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167 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eva Hermann - das Medientrauerspiel,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Taschenbuch)
Zugegeben: Die Namen der schönen Blondinen, die mir die abendlichen TV-Nachrichten vorlesen, waren mir stets schnuppe, und es gibt unterhaltsameren Show-Bizz als unsere Talk-Shows. Ich bekenne, vor dem Rauswurf von der spätbraun gescholtenen Eva ebensowenig wie vom mutig-coolen Johannes nie etwas gehört oder gelesen zu haben. Auch der nachfolgende Medienknall ließ mich unberührt. Erst das Ergebnis zweier auffällig einander widersprechender "repräsentativer Umfragen" im Magazin der Süddeutschen Zeitung weckte mein Interesse: Weit mehr als 50 % der Bundesbürger meinten, die wichtigste gesellschaftliche Rolle der Frau liege in ihrer Verantwortung für Kinder, Familie und ein harmonisches Heim. In offensichtlichem Widerspruch dazu verurteilten aber ganze 75 % der Bundesbürger Hermans "Eva-Prinzip" als "falsch und überholt" - und applaudierten sogar der fristlosen Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses beim NDR:Was bedeutet überhaupt ihr "Eva-Prinzip", was macht es so brisant? Und: Wie steht es mit dem Grundrecht der freien Meinungsäußerung, wie mit unserer Pressefreiheit, die - so unser höchstes deutsches Gericht - auch überzeichnete, gar extreme Äußerungen ermöglicht und vor obrigkeitlicher Maßregelung schützt, wie steht es mit dem arbeitsrechtlichen Kündigungsschutz angesichts eines fast 20-jährigen Dienstverhältnisses, kurzum: das Buch mußte her und war sogleich gelesen. Bereits während der Lektüre trafen mich zahlreiche ablehnende, von Männern auch über das weibliche Geschlecht witzelnde, selten neugierige Kommentare meiner Mitmenschen,. Gelesen hatte das Buch niemand, wenige hatten die Hinauswurf-Show gesehen. Nach einigen Kapiteln konnte ich mich zum Inhalt äußern und befand mich unversehens immer wieder in einer Debatte über Emanzipation, Karriere, Mutterschaft, Kinder und Lebensglück - das Thema ist virulent wie selten zuvor. Meinem dann aufkeimenden Gedanken, der Hinauswurf könnte nur ein PR-Gag für die Verkaufszahlen des Buches gewesen sein, machte die weitere Lektüre alsbald ein schnelles Ende. Ich erkannte: Hier schreibt ein Mensch in der Mitte seines Lebens sehr subjektiv, aber ehrlich bemüht. Ein Mensch, der auf dem Gipfel einer langen Traumkarriere steht, der viele Jahre Arbeit rund um die Uhr hinter sich hat, sich bislang ausschließlich über seinen Beruf definiert hat, dort allseits uneingeschränkt Anerkenung gefunden hat, ja, vom Publikum mehrmals zur beliebtesten Moderatorin Deutschlands gekürt worden war. Dieser Mensch stellt nun die Fragen, die er bislang nicht stellen konnte, etwa nach dem gesellschaftlichen Sinn seines Lebens oder der Bedeutung privaten Lebensglücks. Dieser ein halbes Jahrhundert auf diesem Planeten lebende Mensch - das Geschlecht ist zunächst gar nicht relevant - fragt rückblickend kritisch, ob er heute hinter seinem bisherigen Leben stehen kann, das beruflich ohne jeden Misserfolg, privat allerdings nicht so erfüllend verlaufen ist. Letztere Erkenntnis macht ihn unzufrieden, frustriert ihn. Er versucht, anders als viele in ähnlicher Erkenntnissituation, Ursachen herauszufinden, analysiert eigene und fremde Erfahrungen, fragt anerkannte (namentlich bezeichnete) Wissenschaftler und plädiert schließlich für eine Verhaltensüberprüfung und -änderung in allen gesellschaftlichen Institutionen. Das beste ist, er will eine breite Öffentlichkeit an den Erfahrungen seines herausragenden Lebens teilhaben lassen. Er will die Öffentlichkeit damit konfrontieren, zur Diskussion anregen, ja möglichst im Interesse seiner Mitmenschen, gleich welchen Geschlechts, erreichen, dass diese das, was ihn unglücklich macht, was er retrospektiv anders gemacht hätte, nicht unreflektiert wiederholen bzw. erleiden müssen. An manchen Stellen könnte zwischen den Zeilen auch eine Entschuldigung für vergangenes eigenes Fehlverhalten oder ein Hilfeschrei stehen. Dieser Mensch ist nun zufällig eine Frau, und ihre Lebenserfahrungen und Erkenntnisse stellen die herrschenden Thesen der Emanzipation, angefangen vom "nur kleinen Unterschied" über den "anerzogenen Zwang zur Heterosexualität" bis hin zur "frühestmöglichen Säuglingsabgabe im Berufsinteresse" kritisch in Frage. Ihre Argumentation ist sachlich, wird an vielen Stellen wissenschaftlich gestützt und belegt - menschlich, natürlich, vorurteilsfrei, modern und gesellschaftlich zukunftsorientiert. Es wird auf keiner Seite des Buches die Rückkehr des Heimchens an den Herd oder die Gebärmaschine propagiert. Sie schreibt dem Frauenbild im Nationalsozialismus seitenlang ein vernichtendes Urteil (S.134 - 139), aber auch der Kleinstkinderaufzucht in der DDR. Zitat: "Was viele nicht wissen: Unsere distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem Dritten Reich. Die Theoretiker des Nationalsozialismus erkannten früh, dass die Frage der Kindererziehung höchste politische Relevanz hatte. Das beschränkte sich nicht auf die erwünschte Steigerung der Geburtenrate, die sich in der Auszeichnung mit dem "Mutterkreuz-Orden" für Frauen mit vielen Kindern ausdrückte. Es traf vielmehr die konsequente Einflussnahme auf den vormals privaten, familiären Bereich von Geburt, Mutterschaft und Säuglingspflege. Es ging nicht nur darum, "dem Führer Kinder zu schenken", sondern die Kinder so früh wie möglich nach den Maßgaben des nationalsozialistischen Menschenbildes zu formen. Betrachtet man diese ideologischen Grundlagen, wird schnell klar, dass der Hitler-Staat alles daransetzte, jeden gesellschaftlichen Bereich zu kontrollieren und jede private Nische zu vernichten, in der sich individuelle Lebensformen entwickeln konnten. Verwirklichen ließ sich das nur, indem die Gruppe, das Kollektiv, die "Volksgemeinschaft" über den einzelnen Menschen gestellt wurde, eine Ideologie, die wir auch im DDR-Sozialismus immer wieder beobachten konnten. Damit wurden Kinder zum Politikum. Um ihre Erziehung zu nationalsozialistischen Bürgern zu gewährleisten, solten sie der elterlichen Fürsorge so früh wie möglich entzogen werden. Es gab nur ein Problem: die emotionale Bindung der Eltern an ihre Kinder. " Sie setzt dann fort, wie perfide der Nazi-Staat versuchte, diese Bindung systematisch zu zerstören. "All das klingt heute erschreckend, die politischen Folgen sind bekannt." (S.144). Jeder, der Eva Herman die sachliche Diskussion verweigert und sich auf das braune Totschlagargument, das ihre öffentliche Hinrichtung durch Kerner zur Folge hatte, beschränkt, hat das Buch nicht gelesen und hat fairen Widerspruch verwirkt, er argumentiert auf der Ebene von Goebbels und von Schnitzler. Eva Hermans im einzelnen belegte Erlebnisse und Folgerungen daraus - das Eva-Prinzip genannt - lauten sehr verkürzt: Der Feminismus beruht ideologisch auf der Marxschen These, Menschsein definiere sich ausschließlich aus Arbeit und Beruf Eine These, die sich zwischenzeitlich als überholt erwiesen habe. Männer und Frauen sind gleichwertig, aber nicht gleich. Partnerschaft soll die Vorgaben der Natur nicht unterdrücken, sondern darauf aufbauen. Mancherlei Dinge kann Frau eben besser als Mann, bei anderen ist es umgekehrt. Jeder Mensch soll herausfinden dürfen, welche Lebensform er für sich wünscht und diese auch frei von staatlichen oder gesellschaftspolitischen Vorgaben leben dürfen, ohne diskrimiert oder lächerlich gemacht zu werden. Gefordert wird mehr staatliche und gesellschaftliche Toleranz gegenüber solchen Lebensentscheidungen, weg von gesellschaftlichem Einheitsdenken. Jede Frau soll ohne feministische Denkvorgaben aus Schule, Medien oder Politik ihre eigene Lebensplanung unbeeinflußt, ggfs. in Abstimmung mit ihrem Partner, entscheiden, egal ob sie kinderlos Karriere und Unabhängigkeit bevorzugt, ausschließlich in ihrer Familie ihr Glück, Lebensfreude und -erfüllung findet oder beides kombinieren will. Für die Zukunft unserer Gesellschaft hält sie persönlich aufgrund einer detaillierten Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben allerdings eine Entscheidung der Frau zugunsten der Familie für vorteilhafter, zumal sie dies aufgrund ihrer biologischen Vorgaben besser als ein Mann kann. Das Buch stellt diese Thesen argumentativ nachvollziehbar dar. Es ist der ernsthafte Versuch einer Problemlösung, die Schäden von unseren Nachkommen abwenden will, indem sie die bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten zu Kritikfähigkeit gegenüber eigenem Verhalten auffordert. Ihre Thesen finden schließlich sachlich breite Zustimmung im Volke (zum Unwort des Jahres 2007 ist soeben mit großer Mehrheit der Begriff "Herdprämie" gewählt worden, mit dem Frauen diskriminiert werden, die ihre Kinder zu Hause aufziehen wollen und einen Krippenplatz ablehnen). Gleichwohl hat die Verfechterin solcher Ansichten den Zorn aller Nur-Karrierefrauen und Emanzen, die im Volke gerade nicht zur schweigenden Mehrheit zählen, auf sich gezogen. Alice Schwarzer, Thea Dorn, Desiree Nick, Iris Radisch und unsere ideologischen Meinungswächter beiderlei Geschlechts haben prompt reagiert. Sie tun ihrer Geschlechtsgenossin bitter Unrecht: Denn diese hat in bester Absicht für die Zukunft unserer Menschen unter höchstpersönlicher Lebenskritik zum Nachdenken aufgefordert - nicht mehr und nicht weniger - und ohne Nazipropaganda. Sie propagiert nicht die ihr vorgeworfene "Rolle rückwärts". Iin Wahrheit fordert sie vielmehr eine "Rolle vorwärts" für unsere Gesellschaft! Offen bleibt die Frage, warum nicht aus der Sache, sondern polemisch gegen die Person argumentiert wird. Etwa "sie hat das Eva-Prinzip selbst nicht gelebt" oder "sie hat braunes Gedankengut geäußert". Dies ist - vor allem angesichts der eingangs zitierten Umfrageergebnisse - sehr bedauerlich. Warum ist die sachliche These zur Bedeutung von Kind, Familie und Haus für das Lebensglück mehrheitsfähig, ihre Verfechterin Eva Herman als Person jedoch plötzlich nicht mehr? Nachdenklich muss auch stimmen, dass ich sogar gewarnt wurde, überhaupt ein Buch von "der" zu rezensieren, ich würde dann doch mit "so einer" in eine Ecke gestellt werden. Der Tagesspiegel hat dieses Phänomen bissig mit der in Deutschland herrschenden "Moral zum Nulltarif" erklärt: Eva Herman wird geprügelt, weil sie einen so banalen Anlass geliefert hat und weil jeder, der auf sie eindrischt, sich dabei wie ein aktiver Anti-Nazi vorkommen darf - zum Nulltarif. Es wäre ein wenig mühsamer und riskanter, sich einer Horde NPD-Demonstranten in den Weg zu stellen oder einen Inder in Mügeln vor dem rasenden Mob zu beschützen. Eine Gesellschaft, deren Wehrhaftigkeit sich in dem Satz "Nie wieder 33!" erschöpft, braucht Ventile, über die sie Dampf ablassen kann, ohne sich dabei die Finger zu verbrennen. Da kommt Eva Herman wie gerufen. Eva Herman hat ein Buch geschrieben, das in der Sache mit Recht diskutiert wird. Es ist keine literarische Spitzenleistung, wiederholt sich stellenweise, ist aber lesenswert und verdientermaßen in die Bestsellerlisten gelangt; in jedem Fall ist das Buch aber ein überzeugendes Plädoyer dafür, jeder Frau ein Wahlrecht zuzugestehen, sich ihre Lebensgestaltungsmöglichkeiten bewußt zu machen und frei über ihre Lebensform ohne soziale Zwänge und Diskreditierungen entscheiden zu dürfen. Mir aber verbleibt die Frage, ob unsere Medien auch sonst ihre Konsumenten, d. h. uns alle, ohne Rücksicht auf das Schicksal Einzelner oder Zukunftsschäden für unser Staatswesen und die Demokratie zielgerichtet manipulieren? Warum sie eine offene Wertediskussion über unser zukünftiges soziales Leben, etwa um eines billigen Rauswurfrummels, sprich:der Einschaltquoten willen, verhindern wollen und so unsere Grundrechte wie z.B. gerade die Meinungsfreiheit gröblichst missachten? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
244 von 281 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eva Herman über den Nationalsozialismus,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Um die Diskussion mal auf eine sachliche Ebene zu bringen, möchte ich hier mal für alle, die das Buch noch nicht kennen, zitieren, was Eva Herman über die Zeit des Nationalsozialismus schreibt:"Was viele nicht wissen: Unsere distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mi einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem Dritten Reich. Die Theoretiker des Nationalsozialismus erkannten früh, dass die Frage der KIndererziehung höchste politische Relevanz hatte. Das beschränkte sich nicht auf die erwünschte Steigerung der Geburtenrate, die sich in der Auszeichnung mit dem "Mutterkreuz-Orden" für Frauen mit vielen Kindern ausdrückte. Es traf vielmehr die konsequente Einflussnahme auf den vormals privaten, familiären Bereich von Geburt, Mutterschaft und Säuglingspflege. Es ging nicht nur darum, "dem Führer Kinder zu schenken", sondern die Kinder so früh wie möglich nach den Maßgaben des nationalsozialistischen Menschenbildes zu formen. Betrachtet man diese ideologischen Grundlagen, wird schnell klar, dass der Hilter-Staat alles daransetzte, jeden gesellschaftlichen Bereich zu kontrollieren und jede private Nische zu vernichten, in der sich individuelle Lebensformen entwickeln konnten. Verwirklichen ließ sich das nur, in dem die Gruppe, das Kollektiv, die "Volksgemeinschaft" über den einzelnen Menschen gestellt wurde, eine Ideologie, die wir auch im DDR-Sozialismus immer wieder beobachten konnten. damit wurden Kinder zum Politikum. Um ihre Erziehung zu nationalsozialistischen Bürgern zu gewährleisten, solten sie der elterlichen Fürsorge so früh wie möglich entzogen werden..." S. 140/141 Soweit das Zitat. Im weiteren Verlauf des Textes wird dieser Zusammenhang noch näher ausgeführt. Ihr Resümee dieses Themas lautet: "All das klingt heute erschreckend, die politischen Folgen sind bekannt." S.144 Ich würde all jenen, die Eva Herman in die Nähe des braunen Sumpfes rücken möchten, empfehlen, doch erst mal ihre Bücher zu lesen, aber offenbar ist das sogar bei bisher als seriös eingeschätzen Journalisten (z.B. J.Kerner) zu viel verlangt. Ich habe die Sendung gestern gesehen und kann nur sagen, wer in dieser Manier Gäste vorführt und an den Pranger stellt, sollte mal darüber nachdenken, ob er mit seinem Job nicht überfordert ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
99 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Eva-Wahrheit,
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Nachdem Eva Herman seit Wochen unter Beschuss steht, habe ich mir das Buch nun auch besorgt und von vorne bis hinten durchgelesen - und muss sagen, dass ich den Wirbel um ihre Person absolut nicht verstehe.Ich denke, dass viele ihrer Kritiker, die den Inhalt ihres Buches auf "Frauen zurück an den Herd" und "Emanzipation ist Mist" reduzieren, ihr Anliegen nicht begriffen oder das Buch schlicht und ergreifend nicht gelesen und sich der Einfachheit halber gleich dem immer größer werdenden Motzer-Mob angeschlossen haben. Sicher ist das Buch keine literarische Bestleistung, liest sich stellenweise etwas holprig und wiederholt sich oft, aber Fakt ist, dass am Inhalt viel Wahres dran ist. Auch ich frage mich oft, warum sehr viele Mütter, die aus rein finanziellen Aspekten betrachtet nicht arbeiten müssten, sich im Alltagswahnsinn zwischen Haus, Kinderkrippe/Kindergarten und Büro aufreiben, oft genervt sind und eigentlich nur noch herumhetzen - und sogar selber zugeben, dass sie mit ihren Leben überfordert sind. Viele dieser Frauen werden Eva Herman sicher absolut recht geben. Aber was treibt sie? Ist es wirklich nur das Mutter- und Hausfrauendasein, das ihnen auf den Kopf fällt? Oder ist es nicht vielmehr die fordernde und immer kritisscher werdende und sich in alles einmischende Gesellschaft, die ihnen nicht (mehr) zugesteht, einfach "nur" Hausfrau und Mutter zu sein? Wie kann es denn angehen, dass Moderatoren wie Günther Jauch eine dreifache Mutter fragen, was sie beruflich macht? HALLO? Eva Herman stellt genau das in Frage, nicht mehr und nicht weniger, und ich finde, dass das ihr gutes Recht ist. Sie spricht das aus, das Viele denken - es ist nur schade, dass ihr derart über den Mund gefahren wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
62 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Wahrheit muß auf den Tisch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Es wurde Zeit, dass auch junge Frauen den Mund aufmachen. Eva Herman spricht offen und ehrlich, die Probleme an, mit denen wir uns wirklich aus einander setzen sollten.Diese Problematik muß auf den Tisch unserer Gesellschaft und disskutiert werden. Mit Psychologen, Ärzten, Lehrern, Wissenschaftlern und Menschen, die die Nachteile dieser Entfremdung erlebt und erkannt haben. Es wird Zeit, uns wirklich Gedanken zu machen, was brauchen unsere Kinder, was bringts wirklich. Ich habe großen Respekt vor ihrem Mut, den es immer erfordert, solche nicht gewollten Wahrheiten auf den Tisch zu bringen und sich nicht einschüchtern zu lassen und bereit zu sein, einen Preis dafür zu bezahlen, um den Menschen, die Augen zu öffnen. Weiter so, solche Menschen braucht unser Land.
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117 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bravo!,
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Eva Herman weist in ihrem Buch auf die Überforderung der Mütter durch Haushalt, Kinder und Berufstätigkeit hin.Die Wärme und die Werte der Familie verlieren durch die Doppelbelastung und Fremdbetreuung der Kinder stetig an Bedeutung, Gespräche finden kaum noch statt, die Menschen werden immer bindungsunfähiger. Sie ist der Meinung, dass die Gleichmacherei der Geschlechter fatal ist, da Frauen und Männer sich ergänzen sollten. Eva Herman möchte, dass Frauen für ihre weiblichen Tätigkeiten, in ihrer Hausfrau- und Mutterrolle (insbesondere Erziehung/Betreuung der Kinder) geachtet werden. Sie möchte das Weibliche endlich aufgewertet wissen und findet es unmöglich, wenn eine Frau ohne Berufstätigkeit als "unvollständig" angesehen wird. Diese Entwicklung schreibt sie dem Feminismus zu, der zwar Gutes bewirkt hat, aber die Arbeitsleistung von Hausfrauen bzw. Müttern herabwürdigt und die "männliche" Berufswelt als einzige Lösung bzw. Befreiung ansieht. Sie macht sich für eine Rückkehr der Weiblichkeit stark. Frauen sollen sich nicht den Männern anpassen, sondern sich auf ihre Stärken besinnen. Ich finde das Buch glaubwürdig, da sie selbst zwar Karriere gemacht, es aber auch im Nachhinein bereut hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
111 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
endlich spricht es mal einer aus!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch wie dieses wurde lange überfällig und ich freue mich sher,dass ich nicht die einzige bin,die so denkt.Immer mehr Frauen gehen an der scheinbar normalen(zumindest wird es ihnen so suggriert) Doppelbelastung zwischen Beruf und Familie zugrunde.Fragt sich niemand ,warum die stressbedingten Krankheiten wie Herzinfarkt u.ä. auch und gerade bei Frauen immer mehr zunehmen?!Dieses Buch steht nicht für Altbackenes udn Rückschritt,sondern für die Rückbesinnung auf die wirklich wichtigen Werte: Partnerschaft und Familie. Dazu braucht man aber eben auch ganügend Zeit und die hat man nicht,wenn man einen 8-Stundentag hinter sich hat und das jeden Tag.Frau Herman's Absicht ist sicher nicht die Deskriminierung der Familine,deren Frauen aus finanziellen Gründen unbedingt arbeiten gehen müssen,sondern regt eher zum überlegen an,ob denn die neusten Kleider, Autos und Reisen glücklichjer machen,als Sicherheit und Geborgenheit.Wenn jemand darauf negativ reagiert,dann wohl deshalb weil Fau Herman genau in's Schwarze getroffen hat. Es wird Zeit dass wir umdenken und nicht nur nach Geld und Karriere gieren...! Wenn jemand Frau Herman vorwirft,dass sie es selbst nicht so macht,ist das nicht richtig. Ich weiss nicht,warum man nicht zu der Erkenntnis gelangen darf,dass man Fehler gemacht hat und es besser macht?! Für mich sind die Bücher der Autorin durch und durch gesellschaftskritisch, modern und ehrlich und sehr sehr lesenswert!!!! unbedingt kaufen!!!
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73 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Offensive Feminismuskritik,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Das Buch zeigt, dass ihre Autorin sich ausgiebig mit ihrem Thema beschäftigt hat. Es ist nicht leicht, ein solches Buch zu schreiben. Und es ist sicher auch keineswegs innerhalb von 48 Stunden heruntergeschrieben worden wie das Buch einer ihrer Kritikerinnen. Es lebt auch nicht, wie viele sonstige politische Bücher, von Rhetorik allein. Das Buch enthält eine Fülle von Einzeleinzelinformationen und Einzelaussagen, die nachzuprüfen für den Leser sicher nicht einfach ist. Es ist daher sinnvoll, sich auf einige wichtige Punkte zu beschränken. Das wichtigsten Thema des Buches ist für mich neben der offensiven Auseinandersetzung der Autorin mit dem Feminismus die politisch aktuelle Kindergrippenfrage. Und hier scheint die Autorin doch gegenüber ihren Kritikerinnen die besseren Argumente für sich zu haben. Immerhin beruft sich Eva Herrmann auf eine stattliche Anzahl von Experten, die auch namentlich genannt werden. Nun wäre es also an den Befürwortern der "Fremdbetreuung", einmal selbst ihre theoretischen "Gewährsleute" namentlich zu nennen.Beachtlich finde ich auch ihre Feminismuskritik. Eine solche offensive Herausforderung des "Gleichheitsfeminismus" hat es seit Esther Vilar nicht mehr gegeben. Das Buch hat nicht nur eine enorme Qualität, sondern es ist auch durch seine hohe Auflage tatsächlich zu einem Politikum geworden. Weitere Einzelpunkte verdienen es, hervorgehoben zu werden: 1) Ein Politikum ist die Kritik Familienministerin der CDU aus durchaus christlich demokratischer Perspektive. Hier ist Eva Herrmann gewissermaßen eine legitime Nachfolgerin von Christa Meves und Elisabeth Motschmann, die früher die familienpolitischen Vorstellungen der CDU stärker prägten. 2) Ein Politikum ist ihre offensive Kritik an Simone de Beauvoir und ihrem Gleichheitsfeminismus. Christa Süßmuth etwa bekannte sich ausdrücklich zu Simone de Beauvoir und auch Angela Merkel und Ursula von der Leyen scheinen doch einer Simone de Beauvoir wesenlich näher zu stehen als einer Christa Meves. Wie ist das nur möglich? Simone de Beauvoir, für die Mutterschaft im Patriarchat eine Falle war für die Frau, ist zum theoretischen Leitstern der heutigen CDU geworden. 3) Eine offensive Kampfansage an den Feminismus ist zu einem Bestseller geworden. 4) Auch Alice Schwarzers Aussage zu Lorena Bobbit wird nun durch dieses Buch einem Millionenpublikum erst so richtig bekannt. 5) Eva Herrmanns theoretische Bezugnahme auf Alexander Mitscherlich. Ausgerechnet dessen Frau Margarethe ist dagegen wissenschaftliche "Gewährsfrau" von Alice Schwarzer. Tatsächlich hätte sich die Autorin sogar auf Max Horkheimer mit seinen Studien zu Autorität und Familie berufen können, was für die heute "fortschrittlich" Gesinnten besonders peinlich gewesen wäre. 6) Erfreulich (in meinen Augen) ihre positive Bezugnahme auf die kritische linke Feministin Katharina Rutschky. 7) Es wird auch in diesem Buch deutlich: Die Ähnlichkeit der familienpolitischen Vorstellungen des Gleichheitsfeminismus (früher Radikalfeminismus) mit dem Marxismus. Tatsächlich kann der Gleichheitsfeminismus als eine Art Geschlechtermarxismus verstanden werden. (Nicht Kapitalist gegen Arbeiter sondern Mann gegen Frau). Und dem Buch hinzuzufügen wäre: Im Hintergrund steht auch Platon. 8) Hochinteressant die Ausführungen der Autorin zu Johanna Haarer. Ich selbst kannte diese Pädagogin vorher nicht und für viele andere wird es überraschend sein, daß ausgerechnet im 3.Reich, in dem die Mutterschaft so hoch im Kurs stand, die Wurzeln einer doch eher kinderfeindlichen Politik liegen. (Kinderfeindlich nicht im Sinne der Geburtenrate sondern im Sinne der kindlichen Bedürfnisse). 9) Notwendig auch der Hinweis der Autorin auf den Jungen, der als Mädchen aufwuchs. Im Sinne des deutschen Pressekodex hätte Alice Schwarzer ihren Irrtum (oder Falschbehauptung) diesbezüglich eigentlich unbedingt später öffentlich korrigieren müssen. Hier wäre m.E. sogar eine "Presserüge" an die Emma fällig gewesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gleichsetzung von Frau und Mann ist eine Mogelpackung,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Taschenbuch)
Ich bin wirklich sehr angetan von diesem Buch "Das Eva-Prinzip". Eva Hermann spricht mir in vielen Dingen aus dem Herzen.Emanzipation habe ich immer schon ganz anders verstanden als meine "68er-Generation". Emanzipation ist für mich, dass ich das tun kann, was ich gerne tue - und damit wahrscheinlich am besten kann - in meiner Weiblichkeit (was hier nichts mit Sexualität zu tun hat) und dass ich selbst darüber entscheiden kann. Das ist für mich der wirklich wichtige Punkt. Wenn ich meine Kinder in Betreuung geben muss, weil ich mir eine persönliche Betreuung nicht leisten kann, da man ja auch Brot und ein Dach über dem Kopf braucht zum Leben, oder weil ich meine Arbeitsstelle bzw. Arbeitsposition nach einer Erziehungspause nicht mehr bekomme, dann ist meine Berufstätigkeit nicht emanzipiert sondern erzwungen. Nur 2 Beispiele. Wir Frauen haben so viele Begabungen, anders als Männer. Es gibt genug Männer auf dieser Erde, warum sollen wir Frauen gleich sein müssen? Den Zwang dorthin empfinde ich als Missbrauch an uns Frauen. Die Gleichsetzung (nicht Gleichberechtigung) der zweigeschlechtigen Spezies Mensch mündet doch in eine "geschlechtliche Monokultur" und macht uns - wie alle Monokulturen - ärmer. Ist die emanzipatorische Mogelpackung der Gleichsetzung von Mann und Frau vielleicht nur dazu da, weil man uns Frauen für die produktiven Arbeitsstunden und damit die Einzahlung in die Sozialkassen braucht und wir außerdem auch noch billiger sind für die gleiche Arbeit als Männer? Jedenfalls gehe ich mit Eva Herman in dieser Sache vollkommen einig. Wir verlieren als Frauen mehr durch die Gleichmacherei als wir gewinnen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Einige scheinen das Buch gar nicht gelesen zu haben und beziehen ihr "Wissen" von der Presse,
Von Hänschen Klein (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Ich bin nicht mit allem einverstanden, was Frau Herman in ihrem Buch schreibt. Allen voran das für mich verzerrte Männerbild von ihr. Offenbar findet Frau Herman einen Mann nur dann männlich, wenn er ein Macho ist, aber das sehe ich eigentlich genau andersherum. Der Unterschied zwischen einem Macho und einem Mann ist folgender. Ein Macho hat keinen Respekt vor Frauen, er sieht sie auch nicht als gleichberechtigt an. Ein Macho ist in seinem innern von Minderwertigkeitskomplexen zerfressen und versucht deshalb etwas darzustellen , was er nicht ist, um seine Angst zu kaschieren. Ein Macho weiß nicht, was Liebe oder Mitgefühl ist. Harmonie und Frieden sind Dinge, die er nie erlebt hat und auch nicht befürwortet. Im Grunde genommen ist ein Macho eigentlich nur jemand der seelisch sehr krank ist. Dementsprechend glaubt Frau Herman, dass grundsätzlich nur Frauen zu solchen Fähigkeiten in der Lage wären und Männer von Natur aus irgendwelche Seelenkrüppel wären. Aber gut weg davon. Das ist keineswegs Hauptbestandteil des Buches von Frau Herman. Es geht ihr vor allem um die Erziehung von Kleinstkindern und ist hier eine Fürsprecherin von einer Mutter-Kleinstkind-Bindung, die natürlich nur durch Nähe und Liebe zwischen Mutter und Kleinstkind entstehen kann. Eine wichtige Rolle spielt bei ihr auch das Stillen des Babys. Deshalb lehnt sie es auch ab Kleinstkinder in Krippen abzuliefern um in der Zwischenzeit einer Arbeit nachzugehen. Für Frau Herman erleidet das Kind so eine Orientierungslosigkeit und seelischen Schaden. Und ohne Wissenschaftler sein zu müssen und ohne Statistiken bemühen zu müssen, weiß jeder, der noch Mensch ist und über ein Herz verfügt, dass sie damit Recht hat. Aus diesem Grund spricht sie sich vor allem dafür aus, dass die Frauen wieder weiblicher werden sollen und die Rolle der Mütter ein höheres Ansehen in der Gesellschaft erfahren müssen. Von "Die Frau soll zurück an den Herd" lese ich hingegen nichts. Es geht ihr vielmehr um das Wohl von Kindern. Aber Frau Herman baut ihre Ansichten noch weiter aus und stellt einen Verfall von Emotionen und Werten in unserer Gesellschaft fest und das Frauen einen gewissen Männerhass in sich tragen. Das sind Beobachtungen, die ich durchaus teilen kann, ob es aber tatsächlich in jedem Fall etwas mit der Über-Emanzipation der Frauen zu tun hat, weiß ich nicht genau. Dann stellt sie noch fest die Jungen würden in der Schule immer schlechter werden, weil vor allem Frauen in den pädagogischen Anstalten beschäftigt wären. Eine für mich ziemlich kühne Behauptung, die ich so auch nicht befürworten oder bestätigen möchte. Dennoch sind einige Thesen in dem Buch enthalten über die es sich lohnt nachzudenken und viele Wahrheiten, sobald sie anfängt über Kleinstkindererziehung zu sprechen. Daneben geht es Frau Herman in ihrem Buch um Menschlichkeit und Natürlichkeit. Außerdem merkt man an einigen Stellen, dass sie doch ziemlich religiös ist. Im Detail betrachtet kann ich zwar einigen ihrer Thesen nicht zustimmen. Aber ok. Nobody is perfect und keine zwei Menschen haben in allem die gleiche Meinung. Im Endeffekt aber hat sie ein durchaus partiell wertvolles Buch für unsere Gesellschaft geschrieben. Deshalb 4 Sterne.
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74 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das provoziert, vor allem die "politisch korrekten",
Rezension bezieht sich auf: Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit (Gebundene Ausgabe)
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand auch Susanne Gaschkes "Emanzipationsfalle" in der Analyse sehr interessant, aber in den Schlußfolgerungen (die alten, intelligenten, beruflich erfolgreichen Frauen sollen sich ehrenamtlich um die Erziehung der vielen Kinder aus problembehafteten Sozialmilieu kümmern) doch reichlich realitätsfremd und verträumt.Eva Hermann kommt nicht aus der links-intellektuelen DIE-ZEIT-Ecke, so wie Susanne Gaschke, und ist deswegen natürlich schon einmal ein rotes Tuch für alle selbsternannten Besitzer der political correctness. Wenn man sich die ganzen negativen Rezensionen so durchliest, stößt man immer wieder auf das Argument der unglaubwürdigen Karrierefrau, die so gar nicht nach ihrem Rezept lebt. Dem muß man aber entgegenhalten, daß die Hermann selber sagt, sie hat in der Vergangenheit Fehler gemacht. Und natürlich, wenn eine Mutter mit 3 Kindern, die nicht über Funk/Fernsehen/Sport/Politik berühmt geworden ist, so ein Buch schreiben würde, DANN NIMMT ES KEINER ZUR KENNTNIS. Ansonsten sind die ganzen negativen Rezensionen von sehr dürftigem Niveau. es überwiegen persönliche Angriffe, die mit der Sache nichts zu tun haben. Oft wird auch kritisiert, daß die Hermann sich anmaßt, für alle Frauen zu sprechen oder alle in einen Topf wirft. Naja, es ist ja auch nur ein 230-Seiter und keine wissenschaftliche Studie über 1000 Seiten. Natürlich wird manchmal verallgemeinert, aber wichtig sind die Grundaussagen, und die werden schon sehr plausibel mit Referenzen auf Wissenschaftler und Experten hergeleitet. Hermann sagt ja auch gar nicht, wie oft behauptet wird, "alle Frauen zurück an den Herd". Sie weist darauf hin, daß die spezifisch fraulichen Stärken eher im Familienleben gebraucht werden, als in der beruflichen Karriere. Leider wird den Frauen in der Bundesrepublik (und natürlich auch in anderen "westlichen" Ländern) seit 50 Jahren die natürliche Neigung zur Mutterschaft systematisch von der Meinungsindustrie und der Politik aberzogen. Wertvoll ist man nur, wenn man möglichst viel Geld außer Haus verdient. Bei momentan ca. 1,3 Kindern pro Frau in Deutschland kann man sich ausrechnen, wohin das in 50 Jahren führen wird. Ich kann das Buch nur empfehlen. Man muß ja nicht jede Aussage zu 100% teilen, aber es sind sehr interessante Denkanstöße dabei. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit von Eva Herman (Gebundene Ausgabe - September 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,47
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