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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Na ja,
ich hatte mir mehr erwartet. Aufgrund der 680 Seiten hatte ich mich auf ein schönes, langes Lesevergnügen vorbereitet und bin doch etwas enttäuscht. Der Roman ist gut und flüssig geschrieben, hat aber immer wieder Längen, durch die man sich durchkämpfen muss. Aufgrund des Klappentextes hatte ich vermutet, mehr darüber zu lesen, was die...
Veröffentlicht am 12. September 2007 von A. Bookmeyer

versus
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Standbild
Was ist das nur mit Katzenbach? Seine Romane beginnen mit einer Idee, die den Leser sofort packt und Hochspannung versprechen. Doch im Laufe der Zeit schläft die Handlung ein, nehmen unwichtige Details überhand, und wie eine Fliege auf dem Honig muss man sich durch eine immer zäher werdende Geschichte kämpfen, deren Spaß irgendwo unterwegs auf...
Veröffentlicht am 15. Januar 2008 von Andreas Reich


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Standbild, 15. Januar 2008
Von 
Andreas Reich (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf (Audio CD)
Was ist das nur mit Katzenbach? Seine Romane beginnen mit einer Idee, die den Leser sofort packt und Hochspannung versprechen. Doch im Laufe der Zeit schläft die Handlung ein, nehmen unwichtige Details überhand, und wie eine Fliege auf dem Honig muss man sich durch eine immer zäher werdende Geschichte kämpfen, deren Spaß irgendwo unterwegs auf der Strecke geblieben ist.

Der Plot dieses Werks ist einfach zu umreißen: Eine Polizistin entdeckt, dass der vermeintliche Mörder ihrer Nichte nicht der tatsächliche Täter war. Dieser befindet sich noch auf freiem Fuß. Da die anderen Polizisten alle offenbar keine Lust haben, den Fall wieder aufzurollen, ermittelt sie auf eigene Faust. Über den Bruder des Mörders, einen forensischen Psychiater, versucht sie, sich ersterem zu nähern. Der Mörder, ein Fotograf mit einer Vorliebe fürs Morbide, hat in der Zwischenzeit eine Studentin entführt, die er mit unberechenbarer Gewalt zum Gehorsam zwingt und sie dann, gefügig gemacht, als Quasi-Sekretärin auf seine Mordzüge mitschleift.

Was sich theoretisch noch nach Spannung anhört, wird in der Praxis durch mehrere Methoden zu Tode geschwatzt. Zum einen wären da die endlosen inneren und äußeren Monologe, die die Personen andauernd und zu jeder Zeit halten müssen. Natürlich ist es nicht grundsätzlich verkehrt, Gedanken der Protagonisten darzustellen, ihre Zweifel und Irrtümer oder durch Erinnerungen ihre Vorgeschichte zu beleuchten. Doch Katzenbachs Charaktere tun dies andauernd. Die Polizistin, die zum Tatort kommt, wo sie ihre ermordete Nichte liegen sieht und nur noch auf sie zustürzen will, lässt sich erst auf einen endlosen Dialoge mit einem Polizisten, der sie daran hindern will, ein, erwägt sachliche Konsequenzen, Aspekte in Bezug auf ihre Arbeit, Auswirkungen auf ihre Psyche und mögliche Alternativen usw. Für fünf Meter in höchster Aufregung braucht sie offenbar zwanzig Minuten. Die Figuren scheinen generell keine klaren, einfachen Gedanken zu haben. Andauernd nehmen sie einen Gedanken unmittelbar nach dem Denken zurück, fallen ihnen plötzlich noch dieses und jenes ein, können offenbar keinen Schritt machen, ohne über ihre Kindheit und irgendwelche dramatischen Ereignisse ihrer Vergangenheit nachzudenken. Das Ergebnis dieser Fokussierung auf ihre Innerlichkeit ist, dass man oft den Eindruck hat, die Handlung würde zum Stehen zu kommen.

Tatsächlich passiert trotz des Umfangs dieses Werks nur sehr wenig. Die Polizistin kommt vor lauter Erinnerungen die ganze Zeit über irgendwie kaum voran, der Killer verbringt die überwiegende Zeit damit, der Studentin Gewalt anzutun oder zumindest anzudrohen und ihr den Mund zu verbieten, und letztere wagt sich vor Angst nicht zu rühren. Der Mörder plappert endlos dahin, während er und seine Gefangene durch die Staaten touren, will aber nicht so richtig unter die Haut gehen mit dem, was er so zu sagen hat. Eine Nebenfigur, die auf den letzten Seiten eingeführt wird und eigentlich keinen wirklichen Einfluss auf die Handlung hat, wird mit ihrer eigenen Geschichte ausführlich vorgestellt.

Über die Motivation des Killers, die den eigentlichen Aufhänger zu dieser Handlung gibt, kann man nur spekulieren. Gesetzt den Fall, unfreundliche Stiefeltern machen einen Menschen zu so einem Massenmörder ' was zum Teufel will er mit der Studentin. Soll sie seine Biographin sein? Rechtfertigt das Ergebnis den Aufwand, die Vorbereitung, die er investiert, eine geeignete Studentin auszuwählen, sie eine Ewigkeit mit psychischen Angst- und Gewaltspielchen psychisch zu zerrütten, nur um ihr unterwegs immer wieder sagen zu können: Schreibst du das auf? Du musst das alles aufschreiben! - Warum zum Geier kauft er sich kein Diktiergerät oder schreibt seine verdammten Langweilermemoiren einfach selbst, wenn es ihm schon um wortgetreue Wiedergabe geht?

Am Ende des Buchs hat man ein paar spannende Momente und viel heiße Luft erlebt und ist, wie üblich bei Katzenbach, kein bisschen schlauer. Die Sachen passieren einfach, wie sie passieren, die Zeit zwischendurch kriegen wir auch noch irgendwie rum. Simon Jäger liest wie üblich gut, um die verlorene Zeit tut es mir trotz allem leid. Wer an Katzenbach nicht vorbei kommt, sollte lieber zu zu Der Patient greifen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 680 Seiten mässige bis gar keine Spannung, 10. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Wenn ich John Katzenbach höre, muss ich immer an "Der Patient" denken.
Dieses Buch ist das erste, welches ich von ihm gelesen habe und mir in guter Erinnerung. Letztendlich wird auch deshalb jedes seiner Bücher von mir an dem gemessen.

"Der Fotograf" ist ein mässig bis garnicht spannendes Buch, Kategorie Psychothriller:
Die Literaturstudentin Anne Hampton wird von dem Psychopathen Doug Jeffers entführt und fügig gemacht. Fügig gemacht, um ihn zu begleiten und seine Taten als Chronistin seiner Morde niederzuschreiben und für die Nachwelt zu konservieren. Tut sie es nicht, wird sie sein nächstes Opfer. Er selber ist ein bekannter Fotograf, immer auf Reisen um zu fotografieren und so ist es auch selbverständlich, dass er ständig unterwegs ist. Mit ihr zusammen fährt er durch Amerika, immer auf der Suche nach einem zufälligen Opfer.

Von Anfang an ist klar, wer Täter und wer Opfer ist, der Fall besticht weder durch überraschende Wendungen noch durch facettenreiche Darstellungen der Protagonisten. Auch die Taten selber sind nicht besonders fantasievoll für den Leser dargestellt. Das ganze Buch liest sich gleichmässig und emotionslos, ähnlich wie einen Sachbericht...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Im Vergleich zu anderen Katzenbach-Thrillern schlecht, 12. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Nachdem ich "Der Patient", "Die Anstalt" und "Das Opfer" regelrecht verschlungen habe, freute ich mich auf ein neues Buch von John Katzenbach. Leider hat mich das Buch enttäuscht. Es kommt nicht annähernd an die Spannung der anderen drei Bücher ran, ist eher langweilig und langatmig. Es lässt sich zwar immer noch flüssig durchlesen, der Schreibstil ist nach wie vor sehr gut, aber wer vorher die anderen Bücher gelesen hat, wird definitiv enttäuscht sein.

Meine Empfehlung: Lieber in der Bibliothek ausleihen als kaufen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Meisterwerk der Langatmigkeit, 17. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Oh Mann! Da hatte ich mir echt mehr von versprochen. Im Nachhinein betrachte ich die aufgebrachte Lesezeit als Zeitverschwendung.

"Der Fotograf" kommt auf knapp 680 Seiten daher und handelt von 4 Hauptfiguren, deren Handlungsstränge im laufe des Buches miteinander verwoben werden. Da haben wir die Kripo-Beamtin, den Mörder, die Geisel und den (kleinen) Bruder des Mörders.

Oberflächlich betrachtet kommt das Buch sogar sehr vielversprechend daher. Kann dann aber doch nicht überzeugen. Katzenbach nimmt sich unglaublich viel Freiraum die Hintergründe jedes der vier Charaktere bis zu erörtern. Das geschieht teilweise durch Rückblenden, teilweise durch eigewebte Erinnerungen, die den Charakteren hochkommen. Aufgrund des Umfangs dieser Hintergründe wirkt das Buch sehr vergangenheitsfixiert. Das aktuelle Geschehen, der eigentliche Plott der Geschichte kommt dabei deutlich zu kurz.

Da verkommt die eigentlich nervenaufreibende "Erinnerungsfahrt" des Serienkillers zur teilweise sterilen Autofahrt und verliert sich aufgrund der permanenten Vergangenheitsbewältigung der Akteure in Bedeutungslosigkeit.

Sicherlich ist es notwendig Hintergründe zu Figuren zu geben, um deren Handlungen erklären zu können. Aber bitte nicht in diesem Umfang. Das Buch hätte man brutal auf die Hälfte zusammenstreichen müssen, um überhaupt noch Spannungsbögen zu ermöglichen.

Am meisten nervt allerdings Detective Barren, die auf den gesamten 680 Seiten verblendet auf die Jagd des Serienkillers geht und bis zum Schluß nicht einen einzigen gerichtsfesten Beweis für dessen Mord an ihrer Nichte in den Händen hält. Ein Charakter, der nur von Emotionen, Indizien und Rachegelüsten getragen wird, ist nicht wirklich überzeugend.

Ich mag es kaum sagen, aber der überzeugenste Auftritt gelingt zum Schluß einer absoluten Randfigur. Einem kurz vor der Pensionierung stehenden Polizisten, der durch 2 bis 3 markige Sätze die bis dahin kaum vorhandene Stimmung schlagartig hebt. Womit sich das eigentlich Lesenswerte an diesem Buch auf 5 Seiten ganz zum Schluß zusammenstreichen läßt. Keine gute Voraussetzung für einen gelugenen Psychothriller.

Fazit:

Weder vom "Psycho" noch vom "Thrill" ist auf den 680 Seiten wirklich etwas hervorzuheben. Wie eine lauwarme Suppe werden die Morde präsentiert und durch ständiges Herumlamentieren in der Vergangenheit gehörig versalzen.

Für ausgezeichnete Thriller greifen Sie lieber zu Autoren wie Thomas Harris, James Ellroy oder Simon Beckett.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen blutleer und ohne Spannung, 19. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Zwei Sterne gibt es für das Buch nur, da es sich ganz gut liest, nachdem man sich mal an die Sprache gewöhnt hat. Die Idee hinter dem ganzen ist ganz nett, enttäuscht aber in der Umsetzung. Die psychische Abhängigkeit von Anne gegenüber Douglas ist noch am spannendsten, auch wenn ich nicht nachvollziehen kann wieso sie sich zum Schluss gegen ihn wendet (überall anders wird zeilenlang über Beweggründe geschrieben und hier wo es interessant wäre, da ist nichts). Eine Polizistin, die von Rache getrieben sämtliche Regeln über Bord wirft und nur noch daran denkt den Mörder ihrer Nicht zu finden und zu töten? Nicht nachvollziehbar, ist sie doch vorher so versessen auf die Einhaltung der Gesetze. Der Psychater-Bruder - nun, seine Zweifel kann man nachvollziehen, aber dennoch bleibt er blass. Der Mörder, Douglas? Nun, angeblich hat er ja schon sooo viele Leute umgebracht, aber davon erfährt man so gut wie nichts. Die tatsächlich ausgeführten Morde sind wenig und nicht wirklich beeindruckend. Ich kann das Buch auf keinen Fall empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Weniger ist manchmal mehr!, 3. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Ich hatte mich sehr auf den dicken Thriller-Wälzer gefreut. Da der Name des Autors mir schon oft über den Weg gelaufen war, dies aber der erste Roman von Katzenbach ist, den ich schließlch erworben habe, war ich ausreichend gespannt.
Aber ich sollte leider enttäuscht werden.
Dieser Triller (der diesen Namen eigentlich gar nicht verdient hat) hat so gut wie nichts Spannendes. Am Anfang gibt es ein paar aufregende Momente und dann flacht das Buch leider total ab. Der Autor verrennt sich in weitschweifenden Beschreibungen und unwichtigen Details, vermag es aber nicht mehr, die anfängliche Spannung zu halten oder den Leser zu fesseln.
Manchmal wird seitenweise einfach nur geschwafelt. Man quält sich also durch die Seiten und Kapitel in der Hoffnung, dass es dann zum Schluss noch mal richtig spannend werden muss....
Weit gefehlt! Der nichtssagende Showdown hat mir den Rest gegeben.
Diese Buch hatte absolut nichts erwähnsenswert Positives (würde im Kamin aber sicherlich gut einheizen).
Finger weg davon....ist das Geld nicht wert!
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Extrem in die Länge gezogen ! Diesmal übertreibt es Katzenbach, 6. Oktober 2007
Von 
H. Schuldt (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Da ich zuvor schon "Der Patient" gelese habe, war es für mich klar, dass ich auch dieses Buch lesen wollte.
Dies hat sich allerdings als Fehler rausgestellt und ich rate jedem, der schon andere Bücher von Katzenbach gelesen hat, dieses Buch zu nicht lesen. Denn es ist kein Vergleich dazu.
Zum einen ist das Buch dermaßen in die Länge gezogen, dass manchmal unwichtige Dinge bis ins kleinste Detail beschrieben werden und sich über mehrere Seiten ziehen. Diesen Schreibstil hat Katzenbach nun mal werden viele sagen, allerdings übertreibt er es diesmal. Ich fand den Schreibstil von "Der Patient" schon schleppend, doch aufgrund der Spannung und Story las es sich noch ziemlich flüssig.
Dies ist hier nicht der Fall. In der Beschreibung hört sich die Geschichte noch interessant an, doch beim lesen kommt schnell Langeweile auf. Dies liegt am schon genannten Schreibstil aber auch nicht zuletzt an der einfallslosen Story, die man aus unzähligen anderen Thrillern schon kennt.
Ein weitres Manko ist nach meiner Meinung die unglaubliche Länge der Kapitel. Jedes Kapitel besteht aus 40-50 Seiten, da ist es mit dem schnellen Lesevergnügen für Zwischendurch vorbei.
Der einzig Lichtblick ist der Charakter des Killers, dessen Vielschichtigkeit ich interessant fand.

Alles in allem kann ich Lesern, die sich einen tempreichen Thriller mit vielen Wendungen wünschen nur vom Kauf abraten.
Ich habe mich durch dieses Buch regelrecht gequält.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für drei Sterne reicht es, 11. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Ich habe "Der Fotograf" nach den beiden Romanen "Der Patient" und "Die Anstalt" gelesen, früher habe ich schon mal "Das Rätsel" gelesen. Man muss bei aller Kritik bedenken, dass "Der Fotograf" von 1987 stammt und erst jetzt wohl in deutscher Übersetzung erschienen ist. Es handelt sich also um eines der früheren Werke und damit entschuldigen sich manche Dinge, die einem negativ auffallen. Da ist die Story, die tatsächlich in sehr vielen Thrillern nach 1987 benutzt wurde bis zum Abwinken. Wieder mal treibt ein Serienkiller sein Unwesen und wird gejagt. Das war also zu einer Zeit, wo Hannibal Lecter gerade "in aller Munde war" und das Thema noch längst nicht so durchgenudelt war. Auch jagt "mal wieder" eine überaus mutige und durch nichts aufzuhaltene Frau den Killer, aber auch das war zu der Zeit noch nicht sooo üblich wie heute in den Romanen.
So sollten wir also das Buch von vorneherein mit Wohlwollen zu lesen anfangen.
Hat man sich diesen Sachverhalt einmal vor Augen geführt, kann man das Buch ganz anders lesen.
Da es ein früher Katzenbach-Roman ist, hat er eben noch seine Mängel und die liegen tatsächlich zum Teil in seiner Langatmigkeit, die hier noch sehr extrem ist.
Was für mich interessant war, ist, dass ich für die Ermittlerin Mercedes Barren eine echte Antipathie entwickelt habe und dadurch mitunter dem Killer die Daumen gedrückt habe, dass DIE ihn wenigstens nicht findet.
Sie wird wirklich so übertrieben tough geschildert, dass man beim Lesen zum Frauenfeind werden könnte.
Unglaubwürdig ist auch die Geisel Anne, die trotz aller Fluchtmöglichkeiten unfähig ist, vor dem Fotografen zu fliehen. Laut Handlung ist sie so willenlos gemacht worden, dass sie nicht mehr an sich mit Vernunft denken kann. Sehr weit hergeholt.
Dennoch bekommt dieses Buch von mir noch drei Sterne, denn es ist immerhin noch ein mittelmässiger Thriller. Es gibt viele bessere, ich habe aber auch eben so viele schlechtere gelesen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Na ja,, 12. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
ich hatte mir mehr erwartet. Aufgrund der 680 Seiten hatte ich mich auf ein schönes, langes Lesevergnügen vorbereitet und bin doch etwas enttäuscht. Der Roman ist gut und flüssig geschrieben, hat aber immer wieder Längen, durch die man sich durchkämpfen muss. Aufgrund des Klappentextes hatte ich vermutet, mehr darüber zu lesen, was die entführte Anne Hampton durchmachen muss. Auch konnte ich mich nicht wirklich in die Beweggründe des Täters hineinversetzen.

Ansonsten ist "Der Fotograf" aber gut lesbar, aber eben nicht ein "Musst-Du-UNBEDINGT-lesen-Roman"
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grenzenlos langweilig - eine Zumutung, 12. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Fotograf: Psychothriller (Taschenbuch)
Kaum zu glauben, was einem als Leser gelegentlich so zugemutet wird. Ich lese viel uns sehr selten lese ich ein Buch nicht zu Ende. In den letzten Jahren waren es genau zwei, eines davon ist `Der Fotograf` von Katzenbach.

Man sollte jedem Buch seine Chance geben, Geschichte und Charaktere entwickeln sich zuweilen langsam, bevor ein Buch seine Fahrt aufnimmt. Erstmal den Stil annehmen und sehen, was sich ergibt. Das gilt bei mir immer so für die ersten 100 Seiten. In der Fotograf hat sich bis dahin nichts entwickelt, rein gar nichts. Trotzdem weiter gelesen, hab schließlich Urlaub, bin entspannt und habe viel Zeit. Irgendwann habe ich dann angefangen, Absätze querzulesen, dann ganze Absätze übersprungen. Dann waren es ganze Seiten, die ich einfach umgeblättert habe. Das tolle ist, bei diesem Buch verpasst man einfach nichts, auch wenn man mal ein paar Seiten auslässt! Völlig langweilige, ausschweifend erzählte und für die Handlung total irrelevante Ergüsse über die Geschichte, die Gedankenwelt und Erlebnisse der Charaktere. Einzig die Planung und Durchführung der Entführung der Studentin, die der Fotograf als seine Chronistin verschleppen will, lässt die Hoffung auf einen doch noch halbwegs passablen Thriller aufkommen. Dieser Hoffnungsschimmer wird aber mit sofortigem nicht enden wollendem Wortgeschwalle wieder erstickt. Bei Seite 252 war es dann so weit: Ich habe kapituliert. Keine Chance, pure und vor allem nervende Zeitverschwendung.

Vorher hatte ich bereits `Die Anstalt` gelesen, einige Längen in Kauf nehmend, kann man da von einem halbwegs gelungenen Thriller sprechen. Der `Patient` war da deutlich besser, die langweiligen Passagen waren in Ihrer Kürze zu tolerieren.

`Der Fotograf` ist dagegen ein grandioses Meisterwerk der Langeweile. Das Buch ist bereits vor 20 Jahren erschienen und wurde erst kürzlich auf Deutsch veröffentlich. Ein frühes oder sogar das Erstlingswerk also. Ähnlich wie bei Schätzings....hätte man es besser da gelassen, wo es herkam, in der untersten Schublade des Autors ganz hinten.

Also: Finger weg, reine Geld- und Zeitverschwendung!
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Der Fotograf
Der Fotograf von John Katzenbach (Audio CD - 23. November 2007)
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