Kundenrezensionen


27 Rezensionen
5 Sterne:
 (19)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filmklassiker auf toller DVD!
Dieser Film ist ja schon seit längerer Zeit in der Cinemathek-Reihe der Süddeutschen Zeitung erhältlich, zwar zu einem sehr günstigen Preis, allerdings nur in einer recht lieblos gestalteten Papphülle und ohne jegliche Extras. Mitte des Jahres veröffentlichte Warner diesen Klassiker bereits in England als sehr schöne Doppel-DVD (mit...
Veröffentlicht am 25. November 2006 von Thomas H.

versus
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toller Film mit miesem Sound!
Was für eine aktuelle Geschichte.....: verheizte Kinderstars, die zu amoklaufenden Furien mutieren. Bette Davis und Joan Crawford in Höchstform. Die englische Tonspur ist um Längen besser, der deutsche Sound einfach nur lächerlich. Meinen Fernseher kann ich gar nicht so laut drehen, um ihn zu verstehen, geschweige denn meine Nachbarn! Diese Produktion...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2006 von KaBo


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filmklassiker auf toller DVD!, 25. November 2006
Dieser Film ist ja schon seit längerer Zeit in der Cinemathek-Reihe der Süddeutschen Zeitung erhältlich, zwar zu einem sehr günstigen Preis, allerdings nur in einer recht lieblos gestalteten Papphülle und ohne jegliche Extras. Mitte des Jahres veröffentlichte Warner diesen Klassiker bereits in England als sehr schöne Doppel-DVD (mit deutschem Ton und deutsch untertitelten Extras) und genau diese Special-Edition erscheint nun pünktlich zu Weihnachten endlich auch bei uns.

Disc 1 präsentiert das Meisterwerk von Robert Aldrich im Widescreenformat und in guter Bildqualität. Laut Coverangabe wurde der Klassiker zuletzt 1990 restauriert, was man dem Film auch ansieht. Die Schärfe ist zwar nicht optimal, macht aber eine wirklich gute Figur und stellt mehr als zufrieden. Schmutz und Blitzer sind zwar immer noch vorhanden, allerdings in erträglichem Maße und stören den postiven Gesamteindruck nur unwesentlich. Merkwürdig ist allerdings, dass während des Vorspanns (ab ca. 11:30 Minuten) oben und unten plötzlich schwarze Balken auftauchen, die dann, sobald die Handlung fortschreitet, auch wieder schnell verschwinden. Der deutsche Ton ist leider nicht das Gelbe vom Ei und klingt ziemlich dumpf und an einigen Stellen blechern. Ich mußte jedenfalls die Lautstärke ziemlich hochfahren, um den Dialogen hundertprozentig folgen zu können. Als Extras gibt es neben dem Kinotrailer auch einen sehr gelungenen Audiokommentar von Charles Busch und John Epperson, bei dem sich leider keine deutschen Untertitel zuschalten lassen.

Warner würdigt diesen Klassiker auf Disc 2 mit einem Berg von deutsch untertitelten Extras mit hierzulande nie gesehenem Bildmaterial. Die Dokumentation 'Blinder Ehrgeiz' (29:46 Minuten) läßt Filmkritiker und -historiker zu Wort kommen und vergleicht an Hand von Filmauschnitten die Karrieren der beiden unverwechselbaren Schauspielerinnen. 'Behind The Scenes/Hinter den Kulissen' (6:19 Minuten) zeigt einige Aufnahmen von den Dreharbeiten (in schwarz-weiß). Ein echtes Highlight ist der 'Auschnitt aus der Andy Williams Show' von 1962 (2:05 Minuten), in welchem Bette Davis mit dem Song 'Whatever Happened To Baby Jane' eine ziemlich fetzige Gesangseinlage gibt. Großartig! Ebenfalls enthalten sind zwei Dokumentationen, welche die unvergleichlichen Filmkarrieren der beiden Hollywood-Diven beleuchten. 'Alles über Bette Davis' (48:10 Minuten) stammt aus dem Jahr 1993 und keine Geringere als Jodie Foster führt uns an Hand von jeder Menge Filmausschnitten und Interviews (u.a. aus der Dick Cavett Show von 1971 und Good Morning America) durch die über fünf Jahrzehnte andauernde Karriere der vielfach nominierten und zweifachen Oscarpreisträgerin. Beim 'Filmprofil Joan Crawford' (28:35 Minuten) handelt es sich um ein Interview mit der mittlerweile etwas ergrauten Schauspielerin (in schwarz-weiß, leider ohne Jahresangabe), vermutlich Ende 60er Jahre. Auch hier wird das filmische Schaffen der exzentrischen Schauspielerin an Hand von Filmausschnitten beleuchtet. Mrs. Crawford beantwortet geduldig Fragen zu einigen ihrer Filmklassiker (u.a. 'Die Frau mit der Narbe', 'Menschen im Hotel', 'Hemmungslose Liebe' und natürlich 'Was geschah wirklich mit Baby Jane'), äußert sich über ihr Verhältnis zu Bette Davis ('Wir hatten nicht genug Zeit, um Freunde zu werden, da wir nur einen Film zusammen gemacht haben') und macht keinen Hehl aus ihrer Bewunderung für die legendäre Leinwandschönheit Greta Garbo.

'Was geschah wirklich mit Baby Jane' war ein enormer Publikumserfolg und einer der erfolgreichsten Filme des Jahres. Der Streifen reaktivierte die Karrieren der beiden Schauspielerinnen enorm, insbesondere die von Bette Davis, die mit einer Oscar-Nominierung geehrt wurde. Die Statue bekam sie jedoch nicht (der Oscar ging an Anne Bancroft), was Mrs. Davis besonders wurmte, da sie zu jenem Zeitpunkt die erste Schauspielerin mit drei Oscars gewesen wäre. In den folgenden Jahren drehte sie weitere Horrorfilme der Extraklasse, darunter 'Wiegenlied für eine Leiche', 'War es wirklich Mord' und 'Der schwarze Kreis', von denen nur letzterer bislang nicht auf DVD veröffentlicht wurde. Auch Joan Crawford trat in den 60er Jahren hauptsächlich in Horrorfilm-Produktionen auf , u.a. in 'Es geschah um 8 Uhr 30', 'Zirkus des Todes' und der selten gezeigten B-Film-Perle 'Die Zwangsjacke' (Knaller!), von denen bislang leider kein einziger auf DVD erschienen ist. Hoffentlich liest das hier jemand und erbarmt sich, diesen Mangel endlich zu beheben.

Fazit: Nach den eher enttäuschenden Warner-Veröffentlichungen der letzten Monate ('Endlich auf DVD') diesmal eine mehr als gelungene DVD. Gute Qualität und jede Menge Extras sollten diese Special-Edition zu einem Verkaufserfolg machen. Absolut empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychodrama-Klassiker mit schlechter Tonspur..., 11. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was geschah wirklich mit Baby Jane? - SZ Cinemathek, Nr. 89 (DVD)
"Was geschah wirklich mit dem Ton?..." Ein Super Film (5*****), ein recht gutes Bild (4****), aber ein mangelhafter deutscher Ton (1*)! Keine Frage - zusammen mit "Wiegenlied für eine Leiche" einer d e r Top Thriller mit Bette Davis...! Das Bild ist ok, die deutsche Tonspur ist leider sehr mies. Da hätte man besser nachbearbeiten können oder wurden wegen des Rauschens die Höhen gnadenlos gekillt?
Lasst's doch ein bißchen rauschen und dafür mehr mittlere und hohe Frequenzen durch! Klar ist der Film in Mono und von 1962, aber so ein dumpfes Klangbild macht einfach keinen Spaß. Da gibt's bessere Beispiele - auch und gerade von Bette Davis Filmen. Sind alle Editionen der Süddeutschen Zeitung so schlecht im Ton und hat schon jemand die alternative Special Edition von Warner Brothers im Schuber dazu verglichen...? Falls diese besser sein sollte, zahle ich nächstes mal gerne die 5.- Euro mehr und lasse künftig die SZ Ausgabe stehen, bei der zudem die Disc kaum in der Halterung hält. Und wenn, dann bekommt man sie nur schwer wieder raus.
Der Film an sich aber ist jedem Fan von Psycho-Melodramen ans Herz zu legen. Gruselig und spannend bis zur letzten Minute sowie genial von den beiden alternden Hollywood Diven dargestellt. Der verantwortliche Regisseur war Robert Aldrich. Alfred Hitchcock hätte es meiner Meinung nach nicht besser gekonnt...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Dream-Team der Schauspielikonen!, 15. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Was geschah wirklich mit Baby Jane? - SZ Cinemathek, Nr. 89 (DVD)
Dieser Film gehört zu meinen Lieblingsfilmen aus folgenden Gründen: 1. Er hat zwei der m.E. bedeutendsten Filmschauspielerinnen der klassischen Hollywood-Zeit miteinander auf die Leinwand gebracht. 2. Die beiden großen Diven Bette Davis (Warum wird sie nicht als eine Hauptdarstellerin aufgeführt?) und Joan Crawford spielen sich gegenseitig an die Wand, die eine exaltiert, die andere eher zurückhaltend, aber beide sehr eindrucksvoll in der Ausgestaltung ihrer Filmcharaktere. 3. Die Story ist durchweg spannend von Robert Aldrich inszeniert und gewinnt noch durch die schwarz-weißen Bilder an Eindringlichkeit. Ein Filmklassiker, der den Zuschauer lange nicht loslässt und in der Reihe der gelungenen SZ-Cinemathek neu veröffentlicht wird. Sicherlich nicht mit so spektakulären Horroreffekten durchsetzt wie das Pendant "Ein Wiegenlied für eine Leiche" (auch mit Bette Davis), aber ein nicht weniger eindrucksvolles Psychodrama mit viel Thrill!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psycho-Dreamteam Davis & Crawford in Höchstform!, 10. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Was geschah wirklich mit Baby Jane? - SZ Cinemathek, Nr. 89 (DVD)
Zwei alternde Filmschauspielerinnen leben einsam in einem alten Hollywood-Anwesen. Baby Jane Hudson (Bette Davis), ehemals ein erfolgreicher Kinderstar, kümmert sich um ihre verkrüppelte Schwester Blanche (Joan Crawford), selbst ein 30er Jahre-Filmstar, die ihre Karriere nach einem Unfall beenden musste.

In diesem eindringlichen Psycho-Thriller stimmt einfach Alles! Jane tyrannisiert ihre im Rollstuhlsitzende Schwester, mit einer Perversion, die abseits der Norm, ihr Zuhause findet. Der Überraschungshit aus den frühen 60er Jahre konnte vor allem durch Bette Davis und Joan Crawford glänzen.

Davis und Crawford waren im wahren Leben auch Konkurrentinnen gewesen, die sich bis aufs Blut hassten. Die Faszination, zwei Hollywood Legenden, über ihren Schatten springen zu sehen, um gemeinsam im selben Film zu brillieren, ist aber nicht alles denn die Geschichte und dessen Hintergründe sind Unterhaltung pur. "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" wurde mehrfach für den Oscar nominiert, darunter auch eine Nominierung für die überwältigende Darstellung der Baby Jane Hudson von Bette Davis.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandioser Film, deutscher Ton schlecht, 31. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Was geschah wirklich mit Baby Jane? - SZ Cinemathek, Nr. 89 (DVD)
Der Film ist einfach so genial, daß man ihn sich immer wieder ansehen möchte. Hier wird der Jugend- und Schönheitswahn Hollywoods glänzend auf die Schippe genommen. Obwohl ein reichlich makaberes Psycho-/Horrordrama um zwei Schwestern, kann man sich oft auch das Lachen nicht verkneifen. Bette Davies als vom Alkohol ruinierte Alt-Diva mit fürchterlichem Make-up, wie sie im Kleinmädchenkostüm ihre alten Lieder singt, ist einfach grandios. Ihr Äußeres und die perversen Quälereien, die sie ihrer hilflosen Schwester angedeihen läßt (z. B. tote Ratte zum Mittagessen)erzeugen bei Zuschauer echten Abscheu. In anderen Szenen erscheint sie wiederum hilflos und bemitleidenswert. Die "gute" Schwester ist, wie sich am Ende herausstellt, dann auch gar nicht so unschuldig. Dank der originellen Einfälle und der tollen Schauspieler(neben der Crawford besonders auch Victor Buono als arbeitsloser von der Mutter ausgehaltener Musiker Edward. Allein seine Mimik, wenn er Baby Jane am Klavier begleitet ist einfach zu komisch.) bleibt der Film in jeder Minute spannend. Ein echter Mangel ist der schlechte deutsche Ton. Trotz erheblicher Lautstärke hat man manchmal Probleme, alles zu verstehen. Dafür einen Stern Abzug.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die zweite Karriere der großen Diven, 3. Dezember 2006
Von 
Leif Boysen (Wassersleben, Harrislee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was geschah wirklich mit Baby Jane? - SZ Cinemathek, Nr. 89 (DVD)
Von Herzschmerz und Liebesglück erzählende Hollywood-Produktionen aus den 1960er Jahren haben alle gemein, dass in keinem einzigen dieser Filme die großen Diven Bette Davis und Joan Crawford mitspielten. Der Grund: Die beiden legendären Schauspielerinnen waren zu dieser Zeit schon im fortgeschrittenen Alter. Auch damals wurde Hollywood schon vom Jugendwahn beeinflusst. Wie gut, dass Regisseur Aldrich die einstigen Leinwandgrößen für ein Projekt gewinnen konnte, das damals ein besonderes Wagnis darstellte: Vor allem Bette Davis musste in "Baby Jane" Mut zur Hässlichkeit beweisen. Heraus kam ein hervorragender Psychothriller, der bis heute Maßstäbe setzt. Für die Kostüme gab's sogar einen Oscar! Zwei Jahre nach dem Erfolg von "Baby Jane" drehte Aldrich "Wiegenlied für eine Leiche", wiederum mit Davis in der Hauptrolle. Crawford sollte an ihrer Seite spielen, doch sie erkrankte und wurde durch Olivia de Havilland ersetzt. Im Nachhinein hat diese Besetzung dem Film besser gestanden, auch wenn es interessant gewesen wäre, Davis/Crawford nochmals gemeinsam vor der Kamera zu sehen. Besser als diese Einzel-DVD ist die wenige Tage später erschienene Doppel-DVD mit allerlei Bonus-Material über "Baby Jane", z. B. ein Auftritt von Bette Davis in der Andy-Williams-Show, wo sie "Baby Jane" musikalisch zum Besten gibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll gespielt, 31. Mai 2007
Bette Davis und Joan Crawford spielen in Aldrichs Film zwei Schwestern, die verschiedener nicht sein könnten. Hier die völlig abgewrackte Baby Jane und dort die durch einen Umfall gelähmte Blanche. Baby Jane herrscht über ihre Schwester und schikaniert sie, wo sie nur kann - bis zum makabrene Höhepunkt.

Dieser Film brilliert durch die beiden Hauptdarstellerinnen Davis und Crawford. Bette Davis ist von so ausgesuchter Hässlichkeit und Gemeinheit, dass es ein wahre Freude ist. Und Crawford als leidgeprüfte Blanche tut einem wirklich Leid.

Der Film ist ein klassischer schwarz-weiss-Thriller, der mit einem äusserst verblüffenden Schluss überrascht.

Aldrichs toll gefilmter Streifen ist ein Muss für Filmfans, die Filme mögen, die ohne grosse Spezialeffekte auskommen und nur durch Schauspielerinen und Bilder überzeugen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmend, erschreckend... Ein zeitloses Meisterwerk ohne Tricks und aufwendige Mittel, 11. Dezember 2006
Bei diesem Film fiebert und leidet man unweigerlich bis zur letzten Szene mit. Genauso gut hätte man diesen Film "Was geschieht mit Blanche..." nennen können.
In diesem Film leidet eine quasi an das Bett gefesselte Crawford unter ihrer immer verrückter werdenden Schwester, von der sie abhängig ist.

Ist es nicht großartig gemacht, wie die Davis die Crawford sogar dazu bringt, selbst vor dem Essen Angst zu bekommen? Und was sie alles auf sich nimmt, um andere Menschen von ihr fernzuhalten?

Zwei der größten Stars zeigen in diesem Film, dass sie gerade durch ihr Alter noch besser geworden sind.

Es hat sich wirklich gelohnt, auf diese DVD zu warten und so kann ich nur jedem raten sich diese DVD zu kaufen!!!!

Sogar hartgesottene "ich-mag-keine-alten-und schwarz/weißen-Filme-Fans werden von diesem Film und der Machart begeistert sein!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial!, 7. Februar 2007
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
ACHTUNG: Ich habe die folgende recht lange Rezension mal aus Spaß an der Freud der Filmanalyse geschrieben. Ob das was taugt, beurteilt bitte selbst, aber WARNUNG: Der Plot und das Ende werden verraten...

Psychothriller ist ein weit gespannter und manchmal etwas inflationär gebrauchter Begriff. Viele verstehen ihr Thriller-, aber nicht ihr Psychohandwerk. Dies ist nun bei Baby Jane ganz anders. Der Streifen ist zum einen filmisches Meisterwerk, zum anderen schafft er es, seine ziemlich abgefahrene Geschichte plausibel zu verkaufen. Er geht gleich gut los: Die blonde, süße, etwa zehnjährige Baby Jane" ist Kinderstar und schon reichlich verzickt; die Schwester muss zusehen. Absolut überzeugend sehen wir, wie die Göre ihre Eltern erpressen kann und ahnen, was später kommt. Und zwar: Schwester Blanche ist 1935 ein Filmstar, Baby Jane" eine Niete, aber Blanche hat sich ausbedungen, dass Jane Rollenangebote gemacht werden müssen. Amüsant, wie zwei Filmschaffende anhand von Bette-Davis-Material aus den Dreißigern lästern, wie schlecht Jane sei (die als gealterte Frau von Bette Davis verkörpert werden wird). Dann kommt es zu einem mysteriösen Autounfall und zu den Credits. Danach die Haupthandlung, die in der Gegenwart (1962) spielt: Jane ist eine heruntergekommene Schlampe, Blanche (Joan Crawford) querschnittsgelähmt. Die beiden leben zusammen, und Jane macht Blanche das Leben zur Hölle. Ein paar wunde Punkte scheint sie aber doch zu haben: Auf den Unfall, durch den Blanche gelähmt wurde, darf man sie nicht ansprechen, und ihrem Kinderruhm trauert sie immer noch nach.

Jane unterbindet alle Versuche Blanches, aus ihrem Gefängnis auszubrechen, es kommt zu Gewalt und Mord. Ein heruntergekommener Klavierklimperer (mit dem Jane alte Revuenummern aufführen will, der aber nur auf ihr Geld aus ist) ruft dann aber doch die Polizei, als er die Schwester gefesselt und geknebelt findet. Jane flieht mit Blanche an den Strand, Blanche ist so geschwächt und geschunden, dass sie dem Tod nahe ist. Sie verrät Jane, dass Jane Blanche gar nicht zum Krüppel gefahren hat, sondern Blanche sich selbst, als sie versucht hatte, Jane umzubringen. Jane war allerdings so betrunken, dass sie die offizielle Version geglaubt hatte, selbst gefahren zu sein. Blanches Rache an Jane war, diese Legende aufrechtzuerhalten; damit hat sie Janes Leben, aber letztlich auch ihr eigenes zerstört. Jane lässt sich, befreit von der damaligen Schuld, mit einem Lächeln und großer Geste verhaften (da könnte die Verhaftung Norma Desmonds aus Billy Wilders Sunset Boulevard Pate gestanden haben), Blanche bleibt am Strand liegen und stirbt (vermutlich).

Glückwunsch, Herr Aldrich, Sie haben es geschafft, mich zu verarschen. Wieder einmal bin ich einer geschickten Manipulation aufgesessen, denn der Unfall wird so gezeigt, dass im Nachhinein die "wahre" Version auch die plausible ist; aber die ganze Zeit hat man gehört, Jane hätte Blanche angefahren, und da habe ich's halt geglaubt. Wieder einmal ein Beweis, dass wir uns das, was zwischen den Bildern geschieht, im Film wie im Leben zusammenreimen, dadurch Vorurteile bestehen, wir falsche Zeugenaussagen machen, Dinge verzerrt und voreingenommen wahrnehmen etc. So auch hier; man reimt es sich so zusammen, wie es gewesen sein muß"; Jane die Böse, Blanche die Gute, und die bewusst selektiven Bilder des Unfalls und die nachfolgende Ellipse von 27 Jahren biegt man sich halt zurecht. Da kommt man einmal zum Nachdenken über die eigenen Unzulänglichkeiten, und das ist schon ein Verdienst des Films für sich.

Betrachtet man ihn dergestalt von hinten", rückschauend mit dem Wissen, was wirklich mit Baby Jane geschah, so wird einiges klar, was vorher ein wenig unlogisch schien. Blanche ist zum Teil auf eine fest unerträgliche Art auch noch dann voller Verständnis für Jane, als diese ihr die größten Gemeinheiten antut. Blanche lässt viele Gelegenheiten ungenutzt, um aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Warum wirft Blanche die Nachricht nicht gleich noch einmal aus dem Fenster, als das das erste Mal misslingt, Jane sie findet und Blanche wieder gibt (!)? Warum schreit sie nicht laut, da doch das Fenster offen ist und die neugierige Nachbarin draußen? Warum heißt der Film eigentlich so, wie er heißt? Warum hat Jane zwar ein Talent, die gefühlvolle, freundliche Stimme ihrer Schwester nachzumachen, aber klingt grauenvoll, wenn sie singt? Insgesamt ist das ein Film über ein beunruhigendes Maß an Zerstörung und vor allem Selbstzerstörung zweier gescheiterter Existenzen, und das alles ist eben schon in dem ersten Teil der Vorgeschichte angelegt. Der Neid Blanches, die Divenhaftigkeit Janes, und die Eltern: Einerseits sich von Jane herumkommandieren lassen, da sie das Geld verdient, andererseits das (christlich motivierte?) Gebot der Mutter, Blanche möge es Jane auch ja nicht heimzahlen, wenn es einmal anders komme. An diesem Gebot, zwanghaft von der Mutter wie ein Versprechen abgerungen, zerbricht Blanche; sie hält es scheinbar zunächst ein, aber mit dem Unfall und der Lüge hat sie nicht nur Janes Leben zerstört, sondern auch ihr eigenes. Ihren Qualen möchte sie manchmal entkommen, aber eben nie mit der letzten Konsequenz, sie nimmt das vielleicht wie eine Strafe zur Sühne hin. Wer hier die Schwester quält, quält noch stärker sich. Das gilt auch für Jane, der ja in den Momenten ihrer mitunter äußerst brutalen Aktionen ihre eigene verkommene Existenz vor Augen geführt wird. Oder auch, wenn sie Blanche imitiert: Bezeichnenderweise tut sie dies einmal, um telefonisch noch an Alkoholika zu kommen, da Blanche eigentlich angeordnet hatte, dass Alkoholikerin Jane nichts mehr zu Trinken bestellen dürfe. Jane kann Blanche nachmachen, in allen Lebenslagen, nur nicht in der Kunst, da sind Jane und Blanche verschieden. Ansonsten aber, das zeigen sowohl die Imitier-Aktionen von Jane als auch die Lüge von Blanche, sind sie im Grunde eine Person; am Ende ist ein Teil dieser Person tot, ein anderer befreit.

Daneben ist der Film solides Thrillerhandwerk, mit häufigem Suspense durch Parallelmontagen (Jane ist aus dem Haus, Blanche tüftelt einen Flucht-Trick aus oder möchte Hilfe holen; wird Jane, die schon auf dem Heimweg ist, das verhindern?) und durch den geschickten Einsatz von dem Bild der Treppe, die ersten Stock und Erdgeschoß verbindet. Oben ist Blanche und kann nicht herunter, unten ist Jane und schaltet und waltet nach Gutdünken, reißt Telefonkabel heraus, überwacht die Treppe zu Blanches Gefängnis; diese Treppe trennt zwei Welten (die dann doch nur Teil einer Welt sind), wenn die Grenze jemand überschreitet, schlägt der Psychohorror um in brutale Gewalt. Als Blanche es einmal die Treppe herunter zum Telefon geschafft hat, wird sie von Jane brutal zusammengeschlagen. Als eine Freundin von Blanche es nach oben geschafft hat und die Qual von Blanche entdeckt, wird sie von Jane ermordet.

Dies sind die Gründe, weswegen ich einen seltenen Glücksfall von gelungenem Thriller und gelungener Psychologie sehe; hinzu kommen exzellente Darsteller; vor allem Bette Davis, die so häßlich und grauenvoll geschminkt ist, dass es fast schon gefährlich ist: Ach, seht doch mal, was ich mir zutraue!" Dass ich das aber keine Minute dachte, liegt eben daran, dass sie nicht in allen Momenten das brutale Miststück ist, dass immer wieder Verletzlichkeit, Traurigkeit, sogar ein Hauch von vergangener Schönheit aufblitzen; das ist eine große schauspielerische Leistung.

Was sonst noch war: Figuren und das Drehbuch lassen den Film als interessantes Produkt einer Übergangsperiode erkennen. 1962 war für Schwarzweißfotografie recht spät, diese macht sich aber sehr gut, vor allem bei den Kontrasten durch Bette Davis' viel zu grell geschminktes Gesicht, das schlicht weiß aussieht. Den herrlichen Nebenfiguren des erwähnten Pianisten und seiner Mutter merkt man ebenfalls eine neue Zeit an; die beiden sehen ganz anders aus, als Menschen in Schwarzweißfilmen für gewöhnlich aussehen. Sie sind heruntergekommen, aber ohne den Glanz, den Bogey u.a. diesen Typen noch verliehen. Der Sohnemann ist ein unvorteilhaftes Riesenbaby, schätzungsweise 2 m groß, recht dick und etwas ordinär, mit nur mühsam gepflegten Haaren, ganz anders als in den Fünfzigern. Und er sagt Sachen, die das Totenglöckchen des Hays Code läuten. Als die Mutter sich beschwert, er möge nicht zu Jane gehen, da die sich auch schon mal mit wildfremden Typen einlasse, schreit der Sohn, das sei der Mutter ja wohl nicht unbekannt, denn so einer Verbindung verdanke er ja sein Leben. Uiuiui, was da das X-Rating fällig? Und dieser ordinäre Typ ruft immerhin noch die Polizeizwar schon stockbesoffen und zunächst recht ungeschickt, aber er hat noch den Anstand, den Jane und letztlich auch Blanche nicht hatten. Er ist auch die ganze Zeit nicht so sonderlich unsympathisch, eher ist es ein bisschen komisch, wie er versucht, Jane bei ihrer Eitelkeit zu packen, um damit an ihr Geld zu kommen. Die Miststücke sind hier die Schwestern, nicht der asoziale" Klavierspieler.

Andererseits: Einmal erfahren wir, dass Jane ein schlimmes Wort aufgeschrieben hat, ohne dass uns gesagt wird, worum es sich handelt. Vielleicht war das Hays Office da wieder versöhnt?!? Wie dem auch sei, man spürt den frischen Wind, der da weht.

Das soll's aber nun endgültig gewesen sein, ich kann nur jedem raten, den Film zu sehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sister,Sister, oh so fair..., 11. November 2006
...why is there blood all over your hair? So das Original von Schwester, lieb Schwesterlein mein...und liebe Schwestern sind sie wirklich, Bette und Joan, Jane und Blanche, die beiden Diven vergangener Zeiten. Anfang der 60er Jahre waren sowohl für Bette Davis als auch für Joan Crawford die goldenen Hollywoodzeiten vorbei, sie hatten es schwer, Rollen zu finden und besonders dem jungen Publikum waren diese beiden Superstars der 30er und 40er Jahre kein Begriff mehr. Angeblich hatte Crawford die Idee zu diesem Film, der sowohl ein junges Publikum ansprechen als auch Kapital aus der angeblich jahrelangen Feindschaft von Davis und Crawford schlagen sollte. Robert Aldrich hatte arge Schwierigkeiten, Geldgeber für dieses Projekt zu finden, schließlich griff Bettes altes Heimatstudio Warner Brothers zu, bei dem auch Crawford Mitte der 40er Jahre Zuflucht gefunden hatte und als Konkurrentin zu Bette Davis aufgebaut worden war. Gedreht mit geringem Budget und unter mittlerweile schon sagenumwobenen Bedingungen entpuppte sich BABY JANE als Glücksgriff für alle Beteiligten. Das Studio wurde um einige Millionen Dollar reicher, Davis bekam ihre neunte OSCARnominierung, Crawford ihren großen, glamourösen Auftritt bei der Oscarverleihung (sie nahm den Preis für die letztendliche Gewinnerin Anne Bancroft entgegen und verscherzte sich somit das letzte bisschen Sympathie, das die Davis vielleicht noch für sie hegte), Nebendarsteller Victor Buono wurde ein Begriff in Hollywood und Regisseur Aldrich wurde in Cannes für die Goldene Palme nominiert. Wichtiger als all das war aber die Tatsache, daß dieser Film für beide Darstellerinnen der Beginn einer völlig neuen Karriere war. Sowohl Davis als auch Crawford arbeiteten trotz ihres relativ hohen Alters bis zum Ende der Dekade immer wieder in Horrorfilmen unterschiedlicher Qualität. Außerdem eröffneten sie eine völlig neue Einnahmequelle für viele ihrer Zeitgenossinnen. Von Olivia de Havilland über Mary Astor, Barbara Stanwyck, Debbie Reynolds, Joan Fontaine, Geraldine Paige bis hin zu Theaterlegende Tallulah Bankhead hat sich beinahe jede alternde Hollywooddiva in den 60er Jahren im Horrorgenre versucht.

Inhaltlich werde ich nichts über diesen Klassiker verraten, es gibt jede Menge makaberer Einfälle, Davis überzeichnet ihre Rolle so gekonnt, daß man manchmal glaubt, Zeuge großer Schauspielkunst zu sein, ihr Make-up, das sie selbst entworfen hat, ist so bizarr wie die ganze Grundidee der Geschichte. Joan Crawford ist die sanfte Blanche, an den Rollstuhl gefesselt (WARUM wohnt sie im oberen Stockwerk, wenn das Haus keinen Aufzug hat???), duldsam und leidend- aber sehen sie selbst!!!

Zur DVD: es handelt sich um eine Special Edition, Disc 1 enthält den Film im 16:9 Format und guter Bild-und Tonqualität sowie einem Audiokommentar von Charles Busch und John Epperson, Disc 2 enthält mehrere Dokumentationen über Davis und Crawford:

Bette und Joan: Blinder Ehrgeiz

Filmprofil: Joan Crawford (ein Fernsehinterview aus den 60er Jahren)

Alles über Bette Davis (moderiert von Jody Foster)

Hinter den Kulissen- Featurette

Original Kinotrailer

Bette Davis TV-auftritt in der Andy Williams Show (sie singt "Whatever happened to Baby Jane"- echter Kult!)

Dieser Film ist die Mutter des "GRAND GUIGNOL" und somit ein absolutes Muß, und die Umsetzung auf DVD sehr gelungen. Zugreifen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Was geschah wirklich mit Baby Jane? - SZ Cinemathek, Nr. 89
Gebraucht & neu ab: EUR 17,07
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen