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Kundenrezensionen

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am 1. März 2006
HANA-BI sei absolut jedem intelligenten (aber nicht zu zimperlichen) Zuschauer ans Herz gelegt. In den 90er Jahren stieg Takeshi Kitano zum Kulregisseur auf, mit Hana-Bi legte er sein Meisterwerk vor, was ihm bei den 1997er Filmfestspielen von Venedig die begehrte Goldene Palme einbrachte. Der Film ist ein brillianter Genremix aus komischen, medidativen, brutalen wie zärtlichen Momenten. Obwohl damals als Gangsterfilm oder Roadmovie vermarktet, handelt es sich hierbei vor allem um einen - zugegebenermaßen unorthodoxen - Liebesfilm zwischen einem an den Umständen scheiternden, extrem wortkargen und scheinbar gefühllosen Polizisten und seiner todkranken, mädchenhaften, geistig zurückgeblieben scheinenden Frau. Wie schon bei seinen Filmen zuvor hat Kitano die Kontrolle über sein Werk in den eigenen Händen behalten: Er brilliert als Hauptdarsteller, Drehbuchautor, Regisseur und ist größtenteils für den Schnitt verantwortlich. Sein weitgehender Verzicht auf Dialog und kitschige Effekte, sein nur extrem sparsamer Einsatz von Musik, die statische Kamera, der mimische Minimalismus der Schauspieler, all dies lässt kleine Gesten große Effekte erzielen. Wo Hollywood mit goldenem Licht und tausend Geigen das Brecheisen einsetzt, reicht bei Takeshis Darstellern ein angedeutetes Lächeln, mit weitaus größerer Wirkung auf den Zuschauer. Überhaupt ist Hana-Bi Hollywood so entgegengesetzt, dass er dem geistig offenen Zuschauer die Sprache raubt. Das vollkommen eigene Timing des Werkes, die fremde japanische Kultur, das besondere Zusammenspiel karger Bildkompositionen mit gelegentlichen Einsätzen hoch-emotionalisierender Musik, die manchmal fast nervende Apathie der Figuren werfen Sehgewohnheiten über Bord und machen den Zuschauer berührbar, gar verletzlich. Die Fremdheit der Hana-Bi zugrunde liegenden Kultur schafft auch einige Probleme - man müsste wohl Japaner sein, um alle künstlerischen Ebenen zu erfassen. Die Sequenz mit Horibes Filzstiftmalereien etwa wirkt zwar durch die naive Ästhetik der Abbildungen von Tieren mit Blumenköpfen in Verbindung mit der ergreifenden Musik von Joe Hisaishi , die Unkenntnis japanischer Tier- und Pflanzensymbolik versperrt aber zusätzliche Zugänge. Dies steigert jedoch auch das Gefühl des Zuschauers, einen tiefen, künstlerisch bedeutungsvollen Film zu sehen, der es verdient, mehrfach gesehen zu werden. Noch ein Wort zur immer gerne angesprochenen angeblichen Gewalttätigkeit von Kitanos Filmen: Gewalt spielt hier eine untergeordnete Rolle. Es wird weniger geschlagen, geschossen, geblutet und gestorben als in den meisten Blockbustern, die in Kino und Fernsehen zu sehen sind. WENN in Hana-Bi etwas passiert, dann wird das auch gezeigt. Aber wie man sich heutzutage noch wegen ein paar Filmblutspritzern ein wirklich intensives Filmerlebnis entgehen lassen kann, ist mir ein echtes Rätsel.
In all seiner Langsam- und Schweigsamkeit in "Beat" Takeshi ein intensives minimalistisches Meisterwerk gelungen. Hana-Bi ist einer der umwerfendsten Filme der 90er Jahre, der aber anders als etwa die Filme von Tarantino wohl niemals vom Mainstream wahrgenommen werden wird.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. November 2015
Polizist Kitano hat seine kleine Tochter verloren und seine kranke Frau wird bald sterben. Er kündigt
den Dienst, überfällt eine Bank, um ihre letzte gemeinsame Reise zu finanzieren. Aber Yakuza-Gangster
sind ihm auf den Fersen, denn er schuldet ihnen noch Geld.

Das HD Bild lässt das von mir schon mehrfach gesehene Thriller/Gangster/Romanzen/Drama in neuer
frische erstrahlen. Die Schärfe ist jetzt höher wie zu DVD Zeiten, sodass ich jetzt viel mehr Details erkenne.
Gewalt und Kunstbilder wurden hier einzigartig kombiniert. Der frontlastige HD Sound, die schwarzhumorige
Original Synchro und der wunderschöne Melancholische OST machen dieses Kunstwerk vollkommen.

Das Raue MB wird durch die glänzenden Aufschriften/Bilder veredelt und hat keine festen FSK-Logos.
Bonus: 24-seitigen Booklet, Interview mit Takeshi Kitano, Making-of, Trailer, Bonus-BD mit Kitanos Film
'Kids Return' (106 Minuten/HD/OT+UT). Zwei ehemals beste Schulfreunde treffen sich nach Jahren wieder.
Einer wurde Boxer und der andere Mitglied bei der Yakuza, aber beide haben versagt.

Depressiv, hoffnungslos, aber zugleich mit so viel Energie und unglaublichen Bildern.
Das Wort Meisterwerk kann nicht oft verwendet werden, aber bei Hana-Bi muss man es, denn nie zuvor
oder danach habe ich so etwas gesehen. Die Blu-ray ist im Preis-Leistungs-Verhältnis allein schon wegen
des Bonusfilms ihr Geld wert und Capelight liefert ein Referenz Mediabook ab.
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am 24. Juli 2006
Takeshi Kitanos "Hana-bi - Feuerblume" ist ein gefühlvolles Drama, das die bereits im Titel angedeutete Ambivalenz (Leben und Tod) thematisiert.

Der japanische Superstar Kitano spielt (wie immer) brilliant auf. Seine minimalistische Art und Weise, seine Form der Bewegung, geben der Figur des Polizisten Nishi noch mehr Melancholie und Tragik. Nie zeigt er seine wahren Gefühle, sein innerstes bleibt verborgen.

Nach mehreren erlittenen Schicksalsschlägen (bei einer Festnahme wird ein Kollege Nishis erschossen, sein Freund Horibe (Kayoko Kishimoto) trägt einen Bauchschuss davon und sitzt von nun an im Rollstuhl), entschliesst sich Nishi zu einem Bankraub, um seiner unheilbar erkrankten Frau die ihr verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten.

Doch nicht nur die Yakuza haben etwas dagegen...

Die Geschichte spitzt sich schließlich auf ein Ende hin zu, das ergreifender und tragischer nicht sein könnte.

Im starken Kontrast stehen die kurzen Ausbrüche von Gewalt (erhielt imho vermutlich nur aufgrund des goldenen Löwen in Venedig eine FSK16), die mit tragischen Momenten der Stille wechseln (untermalt durch Joe Hiasashi's klangvolle Musik, die einen Extra-Preis verdient hätte).

FAZIT: Stilles, brillantes Kino der Extraklasse, fernab von Mainstream und 08/15-"Alles wird gut-Happyend".

DVD: Die deutsche Version scheint erfreulicherweise ungekürzt.

Über die Qualität der Synchro vermag ich nichts zu berichten, da ich die GB-Version besitze.
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TOP 500 REZENSENTam 23. November 2015
Das Schicksal meint es nicht Gut mit Cop Nishi.
Seine Frau ist unheilbar Krank, sein bester Freund und Kollege wird angeschossen und ist an den Rollstuhl gefesselt und Nishi selber hat einen Haufen Schulden bei der Yakuza.
Der stoische und unnahbar wirkende Mann sieht nur einen Ausweg.
Er beschließt eine Bank zu überfallen, seine Schulden zu bezahlen und seiner Frau eine Autoreise durch Japan zu ermöglichen.
In Rückblenden wird gezeigt ob dieser Plan aufgeht und ob er mit seiner geliebten Frau noch ein paar schöne Tage verbringen kann.....

Für mich ist Hana-Bi aus dem Jahr 1997 so etwas wie nach Hause kommen.
Keine Ahnung wie oft ich den Film schon gesehen habe aber er zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.
Takeshi "Beat" Kitano, der zusammen mit Sion Sono, Ryuhei Kitamura und Takashi Miike zu meinen japanischen Lieblingsregisseuren zählt, hat hier eben als Regisseur und als Darsteller ein Meisterwerk erschaffen.
In hypnotisch ruhigen Bildern, die durch wunderschöne Musik unterstützt werden, erzählt er eine Geschichte vom Scheitern, von Abschied, von Hoffnung und Gewalt.
Denn das teils farbenfrohen Idyll wird entweder durch brutale Tötungen oder Slapstick artigen Humor durchbrochen was einen seltsamen aber faszinierenden Kontrast schafft.

Auch Nishi's Charakter ist so aufgebaut.
Mal einfühlsam, liebend und mild...in der nächsten Einstellung gnadenlos, zynisch, mörderisch.
Die Dialoge, so lakonisch und karg sie manchmal sein mögen, sind wie ein Gemälde das sich in dieses Panoptikum menschlicher Emotionen eingliedert.
Apropos Gemälde: Die Tier/Blüten Hybrid Bilder die zu sehen sind hat alle Kitano selber nach seinem fatalen Unfall 1994 gemalt was einmal mehr seine Schaffenskraft beweist.
Hana-Bi jedenfalls brilliert auf so vielen Ebenen das es, so denke ich, den Rahmen sprengen würde.
Für Fans des asiatischen Films, für Freude besonderer Filme und für Cineasten ein absolutes Must-Have.
Neben Kitano sind u.a. dabei: Ren Osugi, Susumu Terajima, Kayoko Kishimoto und Tetsu Watanabe.

Bild und Ton Qualität sind im Vergleich zur alten DVD Fassung extrem verbessert und auch im Vergleich zu anderen auf BD erschienen Filmen ähnlichen Alters kann sich diese Fassung mehr als sehen lassen.
In diesem hochwertigen Mediabook sind noch eine DVD Fassung enthalten sowie der Bonusfilm "Kids Return" auf einer weiteren BD zu dem ich aber noch nichts Schreiben kann da ich ihn noch nicht gesehen habe...wird aber nachgereicht.
Desweiteren noch ein informatives Booklet mit allerlei wissenswertem zum Film und Kitano selber.

Zur deutschen Synchronisation kann ich nichts Schreiben da ich japanische Filme grundsätzlich OmU schaue.
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am 26. September 2006
Hana-Bi ist ein Thriller. Eine Komödie. Ein Actionfilm und ein Drama. Und das alles in guten anderthalb Stunden? Wahrlich ein Meisterwerk ist Takeshi Kitano hier gelungen.

Hana-Bi erzählt die Geschichte des Polizisten Nishi, der, von Schicksalsschlägen gebeutelt, die Seite wechselt und zum 'bad guy' wird. Interessant ist der Erzählstil des Films, rasant sind dei Schnitte zwischen Gegenwart und Rückblenden. Wortkarg die Protagonisten (vor allem der Hauptdarsteller), dennoch wird man kaum im Unklaren gelassen über die Beziehung der Handelnden zueinander.

Die Hauptstränge der Geschichte handeln einerseits vom Polizeidienst Nishis, und wie er sich immer weiter davon entfernt, als sein Partner zum Krüppel geschossen wird. Sein Partner beginnt nach einem missglückten Selbstmordversuch zu malen, um seiner Langeweile und Einsamkeit zu entfliehen. Diese primitiv-expressionistischen Bilder (vom Regisseur selbst gemalt, als dieser Monate ans Bett gefesselt war) sind Träger der Geschichte, und tauchen zwischen drinnen immer wieder auf.
Weiters ist die Yakuza laufend hinter Nishi her, um Schulden einzutreiben-allerdings ohne Erfolg, da Nishi allesamt tötet oder zu Krüppeln macht.
Und schließlich ist da noch der Bankraub, den Nishi plant und ausführt, um mit seiner krebskranken Frau wegfahren zu können (ohne Geldsorgen).

Es ist müßig, mit Worten diesen Film weiter zu beschreiben, denn je länger ich dies versuche, umso mehr fällt mir auf, dass die Essenz dieses Filmes sich einer Beschreibung entzieht - und dies ist es schließlich, was gute Filme ausmacht. Wunderbare Bilder, asiatisch bunt, großes Kino. Hiermit empfohlen!
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am 17. September 2009
Der gut gemachte und intelligente Polizei-Krimi lebt von der Magie der Gegensätze. Es gibt sehr lyrische Passagen mit wunderschön gemalten Bildern und langen Einstellungen, aber auch bluttriefende Brutalo-Szenen, die wie ein Schock über den Zuschauer herfallen. Daneben gibt es Lustiges zu sehen, das fast bis an die Grenze zum Slapstick geht und auch Ernstes, das durchaus anrührt. Auch die Symbolik kommt nicht zu kurz und manches Ereignis wird kurz zuvor angedeutet. Dieser Kommissar redet nicht viel, schlägt aber blitzschnell mit der Faust oder dem Revolver zu. Auch in seiner Persönlichkeit sehen wir Kontraste: der liebevolle Umgang mit seiner Frau und die Härte im Beruf. Und dann kommt das völlig Unerwartete: er macht das, was man von einem in seinem Beruf nie und nimmer erwarten würde. Das geht so flott und still und leise über die Bühne, dass man das Verbrechen fast akzeptieren könnte. Fehlt nur noch der Wahnsinnsschluss. Hier bleibt Regisseur Takeshi Kitano in seiner grausamen Radikalität konsequent. Das Tolle dabei ist, dass man dies am Ende nicht sieht, sondern nur hört.
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am 27. April 2016
ob es die Blu braucht, weiß ich aber nicht, das Bild ist einfach alt und entsprechend sieht es eben aus, das gleiche gilt für den Ton, es ist einfach alles so, wie es immer war, ohne Modernisierung oder "Verbesserung", braucht man aber nicht. Eigentlich genausowenig, wie die DVD, wozu dann noch ein zweites Medium, reine Geldverschwendung in meinen Augen.
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am 4. April 2008
Takeshis Roadmovie ist eine stilistische Verquickung westlicher und östlicher Sichtweisen. Ein verknöcherter Polizist kümmert sich um ein totkrankes Mädchen, deren Bildermalerei zum Ausdruck seiner eigenen Gefühlswelt wird.
Auf dem Autotrip durch die Schönheit Japans (no(w)here) entfaltet sich ein Feuerwerk menschlicher Unausdrückbarkeiten. Takeshi hat mit diesem Meisterwerk wahrscheinlich ungewollt einen der ersten wirklichen "ZEN-Filme" gedreht.
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am 12. März 2016
Mit HANA-BI – FEUERBLUME bringt capelight pictures am 20.11.2015 ein weiteres Meisterwerk des japanischen Kultregisseurs TAKESHI KITANO in den Handel. Der Film erscheint als streng limitierte 3-Disc Collector’s Edition im Mediabook mit dem Hauptfilm auf DVD und Blu-ray, umfangreichen Extras, sowie einer Bonus-Blu-ray mit Kitanos Film KIDS RETURN und einem 24-seitigen Booklet.

Kitanos Opus N°7 ist ein Film, der Schönheit, Gewalt und Tod symbolträchtig vereint. Es ist der Film, mit dem Kitano (laut eigener Aussage) auch endlich seinen Weg als Regisseur gefunden hat, obwohl auch bereits seine vorherigen Werke (darunter VIOLENT COP, BOILING POINT und SONATINE) vor allem in Europa zu Kultfilmen avancierten. Dabei ist HANA-BI weitaus mehr als die blutige Gangster-Ballade, auf die der Film allzu oft reduziert wird.

HANA-BI ist ein sehr persönlicher und, trotz seiner nüchternen Inszenierung, sehr warmherziger Film, der vor allem in den Szenen, die Nishi mit seiner todkranken Frau zeigen, seine stärksten Momente hat. In diesen Szenen brilliert auch Kitano durch sein nuanciertes Spiel als Darsteller. Generell geht von Kitanos Charakter eine nur schwer zu beschreibende Faszination aus, eine Mischung aus extremer Coolness und kaum greifbarer Herzlichkeit, die dazu führt, dass man keine Sekunde seiner Leinwandzeit, kein Zucken seines Auges, verpassen möchte.

Durchbrochen werden die vielen stillen, ja fast schon stumm wirkenden, Momente durch kurze, unerwartet über den Zuschauer hereinbrechende Gewalt-Explosionen, die durch ihre blutige Rohheit extrem realistisch und schmerzhaft erscheinen.

Viel mehr muss und soll über HANA-BI gar nicht gesagt werden, da man HANA-BI einfach erleben muss.

HANA-BI ist wahre Poesie, ein Gedicht über Trauer, Schuldgefühle und Tod. Ein Meisterwerk eines absoluten Ausnahme-Künstlers in einer mehr als nur würdigen Aufmachung, die in keiner ernsthaften Film-Sammlung fehlen darf.
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am 12. Februar 2016
Zunächst muss man bedenken, dass dieser Film 1997 den Golden Löwen in Venedig gewonnen hatte. Die Sehgewohnheiten des Kinopublikums und der Anspruch an die Kameraführung haben sich in den vergangenen 19 Jahren gewandelt. Die japanischen Polizisten werden sich sicher auch nicht mehr so obrigkeitshörig wie damals verhalten. Der Film erinnert an die Filme des Regisseurs Akira Kurosawa, Takeshi Kutano bleibt hier in der Tradition der Samurai-Filme.
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