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5.0 von 5 Sternen Familienbande
Ricarda Hinrichs, von ihrer Familie immer nur Rixa genannt, erhält die Nachricht vom Tod ihrer Mutter Dorothea. Sofort packt sie ihre Koffer und reist von den Seychellen, wo sie als Barpianistin ein Engagement auf einem Kreuzfahrtschiff hat, nach Berlin. Auch ihr älterer Bruder Alex, der auf einem Forschungsschiff vor Australien arbeitet, macht sich nach einigem...
Veröffentlicht am 29. April 2013 von Skatersally

versus
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewältigung
Gisa Klönne, bekannt durch ihre Krimi-Reihe um Judith Krieger, begibt sich in ihrem Roman „Das Lied der Stare nach dem Frost“ auf ein neues Terrain und erzählt eine deutsch-deutsche Familiengeschichte, die im vergangenen Jahrhundert ihren Lauf nimmt.

Rixa, der eine Solokarriere als Musikerin versagt geblieben ist, tingelt als Barpianistin...
Veröffentlicht am 30. März 2013 von evelynmartina


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienbande, 29. April 2013
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ricarda Hinrichs, von ihrer Familie immer nur Rixa genannt, erhält die Nachricht vom Tod ihrer Mutter Dorothea. Sofort packt sie ihre Koffer und reist von den Seychellen, wo sie als Barpianistin ein Engagement auf einem Kreuzfahrtschiff hat, nach Berlin. Auch ihr älterer Bruder Alex, der auf einem Forschungsschiff vor Australien arbeitet, macht sich nach einigem Zureden auf den Weg. Rixa beginnt währenddessen, den Haushalt der Mutter aufzulösen. Dabei fällt ihr das eine oder andere Erbstück in die Hand, das auch bei ihr Erinnerungen an ihre Kindheit auslöst. Plötzlich kommt ihr ein einziger Satz, den sie früher aufgeschnappt hat, in den Sinn. „Du bist nicht meine Tochter.“ wirbelt ihr immer wieder durch den Kopf. Allerdings ist sie nicht mehr ganz sicher, wer es gesagt hat. In einem alten Tagebuch sucht sie nach Anhaltspunkten, bis sie sich auf den Weg nach Sellin, in der ehemaligen DDR macht.

Parallel zu diesem Handlungsstrang wird das Leben der Pfarrersfamilie Retzlaff erzählt. Als Leser lernt man so Rixas Großeltern beim Kennenlernen in den 20-er Jahren des 20. Jahrhundert kennen. Man erlebt das Wachsen der Familie mit den zehn Kindern mit und wie die politischen Veränderungen sie in ihrer Freiheit einengt. Begonnen mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten, bis hin zum Regime der SED hatte der freidenkende Pfarrer immer wieder Schwierigkeiten, seinen Willen unterzuordnen. Gisa Klönne erreicht mit dieser Darstellung einen subtilen Einblick in die Denkweise der Gesellschaft. Viele hießen die Vorgaben der jeweils regierenden Partei nicht gut, wurden allerdings gehindert, aufzubegehren. Diese innere Zerrissenheit wird mit dem Charakter Theodor überaus deutlich.

Des weiteren geht es in diesem Roman auch um den Selbstfindungsprozess. Stare haben keine eigenen Lieder. Sie imitieren nur die anderen. Rixas Gedanken kreisen auch immerzu um die eigenen Lieder. Sie analysiert in kleinen Schritten ihre persönliche Situation und ergründet die Umstände, die dazu geführt haben. Das Verarbeiten der beiden Todesfälle und der daraus entstandene Schock zwingt sie, sich auf sich selbst zu besinnen. Empathisch und in einer glaubhaften Geschwindigkeit werden ihre Gedanken und Empfindungen mitgeteilt. Sie erinnert sich dabei an die relativ unbeschwerten Familienferien bei den Verwandten hinter der Mauer. Sie beschreibt aus kindlicher und später jugendlicher Sicht die Eindrücke der verschiedenen Welten. Liest man das Nachwort, erkennt man sofort, dass hier eine Menge eigener Erfahrungen der Autorin widerspiegeln.

Die Autorin hat bereits mit der Krimiserie um Judith Krieger bewiesen, dass sie mitreißend und gleichzeitig emotional aufwühlend schreiben kann. Diese Geschichte hat nur leise Töne und bietet dennoch eine Fülle an Melodien. Zum einen wird durch das häppchenweise Einfließen von Informationen der Handlungsstrang aus der Vergangenheit spannend gehalten. Schnell ahnt man, dass da noch mehr kommt, wird lange auf einer falschen Fährte gehalten, bevor es dann einen Überraschungsmoment gibt. Zum anderen fesselt der Strang um Rixa und ihr Suchen nach ihrer eigenen Persönlichkeit schon nach kurzer Zeit. Es tauchen Fragen auf, die die eigene Neugier wecken. „Das Lied der Stare nach dem Frost“ ist kein Buch, das man wie nebenbei liest. Es fordert Aufmerksamkeit und rührt an Emotionen. Die Familiengeschichte bietet Spannung und einen ungewöhnlichen Vergleich zwischen Ost und West. Rixas Lied ist keineswegs eine Imitation, sondern ein absoluter Lesetipp.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschickte Perspektivwechsel lüften am Ende ein Familiengeheimnis, 19. Juni 2013
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman (Gebundene Ausgabe)
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Rixa, Barpianistin auf einem Kreuzfahrtschiff, erhält die Nachricht vom
überraschenden Unfalltod ihrer in Berlin lebenden Mutter - beide haben sich in den letzten Jahren immer mehr entfremdet.

Die Umstände des Unfalls ähneln verblüffend dem zwölf Jahre zurückliegenden
Tod ihres Bruders, des Lieblingssohnes der verstorbenen Mutter, Ivo.
Neben den zu regelnden Formalitäten, der Beerdigung selbst und der
unausweichlichen Haushaltsauflösung tauchen jede Menge Fragen auf.

Was für ein Mensch war die eigene Mutter eigentlich? Welche Last hat diese
oftmals so unnahbare und traurige Frau auf den Schultern durch die Welt
getragen? Was ist im Laufe der Jahre mit ihrer Familie geschehen - welches Gewicht hat der Begriff HEIMAT überhaupt?

Rixa kratzt zuerst nur an der Oberfläche, findet seltsame Hinweise zur Familiengeschichte und scheinbar unerklärliche Lücken - erlebt
schließlich, wie ihr komplettes Familienbild ins Wanken gerät - braucht
Antworten, um wieder zur Ruhe kommen zu können.

Deutsch-deutsche Geschichte dient der Handlung als Grundgerüst.
Den Figuren hat Gisa Klönne der Reihe nach glaubwürdigen Charakter
eingehaucht.

Die erfolgreiche Krimiautorin merkt man der Geschichte an - jedoch in wohldosierter Frequenz - der Roman bleibt somit in erster Linie geheimnisvolle und
lesenswerte "Familiengeschichte".

Rückblenden, weit über den Zweiten Weltkrieg hinaus helfen Entwicklung und
Gegenwart Deutschlands, sowie der Familiengeschichte einzuordnen, steigern
die Spannung, heben das Lesevergnügen, nehmen der Geschichte jedoch in
keinster Weise die überraschende Auflösung der letzten 20 Seiten vorweg.

Fazit: Wer Zeitgeschichte mag, sich für Familienbande interessiert, auch
"ermittelnd" tätig werden möchte, sollte nach diesem Buch greifen - ich
habe es genossen, 5 Sterne!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegendes deutsch-deutsches Familiendrama, 10. Mai 2013
Von 
truffaldina - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman (Gebundene Ausgabe)
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Einer breiten Masse von Lesern ist Gisa Klönne mit ihren Krimis um die Polizistin Judith Krieger bekannt geworden, mit Das Lied der Stare nach dem Frost beweist sie, dass sie auch ganz ohne Krimi spannend und bewegend erzählen kann.

Rixa, Barpianistin auf einem Kreuzfahrtschiff, muss Hals über Kopf nach Berlin zurück, um die Hinterlassenschaft ihrer Mutter zu regeln, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Nach dem Tod des Bruders Ivo vor 10 Jahren hatten die beiden sich entfremdet, die Mutter hatte sich zurückgezogen und den Tod des Lieblingssohnes nie verwunden. Als Rixa herausfindet, dass ihre Mutter praktisch an der gleichen Stelle zu Tode gekommen ist wie ein Jahrzehnt zuvor ihr Sohn, macht sie sich auf eine Entdeckungsreise in die Geschichte der weit verzweigten Familie. Der Großvater, geboren 1900 und durch traumatische Erlebnisse in beiden Weltkriegen belastet, war Pfarrer in Mecklenburg und so taucht Rixa ein in eine deutsch-deutsche Familiengeschichte, die sie letztlich zu sich selbst führt.

Gisa Klönne erzählt diese Geschichte einfühlsam und zugleich spannend auf mehreren Zeitebenen. Immer wieder begegnet der Leser Rixa in der Gegenwart, während parallel die Vergangenheit aus der Sicht verschiedener Figuren wiedergegeben wird. Die Nähe zu allen Protagonisten, aber insbesondere die Verbundenheit mit Rixa, fand ich faszinierend, spannend und bewegend gleichzeitig. Immer auf Augenhöhe mit ihr, entdeckt der Leser zeitgleich mit Rixa ein wohlgehütetes Familiengeheimnis, das den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft zugleich enthält.
Spannend ist aber auch die deutsch-deutsche Geschichte, die sich darin verbirgt. Von der Zeit des ersten Weltkrieges bis in die Gegenwart spannt die Autorin den Bogen der Ereignisse und vermittelt mit bewegenden Bildern das Schicksal einer im Nachkriegsdeutschland auseinandergerissenen Familie. Den Titel finde ich grandios gewählt, auf ihn wird im Roman mehrfach Bezug genommen und er drückt letztendlich genau die Quintessenz des Romanes aus.

Ein Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat, bevor ich nicht das letzte Wort verschlungen hatte. Ein wirklich bemerkenswertes Buch einer talentierten Autorin, das ich jedem wärmstens empfehle, der auch ihre Judith-Krieger-Romane mochte.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Romane, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, 7. Juni 2013
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Eine ganz ausgeklügelte, total überzeugende Geschichte, die mich völlig in den Bann gezogen hat. Interessant und hilfreich auch die beiden parallel gesetzten Handlungsstränge, die den Leser in Teilen schlauer machen als die Hauptfigur.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", 13. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein unglaubliches Buch, es hat mich tief bewegt und läßt mich nicht los. Gerade in der Osterzeit dieses Buch zu lesen, geht sehr unter die Haut. Ich bin Jahrgang 1945 und frage mich auch oft, wie haben meine Großeltern und auch meine Eltern den Nationalsozialismus wahrgenommen. Es wurde auch in unserer Familie nicht darüber gesprochen - das belastet mich heute immer noch sehr. Ich danke der Autorin für die wunderschöne Sprache. Die Beschreibung der Musik wird mich noch lange beschäftigen und ich werde mir viele Werke in Ruhe anhören. ELIAS ist eines der schönsten Oratorien in der Kirchenmusik - was wären wir ohne die Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Auch wir sind 30 Jahre lang in die DDR gefahren und haben unsere Partner-Kirchengemeinde im Erzgebirge besucht. Da kamen so viele Erinnerungen hoch -Gott sei Dank, es ist vorbei. Ich freue mich sehr auf eine Lesung mit Frau Klönne im Mai, aber sage schon jetzt von Herzen DANKE für dieses wunderbare Buch.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen deutsche Familiengeheimnisse aus heutiger Sicht mit historischen Szenen, 6. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman (Gebundene Ausgabe)
Rixa ist durch den Unfalltod ihrer Mutter, gezwungen ihre Arbeit an Board eines Kreuzfahrtschiffes zu unterbrechen und nach Deutschland zurück zu kehren. Da nicht klar ist, ob es sich um einen normalen Autounfall oder Selbstmord handelt, setzt sich Rixa mit dem Leben ihrer Mutter und ihrer Beziehung zueinander auseinander. So kommt sie Familiengeheimnissen auf die Spur und will diese klären. Sie muss sich jetzt auch mit dem lange zurückliegenden Unfalltod ihres Bruders auseinandersetzen.

Das Buch hat zwei Handlungsstränge, wobei einer in der Vergangenheit angesiedelt ist und ab dem 1. Weltkrieg bis zur Nachkriegszeit spielt. Gisa Klönne gelingt es jeweils in wenigen Seiten die gewünschte Zeit aufleben zu lassen, um die einzelnen Personen bzw. das Familiengeheimnis besser zu verstehen.

Rixa selbst läßt durch ihre Erinnerungen die deutsch-deutsche Grenze wieder aufleben. Die Sommerferien ihrer Familie in der DDR bei den Großeltern und der Großfamilie. Die eigene Beziehung zu den Großeltern und die einzelnen Fakten aus der Nazi-Vergangenheit passen für sie nicht zusammen.

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe mit Rixa beim Aufdecken der Familiengeschichte und -geheimnisse mitgefiebert. Bei den jeweils wenigen Seiten zur entsprechenden Szene aus der Vergangenheit bemerkt man, dass Gisa Klönne viel Arbeit in die Recherche gesteckt hat.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewältigung, 30. März 2013
Von 
evelynmartina - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Gisa Klönne, bekannt durch ihre Krimi-Reihe um Judith Krieger, begibt sich in ihrem Roman „Das Lied der Stare nach dem Frost“ auf ein neues Terrain und erzählt eine deutsch-deutsche Familiengeschichte, die im vergangenen Jahrhundert ihren Lauf nimmt.

Rixa, der eine Solokarriere als Musikerin versagt geblieben ist, tingelt als Barpianistin durch die Welt, bis sie eines Tages nach Berlin zurückkehren muss, um den Nachlass ihrer Mutter, die durch einen Autounfall tödlich verunglückt ist, zu regeln. Die Tatsache, dass auch Rixa’s Bruder vor Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, wirft viele Fragen auf. Auf der Suche nach Antworten und nach sich selbst taucht Rixa immer tiefer in ihre Familie und geht mysteriösen Spuren nach. Schließlich wird ein Geheimnis gelüftet, das alle Familienmitglieder jahrzehntelang verschwiegen haben.

Dass Gisa Klönne aus dem Krimi-Fach stammt, ist unverkennbar, denn es knistert in ihrem Roman von Anfang an. Häppchenweise serviert die Autorin Fakten zur Klärung der Umstände. Zum Schluss ergibt sich ein Gesamtbild, bei dem allerdings Einiges in der Schwebe bleibt.
Durch ihren anschaulichen und atmosphärisch dichten, für meinen Geschmack zum Teil leicht überschwänglichen Erzählstil, fällt es leicht, sich in Ort und Zeit des Geschehens hineinzufinden.
Die Handlung setzt sich aus zwei Strängen zusammen. Zum einen verfolgt der Leser Rixa’s Nachforschungen in der Gegenwart. Im Hier und Jetzt werden die ungeklärten Todesfälle durchleuchtet und nach dem Warum und Wieso gefragt. Dies löst bei Rixa unvermeidlich eine Flut von Erinnerungen aus, an ihre Kindheit, in der sie als „West-Kind“ häufig ihre „Ost-Großeltern“ besuchte. Zum anderen wird in der Vergangenheit der Werdegang ihrer Großeltern dargestellt, das Leben einer Pfarrersfamilie in Mecklenburg-Vorpommern vor, während und nach dem Nationalsozialismus.
Während die Handlung in der Gegenwart meiner Meinung nach des Öfteren auf der Stelle tritt und sich zudem im Kreis dreht, verlaufen die Ereignisse in der Vergangenheit geradlinig und gehen zügig voran, was mir definitiv mehr zugesagt hat. So blickte ich in einen bedeutenden und schrecklichen Abschnitt der Weltgeschichte und habe mit Rixa’s Großeltern mitgefühlt und mitgelitten. Dahingegen bin ich mit der Figur Rixa nicht warm geworden. Manchmal wollte ich sie regelrecht packen und rütteln, damit sie endlich die Zügel in die Hand nimmt. Zunehmend empfand ich die Gegenwartshandlung langatmig und wartete schließlich nur noch auf die Aufdeckung des Familiengeheimnisses, die mich dann doch überrascht hat.

„Das Lied der Stare nach dem Frost“ ist ein Generationen-Roman, der eine große Zeitspanne umfasst und den Zeitgeist gut einfängt. Man muss sich einlassen können auf bildhafte Beschreibungen, permanente Wechsel zwischen den Zeiten und unverhoffte Gedankensprünge und natürlich auf eine Groß-Familie, deren Rätsel in gewisser Art und Weise durchaus zu fesseln vermag.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familien-, Heimat,- Geschichtsroman, 11. April 2013
Von 
Dr. Watson - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die zwei Erzählstränge aus der Vergangenheit (vor dem ersten Weltkrieg) und der Gegenwart der Pfarrfamilie Retzlaff werden von der Autorin geschickt verwoben. Personen, Natur, historisches Umfeld beschreibt die bisher als Krimiautorin bekannte Gisa Klönne authentisch, detailliert, aber nie langatmig oder gar langweilig. Kurzum dieser Roman hat eine wunderbare Atmosphäre. Man wird sofort in den Bann dieser Familiengeschichte gezogen, der die Protagonistin nach dem vermuteten Unfalltod ihrer Mutter nachzuspüren beginnt. War es wirklich ein Unfall oder gar Freitod? Was könnte dahinter stecken? Mit der Aufarbeitung der Familiengeschichte, beginnt Rixa auch ihr eigenes Leben und das Verhältnis zu ihrer Mutter zu überdenken und deckt dabei das große Geheimnis auf, das schon lange auf ihrer Familie lastet. Begleiten Sie dies Familie durch die deutsche Geschichte vom ersten Weltkrieg mit seinen Folgen, über den Beginn der Naziära bis hin zur DDR. Es wird Sie fesseln.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!!!, 2. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Spannend bis zum Schluss, tiefe Charaktere, ein guter Anteil Zeitgeschichte und einfach super gut geschrieben. Besser als viele Krimis und das sag ich als Krimifan. War erst skeptisch ob es mich anspricht nach der Kurzbeschreibung. Aber nach der Leseprobe gab es kein Zurück mehr.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poesie in der Natur, 8. Oktober 2014
Seit dem Tod ihres Bruders ist Rixa, deren voller Name Ricarda lautet, voller Trauer und flüchtet aus der Realität, um den Verlust sowie ihre verpatzte Solokarriere und das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter zu vergessen. So reist sie als Barpianistin auf Kreuzfahrtschiffen um die Welt, wo sie nirgendwo gebunden ist. Auf den Malediven erhält sie schließlich die Nachricht, dass ihre Mutter tödlich verunglückt ist, und zwar an fast genau derselben Stelle wie Rixas Bruder damals. Sie reist zurück nach Berlin, um sich dort um alles kümmern zu können und findet Dokumente, die ihr Einblick in die Vergangenheit ihrer Familie gewähren…

In diesem Roman werden viele Themenbereiche aufgegriffen: Die Zeit des Nationalsozialismus, in der Rixas Großeltern lebten, der Einmarsch der Russen, geteilte Familien in der BRD und DDR, die Belastung der Enkelgeneration durch den Krieg. Geschildert wird die Geschichte aus der Sicht Rixas, abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart. Durch diese Erzählweise kann man sich gut in die verschiedenen Zeitepochen hineinversetzen. Zudem ist der Roman spannend gehalten, denn immer wieder taucht die Frage nach dem Familiengeheimnis auf. Wunderschön sind auch die detaillierten Naturbeschreibungen und die Erzählweise, wenn Rixa in die Vergangenheit abschweift und dem Familiengeheimnis immer näher kommt. Poetische Textstellen verleihen dem Roman an literarischer Schönheit.

„Die Nacht ist sehr klar und birgt eine erste Ahnung von Frost, eine hauchdünne Mondsichel steht über dem See wie gemalt und doch unerreichbar. Oktober. Tagsüber hat die Sonne noch Kraft und die Luft flirrt und stirrt von den Schreien der Wildgänse. Aber jetzt ist es still und der See schwarzes Glas. Sterne spiegeln sich darin und zersplittern im Schlag seiner Ruder.“

„Das Lied der Stare nach dem Frost“ ist ein wunderschön geschriebener Roman mit einer sympathischen Protagonistin, deren Gefühle nachvollziehbar sind. Aufgrund vieler interessanter Themen bietet der Roman viel Abwechslung und spricht somit unterschiedliche Altersgruppen an.

© Bücherstadt Kurier
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Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman
Das Lied der Stare nach dem Frost: Roman von Gisa Klönne (Gebundene Ausgabe - 26. Februar 2013)
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