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In der Kolumne "Meet the Beatles...." berichtet der ehemalige Rolling Stone Magazine Redakteur, Ed Ward, über die Folgen der US-Tournee der Band. Beatlesmania und -musik galten damals als Ausdruck der Teenagerkultur. Als jedoch Jim McGuinn die bis dahin noch nie da gewesene harmonische Raffinesse der Songs erkannte und sie in L. A. aufs seiner zwölfsaitigen Gitarre nachspielte, vollzog sich ein Quantensprung, der mit Gene Clark und David Crosby zur Gründung der legendären Gruppe "Byrds" führen sollte. Auf die Beatles ist auch die wachsende Bedeutung des Gitarrenspiels gegenüber der menschlichen Stimme als tragendes Instrument in der populären Musik zurückzuführen. Mit Whammy Bar, einem Tremolo-Hebel und ersten Effektgeräten, wie Echoplex, machte dadurch auch die E-Gitarre Weiterentwicklungen durch. Auch für den bis dahin einfachen, von Paul McCartney gespielten, E-Bass gab es plötzlich neues Zubehör, dass neue Klangvariationen ermöglichte.....
Das Jahr in Bildern widmet 8 Seiten der von der populären Musik geprägten "Pop-Art" Andy Warhols, Roy Lichtensteins und andere Künstler. Neben Jean Paul Satre und Gustav "Bubi" Scholz und den jungen Beatles gibt es Fotos von weiteren Popnewcomern: Marianne Faithful, Marvin Gay und den Supremes mit Diana Ross.
In der Rubrik "Das Fundstück" gibt es unter der Überschrift "Ein Bombardement von Gummibohnen" einen Bericht von Al Aronowitz über die "Fab Four", in dem er ihre Rollen in Bezug auf die Beatlesmania erläutert.
Zum Abschluss des 80seitigen Büchleins werden 20 Songs des Jahres unter ihrem jeweiligen Plattencover mit reichlich Hintergrundinformationen vorgestellt. Die ausgewogene Zusammenstellung startet mit "Baby Don't You Do It", einem ersten Erfolg des 1984 verstorbenen Sängers und Schlagzeugers (!) Marvin Gaye. "Where Did Our Love go" von den Supremes (mit der 20jährigen Diana Ross) und "Baby I Need Your Loving" von The Four Tops sind zwei weitere Motownnummern, die den Beginn einer Weltkarriere markieren. The High Numbers machen mit ihrem "I'm The Face" noch britischen R&B, bevor sie sich in "The Who" umbenennen und zur Kultband der Mods avancieren. Zu den noch heute häufig gespielten klassischen Megasellern gehören Roy Orbisons "Oh, Pretty Woman", Marianne Faithfulls "As Tears go By" und das unzählige Male gecoverte (u. a. Bruce Willis 1987) "Under The Boardwalk" von The Drifters. Mit "California Sun" von The Riveras, einer Teenager Rock n'Roll Band aus Indiana die sich nach dem Buick Rivera benannte und den Beach Boy Protegés und Epigonen Jan & Dean ("Dead Man's Curve") ist auch der Surfsound vertreten. Drei typische Stimmungssongs für Oldieparties sind Salomon Burkes "Everybody Needs Sombody To Love", das in der Version der Blues Brothers 1978 für Furore sorgte, "Farmer John" von The Premiers und Millie Smalls "My Boy Lollipop", das bereits damals eine Coverversion des 1957er Originals von Barbie Gay war, und 1974 als deutsches Remake mit der Sängerin Maggie Mae sogar in die ZDF-Hitparade kam. Drei gefühlvolle Bluesstandards gibt es mit "I Wish Someone Would Care" (Irma Thomas), "That's How Strong My Love Is" (O. V. Wright) und "Mr. Pitiful" (Otis Redding). Der frühe Deutschrock ist mit dem gitarrendominierten Instrumental "Sputnik-Thema" und der Beatnummer "Shake Hands" von Drafi Deutscher & His Magics vertreten. Neben dem schrägen "Hesitation Blues" (The Holy Modal Rounders) bietet die AudioCD auch zwei Latino-Beiträge (Bossa Nova): Getz/Gilberto - "The Girl from Ipanema" und Horace Silver "Song For My Father".
"1964- Ein Jahr und seine 20 Songs" ist ein gelungenes Zeitdokument. Informativ und unterhaltsam lassen Buch und AudioCD weitere Jahresbände mit Spannung erwarten. 5 Amazonsterne.
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Ich möchte jetzt nicht wie der Kollege das Buch kürzend abschreiben, sondern es kurz skizzieren. ;-) Ein großes Loch gibt es, wohl rechtebedingt: Die Beatles nehmen wir nur über ihren Einfluss auf andere wahr. Das Jahr 1964 ist in der SZ-Diskothek aber ohnehin nicht so beatlesfixiert wie der Eingangstext, der gegen die Beat-Musik auf die gute Folkmusik in New York pocht. Auf der Scheibe tummeln sich genauso das Girl von Ipanema, Pretty Woman, Under the boardwalk, Everybody needs somebody, die Besser-als-die-Beach-Boys-Überraschung Dead Man's Curve, ein DDR-Instrumental Sputnik-Thema. Marianne Faithfull hätte man vielleicht nicht an As Tears go by heranlassen sollen. Erwähnenswert sind ferner der Hesitation Blues, der jazzige Song for my father (Ja, Ricky, don't lose my number ist teils davon geklaut) und der Supremes-Großkitsch Where did our love go.

Zurück zum Buch: In der Fotoabteilung sind Popart-Bilder überrepräsentiert, eine schöne Idee. Die Song-Hintergründe sind wie üblich feinst ausgeleuchtet. Im zweiten längeren Text werden die frühen Beatles damals seziert, sehr interessant - nur ob man "Jelly Beans" (vermute ich mal) mit "Gummibohnen" übersetzen sollte, ist fraglich.
Vier Sterne.
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am 29. November 2013
Ich liebe diese Serie. Die Bücher vermitteln viele Infos, die CDs sehr gut ausgesuchte Musik. Ich habe eine Radiossammlung mit mindestens einem Radio aus jedem Jahr. Dort steht jetzt bei jedem Radio ein Buch...
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am 2. Juni 2014
das Buch wiederum aufzulegen (kein 0-8-15 Standard) - so war ich froh, dass ich es noch gebraucht bestellen konnte. Unkomliziert!
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