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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Bedeutung der Erinnerungen
Nachdem ich von Nicole Krauss' Roman Die Geschichte der Liebe so begeistert war, war ich sehr gespannt auf ihr eigentliches Debüt Man Walks into a Room.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, in dem ein Atombombentest in der Wüste Nevadas beschrieben wird. Scheinbar zusammenhanglos beginnt das erste Kapitel mit einem offenbar verwirrten Mann, der in der...
Veröffentlicht am 9. Januar 2007 von Lili B.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein Plot, der nicht gehalten werden kann
Sam, erfolgreicher und beliebter Literaturprofessor wird verwirrt in der Wüste aufgeriffen, wohin er unter dem Einfluss eines Hirmtumors geflüchtet ist. Nach geglückter Operation und vollständigem Gedächtnisverlust ab dem 12. Lebensjahr, findet er zwar sein altes Leben vor, hat zu diesem - seiner Gelehrtenwohnung, seiner Frau, seinen ehemaligen...
Veröffentlicht am 19. Februar 2008 von Pia Kuntz


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Bedeutung der Erinnerungen, 9. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kommt ein Mann ins Zimmer (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich von Nicole Krauss' Roman Die Geschichte der Liebe so begeistert war, war ich sehr gespannt auf ihr eigentliches Debüt Man Walks into a Room.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, in dem ein Atombombentest in der Wüste Nevadas beschrieben wird. Scheinbar zusammenhanglos beginnt das erste Kapitel mit einem offenbar verwirrten Mann, der in der Wüste von zwei Polizisten aufgegriffen wird.

Der Mann ist Professor Samson Greene, der 24 Jahre seines Lebens vergessen hat. Schuld daran ist ein Tumor, der ihm zwar entfernt wird, aber seine Erinnerungen kehren nicht zurück. Das ist besonders bitter für seine Frau Anna, die ihn natürlich immer noch liebt, für die Samson allerdings nicht viel mehr als höfliches Interesse aufbringt. Er kann sich einfach an nichts und niemanden mehr erinnern, alles nach seinem 12. Lebensjahr ist ausgelöscht. Samson beschließt schließlich, sein altes Leben aufzugeben und sich einem Experiment zu unterziehen, bei dem ihm die Erinnerung eines fremden Mannes eingepflanzt werden soll. Eine Entscheidung, die er bald bedauert.

Nicole Krauss beschreibt aus allen möglichen Blickwinkeln den Zustand des Nicht-Erinnern-Könnens, mal scheint eine Last verloren zu sein, mal ist die Amnesie selbst die Last. Die Einsamkeit, die Gebundenheit an die Gegenwart, dazu die Schwierigkeit, mit Menschen umzugehen, kein Mitgefühl zu empfinden, weil man vergessen hat, wie es sich anfühlte, als man selbst etwas Ähnliches erlebte. Auch philosophiert sie darüber, inwiefern Erinnerungen wichtig für eine Beziehung und die Liebe sind, Gemeinsamkeiten, die man sich über die Jahre geschaffen hat, und von denen immer wieder die Liebe genährt wird. Das ist zwar alles ganz faszinierend zu lesen, aber mit der Zeit verliert die Geschichte an Spannung. Insgesamt nicht ganz so ausgezeichnet wie Die Geschichte der Liebe.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein Plot, der nicht gehalten werden kann, 19. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kommt ein Mann ins Zimmer (Taschenbuch)
Sam, erfolgreicher und beliebter Literaturprofessor wird verwirrt in der Wüste aufgeriffen, wohin er unter dem Einfluss eines Hirmtumors geflüchtet ist. Nach geglückter Operation und vollständigem Gedächtnisverlust ab dem 12. Lebensjahr, findet er zwar sein altes Leben vor, hat zu diesem - seiner Gelehrtenwohnung, seiner Frau, seinen ehemaligen Studenten - aber keine Verbindung mehr. Nach einigen, halbherzigen Versuchen, in sein altes Leben zurückzukehren, nimmt er das Angebot eines Forschers an, Experimente an ihm durchzuführen.
Die Komposition des Buches ist darauf angelegt, was dann mit ihm geschieht - nämlich die Überspielung fremder Erinnerungen in sein Gedächtnis - als Höhepunkt der Geschichte anzusteuern. Und in der Tat hat sich Nicole Krauss hier Außergewöhnliches ausgedacht.
Leider kann sie es erzählerisch nicht umsetzen, die Geschichte verpufft, und die zweite Hälfte des Buches schleppt sich dahin. Sehr gewollt, wenn auch anrührend, ist das Finish, in dem Sams Ehefrau zu Wort kommt. Was bleibt ist allerdings die schön dargestellte Erkenntnis, dass ein Mensch ohne Erinnerungen und bewußt gewähltes, soziales Gefüge seine Identität verloren hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Geschichte über außergewöhnliche Begegnungen, 7. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kommt ein Mann ins Zimmer (Taschenbuch)
Eine inhaltliche Zusammenfassung spare ich mir, da diese schon etliche vor mir geschrieben haben. Ich habe dieses Buch gelesen, ohne vorher überhaupt etwas von Nicole Krauss zu wissen und kann nur sagen, dass es ein sehr schönes Leseerlebnis für mich war. Das Buch wirkte auf mich trotz all der recht extremen Situationen und Gefühlszustände, die darin beschrieben sind, als eine sehr sanft und behutsam erzählte Geschichte über das Wechselspiel zwischen Ich und Du; darüber, was gedanklich und gefühlsmäßig passiert, wenn ein Ich einem Du absolut unvoreingenommen begegnet. Leider zerfällt das Buch gegen Ende etwas in die vielen einzelnen Ideen, die Nicole Krauss offensichtlich gern noch unterbringen wollte (die aber an und für sich alle sehr lesenswert sind). Auch wenn die Autorin den am Anfang so schön angesetzten Bogen der Geschichte nicht in all seiner Spannung zu Ende führen kann, ist es doch ein Buch, das ich nicht lange liegen lassen konnte und recht zügig durchgelesen habe, da ich natürlich neugierig auf das Ende war. Dort angelangt fand ich, dass dieses Buch nicht hauptsächlich seines Endes wegen lesenswert ist, sondern vor allem aufgrund dessen, was man während des Lesens erlebt. Sehr gefallen haben mir auch die sehr sorgfältig gewählten, manchmal regelrecht liebevollen Formulierungen, die einen so nahe an die Geschichte und deren Protagonisten heranbringen, wie es bei einem Buch über die Einsamkeit wahrscheinlich selten passiert.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mann ohne Erinnerung, 11. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Kommt ein Mann ins Zimmer (Gebundene Ausgabe)
Nach der Entfernung eines Gehirntumors erinnert sich der Englisch-Professor Samson Greene an seine Kindheit bis zu seinem 12. Lebensjahr – und danach an nichts mehr. Seine Frau ist ihm völlig fremd, und ihre Erwartung, sie oder ihr gemeinsames Leben wieder zu erkennen, setzt ihn auf unerträgliche Weise unter Druck. „Er wusste, was Anna hatte wissen wollen: Ob es möglich war, einen Menschen ohne Gewohnheiten zu lieben.“ „Kommt ein Mann ins Zimmer“ ist der erste Roman von Nicole Krauss, der hierzulande erst nach ihrem großen Erfolg „Die Geschichte der Liebe“ erscheint. In Samson Greenes Geschichte beschreibt Krauss Einsamkeit und Empathie auf eine einfühlsame, witzige und verführerische Weise, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen: Ohne Erinnerungen ist der Mensch vollkommen allein, hat kaum Möglichkeiten, mit anderen Menschen Verbindung aufzunehmen: Samson kann sich nur auf instinktives Mitgefühl berufen, für echtes „Einfühlen“ müsste er sich auf Erinnerungen stützen können, etwas Ähnliches erlebt zu haben – und genau das ist ihm unmöglich. Die große Stärke des Buchs ist neben der Sprache die Auseinandersetzung oder Überprüfung dessen, was man Nähe oder Intimität nennt: Ob einem anderen Menschen nahe zu sein - so nahe man kann -, nicht nur die unüberwindliche Distanz verdeutlicht, die zwischen einem liegt, und wie man allein bleiben kann, ohne Sehnsucht zu empfinden, ohne sich in sich selbst gefangen zu fühlen.
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2.0 von 5 Sternen Gute Idee, langweilige Umsetzung, 22. November 2010
Von 
silena (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kommt ein Mann ins Zimmer (Taschenbuch)
Die Idee des Buches fand ich faszinierend - die Umsetzung desselben leider nicht. Die Autorin verliert sich in Nebensächlichkeiten und Faseleien. Nach einem Drittel des Buches hat mich das so gelangweilt, dass ich keine Zeile zu Ende lesen konnte, ohne dabei einzuschlafen. Und dafür ist mir meine Zeit zu schade.
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4.0 von 5 Sternen Kommt ein Mann ins Zimmer, 5. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Kommt ein Mann ins Zimmer (Gebundene Ausgabe)
Samson Greene ist Mitte/Ende 30 und Englischprofessor. Eines Tages wird er orientierungslos in der Mojave-Wüste in Nevada gefunden. Der Grund: er hat einen Hirntumor. Im Laufe einer erfolgreichen Operation kann ihm dieser Tumor entfernt werden. Doch: mit ihm verlor er auch sein Gedächtnis. Er kann sich nur noch an die ersten 12 Lebensjahre erinnern. Obwohl seine Frau Anne anfangs optimistisch ihr Zusammenleben wiederaufnimmt als Greene nach New York zurückkehrt, gelingt beiden das Zusammenleben nicht. Die gemeinsam geteilte Geschichte kehrt nicht zurück , die nochmals durchlebte Trauer um die verstorbenen Eltern, der missglückende Versuch eine Alltagsroutine aufzubauen und an die Universität zurückzukehren belasten die Beziehung zu stark. Greene zieht in die Wohnung einer ehemaligen Studentin, die inzwischen in Los Angeles lebt. Dort erhält er ein Angebot, das er nicht ausschlagen will und kann: ein Forscher zeigt sich interessiert ihm Erinnerungen zu geben. Jedoch ist die Erinnerung, die er von einem zirka 60jährgen todgeweihten Armee-Veteranen erhält, traumatisierend: es handelt sich um einen Atom-Versuch von 1957. Greene verässt das Versuchsgelände und macht sich auf, sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Bei diesem Roman handelt es sich um den ersten Roman der Schriftstellerin, die 1974 geboren wurde und mit ihrem Mann Jonathan Safran Foer (ich erzählte von ihm) in New York lebt. Durch Foer und die Wikipedia-Nachforschungen wurde ich aufmerksam auf sie. Ihr Buch behandelt eine interessante Thematik: welche Bedeutung haben Erinnerungen? Wie kann man damit umgehen, dass Zuschreibungen, die nicht mehr auf einen zutreffen, gemacht werden? Kann es gelingen, seinem Leben, auch bei Verlust der eigenen Geschichte, eine neue Wendung zu geben? Das alles ist sehr spannend verpackt auf 320 Seiten. Dabei nimmt Nicole Krauss unterschiedliche Perspektiven ein, was den ganzen Roman sehr vielschichtig macht, auch wenn es manchmal ein ganz klein wenig diffus wird. Dennoch halte ich dieses Buch für überaus lesenswert und wirklich gut geschrieben.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolles Thema - leider verschenkt, 31. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Kommt ein Mann ins Zimmer (Gebundene Ausgabe)
Samson Greene verliert durch einen Gehirntumor sein Gedächtnis. Als er - körperlich geheilt - in sein altes Leben zurückkehren kann, ist ihm dieses völlig fremd. Er erkennt weder seine Frau, noch seinen Hund, noch seine Freunde oder die Studenten, die ihn als Professor verehrten. Eine spannende Ausgangssituation für ein mitreissendes Buch. Nicole Krauss verliert jedoch die selbstgelegte Grundsituation und driftet in immer neue Erzählstränge ab. Statt sich auf die Frage zu konzentrieren, wie sich ein Mann, der sich an sein Leben ab dem 12. Lebensjahr nicht mehr erinnern kann, in genau diesem Leben wieder zurecht finden soll, ersinnt sie plötzlich eine Science-Fiction-Idee (ähnlich dem Film "Total Recall"): Greene soll in Kalifornien von einem zwielichtigen Forscher ein anderes Gedächtnis eingepflanzt werden. Spätestens hier beginnt das Buch, das so vielversprechend begann, zu langweilen. Bei aller stilistischer Eleganz bleibt letztendlich das schale Gefühl einer verschenkten Chance.

Dass dieses konfuse Debüt von Nicole Krauss ursprünglich nicht übersetzt worden war, ist nicht verwunderlich. Im Gegensatz zu "Die Geschichte der Liebe" wirkt es wie eine brave Fingerübung.
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Kommt ein Mann ins Zimmer
Kommt ein Mann ins Zimmer von Nicole Krauss (Audio CD - 14. September 2006)
EUR 29,95
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