Kundenrezensionen

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4,2 von 5 Sternen
Stella (SWR)
Format: Audio CDÄndern
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Januar 2014
Das Buch habe ich in der Schule gelesen, aber der Inhalt und die Sprache sind sehr gut zu verstehen und alles in allem denke ich ist "Stella" ein hervorragendes Buch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. September 2007
Dieses Stück ist (jedenfalls mit dem ursprünglichen ende) auch heute noch revolutionär und anstößig. Kein Wunder, dass Goethe mit dieser Dreicksgeschichte seiner Zeit ein bisschen (oder aucch ein bisschen mehr) voraus war. Das Lesen macht einfach nur Spaß. Besonders amüsant ist die Wankelmütigkeit der männlichen Hauptperson mitanzusehen, die stetig die Meinung ändert, ob nun Cäcilie oder Stella besser zu ihm passt. Wirklich empfehlenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 10. Januar 2013
Leider kann ich die Begeisterung anderer Rezensenten über Goethes "Stella" nicht teilen.

Es fällt schwer, Stella zu lesen und dabei nicht entweder unernst zu werden oder aus der Haut zu fahren. Kein anderes Schauspiel von Goethe schlingert so hart am Abgrund des Klamauks entlang wie Stella.

Eine verarmte Dame - Cäcilie - dient ihre Tochter Lucie der Baronesse - Stella - als Gesellschafterin an. Cäcilie und die Baronesse teilen das Schicksal, von einem Ehemann respektive Geliebten verlassen worden zu sein, dem sie inständig nachtrauern. Cäcilie erkennt den entwichenen Gemahl und Vater ihrer Tochter auf einem Bildnis, das ihr die Baronesse als ebenfalls entwichenen Geliebten vorstellt. Zugleich fährt ein junger braungebrannter Offizier namens Fernando vor, den die Tochter als den Jüngling auf dem Bilde erkennt. Baronesse Stella ist verzückt, die verlassene Cäcile erschüttert bis in die Grundfesten. Damit enden die ersten zwei Akte.

Im folgenden beginnt Fernando ein wankelmütiges und larmoyantes Lavieren zwischen Weib und Geliebter und ringt sich schließlich zur Rückkehr in die eheliche Pflicht durch. Stella verkraftet das nicht und greift zum Gift. Fernando erschießt sich neben der Sterbenden.

Wo fängt man an, die Löcher im Gewebe dieses Dramas zu beklagen? Vielleicht mit dem Geburtsfehler, der ganz am Anfang stand. In Goethes Urversion war das kein Trauerspiel, sondern ein Lustspiel. Der Grundgedanke zur "Stella" war die historisch verbürgte Geschichte des Ritters von Gleichen, der von einem Kreuzzug eine orientalische Zweitfrau mit nach Hause brachte. Für die Ehe zu dritt soll es einen besonderen vatikanischen Dispens gegeben haben. Tatsächlich existieren Bildnisse, die den wackeren Rittersmann mit zwei Frauen darstellen. In Goethes Urversion machen Stella und Cäcilie ebenfalls das beste aus der Lage und teilen sich Fernando in einer ménage a trois für den Rest des Lebens. Das wurde den Sittenwächtern damals dann doch zu bunt - und Goethe schrieb das Ende flugs zu einer Tragödie um. Nur: an der Entwicklung der Geschichte war eigentlich gar nichts tragisch, es gibt kein Unheil, keine Verstrickung, die unerbittlich ihren Lauf nehmen, insbesondere gibt es keinen schuldlos ins Verderben geratenen Helden, dafür aber eine Anhäufung unglaubhafter, geradezu schwankhafter Zufälle. Mit solchen Verbiegungen kann man in der Tat ein Lustspiel konstruieren, in einem Trauerspiel wirken sie lächerlich. Gar nicht auszudenken, wie "Stella" erst ausgesehen hätte, wenn nicht Friedrich Schiller die ärgsten Schwülstigkeiten mit eisernem Besen zu beheben geholfen hätte.

Mit den Personen ist es ebenfalls ein Elend. Ein Fernando bringt es fertig, nacheinander Frau mit Kind und Geliebte grußlos sitzen zu lassen, kämpft nach jahrelanger Abwesenheit einen kurzen Kampf zwischen Liebe und Pflicht aus, entscheidet sich für die Pflicht und erschießt sich endlich aus Liebe: wer soll das glauben? Die weiblichen Hauptfiguren spiegeln bekannte Klischees wieder, sie sind der Liebe völlig ergeben, und sei es zu einem haltlosen Hallodri. Nicht einmal gegeneinander sind sie zu einer lebensnahen Haltung in der Lage. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Transformation des Lustspiels zu einem Trauerspiel auch die Personen verdorben hat.

Es ist ganz und gar kein Zufall, wenn Stella so oft für die gute Spielbarkeit gelobt wird. Das trifft wohl zu und ist einer der Gründe, weshalb Stella immer wieder in vielen Spielplänen auftaucht. Als Qualitätsausweis taugt das nicht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2013
Stella von Goethe - Dieses Buch besitz sowohl die alte Fassung als auch das neue Ende vereint im dem Buch.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. März 2007
Der Pisa-Schock sitzt uns allen in den Knochen, und es wird in den Kultusministerien unter Schweiß und Tränen überlegt, wie der Abiturientenjugend beizubringen sei, was schönes, edles Deutsch nun wirklich sei und ausmache, wie Schiller die Exposition in den »Räubern« oder in »Kabale und Liebe« mit leichter Hand gestaltet habe, oder was der junge Goethe unter einer kessen und theatralischen Dreiecksbeziehung mit Decknamen »Stella« dramaturgisch alles versteckt hielt. Und so haben sich jüngst die Hörspielredaktionen von SWR und MDR und der Argon Verlag zusammengeschlossen um mehrere Klassiker wie »Emilia Galotti« (Lessing), »Urfaust«, »Iphigenie auf Tauris«, »Stella« (Goethe), »Die Räuber«, »Kabale und Liebe« (Schiller), »Der Hofmeister« (Lenz), »Der zerbrochene Krug«, »Prinz Friedrich von Homburg« (Kleist) und »Woyzeck« (Büchner) via CD ins Klassenzimmer zu bringen. Wobei es dem leitenden Projektregisseur Leonhard Koppelmann nicht um wie auch immer geartetes »Regiehörspiel« ging, sondern um ganz textnahe und unprätentiöse Auslegung der jeweiligen Vorlage. Koppelmann erläutert hierzu: »Dialoge zu lesen, ist schwierig für Ungeübte. Gesprochen jedoch entfalten sie ihren unentrinnbaren Reiz. Dazu bestechen die Theatertexte der deutschen Klassik durch ihre zeitlose Würde, ihre tiefe Humanität, ihre hohe Sprachkunst. Die Dialoge sind wie Musikstücke. In ihnen ist jene sprachliche Virtuosität zu hören, die Goethe, Schiller, Lessing, Kleist und die anderen zu Klassikern hat werden lassen, zu Tragsäulen unseres kulturellen Erbes.« Unterstützt wird das Projekt im übrigen durch die Kultusministerien von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und die Stiftung Medienkompetenzforum Südwest (MKFS). Zu einigen der Produktionen sind auch didaktische Handreichungen für den Unterricht vorbereitet worden, die wie beim Begleitmaterial zu »Emilia Galotti« die Möglichkeiten einer modernen Theater- und Medienpädagogik für die Schule ausschöpfen. In Koppelmanns Inszenierung der »Stella« von Goethe, die ich hier stellvertretend für das Gesamtkonzept der Reihe »Klassik: Jetzt!« hervorhebe, ist die Texttreue sowie die Noblesse und Zurückhaltung der Schauspielerinnen und Schauspieler ein hervorstechendes, gewolltes Merkmal ? ohne dass es je langweilig wird. Sybille Canonica spricht ?ihre? Stella zwar als eine durch Leidenschaft Zerrissene, aber der Weg in eine denkbare hysterische Übersteigerung wäre noch ein weiter. Oliver Stokowski als der düpierende Ehemann und Liebhaber Fernando lässt noch ganz viel Raum auf der Klaviatur des Sturm und Drang und verausgabt sich ganz bewusst nicht ? und das im Dienste einer nicht ?ausinterpretierten? Werktreue. Und darf man es sagen? Die kratzige, rauchzarte Stimme von Jule Böwe als Lucie und damit hin- und hergerissenes Kind zwischen Mutter und treulosem Vater, das war eine pikante Tingierung einer morbiden Konstellation. Koppelmanns Entscheidung, Goethes Urfassung von 1775 als Vorlage zu nehmen und nicht seine spätere Handschrift (1805) mit einem bürgerlichen Gift- und Schuss-Ende als Konzession an damalige Moral- Etikette, war richtig. Die behutsame und ansonsten textnahe Inszenierung ist wohltuend für die Ohren und dürfte auch in der Schule Fürsprecher gefunden haben. Die CD-Edition »Klassik: Jetzt!«, klug platziert und mit allen zehn Schauspielen bereits auf dem Markt, dürfte ein Renner werden, da das Hören allemal komfortabler scheint als das Blättern in vergilbten Reclam-Seiten.
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. August 2001
Dieses Goethe-Werk ist sehr leicht verständlich was das Lesen sehr angenehm macht. Es geht um eine Frau (Stella) die lange auf ihren Geliebten wartet. Als der nun auftaucht, ist aber auch seine totgeglaubte Ehefrau mit Tochter in der Stadt. Er muss sich nun entscheiden. Diese Geschichte hat zwei Ausgänge und somit ist für jeden etwas dabei. Doch eher für Frauen geeignet. Ich habe es gern gelesen. Als Schauspiel sehr kurz. Für die Schultheaterwochen ganz gut. Es kann halt nicht jeder spielen. Sehr viel Gefühl.
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