Kundenrezensionen


46 Rezensionen
5 Sterne:
 (18)
4 Sterne:
 (15)
3 Sterne:
 (6)
2 Sterne:
 (5)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen traumhaft - empfindsam - malerisch...
... so möchte ich den Roman von Peter Prange charakterisieren. Gleich vorweg: Klar, die Story von der jungen Künstlerin, die sich in den viel älteren und arrivierten (dennoch armen) Künstler verliebt, ist nichts Neues. Nach den ersten Seiten dachte ich also, hmm, das wird wohl ein wenig schwerfällig. Ich wurde aber auf eine sehr angenehme Art und...
Veröffentlicht am 4. November 2010 von Dr. Stephan Peters

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebe zwischen Genie und Wahnsinn
"Himmelsdiebe" ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, wie sie tabuloser und kompromissloser nicht sein kann.

Laura Paddington, eine Kunststudentin aus behüteten Familienverhältnissen, lernt 1937 in London auf dessen Vernissage den viel älteren deutschen Maler Harry Winter kennen, in den sie sich unsterblich verliebt. Er ist ihr...
Veröffentlicht am 30. September 2010 von evelynmartina


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen traumhaft - empfindsam - malerisch..., 4. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
... so möchte ich den Roman von Peter Prange charakterisieren. Gleich vorweg: Klar, die Story von der jungen Künstlerin, die sich in den viel älteren und arrivierten (dennoch armen) Künstler verliebt, ist nichts Neues. Nach den ersten Seiten dachte ich also, hmm, das wird wohl ein wenig schwerfällig. Ich wurde aber auf eine sehr angenehme Art und Weise positiv überrascht. Weniger faszinierten mich die historischen Hintergründe, als folgende drei Punkte: 1. Der Roman ist traumhaft. Prange lässt Realität und Traum, Gefühl, subjektives Erleben miteinander verschmelzen. Ich sehe hierin auch die größte Stärke des Romans. Diese Verschmelzung zweier Persönlichkeiten ist ungewöhnlich, der Autor treibt es fast zum Wahnsinn und vor allem - er schreibt es nacherlebbar. Selten habe ich eine derartige psychologische Feinsinnigkeit in einem Roman erlebt. 2. Der Roman ist empfindsam geschrieben. Unter Einbeziehung der Lebensumstände und moralischen Auffassung der Künstler und Künstlerinnen damaliger Zeit werden die kleinsten Facetten von Gefühl, Empfindung, Verletztheit aber auch Egoismus und Naivität geschildert und zu einer großen Farbpalette zusammen gerührt. Daher 3.: Der Roman ist malerisch. Prange hat sich nur zu offentichtlich mit dem Entstehungsprozess von Bildern auseinander gesetzt. Ich male selbst und kann Prange bei der Beschreibung von Inspiration und Schaffenskraft bestätigen. Beim Lesen des Romans malen Sie regelrecht mit, Sie spüren die Impulsivität und gefühlsgeleitete Konstruktion, wie die Malerinnen und Maler der damaligen Zeit ihre Bilder schufen (oder eben wir meinen, dass sie sie schufen).
Besonders anregend fand ich bei meinem Besuch des Baseler Kunstmuseums, ich hatte den Roman von Prange gerade gelesen, das Bild von Oskar Kokoschka mit dem Titel "Windsbraut" (von 1913), das recht unvermittelt vor mir auftauschte und so den Genuss des Romans noch einmal abrundete.
Viele Grüße
Stephan Peters
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebe zwischen Genie und Wahnsinn, 30. September 2010
Von 
evelynmartina - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Himmelsdiebe" ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, wie sie tabuloser und kompromissloser nicht sein kann.

Laura Paddington, eine Kunststudentin aus behüteten Familienverhältnissen, lernt 1937 in London auf dessen Vernissage den viel älteren deutschen Maler Harry Winter kennen, in den sie sich unsterblich verliebt. Er ist ihr "Großer Zauberer", den sie sich erträumt hat und dem sie nach Frankreich folgen will. In Paris erlebt sie eine völlig neue Welt, die ausschweifende und frenetische Kunstszene, in die sie als "Windsbraut" eingeführt wird, die aber nicht von der Ideologie des Nationalsozialismus verschont bleibt. Da Harry's Bilder in Deutschland bald als "entartet" deklariert werden, flieht er, als der Zweite Weltkrieg ausbricht, mit Laura in ein abgeschiedenes Dorf in der Provence. Dort geben sie sich voll und ganz ihrer Kunst hin, schaffen sich ihr eigenes Paradies "sehen, malen und lieben". Doch die Wirklichkeit holt sie ein, Harry wird in ein Internierungslager gebracht. Die Trennung hat für beide weitreichende Folgen.

Auf beeindruckende und einfühlsame Art beschreibt Peter Prange in seinem Roman die hemmungslose Liebe zweier Menschen, die vor allem durch ihre gemeinsame Leidenschaft zur Kunst miteinander verbunden sind, indem sie einen Spagat zwischen Realität und Wahnsinn vollführen. Prange's Erzählweise ist sehr bildhaft, sein Sprachstil passend zur entsprechenden Atmosphäre, zum einen gefühlsbetont und schillernd, zum anderen derb und provokativ. Der Autor versteht es perfekt, die geschichtlichen Hintergründe in das Geschehen einzubauen, so dass ein vollständiges, in sich abgeschlossenes Werk entsteht.
Trotzdem ist es für mich schwer gewesen, verschiedene Handlungsschritte der Protagonisten nachzuvollziehen. An manchen Stellen habe ich mich Kopf schüttelnd gefragt, wie man nur so blauäugig und naiv sein kann. Harry's Persönlichkeit ist mir fremd geblieben, zu selbstsüchtig und egozentrisch habe ich ihn empfunden. Dahingegen haben mir die Phasen der Veränderung, die Laura durchläuft, gut gefallen. Obwohl es im Verlauf der Handlung einige Längen gibt, baut sich durchaus Neugier auf das Ende auf, das ich für schlüssig und konsequent halte.
Peter Prange betont in seinen Nachbemerkungen, dass es sich bei "Himmelsdiebe" um eine rein fiktive Erzählung handelt, dennoch sind offensichtliche Parallelen zum Leben und Wirken des deutschen Malers Max Ernst zu erkennen.

Wer sich auf die im wahrsten Sinne des Wortes phantastische Geschichte, die Liebe, Kunst, Geschichte, Vernunft und Irrsinn vereint, einlassen kann, der wird sicherlich begeistert sein. Mir ist dies nur zum Teil gelungen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Liebe im 2. Weltkrieg, 1. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich muss gestehen, das dies mein erstes Buch von dem Autor war. Aber ganz sicher nicht mein letztes.Peter Prange erzählt hier eine Geschichte voller Gefühl von Laura Paddington und Harry Winter. Ich habe mir richtig viel Zeit genommen für dieses Buch.

Inhalt:
Laura lernt den Maler Harry in London auf seiner Ausstellung kennen und die beiden verliebt sich sofort ineinander. Laura wird Harry's Muse und gleich darauf seine Geliebte. Die beiden ziehen zusammen nach Frankreich und leben ein glückliches Leben, voller Liebe und Leidenschaft zur Malerei. Doch das ändert sich rasch. Denn auch hier holt der Zweite Weltkrieg die beiden ein. Harry wird in ein Lager gebracht, denn er gilt als entarteter Künstler. In diesem Augenblick stürzt eine Welt in Laura zusammen. Sie verkraftet nur sehr schwer die Trennung zu Ihrem geliebten Harry.

Meine Meinung:
Ein tolles Buch mit unerwarteten Wendungen. Peter Prange hat seinen ganz eigenen Erzählstil und das macht aus diesem Roman was ganz besonderes. Diese fiktive Geschichte hat mich von der ersten Seite an bewegt und ich habe das Lesen mehr als genossen. Dies war für mich mal ein ganz anderes Lesevergnügen. Aber das habe ich mir schon gedacht, als ich die Leseprobe gelesen habe. Schön das ich nicht enttäuscht wurde.

Das Buch bekommt leider nur **** Sternchen, weil ich mit dem Ende nicht so ganz zufrieden bin.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manche Dinge sind vollkommen, bevor sie vollendet sind, 21. August 2010
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Auch für seinen neusten Roman hat sich Peter Prange wieder einen Stoff ausgesucht, den das Leben geschrieben hat, denn bekanntermaßen schreibt das Leben die besten Geschichten, wenn auch nicht immer die bequemsten.
Völlig unvermittelt öffnet sich für den Leser der Vorhang zu einer Bühne, auf der der Autor das größte Theaterstück der Welt inszeniert: Die Geschichte einer Liebe, die bis an Selbstzerstörung und Wahnsinn grenzt, Genie, das nur sich selbst kennt und auf niemand anderen Rücksicht nimmt, Besessenheit, die die Protagonisten bis an die Grenzen ihrer selbst führt. Atemlos sitzt der Leser in der ersten Reihe und folgt den 9 Akten dieser Geschichte, die sich über einen Zeitraum von 18 Jahren erstreckt und den Leser quer über den halben Erdball führt. Es ist die Geschichte von Harry Winter, einem expressionistischen Maler und seiner Muse Laura, die sich bald aus seinem Schatten und dem Dasein als Muse befreit und eine ganz eigene Art der Kunst schafft. Der Weg in dieses eigene Leben ist für beide schwierig, kann doch der eine nicht loslassen, während sich der andere auf dem geflügelten Pferd liebend gerne in die Lüfte erheben würde. Es ist eine fordernde Liebe, deren machtvolle Existenz eine tagtägliche Gratwanderung, ein ständiges Ausbalancieren erfordert und deren Ausleben ein Maximum an Kraft erfordert. Zu viel Kraft vielleicht, den so sehr man als Leser den beiden Protagonisten diese allumfassende Liebe auch gönnt, so oft fragt man sich auch, ob eine so starke Liebe nicht auf Dauer zum Scheitern verurteilt ist. "Manche Dinge sind vollkommen, bevor sie vollendet sind". Diesen Satz spricht Laura in einer Situation, die sich um ein ganz bestimmtes Bild dreht, das sie beiden gemeinsam geschaffen haben. Dieser Satz ist aber auch Sinnbild für die Liebe der beiden Protagonisten, die - zumindest zeitweise - vollkommen war, ob sie nun vollendet wird oder nicht. Genau dieser Satz ist es auch, der den Leser am Ende mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die Geschichte dieser beiden Ausnahmekünstler zurückblicken lässt.

Peter Pranges beobachtender, schnörkelloser Schreibstil macht dieses Buch zu einem wunderbaren und kitschfreien Roman über die Liebe und das Leben, fängt Stimmungen und Gefühle dennoch intensiv ein und ermöglicht es dem Leser, einen ganz eigenen Blick in die Psyche der Protagonisten zu werfen. Der Autor weist zwar im Nachwort ausdrücklich daraufhin, keinen biografischen Roman geschrieben zu haben, sondern eine Mischung aus Sachverhalten und frei erfundenen Elementen, dennoch sind die biografischen Parallelen zu den von ihm verwendeten Vorbildern klar zu erkennen. Die Vorstellung, dass es diese Jahrhundertliebe vielleicht doch so gegeben haben könnte wie von Peter Prange geschildert, hat beim Lesen meine Fantasie beflügelt und mich, wie die Windsbraut, für einige Stunden beseelt davon getragen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe überwindet ( fast ) alles, 27. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieser Roman mit historischem Hintergrund umfasst meines Erachtens so ziemlich alles, was einen guten Schmöker ausmacht : Liebe und Leidenschaft , Geschichte und die Schrecken des Krieges , Vernunft und Wahnsinn und nicht zuletzt das Thema Kunst . Kurz gesagt, er ist sehr vielschichtig und lässt sich meiner Ansicht nach nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen. Historischer Roman oder Gesllschaftsroman ? Liebesgeschichte oder Familiengeschichte ? Kriegsroman oder doch eher Künstlerroman ? Das muss jeder für sich selbst entscheiden .

Die 20jährige Malerin Laura Paddington lernt 1937 in London den deutlich älteren und exzentrischen deutschen Künstler Harry Winter kennen. Er übt eine ungewöhnliche Anziehungskraft auf sie aus und sie weiß sofort, das ist ihr " großer Zauberer ". Eine scheinbar unmögliche Liebe beginnt. Gegen den Willen ihrer Eltern geht Laura mit Harry nach Frankreich. In Paris führen die zwei zunächst ein zum Teil recht ausschweifendes Leben. Die Beziehung zwischen diesem so ungleichen Paar gestaltet sich häufig als schwierig. Aber sie raufen sich immer wieder zusammen.

Schließlich flüchten sie nach Sainte-Odile, ein kleines idyllisches Dorf. Der Krieg hat sie eingeholt, denn Harry's Kunst wurde als entartet deklariert. In diesem abgelegenen Ort schaffen sie sich ihr eigenes kleines Stück Himmel und verdrängen zunächst die Kriegsereignisse. Doch schließlich werden sie von der Realität eingeholt. Harry wird verhaftet und interniert.

So weit zum Inhalt des Buches. Ich möchte nicht zuviel verraten.

Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Dadurch, dass so häufig etwas Unerwartetes geschieht, bleibt sie bis zum Schluss auf ihre Art spannend und interessant. Die bildhafte Erzählung ist sehr einfühlsam und fängt die unterschiedlichen Stimmungen glaubhaft ein. Man nimmt sehr intensiv am Leben der beiden Protagonisten teil. Man lacht , aber man leidet auch mit ihnen. Auch die Beschreibungen aus der Kunstszene sind sehr anschaulich. Und obwohl es sich um einen rein fiktiven Roman handelt, hat man häufig den Eindruck, dass vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit dabei ist. Vielleicht liegt dies auch an den offensichtlich existierenden Parallelen zu " realen " Künstlern.

Ein wirklich ansprechender , gut unterhaltender, intelligenter Roman.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Himmelsdiebe, Himmelsmaler ..., 4. Februar 2011
Von 
Franziska "buecherchaos" (Gütersloh, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Immer, wenn ich einen schwachen Moment habe, egal ob bei Amazon oder meinen Wanderbüchern, bestelle ich mir Historische Romane. Dabei ist es nicht mein Lieblingsgenre und oft muss ich mich quälen, damit ich die Bücher zu Ende lese.

So also kam 'Himmelsdiebe' zu mir. Ich sträubte mich tagelang, aber dann wurde es zu meinem: 'Ich -lese -es- morgens- in- der -Küche -Buch!'

'Himmelsdiebe' allein der Titel hat es mir angetan und ich wünschte mir eine Geschichte die mich fesselte, aber nicht langweilte. Ich bekam diese hier:

Harry Winter ist exzentrisch und Maler. Er inszeniert sich und sein Leben ohne Achtung vor Tabus und Frauen. Viele hat er schon gehabt und ohne mit der Wimper zu zucken, macht er am Tag der Vernissage mit der nächsten Schluss.

Genau an diesem Abend sieht Laura ihn. Laura ein schüchternes, Äpfel malendes Mädchen, dass in ihm den 'großen Zauberer' aus ihren Träumen erkennt. Es ist Liebe, eine Liebe, die die beiden in dunkle Gewässer stürzt, in lichte, liebevolle Momente und in den Ruin''.

Dieses Pärchen war wirklich erstaunlich. Man spürte die Liebe, aber auch den Hass zwischen den beiden. Zwei Künstler, der eine lebt nur, die andere will es lernen. Es war faszinierend mit anzusehen, wie die beiden von einander lernten und miteinander litten.

In einer turbulenten Zeit des 2. Weltkriegs laufen sie weg und kommen wieder. Versteckten sich vor Liebhabern, Gläubigern und Ex-Müttern. Sie streben zueinander und stoßen sich wie zwei Magnete auch manchmal ab.

Hört sich gut an , ist auch so! Außer ein paar Kleinigkeiten, die es mir doch schwer gemacht haben, dem Roman zu folgen. Wahnsinnig viele Figuren tauchen auf und auch wieder ab. Muss ich sie mir merken? Kommen sie noch einmal wieder? Manchmal war ich schlicht mit den Namen überfordert oder mit den Geheimnissen, die zum Teil nicht aufgeklärt werden. Doch vielleicht liegt es auch mir, dass ich die Andeutungen einfach nicht verstanden habe.

Alles in allem ein solider, historischer Roman mit Figuren zum Mögen und Hassen für jeden.

Vier von fünf Bewertungsbüchern, da wie oben erwähnt für mich einige Mängel zu finden waren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Weg in den Wolken, 29. Dezember 2010
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Noch während sie sprach, machte sie sich von ihm los, mit einer einzigen flüchtigen Bewegung, wie man einen Handschuh abstreift. Harry glaubte, verrückt zu werden. Noch nie hatte er sich nach Laura gesehnt, wie in diesem Augenblick. Doch als hätte ihn jemand zur Ader gelassen, versagte sein Begehren angesichts ihrer Entschlossenheit. Er registrierte es, wie man den Krankheitsbefund eines Arztes registriert.
"Ich habe es dir schon einmal gesagt", hörte er ihre Stimme, "ich will nüchtern sein. Um endlich frei sein zu können."
Harry schloss die Augen und holte tief Luft. War das wirklich ihr letztes Wort? Voller Angst hob er noch einmal den Blick.
"Endgültig?", fragte er.
Laura nickte. "Es war schön mit dir in den Wolken, mein großer Zauberer, aber das Leben findet auf Erden statt. Es ist Zeit für mich, zurückzukehren."
(Himmelsdiebe, Seite 440).

Peter Prange ist bekannt für seine phantasievollen Portraits, die er in bedeutsame historische Ereignisse bettet. Diesmal scheinen seine Helden rein fiktiv, denn von einem Maler mit Namen Harry Winter oder von einer Künstlerin Laura Paddington hat wohl noch niemand etwas gehört. Schaut man jedoch etwas näher hin, fallen die offensichtlichen Parallelen zum Leben des Malers Max Ernst auf. Vielleicht hat sich der Autor gegen eine reine Romanbiographie entschieden, um mehr künstlerische Freiheiten bei der Gestaltung der Figuren zu haben. Das gemeinsame Kunstprojekt der Liebenden, die oft als "Himmelsbeute" bezeichnet wird und einen großen Platz in der Geschichte des Romans einnimmt, ist nämlich leider nur eine Phantasie von Peter Prange, auch wenn er es so plastisch beschreibt, dass es der Leser vor seinem geistigen Auge zu sehen glaubt. Himmelsdiebe ist der Ro-man einer großen Liebe im 20. Jahrhundert, die im Rausch der 30er-Jahre beginnt, als sich in Paris die Künstler im Namen der Freiheit Champagnerkorken knallen lassen und sich zu neuen Höhenflügen inspirieren lassen. Doch die dunklen Schatten des Fanatismus erreichen schließlich das Künstlerpaar, das sich im verschwiegenen Liebesnest fernab der Welt in der romantischen Provence im eigenen Paradies glaubte. Die Wirklichkeit bedroht den traumhaften Zauber, der bis dahin für die Ewigkeit gewebt zu sein schien.

Als die zwanzigjährige Laura eine Ausstellung des Künstlers besucht und den wesentlich älteren Maler Harry Winter persönlich trifft, ist es wie eine Begegnung des Schicksals. Obwohl der exzentrische Maler, der bereits zwei gescheiterte Ehen hinter sich hat, vor ihren Augen in einem gewagten öffentlichen Auftritt der körperlichen Liebe für immer abschwört, um sich seiner Kunst und der Verteidigung der Freiheit voll widmen zu können, glaubt Laura fest an den Zauber dieser ganz besonderen Begegnung, der alle Hürden überwinden wird. Als Harry als unerwünschter Ausländer ausgewiesen wird, folgt sie ihm nach Paris, ohne auf die sorgenvollen Proteste ihrer Eltern und Freunde zu reagieren. Im Cafe Flore präsentiert sie sich den Freunden und Kollegen des Künstlers als neue Muse und fordert den erlauchten Kreis durch die selbstgekochte Wahrheitssuppe heraus, die sie in Dienstmädchentracht mit zwei provokanten Löchern, welche die nackten, mit Schokolade überzogenen Brüsten freilegen, serviert. Obwohl Harry Winter stolz auf ihren Auftritt ist und in die Begeisterungsstürme der anderen einstimmt, hält er beharrlich an seinem Gelübde fest, was die junge Engländerin sehr betrübt. Außerdem hängt ein weiterer Schatten über der Beziehung. Harry Exfrau Florence versucht beharrlich die Aufmerksamkeit des Malers zurück zu gewinnen. Ihre Verzweiflung lässt auch deren Vater nicht kalt, der seinen Einfluss nutzen will, um den deutschen Maler seiner Wahlheimat zu berauben. Dann kommt auch noch Harrys Sohn aus erster Ehe nach Paris, der in Deutschland eine Ausstellung für entartete Kunst besucht hat und nun seinen Vater warnen und auffordern möchte, Europa Lebewohl zu sagen und ihm nach Amerika zu folgen. Doch der Künstler kann diese Warnung nicht ernst nehmen. Er gesteht sich stattdessen seine Liebe zu Laura ein und flieht mit ihr in ein schlichtes Zauberhaus in der Provence, wo die Liebenden die Sterne vom Himmel holen und auch künstlerisch zusammen wirken. Als Harry Winter an einem schrecklichen Morgen von der Polizei verhaftet wird und in ein Internierungslager kommt, stirbt der gemeinsame Traum. Laura, die sich verzweifelt nach ihrem Geliebten sehnt, erlebt die dunkle Seite des Wahnsinns und Harry testet seinen Überlebenswillen in der grausamen Wirklichkeit. Wird es noch eine gemeinsame Zukunft für die Himmelsdiebe geben?

Max Ernst hat die Sprache der Malerei des 20. Jahrhundert revolutioniert. Er stellte die Rolle des Künstlers als Schöpfer in Frage und betonte die Fähigkeit des Künstlers zu sehen. Das Talent etwas zu sehen und dies sichtbar zu machen, zeichnete seiner Meinung nach einen guten Künstler aus. Diese Gedanken greift Peter Prange auch in seinem Werk auf. Aus der Sicht der liebenden Künstlerin Laura, die mit Harry Winter eine ganz neue Welt betritt und staunend die Dinge um sich herum neu begreift, wobei die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantasie mit Mut und Neugier mit wenigen Pinselstrichen verwischen, lernt auch der interessierte Leser sehr viel über diese Epoche der modernen Malerei. Natürlich blendet der Autor auch die Schattenseiten seiner Protagonisten nicht aus. Eine Identifikationsfigur ist daher der Maler nur sehr bedingt und taugt eher zum Antihelden. Wer sich jedoch mutig auf die Geschichte einlässt, wird durch bestimmt begeistert sein, wie dreidimensional Peter Prange seine Hauptfiguren gestaltet und ihnen sehr natür-lich wirkende Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet.
"Himmelsdiebe" ist ohne Zweifel ein faszinierender Roman und macht neugierig auf die realen Vorbilder wie Max Ernst oder natürlich auch auf Leonara Carrington.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz wunderbar, 13. Mai 2011
Von 
bookkiller (Dinslaken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Als Laura Paddington bei einer Vernissage in London Harry Winter zum ersten Mal begegnet, ist dies der Beginn einer großen Leidenschaft. Zwischen Laura, der kaum zwanzigjährigen, verwöhnten Malerin aus gutem Hause und ihm, dem großen Außenseiter der Kunst, der vom Naziregime als entarteter Künstler ausgewiesen wurde, beginnt ein Leben wie ein einziges Fest, ein niemals endender Rausch. Doch die Zeit ist nicht dafür geschaffen, Liebenden und Künstlern noch dazu den passenden Lebensraum zu bieten.

Eine bittersüße Liebesgeschichte, die mich anfangs etwas ratlos gelassen hat ob der träumerischen und verrückten Ideen der beiden Protagonisten. War ich doch von Prange ein etwas anderes Genre gewöhnt. So hat er mich mehrmals mit seinen historisch gut recherchierten und wunderbar erzählten Geschichten bisher immer gefesselt. Der Anfang ist humorvoll und nett erzählt, in der Mitte wird es verstörend und ich war drauf und dran, abzubrechen. Aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Insgesamt gesehen war es eine wunderbare Liebesgeschichte inmitten der Wirren des 2. Weltkriegs, souverän erzählt von Prange. Das kann er ja. Und halt nicht nur Liebe, sondern auch Kunst.........Am Ende war ich zutiefst berührt über diese Story.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn, 26. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer zu diesem Buch greift aufgrund der vielfältigen Literaturempfehlungen oder des Klappentextes, erwartet eine leidenschaftliche, mitreißende Liebesgeschichte, anspruchsvoll, aber nicht zu schwer. Doch die meisten Zusammenfassungen werden Himmelsdiebe" in keiner Form gerecht. Es ist weit mehr als eine Liebesgeschichte.

Wir lernen das Leben einer Künstlergruppe im Paris der 30er Jahre kennen und beginnen zu verstehen, aus welcher Motivation und Inspiration heraus moderne Kunst" entsteht. Wer bisher mit dieser Richtung der Malerei nicht viel anfangen konnte, wird hier neugierig gemacht und die Bilder bei seinem nächsten Besuch im Museum of Modern Art (MoMa) oder dem Centre Pompidou m it ganz anderen Augen sehen.

Darüber hinaus aber bietet uns Prange einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele und schildert auf beeindruckende und bedrückende Weise, wie nahe Realität, Phantasie und Wahnsinn beieinander liegen. Hier kämpfen die Personen nicht nur um ihre Liebe, sondern auch um ihr Leben - das physische und psychische. Und nicht jeder, den man im Laufe der Lektüre liebgewonnen hatte, gewinnt diesen Kampf.

Ein großartiger Roman, bei dem man allerdings wissen sollte, worauf man sich einlässt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, 21. Oktober 2010
Von 
truffaldina - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Himmelsdiebe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Roman hat gehalten, was die Leseprobe der ersten 6 Kapitel versprochen hat. Eine mitreißende, anrührende Liebesgeschichte zweier Künstler vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs, ein Bild zweier Seelen, die zusammen den Himmel erobern. Die schnörkellose Sprache Peter Pranges hat mich in ihren Bann gezogen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit gelesen.
Doch: obwohl ich mit den Figuren mitfühlen konnte, bleiben sie seltsam distanziert, ich beobachtete sie wie unter einem Mikroskop. Das ist aber auch ganz gut so, sonst wären mir die Passagen mit Lauras Wahnvorstellungen vielleicht zu sehr an die Nieren gegangen, so gingen sie mir eher ein ganz klein wenig auf die Nerven.
Eine sehr authentische Geschichte, die sich an den Eckdaten der Biografie von Künstlern orientiert und diese mit Leben füllt, ähnlich wie ein Roman über eine historische Persönlichkeit, über die nur wenig bekannt ist, die den Leser aber mit dem schönen Gefühl, ja, so könnte es gewesen sein, zurück lässt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Himmelsdiebe: Roman
Himmelsdiebe: Roman von Peter Prange (Gebundene Ausgabe - 1. August 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,19
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen