ton- und Bildqualität sind bestens.

Empfehlenswert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mäßige Blu-ray eines Topfilms, 10. Juni 2012
Von 
Volker Hartung - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Manhattan [Blu-ray] (Blu-ray)
Woody Allens Liebeserklärung an das Leben, und für ihn damit gleichzeitig an New York, war sein erstes Meisterwerk. Es scheint so, als ob das überfrachtete, kühle (und oskargekrönte) "Annie Hall" und der angestrengte erste Versuch eines Dramas "Interiors" nur Vorübungen für diesen perfekten Film sein sollten. "Annie Hall" ("Der Stadtneurotiker") bot viele wunderbaren Szenen, witzige, anrührende, doch die Gefühle der Figuren wurden immer nur aus der Distanz beobachtet, und es fehlte ein Handlungsbogen, der alles zusammengefügt hätte. "Interiors" analysierte Emotionen, ohne sie wirklich fühlbar zu machen. "Manhattan" ist eine Romanze, die zu Tränen rührt, witzig, ohne ihre Figuren preiszugeben, hinreißend in Szene gesetzt, ohne sich durch Regie-Gimmicks aufdrängen zu wollen, wunderschön photografiert, aber niemals eitel, unterlegt von Gershwins traumhaften Melodien, ohne je in den Kitsch abzurutschen. Selten war Woody Allen so liebenswert wie im philosophischen Zwiegespräch mit seinem Diktiergerät, der Aufzählung der Dinge, die das Leben lebenswert machen (der zweite Satz der Jupiter-Symphonie, schwedische Filme, Louis Armstrong, Tracys Gesicht...), niemals wieder hatte er einen so bezaubernden Gegenpart wie Mariel Hemingway. Hier paßt alles zusammen, ein unendlich befriedigendes Werk, das auf so vielen Ebenen wirkt, daß man es nie leid wird. Sieben Jahre später gelang Allen mit "Hannah and her Sisters" ein ähnlich warmherziger Film, danach dann mit "Crimes and Misdemeanours" eine unvergleichliche Verschmelzung von Komödie und Drama, aber Manhattan wird aus seinem reichen Werk immer herausragen in seiner Perfektion und Leichtigkeit.

Die Blu-ray ist leider recht enttäuschend ausgefallen. Keine Extras bis auf den Trailer, ordentlicher Ton in Mono (bzw. Pseudo-Stereo im englischen Original)- das erwartet man schon fast. Vom Bild hätte ich mir jedoch vergeblich einen deutlichen Unterschied gegenüber der DVD erhofft. Etwas verbesserte Kontraste und Schärfe stehen einer stärker sichtbaren Filmkornstruktur gegebenüber, die mich persönlich deutlich irritiert hat. Ich kann mir nicht vorstellen, daß da nicht mehr rauszuholen wäre. Von "Casablanca" bis "Wer die Nachtigall stört" sind schon etliche Schwarzweiß-Meisterwerke hervorragend restauiert worden, warum hier nicht?
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von irrlichternden Großstädtern zur Paarungszeit, 13. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Manhattan (DVD)
Manhattan nimmt in Woody Allens filmischer Chronik von New York eine Sonderstellung ein, denn diese witzige Hommage ist konsequent im ästhetischen Schwarzweiß gehalten und beginnt mit scharf konturierten Panoramaaufnahmen der Stadt, die in den monochromatischen Schattenspielen der Fotografie wie stilistische Scherenschnitte wirken, zu denen der Fernsehautor Isaac Davis (Woody Allen) in einem schwelgerischen Monolog über das Leben sinniert. Den Blick der Kamera durch den verfinsternden Schleier des Film Noir zu richten, erweist sich dabei als gelungener Kunstgriff, denn viele Einstellungen erscheinen wie erträumte Spiegelungen einer verschütteten Kultur, in denen die nostalgische Sehnsucht an den Mythos einer Stadt zum Ausdruck kommt, der in seiner ursprünglichen Form so nicht mehr existiert. In Woody Allens Fall sind das solche Dinge wie die goldene Zeit des Jazz, das Kino der Stummfilmära, die Künstlermilieus um Dorothy Parker und natürlich die Romantik der Liebe, die in einem anonymen Schmelztiegel wie New York inzwischen besonders schnell verblasst. Als finaler Trost für seinen Liebeskummer bleibt Isaac als Refugium immer noch dieser Moloch, denn New York ist wohl die einzige Geliebte, die niemals vor dem schrulligen Kauz davonlaufen wird.

Manhattan ist bei Woody Allen ein Ort, wo der Coitus zur Beliebigkeit verkommt, weil das Beziehungskarussell sich mit atemberaubender Geschwindigkeit dreht und die unterschiedlichsten Paarkombinationen hervorbringt. In diesem Kosmos schwirren existenziell verunsicherte Intellektuelle der gehobenen Mittelschicht wie spukartige Irrlichter umher, die in Kunstgalerien und Restaurants zufällig aufeinander treffen. Die erste Szene führt uns gleich in das berühmte Künstlerlokal "Elaine's", wo der untröstliche Isaac seinem egomanischen Freund Yale von der Affäre zu der 25 Jahre jüngeren Tracy (Mariel Hemingway) berichtet. Diese schlüpfrige Liaison ist jedoch eher ein Anzeichen für Isaacs persönliche Krise und seinem Konflikt mit dem eigenen Begehren, als dass sie von echter Zuneigung geprägt wäre. Zudem sitzt ihm auch noch seine destruktive Ex-Frau (Meryl Streep) im Nacken, die demnächst Isaacs für untauglich befundenen sexuellen Fähigkeiten bis ins intimste Detail tranchiert in einem pikanten Enthüllungsbuch veröffentlichen wird. Im Museum of Modern Art trifft er auf Mary (Diane Keaton), die heimliche Geliebte des verheirateten Yale, die in ihrer intellektuellen Hochnäsigkeit kein Fettnäpfchen auslässt und Isaacs Lieblingskünstler zu seinem Entsetzen ganz salopp in einem nonchalant vorgetragenen verbalen Amoklauf in die "Akademie der Überschätzten" aufnimmt. Dennoch verliebt er sich in die snobistische Mary, die ihre Zweifel an einer gelungenen Selbstverwirklichung hinter eloquenter Rhetorik versteckt, sich tief im Inneren aber dennoch nach fester Geborgenheit sehnt und sich vorerst zwischen Yale und Isaac einfach nicht entscheiden kann.

Diese losen Beziehungsmuster werden von Woody Allen in gewohnt virtuoser Manier mit geschliffenen Dialogen in Szene gesetzt, wobei sich seine neurotischen Figuren als Gefangene der Moderne erweisen, die unterschwellig mit der Oberflächlichkeit der neuen Zeit nicht mehr zurechtkommen. Was auch daran liegt, dass sie mit sehr speziellen Ticks und Eigenheiten ausgestattet sind, die sie geschickt mit selbstmitleidigem Zynismus kaschieren, um sich selbst für das eigene Umfeld erst erträglich zu machen. Dabei untergräbt die dominante Präsenz der Frauen das von Männern so sorgsam aufgebaute Beziehungsgeflecht. Die gezielten Sticheleien zwischen den Geschlechtern werden mit ähnlich präziser Schärfe gesetzt wie in "Annie Hall". Viele feinsinnige Pointen erschließen sich oft aus der Situationskomik peinlicher Momente. So entpuppt sich Marys Ex-Gatte Jeremiah, von dem sie andauernd schwärmt, wie sehr er sie "sexuell erschlossen" hat, als eher untypisches Idealbild eines Mannes in Form eines stark untersetzten Kleinwüchsigen mit äußerst schütterem Haar. Die große Kunst des Films liegt allerdings in den atmosphärischen Bildeinstellungen verborgen, von denen die Bekannteste wohl die stimmige Weitwinkelaufnahme am Ufer des East River an der 59th Street Bridge ist, wo Mary und Isaac auf einer Bank sitzen und mit ungestilltem Erfahrungshunger auf die Vergänglichkeit der Liebe blicken und melancholisch in die Dämmerung hineinseufzen. Passend untermalt wird der Film mit Gershwins lebensbejahender "Rhapsody In Blue", exklusiv eingespielt von den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Zubin Mehta.

Als Bonusmaterial gibt es auf dieser DVD-Edition nur Kinotrailer. Das Bildformat beträgt 16:9 Widescreen. Die Tonspur liegt in allen vorhandenen Sprachen nur in Mono vor.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Reigen, ein Kunstwerk, 15. Juli 2013
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: SZ-Cinemathek, 95: Manhattan (DVD)
Hier wurde schon viel über dieses Werk geschrieben, dem ich nur zustimmen kann und wer an einem veregneten Abend plötzlich in diesen Film hineinspringt, dem kann eigentlich nichts besseres passieren.

Wie viele spätere Allen-Filme, z.B. "Hannah und ihre Schwestern" oder "Ehefrauen und Ehemänner" ist Manhatten eine einzige große menschliche Irrung und Wirrung, ein kleines Liebes- und Beziehungsdurcheinander, das Woody Allen zu einer sehens- und liebenswerten eigenen Kunstform erhoben hat. Auch wenn "Annie Hall" (oder im Deutschen: Der Stadtneurotiker) schon einiges davon vorweggenommen hat, ist es doch trotzdem der erste Film Allens, in dem das zentrale Problem von Liebe, Vorstellungen und Partnerschaft, ganz ohne ulkige Spielereien (wie etwa in Mach's noch einmal, Sam) angeht und er ist deswegen vielleicht auch, wenn es um dieses große Thema Allens angeht, zusammen mit "Hannah und ihre Schwestern", der beste. Hier fand er vor schwarz-weißer Kulisse die ultimative Balance zwischen Komik und Tragik, zwischen komödiantischem Einschub und lebensnahen Dialogen und Themen. Es ist ein leiser Film, ein Film, der alle Sinne ein wenig anspricht.

Zum Inhalt:
Isaac ist 42, schreibt für eine banale Fernsehshow, was er hasst, und hat eine 17jährige Schülerin als Freundin, die zu ihm aufsieht, die er aber emotional auf Abstand hält. Zu allem Überfluss will seine nun lesbische Ex-Frau auch noch ein Buch über ihre Ehe schreiben, mit allen schlüpfrigen und brüskierenden Details. Außgerechnet jetzt vertraut ihm sein guter Freund Yale, seit 12 Jahren verheiratet, an, dass er sich in eine Journalistin verliebt hat. Eine Frau, die Isaacs Missfallen und dann sein Interesse erweckt...

Wer Woody Allen nicht kennt, könnte jetzt ein zynisches Werk voller erhobener Zeigefinger und großer schwarzer Untiefen erwarten, wie bei einem realistischen Roman. Aber dem sei gesagt, dass Woody Allen niemals den Zynismus, sondern allenfalls die Melancholie zum Domteur der Handlung und Stimmung erhebt und auch das nur mit Anwandlungen von Ironie.

Ein toller, kurzer Film, der vorbeigeht, wie der Regen vor dem Fenster: ganz langsam, doch immer weiter und dann, zuletzt, ganz plötzlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, 5. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Manhattan (DVD)
ein toller Film von Woody. Mir gefallen die vielen hintergründigen Dialoge und vorallem auch Mariel Hemingway, welche, soweit ich weiß die Nichte von ERnest ist.
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4.0 von 5 Sternen Warum ist Woody Allen sexy?, 8. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Manhattan (Amazon Instant Video)
Endlich mal ein Mann, der redet, zuhört und auf die Frauen eingeht. Sexy sind nicht die Männer aus den Modemagazinen oder die aalglatten Geschäftsleute oder die sogenannten Erfolgstypen, sondern Männer, die sich tatsächlich für ihre Partnerin interessieren und genau diesen Typ Mann verkörpert Woody Allen perfekt ohne selbst perfekt zu sein oder zu tun als ob, was herrlich erfrischend ist. Es wird in diesem Film viel geredet, was keineswegs an den Nerven zerrt wie es oft bei französischen Filmen der Fall ist. Es wird MITEINANDER kommuniziert und keine Worte produziert, nur um sich selbst reden zu hören.
Die Charaktere zeigen sich durch ihre Offenheit ihrem Gesprächspartner gegenüber sehr verletzbar und genau das macht sie menschlich, wobei Woody Allen in seiner Filmrolle seine Gefühle offener und authentischer zeigt als seine beiden Partnerinnen. Die Darsteller sind so herrlich "uncool" und man sehnt sich nach einer Zeit zurück, in der Menschen sie selbst sein durften anstatt ihre Äußerlichkeiten und ihren Erfolg (ob real oder nur eingebildet) ständig ihrem Gegenüber präsentieren zu müssen. All das macht diesen intellektuellen Film mit seinem feinen Humor zu etwas Besonderem und lässt den Zuschauer zufrieden und entspannt den restlichen Abend genießen in der Gewissheit, wieder etwas gelernt zu haben und in der Hoffnung, dass es auf dieser Welt irgendwo noch viele Woody Allens gibt ;0)
Einen Stern weniger gibt es nur für die schlechte Bildqualität.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr amüsant, 28. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: SZ-Cinemathek, 95: Manhattan (DVD)
'Manhattan' ist neben 'Der Stadtneurotiker' der beste Film von Woody Allen - und das muss etwas heißen.

Angefangen von der grandiosen Einführung wird uns die Geschichte des Isaac Davis äußerst amüsant und liebevoll geschildert.

Außerdem sind wieder einmal tolle Stars vertreten (Diane Keaton, Meryl Streep und natürlich Woody Allen selbst).
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5.0 von 5 Sternen Woody Allen in Bestform!, 6. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SZ-Cinemathek, 95: Manhattan (DVD)
Woody Allen in Bestform. Perfektes Story-Telling!
DVD in bekannter SZ-Reihenqualität ebenfalls ohne Beanstandungen. Auch wenn ich mittlerweile das Intro nicht mehr sehen kann. Trotzdem volle Punktzahl!
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SZ-Cinemathek, 95: Manhattan
SZ-Cinemathek, 95: Manhattan von Diane Keaton (DVD - 2006)
EUR 10,93
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